Archiv August 2011

Aktien griechischer Banken mit weiteren Verlusten

von am 31. August 2011

Die lächerliche griechische Bankenrally, im Zuge der Fusion der EFG Eurobank Ergasias S.A. (EUROB) und der Alpha Bank A.E. (ALPHA), von +29,12% beim Bankenindex, Querschuesse berichtete am Montag, den 29.08.2011 unter "Fusion potentieller Insolvenzmassen" davon, wird bereits den zweiten Handelstag in Folge wieder abverkauft. Der FTSE ATHEX Banks, welcher die 9 größten griechischen Banken abbildet sank heute um -8,86% zum Vortag auf 573,76 Indexpunkte. Vor allem der durch den EU-weiten Stresstest gefallene Fusionspartner, die Eurobank, kam kräftig unter die Räder und stürzte heute um -17,1% ab, auf ein neues Allzeittief, mit einem Aktienkurs von 1,60 Euro. Ziemlich schnell setzt sich am Markt die Binsenweisheit durch, dass auch wenn man die maroden Bilanzen zweier Banken zusammenzimmert, sich damit kein Problem in der Bilanz entschärft hat.

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Deutsche Einzelhandelsumsätze verteidigen mühsam niedriges Niveau

von am 31. August 2011

Laut den heutigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu den Einzelhandelsumsätzen für den Monat Juli 2011 in Deutschland, sanken die nominalen Einzelhandelsumsätze um -0,4% und die realen sanken um -1,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Juli 2011 einen Verkaufstag weniger, als der Juli 2010. Berücksichtigt man die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) ging es im Vergleich zum Vormonat nominal um -0,2% leicht abwärts und real lag der Umsatz bei  +/- 0%, unverändert zum Vormonat.

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Griechische reale Einzelhandelsumsätze mit -11,4%

von am 31. August 2011

Heute berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT die Daten zu den realen griechischen Einzelhandelsumsätzen für Juni 2011. Um weitere -11,4% zum Vorjahresmonat schmierten die realen (preisbereinigten) Umsätze ab. Selbst nominal ging es um -8,3% abwärts. Damit bleibt der Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität in Griechenland weiterhin getragen von einem brutalen Rückgang der Konsumausgaben der privaten Haushalte, darunter die im Einzelhandel, in Folge der Einkommensrückgänge bei den breiten Masseneinkommen.

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Erholung der japanischen Industrie lässt deutlich nach

von am 31. August 2011

Wie das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) heute Morgen berichtete, erholte sich die Industrieproduktion in Japan im Juli 2011 schwächer als erwartet. Saisonbereinigt stieg der Output der breiter gefassten Industrieproduktion (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) im Juli nur um +0,6% zum Vormonat. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten mit einem Anstieg von +1,4% gerechnet. Zum Vorjahresmonat sank der Ausstoß der Industrieproduktion um -2,8%.

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Daten zum S&P/Case-Shiller Home Price Index

von am 30. August 2011

Wie Standard & Poor's (S&P) heute mitteilte, waren die S&P/Case-Shiller Home Price Indices, mit die wichtigsten Preisindizes zur Messung der Preisentwicklung am US-Wohnimmobilienmarkt, in den 10 größten Städten der USA im Juni 2011 um -3,84% zum Vorjahresmonat gesunken und der 20-City Composite war um -4,52% zum Vorjahresmonat gesunken. Damit bleiben die Immobilienpreise weiter schwach, saisonbereinigt ging es beim 10-City Composite um +0,04% zum Vormonat aufwärts und beim 20-City Composite ging es um -0,06% zum Vormonat abwärts.

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Verbrauchervertrauen mit beschleunigter Erosion

von am 30. August 2011

Heute veröffentlichte das Conference Board die Daten zum US-Consumer Confidence Index für August 2011. Das Verbrauchervertrauen bricht beschleunigt ein, die Konsumenten werden zusehend mutlos, vor allem die Erwartungen in die wirtschaftlichen Aussichten trüben sich rasant ein. Im August 2011 sank der Consumer Confidence Index auf 44,5 Indexpunkte, nach abwärts revidierten 59,2 Punkten im Vormonat (ursprünglich 59,5 Punkte). Dies war der größte monatliche Rückgang beim Verbrauchervertrauen seit Oktober 2008!

