Buchvorstellung

von am 21. Mai 2014 in Allgemein

“Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, heißt das neue Buch von Marc Friedrich & Matthias Weik. Für Querschuesse stellen die Autoren einen exklusiven Auszug zur Verfügung. Lesenswert, was die Autoren in einer Fleißarbeit zusammengetragen haben, auch aufbauend und erweiternd auf ihren ersten Bestseller „Der grösste Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“

Die Leser von Querschuesse werden im neuen Buch von Marc Friedrich & Matthias Weik ein paar bekannte Charts wiederfinden und auch die einen oder anderen hier im Blog dokumentierten Daten und Entwicklungen.

Ein Buch von Querdenkern mit einem kleinen Schuss Querschuesse.

 

Gastbeitrag von Marc Friedrich:

Ohne Steffens wertvolle Arbeit und seine einzigartige und brillante Webseite, wäre dieses Buch nicht das was es jetzt ist. Mit vollem Respekt danken wir ihm , dass er sich zu einer Zusammenarbeit mit uns bereit erklärt hat. Genauso wie Steffen zählen für uns nur die nüchternen Zahlen – und damit hebeln wir alle Jubelmeldungen zu Portugal, Griechenland, Italien etc. pp, die interessanterweise vor der EU Wahl platziert wurden, aus.  Wir zeigen im Buch auf, das es den Menschen  schlechter geht als vor den Rettungspaketen. Wir beweisen, dass wir Bürger nicht vom Euro profitieren und das Deutschland sich den Exportweltmeistertitel teuer erkauft hat.Mit diesem exklusiven Auszug aus unserem Buch möchten wir uns bei Steffen und allen Lesern herzlich bedanken.

Herzlich Marc Friedrich & Matthias Weik

1. Der programmierte Crash

Wenn wir die Menschen, denen wir täglich begegnen, fragen, ob
»die Finanzkrise« vorbei sei, so ist die Antwort im Prinzip immer
die gleiche. Niemand glaubt dies! Egal, ob wir über das Thema mit
Kunden, mit Geschäftspartnern oder mit Freunden sprechen. Egal,
ob die Leute beruflich mit Geldgeschäften zu tun haben oder nicht.
Egal, ob sie viel oder wenig von Wirtschaft verstehen. Allen sagt ihr
Bauch etwas anderes: Wir erleben seit 2008 einen epochalen Wan-
del! Weltwirtschaft und globales Finanzsystem sind aus den Fugen
geraten. Ohne einen grundlegenden Paradigmenwechsel rasen wir
nahezu ungebremst auf einen Abgrund zu. Alle ahnen dunkel, dass
der Absturz gewaltig sein wird. Aber nur wenige haben eine etwas
genauere Vorstellung davon, auf welchem Grund wir am Ende auf-
schlagen werden. In diesem Buch analysieren wir, wer da eigentlich
am Steuer sitzt. Warum diese Leute fahren wie die Irren. Wo die
Reise unserer Meinung nach hinführen wird. Und wie wir alle wieder
die Kontrolle über das soziale Vehikel Geld zurückgewinnen können.
Seit Herbst 2008 sind Krisen unsere ständigen Begleiter: die Im-
mobilienkrise, die Lehman-Krise, die Finanz- und die Bankenkrise,
die Staatsschuldenkrise, die Eurokrise. Krisen und Pleitegefahren in
Irland, Griechenland, Spanien, Zypern, Italien. Keine dieser Krisen
wurde jemals gelöst. Ganz im Gegenteil. Sobald ein Brandherd ge-
löscht ist, flammt an anderer Stelle ein neues, noch stärkeres Feuer
auf. Trotz gigantischer Anstrengungen wird die Halbwertszeit der
geschnürten Rettungspakete immer kürzer, kommen die Einschläge
immer näher, werden die sogenannten Rettungspakete immer teurer
und vor allem immer fragwürdiger.

Schon jetzt ist diese in der Geschichte einmalige und scheinbar
unendliche Rettungsorgie eine beispiellose Serie von Vertrags-
brüchen, Lug und Betrug. Eigentümer und Einleger von Pleite-
banken müssen deren waghalsige Risiken tragen? Ach was! Es muss
nur einer der Verantwortlichen »systemrelevant« rufen, und schon
zahlen wir alle ? als Steuerzahler ? die Zeche. Kein Schuldentransfer
zwischen Euro-Staaten? Längst ist diese Regel das Papier nicht mehr
wert, auf dem sie formuliert wurde. Die Europäische Zentralbank als
unabhängige Währungshüterin? Inzwischen ist sie zu einer Finanz-
agentur für Staatsanleihen mutiert. 2009 jagte eine Krisenkonferenz
die andere. Nach jeder wurde uns erzählt, dass Banken, Investment-
trusts oder Hedgefonds jetzt aber wirklich an die Kette gelegt wür-
den. Dass Banken deutlich mehr Eigenkapital zur Absicherung ihrer
Risiken bilden müssten. Dass Schluss sei mit den Fantasie-Boni für
Finanzmanager. Und was ist tatsächlich passiert? So gut wie nichts!
Viele Banken verdienen wieder besser als vor der Krise. Die ohnehin
laschen Ziele bei der Erhöhung der Eigenkapitalquoten wurden bis
ins Jahr 2019 gestreckt. Dafür schütten selbst Institute mit bescheide-
nen Gewinnen schon jetzt wieder fette Prämien an ihre Topleute aus.
Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 und besonders seit Sommer
2012 hat die Politik, Hand in Hand mit der Finanzbranche und den
Notenbanken, lediglich die Symptome der Krankheit bekämpft. Die
wahren Ursachen der Krise wurden nicht in Angriff genommen. Da-
mit wurde vor allem eines enorm beschleunigt: die volkswirtschaft-
liche Schadensmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit ? und der
Demokratie. Lange Zeit Unvorstellbares wird seither getan, um Zeit
zu gewinnen und die ungelöste Dauerkrise weiter in die Zukunft zu
verschieben. Unternehmen und Banken werden verstaatlicht, Bürger,
Aktionäre und Sparer enteignet. Obendrein werden am laufenden
Band und von oberster Stelle geltende Gesetze gebrochen, um das
kaputte System künstlich am Leben zu erhalten. Dabei ist der Pati-
ent Finanzsystem eigentlich klinisch tot.

Der Euro als Wohlstandsvernichter

Bedauerlicherweise ist vieles von dem, was wir in unserem ersten
Buch Der größte Raubzug der Geschichte Anfang 2012 vorhergesagt ha-
ben, bereits mit einer Dynamik eingetroffen, die selbst uns überrascht.
Wir erleben gegenwärtig nicht nur in einigen Staaten die größte
Insolvenzverschleppung in der Geschichte der Menschheit, sondern
auch das größte politische Währungs- und Notenbankexperiment.
Nie zuvor war mehr Geld im System als heute. Die Bilanzen der No-
tenbanken haben historische Dimensionen angenommen. Und der
Euro ist in Wahrheit längst gescheitert. Denn Geld, das man retten
muss, ist kein Geld! Die volkswirtschaftlichen Zahlen untermauern
deutlich: Der Euro zerstört Europa und vernichtet unseren Wohl-
stand! Die EU mag aus historischer Perspektive ja ein ganz respek-
tabler Friedensnobelpreisträger sein. Aber vielen Ländern Europas
beschert der Euro eine Rekordarbeitslosigkeit. In Ländern wie Spa-
nien und Griechenland findet inzwischen jeder Zweite unter 25 keine
Arbeit mehr. Erwachsene Menschen, ja ganze Familien mit Kindern
müssen wieder zu ihren Eltern ziehen ? oder ihr Land verlassen. Da
wird eine komplette Generation verbrannt, um ein gescheitertes,
politisch motiviertes Währungsexperiment am Leben zu erhalten.
So verschieden die ökonomischen Hintergründe im Einzelnen sein
mögen ? Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und die USA sind
de facto bankrott. Wir gehen sogar noch weiter: Wir zählen auch
Italien, Frankreich und die Niederlande zu den Pleitekandidaten.
Anlässlich der Europawahlen im Mai 2014 werden Politiker von
Helsinki bis Rom und von Lissabon bis Warschau gefühlvolle Sonn-
tagsreden halten, in denen sie die Segnungen der europäischen Frie-
densordnung und die unbestreitbaren Vorteile grenzüberschreitender
wirtschaftlicher Zusammenarbeit preisen. Doch zugleich schaffen
dieselben Politiker durch krasse Fehlentscheidungen einen brand-
gefährlichen Nährboden für Populisten, Nationalisten, Separatis-
ten und Extremisten. Selbst bürgerkriegsähnliche Zustände, wie wir
sie 2012 in Athen erleben mussten, könnten früher oder später auch
in anderen Krisenstaaten drohen.

Ob nun »Bail out« ? Banken werden mittels staatlicher Bürgschaf-
ten, also mit Steuergeldern gerettet ? oder »Bail in« ? Banken werden
durch ihre Eigentümer, Gläubiger und Sparer gerettet. Egal, wie es
genannt wird, im Endeffekt bedeutet es immer nur eines: Wir alle,
wir Steuerzahler und Bürger, müssen haften und für die Zockereien
und Verluste der Banken zahlen. Das zeigt in aller Deutlichkeit,
wie verzweifelt die Situation ist. Auf uns als Ökonomen wirken die
bisher durchgeführten Versuche zur Lösung der Finanzkrise und
ihrer verheerenden Auswirkungen wie ein endloser Horrorfilm.

Nullzinsen und Spekulationsblasen

Verstärkt wird der Schrecken durch die Tatsache, dass wir alle seit
Jahren durch die Notenbanken schleichend enteignet werden. In
allen wichtigen Wirtschaftsräumen liegen die Leitzinsen nahe
null. Die Verzinsung unserer Ersparnisse, ganz gleich, ob wir sie
aufs gute alte Sparbuch legen oder ob wir sie in Staatsanleihen oder
andere Anlageformen stecken, liegt fast ausnahmslos unterhalb der
Inflationsrate. Nur wenn wir mal kurzfristig unser Konto überziehen,
verlangt unsere Bank oder Sparkasse Wucherzinsen ? obwohl sie das
Geld, mit dem sie da »arbeitet«, von der Europäischen Zentralbank
(EZB ) buchstäblich geschenkt bekommt.
Derweil vagabundieren Unsummen dieses billigen Geldes um die
Welt und suchen Anlagemöglichkeiten. So erklimmen Aktienkurse
und teilweise auch Immobilienpreise schon wieder Rekordhöhen.
Bestehende oder kürzlich geplatzte Spekulationsblasen werden nur
durch neue, immer größere Spekulationsblasen abgelöst. Auf die zy-
nische Aussage des ehemaligen Chefs der Citigroup, Chuck Prince,
die wir bereits in unserem ersten Buch zitierten, müssen wir daher
hier zurückkommen: »Man muss tanzen, solange die Musik spielt«,
sagte Prince 2008. Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass die Musik
mittlerweile schon wieder sehr laut spielt. Und dass die Finanzprofis
in New York, London und Frankfurt längst wieder ausschweifend
tanzen. Dass nebenbei die Welt in Schulden versinkt, dass immer
mehr Länder vor dem Bankrott stehen, dass sich die Schere zwischen
Arm und Reich immer weiter öffnet, dass die Mittelschicht kontinu-
ierlich ausradiert wird und dass die sozialen Spannungen zunehmen ?
all dies interessiert unsere Traumtänzer auf dem Finanzparkett leider
nicht die Bohne.

