Archiv März 2011

Schwache deutsche Einzelhandelsumsätze

von am 31. März 2011

Wie zu erwarten war, offenbart sich auch im Februar 2011 der XXL-Konsumboom der Deutschen als reines Wunschdenken eines Wirtschaftsministers Brüderle, der Wirtschaftsweisen, der Experten vom ifo-Institut oder den Konsumforschern der Gfk. Laut den Daten vom Statistischen Bundesamt (Destatis) waren die Einzelhandelsumsätzen auch im Februar 2011 schwach. Saison- und kalenderbereinigt stiegen die Einzelhandelsumsätze nominal um +0,8% zum Vormonat und real (verbraucherpreisbereinigt) sanken sie sogar um -0,3%. Bei den Originaldaten ging es um nominal +3,0% zum Vorjahresmonat aufwärts und real um schwache +1,1%.

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Liquiditätshausse trotz bedenklicher Daten und Entwicklungen

von am 30. März 2011

Nach den gestrigen Daten zum S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex für Januar 2011 sank der 10-City Composite bereits den 7. Monat in Folge, im Vergleich zum Vormonat, ebenso der 20-City Composite mit jeweils -0,2%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Häuserpreise in den 10 Großräumen um -2,0% und im 20 Metropolenindex um -3,1%. Diese Daten verdeutlichen ein weiteres Mal die kritische Lage am US-Immobilienmarkt.

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US-Consumer Sentiment Index im März 2011 auf 16 Monatstief

von am 26. März 2011

Der US-Consumer Sentiment Index, ermittelt von Thomson Reuters und der University of Michigan sank gemäß den gestrigen, endgültigen Daten für März 2011 auf 67,5 Punkte, nach 77,5 Punkten im Vormonat. Die Daten waren noch schlechter als bereits erwartet, denn die von Bloomberg im Vorfeld ermittelte Konsensschätzung, aus einer Umfrage unter 67 Ökonomen und Analysten sahen einen Fall des Verbrauchervertrauens auf 68 Punkte voraus.

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Recovery ist gelungen!

von am 26. März 2011

Ok., die Überschrift ist nur ein wenig Sarkasmus..... Mit der heutigen dritten und damit endgültigen Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für Q4 2010 von real +3,1% (SAAR) durch das Bureau of Economic Analysis (BEA), bei der das nominale BIP nur um lächerliche 0,4% preisbereinigt (BIP-Deflator) wurde, sind endlich auch die detaillierten Daten zu den Unternehmensgewinnen veröffentlicht worden. Besonders interessant dabei sind die Gewinne aus dem Finanzsektor, die deutlich anzogen und damit die Fehlentwicklungen und strukturellen Verwerfungen der US-Wirtschaft dokumentieren.

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Allzeittief bei den New Home Sales

von am 24. März 2011

Nach den gestrigen Daten des US-Census Bureau sanken im Februar 2011 die New Home Sales (Neubauverkäufe) in den USA um -16,9% zum Vormonat und um -28,0% zum Vorjahresmonat auf saisonbereinigte und aufs Jahr hochgerechnete (SAAR) 250’000 Wohneinheiten und damit auf ein neues Allzeittief seit Beginn der Datenerhebung im Januar 1963!

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Irlands 10-jährige erstmals mit über 10%

von am 23. März 2011

Heute schoss die Rendite für 10-jährige irische Staatsanleihen erstmals über 10%. Sie stieg um +2,2% zum Vortag auf 10,05%. Damit wird weiter deutlich, trotz aller Euro-Rettungspakete und Scheinrettungen, die Finanzmärkte verlangen einen enormen Zinssatz für die Anleihen der maroden PI(I)GS-Staaten.

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Gewerbliche US-Immobilien weiter unter Druck

von am 23. März 2011

Die Ratingagentur Moody's hat gestern die neuesten Daten zu den gewerblichen Immobilienpreisen in den USA für Januar 2011 bekanntgegeben. Der Moody’s/Real All Property Type Aggregate Index (CPPI), ein Preisindex, fiel im Januar um -1,22% zum Vormonat auf 109,8 Indexpunkten, nach 111,16 Indexpunkten im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 114,73 Indexpunkten fielen die Preise um -4,3%!

