Deutscher Export schwächelt im Dezember

von am 8. Februar 2012 in Allgemein

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute Morgen mitteilte sanken die unbereinigten deutschen Exporte von Waren und Güter im Dezember 2011 um kräftigere -10,23% zum Vormonat und stiegen noch um +5,0% zum Vorjahresmonat. Die Daten sind sehr interessant einerseits vermeldet Destatis ein Rekordexportvolumen von 1060,1 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2011, ein Anstieg zum Vorjahr von +11,4%, der von den Medien auch herausgestellt wird, andererseits zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen und vor allem der schrumpfende Export in die Eurozone schlägt negativ zu Buche.

Die prozentuale Entwicklung des deutschen Exportvolumens bei Waren und Gütern im Vergleich zum Vorjahresmonat (an Hand der original unbereinigte Werte) seit Januar 2000.

Im Dezember 2011 wurden Waren und Güter in einem unbereinigten Volumen von 85,1 Mrd. Euro ausgeführt, nach 94,8 Mrd. Euro im November und nach 81,0 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Im Chart die monatlichen Exportdaten seit Januar 1991 mit damals 29,2 Mrd. Euro an Exportvolumen.

Auch Kalender- und saisonbereinigt (gemäß X-12 ARIMA Verfahren) sanken die Exporte im Dezember 2011 kräftig um -4,3% zum Vormonat, nach +2,6% im November.

Der Schwerpunkt beim deutschen Exportvolumen (unbereinigt) lag auch im Dezember 2011 weiter in Europa, denn 47,4 Mrd. Euro bzw. 55,7% aller Exporte von Waren und Gütern gingen in die Länder der EU27. In die Eurozone (EU17, mit dem Euro als gemeinsamer Währung) ging ein Volumen von 31,8 Mrd. Euro bzw. von 37,7% aller deutschen Exporte. Ein kräftiger Einbruch von -15,6% zum Vormonat und von -3,3% zum Vorjahresmonat. In Drittländer (alle Länder außerhalb der EU 27) waren die Exporte stark, es wurden Waren und Güter in Höhe von 37,7 Mrd. Euro geliefert, der Anteil lag bei sogar 44,3%, nach 40,99% im Vormonat.

Die deutschen Exportdaten in die Eurozone wiesen mit -15,6% zum Vormonat und mit -3,3% zum Vorjahresmonat eine deutliche Schwäche auf:

Die Entwicklung des Exportvolumens in die Eurozone im Verhältnis zum Gesamtexport seit Januar 1991 bis Dezember 2011 im Chart. Diese Daten belegen allerdings das Deutschland vor der Euro-Einführung sogar einen höheren Anteil Waren und Gütern in die Eurozone exportierte als nach der Einführung des Euro. Sollte sich die Schwäche des Exports in den nächsten Monaten weiter manifestieren, wofür ja eigentlich alles spricht, kommt die Krise der Südperipherie der Eurozone, über ein schwindendes Exportvolumen dorthin, nun auch in Deutschland an!

Die Daten zum Außenhandel mit der Eurozone haben es in sich, denn neben den schwachen Exportzahlen, generierte Deutschland im Dezember 2011, dass erste Mal seit Beginn der Datenreihe im Januar 1991 ein Handelsbilanzdefizit mit der Eurozone von -100’000 Euro, nach +2,6 Mrd. Euro im Vormonat und nach +7,12 Mrd. Euro im Vorjahresmonat! Dies ist zwar in Hinblick auf den Abbau von Ungleichgewichten zu begrüßen, nur ist dieser Rückgang primär Folge der Kontraktion der Wirtschaften in der Südperipherie, mit dem deutlichen Hinweis auf ein Übergreifen der rezessiven Tendenzen nach Deutschland.

Die Entwicklung der unbereinigten Originaldaten bei den Exporten (rot) und Importen (blau) von Waren und Gütern in Mrd. Euro seit Januar 1991 bis Dezember 2011 im Chart.

Die gesamten deutschen Importe stiegen im Dezember 2011 um unbereinigte +5,4% zum Vorjahresmonat, auf 72,1 Mrd. Euro, nach 78,9 Mrd. Euro im Vormonat und nach 68,4 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat sank das Importvolumen unbereinigt um -8,6% und damit etwas schwächer als die Exporte mit -10,2%. Auch Kalender- und saisonbereinigt (X-12 ARIMA Verfahren) ging es abwärts, die Importe im Dezember 2011 sanken um -3,9% zum Vormonat, nach -0,2% im November.

Die Entwicklung der unbereinigten monatlichen deutschen Handelsbilanz bei Waren und Gütern seit Januar 1971 im Chart. Der deutsche Handelsbilanzüberschuss sank im Dezember 2011 auf 12,9 Mrd. Euro, nach 15,9 Mrd. Euro im November und nach 12,6 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Diese Daten sind weiter Beleg für die enormen fundamentalen Ungleichgewichte im Handel Deutschlands mit der Welt.

Im Gesamtjahr 2011 wurde ein Handelsüberschuss von +158,1 Mrd. Euro erzielt, nach +154,9 Mrd. Euro 2010 und nach +138,7 Mrd. Euro 2009.

