Analyse zur Griechenland-Wahl und zum Zustand der EU: Brüche en masse

von am 23. September 2015 in Allgemein

Wenigstens ein Trend der Umfragen in Griechenland hat sich nach der Neuwahl in Griechenland bestätigt: Die griechischen Wähler haben ihre Stimme vor allem regierungserfahrenen Parteien gegeben. (1) Allerdings lag die Wahlbeteiligung nur bei mageren 56,57 Prozent – trotz Wahlpflicht.

Analyse der Wahl in Griechenland

Ansonsten aber lagen die Meinungsforschungsinstitute recht weit daneben. Alexis Tsipras´ SYRIZA hat die Wahl viel deutlicher gewonnen als erwartet. Die Partei der SYRIZA-Rebellen („Volkseinheit“ (LAEN)) hingegen hat den Einzug ins Parlament anders als überwiegend erwartet klar verfehlt.

Die PaSoK, die anders als bei der Wahl im Januar (und 2012) dieses Mal zusammen mit der Demokratischen Linken (Dimar) angetreten war, schnitt wohl nicht zuletzt deswegen besser ab als erwartet. Dimar war nach der Wahl im Juni 2012 an der Koalitionsregierung beteiligt gewesen, später jedoch aus Protest gegen den austeritätspolitischen Regierungskurs ausgetreten.

Bei der Neuwahl im Januar hatte die neu gegründete Partei „Der Fluss“ (To Potami) erstmals den Einzug ins Parlament geschafft. Sie ist wieder dabei, allerdings errang sie deutlich weniger Mandate.

Neu hinzugekommen ist bei der aktuellen Wahl die „Union der Zentristen“ (EK), die – wie aus der Tabelle ersichtlich ist – neun Abgeordnete im neuen Parlament stellen werden.

SLE T00_Umfragen, Ergebnisse Parlamentswahlen GR Mai 2012-Sept 2015

Damit sind jetzt acht Parteien im griechischen Parlament vertreten. Das Regieren wird deswegen und weil die neue alte Koalition von SYRIZA (145 Sitze) mit den „Unabhängigen Griechen“ (ANEL) (10 Sitze) insgesamt sieben Sitze weniger als nach der Wahl im Januar hat schwieriger werden. Die Koalition hat nunmehr nur noch 4 Sitze mehr als für die bei Abstimmungen notwendige Mehrheit von 151. Angesichts der vereinbarungsgemäß durchs Parlament zu bringenden harten Reformschritte steht die neue Regierung Tsipras folglich bald unter Stress.

Zudem ist nicht zu erwarten, dass sich die Opposition – so wie noch vor der Wahl – als bedingungsloser Mehrheitsbeschaffer hergeben wird. Die neue Regierung kann sich insofern keine Stimmabweichler mehr leisten. Es fragt sich jedoch, wie viele SYRIZA-Mitglieder ebenso wie die aus der Partei ausgetretenen Rebellen nicht mit dem Sparkurs einverstanden sind. SYRIZA selbst birgt also sicher immer noch einiges Konfliktpotenzial und das könnte bei erforderlichen Abstimmungen im Parlament zu ernsten Problemen für die neue Tsipras-Regierung führen.

Über der neuen Regierung hängt bereits das Damoklesschwert

Das gilt umso mehr, wenn tatsächlich das eintritt was die alte Tsipras-Regierung den Gläubigern monatelang vorgehalten hat, nämlich dass der von diesen geforderte austeritätspolitische Kurs Griechenland immer tiefer in die Krise treibt und das Land keineswegs auf Wachstumskurs bringt.

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt über der Regierung von Alexis Tsipras wie ein Damoklesschwert. Verschlechtern sich die Daten, wird die Bereitschaft in seiner Partei, die austeritätspolitischen Maßnahmen plangemäß nach und nach durchs Parlament zu bringen, auf eine harte Probe gestellt werden. Nachdem es aber schon vor der Wahl eine Rebellion gegeben hat, ist es fraglich, ob SYRIZA eine neuerliche Zerreißprobe ohne Schaden überstehen kann. Es ist dann auch nicht ausgeschlossen, dass die Regierung sich aufreibt und letztlich scheitert, weil sie keine Mehrheit mehr zusammenbekommt, um die Reformschritte zu beschließen.

Wählen die Europäer aus Verzweiflung zunehmend Links?

Unter dem Strich bestätigt der Ausgang der Parlamentswahl in Griechenland, was in letzter Zeit europaweit des Öfteren zu beobachten ist: Die Wähler wollen authentische Politiker und sie geben angesichts der bisherigen Dominanz liberal-konservativer Parteien in Europa und des von ihnen forcierten, aber höchst umstrittenen austeritätspolitischen Kurses vermehrt linken Parteien die Stimme – zumindest in den Krisenländern.

