Der VW-Abgas-Skandal – der Industriepolitik sei Dank?

von am 22. September 2015 in Allgemein

Wer erinnert sich nicht an das Gezerre um die CO2-Abgasgrenzwerte auf europäischer Ebene. Letztlich wurden sie im Sinne der Autohersteller weichgekocht. Das ist nichts Neues und nur eines von vielen Beispielen.

Die Bundesregierung hat sich stets für Deutschlands Autokonzerne stark gemacht oder anders ausgedrückt darauf geachtet, dass ihre Interessen bei politischen Entscheidungen auf europäischer Ebene möglichst weitgehend berücksichtigt werden. Politisch wird das regelmäßig mit dem Hinweis darauf gerechtfertigt, dass es dabei um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit um das wirtschaftliche Wohl und Wehe Deutschlands geht.

Wirtschaftspolitik für das „Big Business“

Doch genau genommen geht es dabei nicht um alle Unternehmen, sondern hauptsächlich um Konzerne. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Konzerne zu erhalten und zu stärken, das ist nicht nur ein im Grunde sehr fragwürdiges Totschlag-Argument. Es ist auch das zentrale Ziel der klassischen Form von Industriepolitik, in deren Genuss die sogenannten National Champions der unterschiedlichsten Branchen kommen, eben die Konzerne.

Volkswagen ist ohne Zweifel ein „National Champion“ so wie es auch die anderen deutschen Autoriesen sind. Aber nur zur Erinnerung: Auch die skandalgebeutelte Deutsche Bank und die seinerzeit vor dem Beinahe-Kollaps vom Staat gerettete Commerzbank gelten der Politik als Nationale Champions. Als solche, so der Tenor der Politik, müssen Konzerne groß genug und in der Lage sein, in der Liga der größten Unternehmen ihrer Branche weltweit erfolgreich mitzuspielen. Und die Politik sieht ihre vornehmste Aufgabe darin, ihnen dabei zu helfen. Das ist ein wirtschaftspolitisches oder besser gesagt industriepolitisches Anliegen einer jeden Regierung in den Industriestaaten. Jeder macht es also. Jeder zieht mit. Und was alle machen, das kann nun mal nicht völlig falsch sein. Darauf lässt sich diese Form von Industriepolitik heute letztlich zurückführen. Hinterfragt wird sie jedenfalls nicht – und das ist sehr merkwürdig.

Denn manchmal oder eher immer wieder, so scheint es, verliert die Politik dabei die Grenzen aus den Augen, die einer der gesamten Wirtschaft und den Bürgern verpflichteten Wirtschafts- und Industriepolitik gezogen sind. Und dann fragt sich eigentlich, ob und inwieweit diese Politik überhaupt noch der gesamten Wirtschaft und dem volkswirtschaftlichen Interesse der Allgemeinheit dient. Freilich stellt niemand in der Politik laut diese Frage. Das wird auch im VW-Abgas-Skandal am Ende sicher nicht anders sein.

Die Industriepolitik der „National Champions“ bereitete auch den Boden für die Finanzmarktkrise

Zur Erinnerung: Dass die Großbanken nach der Pleite von Lehman Brothers 2008 weltweit ins Schleudern kamen, weil sie sich gnadenlos verzockten, ist das bisher prominenteste und eindringlichste Beispiel dafür, wohin eine Industriepolitik führt, die es den Konzernen nur recht machen will – und dann noch nicht einmal mehr genau hinschaut, ob sie sich wenigstens im Rahmen der ohnehin sehr lockeren Vorgaben bewegen. Der industriepolitische Rahmen für die Banken wurde von diesen exzessiv überstrapaziert, wie u.a. zahlreiche Manipulationsskandale – etwa Libor-Skandal und der Skandal um Währungsmanipulationen – und juristische Verfahren zeigen.

Damit das nicht unter den Tisch fällt: Die Politik hat den Boden für die Finanzmarktkrise bereitet. Sie handelte dabei ganz im Sinne der „internationalen Wettbewerbsfähigkeit“ der Großbanken, was de facto jedoch nichts anderes bedeutete als sie letztlich tun zu lassen, was sie eben tun wollten. Ist das bei den Automobilkonzernen, bei VW anders?

Nein. Es gibt in dieser Hinsicht keinen prinzipiellen Unterschied in der so verstandenen Industriepolitik zwischen Automobilkonzernen, Großbanken oder Pharmariesen usw. Es ist insofern unaufrichtig, wenn Politiker jetzt jede Verantwortung für die unrühmliche Praxis bei Volkswagen weit von sich weisen. Denn in der praktizierten Form von Industriepolitik sitzen sie mit den Konzernen, also auch mit Volkswagen, im selben Boot. Und machen wir uns nichts vor: „Die Wirtschaft“, das sind für Regierungspolitiker wie Ministerien im Wesentlichen die Konzerne, die National Champions.

Was gut ist für Volkswagen ist auch gut für Deutschland?

Es wäre deswegen wichtig, wenn genau das in der echauffierten Debatte um den VW-Abgas-Skandal nicht vergessen und vor allem auch daran gedacht würde, diese Form von Industriepolitik, die immer wieder zu mittleren oder großen Katastrophen führt, endlich einmal grundsätzlich zur Diskussion zu stellen. Es ist schon lange nicht mehr wahr, was Lee Iaccoa, der berühmte Chrysler-Chef, einst in den 80er Jahren sagte, nämlich: Was gut ist für Chrysler ist auch gut für Amerika!

Es ist insofern vielleicht in doppelter Hinsicht besonders passend, dass die Manipulationen von VW in den USA aufgedeckt wurden. Denn das ist erstens in der Tat mit Sicherheit besonders gut für die US-Autoindustrie und es zeigt zweitens, dass die deutsche Politik immer erst tätig wird, wenn der Anstoß dazu von den USA ausgeht.

Das Problem, so sei an dieser Stelle der Politik ins Merkheft geschrieben, ist nicht so sehr der einzelne, vom rechten Pfad abgekommene Konzern. Es ist jene Art von Industriepolitik, die sich unter der Überschrift „Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit“ ganz in den Dienst von Konzernen stellt – koste es was es wolle. Denn das geht nicht nur zu Lasten der Steuerzahler, wenn´s mal wieder schief geht. Es geht vor allem auch zu Lasten der gesamten Volkswirtschaft.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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44 KommentareKommentieren

  • Holly01 - 22. September 2015

    Hallo SLE,
    klasse Text, Danke.