Die Entwicklung der monatlichen deutschen Leistungsbilanz seit Januar 1971 bis Dezember 2011 im Chart. Im Dezember 2011 stieg der Leistungsbilanzüberschuss auf +19,3 Mrd. Euro, nach +14,7 Mrd. Euro im Vormonat und war unverändert zum Vorjahresmonat.

Die Leistungsbilanzüberschüsse sanken im Jahr 2011 leicht auf +135,9 Mrd. Euro, nach +141,5 Mrd. Euro 2010. Die Leistungsbilanz bildet die Teilbilanzen aus Handelsbilanz, Dienstleistungsbilanz und Übertragungsbilanz ab.

Abseits des Jubels über das Rekordexportvolumen 2011, was ja einen Blick zurück darstellt, zeigen sich die negativen Rückkopplungen des Niedergangs der Südperipherie der Eurozone nun auch für Deutschland. Ein sinkender Export im Dezember, ein sinkender deutscher Output der Industrieproduktion im November und im Dezember und die schwachen deutschen realen Einzelhandelsumsätze, mit 3 Monaten Kontraktion in Folge, sprechen klar für ein rezessives Quartal in Q4 2011 und wahrscheinlich auch für Q1 2012. Man erntet was man säte.

Reloaded: Blick auf die Leistungsbilanzen

Quellen Daten: Destatis.de/Pressemitteilung Außenhandel Dezember 2011Genesis.destatis.de/Datenbank

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35 KommentareKommentieren

  • Frank - 8. Februar 2012

    Hallo Steffen,

    “Man erntet, was man säte”, schreibst Du. Das klingt mal wieder so, als habe man die ganz falsche Saat ausgebracht. Schauen wir uns an, was Du gemacht hättest:

    “Meine Lösungen für Griechenland habe ich oft geschrieben, austreten, radikal abwerten, Insolvenz, dies wären die einzigen Schritte für Griechenland in Hinblick auf eine wirtschaftliche Zukunft.” (Querschuss vom 03.02.2012)

    Wahrscheinlich ist die von Dir empfohlene Maßnahme (gilt die Empfehlung eigentlich auch für Portugal? Für Spanien und Italien?) sogar richtig; sie hätte allerdings – da bin ich mir sicher – zu einem noch wesentlich stärkeren Rückgang der deutschen Exporte in die Peripherie geführt.

    Also: bitte nicht über Nieselregen beschweren, wenn man selbst einen Wolkenbruch empfiehlt. (Klar, Du hättest Griechenland erst gar nicht in die Euro-Zone aufgenommen. Wer würde Dir da heute widersprechen? Aber das Kind ist nun einmal in den Brunnen gefallen.)

    Die Peripherie hat in den vergangenen Jahren massenhaft auf Pump importiert. Jetzt hört das langsam auf – ein unvermeidliche, aus meiner Sicht durchaus nicht nur negativ zu bewertende Entwicklung.

    Viele Grüße

    Frank

    • Roland - 8. Februar 2012

      @ Frank

      Steffen, der sich sicher selbst besser verteidigen kann, hat keinen “Nieselregen” empfohlen, sondern obige Schritte in ein Gesamt-Konzept gestellt.
      Dazu gehören unabdingbar der Wiederaufbau einer eigenen Wertschöpfung am besten mit einer sinnvollen EU-Hilfe.

      Hätte man im EU-Raum eine abgestimmte Wirtschaftsförderungs- , Lohn- und Produktivitäts-Politik betrieben, wäre das Desaster vermutlich vermieden worden.

      Wenn der EURO aber nur dazu dient, einen Raum zu schaffen, in dem sich letztlich das Recht des Stärkeren durchsetzt, geht es schief.

    • peterb - 8. Februar 2012

      Was man hätte statt dessen besser machen solchen?
      Die Kritiker des Euro haben es von Anfang an gesagt: Eine gemeinsame Währung funktioniert nur innerhalb eines gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzsystems und einer einheitlichen Finanz- und Wirtschaftspolitik. D.h. Angleichung von Steuern, Vorschriften/Gesetzen, Subventionen etc. Dies hätte natürlich eine einheitliche Wirtschafts- und Finanzpolitik zur Folge haben müssen.
      Dies ist bis heute nicht vorhanden.

      Natürlich gäbe es auch dann noch Leistungsunterschiede – so wie in der BRD zwischen Meckl.-Vorpommern und BW.Und letztlich müsste auch dann ein gewisser “Länderfinanzausgleich” stattfinden. Die katastrophalen Folgen mit drohenden Bürgerkriegen, Massenverelendung, dem Zerfall der öffentlichen Ordnung, der drohenden Destabilisierung der gesamten Euro-Raums inkl. den negativen Auswirkungen auf den Rest der Weltwirtschaft – das hätten wir dann so nicht.

