15,034 Billionen Dollar US-Staatschulden

von am 16. November 2011 in Allgemein

Das imperiale PIGS hat per 15.11.2011 offiziell die 15 Billionen Dollar-Marke bei der expliziten (heute zahlungswirksamen) Staatsverschuldung gerissen. Seit Jahresanfang ist der Schuldenstand, das Total Federal Debt, bisher um +1,008 Billionen Dollar auf 15,034 Billionen Dollar angestiegen und damit beträgt nur die Verschuldung der Bundesregierung in Washington festhaltenswerte 98,91% des hedonisch aufgeblasenen nominalen US-BIPs.

Der Bruttoschuldenstand des Staates, Total Federal Debt, per 15.11.2011.

Die explizite Staatsverschuldung (Total Federal Debt) jeweils zum Ende des Fiskaljahres seit 1921 bis 2011 und mit dem Stand vom 15.11.2011 im Chart.

Die implizite Staatsverschuldung schließt zusätzlich die zukünftigen Verpflichtungen aus Pensionen für Militär und Staatsangestellte sowie die zukünftigen Ausgaben für die staatliche Gesundheitsprogramme Medicar und Medicaid mit ein. Bereits im Jahresbericht für 2007 schlug der US-Rechnungshof Alarm und wies darauf hin, dass auf Grund der demografischen Entwicklung und der steigenden Gesundheitsausgaben eine Finanzierungslücke von 54 Billionen Dollar klafft. Um diese Lücke zu schließen müssten die nächsten 75 Jahre jeweils 6,7% des Bruttoinlandprodukts in Form von Steuererhöhungen bzw. Ausgabensenkungen herangezogen werden. Das heißt konkret, die Steuern müssten um 36% angehoben werden bzw. die Ausgaben um -36% gekürzt werden. Die Rechnungsprüfer wiesen schon 2007 darauf hin, dass jegliche Verzögerung bei der Umsetzung die Anpassung in Zukunft noch drastischer ausfallen lässt. Quelle: PDF 2007 Rechnungshof Seite 25. Diese Zahlen sind aber bereits ein paar Jahre her. John Williams von Shadow Government Statistics hat auf Grundlage der jährlichen Financial Report of the United States Government diese Tabelle erstellt:Diese Daten ergeben eine US-Staatsverschuldung (explizit und implizit) von 76,3 Billionen Dollar, Stand Ende Fiskaljahr 2010.

Die 76,3 Billionen Dollar an heute zahlungswirksamen und vor allem künftig zahlungswirksamen Staatsschulden nach US-GAAP Rechnungslegungsstandard, sind 4,9 mal so hoch wie das aktuelle US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) und übersteigen auch das Welt-BIP. Bei diesen Daten dürfte klar sein, auch die USA befinden sich in einer ausweglosen Situation.

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

Print article

29 KommentareKommentieren

  • BURNER - 16. November 2011

    Gibt es eigentlich eine Marke die allgemein als kritisch angesehen wird?

    • Jan - 20. November 2011

      Historisch gesehen waren es 90% vom BIP, ab diesem Wert wird der Schuldenstand zur Belastung für das Wirtschaftswachstum.

      “This Time is Different: Eight Centuries of Financial Folly” von Rogoff und Reinhart

  • Student - 17. November 2011

    15, 20, 25 Billionen Dollar: die Höhe spielt keine Rolle, solange die Welt mitspielt. Solange das Öl und alle anderen wichtigen Rohstoffe nur in Dollar verkauft wird, haben die amerikaner kein Problem weiter Dollar zu drucken.

    Außerdem muss immer beachtet werden: die amerikansiche Verschuldung ist nicht in Weizen, Öl, Gold etc. sonder in DOLLAR. Wenn die Amis von einer Sache mehr als genug haben, dann sind das US-Dollar.