Ob das ein neuer Trend ist, ist vorerst noch unklar. Zu bunt ist das „Sortiment“ von aufstrebenden Parteien und Protestparteien. In Frankreich (Front National / Marine le Pen) ist es ebenso wie in Großbritannien (Ukip /Nigel Farage)) keine linke Partei, die im Zuge der Euro-Krise in der Gunst der Wähler aufgestiegen ist. Klar ist nur, dass solche Parteien von der verbreiteten Ablehnung des europapolitischen Kurses, des Euros oder schlicht der Europäischen Union profitieren.

Diesen liberal-konservativ geprägten Kurs unverändert weiter zu verfolgen kann bei kommenden Wahlen folglich speziell dann zu Problemen für konservative Regierungen werden, wenn für die Bevölkerung erkennbare Erfolge ausbleiben oder, schlimmer noch, sich die wirtschaftliche Lage deutlich verschlechtert.

Die Europäische Union wird politisch immer tiefer in eine fatale Sackgasse gesteuert

Die Europäische Union schleppt einen ganzen Sack von mehr oder weniger ungelösten und zum nicht unerheblichen Teil selbstverursachten Problemen mit sich. Die Flüchtlingskrise ist nur ein weiteres Beispiel, das zeigt, wie uneins und schwerfällig die Europäische Union in Krisenfragen ist. Einem Land wie Griechenland umstrittene „europäische“ Krisenlösungen aufzuzwingen, zeigt ebenso wie die jetzt per Mehrheitsentscheid beschlossene „Lösung“ für die Verteilung der Flüchtlinge (2), dass die EU für die Handhabung von Krisen inzwischen offenbar immer öfter die Brechstange benötigt.

Die Europäische Union befindet sich in einer Sackgasse, deren Ende sie sich zielstrebig nähert. Ihr ist die Zukunftsvision abhandengekommen und die alten politischen Konzepte gehen nicht mehr auf. Es ist Politikerversagen in Reinkultur, dass alle Warnzeichen ignoriert werden und sich die Politikergemeinschaft offensichtlich nicht aufraffen kann, einiges in der Konzeption der EU grundlegend zu verändern. Das würde freilich das Eingeständnis voraussetzen, dass die bisherige Krisenpolitik der Union viel schlechter ist als es die Politiker und Technokraten, die sie durchsetzen, wahrhaben wollen. Und dann bleibt immer noch die Frage zu lösen, was aus der Union werden soll, wohin sie denn entwickelt werden soll und wie man dahin kommt. Sie wird hartnäckig ignoriert. Für viele scheint die Zukunft Europas eine lineare Verlängerung der Vergangenheit zu sein.

Wenn nichts geschieht und danach sieht es leider aus, dann fährt die Europäische Union an den Wahlurnen vor die Wand. Bislang scheinen sich die etablierten Parteien, die den Kurs mitbestimmen können, jedoch noch keine ernsten Gedanken über die Größe des europäischen Scherbenhaufens zu machen, für dessen Entstehen sie die Voraussetzungen schaffen.

Frankreich hat immer ein starkes Interesse an Europa gehabt. Trotzdem ist es beinahe eine Ironie, dass ausgerechnet die schwer angeschlagene und viel kritisierte französische Regierung, die Frankreichs Probleme bisher einfach nicht in den Griff zu bekommen weiß, den Finger auf den gefährlich wunden Punkt der EU gelegt hat. Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron forderte angesichts der vielen Probleme eine grundlegende Erneuerung der EU und der Euro-Zone. (3)

Es war nach den bisherigen Erfahrungen mit der Offenheit der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten für eine konstruktive Diskussion über sinnvolle politische und vor allem Krisen-Lösungen für Europa zu erwarten gewesen, dass dieser Aufruf wirkungslos verhallt.

Jeder denkt an sich und an Europa nur dann, wenn er davon selbst profitieren kann. Den europäischen Kahn wieder flott zu kriegen, damit Letzteres wieder möglich wird, dafür fühlt sich indes niemand zuständig, offensichtlich nicht einmal die Europäische Kommission, deren vornehmste Aufgabe es ist, Vorschläge und Initiativen für Europa zu entwerfen.

Europa ist im Status Quo der frühen 90er Jahre erstarrt und Griechenland ist das erste Opfer der Folgen dieser Starrheit. Und was zu starr ist, das bricht bekanntlich irgendwann. Daran wird auch der neue alte Regierungschef Alexis Tsipras nichts ändern können. Das glauben auch die Griechen nicht.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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19 KommentareKommentieren

  • Gundermann - 23. September 2015

    “Für viele scheint die Zukunft Europas eine lineare Verlängerung der Vergangenheit zu sein.”