      So aber hat jeder an sich selbst gedacht: Wie kann ich profitieren? Ob der Gedanke war, meine Mitbewerber nieder zu konkurrieren, oder wie ich möglichst billig an Geld komme, spielt letztlich keine Rolle mehr. Und es zeigte sich mal wieder die Hirnrissigkeit des Satzes: Wen jeder an sich denkt, ist an alle gedacht…

    • dank - 8. Februar 2012

      @Frank

      Um bei der schönen Metapher zu bleiben:

      Dieser Nieselregen dauert nun schon lange (also eigentlich ein Dauerregen) und scheint auch noch keinem Ende zuzugehen – er dauert schon so lange, dass sich die Blumen vielleicht für lange Zeit gar nicht mehr öffnen, weil sie am Stiel verfaulen.
      Ein Wolkenbruch – wie der Name schon sagt – ist heftig, aber bei weitem kürzer. Danach kann wieder die Sonne scheinen und die Blumen blühen.
      Dauerregen setzt nonstop Wolken voraus – keine Sonne – keine Blumen – keine Chance.
      Ein Wolkenbruch reinigt und erfrischt – Dauerregen trübt das Klima und weicht auf Dauer alles auf.
      Folks, make your choice.

    • boris - 8. Februar 2012

      @Frank
      Das “Kind” ist nicht in den Brunnen gefallen – sondern wurde in den Brunnen (mit vielen Versprechungen) getragen. Dies ist ein ziemlicher Unterschied und es ist mehr als bedenklich, dass du ihn nicht bermerkst oder bemerken willst.
      Tja, was tun mit Spanien, Portugal und Italien! Auch so ein Denkfehler, man sieht nur die Länder an, welche die Verlierer dieser EU sind und nicht die ganze EU. Der Unterschied zwischen den Defizitländern und den Überschussländern wird in den nächsten Monaten eher grösser werden und damit auch die Probleme der EU.
      Lösung – es wird einfach mal weitergewurstelt und leider habe ich den Verdacht, dass die (nicht nur) in Brüssel sich mehr für die Finanzindustrie (Banken) interessieren als für die systemirrelevante? Bevölkerung. Schliesslich scheint es bewiesen, dass wir ohne Banken nicht leben können – doch vielleicht können ja die Banken ohne uns leben?

    • Johannes - 8. Februar 2012

      Ich verstehe Deine Kritik nicht, lieber Frank.

      Steffen hat doch neben dem Griechenland- Problem auch gefühlte 5000 mal die Exportorientiertheit der deutschen Wirtschaft bemängelt.

      Wie oft soll er denn noch auf die schlechte Lohnentwicklung in Deutschland und damit auf die mangelnde Binnenwirtschaft und alle anderen dazugehörigen Folgen hinweisen?

      Irgendwie tut mir der Steffen schon leid.

      Er versucht alles mögliche, die ganzen Zusammenhänge zu erklären und wird doch wieder an einem einzigen Punkt/Artikel zu unrecht kritisiert.

      Ich bewundere Steffen für seine Ausdauer und Berharrlichkeit.

      Johannes :)

    • Querschuss - 10. Februar 2012

      Hallo Frank,
      eigentlich hatte ich keine Lust auf eine Antwort, nun noch kurz soviel, du reißt meine Aussage aus dem Kontext, man muss unterscheiden zur aktuellen Situation eines Verbleibs in der Eurozone und da sind unbestreitbar die Maßnahmen der Troika kontraproduktiv und führen nicht nur in Griechenland in die Rezession. Da Murksel und ihre Berater federführend bei der Austeritätsstrategie sind und Griechenland dramatisch, aber mittlerweile auch Portugal, Spanien und Italien in eine Rezession abdriften, erntet auch Deutschland was es woanders säte, eine sich abschwächende Wirtschaftsdynamik, die durchaus auch in einer Rezession in Deutschland enden dürfte. Daran ist als Zustandsbeschreibung alles korrekt!

      Hätte man die Schäden nicht Monat für Monat maximiert, sondern Griechenland wäre bereits vor einem Jahr oder noch früher ausgetreten, hätte dies den Abwärtssog in der Eurozone eher begrenzt, der Austritt Griechenlands wäre für die deutsche Exportindustrie kein Problem, immerhin sank im Dezember 2011 der Export in die Eurozone um knapp -6 Mrd. Euro. Der monatliche Export nach Griechenland, selbst wenn er komplett wegbrechen würde betrug zuletzt im November 415 Millionen. Relevant für Deutschland sind die Exporte nach Spanien, Italien, Niederland und vor allem nach Frankreich.

      Ansonsten mache ich mir es einfach, seit zwei Jahren sage ich punktgenau den Niedergang Griechenlands vorher und dokumentierte ihn, ebenso lag immer der Fokus auf den Niedergang der gesamten Südperipherie und bisher hat sich daran nichts zum Besseren gewendet. Da ficht mich dein angeblicher Nieselregen wenig an.

      Gruß Steffen

  • klaus - 8. Februar 2012

    OFFTOPIC

    Soziale Marktwirtschaft für ins Grundgesetz

    Insolvenzler und Avatar LINDNER ( FDP ) will
    “soziale” oder vielleicht “Friedmannsche” Marktwirtschaft
    ins Grundgesetz schreiben.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/christian-lindner-soziale-marktwirtschaft-soll-ins-grundgesetz/6181130.html

    Ist das bereits der letzte Versuch ein System zu
    retten, das auf Grund von übermäßigstem Raubbau
    schon jetzt von der europäischen Peripherie her mit
    bürgerkriegsähnlichen Tendenzen zu Scheitern droht.

