Bilanz des politischen Neuanfangs in Kiew: Land gespalten, Finanzen ruiniert, Glaubwürdigkeit verspielt

von am 18. August 2014 in Allgemein

Das gestrige Ukraine-Krisentreffen der Außenminister Frankreichs, Russlands, der Ukraine und Deutschlands in Berlin hat keine Ergebnisse und offenbar auch keine Annäherung gebracht. Frank-Walter Steinmeier sagte nach dem fünfstündigen Gespräch, „ich glaube und ich hoffe, dass wir in einzelnen Punkten Fortschritte erreicht haben“. (1) Wenn er glaubt und hofft, dann heißt das im Klartext: Es gibt keine Fortschritte.

Der Westen zerstört die Basis für die eigene Krisendiplomatie

Überraschen kann das angesichts der über die Medien geführten Auseinandersetzung der Ukraine und des Westens mit Russland niemanden. Denn die ist gespickt mit Forderungen und Drohungen in Richtung Moskau, die regelmäßig im Zusammenhang mit schweren, aber bisher im Ostukraine-Konflikt nicht eindeutig belegten Anschuldigungen stehen. Moskau wird von Kiew und westlichen Regierungen an den Pranger gestellt als allein Verantwortlicher für alles, was in der Ukraine geschieht und schief läuft. Egal, was Moskau bisher gesagt, getan und an Argumenten vorgebracht hat, um die Anschuldigungen zu entkräften und egal, welche Vorschläge zur friedlichen Lösung des Konflikts es macht, nichts davon scheint den Westen von der Überzeugung abzubringen, dass Russland die Lage in der Ostukraine immer weiter eskaliert.

Mit diesem Vorgehen zerstört der Westen immer wieder die Basis für vernünftige, sachliche und konstruktive Gespräche zur friedlichen Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Ob die Regierung in Kiew ein ernstes Interesse daran hat, über Verhandlungen zu einem Kompromiss zu gelangen, mit dem auch die russischstämmige Bevölkerung in der Ostukraine gut leben kann, ist angesichts des bisherigen Verhaltens eher fraglich. Ein Blick auf die jüngsten, in den Medien spektakulär aufbereiteten Ereignisse im ukrainisch-russischen Grenzgebiet verdeutlicht das.

„Russischer“ Militärkonvoi dringt in die Ostukraine ein

Journalisten haben einen Militärkonvoi auf ukrainischem Gebiet gesichtet, der allem Anschein nach ein russischer gewesen ist. Das berichteten britische und auch deutsche Medien. (2) Kiew hat das anschließend bestätigt und auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sekundierte: “Ich kann bestätigen, dass wir vergangene Nacht einen russischen Einmarsch über die ukrainische Grenze beobachtet haben. Ich kann bestätigen, dass wir einen kontinuierlichen Zustrom von Waffen und Kämpfern aus Russland in die Ostukraine beobachten.(3) Kurz darauf behauptete dann die Führung in Kiew, besagten „russischen“ Militärkonvoi angegriffen und einen bedeutenden Teil desselben vernichtet zu haben. (4) Belegt hat sie das aber nicht.

Belege dafür, dass es sich tatsächlich um einen russischen Militärkonvoi gehandelt hat, gibt es ebenfalls nicht. Die Tatsache, dass es Aufnahmen von einem Konvoi mit russischen Kennzeichen gibt, besagt noch nicht, dass es sich tatsächlich auch um einen russischen Militärkonvoi handelte.

Sowohl die Separatisten als natürlich auch die ukrainische Armee sind komplett mit russischen Waffen und Rüstungsgütern ausgestattet. Wie viele Waffen und Fahrzeuge der ukrainischen Armee wurden von Separatisten erbeutet? Und wie viele verschwiegene und mithin zwielichtige Händler betreiben überall auf der Welt auf eigene Rechnung einen schwunghaften Handel mit Rüstungsgütern unter anderem russischer Herstellung, vor allem mit Krisenregionen? Es gibt viele Möglichkeiten und Wege, wie die Separatisten an russische Waffen kommen können. Es ist nicht auszuschließen, dass sie Waffen von Russland erhalten. Aber selbst wenn es so wäre, heißt das noch nicht, dass die Regierung in Moskau etwas damit zu tun hat.

Es sei zudem daran erinnert, dass es schon früher Aufnahmen von angeblichen Aktivitäten Russlands in der Ostukraine gegeben hat, die sich später als Manipulationen herausstellten. Eine Kolonne russischer Panzer mit russischen Kennzeichen zu versehen, ist auch für die ukrainische Seite nicht weiter schwierig. Die Motivation, Russland auf jede erdenkliche Weise Schwierigkeiten zu bereiten, ist in der Ukraine in jedem Fall vorhanden. Wenn die Regierung in Kiew sonst schon nichts bewiesen hat, das hat sie in jedem Fall belegt.

Spätestens seit Julija Tymoschenkos exklusiven Interview mit der BILD im März (5) dürfte jedem klar sein, wie tief der Hass der ehemaligen Opposition und aktuellen Regierung der Ukraine gegen Russland sitzt. Ihre Vaterlandspartei steht in der Regierungsverantwortung und stellt unter anderem den Ministerpräsidenten. Und dass die rechtsradikale Swoboda, die ebenfalls an der Regierung beteiligt, Russland und die Russen hasst, ist ebenfalls seit langem klar. Die Russlandrhetorik der ukrainischen Regierung spricht ohnehin für sich.

Das russische Verteidigungsministerium und der für die Grenzüberwachung zuständige russische Inlandsgeheimdienst haben dementiert, dass ein russischer Militärkonvoi in ukrainisches Gebiet eingedrungen ist. (6) (7) Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat nach Angaben des Pentagon in einem Telefonat mit dem US-Verteidigungsminister Chuck Hagel außerdem „garantiert“, dass keine russischen Militärs an dem russischen Hilfskonvoi für die Ostukraine beteiligt sind und versichert, dass der Hilfskonvoi “nicht als Vorwand für eine weitere Einmischung in der Ukraine” dient. (8)

Einen Unterschied hat das nicht gemacht. Es gibt aus westlicher Sicht in Russland offensichtlich keine Instanz, der man glaubt. Wozu sollen dann aber Krisengespräche, so wie das gestrige in Berlin, gut sein?

Der Hilfskonvoi steht jedenfalls noch immer an der Grenze. Die Hilfe kommt nicht dort an, wo sie gebraucht wird. An Russland liegt das nicht.

Kriegsgefahr wegen russischer Truppenkonzentration an der Grenze

Kurz nach den Berichten über einen russischen Militärkonvoi in der Ostukraine, wurde von einer neuen russische Truppenkonzentrationen auf russischem Territorium an der Ukraine-Grenze berichtet sowie von eine neuen Kolonne russischer Militärfahrzeuge mit der Aufschrift “MS” für Friedenstruppen, die in Richtung ukrainische Grenze unterwegs war. (9) In den Medien wurde deswegen über eine möglicherweise drohende militärische Auseinandersetzung spekuliert.

Wie von Militärfahrzeugen, die als „Friedenstruppen“ gekennzeichnet sind, auf die von Russland ausgehende Gefahr eines militärischen Konflikts geschlossen werden kann, ist schwer nachzuvollziehen. Seit Monaten wird vom Westen immer wieder unter Verweis auf irgendwelche angeblich untrüglichen Hinweise vor einer von Russland ausgehenden Kriegsgefahr gewarnt.

Russland hat indes stets darauf hingewiesen, dass es nicht die Absicht habe, militärisch zu intervenieren. Dennoch wird in Kiew und im Westen immer wieder davon geredet. Warum sollte Moskau ein aktives Interesse an einem militärischen Konflikt mit der Ukraine haben oder irgendetwas tun, was zu einem unmittelbaren Konflikt mit der ukrainischen Armee führen kann? Präsident Putin und die Regierung in Moskau könnten sich selbst gar nicht besser schaden, wenn sie irgendetwas in dieser Art täten. Es ist auch nicht geschehen.

Die russische Truppenkonzentration an der Grenze wird ganz sicher Gründe haben. Daraus aber gleich in alarmistischen Ton auf eine drohende militärische Auseinandersetzung zu schließen oder Moskau eine entsprechende Absicht zu unterstellen, ist unseriös. Niemand kann von Moskau erwarten, einfach so zu tun, als fände an seiner Grenze kein Krieg statt und als stünde dort jetzt nicht ein aus 280 Lastwagen bestehender russischer Hilfskonvoi, für dessen Sicherheit im Zweifel irgendjemand sorgen muss.

Zu jedem Konflikt gehören immer zwei streitende Parteien

Dass der Konflikt in der Ostukraine andauert, kann nicht allein an Moskau und den Separatisten liegen. Kiew und der Westen sowie die westlichen Medien werden zunehmend selbst unglaubwürdig, wenn sie das weiter behaupten oder suggerieren. Denn zu jedem Konflikt gehören immer zwei streitende Parteien und was haben Kiew und der Westen getan, um zu deeskalieren und das Blutvergießen in der Ostukraine zu stoppen? Was hilft es, Krisengespräche abzuhalten und über eine friedliche Lösung des Konflikts zu verhandeln, wenn man zugleich fortlaufend nicht nur alles tut, um eine der Konfliktparteien – Russland und die Separatisten – als die allein Verantwortlichen hinzustellen, sondern sie auch mit in den Medien gestreuten, unbelegten Behauptungen und schwersten Anschuldigungen als Schurken mit durch und durch bösen Absichten abstempelt?

