Archiv Februar 2011

Japanische Industrieproduktion unter den Erwartungen

von am 28. Februar 2011

Wie das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) heute mitteilte, stieg die saisonbereinigte Industrieproduktion im Januar 2011 um +2,4% zum Vormonat, nach +3,3% im Dezember 2010. Damit enttäuschten die Daten, denn in der Median Schätzung der durch Bloomberg befragten 29 Ökonomen war ein kräftiger Anstieg von +4,0% zum Vormonat erwartet worden. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat schwächte sich der Output der Industrieproduktion in Japan ab, er stieg noch um +4,7%, nach +4,9% im Dezember und nach +5,8% im November.

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340,278 Mrd. Euro griechische Staatsschulden

von am 25. Februar 2011

Nach Angaben des griechischen Finanzministeriums stieg der gesamtstaatliche Schuldenstand Griechenlands zum 31.12.2010 auf 340,278 Mrd. Euro. Die war ein Anstieg von +14% bzw. von +41,75 Mrd. Euro zum Vorjahr. Damit erreichte 2010 der Schuldenstand gewaltige 148,35% des nominalen BIPs in Höhe von 229,396 Mrd. Euro.

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Sehr schwache US-New Home Sales

von am 24. Februar 2011

Nach den heutigen Daten des US-Census Bureau sanken die New Home Sales (Neubauverkäufe) im Januar 2011 um -12,6% zum Vormonat  und um -18,6% zum Vorjahresmonat auf 284'000 Wohneinheiten - saisonbereinigt und aufs Jahr hochgerechnet (SAAR)!

Ein Blick auf die langfristige Datenreihe:

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Schwache private Konsumausgaben statt XXL-Konsum

von am 24. Februar 2011

Heute berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer zweiten Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt auch detailliertere Daten. Im 4. Quartal 2010 war das reale saison- und kalenderberinigte BIP nur noch um +0,4% zum Vorquartal gestiegen. Vor allem der witterungsbedingte Einbruch am Bau von saisonbereinigten realen -3,9% zum Vorquartal trug zum schwächeren BIP-Wachstum bei. Die schwachen Bauinvestitionen drückten das BIP um -0,4%. Die BIP-Daten entlarven aber auch die Mär vom selbstragenden Aufschwung, die privaten Konsumausgaben stiegen saisonbereinigt um schlappe +0,2% zum Vorquartal und leisteten nur einen Wachstumsbeitrag zum realen BIP von +0,1%.

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Brent Oil hebt ab

von am 24. Februar 2011

Das Master Domino Öl bricht sich im Zuge der Libyenkrise seine Bahn, billiges Öl wird immer mehr zu einem Traum aus vergangenen Zeiten. Heute Morgen zog der Brent-Oil Future in der Spitze auf 119,23 Dollar je Barrel. Libyens Ölförderung brach bereits 2009 um -9,4% zum Vorjahr ein, auch in Libyen steht das Ende des billigen verfügbaren Öls bereits am Horizont geschrieben. Nach den letzten verfügbaren Daten aus 2009 förderte Libyen 1,652 Millionen Barrel Öl pro Tag (mb/d), davon dürften ca. 1,1-1,3 mb/d in den Export gehen.

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Schwache Exportdaten aus Japan

von am 23. Februar 2011

Nach den heutigen Daten des japanischen Finanzministeriums sind die unbereinigten Exporte von Waren und Gütern im Januar 2011 kräftig eingebrochen, um -18,7% zum Vormonat. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug der Anstieg nur noch +1,4%. Dies war die schwächste prozentuale Steigerung seit 13 Monaten!

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Weizen knapp -10% in 2 Tagen

von am 23. Februar 2011

Immer wieder wird bezweifelt, dass hinter dem steilen Anstieg bei den Agrarrohstoffen Spekulation stand, angetrieben vom billigen Notenbankgeld. Der scharfe Einbruch einiger Agrarrohstoffe im Gleichklang mit den Aktienmärkten zeigt deutlich, die gute Portion spekulative Luft die in den Preisen steckte. Oder wer würde behaupten das in den letzten beiden Tagen die wenig elastische Nachfrage z.B. nach Weizen eingebrochen wäre oder gar wie Phönix aus der Asche das Angebot beim Weizen gestiegen sei.

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S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex sinkt im Dezember

von am 23. Februar 2011

Trotz Billionen Dollar an Stimuli für die Konjunktur und zur Stützung des Banken- und Finanzsystems bleibt die Situation am US-Immobilienmarkt kritisch. Zu groß sind die Verwerfungen und Überkapazitäten, als das sich die Preise für Wohnimmobilien signifikant erhöhen könnten. Weiterhin höhlen die schwachen Immobilienpreise in den USA die Vermögen der privaten Haushalte aus. Nach den gestrigen Daten zum S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex für Dezember 2010 sank der 10-City Composite bereits den 2. Monat in Folge, im Vergleich zum Vorjahresmonat, diesmal um -1,2%, der 20-City Composite sank bereits den 3. Monat in Folge um -2,4%.