    Oder will noch jemand die Begrenzung von Medikamenten
    in Griechenland als Austerität und Solidarmaßnahme
    verkaufen?

    Solche Maßnahmen kündigen doch eher minus
    0 Kelvin ( −273,15 Grad Celsius) im Solidarwesen an.
    Als Gegenmittel wird wohl dann der Weg über
    den System-Neustart ( Bürgerkrieg ) bleiben.
    Toll, wie heftig die Umverteilung von unten nach
    oben verteidigt wird.

    Da kann man auch nach Santo Domingo auswandern
    und zusehen, wie Sie mit der Flinte am Fenster
    vorbeispazieren.

    Gut nur, das Analysten so sicher bei der raschen
    Erholung des deutschen Industrie-Outputs sind.
    Daher setzt man jetzt wohl auf Brandmauern im
    Grundgesetz.

    Danach folgt die große Koalition um den
    Euro zu retten. Die SPD wird wieder lügen.
    Schließlich braucht man 66 % um das GG
    zu ändern oder besser gesagt um an die
    Rechte des kleinen Mannes heranzukommen.

    Es wäre schön, wenn das Grundgesetz
    festgeschrieben würde.
    Damit nicht jeder seinen Müll reinschreiben
    kann.

    Zumindest wäre man so gezwungen, die
    wirklichen Ursachen für Fehlentwicklung
    zu beseitigen.

    Just my 2 Cents.

    Grüße klaus

    • Roland - 8. Februar 2012

      @ Klaus

      Der Vorstoß Lindners ist eine Reaktion auf die “Verfassungs-Schutz-Debatte” der letzten Zeit.

      Zu ihrem Erschrecken mußten die Neoliberalen lernen, dass unser Grundgesetz keine spezielle Wirtschaftsordnung schützt; weder den Kapitalismus noch gar die Diktatur der “Finanzmärkte”.

      Deshalb die Aufregung.

      • klaus - 9. Februar 2012

        @Roland.
        Mal Danke Roland.

        Schon klar.
        Ich hab ja nix gegen Kapitalismus.
        Ich sehe nur nicht ein, das unmoralisch
        erreichter Reichtum jetzt plötzlich mit
        Moral geschützt werden soll.
        Jeder Normalo soll jetzt mit Ethik
        und Moral versorgt werden um diesen
        gestohlenen Reichtum zu festigen.

        Und die Gallionsfigur der Vergesellschaftung
        von wirtschaftlichen Flops, wie Lindner mit
        seinem Millionsdarlehen für Avatare soll
        der ideale Mann sein.

        Es kann nicht sein, das jemand mit
        Beziehungen einfach so eine persönlich
        günstige Insolvenz macht und der
        kleine Mann haftet.

        Welch ein Vorbild baut die FDP da
        wieder mal auf.
        Lambsdorff war ja erst vorbestraft.
        Westerwelle soll ja in der Schweiz
        mit Firmen auch nicht zu von
        Deutschland löblichen Verhalten
        aufgefordert haben.
        Monitor, usw haben da ja bereits
        aufgeklärt.

        Das ist das Problem.

        Grüße klaus

  • M.E. - 8. Februar 2012

    Die auf langfristig unhaltbare Ungleichgewichte basierende deutsche Sonderkonjunktur muss irgendwann enden.
    Und dass dieses “irgendwann” jetzt oder demnächst ist, dürfte nicht unwahrscheinlich sein.
    Die Rückgänge der Importe innerhalb der EU-Länder wurde bis vor Kurzem noch durch die hohe Nachfrage nach deutschen Exportgütern in den Schwellenländern und den Rohstoffexportländern ausgeglichen. Aber auch hier zeigen sich beginnende Schwächeerscheinungen – siehe z.B. Brasilien.
    So erfreulich bei oberflächlicher Betrachtung die Entwicklung der letzten 2 Jahre auch war, so könnte diese erfolgreiche Phase auch ziemlich schnell zu Ende gehen.

  • Michael S. - 8. Februar 2012

    Schöner Artikel!

    Sollten die Spiegel Leser mal lieber hier rein schauen! Speziell “generierte Deutschland im Dezember 2011, dass erste Mal seit Beginn der Datenreihe im Januar 1991 ein Handelsbilanzdefizit mit der Eurozone von -100’000 Euro, nach +2,6 Mrd. Euro im Vormonat und nach +7,12 Mrd. Euro im Vorjahresmonat!” Müsste eigentlich mehr Beachtung finden in den Medien.

    Gruß Michael S.