    So ist das, wenn ein Staat Lokalhegemon spielen möchte. Da gibt es auch mal lecker was vor den Kopf.
    Egal ob Griechenlanddesaster, Ukrainescherbenhaufen, Flüchtlingsdrama oder eben VW, es gehört alles in den selben (geistigen) Topf.
    Ob es nun Diskussionen geben wird, weil die Ergebnisse nicht mit den Erwartungen Schritt halten?
    Nein, ich bin mir sicher, das führt zu keinerlei Diskussionen.
    Leider wird das nur Ansporn sein, es beim nächsten Anlauf noch dreister und noch brutaler fortzusetzen.
    Hr. Isching und Hr Zetschke stehen da (für mich) stellvertretend für eine völlige Beratungsresistenz und Erkennnisresistenz.
    Industriepolitik war schon immer die kleine Schwester der Militädoktrin.

    • Vogel - 23. September 2015

      @Holy01
      Mit “(geistigen) Topf” meinst Du entweder das hier: “Man hat nicht den kompetenten Staat gewollt, der die Regeln durchzusetzen und zu kontrollieren in der Lage ist, sondern den schwachen Staat, der die Wirtschaft machen lässt und dafür sorgt, dass es keine „unangemessenen“ Störungen im Betriebsablauf gibt. Otto Graf Lambsdorff, der die „geistig-moralische Wende“ [Hervorhebung von mir] der Kohl Ära mitbegründet hat, ist als Bundeswirtschaftsminister bekannt geworden mit dem Spruch, dass Wirtschaft in der Wirtschaft stattfindet.” oder Du meinst: “Was interessiert mich Köln? Mich interessieren der Dom, der Rhein und die Museen; die restlichen 99% können mir gestohlen bleiben!”

      Um nicht falsch verstanden zu werden, FACK um SLEs Artikel und den überwiegend bestätigenden Meinungen dazu. Was ich meine ist, dass wir alle doch irgendwie auf “die Großen” (die Sehens”würdig”keiten(!) fixiert sind; wer laut schreit wird gehört. Der Fehler könnte wohl im Genom liegen?? ;-)

      • Vogel - 23. September 2015

        Nachlieferung, sry. Das Zitat stammt aus dem unten von mir verlinkten Artikel von Flassbeck.

        • Holly01 - 23. September 2015

          Jaein,
          erstens ist es schon so, das ein Schreibmedium wie ein Blog dazu verführt aso lange einzudampfen bis man den Inhalt so weit kastriert hat, daß man inhaltlich nur Unsinn von sich gibt.
          natürlich rutschen Betonungen oft auf Schlagworte, die im Kontext zu dem Zeitpunkt gerade immer inhaltlich abgedeckt sind.
          Ich habe (hier) das große Glück ein paar Leute inzwischen so gut zu kennen, daß die umgekehrt (gerade wenn ich mal wieder so eine Vielschreibphase habe) freundlich mitlenken.
          Extrem schön so eine Knautschzone und sehr gesund, wenn es wechselseitig funktioniert.

          Ansonsten denke ich eher an den Energiemarkt mit den gegenläufigen Interessen dei widerstrebend von der Politik verfolgt werden und (zur allgemeinen Erheiterung) im kostenintensiven inhaltlichen Niemandsland enden.

          Ich denke an die Forschung, die Wissenschaft und den Schulbetrieb die korrumpiert werden und nur noch Zeckeinrichtungen sind, die sich weitestgehend selbst aufgegeben haben.

          Das Thema sind Kaufkraft, Gerechtigkeit und meine persönliche Wut, daß ich eine ganze Gruppe (Politiker und jounalistische Mundhuren) verachte und nicht damit zurecht komme, weil Verachtung gegenüber Menschen nicht meinem Moralkorsett entspricht und selbst ausserhalb jeder Diskussionswürdigkeit steht.

          Der Staat oder präzieser unser aller Staat ist nicht mehr zu retten. Es ist faul und hohl, verlogen und korrumpiert von der Wurzel bis zur Krone.
          Gesetze gelten selektiv.
          Meinungen werden unterdrückt.
          Diskussionen werden nicht geführt.
          Institutionen dienen einem Zweck, werden aber völlig zweckentfremdet eingesetzt und hinterlassen so inhaltliche Lücken.
          Es ist ein Scheiss von Grund auf.

          Die Frage wie ich es exakt sehe und was mir denn lieber wäre, beantworte ich mit einer Anleihe bei Hr. Pispers: “wollen Sie mir Scheisse in verschiedenen Geschmackssorten anbieten?”

          Wir haben nur eine Politikerkaste und die verachte ich und die lehne ich grundweg ab. Damit habe ich weder Alternativen noch Möglichkeiten. DAS ist mir schmerzhaft bewusst. Mir ist ebenso bewusst, dass ich diese miese Haltung nur einnehmen kann, weil es genug Menschen gibt die diesen Staat (von dem wir Alle abhängig sind) immer noch mittragen.
          Ich erwarte von unserer Politik gar nichts mehr und selbst das können die nur selten erfüllen …

          • Holly01 - 23. September 2015

            Dieser Staat, mein Staat, unserer Staat ist selbst bei rudimentären Aufgaben nicht mehr dazu in der Lage zu funktionieren und die Gesetze einzuhalten.
            Damit hat sich in und für Deutschland eine inhaltliche Diskussion die über den reinen Hinweis auf die Fehler hinausgehen erledigt.
            Schade ansich, es gibt niemanden mehr der Verbesserungen herbeiführen könnte …..

  • Paernu - 22. September 2015

    Hallo Stefan Hallo Holly
    Sehe ich völlig anders!

    Das ist doch völlig belanglos ob VW mit seinen Autos etwas CO2 mehr ausstößt. Es geht ja noch nicht mal um Sicherheit oder etwas wirklich giftiges.

    Letztlich ist das ein Angriff der USA auf ein Unternehmen mit Symbolcharakter:

    1.) VW : Synomym für ein deutsches altes Unternehmen für das Markenzeichen :”Made in Germany”
    2.) VW: Synoym für deutschen Export, insbesondere auch nach Asien und Osteuropa
    3.) VW: Stellvertreter für die deutsche Autoindustrie
    4.) VW: immer noch bedeutender öffentlicher Besitz
    5.) VW: erst Russland Sanktionen, dann Rückgang in China und jetzt noch der Schlag in den USA

    Da geht es nicht darum, ob Abgasnormen nicht eingehalten wurde. Der Hegemon USA will zeigen, wer hier das sagen hat und das ihm die Entwicklung in Europa nicht gefällt.

    Jetzt werden erstmal Flüchtlingsströme in Bewegung gesetzt um die Ausgaben und Belastung in Deutschland nach oben zu treiben und dann die Einnahmenbasis verringert.

    Die USA wollen alles unterbinden was eine Annäherung zwischen Deutschland und Russland bedeutet. Je schwächer Deutschland umso besser.

    Das die Handelsbilanzüberschüsse von Deutschland aus Sicht einer ausgeglichen Weltwirtschaft negativ sind, keine Frage, aber hier geht es NUR um Machtpolitik.