Die Finanzbranche hat die Welt mit ihrer Gier und ihrem ego-
istischen, unverantwortlichen Handeln mehrfach an den Rand
des Abgrunds gebracht. Trotzdem wurden und werden die großen,
vermeintlich »systemrelevanten« Banken immer wieder gerettet.
Dieser Automatismus hat sich ins Bewusstsein der Protagonisten
eingebrannt. »Too big to fail« zu sein, das ist für die Finanzmanager
der Welt kein unkontrollierbares Risiko, sondern perverserweise
ein nachgerade vernünftiges Ziel. Denn wenn meine Pleite ganze
Volkswirtschaften ruinieren kann, dann werden die verantwortlichen
Politiker alles tun, um diese Pleite zu verhindern. Folglich sind die
Banken seit 2008 noch größer, noch mächtiger und vor allem noch
»systemrelevanter« geworden. Ihre Manager halten die Staaten fest
im Schwitzkasten. So perfide es klingt, die Krisenverursacher sind
die Krisengewinner. Es ist wie im Casino: Die Bank gewinnt immer!
Das Wirtschaftswachstum in den USA und in Europa verharrt
trotz der enormen Anstrengungen auf schwachem Niveau. Japan,
das am höchsten verschuldete Industrieland der Welt, kommt nach
zwanzig Jahren Stagnation nur schleppend wieder auf die Beine. Und
auch bislang boomenden Schwellenländern wie Brasilien, Indien
oder der Türkei geht die wirtschaftliche Puste aus. Wo es noch zar-
tes Wachstum gibt, wurde es mit einer exorbitanten Geldflut teuer
erkauft ? und ist letztendlich doch nur auf Treibsand gebaut. Wir
sind Zeugen eines komplett fahrlässigen und unverantwortlichen
Spiels auf Zeit, bei dem am Ende jeder nur verlieren kann.

Die Krisen mehren sich, und mit jeder neuen Krise gewinnen sie
an Kraft und Stärke hinzu. Die Welle, die sich dadurch kontinuier-
lich auftürmt, rollt unaufhaltsam heran. Es gibt keine Möglichkeit,
sie zu stoppen. Lediglich die Entscheidung, ob Sie auf der Welle
mitsurfen oder ob Sie von ihr weggerissen werden, können Sie bis
zu einem gewissen Grad noch selbst treffen.
Einzig die Verursacher all dieser Krisen in der Finanzbranche
mussten bislang kaum Federn lassen. Großbanken und andere mil-
liardenschwere Kapitalsammelstellen präsentieren sich ungebrochen
als alternativlos für die Weltwirtschaft. Es ist wie beim Kinomonster
Godzilla: Size does matter. Die Herren der Finanzwelt glauben nach
wie vor, sich über die Gesetze stellen zu können. Ungerührt bitten
sie den Steuerzahler zur Kasse und treten jegliche Art von Gesetzen,
Normen und Werten mit Füßen, ohne dafür zur Verantwortung
gezogen zu werden. Denn während die Politik im Schneckentempo
an vermeintlich schärferen Regeln der Bankenaufsicht laboriert, tun
sich immer neue Skandale um Manipulationen, kriminelle Machen-
schaften und Betrug auf.

Die gesellschaftliche Akzeptanz der Finanzbranche wird da-
bei immer weiter demontiert. Dass ihr Ansehen nur noch knapp
oberhalb von dem krimineller Drogenkartelle rangiert, ist vielen
Finanzmanagern natürlich schmerzlich bewusst. Und den Klügeren
unter ihnen ist auch durchaus klar, dass ihr System ungebremster
Renditespekulation nicht mehr lange funktionieren kann. Deshalb
ist dieses Buch auch ein Appell an die Verantwortungsträger der
Geldbranche und Politik: Nichts ist alternativlos, schon gar nicht
unser jetziges Finanzsystem. Es gibt immer Alternativen! Was wir
brauchen, ist eine Reform des Bank- und Finanzwesens an Haupt
und Gliedern. Eine Neuausrichtung an einer nachhaltigen, men-
schenorientierten Unternehmensphilosophie. Wir alle müssen den
Banken und Versicherungen die Hand reichen und sie wieder in die
Gesellschaft integrieren. Mit spürbarem gesellschaftlichem Druck
lassen sie sich auf den Pfad wenn nicht der Tugend, so doch immer-
hin den der ökonomischen Vernunft zurückführen.

Das sinnlose Spiel auf Zeit

Fakt ist: Es gibt keine Heilung und keine Lösung innerhalb des
bestehenden Systems. Gäbe es diese Lösung, die Politik hätte sie uns
schon längst stolz und lautstark präsentiert. Zudem fehlen bei den
Verantwortlichen anscheinend der Wille und der Mut, den Status quo
aufzugeben und einen wirklich nachhaltigen Wandel zum Besseren
herbeizuführen. Stattdessen wird unverdrossen an den Symptomen
herumgedoktert und zu Lasten von uns Bürgern auf Zeit gespielt.
Wir alle wissen, dass es zum Beispiel im Fußball durchaus sinnvoll
sein kann, auf Zeit zu spielen. Das sieht zwar selten schön aus, aber
man kann so sein Ergebnis halten. Schließlich wird das Spiel nach
90 Minuten abgepfiffen. Doch im globalen Finanzkrisenspiel gibt
es für die meisten längst nichts mehr zu gewinnen. Es wird auch
nicht abgepfiffen. Irgendwann wird abgerechnet. Und wenn diese
unvermeidliche Abrechnung kommt, dann werden alle bisherigen
Krisen seit 2008 nur wie ein winziger Vorgeschmack wirken. Im
Vergleich mit dem endgültigen Kollaps des Finanzsystems waren
die Lehman-Pleite, die Eurokrise und selbst der Absturz der grie-
chischen Wirtschaft eher ein Kindergeburtstag.
Der Crash wird kommen. Wir sind keine Hellseher, sondern Öko-
nomen. Daher wissen wir nicht, wann er kommt und wie viele Krisen
in welchen Teilsystemen des Finanzsystems ihm noch vorausgehen
werden. Aber dass er kommt, ist keine dunkle Prophetie. Der finale
Kollaps ist eine logische Konsequenz unbestreitbarer wirtschaftlicher
Grundregeln. Was wir momentan erleben, wird in die Geschichts-
bücher eingehen. Noch nie war mehr ungedecktes Geld im System
wie derzeit. Noch nie wurden die Bilanzen der Notenbanken stärker
aufgebläht, und noch nie waren die Zinsen so niedrig. Wir alle wis-
sen, dass man einen Ballon nicht ewig aufblasen kann. Irgendwann
muss entweder Luft herausgelassen werden ? oder der Ballon platzt.
Unsere gut begründete Vermutung ist, dass es zum Luftablassen
längst zu spät ist.

Eigentlich hatten wir nicht die Absicht, ein zweites Buch zu
schreiben. Aber die unglaublichen Ereignisse und Entwicklungen
seit 2012 sowie das Versagen von Politik und Finanzwirtschaft, aus
der Krise die notwendigen Schlüsse zu ziehen, zwingen uns regel-
recht dazu. Als überzeugte Demokraten und Europäer können wir
die zahllosen von den Verantwortlichen verbreiteten Halbwahrheiten
und Lügen nicht länger ertragen. Wir müssen weiterhin den Fin-
ger in die Wunde legen, auf die nach wie vor bestehenden krassen
Missstände hinweisen und die Verantwortlichen, die uns für dumm
verkaufen, belügen, betrügen, abzocken und enteignen, beim Namen
nennen. Jeder Bürger muss verstehen, was da gerade vor unseren
Augen geschieht, welche Auswirkungen es für ihn persönlich und
für uns alle haben wird. Und jeder sollte wissen, wie er sich gegen
den kommenden Crash wappnen kann. Je mehr Menschen sowohl
mental als auch finanziell auf diesen Jahrhundert-Crash vorbereitet
sind, desto glimpflicher wird er für uns als Gesellschaft ablaufen.
Schon in Der größte Raubzug der Geschichte haben wir beschrieben,
dass alle ungedeckten Papiergeldsysteme, aber auch alle Währungs-
unionen der Vergangenheit ausnahmslos gescheitert sind. Geld
ohne realwirtschaftlichen Bezug ist immer wertlos, mögen noch so
viele zunächst an dessen Wert glauben. Solche Systeme zeichnen
sich nämlich durch den Glauben an ein unbegrenztes, exponentielles
Wachstum aus. Wir leben aber in einem geschlossenen System mit
endlichen Ressourcen. Es gibt kein ewiges Wachstum. Den Glauben
daran müssen wir endlich ad acta legen. Wir Menschen können uns
vielleicht die Natur bis zu einem gewissen Grade untertan machen.
Aber wir können nicht die Mathematik überlisten. Leider wird genau
das momentan wieder versucht. Doch auch unser Finanzsystem hat
eine mathematisch begrenzte Lebensdauer ? und das Haltbarkeits-
datum ist abgelaufen. Wie gesagt: Wir können auch nicht in die
Zukunft blicken und mit Gewissheit vorhersagen, was passieren wird.
Geschweige denn, wann genau. Aber wir haben die Möglichkeit, aus
der Vergangenheit zu lernen und uns auf das Kommende einiger-
maßen vorzubereiten.

Als Ökonomen verstehen wir etwas von den durchaus komplexen
Hintergründen der Krise. Doch als Schwaben verzichten wir auf
Experten-Kauderwelsch. Wir reden, wie uns der Schnabel gewach-
sen ist: in einer verständlichen, ehrlichen und deutlichen Sprache.
Und garantiert dialektfrei!
In unserem ersten Buch haben wir den größten Vermögenstransfer
der Menschheit von unten und der Mitte nach ganz oben beschrieben.
Mit diesem Buch wollen wir nicht zuletzt dazu beitragen, dass Sie
auf der richtigen Seite stehen. Dass Sie Ihr Erspartes und das Ihrer
Familie erhalten können. Sie haben nämlich durchaus eine Chance,
Ihr Geld vor Entwertung und Enteignung zu schützen. Noch ist
Zeit, sich auf den Crash vorzubereiten. Aber das Zeitfenster wird
jeden Tag kleiner.