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UK: CPI steigt kräftig

von am 22. März 2011

Die Verbraucherpreise (Consumer Price Index (CPI)) in Großbritannien sind im Februar 2011 kräftig angestiegen, so berichtete heute das britische Office for National Statistics (ONS). Um +4,4% ging es aufwärts, der stärkste Anstieg seit Oktober 2008 und der Subindex für Nahrungsmittel und Getränken (ohne Alkohol) zog sogar um +6,3% zum Vorjahresmonat an. Damit gerät das Inflationsziel der britischen Notenbank (Bank of England) von +2,0% beim CPI immer weiter aus der Sichtweite!

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Euro-systemrelevant?

von am 22. März 2011

SpiegelOnline rief in seiner bisher 4-teiligen Euro-Debatte die europäische Schicksalsgemeinschaft aus und postulierte Horrorszenarien bei einem potentiellen Zusammenbruch des Euro, deren Vermeidung dann zwangsläufig wiedermal in systemrelevant und alternativlos mündeten. Dafür, dass der Euro von Anfang an eine Fehlkonstruktion war und sich unter dem Korsett einer gemeinsamen Währung die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone weiter verstärkt haben, wurde kein Wort "verschwendet". Nicht nur die extrem unterschiedliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Volkswirtschaften führt die gemeinsame Währung ad absurdum, sondern vor der Euro-Einführung hätte auch eine Angleichung von Steuer-, Rechts-, Haushalts- und Sozialstandards stattfinden müssen.

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Griechenlands Abwärtsspirale

von am 18. März 2011

Auch wenn die Folgen des Erdbebens und der akut drohende AKW-Supergau in Japan alles überlagern, trotzdem ein Blick auf die heutigen detaillierten griechischen BIP-Daten und die Daten aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von ELSTAT zum 4. Quartal 2010. Nirgendwo in den Medien sind diese desaströsen Daten reflektiert worden, obwohl sie das unglaubliche Versagen der Austeritätsmaßnahmen von IWF und EU dokumentieren und den schlechten Zustand und die unterentwickelte Leistungsfähigkeit der griechischen Volkswirtschaft offenlegen.

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Euro-Pakt und deutsche Arbeitskosten

von am 12. März 2011

Im zehnten Jahr des Euro als Bargeld und unter dem Druck der ökonomischen Realität bequemen sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone endlich mal die Fehlentwicklungen direkt zu benennen und als ein gemeinsames Ziel diese abzubauen. Leider sind es trotzdem nur leere Absichtserklärungen, denn die Mitgliedsländer gehen nur Selbstverpflichtungen ein, die zur Angleichung der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik führen sollen. Für strenge Regularien und Handlungsmechanismen was geschehen sollte, wenn die Ziele nicht eingehalten werden, gibt es nur eine Fehlanzeige.

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Chart des Tages

von am 11. März 2011

Gestern veröffentlichte die US-Notenbank die Flow of Funds Daten, eine umfassende Aufstellung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der USA für das 4. Quartal 2010. Die ausstehenden Kreditmarktinstrumente (Credit Market Debt Outstanding) aller Sktoren der Volkswirtschaft stiegen auf 52,6362 Billionen Dollar! Nicht anders zu erwarten, stieg vor allem die Staatsverschuldung weiter an und kompensierte leichte Rückgänge der Verschuldung bei privaten Haushalten und dem Finanzsektor über!

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China mit -7,31 Mrd. Dollar Handelsbilanzdefizit im Februar!

von am 10. März 2011

Diese bemerkenswerte Headline lieferten heute Morgen die chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) mit den Daten zum chinesischen Außenhandel für den Monat Februar 2011. Die Dynamik bei den Exporten ließ signifikant nach und dies deutet wie bereits bei den deutschen Exportdaten für Januar auf eine signifikante Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums hin! Es ist zwar noch eine gewisse Vorsicht bei dieser Interpretation angesagt, da man auch den Einfluss des chinesischen Neujahrsfestes beachten muss, mit den landesweiten gesetzlichen Feiertagen vom 02.02. bis zum 08.02.2011.