Die Botschaft ist doch seit Wochen klar: Über die Interessen und Sorgen der Menschen in der Ostukraine will Kiew mit den Separatisten gar nicht verhandeln und Kiew will auch keine Kompromisse mit der russischstämmigen Bevölkerung schließen. Die unter anderem in Referenden zum Ausdruck gebrachten schweren Vorbehalte vieler Menschen in der Ostukraine gegenüber dem politischen Kurs der neuen Regierung in Kiew für die Ukraine, werden ignoriert. Niemand im Westen redet noch davon, die Medien thematisieren es nicht.

Kiew schickt stattdessen Panzer. Erst gestern, im Vorfeld des Krisentreffens in Berlin, forderte der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin von Europa und der Nato militärische Unterstützung, damit Kiews Truppen in der Ostukraine besser „agieren“ können. (10) Deutlicher hätte er gar nicht zum Ausdruck bringen können, dass Kiew nicht ernsthaft verhandeln will. Es war ein Affront gegen den deutschen Außenminister, der das Krisentreffen organisiert hatte.

Die Ukraine-Krisendiplomatie des Westens ist eine Farce

Wer soll diese Art der westlichen Ukraine-Krisenpolitik nach so vielen Wochen noch als Ausdruck einer vernunftorientierten Friedensdiplomatie anerkennen können? Vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es die ukrainische Regierung ist, die den militärischen Konflikt in der Ostukraine begonnen hat. Sie nennt es „Anti-Terror-Einsatz“, aber es ist Krieg. Ein Krieg, der jeden Tag Todesopfer fordert, auch unter Zivilisten. Ein Krieg, in dem die Existenzen von vielen Tausenden Menschen zerstört werden und vor dem bereits Zigtausende geflohen sind.

Niemand im Westen scheint jedoch ernsthaft auf die Regierung in Kiew einzuwirken, den selbst betriebenen militärischen Konflikt zu stoppen – was zweifellos erforderlich wäre, denn eine einseitige Deeskalation kann in einem gewaltsamen Konflikt nun einmal nicht funktionieren. Der Gaza-Konflikt ist das beste aktuelle Beispiel dafür. Militärschläge und zivile Opfer mit dem „Kampf gegen den Terror“ zu rechtfertigen, ist hier wie dort das grausame Eingeständnis für fehlende Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft in primär ethnisch bedingten Konflikten auf eigenem Territorium – oder das, was man dafür ansieht.

Bedenkt man zudem, dass u.a. die US-Regierung etwa im Irak und in Afghanistan angesichts ethnischer Konflikte eine Einheitsregierung für die einzig richtige Lösung hält und auch mit Erfolg darauf hingewirkt hat, dann ist es völlig unverständlich, warum sie dies nicht auch in dem offensichtlich ethnischen Konflikt in der Ukraine tut. Russlands Vorschläge gehen eindeutig in diese Richtung, aber darüber wird nicht gesprochen. Es spricht einiges dafür, dass die Regierungszusammensetzung in Kiew selbst das Kernproblem ist.

Die fortlaufenden Anschuldigungen Kiews und des Westens, die immer unglaubwürdiger werden, scheinen so betrachtet nur dem Zweck zu dienen, von der eigenen Verantwortung für die Eskalation in der Ukraine abzulenken und von der Verpflichtung, selbst aktiv zur Deeskalation beizutragen. Im Falle der Regierung Kiews wird damit auch von der fehlenden Bereitschaft zu Kompromissen mit der russischstämmigen Bevölkerung abgelenkt.

Für Kiew ist jeder Kompromiss eine Niederlage gegen Russland

Russland trägt eindeutig nicht die Verantwortung für alles, was in der Ukraine schief läuft. Ist es auch deswegen nicht geradezu grotesk und auf tragische Weise lächerlich, dass Kiew von Russland noch nicht einmal einen Hilfskonvoi für die Ostukraine akzeptiert und stattdessen lieber rasch selber einen auf die Beine stellt? Und ist es nicht unfassbar peinlich, dass Kiew an den Haaren herbeigezogene Indizien sucht oder zusammenzimmert, um zu „beweisen“, dass Russland mit dem Hilfskonvoi nichts anderes im Sinn hat, als in die Ukraine einzufallen oder sich einzumischen?

Was das soll, dafür gibt es eine ebenso einfache wie erschütternde Erklärung: Kiew führt in der Ostukraine Krieg gegen „Russland“, weil es einen echten Krieg gegen Russland nicht führen kann und die USA, Europa und die Nato helfen dabei. Die Krisendiplomatie des Westens ist ein Feigenblatt.

Wir schreiben das Jahr 2014. Wir leben im Informationszeitalter. Es ist schwer zu glauben, dass all das wirklich geschieht. Was hat das mit Friedensbemühungen zu tun?

Unter dem Strich will die Führung in Kiew alles, nur genau das nicht: eine friedliche, vernünftige Kompromisslösung für den Konflikt innerhalb der eigenen Bevölkerung, zu der nun mal auch viele Russischstämmige gehören.

Die Politik der Ukraine ist unverkennbar vom Hass auf Russland und alles Russische geleitet.

Eine verheerende Bilanz des politischen Neuanfangs in Kiew

Es ist völlig unverständlich, warum der Westen und Europa darüber hinweg sehen und eine solche Regierung überhaupt akzeptieren und dieses Treiben sogar noch unterstützen. Denn die Fortsetzung der Politik dieser Regierung, das muss man sich klar vor Augen führen, tötet und vertreibt viele Menschen, zwingt der gesamten ukrainischen Bevölkerung Leid sowie immense Lasten und Kosten auf, ruiniert die heimische Wirtschaft, treibt das Land in den Bankrott sowie in die finanzielle Abhängigkeit vom Ausland und zerstört sukzessive, aber gründlich jegliche Basis für den künftigen Zusammenhalt der Ukraine und für das friedliche Zusammenleben der Menschen, die dort leben und leben wollen. Und vor allem: Was hat dieses Treiben der Regierung in Kiew mit Demokratie zu tun?

Das ist es, wobei der Westen Kiew im Ukraine-Konflikt hilft. Warum beteiligt sich die Europäische Union daran, anstatt endlich beide Konfliktparteien, das heißt, auch die Regierung in Kiew, in die Pflicht zu nehmen und damit aufzuhören, sie in ihrem blindwütigen und selbstzerstörerischen Krieg gegen alles Russische im eigenen Lande und gegen Russland zu bestärken?

Europa wird zahlen müssen – für Kiews´ und für die eigene Krisenpolitik

Die Deutungshoheit in den Medien gegenüber Russland zu behaupten, lässt die politischen Akteure im Westen kurzfristig vielleicht noch ganz gut aussehen. Doch das ändert nichts an den politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Realitäten, die durch eine solche Krisenpolitik geschaffen werden – in Russland, in den USA, in Europa und insbesondere in der Ukraine selbst.

Europa wird für all das mitbezahlen müssen, was Kiew im eigenen Land anrichtet. Danach sieht es jedenfalls aus. Es ist zudem von Europa bereits einiges Porzellan zerschlagen worden. Die Sanktionsspirale richtet schwere Schäden an. Die Rechnung dafür werden wir ebenfalls bekommen und auch bezahlen müssen und nicht alles, was jetzt zu Bruch geht, wird sich später wieder kitten lassen.

Der politische Neuanfang in Kiew und die Ukraine-Krisendiplomatie kommen Europa in jeder Hinsicht teuer zu stehen.
von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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59 KommentareKommentieren

  • SLGramann - 18. August 2014

    Hallo Herr Eichner,

    sehe es im wesentlichen so wie Sie.

    Ich gehe davon aus, dass die Situation soweit eskaliert werden soll, bis entweder die Regierung in Kiew den Bürgerkrieg aus eigener Kraft gewonnen hat oder, falls sich das als unmöglich erweist, die NATO mit eigenen Verbänden auf Seiten Kiews in der Ostukraine Krieg führen wird (natürlich zur Abwehr des Terrorismus, zur Sicherung der Demokratie, des Rechtsstaats, der Marktwirtschaft und des Friedens).

    Wenn ich mir das überlege, muss ich der Kiewer Bürgerkriegspartei einen schnellen und möglichst totalen Sieg wünschen. Das ist immer noch besser, als eine direkte NATO-Invasion direkt an der russischen Grenze – und soweit würden es die Irren in Berlin und anderswo ja treiben.

    Auf lange Sicht muss dann die sogenannte Regierung in Kiew ihrer eigenen Bevölkerung allerdings beweisen, was sie für die Menschen im Alltag verbessern kann – jenseits von nationalistischem Gekeife und dem Führen eines Bürgerkriegs. Da sehe ich für die Ukrainer ziemlich schwarz.

    Ich denke auch, dass die NATO unendlich angepisst ist, dass die Russen in Sachen Krim so schnell reagiert haben. Das war ja das eigentliche Ziel der ganzen Maidan-Farce. Die Krim – als Teil der Ukraine – sollte NATO-Gebiet werden. Russland wäre damit von den “warmen Meeren” abgeschnitten gewesen. Der “Rest” der Ukraine ist dagegen eher nur ein Kollateralnutzen, der sich vielleicht auch als riesiger Schadensfall erweisen wird.
    Und das Filetstück, eben die Krim, ist eh weg. Da war man zu langsam.

  • Unglaublich - 18. August 2014

    Wieder ein sehr guter Artikel, der das zusammenfasst, worüber immer mehr Menschen grübeln..

    Als Rasmussen und Baroso die Kiewer Regierung ausdrücklich zur Vorsicht geraten haben, mit dem Hinweis, eine Invasion der Russen könnte unter Umständen auch unter dem Deckmantel einer humanitären Hilfe geschehen, sind bei mir die Lichter ausgegangen.

    Welcher Mensch hätte sich vor wenigen Monaten so eine Politposse überhaupt vorstellen können?