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Spanien: miese Einzelhandelsumsätze

von am 30. August 2011

Gestern veröffentlichte das spanische Statistikamt INE die Daten zu den spanischen Einzelhandelsumsätzen im Juli 2011. Nominal sanken sie um -3,9% zum Vorjahresmonat und real (preisbereinigt) um kräftige -6,0%. Diese Daten sind weiter Beleg für ein Desaster, sinkende reale Arbeitnehmerentgelte, zuletzt in Q2 2011 mit -3,9% zum Vorjahresquartal führen auch zu einer anhaltenden Kontraktion der Umsätze im Einzelhandel und damit letztlich zu weiteren Steuerausfällen des Staates aus sinkenden Lohnsteuer- und Umsatzsteuereinnahmen. Nach den heute von Eurostat aktualisierten Daten, zu den realen und saisonbereinigten Einzelhandelsumsätzen für Spanien, wurde im Juli 2011 der zweitmieseste Umsatz seit Januar 2000 generiert, nur der Vormonat Juni 2011 war noch etwas schlechter.

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Fusion potentieller Insolvenzmassen

von am 29. August 2011

Am letzten Freitag berichtete Querschuesse unter "Aufwachen! – FTSE ATHEX Banks mit weiteren -5,22%", das der griechische Bankensektor de facto bankrott ist und dies der beispiellose Absturz der Bankaktien in Griechenland dokumentiert. Heute suggerieren die Voodoo-Finanzmärkte eine Wende, was ist passiert? Griechische Bankaktien schossen wie Phoenix aus der Asche nach oben, Auslöser war ein alter ausgeprägter Reflex von Anlegern (vor allem Spekulanten), durch eine angekündigte Fusion. Die EFG Eurobank Ergasias S.A. (EUROB) und die Alpha Bank A.E. (ALPHA) und damit die zweit- und drittgrößte griechische Bank, gemessen an der Bilanzsumme, fusionierten zum größten griechischen Finanzinstitut, zur größten Bank Südeuropas und damit zu einer der 25-größten Banken der Eurozone. Angetrieben von dieser Meldung und den negativen Realzinsen nicht nur in Europa, stürmte die renditehungrige Finanzmarktmeute auf griechische Bankaktien (Pennystocks) und trieb die Kurse nach oben.

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Italiens Verbrauchervertrauen sinkt auf ein 29 Monatstief

von am 29. August 2011

Wie das italienische Statistikamt ISTAT heute mitteilte, sank das Verbrauchervertrauen im August 2011 auf den tiefsten Stand seit März 2009. Die italienischen Konsumenten werden im Zuge der Euro-Schuldenkrise zunehmend skeptischer und dies ist für Italien ziemlich relevant, denn die realen Konsumausgaben der privaten Haushalte trugen, nach den letzten detaillierten Angaben von Eurostat aus Q1 2011, zu 60,82% des  realen BIPs Italiens bei.

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Euro- und Dollar-Krise: Wo ist der “Ludwig Erhard” der Schuldenstaaten?

von am 27. August 2011

Seit Winter 2008/2009 gibt es Streit unter Ökonomen und Politikern in der Frage, wie die Schuldenmisere überwunden und die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht werden kann. Abgesehen davon, dass die Politik den Notenbanken die Hauptlast der Problemlösung vor die Füße gekippt hat, sieht der Disput verkürzt dargestellt folgendermaßen aus:

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Aufwachen! – FTSE ATHEX Banks mit weiteren -5,22%

von am 26. August 2011

Das griechische Bankensystem war auch heute wieder einen großen Schritt in Richtung Totalkollaps unterwegs. Der FTSE ATHEX Banks, der Bankenindex, der die 9 größten griechischen Banken abbildet, sinkt mit einer ungebrochenen Dynamik, diesmal um -5,22% zum Vortag, auf 522,89 Indexpunkte. Seit Ende Juli 2011 brachen die Bankaktien um -38,51% ein und zum Vorjahr sogar um -67,28%! Die griechische Realwirtschaft liegt am Boden, der Staat ist hoffnungslos überschuldet und das Bankensystem praktisch insolvent und trotzdem wird zum Nachteil Aller die Euro-Schlacht weiter geschlagen. 
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ECRI: US-WLI GROWTH mit -2,1%

von am 26. August 2011

Der US-Weekly Leading Index des Economic Cycle Research Institute (ECRI), als ein Frühindikator für die Wendepunkte von Konjunkturzyklen, sank nach den Daten von heute für die Woche zum 19.08.2011 auf 122,8 Indexpunkte, nach 123,8 Punkten in der Vorwoche. Die um die Volatilität abgemilderte geglättete 12-Monatswachstumsrate (US-WLI Growth) lag die zweite Woche in Folge im Minus und sank mit einer Rate von -2,1%, nach -0,1% in der Vorwoche.

