Archiv Juni 2011

Brüning 2.0

von am 30. Juni 2011

Die Zustimmung zum Sparpaket in Griechenland wurde gestern vollzogen, Anerkennung dafür und ein allgemeines Aufatmen bei Politik, Finanzmärkten und Mainstreammedien, garniert mit ein paar zustimmenden dümmlichen Kommentaren. Mit den neuen Sparpaketen in Höhe von 78 Mrd. Euro, darunter Leistungskürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von 28 Mrd. Euro, dürfte die nächste Runde der griechischen Abwärtsspirale gesichert sein, organisiert von der Troika (EU, IWF und EZB) und exekutiert, erzwungener Maßen, vom griechischen Brüning (Ministerpräsident Papandreou). [mehr…]

Allzeittief bei den realen Einzelhandelsumsätzen

von am 30. Juni 2011

Allzeittief bei den realen saisonbereinigten Einzelhandelsumsätzen, lautet die Schlagzeile des Tages und dies aus dem XXL-Wirtschaftswunderland Deutschland! Langsam aber sicher wird es peinlich, wie weit Stimmungsindikatoren, die postulierte Propaganda zu den steigenden Ausgaben der privaten Haushalte und die belastbaren harten Daten zu den deutschen Einzelhandelsumsätzen auseinanderlaufen. 

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Gewerbliche US-Immobilienpreise mit -49% zum Allzeithoch

von am 22. Juni 2011

Die Ratingagentur Moody's berichtete heute für den Monat April die Daten zu den gewerblichen Immobilienpreisen in den USA. Der Moody’s/REAL All Property Type Aggregate Index (CPPI), ein Preisindex, fiel im April 2011 um -3,7% zum Vormonat und um -13,0% zum Vorjahresmonat und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Dezember 2000! [mehr…]

ZEW-Index sinkt kräftig

von am 21. Juni 2011

Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland, ermittelt vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank im Juni 2011 um kräftige -12,1 Punkte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden in einer Umfrage bei 400  Finanzexperten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen ermittelt. Mit einem Indexstand von -9 Punkten wurde im Juni 2011, dass erste Mal seit Oktober 2010 wieder ein negativer Indexstand ermittelt und dies markierte zugleich den tiefsten Stand seit Januar 2009. [mehr…]

Arbeitskosten dokumentieren Fehlentwicklungen

von am 20. Juni 2011

Wie Eurostat heute mitteilte stiegen im 1. Quartal 2011 die nominalen Arbeitskosten (Löhne, Gehälter und Lohnnebenkosten der Arbeitgeber) je Stunde in der Eurozone arbeitstäglich bereinigt um +2,6% zum Vorjahresquartal, nach +1,5% in Q4 2010. In der EU27 stiegen die nominalen Arbeitskosten um +2,7% zum Vorjahresquartal, nach +1,8% in Q4 2010.

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Ähnliches Problem aber komplett andere Bewertung

von am 16. Juni 2011

Wie ineffizient Finanzmärkte arbeiten und wie spät sie gravierende Fehlentwicklungen antizipieren oder gar komplett ignorieren und das es sich dabei um ein systemisches Versagen von Marktteilnehmern, Ratingagenturen, Derivate-Banken unter Einfluss mächtiger Manipulatoren (Zentralbanken) handelt, dokumentiert ein Vergleich zwischen den Renditen 2-jähriger Staatsanleihen der USA und Griechenland. Dies sind zwei bis ans Limit überschuldete Staaten, aber es werden zwei völlig unterschiedlichen Risikobewertungen durch die Finanzmärkte vorgenommen!

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Update Griechenland

von am 15. Juni 2011

Nach ständig desaströsen Wirtschaftsdaten, auch als Folge der Austeritätsmaßnahmen, anhaltenden Protesten der Bevölkerung und einer sich anbahnenden handfesten Regierungskrise nimmt die organisierte Abwärtsspirale weiter an Fahrt auf. Die Rendite 2-jähriger griechischer Staatsanleihen zog heute auf ein neues Hoch mit 28,022%! Die Rendite 10-jähriger griechischer Staatsanleihen erklomm ebenfalls ein neues Hoch mit 17,726%!

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S&P senkt Griechenlands Kreditrating auf CCC

von am 13. Juni 2011

Die US-Boys nutzen den Pfingstfeiertag und hauten nochmal richtig auf die europäische Schuldenkrise drauf. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte den Ausblick auf griechische Staatsschulden auf negativ und stufte das langfristige Rating um weitere 3 Stufen von B auf CCC herab. CCC steht für extrem spekulative Ramschanleihen, die nur noch bei einer günstigen Gesamtentwicklung keinen Zahlungsausfall erleiden. Mit einem CCC-Rating befindet sich das langfristige Kreditrating Griechenlands nur noch 4 Stufen über D (Default) - dem Zahlungsausfall und 17 Stufen unter einem Triple A - Rating, welches man immer noch bar jeder Realität, dem Subprime-Schuldner USA zu gesteht! [mehr…]

US- Credit Market Debt Outstanding bei 52,604 Billionen Dollar!

von am 11. Juni 2011

Vor 2 Tagen veröffentlichte die US-Notenbank die Flow of Funds Daten, eine umfassende Aufstellung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der USA für das 1. Quartal 2011. Daraus ersichtlich, die ausstehenden Kreditmarktinstrumente (Credit Market Debt Outstanding) aller Sektoren der Volkswirtschaft stiegen auf 52,60383 Billionen Dollar! Wie nicht anders zu erwarten, stiegen vor allem die Verbindlichkeiten des Staates weiter an und kompensierten leichte Rückgänge der Verbindlichkeiten bei privaten Haushalten und dem Finanzsektor über!