    Was ein Zufall ausgerechnet zur IAA kommt die News raus. Das ist knallharte Machtpolitik, die USA wollen uns sagen: “Ihr Deutschen macht was wir sagen°!”

    Nebenbei bemerkt, nach Report Mainz, werden in der Pfalz 20 neue amerikanische Atombomben stationiert.

    Ist keine Verschwörungstheorie, sondern findet ich passt hervorragend in die Rolle der USA vor dem ersten und zweiten WK.

    Aber ich höre mir gerne Gegenargumente an.

    • Holly01 - 22. September 2015

      Hallo Paernu,
      kleiner link von den nachdenklseiten zu US-Sonderrechten:
      http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150921-strategiepapier-bmvg0001.pdf

      kleiner link von den nachdenkseiten zur VW-story:
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=27635

      Es klingt für so, als hätten die USA nur einen der vielen Punkte abgerufen, die man in den Schubladen hat und die totsicher zum Erfolg führen.
      So gesehen haben Sie mit Ihrer Einschätzung auf jeden Fall Grundlagen.

      Der einzige Punkt mit dem ich selbst zu kämpfen habe ist: was passiert eigentlich wenn die Merkel aufhört bei jeder Gelegenheit das Kleid hoch zu heben und sich zu bücken?
      Haben wir dann auch unerklärliche Börsenabstürze?
      Werden unsere global player dann noch öfter aufgekauft wie gerade K+S?
      Setzen die USA dann ihr Besatzungsstatut mit Gewalt durch?
      Gibt es mehr Lungenembolien wie bei Missfelder?
      Tauchen öfter Akten auf wie bei Fischer?

      Die Datenhoheit und die völlige Angreifbarkeit unserer gesamten Elite und Wirtschaft ist das Problem.
      Windows und Androit sind unsere Probleme genauso wie UEFI und backdoors, die korrumpierte IT insgesamt, bei der die USA jederzeit den Stecker ziehen können.
      SWIFT ist unser Problem.
      70.000 amerikanische Soldaten in Deutschland sind unser Problem.

      Ändert aber nichts an der guten Argumentation von Ihnen.

    • Freiberufler - 23. September 2015

      Paernu,
      ich bin geneigt, die Sache etwas simpler zu sehen. Die Amerikaner betreiben eine ganz besondere Form von Industriepolitik (aka crony capitalism): Gesetze, die nur für andere gelten. Verstöße der eigenen Champions werden bewusst ignoriert oder schlimmstenfalls mit einem Büßchen belegt. Bei anderen Ländern verhängt man drakonische wenn nicht ruinöse Strafen.
      Der Besitzer des Saloons darf falschspielen, alle anderen Falschsspieler werden erschossen.
      Klar, wer in diesem Spiel gewinnt.

      Das Bestreben der USA ist, ihre eigenen Regeln zu globalen Regeln zu machen, und sich dann selektiv lästige Konkurrenten herauszupicken und abzuurteilen.

      Das ist wie bei der FIFA, wo die Ermittlungsbehörden auf eimal Korruption entdeckten, als sich auch Russland eine WM kaufen konnte.

      • Vogel - 23. September 2015

        @Freiberufler
        Dass die Amis auf dem “inneren” Auge blind sind und nur auf dem “äußeren” Auge sehen … Binse! Das ist allgemeiner Gebrauch (wie schon die Bibel weiß). Aber, es geht auch anders. Während die Banken hier gerettet werden und wieder gerettet werden und wieder tun und lassen dürfen … bitten die Amis z.B. nicht nur die DB zur Kasse mit 1,9 Mrd$, auch die Bank of America darf 17 Mrd$ (!) zahlen. Insgesamt knöpften die Amis den Banken, in der Hauptsache den eigenen, ~100 Mrd$ ab und sind noch lange nicht fertig mit dem Thema – und was macht D?, GB?, F?, was macht die EU? Nix, außer über Zypern und Griechenland herfallen!

  • JL - 22. September 2015

    Fast täglich werden in der Automobilbranche mittlerweile Autos in die Werkstätten zurückgerufen, mal, weil man ferngesteuert ohne großen Aufwand einen Motor während der Fahrt abstellen kann (GM) oder anstatt zu bremsen einen Wagen beschleunigt (Toyota). Weiterhin sind Warnungen vor möglichen Bränden in Kabelbäumen der Fahrzeuge für werkstattmäßige Nachbesserungen aller Fahrzeugflotten sehr beliebt.

    Dies zeugt von unausgegorener Fertigungsreife vieler Automodelle und damit vom Kostendruck, den sich Ingenieure und Entwickler- und die Autobranche selbst- ausgesetzt sehen.
    Diesen Kostendruck hatte VW mit 12,7 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) und 202,5 Milliarden Euro Umsatz in 2014 eigentlich nicht.

    Trotzdem war es im Interesse der Aktionäre wohl vorteilhafter eine Software aufzuspielen als einen neuen Motor zu entwickeln. Das dies möglich ist wußten nicht nur Automobilbauer, sondern auch die Bundesregierung- und alle anderen natürlich auch.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article146711288/Die-Bundesregierung-wusste-von-Abgas-Betruegereien.html

    Der eigentliche Skandal bei VW ist nicht der Betrug mittels der Software gegenüber den Prüfern in den USA und womöglich sonst wo, der eigentliche Skandal ist der Betrug am Kunden.
    Hier werden also beworbene Produkte an den Mann gebracht die grundsätzlich unseriös sind, Hauptsache die Rendite stimmt. Damit steht VW der Bankenwelt bis 2008 in nichts nach.

    Andererseits muß man sich natürlich fragen warum die Amerikaner genau jetzt agieren und Ablässe gegenüber ausländischen Firmen einfordern, nicht nur bei VW. Offenbar will man den heimischen Markt von unliebsamer Konkurrenz „befreien“. Da sind klar protektionistische Tendenzen erkennbar- die Globalisierung dürfte also ihr Ende gefunden haben.

    Die Aussichten für den Exportweltmeister dürften sich damit zukünftig wohl eintrüben.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Werner - 23. September 2015

    Nestbeschmutzer, glaubt denn einer, andere Konzerne, vor allem US-Konzerne, machen das anders?

    Nein, die Ziele der NSA, man kann sie im www nachlesen, sind genau das, was jetzt mit VW, einem national Champion geschieht. Informationen sammeln und im richtigen Moment lancieren um dem Gegner eine rein zu würgen. Dem Ami steht das Wasser bis zum Hals, DE zog schon nicht mit im IRAQ-Krieg, jetzt funkt es dem Ami im Ukraine-Putsch dazwischen. TTIP kommt nicht vom Fleck, DE und Teile des Parlamentes sind dagegen, DE erstickt an Flüchtlingen, die per Twitter zu mehr als 40% von unseren angelsächsischen Freunden, die vor 7 Jahrzehnten noch deutsche Städte bombardierten und Tausende Zivilisten ermordeten, nach DE eingeladen werden (globalresearch.ca…).

