Archiv Mai 2011

Recovery mit 44,587 Millionen Food Stamps Beziehern

von am 31. Mai 2011

Laut den aktuellen offiziellen Daten des US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) stieg die Zahl der Food Stamps Bezieher im März 2011, bereits den 29. Monat in Folge, auf 44,587 Millionen, nach 44,199 Millionen im Vormonat. Der Anstieg zum Vormonat war unerwartet deutlich, trotz vermeintlicher Recovery der US-Wirtschaft generiert der US-Arbeitsmarkt nur einen Stellenaufbau der unterhalb des Zuwachses der arbeitsfähigen Bevölkerung liegt und dies hat somit auch keine positive Auswirkungen auf die Zahl derjenigen die in Armut abrutschen und auf staatliche Lebensmittelhilfen angewiesen sind.

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Deutsche Einzelhandelsumsätze im April 2011

von am 31. Mai 2011

Heute berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in Deutschland für den Monat April 2011. Im Gegensatz zum Vormonat ging es im April wieder aufwärts. Um +5,1% stiegen nominal die Einzelhandelsumsätze und um +3,6% die realen Einzelhandelsumsätze, im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings ist dieses positive Ergebnis auch den Verschiebungen durch die Osterfeiertage geschuldet. Letztes Jahr war Ostern bereits Anfang April, so dass sich z.T. die osterbedingten Umsätze bereits in den März 2010 vorverlagerten.

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Sehr schwache japanische Industrieproduktion

von am 31. Mai 2011

Heute Morgen berichtete das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) von einem leichten Anstieg der breitgefassten Industrieproduktion im Monat April 2011 von saisonbereinigten +1% zum Vormonat. Die japanischen Aktienmärkte quittierten diese Daten und den damit verbundenen positiven Ausblick mit einem kräftigen Plus. Auch medial wurden diese Daten durchaus positiv verpackt und als Vorzeichen einer kräftigen Erholung in den kommenden Monaten gewertet. So titelte z.B. SPON: "Japans Wirtschaft schöpft Hoffnung". [mehr…]

US-Bruttolöhne bei nur 43,46% des nom. BIP

von am 28. Mai 2011

Gemäß der zweiten Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt der USA für Q1 2011 durch das US-Bureau of Economic Analysis, stieg das reale BIP mit einer saisonbereinigten und auf das Jahr hochgerechneten Rate (SAAR) von +1,8%. Dies entspricht nach herkömmlicher deutscher Lesart einem realen BIP-Wachstum von +0,45% zum Vorquartal. Zum Vergleich in Deutschland war das reale BIP in Q1 2011 um +1,5% gestiegen.

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Alternativlos in der Sackgasse

von am 27. Mai 2011

Spanien hatte im 1. Quartal 2011 ein BIP-Wachstum von saisonbereinigten +0,3% zum Vorquartal ausgewiesen. Allerdings wandelt auch Spanien auf den Spuren Griechenlands. In Folge der Sparmaßnahmen und den negativen Auswirkungen auf die Binnennachfrage stieg auch die Arbeitslosigkeit in Spanien weiter an, auf offizielle saisonbereinigte 20,7% im März 2011, die Jugendarbeitslosigkeit zog sogar auf skandalöse 44,6% an!

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M3 und Produktionsoutput in der Eurozone

von am 26. Mai 2011

Die Geldmenge M3, als breitestes Maß der Geldmengenaggregate, stieg in der Eurozone im März 2011 um +2,3% im Vergleich zum Vorjahresmonat, dies entsprach einer Geldmenge von saisonbereinigten 9,603483 Billionen Euro. Damit liegt die prozentuale Entwicklung der Geldmenge M3 noch deutlich unter dem langfristigen Trend. Trotzdem ergibt sich eine interessante Konstellation, wenn man die langfristige Entwicklung der Geldmenge M3, der Entwicklung des Outputs der Industrieproduktion in der Eurozone gegenüberstellt.

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Gewerbliche US-Immobilien mit -4,2% zum Vormonat!

von am 25. Mai 2011

Die Ratingagentur Moodys berichtete gestern die neuesten Daten zu den gewerblichen Immobilienpreisen in den USA für den Monat März 2011. Der Moody’s/REAL All Property Type Aggregate Index (CPPI), ein Preisindex, fiel im März um -4,2% zum Vormonat und um -8,7% zum Vorjahresmonat und damit auf den tiefsten Stand seit März 2001!

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Kurzer Überblick zur japanischen Wirtschaft

von am 25. Mai 2011

Nach den heutigen vorläufigen Daten des japanischen Finanzministeriums sind die Exporte von Waren und Gütern im April 2011 um -12,5% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gemessen am fulminaten Einbruch der japanischen Industrieproduktion in Folge der Erdbeben- und Reaktorkatastrophe ist dieser Einbruch moderat. Allerdings generierte Japan im April 2011 ein für japanische Verhältnisse "kräftiges" Handelsbilanzdefizit von -463,698 Mrd. Yen.