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China mit neuem Exportrekord

von am 10. Juni 2011

Chinas Exportwachstum bei Waren und Gütern schwächte sich laut den Daten der chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) von heute Morgen im Mai 2011 leicht ab, auf +19,4% zum Vorjahresmonat, nach +29,9% im April, dies reichte allerdings immer noch aus um ein neues Allzeithoch beim monatlichen Exportvolumen mit 157,16 Mrd. Dollar zu erzielen.

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Depression pur!

von am 9. Juni 2011

Das griechische Statistikamt (ELSTAT) berichtete heute in der zweiten Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) die detaillierten Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Das saisonbereinigte reale  BIP wurde für das 1. Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal, nicht wirklich überraschend, abwärts revidiert, auf +0,2% nach ursprünglich +0,8%. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde saisonbereinigt das reale BIP auf -5,5% abwärts revidiert, nach ursprünglich -4,8%. Saisonbereinigt schrumpften die privaten Konsumausgaben um -6,9% zum Vorjahresquartal und die Bruttoinvestitionen sanken um satte -19,2%.

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Griechenlands Arbeitlosenquote auf Rekord mit 16,2%

von am 9. Juni 2011

Gestern berichtete das griechische Statistikamt (ELSTAT) für den Monat März von einer offiziellen Arbeitslosenquote von 16,2%, nach 15,9% im Vormonat und nach 11,6% im Vorjahresmonat. Dies entsprach einem Anstieg der Arbeitslosenzahl von +24’111 Arbeitslosen bzw. einem Anstieg von +3,1% zum Vormonat und von +232’617 bzw. von +40,2% zum Vorjahresmonat, auf 811’340 Griechen ohne Job.

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Kein Betriebsunfall

von am 7. Juni 2011

Das Drama der Südperipherie in der Eurozone ist kein Betriebsunfall, sondern Teil der systemischen Verwerfungen, sie basieren auf dem kräftigen Auseinanderdriften der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, den unhaltbaren Leistungsbilanz- und Staatshaushaltsdefiziten und in deren Folge die exzessive Kreditfinanzierung über das Bankensystem. Auf der einen Seite steht Deutschland mit seinen immensen Überschüssen aus dem Handel, resultierend aus hoher Arbeitsproduktivität, guten Produkten und einer Nichtteilhabe der Arbeitnehmer am Produktivitätsfortschritt! Auf der anderen Seite ist die mangelnde Leistungsfähigkeit der Südperipherie und der hoffnungslose Versuch einer dauerhaften Kreditfinanzierung der Defizite.

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Dramatische Lage

von am 6. Juni 2011

Die Troika (EU, IWF und EZB) attestierte Griechenland in ihrem Bericht zur 4. Mission insgesamt deutliche Fortschritte, insbesondere im Bereich der Haushaltskonsolidierung. Die weitere strikte Umsetzung der vereinbarten Ziele soll die Voraussetzungen für eine Stabilität des Finanzsektors, einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit, neuen Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen und insgesamt für ein nachhaltiges Wachstum schaffen. Irgendwie ähnelte die Presseerklärung vom 03.06.2011 eher einer Märchenstunde, als einer ernstzunehmenden Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Griechenland.

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UK: Ölförderung mit -20,35% im Decline

von am 5. Juni 2011

Es ist wieder mal an der Zeit, einen kurzen Blick auf die britische Rohölförderung in der Nordsee zu werfen. Wie hier "erwartet" füllen sich die Ölfelder nicht auf wundersame Weise (abiotisch) nach, sondern der Förderabfall schreitet gnadenlos voran. Gemäß den letzten Daten für Februar 2011 des britischen Department of Energy and Climate Change (DECC), sank die britische Crude Oil-Förderung um -20,35% zum Vorjahresmonat auf 4,695 Millionen Kubikmeter (1,05 Millionen Barrel pro Tag (mb/d)), nach 5,899 Millionen Kubikmeter (1,33 mb/d) im Februar 2010.

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Griechische reale Einzelhandelsumsätze mit -17,5% im März

von am 1. Juni 2011

Gestern berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT, die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen für den Monat März 2011. Um eine fulminante Rate von nominalen -13,2% sanken die arbeitstäglich bereinigten Einzelhandelsumsätzen in Griechenland zum Vorjahresmonat. Real (verbraucherpreisbereinigt) ging es sogar um -17,5% zum Vorjahresmonat abwärts!

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Achtjahrestief beim S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex

von am 1. Juni 2011

Trotz Billionen Dollar an Stimuli für die Konjunktur und zur Stützung des Banken- und Finanzsystems bleibt der US-Immobilienmarkt im Krisenmodus. Der S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex markierte im März 2011, gemäß den gestrigen Daten, bei den unbereinigten Originaldaten des 20-City Composite ein Achtjahrestief mit 138,16 Indexpunkten. Dies entsprach einem Einbruch zum Vorjahresmonat von -3,6%. Der 10-City Composite sank zum Vormonat bereits 9. Monate in Folge bei der saisonbereinigten Datenreihe, zum Vorjahresmonat ging es um unbereinigte -2,9% abwärts.

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