Der Crash ist die Lösung! Das ist eine heftige Aussage. Aber
wir zeigen auf, warum er im Enddefekt sogar gut und notwendig
ist. Für die Finanzwelt, deren Macht gebrochen werden muss. Für
die Gesellschaft, die wieder gerechter werden muss. Und für jeden
Einzelnen, der in einer wahrhaft sozialen Marktwirtschaft vom ver-
nünftigen Eigennutz aller profitieren soll, statt für den irrationalen
Reichtum sehr weniger zur Kasse gebeten zu werden.

Matthias Weik & Marc Friedrich

Dies ist ein exklusiver Auszug aus dem neuen Buch von Matthias Weik und Marc Friedrich “Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“.

Matthias Weik und Marc Friedrich sind Ökonomen, Querdenker, Honorarberater und Bestsellerautoren. Die beiden haben zusammen das Buch „Der grösste Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ geschrieben, das im Mai 2012 erschienen ist. Das Buch ist seit über 23 Monaten in allen wichtigen Bestsellerlisten vertreten und erschien am 15. April als aktualisiertes und überarbeitetes Taschenbuch. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch im deutschsprachigen Raum 2012 & 2013.

Mehr Informationen unter www.friedrich-weik.de

Wenn ihr Interesse am neuen Buch und den Bestseller im Taschenbuchformat habt und gleichzeitig Querschuesse unterstützen möchtet, bitte über die Verlinkungen (Partnerprogramm Amazon) die Bücher kaufen.

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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71 KommentareKommentieren

  • mitwisser - 21. Mai 2014

    Da täuscht euch mal nicht! Die Herde der Ahnungslosen und Ignoranten ist erheblich. Die ahnen überhaupt nichts und interessieren sich auch in keinster Weise für solche Themen. Das ist auch kein neues Phänomen, diese Leute gab es immer. Solch pauschale Behauptungen nagen leider an der Glaubwürdigkeit, auch wenn ich sonst den Grossteil der Ansichten teilen dürfte.

  • thewisemansfear - 21. Mai 2014

    Ich lese einiges, dem ich zustimmen kann, aber auch so einiges, dem ich widersprechen möchte. Wohlwissend, wie schwierig es ist, Kritik sachlich anzubringen, hoffe ich, dass eine ernsthafte Diskussion geführt werden kann.

    Zu den Lösungsvorschlägen: “Wir sollten auch aus der Vergangenheit lernen. Währungsunionen und ungedeckte Papiergeldsysteme sind ausnahmslos gescheitert. In und nach jeder Krise haben sich die Menschen immer wieder auf das wahre Geld zurückbesonnen: Gold und Silber. Zu diskutieren wäre auch das Vollgeldsystem, ein Goldstandard etc.”
    Das habe ich aus einem Interview der Spreezeitung.

    Ich würde gern mehr in den Autoren sehen, als ihnen bloß den Stempel “Goldbug” aufzudrücken. Golddeckung ist genauso oft in der Vergangenheit gescheitert, daher auch keine Lösung. Noch ein Gegenargument, nicht aus meiner Feder:
    “Übrigens gibt es noch ein Argument gegen den Goldstandard. Und zwar auch gegen den faktisch bereits bestehenden: Es ist die immense Umweltzerstörung, die die Wühlerei nach dem Zeug mit sich bringt, obwohl dieses Edelmetall letztlich eben auch nur aufgrund einer impliziten gesellschaftlichen Vereinbarung einen Wert hat. (siehe z.B. http://www.sueddeutsche.de/wissen/goldsucher-in-peru-wie-die-finanzkrise-den-regenwald-zerstoert-1.1806318)”

    Geld ist und bleibt endogen und natürlich von Vertrauen abhängig und an eine Machtinstanz gekoppelt, die die Forderungen im Zweifelsfall auch durchsetzen kann. Die Gesellschaft als Ganzes macht Geld zu dem, was es ist.

    In meinen Augen liest sich der Beitrag wie eine verkürzte Kapitalismuskritik. Diesmal ist nicht der Zins, sondern das Finanzsystem an sich schuld. Ja, es ist zu groß und mächtig, die Politik unheilvoll darin verstrickt, aber das könnten auch andere Großkonzerne sein, die ein nicht zu verachtendes Erpressungspotential gegenüber dem Rest der Gesellschaft besitzen. Man denke nur an die Energieriesen mit dem Atommeiler-Rückbau. Die Politik, und das heißt letztlich wir alle, lassen es aber zu, dass die uns auf der Nase herumtanzen. Laxe Regulierung, schwammig formulierte Gesetze, etc. wer sucht, der findet eine Lücke, die sich zu seinem Vorteil ausnutzen lässt.
    Wenn einem diese Zusammenhänge klar sind, dazu noch Binsen wie “der Teufel sch**ßt immer auf den größten Haufen” a.k.a. Fettaugensyndrom, dann kann die Lösung nur lauten, jegliche Macht(konzentration) wirkungsvoll zu begrenzen. Das heißt letzten Endes direkte Demokratie zu stärken. Sowas wie hier zum Beispiel: http://de.simpol.org/index.php?id=69

    Und ehe ein Crash kommt und alles im Chaos versinkt, wird es einen Schuldenschnitt geben. Zypern war der Testlauf…

    • Andreas - 22. Mai 2014

      Ich sehe das ähnlich. Ein Goldstandard ist nicht möglich, einmal weil es zu wenig Gold gibt, und es falsch verteilt ist. Die Umweltzerstörung ist ebenfalls ein fanal. Gold klassisch fördern: Hier würde die Nachfrage nie bedient werden. Es gibt Forderungen nach einem “Rohstoffkorb”, in dem mehrere “Werte” hinterlegt sind, also nicht allein Gold. Leider kann ich nicht sagen, ob es überhaupt eine passable Lösung geben wird. Man sollte Gold haben, auch Silber, als Schutz oder Sicherheit, aber als Gelddeckung ein Problem.

      Der Kapitalismus ist auch in Ordnung, aber dieser ist nicht das Problem an sich. Es ist die Morallosigkeit, die Gier und das Machtstreben, immer mehr zu wollen. Wie es der Mann von Trigema gesagt hat. Er führt sein Unternehmen ganz gut, aber Riesen wie Google, etc. wollen immer mehr, wollen kaufen, Firmen hier und dort, und werden zu mächtigen gierigen Monstern.

      Ein Kapitalismus mit Moral, ein sozialer Kapitalismus wäre vonnöten, mit einem wirklich funktionierenden Kartellamt, der kleine und m8ittlere Firmen schützt, und deren Qualität bewahrt. Also wo auch Umweltstandards und Qualitätsstandards herrschen. Und ein (schädlicher, unmoralischer) Einfluss auf Poltik darf nicht da sein. Siehe Monsanto etc.

      Nachhaltiger, sozialer, umweltverträglicher Kapitalismus. Ein weiteres Problem: Das System basiert auf Wachstum: Es muss immer wieder neues und mehr produziert werden, damit verdient wird. Und dazu wird eine Art “Haltbarkeitsdatum” in alle Geräte eingebaut, damit mehr konsumiert wird. Das ist gut für Unternehmen, aber eine Katastrophe für die Umwelt, denn es braucht wieder neue Rohstoffe, neue Energie zur Herstellung. Im Grunde genommen ist die Ursache des Übels die menschliche Gier. Vielleicht muss man je nach Fall anpassend entscheiden, ohne alles nach Gesetz eintönig zu befolgen. Was in einem Bergbruch okay ist, ist vielleicht woanders nicht durchführbar.

      So gesehen sollte unser Bestreben sein die Umwelt zu erhalten oder wieder zu “reinigen”. Und wenigstens soziales Leben zu ermöglichen, ohne dass jeder sich alles gleich kaufen muss. Die Ökosysteme sind schon (einige undwiederruflich) zerstört.

    • Alex - 22. Mai 2014

      Ich hatte schon am Anfang des Artikels eine ähnliche Einschätzung.

      Danke für die Rezension des sehr langen Artikels, das erspart mir
      die Auseinandersetzung mit dem Rest.

  • thewisemansfear - 21. Mai 2014

    Die positiven Seiten möchte ich natürlich nicht unterschlagen.
    Wir alle wollen irgendwie dieser Wachstumsspirale entkommen. Dass exponentielles Wachstum auf Dauer nicht funktioniert, ist simple Logik. Warum wachsen wir also weiter als gäbe es kein Morgen?
    Vereinfachte Antwort: weil der Umverteilungsmechanismus (von unten nach oben / fleißig nach reich) sonst so schonungslos jedem offenbar würde, dass selbst der Letzte dann dieses “Spiel” als ungerecht empfinden und nicht mehr mitmachen würde.

    Nichts auf dieser Welt spielt sich vom Rest entkoppelt ab. Alles ist miteinander vernetzt, hat Rückwirkungen auf andere Bereiche, usw. Je größer einzelne Teilstrukturen/Unternehmen werden, desto enger wird der Platz für den Rest. Wenn alles wächst, wird der relative Größenunterschied nicht so schnell offensichtlich.

  • Hubertth - 22. Mai 2014

    Top Analyse. Merci!

  • Markt - 22. Mai 2014

    Aus meiner Sicht eine gute Zusammenfassung der Ereignisse der vergangenen Jahre.
    Allerdings davon auszugehen, dass für die Personen die unter der beschriebenen Problematik leiden, der Crash die Lösung sein kann, halte ich für grenzenlos naiv.

    Würde man aufklären und etwas verändern wollen (in den Köpfen der Menschen) wäre dies (Crash als Lösung) sicherlich eine Möglichkeit.
    Das genaue Gegenteil aber passiert. Neid und Missgunst werden geschürt und die Schuld dafür wird einer Minderheit (Südländer, Asylanten, Rechten, Linken) zugeschoben, die aufgrund ihrer Schwäche und/oder Dissinformation sich nicht wehren kann.
    Wird eine Gruppe so stark, dass Sie in ihrer Aufklärungsarbeit eine für das bestehende System kritische Masse erreichen könnte, erfolgt eine gezielte und breit angelegte Denunzierung. Übrigens von den selben Menschen, die ansonsten in verschiedenen Bereichen für Toleranz werben. Aber natürlich nur die Tolaranz, die die eigenen Interessen NICHT gefährdet.