    Und prompt machen sich die Gutmenschen mal wieder über einen bösen deutschen Großkonzern her, der sich so verhält wie alle, auch US-Konzerne (Pfizer/Nigeria) sorry, aber ihr seid Träumer, ich wünsche euch und vor allem euren Töchtern nur gute Begegnungen mit den Neubürgern. Was die von Frauen halten, durfte sogar die Königintochter Julia Klöckner erleben. Dass sie sich darüber echauffierte, offenbarte dann doch noch ihre Arroganz und Ignoranz.

    Ich wünsche einen schönen Abend.

    ps. ja, man kann die Industriepolitk DE´s dafür verantwortlich machen, auch Winterkorn etc. aber die Ursachen dafür liegen doch eher bei Raubtierkapitalismus. Will dem jemand entsagen und auf seinen Billig-TV aus Korea oder gar sein Poloshirt für 5,–€ aus Bangladesh, verzichten?

    Mein Glaubensbekenntnis: Ich glaube an die Scheinheiligkeit der Menschen, vor allem die Scheinheiligkeit der Gutmenschen, ich glaube daran, dass der Kapitalismus ein Raubtier ist.

    • Holly01 - 23. September 2015

      Hallo Werner,
      “Nestbeschmutzer, glaubt denn einer, andere Konzerne, vor allem US-Konzerne, machen das anders?”
      Der Satz erschließt sich (mir) gar nicht. Kannst Du vielleicht so nett sein den etwas aufzudröseln, bitte?

    • SLE - 23. September 2015

      Hallo Werner,

      “Raubtierkapitalismus” ist – genau genommen – lediglich eine treffende Charakterisierung eines ganz konkreten historischen Zustands des Kapitalismus oder besser gesagt der globalen Marktwirtschaft.

      Wir haben auf seit Jahren ausgereifte, gesättigte und hochkonzentrierte Märkte auf denen deswegen scharfer Kostenwettbewerb herrscht. Sie werden jeweils nur noch von ein paar sehr großen Konzernen dominiert, eben den National Champions. Da die Wachstumsmöglichkeiten marktbedingt ausgereizt sind (weil sich kein Konzern auf einen echten, marktumwälzenden Innovationswettbewerb einlassen will und kleinere Anbieter diesen nicht durchsetzen können, nicht zuletzt deswegen nicht, weil die Politik auf der Seite der Konzerne steht), werden verhaltensbedingte Spielräume zur vergrößerung der Anteile am nicht mehr wachsenden Kuchen ausgeschöpft.

      Weil – wie im Aufsatz oben bereits gesagt – nationale Regierungen und National Champions – im selben Boot sitzen (das ist für die Politik keineswegs ein Muss und auch keineswegs gesamtwirtschaftlich sinnvoll), bedeutet das eben auch, dass die Regierungen sie mit politischen Mitteln unterstützen. Es ist aufgrund der verschwundenen Wachstumsperspektiven und des Patts zwischen den Konzernen auf ihren Märkten sowie wegen der Konzentration auf Kostenwettbewerb (statt dynamischen Innovations- und Qualitätswettbewerb) heute letztlich eine Industriepolitik mit der Brechstange oder um ihre Wortwahl aufzugreifen, eine “Raubtier-Industriepolitik”.

      Die USA betreiben diese Raubtier-Industriepolitik, wie hier in den Kommentaren schon sehr richtig angesprochen wurde, sehr konsequent. Es ist in diesem Zusammenhang beispielsweise an die Probleme zu erinnern, die die US-Behörden vor etlichen Monaten Toyota wegen klemmender Gaspedale machten oder wie selektiv sie wegen Geldwäschevorwürfen gegen insbesondere britische Großbanken vorgingen (so haben das jedenfalls britische Abgeordnete des Parlaments gesehen).

      Doch Märkte entwickeln sich für gewöhnlich und nur in der oben charakterisierten Entwicklungsform wird der Kapitalismus zum Raubtierkapitalismus und die klassische Industriepolitik mit der Brechstange betrieben, weil den eigenen National Champions anders nicht mehr zu helfen ist.

      Die logische Konsequenz daraus und aus der Tatsache, dass diese Verhältnisse auf Märkten (man denke an die dadurch bedingten massiven wirtschaftlichen Ungleichgewichte, die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich sowie natürlich insbesondere die anhaltende Wachstumskrise) genauso wie die beschriebene Form von Industriepolitik volkswirtschaftlich nicht mehr vorteilhaft, sondern zunehmend schädlich und teuer sind, wäre, die Politik zu ändern und das hieße in erster Linie darauf hinzuwirken, dass wieder eine mehr innovative, die Märkte umkrempelnde Dynamik entsteht und die engen Oligopole dadurch aufgebrochen werden. Was anzustreben wäre, ist, um ein Beispiel zu nennen, dass kleiner, hoch innovative Unternehmen wie etwa Microsoft Anfang der 80er Jahre auf von Oligopolisten dominierten Märkten reüssieren können. Das ist derzeit aufgrund der auf Konzerne fokussierten Industriepolitik gar nicht mehr möglich. Denken Sie nur an die Elektroautos und wie die Bundesregierung die Elektromobilität fördert und unterstützt. Diese Politik dient einzig und allein den Interessen der Konzerne und soll ihnen ihre pfründe sichern.

      Es liegt sehr wohl im Bereich der Möglichkeiten der Politik, gerade auch der Industriepolitik, sofern sie anders ausgerichtet wird, für mehr Dynamik auf den Märkten zu sorgen und so die inzwischen volkswirtschaftlich schädliche Dominanz der Konzerne zu beenden. Doch dazu müssen die Politiker das (komfortable) Boot verlassen, in das sie sich zusammen mit diesen Konzernen gesetzt haben.

      Geschieht das, dann wird der Kapitalismus auch kein Raubtierkapitalismus mehr sein. Den Kapitalismus oder die Marktwirtschaft generell so zu bezeichnen macht nur dann Sinn, wenn Märkte sich gar nicht entwickeln, das heißt, wenn man von der Zeit abstrahiert und im Kern eine Kreislaufwirtschaft unterstellt, in der immer nur dieselben Produkte und Dienste angeboten werden (wenn auch immer weiter verbessert), so wie es die herrschende neoklassische Wirtschaftslehre unterstellt. Eine realistische Erklärung für das, was auf Märkten geschieht und vor allem wirklich geschehen kann, ist das nicht.