    Gruß
    Student

  • Georg Trappe - 17. November 2011

    @Student
    So ist es! Und jede aufkeimende Alternative zum US$ wird sofort in Schutt und Asche gelegt, wenn es brenzlig wird und der Export von triple A rated Schrott ins Stottern geraet. Siehe auch:
    http://georgtsapereaude.blogspot.com/2011/09/die-strategischen-bomber-der-wall.html
    Und wenn man den Amis ihre horrende Verschuldung und ihre Handlesbilanzdefizite vorhaelt, dann sind die, die die US Auslandsinvestitionen gegenrechnen ganz schnell auf der Buehne.
    Da sage ich dann immer, die “Griechen” haben auch erhebliche Auslandsinvestitionen. Hauptsaechlich in der Schweiz. So round about 200 Mrd.! Also alles kein Problem, oder?

    GT

  • M.E. - 17. November 2011

    Hallo Burner,
    es ist schwierig, die kritische Marke zu bestimmen. Sie hängt ab von:
    1. aktuelles Zinsniveau (für die USA DERZEIT sehr günstig, kann sich aber auch schnell ändern)
    2. durchschnittliche Laufzeiten der Anleihen – je kürzer, desto höher der ständige Refinanzierungsbedarf (für die USA ein sehr ungünstiger Faktor – weltweit die kürzesten durchschnittlichen Laufzeiten, ca 4.2 Jahre).
    3. Anteil ausländischer Gläubiger (für die USA relativ ungünstig – etwa 1 Drittel der US-Bonds in ausländischer Hand. Aber es gibt Länder mit noch höherem Anteil an ausländischen Gläubigern. Dieser Faktor ist übrigens der Hauptgrund, dass Japan noch nicht pleite ist durch ca. 96% staatlicher Binnenverschuldung)
    4. Handelsbilanzdefizit (hängt mit Punkt 3 zusammen. Im Fall der USA sehr negativ, da Defizit sehr hoch und strukturell bedingt ist – also nicht leicht zu senken)
    5. Neuverschuldungsdynamik und die politische Handlungsfähigkeit, diese Neuverschuldungsdynamik zu senken oder gar umzukehren (für die USA ein extrem negativer Faktor)
    6. implizite Verschuldungssituation und “versteckte” Verschuldung. (Wiederum für die USA wie auch für etliche andere OECD-Länder extrem negativer Faktor. Die Zahlungsversprechen für die Zukunft sind astronomisch, z.B. durch die demographische Entwicklung – Stichwort Babyboomer. In den USA sehr starke versteckte Verschuldung, die sich noch nicht in den offiziellen Verschuldungszahlen abbildet. Z.B. Billionenschwerer Investitionsrückstau bei der Infrastruktur oder krasse Unterdeckung der staatlichen Pensionssysteme)

    Zum Abschluss mal etwas positives für die USA: als Weltfinanzmarkthegemon sind die USA Emittent der DERZEITIGEN Weltleitwährung mit Alleinstellungsmerkmal z.B. im Rohstoffhandel. Das kann sich aber ändern und das wird sich irgendwann ändern.Dieser eigentlich für die USA extrem positive Fakt hat die USA sehr unvorsichtig gemacht, weil man dort davon ausgeht, dass man immerwährenden unbegrenzten Kredit bekommt. Diese Unvorsichtigkeit wird dazu führen, dass dieser für die USA unvergleichlich günstige Faktor zukünftig in einen Nachteil umschlägt, wenn sich zeigt, dass man zu unvorsichtig bei der Ausweitung seines Kreditrahmens war.

    • Thorsten Eckau - 17. November 2011

      @M.E.:
      Klasse Post, danke für die Bewertung der Faktoren. Sehe ich das richtig, dass Europa also genau 2 Faktoren benötigt, um selbst ungefähr in der gleichen Lage zu sein: Zum einen muss die EU zu den USAE fusioniert werden (sind wir auf dem Weg, wie es aussieht) und zum anderen müssten einige wichtige Handelspartner alternative Abwicklung von Geschäften für Rohstoffe in EUR akzeptieren aka Verschuldung der importierten Rohstoffe über Fiat-Euros zulassen?!
      Hierzu – den Möglichkeiten und den Unmöglichkeiten solch eines Vorhabens – wäre ich ebenfalls für eine Einschätzung dankbar. Ich tendiere dazu zu glauben, dass hier ungefähr der EU-seitige Fahrplan hinführen soll, oder irre ich mich da (gar so sehr, dass ich Fahrpläne sehe, die es gar nicht gibt bei unserer brüsseler Führungsclique)?