    Keine neue Verhaltensweise. Die Geschichte kennt zahllose Beispiele, wo in offenkundig aussichtsloser Lage der Weg, den man beschritten hat, unbeirrt weiter verfolgt wurde. Oft bis zum bitteren Ende. Ich befürchte, diesmal wird es wieder so sein. :-(

  • JL - 24. September 2015

    Ja, immer gegensätzlichere Auffassungen erzeugen immer mehr Spannungen und gegenseitige Schuldzuweisungen. Bestes Beispiel ist hier die aktuelle Flüchtlingswelle: Da erhob Brüssel und Deutschland den Ungarn Orban schon mal zum Diktator und der wiederum konterte mit mangelhafter Weitsicht, was man in Brüssel und Berlin erstmal gar nicht verstand.

    Die angedachte europäische Theorie:

    Die Gründe für den politischen und wirtschaftlichen Verschleiß der EU sind vielfältig-beruhen aber letztlich und grundsätzlich auf der Annahme, einen supranationalen Wirtschafts- und Währungsraum mit politischen Mitteln erschaffen zu können.

    Um einen politischen Konsens innerhalb und außerhalb dieser Union zu finden wurden das Europäische Parlament und der Europäische Rat hierzu erkoren und prädestiniert.
    Arbeitsgrundlage- oder eine Art Grundgesetz der EU waren Vertragsvereinbarungen zwischen den späteren Beitrittsstaaten wie etwa der „Vertrag von Lissabon“, „Maastricher Vertrag“, „Vertrag von Amsterdam“, „Vertrag von Nizza“ und andere.

    Die gegenwärtige europäische Praxis:

    Weder das Europäische Parlament oder der Europäische Rat ist in der Lage, eine wie auch immer geartete gemeinsame Innen- und Außenpolitik zu formen und durchzusetzen. Diese Institutionen sind nationalpolitischen und wirtschaftspolitischen Interessen unterworfen. Es ist ja schon schwer einen Politiker 14 Tage lang zu ein und derselben Meinung zu bewegen, bei 28 EU- Mitgliedsstaaten funktioniert die Entscheidungsfindung dann sicher (nie). Im Gegenteil, Frankreich und Großbritannien zum Beispiel interessiert eine gemeinsame europäische Außenpolitik überhaupt nicht.

    Über die unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen unter dem Dach einer gemeinsamen Währung wurde schon genug geschrieben und braucht sicher nicht erneut wiederholt zu werden.

    Und die angedachte Arbeitsgrundlage- oder eine Art Grundgesetz der EU- wie bereits erwähnt, ist spätestens mit Krisenausbruch 2009 Makulatur. Keiner hält sich daran, schlicht weil man pleite oder in hohem Maße davon bedroht ist (BIP- Verschuldung nahe oder über 100%). Da sollte dann doch langsam bei Gabriel ‘s verorteten „Pack“ die Erkenntnis reifen, wenn man keine Regeln einhalten muß gibt es auch keine.

    Das aktuelle EU- politische Verständnis:

    Es ist also erkennbar, daß die EU ein „Schönwetterverein“ ist. In Zeiten von Wirtschaftserfolgen beansprucht die Politik das Lob für sich, in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist man vollkommen konzeptlos und versinkt in einzelstaatlichen Egoismen und gegenseitigen Vorwürfen. Die Politik im Allgemeinen hat vor diesen vor genannten Hintergründen kläglich versagt.

    Dies erkennend delegiert man nun die politisch unlösbaren Probleme zur EZB, immer in der Hoffnung, daß deren Finanzkeule die EU- Welt aus politischer Sicht wieder „geradebiegen“ wird. Und so steigert sich die europäische Absurdität bis ins abstrakte hinein.

    Vorteil:

    Wir brauchen keine Geschichtsbücher um zu erkennen wie die EU ich selbst zerlegt- wir sitzen schließlich in der ersten Reihe.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Stepe - 24. September 2015

      und “mit dem Zweiten sieht man besser.”

  • Basisdemokrat - 24. September 2015

    Geht man davon aus, dass längst im Hintergrund wirtschaftliche Partikularinteressen die Politik bestimmen und politische Erfolge dann von entsprechenden Karrieren umrankt sind, wenn komme was da wolle die “Neoliberale Agenda” umgesetzt wird, man außerdem sieht, mit welcher dummdreisten Blödheit politischem Handeln grünes Licht gegeben wird, Hauptsache “Agenda”, kann man sich vielleicht eine Vorstellung davon machen, wie viele Übersprunghandlungen man hinter sich gebracht haben muss, um innerlich nahezu vollständig zu korrumpiert zu sein. Innere Aufrichtigkeit wäre geradezu Bedingung für konsequentes rechtsstaatliches (inhaltliches UND formales) Handeln.
    Wer wissen will, wie’s weitergeht sollte James Risens neues Buch “Krieg um jeden Preis” lesen (ISBN 978-3-86489-107-6). Der neue Goldrausch läuft auf vollen Touren. Aber Vorsicht, die Desillusionierung und die darauf folgende Depression beinhaltet für schwächere Charaktere ein “Scheiß drauf!”, um auch noch einen Nugget zu erheischen.
    Um seinen Alpträumen zu entkommen, sollte man einen tiefen und festen Schlaf haben. Der Alp hat sich in die reale Welt verzogen.
    “On résiste à l’invasion des armées ; on ne résiste pas à l’invasion des idées”
    Dumm nur, wenn es sich um die falschen Ideen handelt!
    Gruß BD