      Viele Grüße
      SLE

      • Thorsten Eckau - 24. September 2015

        Hallo SLE,

        könntest Du Deine Sätze

        “Denken Sie nur an die Elektroautos und wie die Bundesregierung die Elektromobilität fördert und unterstützt. Diese Politik dient einzig und allein den Interessen der Konzerne und soll ihnen ihre pfründe sichern.”

        für mich erläutern? Sei stehen für mich im Widerspruch zur Realität, denn GERADE die Konzerne haben die Elektromobilität verschlafen (wenn man von deutschen ausgeht, Renault und Toyota haben sich von den etablierten Konzernen hier besser aufgestellt gehabt am Anfang). Doch es war gerade eine kleine Tesla, welche die Konzerne aufwachen ließ. Irgendwie bekomme ich das nicht mit Deinen Sätzen in Einklang, vielleicht verstehe ich Deinen Gedanken aber auch einfach nicht dahinter?!

        • Stepe - 24. September 2015

          Hallo,
          habe ich in der ARD gesehen.
          https://www.youtube.com/watch?v=XQelhFzK3Po

          Gruß Stepe

        • SLE - 24. September 2015

          Hallo Thorsten Eckau,

          Sie haben recht, die deutschen Konzerne hatten den Trend verschlafen. Obwohl “verschlafen” nicht das richtige Wort ist. Sie wollten die Elektroautos nicht, sondern so lange wie es geht ihre spritfressenden Dickschiffe verkaufen. Denn daran verdienen sie ja am meisten. Dann kam Toyota mit dem Hybrid (Prius) und der war ein unerwarteter Erfolg. Und Teslas Sportwagen hatte das Problem der Batterietechnologie , das die deutschen Autohersteller seinerzeit vorgeblich für unlösbar hielten, auf unkonventionelle Weise gelöst: Elon Musk schaltete einfach Tausende von Handy-Akkus in Reihe – und das funktionierte.

          Aber Tesla ist nur der bekannteste und inzwischen größte Hecht im Elektro-”Karpfenteich”. Wahrscheinlich ist Tesla auch die einzige Firma, die energisch am Aufbau eines echten E-Mobilitäts-Marktes arbeitet. Doch es gab vorher und parallel zu Teslas Erfolg viele andere, sehr kleine, aber hoch innovative Unternehmen, die an E-Autos oder alternativen Konzepten arbeiteten. Ein paar Beispiele: MDI Autowerke, Rinspeed, Bolloré Group, DuraCar, Mindest, Karmann, Fisker (Karma) usw.

          Ich denke, wenn man mal im Internet sucht, dann findet man noch viele solcher kleinen Firmen und vor allem auch Erfinder/Ingenieure. Aber die spielen in der E-Mobilitätsinitiative der Bundesregierung (Plattform für Elektromobilität) offenbar keine Rolle. Denn die Liste der Mitglieder des Lenkungskreises der Plattform für Elektromobilität liest sich wie das “Who is who” der deutschen Konzernlandschaft.

          Hier der Link: http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/nationale-plattform-elektromobilitaet-vorsitz-mitglieder-des-leitungskreises,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

          Und dasselbe gilt auch für die Liste der Vorsitzenden und Mitglieder der sieben Arbeitsgruppen. Schauen Sie hier nur einmal durch, wer die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen sind bzw. von welchen Unternehmen sie kommen:

          http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/nationale-plattform-elektromobilitaet-arbeitsgruppenbesetzung,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

          Das ist also ein ziemlich exklusiver Club. Diejenigen Ingenieure, Erfinder und Kleinunternehmen, die im Grunde die Pioniere sind und unterschiedliche technolgische Konzepte und Lösungen auf eigene Kosten und eigenes Risiko mit viel Gehirnschmalz entwickelt haben, scheinen hier ganz bewusst außen vor gelassen worden zu sein.

          Deswegen habe ich diese Initiative als eine bezeichnet, die nur der Sicherung der Pfründe für die Konzerne dient. Das ist im Übrigen klassische Industriepolitik (für die “National Champions”) in Reinkultur.

          Meines Erachtens hätte die Initiative für Elektromobilität, wenn sie wirklich auf innovative Durchbrüche und die konsequente Förderung eines neuen E-Mobil-Marktes abzielen würde, ganz anders aufgebaut sein müssen. Die Konzerne haben ohnehin genug Geld, um dies voranzutreiben – wenn sie es denn wirklich wollten, was ich bezweifele. Aber darum geht es eben auch: Die Konzerne wollen das damit verbundene finanzielle Risiko gar nicht tragen. Das soll bitteschön die Bundesregierung bzw. der Steuerzahler.

          Viele Grüße
          SLE

  • Holly01 - 23. September 2015

    Wenn ich die online Beiträge und die Diskussionsrunde im TV richtig verstehe ist das Ganze noch lange nicht absehbar.
    Der Vorwurf als solcher kann auf alle VW-Marken jederzeit erweitert werden und auch alle anderen KFZ-Hersteller aus Deutschland können diesem Vorwurf ausgesetzt werden.
    Da haben die Amis also den ganz großen Hebel angesetzt.
    Für VW geht es um nicht viel weniger als den Weiterbestand des Konzerns. Die 18 Mrd. sind nur die max. Strafe der Behörde, dazu kommen aber noch alle Kunden mit ihren Regressansprüchen.
    Die Rede ist von 11 Mio Fahrzeugen nur in den USA, die bereits betroffen sind.
    Für Audi, BMW, Mercedes und alle anderen Marken die unter diesen Dächern laufen, gibt es anscheinend nicht einmal Schätzungen.
    Der Image-Schaden, der dazu kommt dürfte ebenfalls in die Milliarden gehen.

    Tja, da haben die Amis auf jeden Fall ein Thema aufgegriffen, von dem offensichtlich jeder wußte, aber alle dachten das wäre so allgemein austauschbar, daß da keiner drangeht.

    Interessant auch ein Hinweis mit TTIP gäbe es das Problem überhaupt nicht. Reine Polemik, denn natürlich ist der offensichtliche Verstoß gegen Vorschriften auch nach TTIP immer noch strafbar und Grund für Minderung oder Wandlung.