  • philipp johannes - 17. November 2011

    diese fahrpläne mag es nach meiner sicht ja in den köpfen einiger verantwortlicher in euroland geben.
    allerdings reden alle quer durcheinander und nicht mit einer gemeinsamen stimme.
    daher müßten diese fahrpläne quasi erstmal intern abgestimmt werden auf ein gemeinsames ziel hin: stärkung der gemeinsamen währung kontra übermacht des usdollar.
    mag sein das das vielleicht eine der folgenden generationen erleben wird.
    falls es dann den euro noch gibt und die internen abhängigkeiten von den usa überwunden werden.

  • LukeSkywalker - 17. November 2011

    Paar Tage noch, dann ham die Amis den 100% Benchmark geschafft!!!

    (Im Angesicht der Tatsache dass der Crash der westl. Welt-Wirtschaft unvermeidlich ist, durch die Insolvenzverschleppung die Gesammtschuldenberge nur noch groesser geworden sind, rate ich in der derzeitigen Situation zu Galgenhumor – Dadurch wirds ertraeglicher.)

  • M.E. - 17. November 2011

    Meine Aufzählung war überigens nicht vollständig. Einen wichtigen Faktor habe ich nicht genannt:
    der gesamtgesellschaftliche Schuldenstand, die Bedeutung des Bankensektors und des Finanzsektors insgesamt für die Volkswirtschaft und die Anfälligkeit des Bankensektors gegen Schocks.
    Um diesen Faktor mal am Beispiel Irland zu demonstrieren: Irland stand vor 4 Jahren bezüglich seiner Staatsverschuldung glänzend da (ca. 30% des BIP), hatte niedrige Zinsen usw.
    Aber der Bankensektor war dermaßen aufgebläht, dass die Staatsverschuldung durch die Bankenrettung in nur 4 Jahren auf 110% schoß und die Zinsen für irische Bonds explodierten.
    Um das mal auf die heutige britische Situation zu übertragen: zwar ist der gegenwärtige Staatsverschuldungsgrad in UK noch relativ moderat (soweit man eine Verschuldung auf deutschem oder französischem Niveau noch als moderat bezeichnen kann) aber der Verschuldungsgrad auf der Ebene der Verbraucher und der Wirtschaft ist gigantisch. Die 3 größten brit. Banken haben zusammen schon eine Bilanzsumme von 300% des brit. BIP.
    Hier ist also in der Zukunft Handlungsbedarf des brit. Staates absehbar, damit der extrem hohe gesamtgesellschaftliche Verschuldungsgrad nicht die Volkswirtschaft endgültig abwürgt. Der Staatsverschuldungsgrad wird in UK also sehr stark anwachsen. Eine ähnliche Situation, wie in Irland vo 3 Jahren.
    Und auch in den USA ist der Finanzsektor stark überdimensioniert und z.B. im Derivatebereich stark schockgefährdet.

  • killing fields - 17. November 2011

    Hallo,
    noch ein Faktor kommt hinzu. Die Sparkeule schlägt ab Januar voll zu wenn das Superkomitee besthend aus 12 Senatoren keine Einigung erzielt.
    In einem fensterlosen Raum bei Wasser und Brot wird im Keller des Kapitols verhandelt.
    http://m.ftd.de/artikel/60129727.xml?v=2.0

    • Bernd Klehn - 17. November 2011

      @ killing fields

      Danke, hier der wichtigste und sehr ehrliche Satz:

      “..anders als Griechenland oder Italien waren wir immer in der Lage, Schulden zu niedrigen Zinsen aufzunehmen”, sagt Rivlin. Durch Europas Krise gewinne man sogar Zeit, da die Investoren in US-Staatsanleihen flüchten. Die Frage ist, wie lange das gut geht.”