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Griechische Inlandsaufträge der Industrie im Sturzflug

von am 25. Mai 2011

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) gab gestern die Daten zum Auftragseingang der Industrie im Euroraum für den Monat März 2011 bekannt. Der saisonbereinigte Auftragseingang der Industrie sank in der Eurozone um -1,8% und in der EU27 um -1,9%. Besonders lohnt sich wieder ein kritischer Blick auf Griechenland! Der saisonbereinigte Auftragseingang sank um weitere -4,0% zum Vormonat, verursacht auch durch einen kräftigen Einbruch bei den Inlandsaufträgen von -7,3% zum Vormonat.

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Nichts neues vom deutschen “Wirtschaftswunder”

von am 24. Mai 2011

Abseits der Headlines und Jubelmeldungen zum Wirtschaftswachstum Deutschlands im 1. Quartal 2011, zeichnen die heute veröffentlichten detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ein ganz eindeutiges Bild. Obwohl Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eine ordentliche Wachstumsrate aufweist, ist das zu Grunde liegende Geschäftsmodell genauso schief wie vor der Krise. Man muss sogar feststellen, der deutsche Aufschwung beruht auf der Zementierung und dem Ausweiten der alten Ungleichgewichte und Fehlentwicklungen, dies dürfte den Lesern hier allerdings nicht wirklich neu sein!

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Euro als Abbild der Krise

von am 23. Mai 2011

Um die Stabilität des Euro in Folge der Schuldenkrise in der Eurozone beurteilen zu können,  kommt es wie so oft darauf an, womit man den Euro vergleicht! In der Relation zur betrügerischen Subprime-Währung Dollar mag noch alles im grünen Bereich erscheinen, allerdings zum Schweizer Franken zeigt der Euro sein wahres Gesicht und markierte heute mit 1,2324 CHF für 1 Euro ein Allzeittief.

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Griechenlands Staatsschulden in Q1 2011 bei 354,54 Mrd. Euro

von am 20. Mai 2011

Das griechische Dilemma verdeutlichen einmal mehr die heutigen Daten des griechischen Finanzministeriums, zum weiteren Anstieg des Bruttoschuldenstandes der Zentralregierung in Athen (Outstanding Central Government Debt), für das 1. Quartal 2011, auf 354,540.91 Mrd. Euro. Die Unfähigkeit einer adäquaten Problemlösung für Griechenland wird durch diese Daten weiter herausgearbeitet, Monat für Monat steigen die Verbindlichkeiten und immer offensichtlicher wird, dass der gelebte Erhalt des Status Quo keine wirkliche Option ist.
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US-Industrieproduktion stagnierte im April (schwacher Kfz-Output)

von am 18. Mai 2011

Gemäß den gestrigen Daten der US-Notenbank (FED) stagnierte die breitgefasste US-Industrieproduktion im April 2011 zum Vormonat, während der Output des Verarbeitenden Gewerbe um saisonbereinigte -0,4% zum Vormonat sank! Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Output der breitgefassten Industrie um +5,0%, beim Verarbeitenden Gewerbe ging es noch um +4,6% aufwärts.

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Schuldenlimit erreicht

von am 17. Mai 2011

Im Fahrwasser der Griechenlandkrise, gerät hier das imperiale PIGS ein wenig aus dem Blickfeld und dies wo jetzt die Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar bei der US-Staatsverschuldung gerissen wurde und sich die Demokraten und Republikaner immer noch nicht auf eine Anhebung des gesetzlichen Schuldenlimits einigen konnten. Kurzfristig gesehen sind die USA de facto zahlungsunfähig und hangeln sich mit ein paar Tricks, wie dem Aussetzen der Zahlungen in die  staatlichen Pensionsfonds, dem Stopp des Verkaufs von State and Local Government Series Securities und anderer zusätzlicher Maßnahmen über die Zeit, in der Hoffnung auf eine weitere Schuldenlimitanhebung durch den Kongress.

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Griechen-Bashing auf dem Vormarsch

von am 16. Mai 2011

Bei der griechischen Schulden-Tragödie werden zunehmend die vermeintlichen Pfründe, vor allem der Beschäftigten aus dem Staatssektor als Problem quantifiziert. Mit ein paar spektakulären Einzelbeispielen, wie dem Nachtwächter beim "staatlich kontrollierten" Mineralölkonzern Hellenic Petroleum (ELPE), der ein Jahreseinkommen von 72'000 Euro beziehen soll und den 18 Monatsgehältern für alle Angestellten, wird Stimmung gemacht und vom wirklichen Problem Griechenlands abgelenkt.

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“Der Aufschwung in Europa erreicht Griechenland”

von am 13. Mai 2011

"Der Aufschwung in Europa erreicht Griechenland" lautet eine der bizarren Schlagzeilen zum vermeintlichen BIP-Wachstum in Griechenland von Welt-Online. SPON meint: "Echtes Erstaunen aber löste Griechenland aus: Das größte Sorgenkind der Euro-Zone legte im ersten Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent hin. Fachleute hatten hier ursprünglich mit einem Minus gerechnet." Ja,...das ist doch mal wieder ganz großes Kino im Mainstream!