    Die Ursache selbst, ein auf unendliches Wachstum angewiesen System in einer Welt, deren natürliche Grenzen nur durch Wissen und Innovation teilweise aufgebrochen werden können, setzt auf Teufel komm raus auf Wachstum durch Schrott/Masse und Ressourcenverbrauch. Die einzige Lösung aller Beteiligung auf alle Probleme lautet: Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
    Man könnte auch sagen, wir werden pausenlos auf ein gegeneinander programmiert.
    Glück wird mit Besitz gleichgesetzt, Freiheit mit noch etwas mehr Konsum.

    Personen mit geringer Bildung und ökonomischem Sachverstand würden in einflussreichen Positionen niemals so handeln, da diese sich ihrer Grenzen weitgehend bewusst sind. Dadurch aber Gefahren für sich selbst und das unmittelbare Umfeld deutlich früher erkennen.
    Man kann sich eben viel an- aber auch abtrainieren. “Wir” trainieren uns gerade viele menschliche Eigenschaften wiedereinmal ab. Naja ist wohl nötig in einer Zeit des “Gürtel engerschnallens”.

  • Sophie - 22. Mai 2014

    Danke an die Autoren für die sehr treffende Darstellung.
    Ich sehe es leider ebenso.

    @ Kommentatoren:

    Warum sind die Gräben zwischen uns Skeptikern so gross?
    Wieso bilden wir keine Einheit?
    Ich stehe auch nicht zu 100% hinter jedem Punkt der Autoren aber man kann ihnen ihre wertvolle arbeite gar nicht genug hoch anrechnen. Sie sprechen die Wahrheit schonungslos aus, erreichen Menschen die sich sonst nicht für das Thema interessieren, sensibilisieren, stecken den Finger in die Wunde, wecken auf, klären auf und zeigen verständlich auf was man tun kann. Aus all diesen gründen ist Steffens Arbeit und ihre Arbeit absolut unterstützenswert!

  • Onyx - 22. Mai 2014

    Wie was ist und wie dem begegnet werden soll ist immer eine Frage wer dem entgegnen soll. Wenn du “einfacher” Lohnempfänger bist so wird Angst an erster Stelle stehen die verhindert das du Analytisch da ran gehst. Andere Schichten die vor allem ökonomisch nicht so sehr unter Druck stehen gehen andere Widersprüche an, oft welche die das bestehende System nicht “kratzen”. Was aber mit denen die unbedingt jeden Tag jeden Cent brauchen um zu überleben, was schlagen die Linken für die vor, vor allem nach deren “Betrachtung”. Da gibt es von Guenther Sandleben ” Apologie von links” was die Argumente durchleuchtet. http://www.guenther-sandleben.de/
    Das sollte im Zusammenhang mit dem Buch betrachtet werden,zumindest die Einleitung.

  • Roland - 22. Mai 2014

    Der sogenannte “crash” wird in einer Verkürzung der Bilanzen der Notenbanken bestehen (“Aktion Radiergummi”) und damit für 99,999999 % der Bevölkerung keinerlei Relevanz haben.

    • Frankenfurter - 22. Mai 2014

      Natürlich wäre die Aktion Radiergummi oder ähnliches (Streckung der Forderungen auf sehr lange Zeiträume) durch die Zentralbank kein Problem. Alleine deswegen, weil die Arbeitsleistung des Euroraumes seit 14 Jahren in Relation zu den bis dahin aufgehäuften Forderungen ggü. Banken/Staaten/Bürgern immer noch sehr gering sind. Meiner Schätzung nach liegen die Gesamtschulden in der Zone zwischen 5-10% der Euro-BIPS seit Bestehen der Währungsunion.

  • RedMoe - 22. Mai 2014

    Hm, ich wollte mich ja im Sommer auch mal als buchautor versuchen. Hier scheint allerdings vieles (das meiste?) von dem, was mir vorschwebt, schon vorweg genommen zu werden. Sauerei! :D

    Nun denn, ich werde es mir, hoffe ich, zeitnah zulegen. Aber es sei verziehen, wenn ich nicht über Amazon kaufe, sondern den heimischen Buchhändler, zwecks regionale Wirtschaftsföderung und so ;) und Amazon ist ja auch nicht so nett zu seinen Beschäftigten, wie sie mMn sein könnten.

    • Querschuss - 22. Mai 2014

      Hallo RedMoe,
      “…..Amazon ist ja auch nicht so nett zu seinen Beschäftigten, wie sie mMn sein könnten.” Das ist sicher ein berechtigter Aspekt, nur beim Bucheinzelhändler um die Ecke, muss dies auch nicht wirklich anders sein. Huntertausende sind prekär Beschäftigte im deutschen Einzelhandel. Moralisch einwandfrei seinen Konsum und seine Bedürfnisse zu erfüllen ist heute verdammt schwer, nahezu unmöglich. Der ganze deutsche Dienstleistungsektor, selbst deutsche Exportfirmen sind durchdrungen von prekärer Beschäftigung, Leiharbeit, Werksverträgen, miesen Löhnen usw. und noch ist man nur auf der Ebene Verkauf/Vertrieb, denn wie produziert wird muss auch noch betrachtet werden.

      • RedMoe - 22. Mai 2014

        Ich bin mir recht sicher, dass bei besagtem Buchhändler (Buchhandlung Rupprecht, hat mehrere Filialen in ganz Bayern) keine allzu desaströsen Zustände herrschen.

        Aber mal anders gefragt: Wie viel hat querschuesse.de denn, wenn ich die zwei Bücher über die zwei Links kaufe? :)

        • Querschuss - 22. Mai 2014

          Hallo RedMoe,
          dann passt es doch, wenn es so ist. Gut für die Beschäftigten bei Rupprecht und gut von dir :)

          Beim Partnerprogramm bei Amazon gibt es 5%, wie man der Webseite von Amazon entnehmen kann.

          Gruß Steffen

          • thewisemansfear - 22. Mai 2014

            Das ist das beste Beispiel für das moralische Dilemma, in dem wir stecken.
            Amazon ist bequem, bietet großen Kundenstamm und lockt mit Prozenten. Die kleinen Buchhändler werden so aber nach und nach verdrängt, spielen von der Größe irgendwann keine Rolle mehr. Mit der Zeit wird ein quasi-Monopol geschaffen – mit all seinen Nachteilen. SLE hat über diese Thematik nun schon sehr ausgiebig referiert.

            Der Einzelne fühlt sich ohnmächtig, trägt aber durch seine Entscheidung mit zu dieser Entwicklung bei. Der eigene Lebensunterhalt muss halt irgendwie finanziert werden.

            • Querschuss - 22. Mai 2014

              diejenigen, die eh Amazon nutzen und dort das Buch kaufen, können wenn sie möchten die Verlinkung nutzen, alle anderen können gerne den lokalen Buchhändler vor Ort wählen. Überschaubare Entscheidung für die, welche das Buch kaufen möchten.

          • RedMoe - 22. Mai 2014

            @thewisemansfear

            Ich bin übrigens keiner, der Amazon sonst boykottiert, im Gegenteil: Filme und Musik kaufe ich grds. dort, nur Bücher halt dann beim lokalen Buchhändler.

            Ich halte auch nichts von so Boykottaufrufen (auch wenn das oben zugegebenermaßen so durchklang), denn ich denke mir, wenn wir jetzt alle nicht mehr bei Amazon einkaufen, dann nützt das den Sklavenarbeitern da auch nichts. Hier ist der Gesetzgeber gefragt mit entsprechenden Maßnahmen (Stärkung der Tarifbindung, Regulierung der Leiharbeit etc.) dagegen vorzugehen. Der Widerstand gegen solche Zustände muss an der Wahlurne erfolgen, nicht an der Supermarktkasse.

          • Georg Trappe - 23. Mai 2014

            Ziel: Marktfuehrerschaft
            Strategie: Schneller wachsen als jeder Konkurrent.
            Taktische Umsetzung: Reinvestition eines jeden Cents in die Expansion gehebelt durch frisch geschoepftes Geld der Banken. Und das unter voruebergehender in Kaufnahme einer schwarzen Null.

            http://www.wikinvest.com/stock/Amazon.com_%28AMZN%29/Data/Long-Term_Debt
            http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Amazon-Strategie-2041687.html

            Konsequenzen:
            Kreative Zerstoerung bestehender Handelsstrukturen im ganz grossen Stil.
            Ein Konzentrationsprozess ausgeloest durch die stark unterschiedlichen (streuenden) Wachstumsraten der Wettbewerber.

  • Holly01 - 22. Mai 2014

    Hallo,
    grundsätzlich ein sehr gutes Buch, soweit ich das aus dem Auszug beurteilen kann.
    Man sollte aber immer systemische und persönliche Probleme trennen:

    http://www.youtube.com/watch?v=ht3ZFKvKkqI

    Die “Krise” ist nicht vom Himmel gefallen.
    Es war eine US Krise und es ist immer noch eine US Krise, nichts hat sich in den USA verbessert.
    Das die Krise nach Europa konnte, war das Ergebniss der atlantischen Lippenleser.

    Problematisch ist der Teil mit der Wahrheit im Allgemeinen und der finanzsystemischen im Besonderen.
    Wir haben dieses Problem:
    http://www.youtube.com/watch?v=CB8o10Nwm0g
    Ich bin kein Fan von Lafo, aber er beschreibt etwas sehr wichtiges.
    Das funzt auch immer noch:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/22/bertelsmann-stiftung-wirbt-fuer-das-freihandelsabkommen-ttip/

    Man (wir alle) wird also permanent manipuliert.
    Das man sich dann auch gegenseitig misstraut ist nur logisch.
    Zum einen gibt es so viele Spinner die meinen sie wüssten irgendetwas und zum anderen gibt es das alte “gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht”, was leider die gut Meinenden ziemlich schlecht hinstellt.
    Es ist auch sehr zeitaufwendig sich zu orientieren und ständig selbst zu hinterfragen.
    Zu guter letzt braucht man auch die ultimative Antwort:
    Was kann man stattdessen, was gerade passiert tun?
    Man braucht zumindest eine Idee, was besser wäre und warum.
    Und da hört es für viele auf.
    http://www.youtube.com/watch?v=X6-FItgst4Y
    Ansich ein guter Mann, der viele Fragen richtig stelle. Aber er hat Geld nicht verstanden.
    Er hat Zins und seine Wirkung nicht verstanden.

    Es gibt derzeit niemanden mit einem relevanten namen der auch nur ansatzweise eine Gesamtsicht und eine gangbare Lösung hätte.
    Ich kenne keinen.
    http://www.youtube.com/watch?v=QwhZnSQNLDU
    Auch ein kluger Kopf. Aber der kennt Zinsen auch nicht. Der hat vom Grenzwert der Geldschöpfung keinerlei Vorstellung.

    Es gibt nirgends Geld, das eine Gesamtsicht fördert, aber es gibt massig Geld für Kullissenschieber, dei die Wahrheit verdecken.