  • Stepe - 23. September 2015

    Hallo,
    ich verstehe die Argumentation nicht. Betrug ist in der Wirtschaft „Gang und Gäbe“ da ist das bei VW nichts besonderes, es wird auch nicht besser wenn es alle machen.Jedem ist deutlich was in der Lebensmittelproduktion gemacht wird.
    Bei VW sind es nicht die Behörden in den USA die den Betrug entdeckt haben sondern eine kleine Private Firma die deutlich machen wollte wie toll Dieselfahrzeuge sind. Die haben vor einem Jahr bei VW angefragt wie sie zu den Messdaten kommen und ob VW das aufklären könnte. Ein Jahr haben die gebraucht um zu sagen ja wir haben Betrogen, sie sagen natürlich wie in Heute „geschummelt“. Dann ist das Netzbeschmutzern so eine Sache die meisten Großkonzerne gehören zu einem großen Teil Ausländern wie umgekehrt. Das alles so gewollt ist kann an den SUV gesehen werden. Die müsste man nicht kaufen.
    Das Großkonzerne den Staat in der Hand haben wird doch alleine durch die Lobby deutlich und die Spitze, es bleibt zu hoffen es ist so, ist TTIP. Da ist es denn das „deutsche“ Kapital das Anlage sucht und nicht etwa Griechenland etc.
    Abschaffen ders Individuellen Autoverkehrs wäre richtig, nachdem eine ordentliche öffentliches Verkehrssystem errichtet ist.

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53872

    gruß Stepe

    • Holly01 - 23. September 2015

      Der Punkt ist etwas anders. Wir sind nicht in der Schule und schummeln ist juristisch betrachtet keine Definition.
      Im Endeffekt kann diese Geschichte nur VW 100 Mrd. kosten und im Endeffekt kann das Ganze auch die anderen deutschen Herrsteller mit ähnlichen Summen mitreissen.
      Dann könnten wir die deutsche Autoindustrie zumachen und das beträfe in den Auswirkungen Deutschland massiv.

      Das ist nun kein Jux mehr, das kann ganz schnell zur Existenzfrage werden, nicht nur für VW.

      Das alle es so machen ist weder strafmindernt noch straftatsrelevant …..

      • Stepe - 23. September 2015

        Doch es ist ein Jux, wo ist den die Schwedische Autoindustrie, wo die Englische, lustig in der Konkurrenz zermalmt. Warum soll die Deutsche Autoindustrie das nicht “passieren.
        Das passiert im übrigen auch in der Schule und leider sind die Definitionen von den VW und ähnlichen oberen gesetzt.

        https://www.youtube.com/watch?v=b7xHUnqxGE8

  • Vogel - 23. September 2015

    Ist D das korrupteste Land der Welt?

  • Werner - 23. September 2015

    Zur Klarstellung.
    Mit Nestbeschmutzer meine ich die, die prompt über Alles und Jeden der eigenen Horde herfallen, der (angeblich) was falsch gemacht hat. Natürlich ist es nicht ok, wenn VW gegen Gesetze verstößt und es wird auch dadurch nicht relativierbar, wenn darauf verwiesen werden kann, dass andere es ebenso machen.

    Suspekt ist mir lediglich die lange Reihe von möglicherweise unzusammenhängenden Schlägen unserer sog. alliierten Freunde, gegen die deutsche Wirtschaft und DE, die spätestens mit der Weigerung Schröders mit in den IRAQ-Krieg zu ziehen, begann.

    IRAQ-Auflösung der DE-AG
    Finanzkrise – Mrd. Klagen der USA gegen deutsche/europäische Banken
    Lybien, Egypt, Ukraine – MH17, MH370, Germanwings
    Migrationswaffe
    VW

    Selbst ein Blinder kann hier erkennen, dass Widerstand gegen den Imperator sofort bestraft wird.

    Aufgabe der NSA ist es übrigens – und das kann man googlen – sich in Firmen-, Infrasrukturnetzwerke von Staaten einzuklinken um Informationen zu sammeln. Warum wohl, Informationen sind ja wohl kaum Selbstzweck?

    Natürlich um sie im (für die US-Regierung) richtigen Moment gegen einen Gegner oder ungehörigen Vasallen einzusetzen. Was glaubt ihr denn, wie Politik, ganze Seilschaften funktionieren. Kennst du meine Leichen im Keller, kenne ich deine Leichen im Keller, kannst du mir nix, kann ich dir nix…….auf ewig verbandelt.

    @ SLE, es ist absurd dafür die deutsche Industriepolitik verantwortlich zu machen. Sie ist ein Rädchen im Getriebe und bitte nie und nimmer, jedenfalls nicht bis zum Jahr 2100 vergessen:

    DE ist von Amis und Briten besetztes Land, hier gilt Besatzungsrecht!
    DE ist folglich nicht souverän und gut beraten das zu tun, was die Hausherren fordern, sonst knallt wie oben dargelegt.
    DE ist Feindstaat (UN-Charta)
    DE ist auf immer und ewig davon abzuhalten sich mit RUS zu einer eurasischen Union zu verbünden.

    Man kann das ALLES nachlesen bei Wolfowitz, Brezinski, Friedman, Greenhill, Barnett, und man sollte glauben, was man sieht, das kleine 1*1 beherrschen, wenigstens die Addition und man sollte sich selber vertrauen, statt ständig der Wahrheit hinterherlaufen zu wollen.

    Für mich haben die Amis hier ganz tief die Finger im Spiel und nicht nur als Opfer das beschissen wurde.

    Gruß
    Werner

    • Holly01 - 23. September 2015

      Hallo Werner und Danke für die Präzisierung.

    • Stepe - 23. September 2015

      Hallo Werner,
      ich denke das ich verstehe was Sie sagen wollen. Nur will ich Ihnen sagen das ich nichts mit dem Deutschen Kapitalismus zu tu habe ausser das ich zwingend 51 Jahre in Lohnarbeit war. Das macht mich mit dem nicht gemein.
      So sagt ja auch Herr Winterkorn das nicht für die Fehler einzelner 600000tsd Beschäftigte bei VW schlecht gemacht werden. Was haben denn die 600000tsd von VW zu erwarten? Noch mehr Werkverträge, noch mehr Leiharbeit noch mehr Bestechung der Arbeitervertreter. Auf alle Fälle Lohnsenkungen. Da müssen die die stumpf die Autos zusammenschrauben kein schlechtes Gewissen zu haben, vor allem wenn der Extraprofit durch die Betrügereien an die Coupon-Schneider geht.
      Für die die einen Vertrag eingehen, beim Kauf eines Diesels von VW, ist es auch Betrug wenn der Vertrag nicht eingehalten wird. Stellen sie sich nur vor es zahlt jemand 500 Euro des Preis nicht, das wird VW dem aber das „Nest beschmutzen.“
      So mühsam es ist, so muss doch jede Sauerei einzeln behandelt werden, Pauschaliren hilft da nicht, der Dreck am Stecken des Kapitalismus ist da zu groß und wo soll da begonnen werden.
      Es ist hier ja schon besprochen, TTIP wird es richten, das wollen beide Seiten, damit „es läuft“ wird es Geheim gemacht.
      Nur weil, dem widerspreche ich nicht, noch größere Deals in der Aufteilung der Märkte umgesetzt werden, darf VW nicht davon kommen und sei es dem Volk deutlich zu machen wie vergammelt das System ist.
      Gruß Stepe

      • MartinR - 24. September 2015

        Volle Zustimmung, Stepe – wie auch SLE’s Artikel und den meisten Kommentaren.