    Eine Passagiermaschine wird abgeschossen, keiner weiß, wer, wie wo und warum..
    Wochenlanges Gesabbel über Rebellen, die, die Leichen plündern, die Experten keinen Zugang zur Absturzstelle gewähren, der Flugschreiber könnte manipuliert werden etc..
    Aber was war tatsächlich? Nicht eine Leiche ist gefleddert worden, die Überreste wurden unter den gegebenen Umständen äußerst professionell gelagert.
    Der Flugschreiber wurde übergeben. Wochenlanges Trara um den Flugschreiber und seit 4 Wochen wird ausgewertet. Ergebnis? Mediale Berichterstattung über erste Hinweise? Beweise?

    Das Flugzeug samt Flugschreiber scheint von der Berichterstattung der hiesigen Presse genauso verschwunden zu sein wie das erste Flugzeug von der Malaysia Airline.
    Nur beim ersten Flugzeug hört man hin und wieder verzweifelte Aufrufe malayischer Angehörige zur Aufklärung.

    Beim zweiten Flugzeug scheinen die Passagiere keine Angehörige gehabt zu haben.
    Weder aus Deutschland, Holland, Malaysia, Australien erheben sich irgendwelche Stimmen mit der Forderung nach umfassender Aufklärung.

    Dann die Posse mit den Hilfslieferungen. Russland stellt einen Hilfskonvoi zusammen von 280 Lastwagen, die Ukraine kontert mit 70 Lkws.

    Just in dem Moment, als sich der Konvoi der Grenze nähert, schleicht sich ein zweiter militärischer Konvoi über einen nicht gesicherten Übergang, der anscheinend auch pronto mit Artillerie abgeschossen wurde. Bilder über den Schrott gibts natürlich auch nicht, Russland weiß nichts von dem Militärkonvoi, Ukraine behaupten, es waren russische Waffenlieferunge usw…
    Dürfen die Kriegsberichterstatter eigentlich keine Bilder machen, von dem zusammengeschossenen Geisterkonvoi?

    Fragen über Fragen..

  • Delta120 - 18. August 2014

    Es scheint nicht verständlich, dass kein Ausgleich wie eine Südtiroler Lösung vom Westen gesucht wird und statt dessen werden wieder die alten Russen-Feindbilder reaktiviert.

    Denn als Gegenbewegung setzt nun auch in Russland nun eine Welle der Hilfsbereitschaft ein, manifestiert in den 280 LKWs. Russische freiwilligen Bataillone sollen jetzt schon in der Ukraine sein aber der eigentliche Zulauf dürfte erst jetzt so richtig beginnen.

    Die Gefahr, dass sich nun ein Ho Chi Minh Pfad entwickelt mit einem russischen Frühling der die ukrainische Armee besiegt und zur Spaltung des Landes führt wird vom Westen scheinbar nicht gesehen aber vielleicht auch billigend in Kauf genommen. Denn egal wie der Krieg ausgeht, der Westen gewinnt immer. Entweder der Westen gewinnt die ganze Ukraine oder er gewinnt mindestens die 1/2 Ukraine mit einem großen Teil der Schiefergasfeldern bei einer späteren Teilung des Landes in einen ukrainischen und einen russischen Teil.

    Denn hier streiten keine ideologischen Gegensätze, wie früher, sondern wir streiten über das Selbstbestimmungsrecht einer Menschengruppe im Gegensatz zur territorialen Integrität.

  • frank_meck - 18. August 2014

    @Delta120
    “Denn hier streiten keine ideologischen Gegensätze, wie früher, sondern wir streiten über das Selbstbestimmungsrecht einer Menschengruppe im Gegensatz zur territorialen Integrität.*

    Ganz ohne Ideologie ist das nicht, denn die Westukraine bzw. die Regierung in Kiew will den 9.Mai als Tag des Sieges über den Faschismus abschaffen und in den Geschichtsbüchern stehen die NAZI-Kollaboteure als Helden der Ukraine. Man kann das aber als Selbstbestimmung sehen, wie die Geschichte interpretiert wird. Die 1/2 der Ukraine ist dem Westen nicht sicher. Es gibt Abtrennungsbestrebungen im Karpatengebiet (Ungarn, Russen, Rumänen), die es z.B. auch ablehnen, ihre Söhne zum Sterben in den Donbass zu schicken. Die Rebellen haben den ersten Kessel an der russischen Grenze aufgerieben und nach der ukrainischen Offensive gleich einen zweiten Kessel an der selben Stelle gebildet. Im Moment werden wohl verstärkt freigewordene Reserven in den Norden von Donetsk geschickt. Wenn die Stossrichtung nach Lugansk gelingt, dann gibt es einen neuen Kessel. Besonders kritisch ist aber die Lage in Lugansk. Was passiert eigentlich, wenn sich das militärische Blatt zugungsten der Rebellen wendet ? Ein Drittel der ukrainischen Armee soll schon vernichtet sein und Kiew ruft schon nach Militärhilfe von der NATO. Dann ist der Weg nach Kiew frei und die Rebellen können nicht am Dnepr stoppen, da die Regierung in Kiew die territoriale Integrität von Neurussland niemals anerkennen wird. Das haben die Rebellen schon angekündigt. Dann bleiben für den Westen nur die Gebiete übrig, die Stalin angegliedert hat (1/4 ?). Auf der Pressekonferenz von Lawrow über das Treffen von Berlin wurde er nervös auf die Frage nach der NATO-Miltärhilfe. Ich schätze er rechnet damit, dass dem stattgegeben wird. Dann wird natürlich auch Russland eine Schippe drauflegen. Der Konflikt wird sich hochschaukeln.

    • Delta120 - 18. August 2014

      Wenn sich das Blatt zugunsten der Rebellen wendet, dann werden sie maximal bis vor die Tore Kiew ziehen und die Ukraine wird anschließend in einem Waffenstillstand geteilt. Die ukrainische Ukraine wird schmolend für “immer” in den Westen eingebunden. (Bis Ende letztes Jahr war die Ukraine ja ein Wackel-Kanditat, der zwischen Ost und West schwankte; durch den Verlust der Krim hat sich das Problem für den Westen geklärt).
      Neurussland wird ein Neuer Staat sein und so leben wie früher die Ex DDR. (Gibt halt keinen Botschafter sondern man nennt es ständige Vertretung. Später kann sie ja immer noch Russland beitreten. )

      Aktive militärische Ausrüstungshilfe gibt es schon vom Westen an die Ukraine http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/08/nato-greift-in-ukraine-ein-kanada-liefert-militaer-geraet-gegen-die-russen/ Das werden die Russen sicher nicht unbeantwortet lassen.

      Aber der hier von den Russen vertretende Anspruch auf das “Selbstbestimmungsrecht eines Vollkes” macht das Spielrisiko für den Westen überschaubar. Denn dieser vertretende Anspruch in dieser Partie gilt dann selbstverständig auch für die “reinen” Ukrainer. Damit gewinnt der Westen immer einen Teil der Ukraine egal wie es läuft. Daher wird der Westen auch so lange wie die Ukraine Armee noch kämpfen kann alles fordern bis auf die Krim. Denn warum sich mit weniger zufrieden wenn man alles bekommen kann und selber nicht kämpfen muss?

  • preusse - 18. August 2014

    Guter Artikel, kann in vielem meine Meinung wiederfinden.
    Einmal abgesehen davon, dass die wirklichen Profis des politischen “Geschäfts” in keinster Weise auf der westlichen Seite sitzen, wollen die Westler überhaupt Krisendiplomatie? Es sieht doch bisher alles danach aus, als suchten Sie nur einen Grund, um gegen Moskau loszuschlagen. Bislang hat nichts, aber auch garnichts gezündet. Ob MH17, humanitäre Hilfe aus Moskau, alles bislang Luftnummern.Russischer Militärkonvoi durch den Grenzzaun- die absolute Lachnummer, blöder geht es nun wirklich nicht mehr.
    Aber, unglaublich, es ist immer noch zu toppen: Rasmussen und Breedlove wollen, wenn bewaffnete grüne Männchen in Militärklamotten ohne Hoheitszeichen in Estland,Lettland oder bei einem anderen Bündnispartner auftauchen, gemäß §5 den Bündnisfall ausrufen. Das wird wahrscheinlich schon dann der Fall sein, wenn Blackwater-Söldner im Baltikum oder Polen,Rumänien etc auftauchen. Das haben dann die Russen veranlasst. False Flag auch hierfür. Was haben die beiden denn da für ein Zeug gekifft??
    Was ist erst mit den verdeckten Spezialkräften in Deutschland, die bewaffnet und ohne Hoheitszeichen ihre Kampfübungen in den Wäldern machen?Dürfen die auch erschossen werden? Oder die Schogger in Tarnfarben, i.d.R. Migranten. Auch alles russische Invasoren?

    Also Krisendiplomatie kann ich bei keinem deutschen Politiker erkennen, eher noch ein Anstacheln.

    Ich glaube aufgrund des erfahrenen unendlichen Leids der Ostukrainer nicht mehr an eine Versöhnung. Wer die grauenhaften Bilder gesehen hat, wird Verständnis für die Wut der Bewohner und Milizen oder Volkspatrioten haben. Ich hatte an anderer Stelle vor einiger Zeit geschrieben, dass das ukrainische Volk bald erkennen wird, wie und von wem es hintergangen, ausgenutzt und geschunden wird. Und es dann wahrscheinlich zu einer Reinigung in Form der Liquidierung zumindest der einheimischen Strippenzieher kommen wird. Ich hoffe, es kommt dazu und dient anderen als Vorbild.
    Die Rechnung, und da haben Sie recht, wird auch, oder besonders den Deutschen als einem der Protagonisten dieses Desasters präsentiert werden. In welcher Form auch immer. Monetär sicher schon jetzt bald. Vielleicht auch später noch in anderer Form.