    Keiner mag einem Kullissenschieber aufsitzen.

  • Holly01 - 22. Mai 2014

    So lange der unausgesprochene und gelebte Grundsatz gilt:
    Die Amis machen alles und wir finanzieren es!
    So lange ist eine ansatzweise Verbesserung nicht möglich.
    So lange wir uns jeglicher moralischen Hinterfrageung entziehen, indem wir handeln (wer sich passiv verhält handelt auch), indem wir die USA machen lassen (Ukraine) und dann hinterherlaufen, weil wir treue Bündnisspartner sind, so lange ist eine ansatzweise Lösung unmöglich.
    So lange wir vorher wissen, daß wir nachher den größten Mist haben werden und am Ende lamentieren (lügen) wir wären da rein gerutscht, weil es nicht vorhersehbar gewesen wäre, so lange wird sich auch ansatzweise nichts lösen lassen.

    Wir haben primär ein Gesellschaftsproblem. Die Elite ist aber komplett korrupt, abhängig und gleichgeschaltet.
    Erst danach haben wir monetäre und ökonomische Probleme.
    Wir brauchen eine Generalamnesty für die Elite, mit der die aus der verlogenen Abhängigkeit raus kann und wir brauchen den gesellschaftlichen Druck, das die den Weg auch wählen (müssen).
    Wir haben nämlich nur eine Elite, die wächst nicht auf einem Baum.

  • thewisemansfear - 22. Mai 2014

    Im Kern geht es immer um Macht.
    Wir zeigen aufs Finanzsystem, weil es zu groß ist und der Rest der Gesellschaft durch too-big-to-fail-Problematik erpressbar geworden ist.
    Wir zeigen auf die USA, weil die Machthaber sich Dinge herausnehmen, die man unter Gleichberechtigten nie würde bringen können.
    Zum Thema Zins möchte ich nur so viel sagen: es ja so offensichtlich, dass das Auseinanderlaufen von Geld- und Sachvermögen daher kommen muss und zudem der permanente Wachstumszwang davon rührt. (das war überspitzte Ironie) Man muss unterscheiden in für jeden wahrnehmbare Korrelation, die man aber strikt von kausalen Zusammenhängen trennen muss. Zins stellt einen Umverteilungsmechanismus dar, zu dem immer zwei Seite gehören. Und damit sind wir wieder bei Macht angelangt.

    Was man für einen Unsinn mit Korrelationen anstellen kann, siehe hier: http://www.tylervigen.com/
    Nochmal: offensichtliche Zusammenhänge liefern keine hinreichenden Gründe.

    Wir schauen aber selten hinter die Fassade und suchen die Zusammenhänge, diese ergeben sich immer durch ein zu groß gewordenes Machtgefälle. Das Ziel muss sein, Macht wirkungsvoll zu begrenzen. Hier ist der Gesetzgeber am Drücker und damit wir alle als Druckmittel auf eben diesen…

    @Holly Was Werner da von sich gibt (vorletzter YT-Link), ist in meinen Augen zum Thema Geld soweit stimmig. Möchten Sie jetzt mit Geldmultiplikator anfangen, dass das Geld erst verliehen werden muss, wieder eingesammelt, wieder verliehen (immer abzgl. Mindestreserve), nur um am Ende aufs selbe Ergebnis zu kommen?
    Seine Lösungen zu Krise (er schlägt letzten Endes QE-Maßnahmen vor) sehe ich schon wieder kritischer.

    • Holly01 - 22. Mai 2014

      Hallo thewisemansfear,
      ich habe “neue Wirtschaftspolitik” von ihm zu Hause. Absolut lesenwert und ein absolut kompetenter Kopf.
      Leider führt er beim Geld die Debatte “es gibt kein gutes oder böses Geld, es gibt nur gute oder böse Nutzer”.
      Er teilt Geld direkt bei der Entstehung in Nutzungen auf. Das halte ich für einen fatalen Fehler.
      Das ist das gleiche Problem wie “nachhaltige Investitionen”,
      Ob eine Investition zukunft hat und schafft, weiss man erst hinterher.
      Ob eine Investition der Gesellschaft nutzt ist sehr von der Blickrichtung abhängig.

      Hr. Prof.Dr. Werner schreibt bei den Konsumentenkrediten einfach “Inflation” drüber und ist mit dem Hinweis “unerwünscht” damit durch.
      Das ist für meine Sicht gefährlicher Unsinn.

      Man kann aber nicht genug Quellen bemühen und muss immer versuchen die zu verstehen………

      • thewisemansfear - 22. Mai 2014

        Hallo Holly,
        diese Unterteilung ist dann wohl der Prämisse oder dem Wunsch nach realem Wirtschaftswachstums geschuldet. Ausgewachsen sein gilt nicht ;-)

        Dass ein Konsumentenkredit dann als nicht zielführend eingestuft wird, ist nicht verwunderlich. Der Konsument verlagert ja lediglich seinen Konsum zeitlich vor. Sein durch eigene Arbeitskraft erwirtschaftetes Einkommen kann man aber nur einmal ausgeben. Warum ist das genau “gefährlicher Unsinn”?

        • Holly01 - 23. Mai 2014

          Hallo thewisemansfear,
          das ist nur gefährlich für mein Verständniss. Da fällt mir dann das eine oder andere auseinander.
          Ich muss wohl mal wieder neu sortieren und einordnen.
          Aber zuerst schau ich mit den Prof. Dr. Senf noch einmal komplett an und lese den Prof. Dr. Werner noch einmal.
          Vielleicht komme ich dann zu einer neuen Gesamtsicht.
          Bisher mache ich die Probleme am Zinseszins fest und das ist auch weitgehend schlüssig. Es erklärt sich so einiges quasi von selbst.
          Wenn es aber von der Geldnutzung abhängt und die Regeln nicht für “Geld” sondern für “Geldnutzung” gesetzt sind, dann verstehe ich es immer noch nicht im Ansatz.
          Ist halt so …. sry

  • Holly01 - 22. Mai 2014

    Die kompetenteste um umfassenste Erklärung zum Thema Geld und Geldentstehung liefert meiner Auffassung nach immer noch Hr. Prof. Dr. Senf.

    • Holly01 - 22. Mai 2014

      Der fünfteiler ist anscheinend nicht mehr auf der tube verfügbar……. die verfügbaren vids lassen Hr. Prof.Dr. Senf eher erscheinen, als sei er “sonderbar”.

  • AckerbauundViehzucht - 22. Mai 2014

    Ich werde es bestellen und bedanke mich für den Beitrag aus dem neuen Buch. Das 1. war schon eine Wucht!

  • Traumschau - 22. Mai 2014

    Hallo zusammen!

    Zu Bernd Senf:

    Teil 1:
    http://www.youtube.com/watch?v=fdSKFzJWzWM

    Teil 2:
    http://www.youtube.com/watch?v=U5hXa1MYGOg

    Teil 3:
    http://www.youtube.com/watch?v=qgSntQ9CjnA

    Teil 4:
    http://www.youtube.com/watch?v=2WgKpSyS8x8

    Teil 5:
    http://www.youtube.com/watch?v=sO3YUh3ypFA

    Teil 6:
    http://www.youtube.com/watch?v=rAmBJj9RbwU

    Teil 7:
    http://www.youtube.com/watch?v=JV8rpFK9FdI

    Zu Prof. Richard Werner:
    Das in Japan und den USA erfolgte QE ist nicht das was Werner vorschwebte. Sein QE wurde tatsächlich nie umgesetzt. Insofern ist diese Kritik an ihm unzutreffend (ab 15:49):

    http://www.youtube.com/watch?v=x0FrF7wh_CE

    Auch die anderen Vorträge sind sehenswert, z.B. der von M. Kumhoff …

    Zum Auszug: Als absoluter Laie sehe ich keinen Vorteil in einer Golddeckung. Denn ob dem geschöpften Geld nun Gold, Maschinen, etc. gegenüberstehen ist unichtig. Wichtig ist ein realwirtschaftlicher Gegenwert. Und genau das ist m.E. der Kern des Problems: Wir haben zu viele fiktive Vermögen, denen die fiktiven Schulden in gleicher Höhe gegenüber stehen. Die fiktiv Vermögenden wollen das aber nicht einsehen und verlangen, dass die fiktiven Schuldner ihre Schulden in real terms bezahlen. Da diese Eliten am längeren Hebel sitzen und einen massiven Einfluss auf die Politik ausüben, passiert das eben ständig! Deshalb wird Zypern überall statt finden.
    Michael Hudson hat mal geschrieben: “Schulden, die nicht bezahlt werden können, sind keine.”
    Aber das einzusehen, fällt den Verantwortlichen so unendlich schwer. Und deshalb wird es auch keine “sozialverträgliche” Lösung geben. Wir werden alle zur Kasse gebeten – bis zum letzten Cent! Aber ich hoffe immer noch, dass ich mich gründlich irre!
    LG Traumschau

    • thewisemansfear - 22. Mai 2014

      Hi Traumschau,

      danke für den Hinweis zu Prof. Werner. Sehr interessant! Der Unterschied zu den aktuell durchgeführten QE-Maßnahmen besteht also darin, dass nicht versucht werden soll, über höhere ZB-Reserven der Geschäftsbanken – Werner nennt das “reserve expansion” – die Kreditvergabe der Geschäftsbanken wieder anzukurbeln, sondern die Unternehmensschulden direkt durch die ZB übernommen werden sollen.
      Kann mir vorstellen, dass das eingefleischten Monetaristen gehörig gegen den Strich geht…

      Über die Rolle der Zentralbankpolitik hat sich Wolfgang Waldner ja auch schon ausgelassen. Seiner Meinung nach stehen die großen Finanzkrisen allesamt im Zusammenhang mit der Geldpolitik der jeweiligen ZB. Sie hätte es jeweils in der Hand, die Überschuldung zu beenden – wenn sie denn will…
      Aber eine ZB ist ja formal unabhängig. Nur dass das mit der Realität nicht vereinbar scheint, niemand auf der Welt ist das.