  • Systemfrager - 8. Februar 2012

    @ Querschuss, SLE
    Ich weiß es nicht … kann ich mir aber vorstelleln, dass es auch anderen ähnlich geht
    Es ist mir nämlich zu schnell
    Gerade beginnt eine Diskusstion mit den Kommentaren, kommt schon was neues, oder sogar zwei Mal
    Einige ziehen um, dort eine halbe Sache, dann wieder eine halbe Sache … man verliert Lust sich bei den Kommentaren mehr Gedanken zu machen (man schmeißt sich dann ein bisschen mit Worten) Außerdem macht man auch was anderes nebenbei
    Die Artikell sind immer wider so gut, dass sie so etwas wirklich “nicht verdient haben”
    Man sollte nicht so fließbandartig produzeiren
    Aber das ist trotzdem nur eine PRIVATE Meinung
    ;-)

    • dank - 8. Februar 2012

      Ja und nein, kann Deine Aussage verstehen – klar geht es an manchen Tagen richtig zur Sache, aber lieber so, als dass ich in den Mainstreams irgendwie zwischen den Zeilen lesen muss. So kann mir meine Gedanken machen, was aus all dem wird und was das für mich, meine Lieben und uns alle bedeutet. Lieber so, als dass etwas unter den Tisch fällt oder gar falsch dargestellt wird.
      Dazu gibt’s auch Artikel da hab ich null Ahnung, freu mich trotzdem über neue Infos – lerne dazu und versuche mich mehr zu informieren.
      Und es ist ja nicht immer so, dass es so viel neues gibt, was zu den querschuessen passt, aber teils heißt aktuell auch das sich die Artikel fast im reinkommen überschlagen. Denke ebenfalls, das es an solchen Tagen (nicht nur da) Steffen Spaß macht – so wie es uns Spaß macht zu lesen – ein Kommentar schrieb von einer Art Sucht nach den neuen Infos – ja, was ist es sonst, wenn das Interesse dafür geweckt ist, ist’s sicher nicht so einfach zu lesen aufzuhören, das Muster der Zahlendreher und Hintergründe selber zu suchen, zu finden und weiter zu denken…
      Ich finde es sehr imposant, wie Steffen (mit SLE und nun auch hajo) teils 5 und mehr Artikel innerhalb kürzester Zeit einstellt und so immer wieder ein viel besseres Gesamtbild für uns aufzeigt, dazu noch kommentiert und richtig stellt. Es ist einfach hervorragende Arbeit & reine non-kommerzielle Aufklärungsarbeit <- davon könnten sich sehr viele der Big One eine dicke Scheibe abschneiden. Das ist in der Art selten und bemerkenswert.

      UND damit haben wir jetzt unsere eigene TROIKA (aka SSh – Steffen, SLE, hajo ) und ich weiß nicht warum, aber die gefällt mir irgendwie besser, ist ehrlicher als die hochmediale und sie hilft uns auch gerne, dass wir sie verstehen, wenn es doch mal klemmt! :-) :-D

      • Systemfrager - 9. Februar 2012

        @ dank
        Wenn es wirklich so wäre, dass alles so rasant vor sich ginge, wie du es sagst …
        Das sehe ich gar nicht. Wir befinden uns in einer Agonie, die schon seit ein paar Jahren andauert. Es ist ein langsamer aber sicherer Trend nach unten, die kleinen +/- Abweichungen sagen nicht viel

  • der Bauer vom Hunsrück - 8. Februar 2012

    ich bin wie immer entzückt ob der Arbeit, die Steffen sich hier macht und der Deutlichkeit seiner Darstellungen und Interpretationen und ich bin verwundert über die Ausführungen einiger Komentatoren.

    Fakt 1: die BWL verfolgt als Ziel die Monopolisierung des Unternehmens, die oft erwähnte Gewinnmax. ist lediglich das Vehikel um zum Ziel zu gelangen. In einem vielschichtigen Umfeld = Markt heißt das also Monopol je Branche = Oligopolisierung.

    Fakt 2: ein zivilisierter Staat kan unabhängig von seiner Regierungsform nur dann dauerhaft ohne Mord und Totschlag einigermaßen leidlich funktionieren, wenn zwischen seinen verschiedenen Bevölkerungsgruppen ein hohes Maß an ideellen und materiellen Übereinstimmungen besteht. Wenn es also gemeinsame Werte wie Religion, und eine nicht zu große Divergenz zwischen abslutem Reichtum und absoluter Armut gibt. Tendenzielle Stärkungen der einen Seite führen unweigerlich zu Spannungen.

    Nehmen wir beides zusammen, also BWL in dem o. g. Staat, so ist offensichtlich, dass sich das Ziel von 1. nicht mit dem Ziel von 2. verträgt. Damit stellt sich die Frage: Verfolgen wir als Zivilisation/Gesellschaft/menschliche Gemeinschaft etc. das Ziel 1, bzw. lassen es zu, dass Ziel 1 zum Dogma erhoben wird, nehmen wir zwangsläufig die Probleme inkauf, die mit der Ignoranz gegenüber dem Ziel des Staates einhergehen.