  • Unglaublich - 18. August 2014

    “Denn als Gegenbewegung setzt nun auch in Russland nun eine Welle der Hilfsbereitschaft ein, manifestiert in den 280 LKWs. Russische freiwilligen Bataillone sollen jetzt schon in der Ukraine sein aber der eigentliche Zulauf dürfte erst jetzt so richtig beginnen.

    Die Gefahr, dass sich nun ein Ho Chi Minh Pfad entwickelt mit einem russischen Frühling der die ukrainische Armee besiegt und zur Spaltung des Landes führt wird vom Westen scheinbar nicht gesehen aber vielleicht auch billigend in Kauf genommen.”

    Wissen Sie was ein Plan ist?
    Ein Plan izur Invasion eine Landes ist nicht russische Waffen zwischen Schlafsäcken und Babynahrung zu verstecken, in der Hoffnung, die Weltöffentlichkeit, die mikroskopisch genau alle Bewegungen beobachten, zu täuschen.

    Ein Plan zur Invasion ist auch nicht, zwanzig gepanzerte Fahrzeuge durch einen ungesicherten Grenzübergang in die Ukraine zu schicken, mit der Hoffnung, die zwanzig Fahrzeuge samt Insassen regeln das, was bisher nicht geregelt wurde.

    Aber ein Plan wäre, analog im zweiten Weltkrieg, ukrainisch sprechende Spezialeinheiten hinter den Linien per Fallschirm einzuschleusen, um die Kommandostruktur mit Sabotage und Fehlinformationen zu verwirren.

    Auch ein Plan wäre, die ca. 160 Jagdflieger/Bomber in einer einstündigen Mission über strategisch wichtige Infrastruktur ihre Last abwerfen zu lassen, Elite vorschicken um den den Rest, der übrig bleibt zur Vernunft zu bringen – dann marschiert die Infanterie ein um die Ordnung wieder herzustellen.

    Es ist gerade zu lachhaft – und zeugt von fortschreitender Demenz – wenn Rassmussen und Konsorten wie der Oberstratege Baroso vor einer heimlichen Invasion von Iwans warnen, die mit 280 Lkws kommen.

    Im Grunde genommen weiß Putin, vermutlich auch guter Schachspieler, dass alle Züge der vermeintlichen Gegner aber so was ins Leere laufen, weil er sich einfach nicht so verhält wie es die Massenverdummungspresse den Bürgern klar machen möchte.
    Im Prinzip kann er sich zurückllehnen – ganz nach dem Motto ” Widerspreche nie einer Frau, warte ab, bis sie selber macht”

    • Eurelios - 18. August 2014

      Tja Plan.

      Ich Denke das sich die USA mit samt seinen Vasallen in der “Sache“ Ukraine total
      verplant haben. Mit dem Versuch die Ukraine in den Westen zu zerren damit man
      dann etwas später die Natogrenze direkt an Russland hat wurde ein Bogen
      überspannt der nicht mehr zu reparieren ist.

      Wenns dumm läuft ist dies dann der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.

  • thewisemansfear - 18. August 2014

    Was in den Medien derzeit geschieht, ist kaum mehr von der Gerüchteküche am Stammtisch zu unterscheiden. Es sieht so aus als würden schlicht Behauptungen nach Hörensagen weiterverbreitet. Man nutzt dazu die bereits etablierte Vertrauenskette der bekannten Kanäle. Angefangen von den Agenturmeldungen über die größeren Medienhäuser, Funk & Fernsehen, usw.
    Man kennt und vertraut dem Verbreiter, die Nachrichtenagenturen an der Spitze.

    Nun kann jeder Mensch Behauptungen aufstellen. Je näher man demjenigen steht, desto eher ist man gewillt, diese zu glauben. Wenn man diese Behauptungen in Zweifel zieht (kein bzw. wenig Vertrauen vorhanden), fordert man einen Beleg dafür ein. Kann dieser nicht erbracht werden, ist anzunehmen, dass nur heiße Luft verbreitet wurde.

    Was überhaupt nicht geht, ist die angeschuldigte Partei wegen eines Dementis zu diskreditieren oder gar dafür Beweise (für die Unschuld) zu verlangen. Sehr schönes Beispiel sind die “Redakteure” bei SPON: http://www.nachdenkseiten.de/?p=22863
    Ein Nutzer fragt via FB nach, ob es denn eigentlich Belege für die gemachte Aussage gäbe. Antwort SPON: “Gibt es eigentlich konkrete Belege, dass dem nicht so ist?”

    Es sieht vielleicht so aus, als würde dem Nutzer da Rechthaberei unterstellt, aber da läuft etwas so fundamental falsch in der “Argumentation”: Der Aufsteller einer Behauptung muss diese belegen und nicht der Angeschuldigte seine Widerlegung, letzteres ist schlicht unmöglich. Ein logischer Fehlschluss, der in etwa so lautet: http://yourlogicalfallacyis.com/burden-of-proof
    Versuche mal jemand eine Behauptung mittels Gegenbeweis zu entkräften, das geht gegen jegliche Logik. Die Unschuldsvermutung wäre dann nur noch Pustekuchen.

    Die Nutzer in den Kommentarspalten emanzipieren sich mehr und mehr und “erziehen” die Nachrichtenmacher gerade dahingehend, stichhaltige Belege für ihre Aussagen zu liefern. Ansonsten steht immer nur Wort gegen Wort (mehr als dementieren kann die Gegenseite nicht!), wem man eher vertraut, verkommt fast zu einer reinen Glaubensfrage. Da wäre dann noch die Sache mit der ausgewogenen Berichterstattung… Dass es mehr als eine Sichtweise auf einen “objektiven” Tathergang geben kann, ist normal. Jede(r) hat eine subjektive Wahrnehmung (die zudem begrenzt ist), die denselben Hergang womöglich leicht anders einordnet. Die Grenzen der Objektivität sozusagen.
    Wird jemandem immer nur aus einem speziellen Blickwinkel aus berichtet, juckt einen das so lange nicht, bis man auch unterschiedliche Sichtweisen (bzw. deren Existenz) zur Kenntnis genommen hat. Ab dann weiß man ja erst um die Einseitigkeit. Die Diffamierungen als “Putinist”, etc. zeugen eigentlich nur davon, dass hier jemand mit anderen Sichtweisen nichts anfangen kann. Die anderen Meinungen scheinen dann wie “fremdgesteuert”. Alles eine Frage des Blickwinkels. Wohl dem, der zumindest auch mal in die Vogelperspektive wechselt.

    • thewisemansfear - 18. August 2014

      Hier wäre noch ein wenig realpolitische, geostrategische Hintergrundbeleuchtung: http://www.counterpunch.org/2014/08/18/did-iran-just-knife-putin-in-the-back/

      Der Artikel ist ein richtiger Rundumschlag. Gegen die mediale Berichterstattung und zudem wird das Thema Energie, also v.a. Gas und Öl, in den Vordergrund gerückt. Sind interessante Details zu aktuellen Entwicklungen… Davon liest man (leider) nichts im großen Blätterwald.

      • RiceBill - 19. August 2014

        Danke für den Link thewisemansfear. Ein echt guter Bericht über die Hintergründe der Ereignisse in Nahost. Wie man es auch dreht und wendet am Ende geht es immer um da Thema Energie…

  • frank_meck - 18. August 2014

    Ergänzung zu:
    ” Dann ist der Weg nach Kiew frei und die Rebellen können nicht am Dnepr stoppen, da die Regierung in Kiew die territoriale Integrität von Neurussland niemals anerkennen wird.”

    Die Rebellen werden auch deshalb nicht am Dnepr stehenbleiben, weil die Morde auf dem Maidan, in Odessa, Mariupol, sowie die Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Donbass weder aufgeklärt, noch die Verantwortlichen verurteilt wurden. Falls die Rebellen siegen, wird es ein zweites Nürnberg in Slawjansk geben. Den Haag wird nicht akzeptiert, da es keine derartige Initiative vom Westen gibt und die Regierung in Kiew sogar unterstützt wird.

  • Kostag - 18. August 2014

    Wenn die Putschregierung im Osten militaerisch siegen kann, wird sie nachhaken und verhaften. Ein anschliessender Partisanenkampf ist nicht auszuschliessen. Wirtschaftlich am Boden liegend wird Kiew die EU um steigend mehr Geld und andere Unterstuetzung anbetteln. Die EU wird an diesen Leistungen zwar nicht zerbrechen, aber tief in die Knie gehen muessen. Wenn die belogenen und betrogenen EU- Buerger endlich aufzuwachen geruhen, sind weitere Mittel von Unten nach Oben geflossen. Russland kauft inzwischen kaum noch von der EU sondern von Asien und Suedamerika. Zum anderen produzieren die Russen gezwungenermassen selber mehr ale je zuvor, kassieren hoehere Gas- und Oelpreise, lenken ganze Stroeme von Energie nach China. Die BRICS – Staaten werden zahlreicher und dieser Bund staerker ale die EU. Die Widerstaendler der Welt drehen mittels massenhaftem Boykott der Waren, Dienstleistungen, Wahlen, Massenmedien, GEZ, Genpflanzen und und und ein wenig mit am Rad der Weltgeschichte.
    “Eine Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift.”
    Ein weiteres Weltreich wird abdanken.

  • Peel - 18. August 2014

    Die Zeit spielt gegen Kiev. Auch die Ukrainer in anderen Landesteilen werden allmählich unruhig – höhere Steuern für den Bürgerkrieg, Zwangsrekrutierungen, Austeritätspolitik (!!!) in einem der ärmsten Länder Europas (von dem IWF gefordert – kennt der eigentlich etwas anderes).
    Die Ernte wird dieses Jahr wohl nicht eingefahren – wovon sollen die Menschen satt werden? Gaslieferungen wird es diesen Winter auch nicht geben – es werden wohl einige erfrieren. Kaum vorstellbar, dass dieses politische Versagen der Kiever Junta ohne Volkszorn abgehen wird.