      • Traumschau - 22. Mai 2014

        Ja, denn tatsächlich ist QE nur ein Aufblähen des “Zentralbankbuchgeldes” (Reserven), welches die Banken zur Saldierung innerhalb des Bankenkreislaufes benötigen. Dieses Geld verlässt diesen Kreislauf auch nicht, ermöglicht aber den Banken, ihre Bilanzen auf zu hübschen und weiter durch unproduktive Kreditexpansion die Blasen aufzupusten. Das erklärt wiederum, warum es keine Inflation gibt. Das Geld kommt ja in der Realwirtschaft nicht an, kann also überhaupt keine Inflation erzeugen, denn dazu müsste es ja auch durch die Taschen der Menschen fließen. Es kann m.E. nur ein Wachstum, besser wäre Entwicklung, geben, wenn die Kaufkraft (Löhne) steigt. Aber genau das passiert eben nicht – wir wissen ja warum! Denn warum sollten Unternehmen investieren, wenn eine stagnierende bzw. sinkende Nachfrage eine Investition überhaupt nicht rechtfertigt? Alles hängt m.E. an den Löhnen (vgl.Heiner Flassbeck auf YT)!
        Und da fängt es an, gruselig zu werden:
        Überall soll “gespart” werden (was absurder Unsinn ist), die Zockerschulden im Kasino wurden auf das Konto Staatsverschuldung gebucht. Diese “Schulden” werden jetzt wieder beim Volk “eingetrieben”, was die Nachfrage überall schwächt. Das wird nichts! Das wird in ein Desaster führen bzw. ist es für sehr viele Menschen schon ein Desaster – oder gar der Tod!
        Werner sagt, wir brauchen eine produktive Kreditschöpfung, ja eine Kreditlenkung!! Aber dazu braucht es eben aus meiner Sicht auch die entsprechende Nachfrage … – durch höhere Löhne insbesondere in Täuschland – im Interesse Europas.
        Und ja, die EZB könnte die Krise nach Werners Ansicht sofort beenden – nur hat sich im Fall Irland gezeigt, dass gerade die EZB (im Auftrag DE und FR bzw. deren Banken) darauf bestanden hat, die Banken durch eine Erhöhung der Staatsverschuldung zu retten. Cui bono?
        Es herrscht zudem die Vorstellung vor, die EZB könnte pleite gehen. Das kann sie nicht, solange sie sich nicht in Fremdwährungen verschuldet. Die Bilanz der EZB ist vollkommen nebensächlich, weil sie nicht verpflichtet ist, die Bilanzierungsregeln einer normalen Bank einzuhalten. Sie wird auch keine Rechnung an die Finanzminister schicken, denn nur sie schöpft tatsächlich das Geld, das gesetzliches Zahlungsmittel ist (Giralgeld ist keines).
        Ich bin Laie und kann mich nicht so präzise ausdrücken wie die Profis, aber ich hoffe, ich habe nicht zu viel Unsinn verzapft!! Jedenfalls ist das BISHER meine Einschätung …

        LG Traumschau

        • thewisemansfear - 22. Mai 2014

          Vordergründig geht es um das Vertrauen ins liebe Geld, dass einen solchen Schritt verhindert (ungehemmt Schulden in die ZB-Bilanz übertragen).
          Man manövriert eigentlich auf eine unlösbare Situation zu:
          Nach einem Neustart/Crash braucht es Alternativmodelle, weiter wie bisher ist ein no-go. So ein Extremfall kann aber völlig unvorhersehbare Konsequenzen haben, wer weiß was im revolutionären Eifer so alles geschehen kann, daher ist man natürlich gewillt, eine andere Möglichkeit zu finden. Mir fällt da spontan noch Naomi Klein’s “Shock Doctrine” ein, gesellschaftlichen Wandel durch provozierte Schocks auslösen…

          Die Schulden einfach zu übernehmen, also in etwa ein Jubeljahr auszurufen, lässt sich schlecht vorankündigen, dann würden viele Leute verrückt spielen und “nochmal eben” schön auf Kredit zocken gehen.
          Ohne Vertrauen funktioniert Geld aber nicht. Vertrauen aufzubauen dauert Jahre, zerstört werden kann es dagegen innerhalb Sekunden. Warengeld (commodity money) ist eine Krücke von/für Tauschtheorie-Anhängern in Zeiten, in denen kein Vertrauen herrscht. Das sollte aber kein gesellschaftlicher Normalzustand sein…

        • Georg Trappe - 23. Mai 2014

          “Dieses Geld verlässt diesen Kreislauf auch nicht, ermöglicht aber den Banken…..”
          Das interessante ist, dass es durchaus eine legale und gewaltfrei Moeglichkeit gibt, die “Loesung” dadurch herbei zu fuehren, in dem das Publikum den Banken das Zentralbankgeld per Bank Run entzieht.
          Leider ist die Angst des Publikums vor dieser Loesung so gross, dass es lieber den Beruhigungen
          ala Merkbrueck im Oktober 2008 vertraut.
          http://youtu.be/HHMEmOu4ZDw
          Damit ist dann hoffentlich endgueltig klar was Macht ist, worauf sie aufbaut und wer sie ausuebt. Solange Millionen von arbeitenden Menschen auf ihre legale und gewaltfreie Moeglichkeit die Loesung herbei zufuehren verzichten und sich statt dessen einer Macht unterwerfen, die sie am Ende jeden Monats nicht mit gesetzlichen Zahlungsmitteln sondern lediglich mit Sichtforderungen auf gesetzliche Zahlungsmittel entlohnt, solange wird es nichts mit der Loesung.

          • Markt - 23. Mai 2014

            Warum will dies keiner verstehen?
            Verlustangst, die zeitlebens geschürt wurde?
            Angst vor Verlust an Geld und Besitz, den alle gegeneinander verteidigen.
            Die Angst vor der Befreiung/Veränderung scheint jegliches, auserhalb des erlernten Rahmens befindliche Denken zu blockieren.

          • Georg Trappe - 24. Mai 2014

            “Warum will dies keiner verstehen?, Verlustangst, die zeitlebens geschürt wurde?”
            Gute Antworten!
            Eine weitere Frage ist: Von der Angst laesst es sich gut leben. Z.B. als Buch Author:
            “Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“
            Oder als Filmemacher und Schauspieler:
            http://www.trailerseite.de/film/13/the-wolf-of-wall-street-kino-trailer-27362.html
            Und selbstverstaendlich auch als Protagonist auf der Buehne mit dem Namen Realitaet.
            -
            Und eine weitere Antwort ist: Warum besteigen Menschen eine Geisterbahn oder sehen sich Horrorfilme an und bezahlen Geld dafuer, wenn es das alles viel farbenfroher, grossformatiger und umsonst in der Realitaet zu besichtigen gibt?

    • Holly01 - 23. Mai 2014

      Danke für die links.

      lg Holly

  • Rainer - 22. Mai 2014

    Bestseller-Autoren Weik und Friedrich: “Der Crash ist die Lösung”

    http://goo.gl/jhPLef

  • Traumschau - 22. Mai 2014

    Nachtrag:
    Der Crash ist m.E. nicht die Lösung! Wenn es einen Crash des internationalen Finanzsystems gibt und in der Folge die Weltwirtschaft zusammen bricht, werden viele Menschen – vielleicht nicht in Täuschland, aber in den armen und ärmsten Regionen auf dieser Welt – m.E. schlicht und ergreifend verhungern.
    LG Traumschau

  • AndreasD - 22. Mai 2014

    Hallo Leute, es ist ja alles gut schön mit den Finanzen, aber solange wir das Problem der Bevölkerungsentwicklung nicht in den Griff bekommen, dann zahlen wir alle mit “Allem” – aber mit wirklich “Allem”. Ich habe Glück, da ich Rentner bin, und so schaue ich traurig, leider auch zynisch, auf die Welt. 7,3 Mrd. Menschen und kein Ende!!!

  • AndreasD - 22. Mai 2014

    Querschüsse, ich bin über Boulder auf Deine Seite gekommen. Das Logo stimmt immer noch, leider – das gilt für Alles. Meine Erfahrung, bin etwas älter als die BRD, sagt ganz einfach: Wir haben keine Lösung. Trotzdem, sehr vielen Dank, für Dein Blog (Auch einer der die Augen öffnet)!

  • JL - 22. Mai 2014

    Herzlichen Dank an Marc Friedrich und Matthias Weik für den Auszug ihres neuen Buches. Dieser ist an sich schon sehr bemerkenswert.

    Folgende Frage hierzu hätte ich:
    Wenn es zu einem- sicher unbestritten- „reinigenden“ Crash kommen muß, wer hat dann nachfolgend zukünftig die Finanzhoheit?

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Eurelios - 22. Mai 2014

      Diese Frage und die Antwort darauf ist für die Zukunft genau der Schlüssel ob
      nach einem Crash wieder das gleiche “Spiel“ anfängt oder
      man dann ein gerechteres Geldsystem etablieren kann.

      mE werden die Finanzmächtigen mit allen Mitteln versuchen die Finanzhoheit bei
      sich zu behalten und das muss verhindert werden so nach dem Gedanken von
      Frederick Douglass:

      “Diejenigen, die Freiheit predigen, aber Aufstände verurteilen, sind Leute, die ernten wollen, ohne zu pflügen. Sie wollen Regen ohne Donner und Blitz. Sie wollen den Ozean ohne das schreckliche Tosen der Wellen. Unser Kampf kann aus moralischen Appellen oder physischen Handlungen bestehen oder beides beinhalten … , es muss aber ein Kampf sein. Die Mächtigen geben nichts freiwillig her. Das haben sie noch niemals getan, und das werden sie auch in Zukunft nicht tun.

      • thewisemansfear - 22. Mai 2014

        Die Schulden sind allesamt Geldschulden. Die werden mit Geldvermögen liquidiert. “Die Reichen” haben dieses Geldvermögen längst genutzt und (Beton-)Gold, Grundstücke und was noch alles für Assets dafür anzuschaffen.
        Wohlwissend, dass nur das Geldvermögen im Fall der Fälle (in welcher Form auch immer) entwertet wird. Da sind längst Fakten geschaffen worden, keine Bange.
        Der Reset beginnt dann quasi gleich zu Beginn mit ungleichen Voraussetzungen – wenn wir das zulassen…
        Das Zitat von Douglass passt da sehr gut.

  • Holly01 - 23. Mai 2014

    Das Geldsystem ist ein Hütchenspiel, ein Taschenspielertrick, da bin ich mir jedenfalls sicher.
    Die Verwebung Geldsystem -> reale Werte über die Besicherung von “Nichts, welches aus dem Nichts geschaffen wird” mit realen Werten, die mit Arbeit und umgesetzten Geschäftsideen erzeugt wird, ist schon extrem sonderbar.
    Das Ganze noch mit Gebühren (Zinsen) zu belegen, die nie geschöpft werden und damit immer irgendwann fällig gestellt werden müssen (in Form von realen Werten), ist für mich ebenfalls extrem sonderbar.
    Das man aber mit geschöpftem Geld (also mit Nichts) reale Werte handelt und dies auf der dünnen Basis, das es sich um Geld handelt, welches man irgendwann erwartet zu haben, das ist der pure Wettlauf auf zukünftiges Geld, das immer schneller verbraucht wird.