    • Benedikt - 17. November 2011

      Die Sparkeule muss ja auch erst im Parlament verabschiedet werden. Da nächstes Jahr Superwahljahr ist, wird man das Sparen einfach auf 2013 verschieben. Wer an die Sparkeule glaubt, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann!

  • bauagent - 17. November 2011

    Alle Theorien über den Zustand der Schuldenwirtschaft der USA und der anderen Industrienationen enden mit dem Glauben, dass das systemimmanente Wachstumsmodell es schon richten werde. Genau darin liegt der Trugschluss.

    Alles was der Mensch mit seinen Sinnen wahrnimmt hat Anfang und Ende. Selbst die Physiker behelfen sich mit der Vorstellung eines Urknalls, um ihre Denkmodelle des Universums erklärbar zu machen.

    Nur in unserem Finanzsystem ist einmal eine findige Gruppe von Menschen auf die Idee gekommen, ihnen vorzugaukeln, dass eine solche Pyramide endlos wachsen kann.

    Nun steht dieses, für eine moderne Gesellschaft, die mit endlichen Resourcen um´s Überleben kämpft, wieder vor dem Zinseszins-Modell und fragt sich, wie man den Todeskampf verlängern kann.

    Und selbst Nobelpreisträgern fällt nichts anderes ein, als sich hinter den alten Erklärungen zu verschanzen, die schon die vergangenen Crashs und Währungsreformen auszeichneten.

    Drucken oder Sparen, je nach Faktultät!

    Die Systemfehler insgesamt und die eigentlich relaitv leicht ausmerzbaren besonders schlimmen Fehler, wie die automatische Umverteilfunktion von unten nach oben, die die Systemlaufzeit verkürzt, weil damit dem Wirtschaftskreislauf wertvolle Liquidität entzogen wird , die dadurch per Schuld zusätzlich geschöpft werden muss, sind nicht diskutierwürdig.

    Der Tanz um´s goldene Kalb geht also weiter in einer Zeit, in der es um die Existenz der Menschen auf diesem Planeten geht. Ob da der Dollar oder der Euro zuerst crasht:

    Dem Planeten dürfte es egal sein.

  • M.E. - 17. November 2011

    Die nächste Angriffswelle “der Märkte” gegen Euro-Staaten ist in vollem Gange:
    Frankreich nähert sich der 4%-Marke, Belgien den 5%, Spanien zügig den 7% und Italien wieder über 7%.
    Während die US-Bonds trotz Überschreitens der psychologisch wichtigen 15-Billionen-Grenze wieder unter 2% gefallen sind.
    Zwar sind die Euro-Staaten an ihrem Dilemma selbst schuld, aber manipuliert wird die Entwicklung zusätzlich durch die koinzidente Strategie aller anglo-amerikanischen Player (Medien, Regierungen, Agenturen, Fonds usw.) Es ist eine Strategie der Aufrechterhaltung der Hegemonie. Und leider sehr erfolgreich derzeit.

  • philipp johannes - 17. November 2011

    http://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/Geld-gebraucht-Italien-begibt-2012-Staatsanleihen-im-Wert-von-440-Mrd-EUR-1479314

    italien will/muß nächstes jahr 440 mrd euro platzieren.

    das klappt so nicht.
    mit der ezb klappt das ebenso nicht.
    bezweifel ich jedenfalls sehr stark.

