Archiv Juli 2007
Während Klimawandel, Umweltzerstörung und Bevölkerungsexplosion auf 9,2 Mrd. Menschen bis 2050 bereits breit diskutiert und als potentielle Gefahr im Bewusstsein vieler Menschen angekommen sind, ohne dass es dafür bisher nachhaltige Lösungsansätze gibt, kündigt sich noch ein einschneidender bis heute verdrängter Problemherd an.
Die Sorge vor dem Platzen der US-Kreditblase nimmt reale Formen an. Die Risikoaversion steigt rapide an und äußert sich in dramatisch steigenden Zinsen, Credit Spreads (Renditedifferenz zwischen ausfallbehafteten und risikofreien Anleihen) und ist damit Vorbote einer Kredit- und Liquiditätskrise, die jetzt als brutaler Abverkauf auch auf die Aktienmärkte durchschlägt!
Der Euro hat am Mittwoch ein neues Allzeithoch von 1,3832 Dollar erreicht. Nach der rasanten Aufwertung 2006 um gut elf Prozent, sind in diesem Jahr weitere fünf Prozent hinzugekommen. Doch die Eurostärke ist vor allem eine Dollarschwäche.
Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich(BIZ) warnt in seinem letzten Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1. April 2006 bis 31. März 2007, vor einer Kreditblase. „Praktisch sah niemand die Depression der dreißiger Jahre oder die Krisen voraus, die Japan und Südostasien in den frühen und späten neunziger Jahren heimsuchten. Im Gegenteil viele Kommentatoren damals wie heute, waren der Meinung, das eine „neue Ära angebrochen war“.