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XXL-Export mit ersten Schwächen

von am 10. März 2011

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, stiegen die Exporte Deutschlands im Januar 2010 um +24,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Im Vergleich zum Vormonat ging es bei den unbereinigten Daten um kräftigere -3,92%, den zweiten Monat in Folge, auf ein Volumen von 78,5 Mrd. Euro abwärts.

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Griechenlands Arbeitslosenquote steigt auf 14,8%

von am 9. März 2011

Heute berichtete das griechische Statistikamt (ELSTAT) von einer offiziellen Arbeitslosenquote in Griechenland im Dezember 2010 in Höhe von 14,8%, nach 13,9% im November und nach 10,2% im Dezember 2009. Damit geht es weiter "dynamisch aufwärts", um +41'068 Arbeitslose zum Vormonat und um +228'535 zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 733'645 Griechen ohne Job.

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Nachbetrachtung zum US-Arbeitsmarktbericht

von am 9. März 2011

Auf dem immensen Leistungsbilanzdefizit der USA, von ca. -475 Mrd. Dollar im Jahr 2010, lastete vor allem das Defizit aus dem Handel mit Waren und Güter mit der Welt in Höhe von ungeheuren -645,540 Mrd. Dollar, davon -273,065 Dollar nur im Handel mit China. Jede seriöse Wirtschafts- und Finanzpolitik müsste an Hand einer solchen Datenlage den Fokus auf eine drastische Senkung des Defizits, durch die Ankurbelung industrieller Wertschöpfung, den Job und den Einkommen daraus legen.

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Gefahr im Verzug!

von am 7. März 2011

Die Rohstoffhausse nimmt bedrohliche Ausmaße an und sollte sie anhalten, dürfte sie das Weltwirtschaftswachstum im Verlauf des Jahres 2011 abwürgen. Neben der Nachfrage, gestiegenen geopolitischen Risiken (Libyen, Nordafrika), geht sie zu einem guten Teil auch auf eine anhaltende Geldentwertung. Das Edelmetall Silber, ein Rohstoff der eine relevante industrielle Nachfrage hat und gleichzeitig eine gewisse Geldfunktion aus seiner Historie betrachtet aufweist erklimmt fast täglich neue Hochs.

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US-Arbeitsmarkt unverändert schwach

von am 4. März 2011

Die bescheidene Qualität des US-Wirtschaftswachstums verdeutlicht ein weiteres Mal auch der heutige US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Februar 2011. Der Stellenaufbau im Februar betrug zwar +192’000 außerhalb der Landwirtschaft, aber um das Beschäftigungsniveau in der aktuellen Relation zur Struktur und Entwicklung der Bevölkerung konstant zu halten, hätten eigentlich in den letzten 12 Monaten durchschnittlich monatlich 238’150 neue Stellen geschaffen werden müssen! Davon ist man deutlich entfernt, denn der durchschnittliche Stellenaufbau betrug in den letzten 12 Monaten nur +105'750 je Monat. Im Gegensatz zu den Mainstream-Medien, die die Daten als überraschend gute Zahlen interpretieren wird hier an Hand einer detaillierteren und kritischen Analyse ein anderes Bild gezeichnet.

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Der totale Absturz

von am 3. März 2011

Heute berichtete Eurostat die Einzelhandelsumsätze der Eurozone und der EU27 für Januar 2011. Darunter auch die Dezemberdaten für Griechenland, die bei der Datenerhebung immer etwas hinterherhinken. Die griechischen arbeitstäglich bereinigten realen Einzelhandelsumsätze sind im Dezember 2010 um beispiellose -19,2% zum Vorjahresmonat gefallen. Dies dokumentiert das totale Versagen der bisherigen Griechenlandstrategie von EU, IWF und auch federführend von Deutschland.

