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Der US-Consumer Sentiment Index, ermittelt von Thomson Reuters und der University of Michigan sank gemäß den heutigen, vorläufigen Daten für August 2011 auf 54,9 Punkte, nach 63,7 Punkten im Vormonat. Dies ist der mieseste Stand beim Verbrauchervertrauen seit Mai 1980! Die Daten waren noch wesentlich schlechter als bereits erwartet, denn die von Bloomberg im Vorfeld ermittelte Konsensschätzung, aus einer Umfrage unter 69 Ökonomen und Analysten sahen einen Fall des Verbrauchervertrauens auf 62 Punkte voraus. Selbst die niedrigste Schätzung eines Ökonomen betrug nur 59 Punkte.
Nach den gestrigen starken Auftragseingängen der deutschen Industrie für den Monat Mai, berichtete heute das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) die Daten zum Output des Produzierenden Gewerbes für Mai 2011. Der Output im breit gefassten Produzierenden Gewerbe (ohne Bauhauptgewerbe) stieg im Mai preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt (nach dem X12-Arima Verfahren) um +1,2% zum Vormonat (nach -0,5% im April).
Chinas Exportwachstum bei Waren und Gütern schwächte sich laut den Daten der chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) von heute Morgen im Mai 2011 leicht ab, auf +19,4% zum Vorjahresmonat, nach +29,9% im April, dies reichte allerdings immer noch aus um ein neues Allzeithoch beim monatlichen Exportvolumen mit 157,16 Mrd. Dollar zu erzielen.
Die Geldmenge M3, als breitestes Maß der Geldmengenaggregate, stieg in der Eurozone im März 2011 um +2,3% im Vergleich zum Vorjahresmonat, dies entsprach einer Geldmenge von saisonbereinigten 9,603483 Billionen Euro. Damit liegt die prozentuale Entwicklung der Geldmenge M3 noch deutlich unter dem langfristigen Trend. Trotzdem ergibt sich eine interessante Konstellation, wenn man die langfristige Entwicklung der Geldmenge M3, der Entwicklung des Outputs der Industrieproduktion in der Eurozone gegenüberstellt.
Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) gab heute die Zahl der deutschen Leiharbeitnehmer für den Monat Oktober 2010 bekannt. Die Daten beruhen auf die an das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Auftrag gegebene Fortschreibung der amtlichen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der Leiharbeitnehmer stieg im Oktober um +0,2% bzw. um +2’000 zum Vormonat und um +38,82% zum Vorjahresmonat bzw. um +258’109 auf 923’000!
Gestern berichteten die chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) die Daten zum chinesischen Außenhandel für den Monat Oktober 2010. Diese Daten sind im Gegensatz zu denen aus Deutschland und den USA bereits einen Monat voraus und sie bieten eine beachtenswerte Entwicklung! Das unbereinigte Exportvolumen von Waren und Gütern sank um kräftige -6,2% auf 135,98 Mrd. Dollar, nach 144,99 Mrd. Dollar im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es allerdings noch um +22,5% aufwärts.
Die unbereinigten US-Autoabsätze sanken im September 2010 um -3,86% zum Vormonat auf 958'966 Fahrzeugeinheiten, nach 997'468 verkauften Einheiten im August. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mit unbereinigten 746'104 verkauften Kfz-Einheiten, stiegen die Autoverkäufe um kräftige +28,5%. Allerdings war der September 2009, der erste Monat nach dem Auslaufen der Abwrackprämie und somit ergab sich ein sehr niedriger statistischer Basiseffekt!
Wie eigentlich schon das gesunkene japanische Exportvolumen vermuten ließ, sank im August 2010 auch der Output der japanischen Industrie. Um -0,3% zum Vormonat sank der saisonbereinigte Industrieoutput laut Japans Handelsministerium und wieder waren Analysten und Ökonomen überrascht, denn in der Median Schätzung der durch Bloomberg befragten 26 Ökonomen war ein Anstieg von +1,1% erwartet worden.
Gastbeitrag von Tourist
Es ist sehr erstaunlich, wie man sich so dermaßen selbst was vormachen kann bzgl. eines substanzvollen wirtschaftlichen Aufschwungs, wie man es in den letzten Tagen in der deutschen Presse erleben darf. Vgl. hierzu: Querschuesse.de/konsumboom, Querschuesse.de/ifo-index-steigt-den-4-monat-in-folge
Das US-Meinungsforschungsinstitut Gallup veröffentlichte gestern seine Ergebnisse zur Umfrage unter erwachsenen US-Bürgern zum Vertrauen in die Massenmedien. Bereits das vierte Jahr in Folge sinkt das Vertrauen der Amerikaner in die gelieferten Informationen der Massenmedien, im Umkehrschluss steigt die Zahl derer, die wenig bis gar kein Vertrauen in die Informationen der Massenmedien hegen, auf erwähnenswerte 57% im Jahr 2010.