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ifo und Gfk Stimmung – wie aus einem Wunderland

von am 22. Februar 2011

Gestern zündete der ifo-Geschäftsklimaindex, ein Stimmungsindikator, wieder kräftige Nebelkerzen. Die Nachrichtenagenturen und damit auch der Mainstream schwelgten in Optimismus und feierten den neunten Anstieg in Folge beim ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft. Der Geschäftsklimaindex stieg auf 111,2 Indexpunkte im Februar 2011, nach 110,3 Punkten im Januar. Damit notierte der Index auf dem höchsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Januar 1991.

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Chart des Tages: Brent Oil

von am 21. Februar 2011

Nach dem die Rohstoffhausse, angeschoben durch die Notenbanken mit historisch niedrigen Leitzinsen (USA 0-0,25%, Japan 0-0,1%, Schweiz 0,25%, Großbritannien 0,5% und Eurozone 1%) und dem Quantitative Easing (dem Aufkauf von Vermögenswerten durch die Notenbanken) in der Breite bereits die Hochs von 2008 hinter sich gelassen haben, schießt heute auch das Öl in Folge der Ereignisse in Libyen nach oben.

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XXL-Staatsschulden steigen um +18% in 2010

von am 21. Februar 2011

Laut den heutigen vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes stieg die Gesamtverschuldung Deutschlands im Jahr 2010 auf 1,9988 Billionen Euro, ein Anstieg zum Vorjahr von +18% bzw. um +304,4 Mrd. Euro! Zum Gesamtschuldenstand der öffentlichen Haushalte gehören die Kernhaushalte des Bundes, der Länder, der Gemeinden und ihre jeweiligen Extrahaushalte.

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ECRI: US-WLI GROWTH mit +4,9%

von am 20. Februar 2011

Der US-Weekly Leading Index des Economic Cycle Research Institute (ECRI), als ein Frühindikator für die Wendepunkte von Konjunkturzyklen, sank nach den Daten von Freitag für die Woche zum 11.02.2011 leicht auf 129,5 Indexpunkte, nach 130,2 Punkten in der Vorwoche. Die um die Volatilität abgemilderte geglättete 12-Monatswachstumsrate (US-WLI Growth) hat bereits seit Mitte Dezember ins Plus gedreht und stieg auf eine Rate von +4,9%, nach +4,6% in der Vorwoche und nach +14,5% in der Vorjahreswoche.

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Prof. Sinn kritisiert die Deutsche Bundesbank

von am 19. Februar 2011

In einem Online-Artikel auf Wiwo.de, wies die Wirtschaftswoche bezugnehmend auf  ifo-Chef Prof. Sinn darauf hin, dass "die Deutsche Bundesbank zuletzt stillschweigend in einem Volumen Finanzhilfen gewährt, die alle europäischen Rettungsmaßnahmen in den Schatten stellen". Die Bundesbank hielt im Dezember 2010 Forderungen gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB in Höhe von 337,869 Mrd. Euro. Davon gingen Forderungen in Höhe von 325,553 Mrd. Euro auf das Konto der nationalen Notenbanken.

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Keinerlei Entwarnung

von am 18. Februar 2011

Die ersten Schätzungen zum Bruttoinlandsprodukt in einigen Volkswirtschaften der Eurozone und Großbritanniens zum 4. Quartal 2010 sind kein Beleg von XXL-Wachstumsraten. Gerade die Südschiene der Eurozone, Italien und Großbritannien kommen mit ernüchternden Daten daher.

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Chinas Autoverkäufe mit neuem Allzeithoch

von am 18. Februar 2011

Im Januar 2011 erzielte China ein neues Allzeithoch bei den PKW-Verkäufen, laut den Daten der chinesischen Automobilvereinigung (China Association of Automobile Manufacturers). Um +16,84% zum Vormonat stieg der Absatz von PKWs auf gewaltige 1,529 Millionen Fahrzeuge. Damit manifestiert China den Anspruch der größte Autoabsatzmarkt der Welt zu sein. Wenn sich jemand einen XXL-Aufschwung an die Brust heften kann - dann ist es China.

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Silber auf dem höchsten Stand seit 31 Jahren

von am 17. Februar 2011

Im Zuge der laufenden Rohstoffhausse haben auch die Edelmetalle die kleine Korrektur beendet und ziehen wieder kräftig an. Silber erklomm heute im Tagesverlauf die 31,79 Dollar-Marke, ein Anstieg zum Vortag von +3,6% und markiert damit den höchsten Stand seit dem 12.03.1980.