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44,08 Millionen US-Lebenmittelmarkenbezieher

von am 3. März 2011

Während an der Wall Street Banken und Hedgefonds Milliarden an Gewinne scheffeln und Gehälter und Boni in neue Dimensionen wuchern, steigt an der Main Street, welches als Synonym für das einfache Amerika steht, die Armut. Laut den Daten des US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) stieg die Zahl der Food Stamps Bezieher im Dezember 2010, bereits den 26. Monat in Folge, auf 44,082 Millionen an, nach 43,595 Millionen im Vormonat und nach 38,978 Millionen im Vorjahresmonat.

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FAO-Food Price Index auch im Februar 2011 mit neuem Allzeithoch

von am 3. März 2011

Der FAO Food Price Index (FFPI) stieg im Februar 2011 den achten Monat in Folge an, um +2,2% zum Vormonat auf 236 Indexpunkte und damit auf ein neues Allzeithoch! Die Food and Agriculture Organization of the United Nations ermittelt den FAO Food Price Index aus 5 Sub-Indizes (für Getreide, Pflanzenöle und -fette, Milchprodukte, Zucker und Fleisch), welche insgesamt 55 einzelne Nahrungsmittel abbilden.

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Deutsche Einzelhandelsumsätze ziehen an

von am 3. März 2011

Heute veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) die vorläufigen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in Deutschland für Januar 2010. Die unbereinigten nominalen Einzelhandelsumsätze stiegen um +3,8% zum Vorjahresmonat und real um +2,6%. Die Saison- und kalenderbereinigten Einzelhandelsumsätze stiegen nominal um +1,3%  und real um +1,4% zum Vormonat.

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Steigende US-Autoabsätze im Februar

von am 2. März 2011

Die unbereinigten US-Autoabsätze stiegen im Februar 2011 um kräftige +21,2% zum Vormonat auf 993’387 verkaufte Fahrzeugeinheiten, nach 819'895 verkauften Einheiten im Januar und nach 1,144739 Millionen verkauften Einheiten im Dezember 2010.

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10 Hedgefonds “erwirtschaften” 28 Mrd. Dollar Gewinn im 2. Hj. 2010

von am 2. März 2011

Einen lesenswerten Artikel liefert heute die FT.com, bezugnehmend auf eine Studie der LCH Investments verweist sie darauf, dass im zweiten Halbjahr 2010 die 10 größten Hedgefonds mit einem Gewinn von 28 Mrd. Dollar mehr Gewinne an den Finanzmärkten generierten als Goldman Sachs, JPMorgan, Citigroup, Morgan Stanley, Barclays und HSBC mit kumulierten 26 Mrd. Dollar zusammen. Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die spekulative Wut der Marktteilnehmer, angefeuert durch die Notenbanken mit den historisch niedrigen Zinsen und Quantitaive Easing.

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China hält US-Staatsanleihen in Höhe von 1,1601 Billionen Dollar

von am 1. März 2011

Gemäß der heutigen Veröffentlichung revidierte das US-Finanzministerium die Daten zu den Haltern von US-Staatsanleihen (Major Foreign Holders of Treasuries) an Hand einer Befragung  von ausländischen Portfolio Betänden an US-Wertpapieren von Ende Juni 2010. Hinter den starken Anstiegen bei den Käufen von US-Staatsanleihen seit Dezember 2009 durch Großbritannien, standen nach den vorliegenden Ergebnissen des US-Finanzministeriums, die Chinesen welche über den Finanzplatz London die US-Staatsanleihen kauften. So wurden die Staatsanleihen für Dezember 2010 von 541,3 Mrd. Dollar, die Großbritannien zugeordnet waren, auf 272,1 Mrd. Dollar nach unten revidiert. Im Gegenzug stieg der Anteil Chinas an US-Staatsanleihen auf 1,1601 Billionen Dollar!

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