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US-Consumer Sentiment Index im August mit 55,7 Punkten

von am 26. August 2011

Der US-Consumer Sentiment Index, ermittelt von Thomson Reuters und der University of Michigan sank gemäß den heutigen, endgültigen Daten für August 2011 auf 55,7 Punkte (54,9 Punkten in der vorläufigen Ermittlung), nach 63,7 Punkten im Vormonat und nach 68,9 Indexpunkten im Vorjahresmonat. Der August 2011 markiert mit 55,7 Punkten den viertniedrigsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Januar 1978. Nur der April 1980 mit 52,7 Punkten, der Mai 1980 mit 51,7 Punkten und der November 2008 mit 55,3 Punkten lagen noch etwas tiefer.

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Griechisches Endgame mit Ansage

von am 25. August 2011

Wie die griechische Finanzzeitung "Imerisia" berichtete, hat die griechische Notenbank die Notkreditlinie (Emergency Liquidity Assistance, ELA) aktiviert. Alle griechischen Banken haben zugesagt teilzunehmen, um an Liquidität zu kommen, berichtete Imerisia ohne Angabe von Quellen. Die Zentralbank in Athen und auch die Europäische Zentralbank (EZB) wollten den Bericht nicht kommentieren.

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Weitere Zuspitzung der griechischen Situation

von am 24. August 2011

Obwohl auch europaweit die Aktienmärkte eine kräftige Bewegung nach oben vollziehen, als technische Reaktion auf die bisherigen Verluste und in freudiger Erwartung auf ein Quantitaive Easing 3 durch die Voodoo-FED in den USA, gibt es einen Markt, dem anscheinend nichts mehr hilft, nicht mal die Hoffnung auf bessere Zeiten. Der griechische Aktienleitindex ATHEX sank auch heute wieder, diesmal um -1,99% auf 892,96 Indexpunkte:

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ifo Geschäftsklimaindex sinkt kräftig

von am 24. August 2011

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist auch im August 2011 weiter zurückgegangen. Er notierte im August bei 108,7 Indexpunkten, nach 112,9 Indexpunkten im Vormonat und nach 111,1 Punkten im Vorjahresmonat. Der Rückgang zum Vormonat, mit -4,2 Punkten, war der größte seit November 2008. Ungeachtet dessen liegt der ifo mit aktuell 108,7 Punkten noch relativ im komfortablen Bereich.

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Rendite griechischer Staatsanleihen zieht kräftig an

von am 23. August 2011

Käufer griechischer Staatsanleihen und deren Derivate, soweit sie an den Kapitalmärkten gehandelt werden, sind eine gebeutelte Spezies und dies mit Recht, denn es gibt weiterhin kein Szenario, außer blinder Glaube, wie die potentielle Staatspleite Griechenlands abgewendet werden kann. Ohne die Rettungspakete der EU und des IWFs und vor allem der Schrottanleihen aufsaugenden EZB wäre dieses Faktum einer Pleite bereits vollzogen, realwirtschaftlich und strukturell hat sich die Situation in Griechenland weiter verschlechtert, wie diverse Querschuesse anhand offizieller Daten seit Monaten darlegten. Relativ unbeachtet von der Öffentlichkeit verpufft auch das zweite Rettungspaket und die Renditen der Staatsanleihen ziehen wieder massiv an:

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ZEW-Index stürzt auf -37,6 Punkte

von am 23. August 2011

Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland, ermittelt vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank im August 2011 um sehr kräftige -22,5 Punkte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden in einer Umfrage bei 400  Finanzexperten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen ermittelt. Mit einem Indexstand von -37,6 Punkten wurde der tiefste Stand seit Dezember 2008 markiert.

