Archiv Mai 2010

Der Euro fällt ungebremst

von am 14. Mai 2010

Der Euro steht trotz oder gerade wegen dem 750 Mrd. Euro Rettungspaket weiter enorm unter Druck. Der Euro fiel heute unter 1,24 Dollar und immer deutlicher wird, dass der Euro eine poltische Kopfgeburt war, fernab vom ökonomischen Sachverstand! Wichtige Vorrausetzungen für eine erfolgreiche Gemeinschaftswährung wurden nicht geschaffen. Am Anfang hätte eine Angleichung der Steuer-, Abgaben-, Rechts- und Sozialsysteme stehen müssen, dies wurde bis heute versäumt. Neben der Einhaltung der Maastrichtkriterien und vor allem den Voraussetzungen für eine effektive Kontrolle der gemeldeten Daten, hätte man auch die wirtschaftlichen Ungleichgewichte unter den Ländern in der Eurozone abbauen müssen, ein elementares Basics für eine gemeinsame Währung!

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Rettung droht

von am 11. Mai 2010

„Dieses Paket dient der Stärkung und dem Schutz unserer gemeinsamen Währung“.... „Wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel

Unvorstellbare 750 Mrd. sollen für das Euro-Rettungspaket zur Verfügung gestellt werden! 60 Mrd. Euro kommen von der EU-Kommisson, als Zahlungsbilanzhilfen, weitere 440 Mrd. Euro stellt die Eurozone in Form von Kreditbürgschaften und Darlehen bereit! Die EU lässt eine Zweckgesellschaft gründen, um das so genannte Haftungsverbot im EU-Vertrag zu umgehen, welches verbietet, dass ein Euro-Staat für die Schulden eines anderen Staates einsteht. Zusätzlich zu den 500 Milliarden Euro der Europäer kommen nochmals 250 Milliarden Euro vom IWF.

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Griechenlands unlösbares Dilemma

von am 9. Mai 2010

Die griechische Wirtschaft ist in einem hoffnungslosen Dilemma. Statt einer kräftigen Währungsabwertung von weit über -30% gegenüber den wichtigsten Währungen der Welt inkl. Deutschland, verbleiben die Griechen unter dem starren Korsett des Euros und können gegenüber den wichtigsten Handelspartnern in der EU nicht abwerten. Für das Hilfspaket des IWFs und der EU müssen die Griechen drakonische Sparmaßnahmen über sich ergehen lassen, welche die Einkommen der Griechen in der Gesamtheit erheblich sinken werden lassen.

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Griechenland-Hilfen verpuffen

von am 6. Mai 2010

"Das Primat der Politik gegenüber den Finanzmärkten muss wiederhergestellt werden“. (Bundeskanzlerin Angela Merkel, Regierungserklärung, 5. Mai 2010)

Pustekuchen, dass Primat haben weiter die Finanzmärkte! Jetzt fällt den Regierenden auf die Füße, dass sie die Finanzmärkte nicht streng reguliert haben, sondern mit ausufernden Staatsschulden die Strukturen des Banken- und Finanzsystems unangetastet am Leben erhalten haben. Die Erosion des Systems ausgelöst durch die Wirtschafts- und Finanzkrise schreitet zügig voran. Probleme wurden nicht gelöst, sondern nur verlagert bzw. Zeit erkauft. Schon bevor sich die Wirtschaft eindeutig aus der Rezession befreien konnte, ist die nächste Krise virulent!

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Viva España?

von am 2. Mai 2010

Wenn man die kritische Lage in der Eurozone bewerten möchte, ist ein Blick auf Spanien unerlässlich. Hier wird sich entscheiden, ob der Euro als gemeinsame Währung überleben wird! Bis zum Jahr 2013 müssen 546,22 Mrd. Euro an spanischen Staatsanleihen getilgt, refinanziert sowie die neu auflaufenden Staatsdefizite über den Kapitalmarkt abgedeckt werden. Ein schwieriges Unterfangen, denn auch Spaniens Kreditrating ist von Standard & Poor’s (S&P) auf AA gesenkt worden, der Ausblick ist laut S&P negativ. Bei den Ratingagenturen Moodys und Fitch steht noch ein „Triple A“!

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