    Andersherum scheint es absolut nicht besser. Folglich müssen wir als Gesellscahft eine Entscheidung treffen, die das eine will und das andere läßt, bzw. abwägt, was ihr wichtiger ist.
    Den Kandidaten, die das Ziel 1 ohne Rücksicht auf Verluste verfolgen, auf ein, dem Ziel 2 entsprechend gesundes Maß zurechtzustutzen, sollte nicht schwer fallen. So machtvoll sind diese Kandidaten mit ihren Konglomeraten (noch) nicht. Das Wchstum ihres Systems baut nämlich ausschließlich auf Gewinn in Form von Geldakkumulation, auf, es ist quasi eindimensional. Diese eine Dimension zu schleifen, sollte uns als Gesellschaft nicht schwer fallen. Ein kurzer brachialer Konsumverzicht ohne sich von irgendwelchen Hiobsbotschaften ablenken zu lassen bringt jede BWL-Einheit in kürzerster Zeit zu Fall. Wir müssen uns als Ges. nur mal klar darüber werden, was wir wollen.

  • Lazarus09 - 8. Februar 2012

    Deutscher Export knackt 1000-Milliarden-Marke schreibt die FTD.de

    Auch das Amt für Wahrheit lässt Jubelmeldungen verbreiten …..

  • peterb - 8. Februar 2012

    Deutscher Export knackt 1000-Milliarden-Marke?
    Und wenn dies in Gefahr gerät, dann muss man halt noch mehr die Kosten drücken:

    “Nachdem der Missbrauch der Leiharbeit durch den Gesetzgeber endlich begrenzt wurde, suchen deutsche Unternehmen nach neuen Formen des Lohndumpings – mit Unterstützung der Wissenschaft …. Anfang Dezember berichtete dann die “Zeit” über eine Tagung mit dem vielsagenden Titel “Freie Industriedienstleistungen als Alternative zur regulierten Zeitarbeit”, die Spitzenvertreter aus Industrie und Wirtschaft nach Düsseldorf lockte. Veranstalter war das Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht (ZAAR) der Ludwig-Maximilians-Universität in München, das von Arbeitgeberverbänden mit einem Stiftungsvermögen von 55 Millionen Euro ausgestattet wurde. “:

    Werkverträge statt “equal pay”

    • Thorsten Eckau - 8. Februar 2012

      In den Kontext passt übrigens gut die Meldung des Handelsblattes von vor einer Woche bzgl. IBM. IBM will den Vorreiter spielen bei der Definition eines neuen Arbeitsmarktmodells. Man plant – bei derzeit schon enormen Gewinnen – diese auf Kosten der Belegschaft weiter zu maximieren. Kommend von 10USD per share Gewinn versprach der vormalige CEO in 2014 oder 2015 bei 20 USD zu stehen. Die neue CEO steht nun bei 13 USD und muss sehen, dass die das Versprechen einlöst.
      Hierzu hat sich IBM ausgedacht, dass man den Laden von Fixkosten in Form von Menschenmaterial abschlacken muss. In D soll die Landesgesellschaft ziemlich aufgebläht sein, weshalb man hier anfangen wird das Experiment zu starten. Kolportiert wird, dass von 20.000 Mitarbeitern bis zu 8.000 gehen sollen. Und dies mit einem zeitlichen Horizont, so dass auch keine Sozialpläne oder sonstige “Abbaukosten” entstehen, da nicht in einer Maßnahme zusammengefasst.
      Fatal finde ich die Sichtweise (die wohl so nicht offiziell von IBM kommt, sondern von einem Berichterstatter, der sie aber wiederum sicherlich von einem Gesprächspartner hat): Es wird ja nicht weniger Arbeit, die Leute müssen sich nur selbstständig machen und auf die Projekte bewerben. Und genau das ist es, worauf meiner Meinung nach die Welt zusteuert (und was hier und da schon von Zukunftsforschern geäußert wurde): Weniger Festanstellungen/Planbarkeit (schon jetzt per Zeitarbeit und Befristung in gewissem, steigenden Maße zu sehen). Stattdessen werden die Menschen nur “beschäftigt” und mit Geld versorgt, wenn es eine konkrete Arbeit zu erledigen gibt. Jeder als Ich-AG… Toll für Menschen mit hohem Bildungsstand, die auch jetzt schon als Freelancer sowas zu ihrem Vorteil machen können, schlecht für den immer größer werdenden “Bodensatz” der Gesellschaft, der nicht mehr benötigt wird. Die Pareto-Gesellschaft, in der 20% der Menschen ausreichend sind, um die Weltwirtschaft zu “betreiben”, lässt grüßen.
      Nicht dass ich das negativ sehen, nur müsste man – ähnlich wie bei der Euro-Problematik auch – sich erstmal Gedanken machen wohin SOLL etwas führen (hier: Arbeitslosigkeit nicht als Stigma, Definition von Wertigkeit einer Person in der Gesellschaft nicht über Arbeit). Ich finde es erstrebenswert, wenn irgendwann der technische Fortschritt Menschen mehr statt weniger Lebens(zeit)raum lässt. Aber das neue System schon zu implementieren, während das alte WERTEsystem noch gilt, ist schlecht für den sozialen Zusammenhalt.