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Starker Schweizer Franken – jammern auf sehr hohem Niveau

von am 23. August 2011

Wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) heute unter der Überschrift "Ampel schaltet auf Gelb" berichtete sank das Schweizer Exportvolumen unbereinigt auf 16,649 Mrd. CHF, nach 17,199 Mrd. CHF im Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Juli 2011 in der Schweiz einen Arbeitstag weniger, so dass arbeitstäglich bereinigt die Exporte zum Vorjahresmonat sogar um +3,3% anstiegen und damit schneller als die arbeitstäglich bereinigten Importe zum Vorjahresmonat mit +2,4%.

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Bank of America mit weiteren -7,89%

von am 22. August 2011

Selbst nach den heftigen Verlusten der letzten Tage an den Aktienmärkten, vermag selbst das nahe Ende der lybischen Tragödie, die Finanzmärkte kaum zu beflügeln. Der Dow Jones schloss mit einem kleinen Gewinn von nur +37 Punkten bei 10'854,65 Indexpunkten. Der Bankensektor gab sogar weiter nach insbesondere die drastisch angeschlagene Bank of America.

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Heiße Träume!

von am 22. August 2011

Laut dem Monatsbericht des deutschen Bundesministeriums der Finanzen für August 2011, soll gemäß der neuesten Schätzung, dass Maastricht-Defizit des deutschen Staates 2011 nur bei -1,5% des nominalen BIPs liegen und bereits ab 2014 soll der gesamtstaatliche Haushalt ausgeglichen sein. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern stiegen im 1. Halbjahr 2011 um +9,3% bzw. um +21,836 Mrd. Euro zum Vorjahreszeitraum auf 256,857 Mrd. Euro. Klingt alles sehr solide und gut, nur interpoliert man den Status Quo linear weiter, der davon ausgeht dass es keine Wachstumsschwäche geben wird, dass keine der übernommenen Garantien aus den Rettungspaketen fällig wird. Aber selbst das aktuelle Datenmaterial spiegelt in einigen Details die Probleme  des deutschen Wirtschaftswunders abseits der positiven Headline gut wieder:

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Nahrungsmittelpreise weltweit weiter hoch

von am 22. August 2011

Nun mal wieder ein Blick auf den FAO Food Price Index (FFPI). Er zog im Juni 2011 leicht an, um +1,08% zum Vormonat, auf 233,8 Indexpunkte und verharrt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Food and Agriculture Organization of the United Nations ermittelt den FAO Food Price Index aus 5 Sub-Indizes (für Getreide, Pflanzenöle und -fette, Milchprodukte, Zucker und Fleisch), welche insgesamt 55 einzelne Nahrungsmittel weltweit abbilden.

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Goldpreis mit neuen Hochs

von am 22. August 2011

Heute Morgen kletterte der Goldpreis in Euro bereits auf 1320,10 Euro je Feinunze Gold. Nach wie vor zeigt dies, wie es um die Stabilität des Euro in Folge der Schuldenkrise in der Eurozone steht und wie die Märkte das hilflose lavieren der Verantwortlichen in der Eurozone u.a. quittieren:

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Griechische Inlandsaufträge der Industrie mit -17,1%

von am 20. August 2011

Das griechische Statistikamt ELSTAT gab am Freitag die Daten zum Auftragseingang der Industrie für den Monat Juni 2011 bekannt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der unbereinigte gesamte Auftragseingang um -5,5%. Die unbereinigten Inlandsaufträge brachen selbst auf niedrigem Niveau um unglaubliche -17,1% zum Vorjahresmonat ein. Einzig die unbereinigten Auslandsaufträge, mit +8,6% zum Vorjahresmonat, konnten das realwirtschaftliche Desaster in Griechenland wenigstens etwas überdecken.

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Charts der Kernschmelze

von am 19. August 2011

Wie man es auch dreht und wendet, die Finanzmärkte preisen jetzt eine Rezession ein, ob die drastische Korrektur an den Aktienmärkten, der brutale Einbruch bei den Bankaktien oder die Flucht in vermeintlich sichere Staatsanleihen der wenigen Länder mit hoher Bonität und als Irrlicht in die US-Staatsanleihen. In allen wichtigen Währungen der Welt stürmt der Goldpreis nach oben, als Hort der Sicherheit, als schuldenfreies Asset und Schutz vor den Turbulenzen, die ein Meer von faulen Krediten auslöst.

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