    Die “Übernahme” der Ukraine durch den Westen ist ohne jedes Konzept – und schon nach wenigen Monaten haben die USA das erreicht, was sie erreichen wollten: einen “failed state” ala Irak zwischen Russland und Europa.

  • Peel - 18. August 2014

    Vor 25 Jahren ist die Sowjetarmee aus den osteuropäischen Ländern abgerückt ….
    jetzt rücken die US-Truppen in diese Länder ein. Und wieder sind sie besetztes Gebiet.

  • miwalla - 18. August 2014

    “Das ist es, wobei der Westen Kiew im Ukraine-Konflikt hilft. Warum beteiligt sich die Europäische Union daran, anstatt endlich beide Konfliktparteien, das heißt, auch die Regierung in Kiew, in die Pflicht zu nehmen und damit aufzuhören, sie in ihrem blindwütigen und selbstzerstörerischen Krieg gegen alles Russische im eigenen Lande und gegen Russland zu bestärken?”

    Es ist eben Teil der Strategie der Amerikaner in Europa in dieser Form den Konflikt zu eskalieren. Es ist eben kein Versehen, sondern Absicht. Es ist eben kein Unvermögen der agierenden Politiker, sondern wohlkalkuliert.
    Erst wenn die deutsche/europäische Bevölkerung erkennt, dass sie in diesem Spiel mißbraucht wird von amerikanischen Interessen, erst dann können wir anfangen über Lösungen gemeinsam mit Russland nachzudenken.
    Es ist auch immer merkwürdig, wenn hier und in anderen Foren den handelnden Politiker Unfähigkeit unterstellt wird.

  • JL - 18. August 2014

    Hallo zusammen.

    Es gibt viele berechtigte Fragen und Fragezeichen zum Thema Ukraine. Ob nun unterdrückte Erkenntnisse zu MH17, zweifelhafte Einmärsche der Russen durch einen Loch im Zaun und dann immer den Feldweg lang- dies alles ist unglaubwürdig da noch nicht mal Belege hierzu einsehbar waren. Die gegenwärtige Propagandamaschine des Westens glänzt durchweg mit primitiver Kriegstreiberei auf Grund bisher unbewiesener Behauptungen!

    Die grundsätzliche Frage in diesem Konflikt (wie bei jeden anderen auch) ist nun mal aber: Wo ist der Gewinn- und wer ist der Gewinner.
    Ob Kiew diesen Krieg gewinnt oder nicht ist zweitrangig, daß Land bleibt pleite und wird dauerhaft finanziell gestützt werden müssen- diese Aufgabe wird wohl die EU übernehmen müssen.
    Die EU wiederum hat sich im eurasischen Raum fahrlässig ins Abseits gestellt, politisch wie wirtschaftlich.
    Dieser wiederum (der eurasische Raum) findet zunehmend zueinander und lehnt die amerikanische Politik mittels Gewalt und Willkür ab.
    Und die Amerikaner schließlich wollen mit aller Macht ihren Machtanspruch bewahren, was immer seltener gelingt, da man sich zunehmend vom Land der unbegrenzten militärischen Möglichkeiten abwendet.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/eurasische-soz-laender-bedrohen-die-hegemonie-der-nato.html;jsessionid=87B10BAED3BEE09C84B2237542AFA792

    Der Bürgerkrieg in der Ukraine hat sich zu einem globalen Wirtschafts- Währungs- und Finanzkrieg weiterentwickelt, welcher wiederum weltweite Polarisierungen als Ergebnis haben muß.

    Die Verlierer stehen also schon mal fest, egal wer in der Ukraine gewinnen wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • frank_meck - 18. August 2014

    @JL
    “Ob Kiew diesen Krieg gewinnt oder nicht ist zweitrangig, daß Land bleibt pleite und wird dauerhaft finanziell gestützt werden müssen- diese Aufgabe wird wohl die EU übernehmen müssen.”

    Ich stimme Ihnen zu. Wer bezahlt die 5 Milliarden Dollar Gasschulden ? Wer bezahlt die Gaslieferungen aus der Slowakei, die aber nur die Hälfte des Bedarfs der Ukraine zusammen mit den Reserven abdecken sollen ? Die Wirtschaftsleistung ist jetzt schon um 12% zurückgegangen. Die Infrastruktur im Donbass wird zerstört. Wer bezahlt die Militärlieferungen ? Es gelten Sanktionen von Russland. Es ist doch unverantwortlich, in dieser Situation Kredite zu geben ?

  • Roland - 19. August 2014

    http://rusvesna.su
    stellt tagesaktuell Karten über die Entwicklung der militärischen Lage ein. Die Aufständischen sind danach im Grenzgebiet “Novorossia” und Rußland weiter in der Offensive und drücken gerade den zweiten südlichen Kessel ein.
    Auch die im Kessel südlich von Lugansk blockierten ukrainischen Truppenverbände werden weiter eingeschnürt.

  • Rolmag - 19. August 2014

    In meiner Tageszeitung von heute steht in großen Lettern (Schriftgröße min. 30): “Separatisten schießen auf Flüchtlingskonvoi” und darüber in Schriftgröße 8: “Vorwürfe aus Kiew”.

    Wie kann man nur so unfassbar dumm sein, sich zum Sprachrohr für Extremisten zu machen? Man kann jedenfalls und wie willenlos und würdelos!

    Falls sich diese Vorwürfe als unwahr herausstellen, dann bestelle ich das Abo noch in dieser Woche ab und spende das gesparte Geld dann lieber jeden Monat an Querschüsse.

    Um unsere Produkte zu kaufen und den Hypersozialstaat zu finanzieren, sind die Russen offenbar gut genug. Und wer hätte das gedacht, auch als Opferrolle für die schlimmste Propaganda seit Goebbels sind sie gut zu gebrauchen.

    Wenn ich bei SPON die Kommentare lese, ist es schwer zu unterscheiden, wer zur Propagandakolonne der Regierung gehört und wer das ernst meint, jedenfalls scheint die massive Propaganda Wirkung zu erzielen. Die Argumente bewegen sich meist zwischen haarsträubend, unmenschlich und aus technischer Sicht regelrecht schwachsinnig. Was juckt der alte Newton schon die genialen Deutschen? Schwerkraft und so? LOL, Schwachsinn!

    • frank_meck - 19. August 2014

      Übrigens auf rusvesna.su gibt es heute auch zwei interessante Artikel (leider nur auf Russisch) in Bezug auf China:

      Im 1.Quartal 2014 haben russische Firmen 13,1 Mrd. Dollar Kredite bei chinesischen Banken aufgenommen (Vgl. 32 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum in 2013).
      Die russische Armee beteiligt sich an einem gemeinsamen Manöver mit China.

      Deswegen wiederhole ich meine Behauptung – Sanktionen gegen Russland sind ohne Sanktionen gegen China sinnlos. Kann der Westen es sich leisten, Sanktionen gegen China einzuführen ?

      • SLE - 19. August 2014

        Hallo franck_meck,

        ich denke, Sie haben recht. Tatsächlich bereiten die chinesischen Behörden – abgesehen von den intensivierten Geschäften mit Russland – ausländischen Konzernen in China in letzter Zeit erhebliche Schwierigkeiten, z.B. auch mit Strafen für Verletzung des Monopolgesetzes und erzwungenen Preissenkungen. Offiziell wird China für beide Entwicklungen nie einen Zusammenhang mit den West-Sanktionen gegen Russland zugeben oder mit den Plänen der BRICS. Es gibt aber eine zeitliche Koinzidenz.

        Davon abgesehen gibt es aber einen zweiten wichtigen Grund für diese Entwicklungen. Die chinesische Führung will das Wirtschafts- und Wachstumsmodell des Landes von Exportbasierung auf Binnenmarktorientierung umstellen. Beide Entwicklungen stützen und befördern diese Umstellung.

        Es gibt also starke Gründe anzunehmen, dass sich die Geschäfte des Westens mit China in den kommenden Monaten signifikant verschlechtern oder anders ausgedrückt der Wachstumsbeitrag chinesischer Märkte für den Westen und insbesondere Europa sinkt.

        Ich persönlich bin gespannt auf die BIP-Zahlen für das dritte und vierte Quartal.