      • Lazarus09 - 8. Februar 2012

        Toll für Menschen mit hohem Bildungsstand, die auch jetzt schon als Freelancer sowas zu ihrem Vorteil machen können

        Du machst dir falsche Vorstellungen … glaube mir ;-) Freelance ist immer Projekt bezogen .. meint Planungssicherheit bis Projektende .. und dann ..? …wenn da nicht gleich was nachkommt …

        • Thorsten Eckau - 8. Februar 2012

          Hallo Lazarus09,

          ich mache mir keine falschen Vorstellungen: Nicht nur habe ich selbst als Freelancer gearbeitet, ich habe auch eine FIrma in dem Umfeld und viele Freunde die seit 10-15 Jahren als Freelancer arbeiten. Daher weiß ich sehr genau was ds bedeutet. In der Tat ist PLANUNGSSICHERHEIT nicht gegeben (es sei denn, Du bist bei T-Systems, RWE oder einem anderen Konzern für 10 Jahre dauergebucht). Aber am Ende überwiegt, dass Du als Mensch mit HOHEM BILDUNGSSTAND durchaus über lange Zeiten (10-15 Jahre) resümieren kannst, dass die Freelancerei sich auszahlt. Natürlich nicht, wenn Du unsichere Beschäftigung bei gleichzeitig niedrigem Stundensatz hast, keine Frage. Aber in meiner Aussage war “gottgegeben”, dass der betrachtete Mensch ob seines hohen Bildungsstandes über ausreichend Nachfrage und eine gewisse Preisbildungsmacht verfügt (wie ich es von einigen Menschen kenne). Bei – sagen wir mal – stets 2-3 Jahre laufenden Projekten, Pausen von maximal

          • Thorsten Eckau - 8. Februar 2012

            (oups, falsch Klick)

            3-6 Monaten und einem Stundensatz jenseits von 75EUR, kann man sich sehr schnell ausrechnen, wie sehr sich das ggü. einer Festanstellung lohnt. Andererseits kann ich super nachvollziehen, wenn mir nun jemand vorrechnet, dass bei durchschnittlichen 3-6 Monatsprojekten zu 45 EUR/h da ein sehr hohes Maß an Risiko einem nicht messbaren “Mehr” an Geld ggü stehen (wenn überhaupt noch). Daher meine Formulierung “hohem Bildungsstand”, was wir nun konkretisiert hätten (sollte nämlich in der Tat nicht heißen, dass die anderen Beispiele dumme Menschen wären, sorry für diese Ungenauigkeit).

          • Lazarus09 - 8. Februar 2012

            Hallo Thorsten

            Ja,schon ok… wenn du aus dem Umfeld kommst weist du ja wie der Hase läuft … aber auch das da viel Vitamin B und gute Kontakte nötig sind ;-) … und vor allen Dingen was für einen Aufwand du betreiben musst in Sachen Weiterbildung die du selbst zahlen darfst um eben immer bei den “Gefragten” zu sein ..die Zeit solltest du auch rechnen ;-)… Plus eventuell eigenes Equipment was auf dem höchsten Stand sein muss … dann kannst du natürlich auch ordentliche Tarife in Rechnung stellen …

            Ich wollte eigentlich nur transparent machen das da schon viel Aufwand dahinter steht ;-)

  • Roland - 8. Februar 2012

    Der flaue weltweite Export/Import und der u.a. damit zusammenhängende Einbruch der Frachtraten, hat in Deutschland heute ein prominentes erstes Opfer gefordert:
    Der Schiffsfond “Shipping Select 28″ des Hamburger Emissionshauses HCI hat Konkurs angemeldet. Fonds-Volumen 200 Mio EUR.

  • der Bauer vom Hunsrück - 8. Februar 2012

    @ Roland
    na das trifft sich doch gut, da sind ja schon wieder ein paar € Altersvorsorge vernichtet, so dass keine Gefahr besteht, dass sich Hochqualifizierte vorzeitig aus dem Hamsterrad verabschieden. Volkswirtschaftlich ein Unentschieden, betriwswirtschaftlich ein Sieg, persönlich eine Niederlage.

  • Frank Bell - 8. Februar 2012

    @ Roland

    Der BDI steigt wieder. Auf die Wirtschaft selbst hat er somit keinen Einfluss gehabt.

    • Roland - 9. Februar 2012

      Dass der “BDI auf die Wirtschaft einen Einfluss hat” ist ein Nonsense-Satz.

      p.s.
      Bedenkliches heute aus China:
      Erzeugerpreise im Januar mit nur noch + 0,7 % zum Vorjahr fast schon in gefährlicher Nähe der Deflation. Deutet auf extreme Konkurrenz unter den Erzeugern hin.

      PKW und LKW-Absatz im Januar (sicher verzerrt wegen Neujahr) lassen aufhorchen. Minus 25 % ist kein Pappenstiel.

  • Frank Bell - 8. Februar 2012

    @ klaus

    “Toll, wie heftig die Umverteilung von unten nach oben verteidigt wird.”

    DAS funktioniert sehr gut in Deutschland und wird auch weiterhin funktionieren.