  • Vogel - 24. September 2015

    “Jeder denkt an sich und an Europa nur dann, wenn er davon selbst profitieren kann.” Für mich der Schlüsselsatz; das wird und kannsich nicht ändern denn so sind die Menschen gestrickt: Alles für mich, für die annern den Rest!

    • Basisdemokrat - 25. September 2015

      Zwischen dem genetisch determiniertem individuellen Menschsein und den Anforderungen der Außenwelt findet die Auseinandersetzung statt, die man als Charakterbildung bezeichnet.
      Ein Teil der Freiheit besteht eben gerade darin, Antworten zu finden, Charakter zu bilden. Allerdings fehlen die “Großen Erzieher” des Menschengeschlechts oder sie sind in der medialen Versenkung verschwunden und so kommt heute der Aussage “Erziehung ist zwecklos, sie machen euch eh’ alles nach” besondere Bedeutung zu. Erst in der persönlichen Katastrophe wird das aufeinander angewiesen sein wieder als Allgemeingut sichtbar. So wird auch verständlich ,dass das Aufwachsen in mehr kooperativ geprägten Gesellschaften Menschen hervorbringt, die sich aufopferungsvoll einer Sache im Dienst der Allgemeinheit verschreiben. Im Guten, wie im Schlechten.
      Gruß BD

      • Klosettsurfer - 30. September 2015

        Hobbes stellt den Menschen als ein prinzipiell egoistisches Wesen dar, das angeblich »von Natur aus« einsamer als ein Tier ist.
        Dieser »Krieg aller gegen alle« (bellum omnium contra omnes), so Hobbes, sei der »Naturzustand« des Menschengeschlechts, angeblich in Reinkultur überall dort vorzufinden, wo es noch keine institutionelle Zähmung gebe.
        Dieses im wahrsten Sinne des Wortes auf den Hund gekommene Menschenbild ist das Credo des Liberalismus bis zum heutigen Tag geblieben.
        Das kläffende und beißende Konkurrenzsubjekt, zu dem die Marktwirtschaft das Individuum degradiert, wird zum Naturgesetz des menschlichen Bewußtseins, und somit die eindeutig historische Marktwirtschaft zur überhistorischen »Naturform« sozialer Beziehungen umdefiniert.
        Mit perfider Schläue kann so unterstellt werden, daß alle, die diesem hündischen Menschenbild nicht gehorchen wollen, sich »gegen die Natur versündigen«.
        Bei allen Ideologen des Liberalismus über mehr als drei Jahrhunderte hinweg werden wir durch noch so viele Spielarten hindurch immer wieder dieselbe Grundkonstruktion finden: nämlich die »Naturalisierung des Sozialen«, die Biologisierung oder Physikalisierung von Marktwirtschaft und ökonomischer Konkurrenz.
        Der philanthropische Liberalismus hat aber ein Problem: Es ist dem kapitalistischen Menschenmaterial möglichst schonend beizubringen, daß es sich stets an die Spielregeln zu halten hat, anständig verlieren muß und dem »Aggregat des Glücks« nicht ins Uhrwerk pfuschen darf. Das Sicherheitsproblem ist somit nicht nur ein polizeiliches, sondern vor allem ein pädagogisches (!).
        Und zwar deswegen, weil die Disziplinierung des Menschenmaterials keine bloß äußerliche, rein auf Zwangsgewalt fußende bleiben konnte.
        Die Funktionalisierung, Restriktion und Kontrolle des Wissens war eine Sache, die andere (und vielleicht wichtigere) aber war die pädagogische Zurichtung, die Feindressur für den kapitalistischen Zweck, die Einübung der Disziplin und die Gewöhnung (!) an die Zumutungen. Über die Anwendung von Zuckerbrot und Peitsche hinaus war eine systematische Gehirnwäsche (!) fällig geworden.
        Somit ist Demokratie die Herrschaftsform der panoptisch gezwiebelten selbstregulativen Subjekte, die begierig nach den marktwirtschaftlichen Zumutungen lechzen, auf eine Art kapitalistisches Wurstschnappen getrimmt sind und ins Korsett einer apparativen Umwelt gezwängt »frei« miteinander umgehen. Leute also, die selbstbestimmt gerade dadurch sind, daß sie als Pawlowsche Hunde eines selbstregulativen Systems automatisch bei den Klingelzeichen der Systemimperative mit Speichelfluß reagieren (die wahre »zweite Natur« des angeblichen heroischen Raubtiers). Demokratie ist somit nichts anderes als geronnene Diktatur, die Glücksdiktatur der »unsichtbaren Hand« jenes marktwirtschaftlichen Systemdämons, den Immanuel Kant und Adam Smith mit pompösem theoretischen Aufwand als neuen säkularen Gott beschworen hatten.