Die PI(I)GS-Staaten sind mit ihrem Modell der Defizitkonjunktur bereits am Ende der Fahnenstange angekommen. Mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wurde über Kredit kaschiert und in Folge sind alle Bereiche der Gesellschaft hoffnungslos überschuldet. Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise wurden diese Fehlentwicklungen offengelegt und das Vertrauen der Finanzmärkte in die Zahlungsfähigkeit erschüttert.
Heute veröffentlichte das Conference Board die Daten zum US-Consumer Confidence Index. Das Verbrauchervertrauen sank im September 2010 kräftig, um -4,7 Indexpunkte auf 48,5 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 7 Monaten.
Fast täglich grüßt das Murmeltier bzw. der deutsche Aufschwung. Heute wird mal wieder der der Gfk-Konsumklimaindex als Beleg zelebriert. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt den Index an Hand ihrer monatlichen Umfrage bei 2000 Konsumenten, die für September eine spürbare Verbesserung ihrer Verbraucherstimmung signalisieren. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung der Konsumenten steigen an.
Nach den heutigen Daten des japanischen Finanzministeriums sind die Exporte von Waren und Gütern im August 2010 um +15,8% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die war die schwächste prozentuale Steigerung seit 8 Monaten!
Die aktuelle Nachrichtenlage in Deutschland macht die sich aufstauende Schieflage bei den politischen Entscheidungen offensichtlich! An die Hypo Real Eastate wurden im Zuge der Bankenrettung 142 Mrd. Euro an staatlichen Garantien gegeben und sie wurde zusätzlich mit einer staatlichen Rekapitalisierung von 9,95 Mrd. Euro ausgestattet. Die Banker welche 2009 mit der HRE einen Verlust von -2,236 Mrd. Euro einfuhren, erhalten nun als "alternativlose Leistungsanerkennung" 25 Millionen Euro an Boni.
Die Neubauverkäufe (New Home Sales) in den USA verharrten im August 2010 ganz in der Nähe der historischen Tiefststände, seit Beginn der Datenerhebung durch das US-Census Bureau im Januar 1963! Die Neubauverkäufe lagen im August 2010 unverändert bei 288‘000 Wohneinheiten saisonbereinigt und aufs Jahr hochgerechnet (SAAR)! Dies war eine Veränderung von +/-0,0% zum Vormonat mit revidierten 288'000 (ursprünglich 276'000) und von -28,9% zum Vorjahresmonat von 405'000 Wohneinheiten.
Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im September 2010 zum vierten Mal in Folge auf den höchsten Stand seit Juni 2007 gestiegen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg leicht auf 106,8 Punkte, nach 106,7 Zählern im Vormonat, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) heute mit.
Die schwache Lohnentwicklung in Deutschland und damit moderat steigende Arbeitskosten und vor allem auf Grund der hohen Produktivität langsam steigende Lohnstückkosten haben in den letzten Jahren neben der Euro-Einführung die Wettbewerbsposition Deutschlands enorm verbessert und zum Exporterfolg wesentlich beigetragen.
Wie hier erwartet, verdichten sich immer mehr die Hinweise, dass die wirtschaftliche Dynamik nachlässt. Das Europäische Statistikamt Eurostat berichtete heute, dass im Juli 2010 in der Eurozone die Auftragseingänge der Industrie um saisonbereinigte -2,42% zum Vormonat sanken. Dies war der stärkste monatliche Rückgang seit Dezember 2008. Befragte Volkswirte hatten nur einen Rückgang von -1,6% erwartet, so dass die Schlagzeile: "Eurozone-Auftragseingang sinkt im Juli unerwartet stark", lautete.
Die Ratingagentur Moodys hat die neuesten Daten zu den gewerblichen Immobilienpreisen in den USA für den Monat Juli 2010 veröffentlicht. Der Moody’s/REAL All Property Type Aggregate Index (CPPI), ein Preisindex, fiel im Juli um -3,1% zum Vormonat auf 108,98 Indexpunkten, nach 112,51 Indexpunkten im Vormonat! Im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 117,56 Indexpunkten fielen die Preise um -7,3%.