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Baumwolle mit neuem Allzeithoch

von am 17. Februar 2011

Heute Morgen markiert der Baumwolle Future mit 204,02 Cent je Pfund Baumwolle (0,45 kg), erstmals ein Niveau von über 2 Dollar. Ein Anstieg zu gestern von +3,6%, nachdem bereits gestern der Baumwolle Future um +3,8% zum Vortag gestiegen war. Die Rohstoffhausse geht nicht nur bei Baumwolle ungebrochen weiter.

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Keine Recovery in UK – sondern Justage der Absturzhöhe

von am 16. Februar 2011

Als eine klare Sache, stellt sich die Beurteilung der Qualität der wirtschaftlichen Erholung in Großbritannien dar. Trotz historisch niedrigen Zinsen und Quantitative Easing der Bank of England ist das Ergebnis beeindruckend schlecht. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Großbritanniens fiel im 4. Quartal 2010 um -0,5% zum Vorquartal auf 329, Mrd. GBP. Auch in UK wird sicher nicht ganz unberechtigt das Wetter für die schwache Entwicklung angeführt. Allerdings sind fundamentale Faktoren wohl entscheidender.

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Rohstahlproduktion

von am 16. Februar 2011

Die deutsche Rohstahlproduktion stieg im Januar 2011, auch saisonal bedingt, um +15% zum Vormonat auf 3,665 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Erzeugung von Rohstahl nur noch um +4,4%, allerdings steigt im Vergleich zum Vorjahresmonat der Output der Rohstahlproduktion bereits den 16. Monat in Folge, auch wenn die Dynamik abnimmt.

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Kreditvergabe und CPI im Januar in China

von am 16. Februar 2011

Im Januar 2011 wurden von chinesischen Banken 1,04 Billionen Yuan (157,8 Mrd. Dollar) an neuen Krediten vergeben, nach 480,72 Mrd. Yuan im Vormonat und nach 1,393 Billionen Yuan im Vorjahresmonat. Etwas relativiert sich der starke Anstieg zum Vormonat, da in jedem Januar die Kreditvergabe in China stark ansprang, trotzdem war der Januar 2011 der drittstärkste  Januar seit Beginn der Datenreihe der chinesischen Zentralbank, People's Bank of China (PBoC).

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FED baut seinen Vorsprung als größter Gläubiger aus

von am 15. Februar 2011

Heute veröffentlichte das US-Finanzministerium für Dezember 2010 die Treasury International Capital Data, kurz TIC-Data - zu den Nettokapitalzuflüssen in die USA, darunter auch die interessanten Daten zu den Haltern von US-Staatsanleihen (Major Foreign Holders of Treasuries). Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, der größte Halter von US-Staatsanleihen ist die US-Notenbank selbst.

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Griechenlands BIP mit -6,6% zum Vorjahresmonat

von am 15. Februar 2011

Wie es an Hand diverser Analysen in den Querschuessen zu den Wirtschaftsdaten Griechenlands bereits absehbar war, schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt auch im 4. Quartal 2010 weiter, laut der Kurzmitteilung des griechischen Statistikamtes (ELSTAT) um eine saisonbereinigte Rate von -1,4% zum Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging es bereits das neunte Quartal in Folge abwärts, diesmal um kräftige -6,6%!

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China mit starken Außenhandelsdaten

von am 14. Februar 2011

Heute Morgen berichteten die chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) die Daten zum chinesischen Außenhandel für den Monat Januar 2011. Der Außenhandel hatte ein starkes Volumen und dies weist weiter auf den immensen Beitrag hin, den China zum Wachstum der Weltwirtschaft leistet. Das unbereinigte Exportvolumen von Waren und Gütern stieg um kräftige +37,7% zum Vorjahresmonat, auf 150,73 Mrd. Dollar an. Im Vergleich zum Vormonat ging es  leicht abwärts, um -2,2%.

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US-Handelsbilanzdefizit bei -40,58 Mrd. im Dezember

von am 11. Februar 2011

Nach den heutigen Daten des US-Handelsministeriums stieg im Dezember 2010 das Exportvolumen der USA bei Waren, Gütern und Dienstleistungen um saisonbereinigte +1,76% zum Vormonat. Die saisonbereinigten Importe zogen um +2,56% zum Vormonat an.

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Bernanke’s Märchenstunde

von am 10. Februar 2011

Gestern gab US-Notenbankchef Ben S. Bernanke vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses einen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Geldpolitik. Teil der Märchenstunde war, dass die Inflation niedrig ist und die längerfristigen Inflationserwartungen stabil geblieben sind. Natürlich bemühte er auch die berühmte Kerninflation (die aus dem richtigen Leben - ohne Nahrungsmittel und Energie) von nur +0,7% im Jahr 2010. Im "bemerkenswerten" Rückgang der Arbeitslosenquote im Dezember und Januar sah er gar einen Grund für Optimismus am Arbeitsmarkt.

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