        Viele Grüße
        SLE

  • dank - 19. August 2014

    „Sowohl die Separatisten als natürlich auch die ukrainische Armee sind komplett mit russischen Waffen und Rüstungsgütern ausgestattet. Wie viele Waffen und Fahrzeuge der ukrainischen Armee wurden von Separatisten erbeutet?“
    Erste Aufstellungen zu den Verlusten und Übernahmen: http://lostarmour.info/
    Südkessel 1.0 – was übrig blieb: https://www.youtube.com/watch?v=B2YipesZRSA
    Relativierung der Sichtung des „zerstörten Phantom-Konvois“: https://twitter.com/BBCDanielS/status/500317128663511040 „Vielleicht warens dann doch keine Russen…“ – oder war da überhaupt was?
    Irgendwie lässt der Bericht (zufällig) eine Erklärung missen, was das genau für Burschen sind – bzw. erweckt das schon fast den Eindruck, dass die ja ganz nett sind und sich der Zuschauer schon mal daran gewöhnen soll – ja, nun verheimlicht Claus Kleber diese Geschichte nicht weiter – kann er danach sagen. Sonst rückt er auch immer unmissverständlich alles zurecht – hier nicht wirklich: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten#/beitrag/video/2220610/ZDF-heute-journal-vom-18-August-2014 ab 8:00

    Jeder bei Verstand – der in Europa leben will – kann nur gegen eine weitere Eskalation sein. Wer „muss“ denn neben und auf den gleichen Land leben, wie die medial so gescholtenen und auch verleumdeten Russen? Die TeilNordAmerikaner nicht.
    Wer treibt Handel mit Russland und wollte zuerst Partnerschaft und denn Freundschaft gen Moskau aufbauen – was sicherlich nicht zum Schaden Europas und vielen Bewohnern in Europa nicht unheimlich war, sondern eher endlich alte Barrieren einriss? Die TeilNordAmerikaner nicht.
    Da Faseln diese Brüssler und Berliner Marionetten immer was von Frieden in Europa und entfachen ein Feuer, das sie nun nicht mehr kontrollieren können. Politkasperletheater.
    Frieden in Europa (Aussage) – Schulden in Europa (Realität) – Freundschaft mit Russland (Aussage bis Q03.2013) – Vorbehalte, Beschuldigungen und auf dem besten Weg zu neuer Feindschaft (Realität) — Oh, nein – so nicht.
    Ich will Frieden in ganz Europa, mit allen Nationen, Ländern und Menschen. Und ganz besonders mit dem Osten und den Russen, nachdem hier nach vielen Jahrzehnten endlich ab den 90ern der ganze Kontinent (und darüber hinaus) zur Verständigung, Austausch und gemeinsamer Zukunftsplanung offensteht. Was hat da TeilNordAmerika mit zu quaken? Nichts. Sie sollten lieber die eigenen Hausaufgaben lösen, die Suppenküchen unnötig machen und die Polizeigewalt herunterfahren. Auch Riesen (besonders wenn sie sich zur Show aufplustern) fallen.

    In den nächsten beiden Wochen steht eine (absolute) Dämonisierung der Seps ins Haus. Das mit dem bombardierten Flüchtlingskonvoi war nur der Anfang. Anders kann Kiew die Nato und auch später UN nicht mehr dauerhaft zur (aktiven) Unterstützung animieren und wird weiter Menschen und Material verlieren. (Ja, das klingt „kalt“, aber so sehen es diese Menschen, die andere in den Tod [in Kriegseinsätze] schicken)

    Grüße&
    dank

    • SLE - 19. August 2014

      Hallo dank,

      im Herbst bekommen wir eine neue Europäische Kommission und auch eine neue Nato-Führung. Dadurch muss sich mit Blick auf die Ukraine-Krise nichts ändern, aber es ist nicht auch nicht auszuschließen. Es wird in jedem Fall eine Zäsur sein und Zäsuren eignen sich für Veränderungen und zur wichtigen frühen Profilierung. Barroso und Rasmussen können selbst nichts mehr verlieren. Was die persönlich sagen, ist im Herbst Schnee von gestern.

      Viele Grüße
      SLE

      • Holly01 - 19. August 2014

        Hallo SLE,
        Sie haben offensichtlich nicht auf das neue Personal geschaut.
        Sie werden Rasmussen und Barroso noch schmerzlich vermissen, das kann ich zumindest schon einmal in Aussicht stellen.

        • Traumschau - 19. August 2014

          Ja, das denke ich auch! Man muss es eigentlich aus meiner Sicht noch konkreter sagen:
          Ich glaube nicht, dass irgendjemand Kommissar wird oder irgendeine höhere Position in Brüssel bekleiden kann, der nicht den Segen der USA hat!
          Deutsche Soldaten können z.B. auch nicht Oberst werden ohne das OK der USA! Und weiterhin denke ich, dass es sich so mit allen höheren politischen Ämtern in der EU verhält. Vielleicht kann eine Person gewählt werden, aber die Politik, die am Ende raus kommt, ist immer dieselbe.
          Deshalb wird es nur einen Marionettenwechsel geben – aber keinen Politikwechsel!
          LG Traumschau

      • zykliker - 19. August 2014

        sorry, aber das klingt ja fast schon so, als ob mit neuen Gesichtern auch neue Inhalte verbunden sein könnten. Darf ich daran erinnern, mit welchen Erwartungen (auch ich war so naiv) ein großer Teil der Welt im Januar 2009 den Einzug des “Messias” in das Weisse Haus verbunden hat?

        Es müßte doch mittlerweile klar sein, und nur so ist auch die Hetzkampagne der gleichgeschalteten Medien einigermaßen erklärbar, dass hier eine Agenda abläuft, für deren Umsetzung es völlig egal ist, welcher Schauspieler sein Kasper-Gesicht in die Kameras hält. Freilich hat da jeder seinen eigenen “Duktus”, aber ein gleichgeschaltetes Gehirn und politische Zuverlässigkeit sind die Basisqualifikationen “sine qua non.” Wer da ausschert, sollte besser nicht “Cabrio fahren.”

        Wenn hier also formuliert wird, in Berlin sei von Steinmeier nach Lösungen gesucht worden, und dabei werden auch noch sinngemäß die früheren “Westlichen Werte” beschworen…., dann verstehe ich das nicht als den Versuch einer realistischen Politikbeschreibung, sondern als verzweifelten Versuch, all jene Leser, die noch in der aufklärerischen Romantik des vergangenen Jahrhunderts haften, mitzunehmen in eine erst in Umrissen erkennbare, äußerst ungemütliche zukünftige Realität.

      • zykliker - 19. August 2014

        Nachsatz: auch die Beschimpfung der Politiker durch einige Forumsteilnehmer als Idioten o.ä. wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. Diese Politnasen und ihre Presse-Lautsprecher wissen sehr wohl, was sie tun, und sie setzen die vorgegebene Agenda mit hoher Intelligenz und entsprechend krimineller Energie um. Es ist immer gefährlich, die Intelligenz von Gangstern zu unterschätzen.

        • Traumschau - 19. August 2014

          Daccord!
          Viele waren und sind der Meinung, dass der europäische Kurs z.B. in der desaströsen Krisenpolitik einer umfassenden Unwissenheit geschuldet ist. Ehrlich gesagt habe ich das nie geglaubt!
          Die Politik setzt das um, was ihr gesagt wird. Marionetten wo man hinschau!
          Rasmussen ist ein klarer Kriegshetzer – aber das macht der nicht aus seiner Überzeugung heraus sondern weil es ihm gesagt wurde. Die wirkliche Entscheidung in der NATO treffen die amerikanischen Generäle bzw. der SACEUR. Rasmussen wird nur vor die Presse geschickt, entscheiden tut der gar nichts!
          LG Traumschau

        • Traumschau - 19. August 2014

          … mal ganz abgesehen davon, welche Hoffnungen mit der Europawahl verbunden waren.
          Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion “wählen oder nicht wählen”!
          Und? Heute stehen wir vor einem Krieg in Europa, welches ein Nazi-Regime unterstützt, schön begleitet von der Kriegshetze der MSM.
          Und die Krisenpolitik in Europa? Hat sich diese auch nur einen Millimeter positiv bewegt? Bankenregulierung?
          Alles Fehlanzeige!
          Es ändert sich nichts, weil es m.E. gewollt ist, dass sich nichts verändert!
          LG Traumschau

          • zykliker - 19. August 2014

            ja, kann mich auch daran erinnern: aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir das Wahlrecht nicht freiwillig herschenken dürfen, man muss es uns erst mit krimineller Gewalt nehmen; das werden sie nicht tun, sondern sie lassen uns in der “Schönen Neuen Welt” ins Leere laufen. Aber ich erwarte ja auch gar nicht, durch meine “Richtungs”-Wahl Einfluß auf politische Inhalte nehmen zu können; das wäre naiv. Ich will nur mit möglichst vielen anderen meinen Protest zum Ausdruck bringen, was im übrigen die Protestparteien dann auch für manchen Gartenzwerg wählbar macht und dem Imperium den Zwang auferlegt, schon wieder neue Nasen kaufen und in die Kaderschulung schicken zu müssen.

          • Traumschau - 19. August 2014

            Nachtrag zu den Banken:

            http://www.jjahnke.net/rundbr106.html#3148

            LG

  • Maikäfer flieg, die Mutti ist im Krieg - 19. August 2014

    Das Geschrei und die hysterischen Schuldzuweisungen sollen ablenken. Von dem Desaster das diese westliche unWertegemeinschaft regelmäßig erzeugt wenn Sie der Buchwerte wegen andere Länder überfällt.

    Das ist auch diesmal nicht anderes. Wie die kleinen Kinder in der Sandkiste kreischen Sie der andere hätte ihre Förmchen gestohlen um ihre unTaten zu verdecken.

    Tote Zivilisten, zerstörte Infrastruktur, Lügen, Vertragsbrüche, Morde Betrug und Diebstahl.
    Aus dem Friedensnobelpreis haben Sie einen piss-price gemacht, die olympische Idee als Schutzschild für ihre Umstürze genutzt und die UN endgültig abgewirtschaftet.

    Was uns retten wird ist die Feigheit dieser Nihilisten. Gegen die “Rote Armee” gibt es keinen Krieg. Diese stünde nach 5 Tagen vor Berlin (statt vor Tiflis) und die rübergemachte FDJ Mutti mit Recht vor einem Kriegsgericht.

  • Roman - 19. August 2014

    Hacker: Kiew plante Abschuss von MH17

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/19456-hacker-kiew-plante-abschuss-von-mh17

  • Lukas - 19. August 2014

    Eine russische Hacker-Gruppe hat den Schriftverkehr ukrainischer Behörden geknackt. Daraus geht hervor, dass der Abschuss von MH17 von langer Hand geplant war.