        • Basisdemokrat - 3. Oktober 2015

          Irgendwann gerät die Lüge mit der Wahrheit in solche Verstrickungen, dass ihr Offensichtliches nur noch mit immer größerem Aufwand verschleiert werden kann. Zerreißt dann der Schleier, tritt das “Unbehagen an der Kultur” mit Macht auf den Plan.
          “die Herrschaftsform der panoptisch gezwiebelten selbstregulativen Subjekte” gelingt nie Vollständig. Das dialektische Verhältnis zwischen Freiheit und Zwang, in ihrer gegenseitigen Bedingung, führt dazu dass immer Türen offen bleiben (“Im Ersten bist Du frei, im zweien bist Du Knecht”). Ein Ausweg kann also gesucht und vielleicht gefunden werden.
          ” Demokratie ist somit nichts anderes als geronnene Diktatur” scheint mir in dieser Absolutheit nicht die vollständige Wahrheit zu sein. Dass die Anhänger des Liberalismus immer wieder verfeinerte Formen der Verschleierung finden, lässt sich allerdings gut an der Auseinandersetzung : Marktwirtschaft und Kapitalismus sind nicht dasselbe ( http://www.handelsblatt.com/politik/international/kapitalismuskritik-angriff-auf-die-marktwirtschaft/5808584.html ) – nachvollziehen. Das Verbreiten der Wahrheit bleibt so ein revolutionärer “demokratischer” Akt. ( https://propagandaschau.wordpress.com/2015/10/02/counterpunch-wikileaks-gegen-das-imperium/#more-15545 )
          Gruß BD

  • Klosettsurfer - 3. Oktober 2015

    “Irgendwann gerät die Lüge mit der Wahrheit in solche Verstrickungen, dass ihr Offensichtliches nur noch mit immer größerem Aufwand verschleiert werden kann. Zerreißt dann der Schleier, tritt das “Unbehagen an der Kultur” mit Macht auf den Plan.”

    Ihren Optimismus würde ich gerne haben.
    Die panoptisch gezwiebelten Subjekte können leider keinen eigenen Gedanken mehr fassen und das Unbehagen das manche möglicherweise spüren, wird immer mit den falschen Ursachen begründet und noch falscheren Lösungen bedacht, eben weil sie keine eigene Gedanken mehr formulieren können und alles was gedacht wird aus einer “vergifteten Quelle” stammt.
    Die Lüge ist so tief in den “Menschen” verankert, daß eine Lösung unmöglich ist.
    Betrachtet man die Welt als eine Manifestation von Gedanken und erkennt man die Art des Gedankens der hinter dieser “Kultur” steht und als Quelle dient und begreift die Durchsetzung der Welt mit diesen Gedanken, heute sogar bis in die atomare Ebene, dann schlotter, bibber, ungemach.

  • Basisdemokrat - 3. Oktober 2015

    Die “Lüge” ist tief in allem was irgendwie lebt verwurzelt. Man denke beispielsweise an das Mimikry von Tieren, ja selbst von Pflanzen. Sie ist Teil des Versuches einer wie auch immer gearteten Lebensbewältigung. Sie ist damit auch Teil der Evolution, Teil von “Trial and Error”. Wenn aber jedes Sehen “perspektivisches Sehen” ist und Wahrheit darin besteht, dass man seinem Weltbild (Leitgedanken der eigenen Sinnsetzung) einen Gefallen tut, Kausalität aber in der Gänze ihrer Totalität gar nicht erfassbar ist, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als Bilder und Metaphern zu entwickeln oder aufzunehmen, zu denen die individuelle, materielle Struktur des Gehirns überhaupt in der Lage ist. Darin sind wir gefangen. Einzig der Error, die Erkenntnis einer untauglichen Lebensbewältigung, kann uns daraus befreien. (Phönix aus der Asche).
    Eben so wie jede Auseinandersetzung mit einem DU, einem Gegenüber, ganz bestimmte Saiten in einem anklingen lässt, bestimmte Seiten der eigenen Persönlichkeit sichtbar werden lässt – sozusagen “herauskitzelt” (Deswegen sollte man sich gut überlegen mit wem man eine Partnerschaft eingehen will ;-) , findet eine Konfrontation des Kollektivs der eigenen Herkunft mit Repräsentanten und Funktionären überregionaler (anonymer) Strukturen statt. Diese sich überkreuzende Dynamiken werden meines Erachtens immer Bestandteil persönlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen bleiben. Auf diesem Potential gründet sich meine nicht ganz so pessimistische Perspektive.
    Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich noch anfügen, dass Wissenschaft gerade darin besteht, das nicht offensichtliche, dem gesunden(?) Menschenverstand zugängliche zu ergründen. Auch und gerade darin liegen offene Entwicklungsmöglichkeiten.
    Gruß BD