        Dazu wäre ich auch als Käufer einer dieser Fahrzeuge richtig sauer.
        Als ich mir letztes Jahr ein Auto zulegte, waren Verbrauch und CO2-Emissionen für mich bei der Auswahl mit das entscheidende Kriterium.
        Mein heutiger Verbrauch (andere Marke) ist ca. 1l/100 km höher als angegeben (trotz ökonomischer Fahrweise). Der Verkäufer redet sich mit der Standardantwort raus, die Herstellerangaben basieren auf den Laborwerten. Das machen wohl in der Tat alle Produzenten mit den üblichen Tricks (Minimalgewicht, Spalten abkleben etc). Es bleibt bei mir ein fader Beigeschmack, aber ich kann da halbwegs mit leben. Aber wenn mit Vorsatz darüber hinaus systematisch manipuliert wird, um Umweltgesetze zu umgehen ist das auch kriminell.

  • Werner - 23. September 2015

    hier noch mal Werner mit einem wundervollen Beitrag von Leserzuschrift aus de DGF:
    (Ich erlaube mir den Beitrag hierher zu kopieren und Danke an Leserzuschrift)

    Englands Seeblockade, oder Boykott deutsche Produkte (letztes Jahrhundert unter sehr ähnlichen internationalen Rahmenbedingungen)

    Welchen Unterschied ergibt das zur gegenwärtigen Situation? Gar keinen!
    Leute, es geht um Deutschland, nicht um VW.
    Es geht um das Ausspielen von Karten, die man (US) seit Jahren im „Blatt“ hat und man jetzt den geeigneten Zeitpunkt dafür wähnt.

    Ich hoffe nicht, dass ich erklären muss, wer hier gegen wen spielt.

    Ihr habt Euch alle gefragt, wie denn das um 1933 so alles entstehen konnte!

    Nun, jetzt sollte beim letzten die Jalousie fallen und klar werden, wie das geht.
    Ihr seid mittendrin!

    Krieg findet immer auf drei Ebenen statt.

    1. die militärische Ebene, also der offene Waffeneinsatz (meist inkl. offizieller Kriegserklärung)
    2. die wirtschaftliche Ebene (siehe Überschrift) (a)
    3. die ideologische Ebene (im weitesten Sinne das was Medien so von sich geben)
    (b)

    Im Unterschied zu 1933 haben wir heute keine eigene Medien im Inland.

    Und es wird auch noch nicht geschossen, gut, 1933 schoss auch noch niemand, außer die Straßenkämpfe zwischen Prescott Bush finanzierten Nationalsozialisten und den stalinistisch / zionistisch finanzierten Kommunisten.

    (a) weitere Beispiele US Amerikanische Boykotte zur Erinnerung: Kuba, Irak, Iran wonach es bei letzteren um die 1 Mio. Tote gegeben haben soll
    (b) und weil’s grad dazu passt: Um einen Gegner außenpolitisch kalt zu stellen muss man diesen innenpolitisch destabilisieren, womit wir bei der CIA vor-finanzierten Asylantenflut 2015 auf Deutschland sind

    Das ist alles so glasklar, daß ich mich wundern muss, wieso man über Abgasnormen überhaupt reden muss. Diese sind Mitteln zum Zweck. Völlig nebensächlich! Und technisch Kokolores. Wie kann ein Auto mit höherem Verbrauch „besser“ sein als eines mit weniger Verbrauch?
    Alle dopen, weil man ohne Doping „unter ferner liefen“ landet!

    Es wird Zeit, innerhalb der Bricks (RU, CN, IN, BRA), amerikanische Produkte zu boykottieren, das ist das Thema!
    Merkel hat nur diesen Trumpf und sie muss die Bricks dazu bewegen diesen zu spielen.
    Tun sie es nicht hat Amerika erkennbar die Macht, die deutschen Waffen auf die Bricks auszurichten, sowie die neueingewanderten Soldaten in diese Richtung schießen zu lassen.

    Wir sind bereits mitten im WK III, er findet längst statt, daß Waffen noch nicht in Deutschland benutzt werden, tut dem erdrückenden Fakt keinen Abbruch!
    Schon jetzt wird fraglich, wie wir unsere Ernährung sicherstellen können.
    Den internationalen Handels- Gegenwert für unsere Nahrung haben die Amerikaner grad in vollsten Bewusstsein und Absicht in der Luft zerrissen!

    Denn mit dem Wissen um diese Konsequenzen, wäre ein echter „Partner“ auf den Gegenüber zugegangen und man hätte das auf dem „kleinen Dienstweg“ erledigt!

    • Holly01 - 23. September 2015

      …. und wieder hat es die deutsche Elite geschafft, daß Deutschland isoliert alleine dasteht …… tja der Ring der Macht kann nur einem Herrn dienen ….

  • Gundermann - 23. September 2015

    “Und was alle machen, das kann nun mal nicht völlig falsch sein.”

    Völlig richtig! Wenn alle sagen, dass sich die Sonne um die Erde dreht kann das nicht völlig f….. oh…. Moment….

    • Stepe - 24. September 2015

      Hallo Gundermann,
      “wir” sagen heute noch “die Sonne geht unter”?

      Gruß

  • Gundermann - 23. September 2015

    Ach ja, was mir in dieser Angelegenheit sehr seltsam vorkommt: Diese amerikanische Organisation, die das ganze “aufgedeckt” hat. Im Heute-Journal sagte deren Vertreter, dass sie eigentlich zeigen wollten, dass man saubere Dieselmotoren bauen könne. Also angeblich war VW für sie das große Vorbild. Meine Frage dazu: was sollte dann ein Vergleichstest zwischen Labor und Straße dazu beitragen? Es sei denn man will nachweisen, dass die Labortests nicht korrekt sind.
    Zufällig findet das ganze natürlich pünktlich zur IAA statt. PURER ZUFALL. ;-)
    Food for thought.

  • Hartwig - 24. September 2015

    Tolle Diskussion.
    Aber war VW der einzige Testkandidat? (Nein)
    Wie schnitten die anderen ab? (made in Germany ist meilenweit vorne)

    Insgesamt handelt es sich hier um eine dumme Kampagne, die sich gegen die deutsche Industrie richtet, ja. Aber sie lässt sich mit Fakten nur schwer unterfüttern, weil die anderen Autobauer noch schlechter sind , mit Ausnahme deutscher Autobauer….