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/19456-hacker-kiew-plante-abschuss-von-mh17

  • Traumschau - 19. August 2014

    Daniele Ganser:

    Der Schwerpunkt dieses Forschers ist die verdeckte Kriegsführung. Hier mit einem eindrucksvollen Vortrag bei der 10. AZK (auch zu sehen und hören in den Interviews mt Ken Jebsen bei YT):

    http://www.youtube.com/watch?v=yMG8efpOwzk

    Ich wiederhole mich:

    Wir müssen endlich physische Präsenz zeigen und auf den Mahnwachen für den Frieden gegen diese “Politik” demonstrieren. Wenn wir keinen Erfolg haben, wird Europa vernichtet. Da habe ich keine Zweifel! Wenn wir Pech haben, wird es einen atomaren Auslöschungskrieg geben.
    Man darf es nicht vergessen: Die verantwortlichen Akteure sind Psychophaten – das sehen wir jeden Tag, oder?
    LG Traumschau

  • pedrobergerac - 19. August 2014

    Dmitri Orlow erklärt in seinem absolut phantastischen Buch “Die Fünf Stadien des Kollaps”, dass jeder Kollaps in der folgenden Abfolge geschieht:

    1. Stadium: Finanzieller Kollaps. Der Glaube an “business as usual” geht verloren. Von der Zukunft nimmt niemand mehr an, dass sie irgendwie der Vergangenheit ähneln wird, wo man Risiken festlegen kann und finanzielle Vermögen garantiert sind. Finanzinstitutionen werden insolvent; Ersparnisse werden gelöscht und Zugriff auf Kapital ist weg.

    2. Stadium: Kommerzieller Kollaps. Der Glaube, dass “der Markt es regeln wird” ist weg. Geld ist entwertet und/oder wird knapp, Verbrauchsgüter werden gehortet, Import- und Einzelhandelsketten brechen zusammen und verbreitete Knappheit von Lebensnotwendigem wird die Norm.

    3. Stadium: Politischer Kollaps. Der Glaube, dass “die Regierung sich deiner annimmt” ist weg. Während offizielle Versuche, den verbreiteten Mangel an lebensnotwendigen Gütern zu mildern, keine Wirkung zeigen, verliert das politische Establishment seine Legitimität und Relevanz.

    4. Stadium: Sozialer Kollaps. Der Glaube, dass “die eigenen Leute dir helfen werden” ist weg, wenn örtlichen sozialen Einrichtungen, seien es Wohlfahrtsverbände oder andere Gruppen, die rasch das Machtvakuum füllen, die Reserven zu Ende gehen oder wegen internationaler Konflikte versagen.

    5. Stadium: Kultureller Kollaps. Der Glaube an das Gute im Menschen ist weg. Die Leute verlieren ihre Fähigkeit für “Freundlichkeit, Großzügigkeit, Rücksicht, Zuneigung, Ehrlichkeit, Gastfreundschaft, Mitleid, Wohltätigkeit”. Familien brechen auseinander und wetteifern als Individuen um die knappen Ressourcen. Das neue Motto wird “Du kannst heute sterben und ich morgen”.

    Nebenbei, so bemerkt Orlow auch korrekt, dass der Kollaps der Sowjetunion im 3. Stadium aufhörte. Jetzt denkt an die Rumpf-Ukraine unter Führung der Nazi-Junta in Kiew. Sie ist bereits mehr oder weniger im 3. Stadium angelangt und der ökonomische Kollaps ist noch nicht voll eingetroffen! Gewiss, die westlichen Herren der Junta halten den Hrivna [ukrainische Währung] künstlich am Leben (habt ihr jemals eine Währung eines Landes inmitten eines Bürgerkriegs gesehen, die mehr oder weniger stabil bleibt? Natürlich nicht! Die westlichen Banken kaufen das nutzlose Toilettenpapier aus politischen Gründen!) und künstliche kurzfristige Darlehen können die Illusion vermitteln, dass “so weit alles gut ist”, aber die Wirklichkeit holt sehr schnell auf.

    In den nächsten Monaten wird Banderastan das 4. und 5. Stadium des Orlow’schen Kollapsmodells erreichen und dann wird es richtig böse werden. Dann wird die Einführung von irgendeiner Art Diktatur unausweichlich werden. Entweder dies oder eine “Somalisierung”. In beiden Fällen wird es die Hölle auf Erden werden und darauf sollte jetzt schon die Aufmerksamkeit gerichtet werden: wie soll man sich auf die absolut unausweichliche Explosion vorbereiten.
    Was die EU angeht, so beginnen die russischen Sanktionen schon zu greifen. Daher versuchen mehr und mehr EU-Politiker besessen aus den Löchern zu klettern, die sie sich selbst gegraben haben. Das wirklich Verrückte ist, dass Russland bisher nicht in eine Rezession geglitten ist, trotz des Abflusses an spekulativem Kapital. Aber sicher, am Ende werden Faktoren wie die Rezession in der EU, der Krieg in der Ukraine und die westlichen Sanktionen auch Russland treffen, aber es ist recht bemerkenswert, dass es Russland bislang besser geht, als vorhergesehen.

    Fazit: sehr bald wird die Rumpf-Ukraine entweder völlig explodieren oder ein neues Regime erleben, dass diesmal offen diktatorisch sein wird. Die EU-Wirtschaften werden wirklich leiden und die Kombination dieser beiden Phänomene werden die USA ohne eine brauchbare Marionette zurücklassen, die gegen Russland eingesetzt werden könnte. Es könnte so übel werden, dass wir vielleicht den Moment erleben, in dem die EU für eine russische Intervention in der Ukraine ist.

    (Soweit The Saker)

  • flurdab - 19. August 2014

    Ich frage mich seit einigen Tagen ob wir nicht einem Betrug aufsitzen.
    Der Bürgerkrieg ist ein Fakt, da gibt es bei mir keine Zweifel.
    Aber die angebliche Beteiligung/ Unterstützung der Separatisten durch die RF/ Putin erscheint mir mehr als fragwürdig.
    Den Anschluss der Krim an die RF durch die Bevölkerung der selbigen, ist für mich verständlich und auch nicht zu beanstanden. Für die RF ein Gewinn durch Erhalt des Stützpunkt der Schwarzmeer- Flotte, aber was soll die RF in der Ukraine gewinnen können?

    Wenn interessierte Kreise 5 Mrd. $ in die “Demokratisierung” der Ukraine investieren und niemand genau weiß wo das Geld hin geflossen ist, wäre es dann nicht auch denkbar das der Widerstand aus der selben Quelle finanziert wird?

    Wenn man die RF destabilisieren will ohne dies in der RF veranstalten zu können, ist ein Failed State an der direkten Grenze doch quasi ein Gottesgeschenk.

    Es ist nur so eine Idee, ich habe keine Hinweise oder Belege.
    Aber ich glaube niemanden mehr.

  • flurdab - 20. August 2014

    Sehr geehrte Traumschau,

    ist es denkbar das Sie dumm sind?
    Sind sie nicht in der Lage Sätze zu formulieren?
    Was sollen mir YT- Videos nützen, deren Sprache ich nicht beherrsche?
    Geben sie sich einfach ein wenig mehr Mühe.

    Aber es ist natürlich sehr einfach wenn man, wie Sie, der Hüter der Wahrheit ist.

    • Traumschau - 20. August 2014

      Vielleicht haben Sie recht damit, dass ich dumm bin – allerdings verstehe ich deutsche Untertitel und Englisch …
      Aber vielleicht möchten Sie von mir auch das “Rundum-sorglos-Paket”?
      In diesem Fall sollten Sie vielleicht besser Ihre Mutter fragen – dafür bin ich nicht zuständig, sorry!
      LG Traumschau

  • flurdab - 20. August 2014

    Ja sicher, wer übersetzt tut dieses 1 zu 1.
    Fassen Sie doch einfach ihren Kommentar in eigene Worte.
    Also, was ist ihre Antwort auf meinen Kommentar?

    Ich, und der Rest der Welt, sitzen einem Betrug auf?
    Ja tuen wir. (Ihre Aussage)
    Wo sind ihre Beweise?

    Verstehen Sie das Kommunikation nicht so einfach funktioniert?

    LG flurdab

    • Traumschau - 20. August 2014

      Gegenfrage:
      Wo sind die “unwiderlegbaren Beweise” der USA? Die Satellitenbilder?
      Wo ist der Mitschnitt der Kommunikation zwischen Tower und MH17?
      Wo sind die Daten der AWACS?

      Die Beschuldigungen gegen Russland und die “Separatisten” sind bisher haltlose!
      ALLES, was Kiew bisher vorgelegt hat, wurde bisher entweder nicht belegt, zurückgehalten oder größtenteils als Lüge entlarvt!
      Ich will und werde hier nicht eine Chronik der Ereignisse für Sie zusammen fassen – das würde viele Stunden dauern!!
      Sie müssen schon selbst recherchieren – z.B. den/die Artkel von SLE lesen – als ein Anfang!
      (s. oben “Artikel von SLE”)
      Sie müssen eines verstehen: Die meisten von uns beschäftigen sich seit vielen Jahren mit diesen Thematiken – das kann man nicht eben in 10 Minuten alles zusammen fassen!
      Das erfordert sehr viel Zeit und Denken – und ich bin im Vergleich zu vielen hier ein Laie!
      Aber ich kann sagen, dass ich mir eine Meinung aufgrund einer jahrelangen, eines viele Stunden täglich umfassenden Quellenstudiums, erarbeitet habe. Allerdings bin ich weniger auf Wirtschaft als vielmehr auf den Gesamtzusammenhang spezialisiert. Das hat Vor- und Nachteile!
      Ich kenne die Wahrheit nicht – allerdings kenne ich mittlerweile die Zusammenhänge sehr gut!
      Aber wie gesagt: Recherchieren Sie selbst – Quellen gibt es mehr als genug – und lernen Sie Englisch! Ohne wird es schwierig!
      LG Traumschau

  • Traumschau - 20. August 2014

    Nachtrag:
    Und schauen Sie insbesondere auf die Beiträge der anderen Foristen hier!