  • TvF - 17. November 2011

    Zum Thema Schulden sehr gut:
    http://www.usdebtclock.org/world-debt-clock.html

    Da sieht man auch sehr schön, wie schnell oder langsam die Schulden wachsen – z.T. ist das beängstigend…

    Ach ja, zum Energy-Output und -Consumption haben die sowas auch:
    http://www.usdebtclock.org/energy.html

    • stulle - 17. November 2011

      “Da sieht man auch sehr schön, wie schnell oder langsam die Schulden wachsen – z.T. ist das beängstigend…”

      “Wir” werden aber auch immer “reicher”. Im selben Ausmaß. Vergiss das nicht ;)

      • TvF - 17. November 2011

        Das ist richtig. Da gab’s auch mal via NachDenkSeiten einen schönen Link hin.
        Mir ging’s aber auch um den reinen Vergleich zwischen den Ländern. Beängstigend finde ich z.B. sowohl den Stand als auch den Anstieg der Gesamtschulden im UK.

        • stulle - 17. November 2011

          Jau, alles ausser Kontrolle und auch ein wenig schizophren. Fortschritt eben.

  • Tourist - 17. November 2011

    Wo sind eigentlich die Gläubiger ^^ !!!????????

  • mika - 17. November 2011

    “Die implizite Staatsverschuldung schließt zusätzlich die zukünftigen Verpflichtungen aus Pensionen für Militär und Staatsangestellte sowie die zukünftigen Ausgaben für die staatliche Gesundheitsprogramme Medicar und Medicaid mit ein.”

    Solche eine Berechnung überzeugt mich nicht. Diesen impliziten Schulden stehen auch “implizite” Staatseinnahmen gegenüber. Das ist als würde man eine Familie mit 2 Kindern, 2 Erwachsenen und 2 Rentnern nehmen und die impliziten Schulden aus den zukünftigen Pensionsverpfichtungen für die Rentner und Bildungsausgaben für die Kinder berechnen, ohne diesen die zukünftigen Zahlungen der beiden arbeitstätigen Eltern gegenüberzustellen.

    Man könnte jetzt argumentieren, dass dies ebenfalls der Fall ist bei expliziter Staatsverschuldung, doch dort sind Bruttoschulden und Nettoschulden fast identisch, denn es gibt kaum umfangreiche explizite Schuldverhältnisse mit Staaten als Gläubiger.

    Somit gesellt sich zu einer quasi expliziten Nettoverschuldung eine aufgeblähte implizite Bruttoverschuldung. Ich kann aus so einer Größe absolut nichts deuten. Aber vielleicht kann das einer von euch.

  • killing fields - 17. November 2011

    Hallo Benedikt,
    wenn die Politik sich nicht auf ein Sparprogramm einigt und zwar bis zum 23.11.2011 laufen automatisch nach dem Gießkannensystem Sparprogramme an. Der Löwenanteil liegt im mltärischen und sozialen Bereichen. So die Vereinbarung aus dem Sommer.
    Wenn dies verhindert wird ohne eine Einigung zu erzielen, werden wohl die Ratingagenturen nicht umhin kommen Downgrades auszurufen.

    Apropo us dept clock. Auf der Seite ist rechts oben ist ein Button der die Zahlen für das Jahr 2015 projeziert. Demnach haben die USA im Jahre 2015 134% Gsamtverschuldung. Respekt!!!

  • killing fields - 17. November 2011

    Hallo Tourist,

    Die Antwort ist einfach: Geld schöpfen durch immer mehr Schulden. Das ist eine einzigartige Luft- und Seifenblasenwirtschaft, im Grunde ein Schneeballsystem, das nur so lange gut gehen kann, wie der kleine Rest der Welt, das Vertrauen in die Stabilität, Zahlungswillig- und Zahlungsfähigkeit der Amerikaner hat, weil dieses reiche Land noch nicht einmal in der Lage ist, seinen Wohlstand selbst zu erwirtschaften. Sie brauchen die ausländischen ArbeiterI und die ausländischen Gläubiger. Nun, die Amerikaner haben seit ihrem Bestehen nie eine Währungsreform erleben müssen. Aber sie naht und man kennt auch schon ihre Form der invertierten, stillen Inflation: Der Dollar muss bei dieser exponentiellen Geldschöpfung durch Schulden an Wert verlieren. Das ist aber kein Problem für den plutokratischen Kapitalismus, insbesondere nicht für den amerikanischen. Denn die Zeche bezahlen die ausländischen Gläubiger, Wirtschafts- und Staatssysteme, die vom amerikanischen System abhängen. Wenn alles zusammengebrochen ist, kann man wieder genau so anfangen, wie man aufgehört hat. So muss der plutokratische Kapitalismus gelegentlich zurück auf “LOS”. Business as usual?