    Geld ist ja nur ein Vorschuss, welchen die Bank in der Erwartung gibt, der Vorschuss Nehmer wird ihn mit vorbestimmten Konditionen zurückzahlen.
    Wer Geld schöpfen kann, hat jedwede materielle Macht.
    Die Zentralbank als Urschöpfer und als kundenloser und damit Verantwortungsloser Dauermanipulator des Geldsystems und damit der Wirtschaft, ist auf jedeen Fall eine Institution die man scharf kontrollieren muss. Die Kontrolle darf aber keine politische sein. Die Politik hat sich als viel zu geldgierig und materiell herausgestellt.

  • Frankenfurter - 23. Mai 2014

    Gratulation zu dem treffenden Spitznamen “TÄUSCHLAND” haha. Was mich an der Diskussion hier stört, ist die Grundannahme wie sie oben im Text steht: “Die Finanzbranche hat die Welt mit ihrer Gier und ihrem egoistischen, unverantwortlichen Handeln mehrfach an den Rand
    des Abgrunds gebracht.” Die Personalisierung und emotiaonalisierung von systemkonformen Handeln gefällt mir nicht. Als ob ein Trader/Banker von Haus aus ein schlechter, “gieriger” oder “unverantwortlicher” Mensch wäre, der sich auch nur einen Hauch von anderen Menschen unterscheiden würde. Die Kreditkrisen der letzten Zeit sind doch nicht im virtuellen “Kasino” entstanden, sondern weil zuviele oder falsch dimensionierte Kredite an reale Bürger und reale Unternehmen usw. vergeben wurden.

    • Holly01 - 23. Mai 2014

      Erster Teil : ja kann man gerne gelten lassen
      Zweiter Teil : eindeutig nein

      Die Krisen sind Teil des Systems und der Gewinnabschöpfung.
      Die Krisen sidn genauso Teil des Geldsystems, wie der Blattgrund beim Baum angelegt wird, noch bevor das Blatt sich bildet.
      Der Teil steht fest.
      Das Geldsystem das wir haben KANN NICHT FUNKTIONIEREN.
      Es ist ein Betrugssystem.

  • Frankenfurter - 23. Mai 2014

    Ist es ein Betrugssystem oder ein System, in dem es viel zuviele Betrüger gibt? Aber ehrlich gesagt, auf derlei Grundsatzdiskussion habe ich nur wenig Lust. Aber vielleicht erzählen Sie, wie die Vollgeldreformer das immer nur begrenzte Kreditangebot ohne Zinsmechanismus an die richtigen Kreditnehmer bringen will?

    • Holly01 - 23. Mai 2014

      Bargeld = etwa 3% die benötigt werden um den Geldkreislauf (real) zu bewerkstelligen, der Rest von 97% ist Zweckentfremdet

      Gold = den relane Beständen stehen Papiergoldmengen gegenüber die eine zig fache Menge darstellen, das gleiche prinziep des hebelns und zweckentfremdens

      Derivatemarkt = etwa 800-900 Billionen Dollar Volumen, davon etwa 1/4 auf der ständigen Suche nach Rendite

      Basis ist “Nichts”, denn Geld ist “Nichts”.

      Das ist keine Diskussion, das ist das zwingende Ergebniss des Systems, das einige (der Hegemon entnimmt ständig aus dem Derivatemarkt und gibt “Nichts”, begründet darauf aber seine Macht) herforragend nährt und andere zwingend verarmt und hungers sterben läßt.
      Zinseszinssysteme haben alle eines gemeinsam: die Verelendung der Gesellschaften und das Hervorbringen epochaler Ausdrücke von Überfluß in Machtdarstellung, Kunst und Religion.

      • thewisemansfear - 23. Mai 2014

        Der Zins(eszins) wird nur dann gefährlich, wenn man ihn lässt. Durch eine gescheite Regulierung/Besteuerung kann das System sehr wohl funktionieren, es ist keineswegs gesetzt, dass es sich so zuspitzen muss.
        Und das “Zulassen” hat der Großteil der Bevölkerung leider nicht selbst in der Hand (glaubt es zumindest nicht), da sich die politischen Entscheider mit den Machteliten verbündet haben. Krysmanski et al. sind hochaktuell.

        Holly, es ist Macht, die einige dazu verleitet, das jeweilige System zu ihren Gunsten auszunutzen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Weltgeschichte.
        Das was an der Oberfläche wahrgenommen wird, ist damit noch kein kausaler Zusammenhang.
        Beispiel der Reparatur eines elektrischen Geräts: Ich schau mir das an, finde recht schnell ein paar verbrutzelte Bauteile. Die kann ich austauschen – habe ich damit aber auch die Ursache beseitigt? Höchstwahrscheinlich nicht. Dafür müsste man die Funktionsweise bis ins Detail kennen (Schaltplan besorgen), den hat bei einem komplexen System wie “Wirtschaft” aber keiner.

        • Holly01 - 23. Mai 2014

          Einerseits gebe ich Ihnen Recht, es ist komplex.

          Ich plage mich seit tagen mit der Frage:
          Wenn ein Ratenkredit über 84 Monate läuft und pro jahr 2% Inflation auflaufen, gehen diese 14% in ihrer Wirkung nun gegen den Zins und heben diese Zinswirkung teilweise auf, oder kann man das alles nominal durchreichen?

          Das weiterreichen von Zinsforderungen innerhalb des Geldsystems ist ebenfalls so eine Sache, die eigentlich nicht funktioniert. Aber über Volumen offensichtlich doch (zeitlich begrenzt) trägt, ist ja unsere Realität.

          Man kann aber Vorne und Hinten am System klar belegen, es ist Betrug, der systematisch erfolgt und dessen Abrechnung zwangsläufig kommen -muss-.

          Macht? Ja es geht immer um Macht. Die haben sie und wir haben sie nicht. Die Gesetze zum Beenden von Aufständen sind seit Jahren alle fertig und die EU hat vorgesorgt, daß keine Regierung auf Polizisten angewiesen ist, die das nicht täten.
          Der “Beihilfe” Grundsatz ist längst verankert.
          Das Kapital hat offensichtlich weder lust den Zustand der max. Zinsenphase (also max. Gewinnphase) zu verkürzen, noch ist das Kapital bereit auf den Reibach zu verzichten.
          Das Geld setzt auf brachiale Gewalt. Die Macht dazu haben die auch.

          • thewisemansfear - 23. Mai 2014

            Zins als auch Tilgung zahlen Sie aus Ihrem Einkommen. Wenn Sie einen Inflationsausgleich erhalten, vermindert das die reale Zinslast. Bei wikipedia gibt’s ein paar Beispiele zum Thema Realzins und effektiver Jahreszins.

            Ich habe schon mal darauf hingewiesen, dass Sie das selbe Spiel mit “Gewinnen” anstellen können. Gewinne lassen wir auch nur zu, weil wir davon ausgehen, dass sie reinvestiert werden (also der Gemeinschaft wieder zugeführt) und am Ende alle profitieren. Werden sie das nicht, ensteht exakt dieselbe Problematik.
            Und schon sind wir wieder bei Prof. Werner mit seinen produktiven / unproduktiven Krediten.

          • Holly01 - 25. Mai 2014

            Wenn man voraussetzt, daß der Zins und der Zinseszins nur ein erweiterter Zugriff auf zukünftiges Einkommen sind, dann ist die Qualität direkt davon abhängig, wie die zukünftigen Einkommensentwicklungen sein werden.

            Private Verschuldung erzeugt Zahlungsmittel.
            Die Zahlungsmittel Qualität ist ausschlisslich durch die Qualität der Einkommenserwartung gedeckt.
            Eine stagnierende und tendenziell abnehmende Einkommenentwicklung bedeutet eine schlechte Geldqualität.
            Das wäre nur ein weiteres Argument gegen die Steigerung der Unternehmensgewinne und Zinsgewinne zu Lasten der Privateinkommen.
            Die Senkung der Privateinkommen wäre dann quasi eine brennende Lunte.

  • Frankenfurter - 23. Mai 2014

    Mir scheint, Sie haben den Derivatemarkt noch nicht verstanden. Gehebeltes Volumen ist nicht gleich real vorhandenes Kapital. Wenn sie die 900 Billionen etwas durch den Faktor 10 teilen erhalten Sie das reale Vermögen. Eine gigantische Summe ist das immer noch, natürlich.

    • Holly01 - 23. Mai 2014

      Ich versuch gar nicht erst, so zu tun, als ob ich alles verstanden hätte.
      Aber eines habe ich verstanden und das zieht sich wie ein rotes band durch das Geldwesen:

      Jeder Markt hat ein Volumen.
      Im Zugriff brauchen die Marktbetreiber nur, was in aus dem Markt raus geht.
      Der Rest ist zur freien Verfügung.
      Ihre Bank kann mit allen Einlagen tun, was die will. Das sind Kredite an die Bank.
      Sie wissen doch: “das Geld liegt nicht auf der Bank”.
      Im Goldmarkt das Gleiche. Alle eingelagerten Goldbestände sind in der Verfügung der Lagerstätte.
      Das Gold liegt nicht auf der Bank.
      Im Derivatemarkt ist es ebenso. Das Geld liegt nicht auf der Bank.
      Vorrätig sind die 3-5% Fluktation. Mit dem Rest machen “die” was “die” wollen.

      Das ist alles nur eine Scheinwelt, nur ohne Scheine.

      Sie wissen das in Wahrheit auch, sie machen es sich nur selten bewusst.
      Belesen Sie sich bitte noch einmal zu Zypern.
      Da wird das ganz offen und schonungslos gesagt:
      Bankeinlagen sind Bankkapital und kann zur Bankenrettung selbstverständlich herangezogen werden.
      Verluste von Anlagekapital sind Normalität. Das “Haben” auf Ihrem Konto ist das Anlagekapital das Sie der bank zur Verfügung stellen.

      Ja, das zieht sich durch das gesamte Kapitalwesen. Das ist quasi ein Rechtsgrundsatz.
      Nun können Sie mal raten, warum es die Amis finden 80% des Derivatemarktes mit 6 banken zu kontrollieren.

      Wenn Sie groß genug sind dann kaufen Sie schlicht ALLES. Sie können auch nicht verlieren.
      Auf der ganzen Welt ist man mehr oder minder Produktiv. Das ist (genug Volumen vorausgesetzt) Ihr fester Gewinn, egal was Sie tun.

      Das ganze auf der Grundlage von “gekommen aus dem Nichts, mit einem Gesamtwert von Null und gegangen ins Nichts”.
      Das nenne ich ein cleveres System.