    • Klosettsurfer - 3. Oktober 2015

      “Die “Lüge” ist tief in allem was irgendwie lebt verwurzelt .Man denke beispielsweise an das Mimikry von Tieren, ja selbst von Pflanzen. Sie ist Teil des Versuches einer wie auch immer gearteten Lebensbewältigung. Sie ist damit auch Teil der Evolution, Teil von “Trial and Error”. ”

      Die Lüge, die ich meine hat nichts mit Mimikry zu tun, sondern mit Gedanken, die weitergegeben werden. Eine Ideologie, eine Verhaltensweise, eine tief verwurzelte Vorstellung, tief verwurzelte Gefühle, die mit diesen Ideen verbunden werden, tief eingepflanzte Wahnvorstellungen, die von außen in die Menschen eingebracht werden auf unterschiedlichste Art wie z.B. Medien (auch das Internet), die Art und Weise wie Kinder erzogen werden, die Vorstellungen, die wir erhalten, was ein Mensch ist und was ihn ausmacht, was diese “Kultur” ausmacht und mit dem Menschsein gleichgsesetzt wird, die Vorstellungen, die wir als natürlich erachten, die aber nur Gedanken (Konstrukte) sind, die von mächtigen Gruppen bewußt (aber auch unbewußt von Jedem, der in dieser Kutlur bzw. diesem System aufwächst) aufrechterhalten und verankert werden, so tief verankert werden, daß sie nicht mehr als Lüge oder als Wahn erkannt werden, selbst von Menschen, die denken, daß sie “ideologiefrei” sind.
      Ich meine auch keine Unmöglichkeit der Erfassung aufgrund unseres Gehirns o.ä. sondern ich denke schon, daß es möglich ist falsche Vorstellungen zu erkennen und abzulehnen bzw. durch andere zu ersetzen (hab ich ja auch geschafft, können andere also genauso), doch die Zahl, die diese Ansichten bekommen und bereit sind diesen Weg zu gehen (oder gehen würden), ist verschwindend gering und hat keinerlei Einfluß auf irgendetwas und wenn die Zahl größer wäre, dann würden die Vertreter der Gedanken, die ich als Lüge bezeichne und die die gesamte Erde und fast alle Lebensbereiche unter ihre Kontrolle gebracht hat, sogar ganz unbewußt und möglicherweise sogar mit guter Absicht (“wir wollen doch nur helfen”) die Vertreter dieser Wahrheit “neutralisieren”, disziplinieren oder umerziehen.

      • Klosettsurfer - 3. Oktober 2015

        ” Sie ist Teil des Versuches einer wie auch immer gearteten Lebensbewältigung. Sie ist damit auch Teil der Evolution, Teil von “Trial and Error”. ””

        Und die Lüge die ich meine hat nichts mit einer Lebensbewältigung zu tun und hat auch nichts mit einem Teil von Trial and Error zu tun, sondern benutzt genau diese Lüge um sich zu rechtfertigen und als “normal” zu gelten.

      • zykliker - 4. Oktober 2015

        jede Lüge, jede Ideologie, jede Realitätsverweigerung kann nur zeitlich begrenzt existieren. Sie mag aus einer harmlosen Fehlinterpretation oder aus der Planung eines großen bösartigen Raubzugs heraus entstanden sein, sie mag zeitweilig Zugeständnisse an die Realität machen; wenn sie sich nicht völlig in Nichts auflöst, muß sie immer weiter lügen, verstrickt sich dabei in immer großartigere Widersprüche, wird in ihrer Realitätsverleugnung immer grotesker, und verkommt schließlich zu einer Glaubens-Sekte, der die eigenen Jünger zwar blind ergeben bleiben, die aber potenzielle neue Anhänger zunehmend abstößt.

        Die nackte Wahrheit wird zwar nur von wenigen wirklich erkannt, weil die meisten Menschen sich, von der alten Lüge angewidert einer anderen, neuen, noch nicht als realitätswidrig durchschauten Lüge anschliessen. Aber es gibt immer einige unbestechliche Aufklärer, die – wie Kleinkinder – des Kaisers Kleider “durchschauen”.