  • Eurelios - 17. November 2011

    @Bauagent

    Dem Planeten dürfte es egal sein

    Und zwar sowas von egal wie wenn es unseren sogenannten Geldeliten interessieren
    würde wenn in Peking in der Maostraße ein Fahrad umfällt.

    Wir ;; Menschen;; sind auf unserer Erde die schon Millionen Jahre besteht und noch
    bestehen wird bis die Sonne explodiert nicht einmal im Promllibereich anzusehen
    in der Erdgeschichte.
    Wenn einmal nach unsere Zeit (und die ist mE sehr bald um) Ausserirdische
    auf dem Planeten landen sollten und noch Aufzeichnungsreste finden, würden
    die zu der Erkenntnis kommen :

    Mensch waren die primitiv, die haben sich mit iher Habgier, egal in was
    Finanz-Umweld und und und selber ausgerottet.

  • hunsrückbäuerlein - 17. November 2011

    so lange der Ami jedem seinen $ aufs Auge drücken kann um damit einkaufen oder verkaufen zu gehen, so lange wird der Ami Schulden machen bis nix mehr geht. Das GUte daran ist das Fatale daran, denn so lange China seinen yuan an den $ koppelt kann seine Wirtschaft gut laufen allerdings immer mit dem Ami als Steuermann, weil der elgt den Wert des $ fest. Jetzt da der Steuermann toll geworden ist und ihn der Wert des $ nur noch insofern interessiert, als schneller mehr $ zu produzieren, als die Schulden steigen, da kommt China langsam in die Bredullie, denn in CHina zeigen sich ungute Infaltionstendenzen dank der Kopplung von $ und Yuan. Dieses Problem wird den Chinesen um die Ohren fliegen, es ei denn sie kriegen es hin immer größer Handelsmengen ohne $ abzuwickeln und dadurch ihre Währung vom $ abzu- koppeln und zu stabilisieren um den $ ins Leere laufen zu lassen. Wenn den Cinesen das gelingen sollte, ist der Ami samt dem $ platt! Ob´s dann besser wird?

  • micdinger - 18. November 2011

    Das der Haushalt in den USA bald mal zusammenbrechen wird ist den meisten Lesern hier ja klar. Trotzdem, die Situation so schön dargestellt wie hier sieht man selten:

    “Wenn man die Ausgaben der USA wie die Ausgaben eines Privathaushalts analysiert, werden die Dinge klarer. Es reicht, bei den im Raum stehenden Summen acht Nullen zu entfernen, um ein Budget vor Augen zu haben, dass sich dem Verständnis eines normalen Menschen erschließt:

    Jährliches Familieneinkommen (Steuereinnahmen): + 21 700
    Jährliche Ausgaben (Bundeshaushalt): + 38 200
    Neue Kreditkartenschulden (Neuverschuldung): + 16 500
    Aufgelaufene Kreditkartenschulden (Bundesschulden): + 142 710
    Bereits erzielte Einsparungen: – 385
    Angestrebtes Einsparungsziel des Superausschusses pro Jahr: – 1 500 ”

    aus: http://www.leap2020.eu/GEAB-N-59-ist-angekommen-Umfassende-weltweite-Krise-30-000-Milliarden-USD-Scheinvermogen-losen-sich-bis-Anfang-2013-in_a8166.html

    • Tourist - 18. November 2011

      …hast den hochverschuldeten Unternehmenssektor der USA vergessen^^…dann noch viel mehr klarer