  • Holly01 - 24. Mai 2014

    Ergänzung:

    Auch ein Buch:
    http://www.amazon.de/Die-Globalisierungsfalle-Angriff-Demokratie-Wohlstand/dp/3499604507/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1400913421&sr=1-1&keywords=die+globalisierungsfalle

    es kommt in diesem Artikel vor:

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41841/1.html

    und wird so rezitiert:

    Vom 27. September bis zum 1. Oktober 1995 fand in San Francisco ein exklusives Treffen der Weltelite statt. Nur drei Journalisten durften an dem Treffen, zu dem 500 zentrale Persönlichkeiten dieser Welt gekommen waren, teilnehmen. Einer davon: Der deutsche Journalist Hans-Peter Martin, der auch für den Spiegel und die Zeit gearbeitet hat.

    Ihm gelang es also, Zutritt zu einer handverlesenen Runde zu bekommen. Er “gehörte” quasi plötzlich selbst zu einem sehr erlauchten Kreis. Doch, was machte er?

    Er berichtete darüber, was er auf der Konferenz beobachten konnte und was dort so vor sich ging. Zum Beispiel, so schreibt Martin, wurde bei diesem Treffen der Mächtigen eine neue Gesellschaftsordnung skizziert: “Reiche Länder, ohne nennenswerten Mittelstand – und niemand widerspricht”, heißt es in dem Buch “Die Globalisierungsfalle”, dass 1996 erschien und ein Bestseller wurde.

    Es kann also niemand behaupten :
    - das alles war ja nie bekannt
    - man konnte über den tatsächlichen Einfluß dieser Kreise nichts wissen
    - die Agressivität war nicht erkennbar
    - man wusste ja nie wer das ist
    - die Politik in den Ländern erschien unabhängig und individuell
    - die Demaokratien erschienen intakt

    Das ist alles Unsinn. Jeder kann es besser wissen.
    Achso: Ich bin immer noch überzeugter -Nichtwähler-. Ich hoffe dei Leute boykottieren alle Wahlen.
    Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann währen die verboten.

  • Traumschau - 24. Mai 2014

    Dieses Interview mit Jürgen Roth ist sehr aufschlussreich:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/24/europa-putsch-einer-kleinen-elite-gegen-den-demokratischen-staat/

    Das genau ist der Grund, warum ich nicht mehr zur Wahl gehe und viel eher auf die Proteste der Menschen baue. Leider befindet sich der deutsche Michel noch im Tiefschlaf. Die kritischen Blogger rufen z.T. dazu auf, bei der Europawahl ihre Stimme den kritischen Parteien zu geben.
    Ich halte das für einen Fehler bzw. eine schwere Fehleinschätzung (nicht erst seit heute) der tatsächlichen Machtverhältnisse.
    Die kritischen Blogger sollten die Menschen zu Protesten aufrufen – anders wird es nicht gehen.
    Da habe ich überhaupt keine Zweifel!
    LG Traumschau

  • Traumschau - 24. Mai 2014

    Ein weiterer Grund, nicht an dieser Marionettenwahl teilzunehmen:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/26/luxus-leben-bis-zum-untergang-die-sagenhaften-privilegien-der-eu-politiker/

    Die Liste und Berichte über die offene und heimliche Korruption in der EU ist schier endlos!!
    Wir streuen uns selbst Sand in die Augen, wenn wir unsere Hoffnungen auf diese Wahl setzen.
    Ich erinnere nur an die letzte Bundestagswahl – das was daraus entstand, ist einfach unglaublich:
    Eine neoliberale Einheitspartei, eine Konzernregierung, mit einer 2/3-Mehrheit!
    Diese Bundestagswahl hätte bei einem entsprechenden Linksrutsch tatsächlich Europa zum Besseren verändern können – die EU-Wahl ändert nichts! Die Bundesregierung ist die treibende Kraft einer verbrecherischen Politik in Europa – einschließlich der Ukraine.
    LG Traumschau

  • Holly01 - 24. Mai 2014

    Wenn man dem Internet glauben mag, dann wurde die gesamte H4 und Sozialgesetzgebung bon Bertelsmann aufgesetzt,bis zum letzten Komma.
    Wenn man den Buchinhalt von den Hr. Schumann und Hr. Martin glauben mag, würde das bedeuten, daß Bertelsmann oder die Stiftung oder beide quasi ein Werkzeug dieser Leute sind oder zumindest sein könnten.
    Eines der derzeitigen Lieblingsthemen von Bertelsmann ist TTIP und die Kanzlerin ist eine glühende Befürworterin von TTIP.
    Während der TTIP Diskussionen wird das deckungsgleiche Abkommen mit Kanada schweigend durchgewunken.
    Auch die Entscheidungen zu TTIP laufen leise ab:
    https://www.taz.de/Rueckenwind-fuer-Handelsabkommen-TTIP/!136982/

    Die neue “Machtpolitik” der deutschen Elite ist nur ein Teilstück des Puzzles.
    Unser Geld reicht offensichtlich nicht mehr, Kriege sollen wir für diese Eliten nun auch noch führen.

    • Traumschau - 24. Mai 2014

      Ja, überall brennt es lichterloh!
      Wir müssen alle auf die Strasse und gegen diese Verhältnisse protestieren!!
      LG Traumschau

      • Holly01 - 24. Mai 2014

        Die “Wertegemeinschaft” … die haben die Werte und wir sind die Gemeinschaft …..
        und es ist nie genug ……

      • Holly01 - 24. Mai 2014

        Es standen 300.000 Menschen in Bonn und wollten den NATO-Doppelbeschluss friedlich verhindern.
        Der (heute hoch gelobte) Topatlantiker Schmidt hat einen braunen Haufen darauf gelassen und das trotzdem gemacht.
        Es müssten in Deutschland an jedem Montag 30.000.000 auf der Strasse stehen, damit die das zur Kenntniss nehmen.
        Die Reaktion stelle ich mir dann in etwa so vor:
        “Sind Montagsdemos schlecht für den Konsum und die Wirtschaft?”

        Ich weiss aber auch weder Rat noch sinnvolle Tat.

    • Georg Trappe - 24. Mai 2014

      Etwas aehnliches gab es wohl schon einmal. Damals hiess es MAI.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Multilaterales_Investitionsabkommen
      Es soll Plagiatsspezialisten geben, die beim Vergleich der Texte dieses gescheiterten Abkommens mit den Vertraegen von Lissabon festgestellt haben wollen, dass da Passagen sehr aehnlich sind.
      Und passend dazu und zum Wonnemonat empfehle ich noch diesen wunderbaren Aufsatz:
      http://community.zeit.de/user/montaigne/beitrag/2010/05/05/der-mai-ist-gekommen

      • Holly01 - 24. Mai 2014

        schau an, bei der zeit gibt es noch denkende leute … wer hätte die ausgerechnet dort vermutet?

      • Traumschau - 24. Mai 2014

        Danke für die Links!!
        LG Traumschau

  • Holly01 - 24. Mai 2014

    Von Gewalt, in welcher Verkleidung auch immer, halte ich überhaupt nicht.
    Auch wirtschaftliche Vergewaltigung wie H4 ist für mich Gewalt.
    Das lehne ich absolut ab.
    DAS kann für mich jedenfalls keine Antwort sein.

    Ganz davon ab, sehe ich das wie streiten mit Doofen. Wenn jemand versucht einen doofen auf dessen Niveau zu überzeugen funktioniert das nicht. Da gewinnt der Doofe immer.
    Bei Gewalt trifft man auf einen Gegenüber, der an Gewalt Spasß hat und darauf konditioniert ist, da wäre ein “normaler Mensch” völlig chancenlos.

    Und Gewehr?
    http://www.youtube.com/watch?v=mvtdOHzH-5U

    Das ist Anarchie und Gewalt zwischen Nachbarn und das Ergebniss.
    Opfer sind die Leute die die ganze Zeit sowieso angeschmiert sind. Die Täter verfolgen das am Screen und beliefern beide Seiten.

    • Traumschau - 24. Mai 2014

      Ich sehe das im Grunde wie Sie – nur, wollen wir zulassen, dass uns unsere Regierung in einen Krieg auf Geheiß der USA hinein zieht? Was wollen wir denn dagegen unternehmen? Schreiben?
      Wir haben nach dem GG das Recht zum Widerstand – und eigentlich auch die Pflicht dazu!
      Ich möchte keine Gewalt – da haben Sie mich missverstanden. Allerdings ist Selbstverteidigung bzw. ein Aufbegehren in Anbetracht der derzeitigen Lage schon so etwas wie Notwehr! Wie viele Menschen sind schon aufgrund der “Krisenpolitik” in Europa gestorben, z.B. in Griechenland?
      Diese Politik ist ein Verbrechen und die Justiz schweigt!!
      LG Traumschau

      • Holly01 - 24. Mai 2014

        Es ist eine Systemschwäche, wenn die Bevölkerung nicht folgt.
        1/3 bis 1/2 der bevölkerung hat man wirtschaftlich ruiniert. Dieser Anteil entzieht sich sowieso schon.
        Ein weiteres 1/3 verbiegt sich in der wirtschaftlichen Zwangslage um nicht abzurutschen. Das ist innere Opposition.
        Die 2%-5% die echte “Gewinner” sind, weil sie oben schwimmen, wissen um die Probleme und schweigen lautstark, wegen der Angst vor den 95%.

        Das ist ein scheiss System, ohne jeden inneren Halt.

        Die permanenten Keile, die in die Gesellschaft getrieben werden, führen nicht nur zum zersptittern der Opposition, es zersplittert auch die Tragfähigkeit.
        Diesen Staat trägt nichts mehr. Nur der Elitewillen ihn zum eigenen Guten zu erhalten.

        Die Gesellschaft koppelt sich ab. Es gibt klare Parallelgesellschaften und Abkappselungen, wo sich Leute entziehen.
        In der Arbeitswelt lebt alles von den alten Säcken, die noch von sich aus tun, aber die Basisi geht in Rente.
        Wenn die Jungen etwas verinnerlicht haben, dann den Egoismus und die Entfremdung gegenüber der Gesellschaft.

        Das alles ist eine bunte Fassade, dahinter laufen die Zerfallsprozesse.
        Man kann das nicht einen und konsollidieren, aber die Eliten können (ausser mit Geld) auch nur sehr wenig machen, je höher der Druck der Kriegstreiber wird, desto mehr wird sich die Masse entziehen.
        Der Zerfall läuft auf hohem Temponiveau.

  • Holly01 - 24. Mai 2014

    Tja, da komm ich immer bei Ihm an:

    http://www.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg

    Er hat gerade eine schwere Zeit, aber er war immer ein Licht im Dunkeln.

  • Sophie - 24. Mai 2014

    So, ich habe das Buch bestellt und nun fertig gelesen. Es ist schlichtweg großartig und gelungen! Danke für den tip!
    Ich konnte es kaum aus der hand legen. Gut recherchiert, spannend und witzig geschrieben und tolle Charts auch von Steffen! Top!