Baltic Dry Index: 651 Punkten
Heute fiel der Baltic Dry Index (BDI), den 32. Handelstag in Folge, auf ein neues Tief mit 651 Indexpunkten. Die Talfahrt des Preisindex für Frachtraten von Massenfrachtgütern, wie Kohle, Eisenerze, Zement, Kupfer, Kies, Dünger, Kunststoff-Granulat und Getreide ist weiter ungebrochen und der Index, welcher die nominalen Frachtraten abbildet notiert auf dem tiefsten Stand seit Anfang 1986.
Der BDI befindet sich seit dem 12. Dezember 2011 mit 1’930 Punkten in einer kräftigen Abwärtsbewegung. Der BDI rauschte seitdem bis heute um -66,3% ab, auf 651 Indexpunkte. Das Allzeithoch wurde am 20.05.08 mit 11’709 Punkten markiert. Im Chart die Daten seit Januar 1990 (Daily).
Der durchschnittliche Frachtpreis für einen Tag der Schiffsklasse Capesize bei den vier wichtigsten Frachtrouten (SPOT 4 TCE AVG), fiel heute um weitere -15 Dollar auf 5’312 Dollar ab. Beim Hoch am 5. Juni 2008 erzielten die Reedereien dagegen 233’988 Dollar als Frachtpreis für Massenfrachtgüter an einem Tag.
Quelle Daten: Bloomberg.com/Chart mit den täglichen Daten
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
1 Trackback
- Baltic Dry Index fällt auf 651 Punkte - [...] Dry Index Falls 93% 400000 Gov Workers Lose Jobs! Baltic Dry Index Plummets! In Blogs gefunden: Baltic Dry Index: ...

killing fields - 2. Februar 2012
Hallo,
allmählich werden die Konsequenzen gesunkener Frachtraten sichtbar.
Die Anleger von Schiffsfonds werden an ihrer Nachschusspflicht erinnert!!
http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,812490,00.html
Roland - 3. Februar 2012
Die Anleger von Flugzeugfonds sollten ab sofort ebenfalls aufmerksam die Wirtschaftsnachrichten verfolgen.
Nachdem die Spanair ihren Flugbetrieb einstellte, kommt soeben die Nachricht von der Einstellung des Flugbetriebes der ungarischen Malev.
der Bauer vom Hunsrück - 2. Februar 2012
eigendlich ist alles gesagt über den BDI als Indikator. Nimmt man den Harpex dazu, paßt der Rückgang der Stahlproduktion, des KFZ-Absatzes, der Food-Stamps, der Immobilienkrise in China alles wie ein Puzzle zusammen. Aktien steigen, EM steigen, Geldmenge steigt, deflationäre Tendenzen statt Inflation, laut ARD Merkel im Aufwind, da ist was am werden, das sich m. E. zu einem ziemlichen Sturm entwickeln wird. Erstaunlich dass viele ihre EMs schon wieder über den Bankschalter zurückgeben.
Appaloosa - 2. Februar 2012
Also auf Blommberg.com zeigt er 662 an – auch nach einem Reload der Seite.
Querschuss - 2. Februar 2012
Hallo Appaloosa,
bei Bloomberg wird der Baltic Dry Index immer erst am Folgetag aktualisiert. Ich nehme immer diese Quelle http://www.dryships.com/pages/report.asp
sie ist aber auch immer im Artikel im Text unter dem Preis für den SPOT 4 TCE AVG verlinkt.
Gruß Steffen
Frank - 2. Februar 2012
nimm einfach diesen Link
http://stockcharts.com/freecharts/gallery.html?$BDI
oder diesen (hier ist immer zuerst der neue Preis ersichtlich)
http://www.dryships.com/pages/report.asp
mitwisser - 3. Februar 2012
Bei den anhaltend sehr hohen Ölpreisen, geht der Erlös mitterweile zu einem erheblichen Teil alleine für den Treibstoff drauf. Vom bezahlen der Besatzung (auch wenn das überwiegend moderne Sklaven sind) oder gar der Finazierungskosten ganz zu schweigen.
Eigentlich kontraproduktiv, denn dieser Logistikwahnsinn den die Globalisierung mit sich brachte und die tatsächlichen Kosten an Umwelt und Gesellschaft weitgehend ausblendet, geht dadurch kräftig weiter.
Roland - 3. Februar 2012
Nebenbei:
Die großen Frachtschiffe werden ja lediglich beim Ein- und Ausfahren in die Häfen mit Diesel betrieben.
Auf hoher See wird auf das billigere und extrem umweltschädliche Schweröl umgeschaltet.
Ein Großfrachter stößt dabei soviel Schadstoffpartikel aus wie 1 Mio PKW.
Ja, richtig gelesen: Ein Großschiff soviel wie 1 Million PKW !
Frankenfurter - 3. Februar 2012
Das Handelsblatt scheint zu wissen, warum der Baltic Dry Index diesmal lügt.
China habe seine Eisenerzlager in Q4 2011 gefüllt, und jetzt werden freiwerdende Transportvolumen nicht mehr gebraucht. Außerdem sei die Transportschiffsproduktion enorm gestiegen in 2011. Argumente, die leider ohne und ohne vergleichende Zahlen vorgebracht werden. Was sagt Querschuss dazu?
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunkturbarometer-stuerzt-ab-warum-der-baltic-dry-index-diesmal-luegt/6135760.html
dank - 3. Februar 2012
Siehe
http://www.querschuesse.de/baltic-dry-index-mit-neuem-tief-bei-662-punkten/
http://www.querschuesse.de/baltic-dry-index-bei-nur-noch-680-punkten/
http://www.querschuesse.de/baltic-dry-index-bei-702-punkten/
http://www.querschuesse.de/bdi-726-indexpunkte/
http://www.querschuesse.de/baltic-dry-index-bei-753-punkten/
gilga - 3. Februar 2012
In dem Zusammenhang lesenswert: http://www.zerohedge.com/news/greece-baltic-dry-and-oh-my