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Griechenlands Arbeitslosenquote steigt auf 15,9%

von am 12. Mai 2011

Heute berichtete das griechische Statistikamt (ELSTAT) von einer offiziellen Arbeitslosenquote in Griechenland, für Februar 2011, in Höhe von 15,9%, nach 15,1% im Vormonat und nach 12,1% im Vorjahresmonat. Dies entsprach einem Anstieg der Arbeitslosenzahl von +30'435 Arbeitslosen bzw. von +4,0% zum Vormonat und von +181’952 bzw. von +30,1% zum Vorjahresmonat, auf 787'229 Griechen ohne Job.

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Industrieproduktion innerhalb Eurozone driftet weiter auseinander

von am 12. Mai 2011

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) gab heute die Daten zur europäischen Industrieproduktion für den Monat März 2011 bekannt. Der Output der saisonbereinigten Industrieproduktion sank in den Mitgliedsstaaten der Eurozone und in der EU27 im Vergleich zum Vormonat um -0,2% bzw. um -0,3%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es in der Eurozone noch um +5,3% aufwärts und in der EU27 um +4,3%. Die Aufwärtsdynamik lässt im Jahresvergleich aber erkennbar nach.

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Griechenlands Industrieproduktion im März 2011 mit -8% zum Vorjahr

von am 10. Mai 2011

Laut eines nicht näher benannten hochrangigen Vertreters der griechischen Regierung steht gemäß den Meldungen einiger Nachrichtenagenturen, darunter auch von Dow Jones Newswires, ein weiterer Griechenland-Bailout bevor, diesmal von 60 Mrd. Euro um den Finanzierungsbedarf Griechenlands bis 2013 sicherzustellen. 

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China mit Exportrekord im April 2011

von am 10. Mai 2011

Chinas Exporte bei Waren und Gütern stiegen laut den chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) im April 2011, um +29,9% zum Vorjahresmonat, auf ein neues Allzeithoch, mit einem Volumen von 155,69 Mrd. Dollar.

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Chinas Autoabsatz schwächelt weiter

von am 10. Mai 2011

Die Dynamik der Autoverkäufe in China hat sich laut den Daten der chinesischen Automobilvereinigung (China Association of Automobile Manufacturers) auch im April 2011 weiter abgeschwächt. Um nur noch +2,8% zum Vorjahresmonat stieg der unbereinigte Absatz von PKWs auf 1,142 Millionen Fahrzeuge, nach 1,3 Millionen im Vormonat und nach 1,11 Millionen PKWs im Vorjahresmonat.

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Allzeithoch beim Exportvolumen Deutschlands

von am 9. Mai 2011

Ungleichgewichte im Welthandel, was war das nochmal? Alles verdrängt bzw. nichts begriffen kann man angesichts der heutigen Daten zu den Außenhandelsvolumen für März 2011 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zum Geschäftsmodell Deutschlands nur ausrufen. Das Exportvolumen Deutschlands stieg im März 2011 um +15,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Im Vergleich zum Vormonat ging es bei den unbereinigten Daten um satte +16,88% aufwärts, auf ein Rekordexportvolumen von 98,3 Mrd. Euro.

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Fakten zur Griechenland-Debatte

von am 8. Mai 2011

SpiegelOnline hatte bereits am Freitag darüber spekuliert, dass Griechenland einen Austritt aus der Euro-Zone erwägt und dies mit einer Abwertung der neuen heimischen Währung von 50% und mehr gegenüber dem Euro einhergehen könnte. Nach dem Treffen einiger Finanzminister der Eurozone in Luxemburg, an dem auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet, und EU-Währungskommissar Olli Rehn teilnahmen, folgten eifrige Dementis.

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Münchhausen-Arbeitsmarktbericht

von am 6. Mai 2011

244'000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Monat April, so die auf den ersten Blick positive Headline des Tages aus den USA. 25 Monate in Folge, seit Februar 2008, waren -8,750 Millionen Jobs in den USA verlorengegangen, davon sind seit März 2010 erst +1,762 Millionen Jobs außerhalb der Landwirtschaft wettgemacht worden. Genaugenommen, in der Relation zur Bevölkerungsentwicklung, war dieser Anstieg seit März 2010 aber ein Null-Event, denn die arbeitsfähige US-Bevölkerung ab 16 Jahre (Civilian Noninstitutional Population) war seit März 2010 um +1,987 Millionen angestiegen.

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Silber mit -28,7% in 5 Tagen

von am 5. Mai 2011

Nach einem immensen Anstieg, der in eine Fahnenstange mündete und bei knapp 50 Dollar endete, korrigiert nun die Feinunze Silber noch steiler abwärts und dies reißt den gesamten Rohstoffsektor in eine erwähnenswerte Korrektur. Mehrere Margin-Erhöhungen für Future-Kontrakte an der Terminbörse Comex scheinen oberflächlich betrachtet die Kurskorrektur bei Silber ausgelöst zu haben.

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