        Wie bei Textilien sind nun mal auch Kunst, Kultur, Denken, politische Haltungen Modeströmungen unterworfen; aber nicht alle Menschen lassen sich davon versklaven, und sei es, nur dass sie sich aus einem elitären Dünkel heraus nicht vereinnahmen lassen wollen. Und sie sind vielleicht gleichzeitig bescheiden genug, zuzugeben, dass nicht alle Probleme lösbar sind.

        Somit ist auch hier die Evolution in einem ständigen Versuch- und Irrtumskreislauf am Werk; jeder mag dabei für sich entscheiden, ob er darin eine Entwicklung zu höheren Daseinsformen sehen mag.

  • Basisdemokrat - 4. Oktober 2015

    Mir ist noch nicht vollständig klar, ob es in ihren Ausführungen eine aus der historischen Situation sich ergebende Totalität handelt oder ob damit eine konspirative “Weltverschwörung” gemeint ist.

    “…dann würden die Vertreter der Gedanken, die ich als Lüge bezeichne und die die gesamte Erde und fast alle Lebensbereiche unter ihre Kontrolle gebracht hat, sogar ganz unbewußt und möglicherweise sogar mit guter Absicht (“wir wollen doch nur helfen”) die Vertreter dieser Wahrheit “neutralisieren”, disziplinieren oder umerziehen”

    So könnte auch von einem “Artensterben der Kulturen” gesprochen werden, wie es Arnold Hottinger ausdrückt (ca. Minute 41:10 https://www.youtube.com/watch?v=P1NmlthIfEY ). Er führt dies auf die technologische Überlegenheit des Westens zurück und sieht darin die Notwendigkeit der betroffenen Kulturen eben dies zu übernehmen, um das eigene Überleben zu sichern. Mit den entsprechenden Wandlungen und Folgen.
    Sie sind Opfer der Globalisierung.

    Der Wandel von Thatcher/Reagen bis heute fand mit zunehmender Geschwindigkeit statt. Überall werden Risse sichtbar, die das neoliberale Menschenbild in Frage stellen.

    Die Initiativen der Mont Pelerin Society und ähnlicher Einrichtungen die Infiltrationen der Atlantikbrücken usw zeigen ja allzu deutlich Wirkung verlieren aber auch gleichzeitig immer mehr an Glaubwürdigkeit.

    ” Auf Weisung des Zeus hatte Hephaistos aus Lehm die erste Frau geschaffen, die den Namen Pandora erhielt. Sie war ein Teil der Strafe für die Menschheit wegen des durch Prometheus gestohlenen Feuers. Prometheus’ Bruder Epimetheus und Pandora heirateten.
    Zeus wies Pandora an, den Menschen die Büchse zu schenken und ihnen mitzuteilen, dass sie unter keinen Umständen geöffnet werden dürfe. Doch sogleich nach ihrer Heirat öffnete Pandora die Büchse.[1] Daraufhin entwichen aus ihr alle Laster und Untugenden. Von diesem Zeitpunkt an eroberte das Schlechte die Welt. Zuvor hatte die Menschheit keine Übel, Mühen oder Krankheiten und auch den Tod nicht gekannt. Als einzig Positives enthielt die Büchse die Hoffnung (griechisch ἐλπίς elpís). Bevor diese auch entweichen konnte, wurde die Büchse wieder geschlossen.[1] So wurde die Welt ein trostloser Ort, bis Pandora die Büchse erneut öffnete und so die Hoffnung in die Welt ließ.

    Demgegenüber steht die Auffassung von Nietzsche, nach der die Hoffnung in Wahrheit das größte Übel aller in der Büchse befindlichen Flüche ist: Zeus wollte nämlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.” (https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCchse_der_Pandora )

    Das entstehende Chaos ist wird sich m.E. nicht mehr steuern lassen. In einem sind sich die Herrscher der Welt leider vorläufig noch einig: Das eigene Humankapital so lange es noch geht möglichst optimal auszunutzen. Leider!
    Gruß BD

  • Klosettsurfer - 6. Oktober 2015

    “Mir ist noch nicht vollständig klar, ob es in ihren Ausführungen eine aus der historischen Situation sich ergebende Totalität handelt oder ob damit eine konspirative “Weltverschwörung” gemeint ist. ”

    Sehr verkürzt und unmöglich hier verständlich und nachvollziehbar darzustellen:

    Eine Persönlichkeitsstörung mit Wahnvorstellungen; Regelwerke (Befehle, Pflichten), die befolgt werden und eine manifestierte Geisteskrankheit darstellen, diese in der Wirklichkeit real werden lassen, Gedanken, die als wahr und gut angesehen, befolgt und umgesetzt werden und die “künstliche Realität” erschaffen (ein bißchen wie in “Matrix”), (vermutlich) von einer Quelle ausgehende Gedanken, Absichten, Intentionen, die sich durch Macht und Glück verbreitet haben, aber nicht, wie gerne dargestellt wird, als Art “natürliche” Evolution, “natürliche” Kultur, “natürliche” (also zwangsläufig und völlig normale, für die Spezies Mensch als solche übergeordnete und wie vorherbestimmte) Entwicklung usw. sondern eine gesteuerte, von außen aufoktruierte, nur für die “Lüge” natürliche Entwicklung.
    Eine durch Macht, Propaganda und absolute Gefühls- und Persönlichkeitskontrolle durchgesetzte, in der Geschichte sehr weit zurückreichende, Störung, die nicht mehr als Störung wahrgenommen wird, weil sie als legitim, normal, richtig dargestellt wird und selbst von Kritikern nicht in ihrer ganzen Totalität wahrgenommen wird, da sie wie eigene das menschliche Selbst erscheint (soll).

  • Basisdemokrat - 9. Oktober 2015

    “Eine durch Macht, Propaganda und absolute Gefühls- und Persönlichkeitskontrolle durchgesetzte, in der Geschichte sehr weit zurückreichende, Störung, die nicht mehr als Störung wahrgenommen wird, weil sie als legitim, normal, richtig dargestellt wird und selbst von Kritikern nicht in ihrer ganzen Totalität wahrgenommen wird, da sie wie eigene das menschliche Selbst erscheint (soll).”

    Ein Rückgriff in die Entwicklungsgeschichte der (westlichen) Welt versucht z.B. Nietzsche, in dem er einen “Homo Natura” postuliert, einen Menschen der sich selbst aus dem Naturzustand, den er in eine Zeit vor der beginnenden antiken Philosophie verlegt, hervorbringt. Er kommt schließlich zu einem Menschenbild, das zur Überwindung des aktuellen Zustandes den “Übermenschen” fordert. Sein “Wille zur Macht” der Schlüssel zur Überwindung der herkömmlichen Moral führt nach der “Umwertung aller Werte” direkt ins Zentrum der Wallstreet und deren Strippenzieher. Seine Verachtung und Mitleidslosigkeit für die leidenden Kreaturen, seine Verherrlichung des vitalen erhobenen Hauptes, spaltet die Gesellschaft in Führer und Verführte (denn diese folgen ja nicht ihrem Willen zur Macht).

    Spätestens mit der Begründung der “Bio-Energetik” Ist jedoch klar, dass die Repression auf Gefühle nicht folgenlos für die Gesundheit und damit die Überlebensfähigkeit bleibt (Wilhelm Reich)
    Die militärische Aufforderung “Bauch rein Brust raus” ist der Prototyp des weg Drückens von widerstrebenden Gefühlen, die Gehorsam sonst verunmöglichen.
    In seiner Selbstherrlichkeit sehen sich Typen wie George Soros schon als Gewinner des Kampfes zwischen Arm und Reich, veranstalten Farberevolutionen und scheren sich eienen Dreck um irgend ein Weltenethos.

    Letztendlich muss es uns gelingen Humanismus als oberste Leitidee für kollektives zusammenleben zu etablieren, als Vorraussetzung zum “Weg aus dem Sumpf”.

  • Klosettsurfer - 9. Oktober 2015

    “Letztendlich muss es uns gelingen Humanismus als oberste Leitidee für kollektives zusammenleben zu etablieren, als Vorraussetzung zum “Weg aus dem Sumpf”.

    Das sehe ich genau entgegengesetzt. Der Humanismus ist eines von vielen Übeln (eine Lüge sozusagen) und muß überwunden werden.
    Der Humanismus ist ein Grund weshalb wir uns im Sumpf befinden.

  • Basisdemokrat - 10. Oktober 2015

    Es mag sein,dass es einen “real existierenden Humanismus” gibt, der voller Lügen steckt,
    meine Vorstellung von Humanismus jedenfalls beinhaltet, kreative, sozial verträgliche Formen der Auseinandersetzung zu finden, die ein Leben in weit gehender Angstlosigkeit ermöglicht.

    “Anmut ist die Bewegung, ist der Tanz einer angstfreien Kreatur”

    Gruß BD

    • Klosettsurfer - 11. Oktober 2015

      “meine Vorstellung von Humanismus jedenfalls beinhaltet, kreative, sozial verträgliche Formen der Auseinandersetzung zu finden, die ein Leben in weit gehender Angstlosigkeit ermöglicht.”

      Ein Politiker hätte es nicht schöner formulieren können.

      nicht böse gemeint.