  • Stepe - 25. September 2015

    Hallo,
    es ist schon sehr erstaunlich wie schnell es zu Verschwörungstheorien kommt, wenn ein “liebes Kind” beschmutzt wird.
    Ist es nicht das arrogante “Made in Germany” Gefasel das im Grunde andere Wirtschaften bzw.Entwicklungen schlecht redet. Da gibt es Historisch kaum etwas was nur einem gehört, schon gar nicht national, alles baut auf Entwicklungen auf die auch andere vollzogen haben.
    Sich so für Betrügereien des Kapitals ins Zeug zu schmeißen, egal ob andere es auch machen, ist schon sehr schlicht, vor allem dann wenn die Masse der Bevölkerung zwangsweise sich dem Kapital zu verkaufen muss. Dann, wird genau das auch noch gefeiert als Schaffung von Lohnarbeitsplätzen.
    Gruß

    • Querschuss - 25. September 2015

      Hallo Stepe,
      dass ist keine VT, dass ist Macht- und Interessenpolitik auch um Konkurrenten zu schwächen, dies auszublenden wäre naiv, erst Recht in Bezug auf den Hegemon/Weltmacht. Die Abgas-Nummer ist sicher ein Skandal, einer unter vielen, aber nicht einmal halb so groß, wie er aufgeblasen wird.

      Gruß Steffen

      • Stepe - 25. September 2015

        Hi Steffen,
        das ist mir nicht fremd, ich habe mit keiner Silbe Verschwörungstheorie angedeutet, dennoch meine ich das da anders “ran gegangen” werden sollte, es bleibt so ein wenig beim Jammern “die Armen” Deutschen. Dir ist nicht unbekannt das die Konkurrenz in “unserer” Wirtschaft so etwas hervorbringt und das zwingend. Es ist ja richtig das es nicht so wild ist wie es durch manche Gazetten geht, die Konkurrenz nimmt aber alles um sich besser aufstellen zu können. Das Gefasel von den Wertverlust an der Börse ist doch nur “dramatisch” wenn ich die Aktien verkaufe. Wenn jemand 100tsd.rumliegen hat, soll jetzt VW kaufen, der hat in einem Jahr 30% + gemacht. VW würde sich doch die Hände auch reiben wenn s i e wieder jemand in den Gully treten könnten. (Denke an Piech und Winterkorn.)

        Es passiert vielen, ein Blick beim Konkursgericht sagt alles, nur sind da bisher Zulieferer der Autoindustrie zu finden.
        Das Problem ist, häufig hier zu lesen, das die Anleger (Kapital) ein scheues Reh ist.
        schönes WE
        gruß Stepe

        • Querschuss - 25. September 2015

          Hallo Stepe,
          ” ich habe mit keiner Silbe Verschwörungstheorie angedeutet”, …dein vorheriger Kommentar begann aber mit : “es ist schon sehr erstaunlich wie schnell es zu Verschwörungstheorien kommt, wenn ein liebes Kind beschmutzt wird.”
          Aber gut, was du auch damit immer sagen wolltest, vielleicht habe ich es nur nicht verstanden.

          Gruß Steffen

          • Stepe - 26. September 2015

            Hallo Steffen,
            der Fehler kann auch bei mir liegen, ich tendiere dazu nicht genug zu erklären um den Text kurz zu halten.
            Wenn ich lese und es soll lediglich ein Beispiel sein: “Letztlich ist das ein Angriff der USA auf ein Unternehmen mit Symbolcharakter:” Dann geht es meines Erachtens vom Kern der Sache weg, es ist keine Frage der Nationalität. Schaut man sich die Kapitalverteilung an so gibt es keine Nationalen Firmen in der Größenordnung. (Das ist es was den Chinesen vorgehalten wird)
            Das wird allerdings gerne benutzt um das Volk moralisch Auszubeuten. Es kann sein das Verschwörungstheorie das falsche Wort ist, das fällt mir auf wenn “Gundermann” das es nicht um “Verschwörungstheorie” geht und dann belegt das es eine Verschwörung gewesen ist.
            Auf alle Fälle war es nicht meine Absicht von dem was passiert ist abzulenken.

            Gruß Peter

    • Gundermann - 25. September 2015

      Es geht hier nicht um eine Verschwörungstheorie. Die Verschwörung ist offenkundig und gerade aufgeflogen. VW ist überführt. Wer dort zu den Verschwörern gehörte muss die Justiz jetzt ermitteln. Mit Sicherheit waren es hochrangige Manager – eventuell sogar Winterkorn, der ja immerhin mal Entwicklungschef war – und angeblich ein sehr detailverliebter!
      Interessant wäre noch, wer der Zulieferer des Steuergerätes ist. Da könnten Komplizen sitzen.

  • Toni - 25. September 2015

    Hallo,

    “Scharfe Kritik äußerte Sinn an der US-Automobilindustrie, die über Jahrzehnte versucht hätte, „die kleinen und effizienten Dieselmotoren für Pkw durch immer weiter verschärfte Stickoxid-Grenzen vom Markt fernzuhalten, weil man selbst die Technologie nicht beherrschte“. Gegen die „Stickoxid-Schleuderei der eigenen Trucks“ habe man nichts. „Nun hat sie endlich den gewünschten Erfolg. Der Diesel-Motor ist wieder weg. Meinen herzlichen Glückwunsch.“

    Gruß Toni

    • Stepe - 25. September 2015

      Hallo Toni,
      sie haben ja Recht mit Ihrer Kritik, nur dem Sinn spreche ich es ab zu kritisieren, der betreibt es selbst was er hier der amerikanischen Autoindustrie vorwirft. Die Deutsche Autoindustrie macht dasselbe zu den Elektroautos https://www.youtube.com/watch?v=XQelhFzK3Po
      Ich denke nicht das der Diesel “weg” ist, mit 500 Euros mehr ist er das was versprochen ist, der kann “sauber” sein. Und Dreckschleudern haben “wir” mit den SUV auch, da kann der Preis gar nicht hoch genug sein.

      Gruß Stepe

      • Stepe - 27. September 2015

        Ich bin geschockt das ,obwohl er alle Verantwortung übernommen hat, sein Gehalt nicht bekommen soll.
        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/nach-rauswurf-pocht-frueherer-vw-chef-winterkorn-auf-vertragsauszahlung-13826434.html

        Gruß Peter

      • Toni - 27. September 2015

        Hallo Stepe,

        über H. Sinn brauchen wir wirklich kein Wort verlieren, da geb ich Ihnen Recht. Ich habe gelesen, dass wenn VW nur ca. 100 Euro in einen größeren Kat investiert hätte, dann gäbe es diese Aufregung überhaupt nicht. Dann wären die durch alle Tests gekommen.

        Aber Geiz ist Geil! Statt diese Suppe auszulöffeln, tritt der gnädige Herr lieber ab und fordert auch noch Kohle. In Regress müsste man gewisse Herren nehmen, statt dessen gibts auch noch den goldenen Handschlag. Da kann ich nur noch K…….

        Gruß Toni