  • Traumschau - 20. August 2014

    Ukrainische Abgeordnete sprechen Klartext:

    http://www.youtube.com/watch?v=k25m68oy0vY#t=205

    http://www.youtube.com/watch?v=T5pTmpNmV3I

  • flurdab - 20. August 2014

    Sehr geehrte Traumschau,

    Sie begreifen leider nicht worauf ich hinweisen will.
    Aber egal, Hauptsache sie haben Recht.
    Ohne zu begreifen was ich angedacht habe!

    ……..

    • Traumschau - 25. August 2014

      Sie haben recht!!!!
      Ich bitte um Entschuldigung!!
      LG Traumschau

  • Frankenfurter - 20. August 2014

    Bitte einmal nachlesen, welche Rolle die Kiewer Freiwilligenarmee (ist das die Nationalgarde?) in dem Krieg spielt und welchen Einfluss die geschätzt 7.000 Mann starken ultrarechten Kampftruppen auf die politische Führung in Kiew haben.
    hier: http://www.hintergrund.de/201408193201/politik/welt/unsere-aufgabe-ist-es-die-staedte-zu-saeubern.html

    Zitat aus dem Bericht vom 19. August:
    “Noch am Wochenende hatte der Führer des „Rechten Sektor“, Dmitrij Jarosch, der Poroschenko-Regierung ein Ultimatum gestellt, innerhalb der nächsten 48 Stunden Kämpfer der Neonaziorganisation freizulassen, die Tage zuvor wegen illegalen Waffenbesitzes festgenommen worden waren. Zudem forderte er die Entlassung des stellvertretenden Innenministers Wladimir Jewdokimow. Andernfalls würden sich seine Männer aus der „Anti-Terror-Operation“ zurückziehen und eine „bewaffnete Offensive“ gegen die neuen Machthaber in Kiew organisieren.

    Die Regierung kam unterdessen den „Forderungen“ nach und entließ sowohl die Mitglieder des „Rechten Sektor“ aus der Haft sowie den stellvertretenden Innenminister aus seinem Amt – woraufhin Jarosch das Ultimatum widerrief”

    • frank_meck - 20. August 2014

      Die relativ geringe Anzahl dieser Neonazis wird immer als Begründung genommen, dass das Problem nicht grösser ist als z.B. in Westeuropa. Das Problem ist das faschistoide Verhalten der Bevölkerung. Es gibt Videos auf youtube, da sagt ein ca. 70-jähriger Mann zu den Frauen, die gegen die Mobilisierung protestieren, man müsse sie alle erschiessen, oder dieser Journalist, der öffeentlich im Fernsehen sagte, dass 1,5 Mill. Menschen im Dobass überflüssig seinen und beseitigt werden müssten. Den Machthabern in Kiew ist dieser Bürgerkrieg auch Recht, denn wenn die ökonomische Lage im Land schlimmer wird, dann können sie es leicht auf den uneinsichtigen Donbass und auf Russland schieben.

  • Googler - 20. August 2014

    Gott! Man mag der (hier besonders gern) so genannten “Mainstreampresse” ja einiges vorwerfen, aber so ein derartig einseitiges, schlecht recherchiertes, blindes Pamphlet, wie diesen Artikel hier habe ich dort noch nicht gefunden, ok, russische Medien lese ich nicht, vielleicht gibts das dort ja… Zeit, das Lesen dieses Blogs aufzugeben! Die Qualität wurde schon einige Zeit schlechter, war mal lesenswert, zumindestens teilweise, ist es jetzt nicht mehr!

  • Frankenfurter - 20. August 2014

    Hallo Frank Meck, die Größe der aktiven rechten Kampftruppen, die wohl mehrheitlich von ukrainischen Oligarchen finanziert und unterhalten werden entspricht nicht der Größe der Bevoelkerung mit nazisitschen Einstellungen. Diese Gruppe ist zahlenmäßig größer, aber ich glaube nicht, dass der rechte Sektor mit seinen Splittergruppen mehr als 30% des ukrainischen Volkes ausmacht. Haben Sie Zahlen dazu?

    • frank_meck - 20. August 2014

      Hallo Frankfurter,

      ich kenne die genauen Zahlen nicht, es könnte sein, dass es zwischen 10000 – 20000 Anhängern des Rechten Sektors sind. Aber viel gefährlicher finde ich die Ansichten der einfachen Bevölkerung. Wenn schon ein 70-jähriger Rentner im Beisein von staatlichen Offizieren sagt, man sollte die protestierenden Frauen erschiessen… Es ist ihm auch bewusst gewesen, dass er per Video aufgenommen wird. Er ist sich ganz sicher, dass das keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen wird. Auch die Mörder von Odessa laufen im Prinzip alle noch frei herum. Und die überwiegende Zahl der Menschen findet es ok, dass die Zivilbevölkerung erschossen wird und glauben das Märchen, dass die Rebellen ihre eigenen Verwandten beschiessem. Es rennen dort wenig Leute mit Hakenkreuzen und Uniformen herum, aber trotzdem ist die Gesellschaft insgesamt “faschistoid unterwandert”.

  • zykliker - 20. August 2014

    auch die Nazi-Partei hatte bis 1932 nur relativ wenig Aktivisten/Mitläufer und Zustimmung bei Wahlen. Sie wurden systematisch unterschätzt, von Oligarchen gefördert und finanziert; die Not der Bevölkerung durch die Brüningsche Austeritätspolitik förderte die Zustimmung; manche sagten: “Lasst ihn doch mal ran, den Hitler, dann wird er entweder die Probleme lösen oder genauso versagen wie die anderen.” Sie glaubten an seine Entzauberung.

    Die konservativen Parteien glaubten, die Nazis in einer Koalitionsregierung domestizieren zu können; nur Sozis und Kommunisten leisteten Widerstand.

    Gerade die Not der Bevölkerung in der Ukraine: schon jetzt, aber erst recht in den kommenden Monaten kann die Zustimmung zu den Nazis dramatisch steigern.

    Der Westen fördert das Ganze wie damals in Deutschland; selbst der Völkermord ist der Dekadenz ein schickes apercu. Mir geht es wie Christian Springer im “Schlachthof”: “I brauch an Baaam….!”

  • Holly01 - 20. August 2014

    Wahrheit, die:
    Ein individueller Eindruck, der auf Wahrnehmung, Verständniss und Informationen beruht.
    Fazit:
    Die Wahrheit ist immer die eigene Wahrheit.

    Man kann über Argumente streiten. Man kann Wichtungen vornehmen und Schwerpunkte setzen.
    man kann verkürzen (und durch Ungenauigkeit auch Inhalt verlieren).
    Man kann sich austauschen. man kann vielleicht auch Andere Überzeugen.

    Eines kann man aber auf keinen Fall: Man kann nicht die eigene Wahrheit verallgemeinern.

    Man kann jemanden durch eindeutige Informationen sagen: was Du als Wahrheit bezeichnest kann so nicht stimmen.
    Aber auch da kommt es wieder auf Kontext, Verständniss und Einstellung an.

    Seit so gut und bleibt auf einem intelektuell erträglichem Niveau. Sich anfeinden bringt nun einmal nix. Austauschen ja natürlich und gerne. Aber ausgrenzen bringt wirklich wenig.
    Es ist ein Thema das wenig Kompromisse zuläßt, aber es ist auch ein Thema, das für viele nur schwer erträglich ist.
    Verleugnung und sich entziehen, kann auch Selbstschutz sein.
    Hier braucht doch keiner die Bestätigung richtig zu liegen. Jeder hat doch seine Meinung. Vieles ist doch Konsens.
    Eine andere Meinung sollte man da auch aushalten können.

    • JL - 20. August 2014

      Hallo Holly01

      Sehr gut und sehr richtig geschrieben.

      Vorgefaßte Meinungen, Ansichten, oder Vorverurteilungen zu wiederholen zeugen letztlich nur von Denkfaulheit. Sicher, bei vielen Dingen gibt es unterschiedliche Auffassungen und nachfolgend entsprechende Meinungen hierzu. Das ist dann der Stoff aus denen ergebnisoffene Diskussionen entstehen (sollten).

      Und genau dies wiederum ist einer der Grundpfeiler gelebter Demokratie. Bemerkenswert dabei ist die gegenwärtig zunehmende Scheu vor Diskussionen.

      Dieses rhetorische Nachplappern irgendwelcher „Superhelden“ in der deutschen Geschichte gab es bereits schon mal, Nichtdenken wird letztlich aber auch bestraft.

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

  • Holly01 - 20. August 2014

    Hier ist doch nicht die FAZ, SZ, SPON, BLÖK oder so etwas, hier kann man doch hoffentlich noch anderer Meinung sein?

    • dank - 20. August 2014

      !

  • Frank - 21. August 2014

    Absolut sehenswert: Auch Russen lieben ihre Kinder !!!

    https://www.youtube.com/watch?v=–FGUPobyNI

  • Alex - 1. September 2014

    Der Artikel lenkt von der Hauptursache der ukrainischen wirtschaftlichen Probleme, und das sind hohe Rohstoffpreise, die Ukraine nicht zahlen kann.

    Man kann es noch so oft auf die ukrainische Regierung projizieren (so wie man auf den vermeintlich jüdischen Jungen in Max Frischs “Andorra” alles mögliche Projizieren kann), aber wer eine andere Idee von dem Geschehen hat kann natürlich seine Meinung für sich behalten.

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