    Nachdem man die Hartz IV-Empfänger zum totalen Sündenbock gemacht hat – die Presse hat ja monatelang eine unglaubliche Propaganda gefahren – wird sich auch niemand dieser Umverteilung entgegenstellen. Auch, weil bei denen, die noch etwas haben, der Glaube, dass man sich nach oben arbeiten kann, weiterhin weit verbreitet ist.

    Schon erstaunlich, dass man Hartz IV-Empfänger für Schmarotzer hält und nicht die Banker, die sehr viel mehr Steuergelder bekommen haben, obwohl sie in einer echten Marktwirtschaft hätten Konkurs anmelden müssen.

    • Ert - 9. Februar 2012

      “Auch, weil bei denen, die noch etwas haben, der Glaube, dass man sich nach oben arbeiten kann, weiterhin weit verbreitet ist.”

      Zumindest so weit, das ich letztens mit einem Berufsanfänger diskutiert? habe. Er meinte im Kontext das es nicht mehr normal ist mit Anfang 20 noch zu hause zu wohnen, das jeder Jugendliche (in Deutschland) der will (aber auch wenn alle wollten) auch eine Arbeit bekommt die einem Zumindest ermöglicht, wenn auch sehr bescheiden, selbstständig zu leben (Wohnung, Essen). Ohne Harz4.

      Es ging nicht um Familiengründung – nur um das selbstständige, wenn auch sehr eingeschränkte, Leben einer explizit jüngeren Person. Auch nach vielen Nachfragen wurde die Grundaussage aufrecht erhalten.

      Ohne weitere Worte.

  • lenin - 8. Februar 2012

    ich denke:regional geht vor global. Selber machen ist das Gebot der Stunde. Weg von diesem ganzen Wahnsinn, einfach wieder einfacher,. Wir sind verratzt, es gibt letztlich kein Entkommen. Dieses Wirtschaftssystem hat nachweislich nur für eine Minderheit funktioniert. Minderheiten sind schützenswert, abernicht diese. Wir brauchen einen Neuanfang! Ich weis aber auch nicht wie.

  • Frank Bell - 8. Februar 2012

    @ lenin

    Wie soll ein Neuanfang gemacht werden? Die, die das Geld haben, haben auch die Macht.

    Weil sie sich eine Polizei-/Söldnertruppe kaufen können. Weil sie denen die Lebensmittel bezahlen können. Ja, sie haben so viel Geld, dass sie ganze Staaten kaufen können.

    Und die, die das Geld nicht haben, werden über jedes Brotkrümelchen froh sein… Der Überlebenskampf – von dem wir in D noch weit entfernt sind – wird die Leute schon zähmen.

  • Benedikt - 9. Februar 2012

    Der gleiche Einbruch, oder eher noch schlimmer, wie nach der Lehmann Pleite hat gerade angefangen. Statt Angleichung der Verhältnisse innerhalb der Eurozone, wird das Euro Endspiel in seiner Finalen Phase treten. Bisher haben die Eurojünger immer geglaubt, das Deutschland und die anderen Exportstarken Länder den Euro retten können. Wenn die jetzt auch alle in der Krise geraten, wird es eine Vertrauenskrise geben. Was zu massiven Kapitalflucht führen wird, was den außenwert des Euros abstürzen lässt.

  • Roland - 9. Februar 2012

    Stahlpreise an der LME weiter im Rückwärtsgang.

  • frank_meck - 9. Februar 2012

    @Benedikt
    “Bisher haben die Eurojünger immer geglaubt, das Deutschland und die anderen Exportstarken Länder den Euro retten können.”

    Am Euro kann es doch wohl nicht liegen, ansonsten dürften die Schweiz (Kopplung an den Euro) und Schweden (Rente mit 75 in der Diskussion) keine Probleme haben. Die längere Lebenserwartung ist es wohl auch nicht, sondern eher, dass Werte (Reichtum) nur durch Arbeit erschaffen werden und die Masse der Menschen überall auf der Welt länger mit weniger Geld arbeiten sollen.

  • wolfswurt - 9. Februar 2012

    Dem QUERSCHUESSE-Blog ist eine unendliche Zukunft beschert:

    “Die Stärke einer freien Marktwirtschaft besteht also in ihren zufälligen Produktionsaktivitäten, die im Ergebnis zu einer Verbesserung des Lebensstandards führen. Die Wirtschaft wächst nur dann, wenn auch die Produktionsfaktoren expandieren – ansonsten ist die Verteilung vorhandender Ressourcen schlicht von der unternehmerischen Antizipation der Bedürfnisse und Wünsche der Menschen abhängig.

    Wenn die Regierung nun in dieses ungeplante, aber produktive Chaos eingreift, zerstört sie dadurch den zufälligen Charakter der Wirtschaft und lenkt die wirtschaftlichen Aktivitäten in eine gemeinsame Richtung. Die zerstörerischen Boom-Bust-Zyklen sind das einzige Ergebnis, auf das die Regierungen im Rahmen ihrer Interventionen verweisen können.”

    aus: http://www.propagandafront.de/199760/kommandowirtschaft-westliche-zentralplaner-stehen-wirtschaftskrise-hilflos-gegenuber.html

    Leider wartet auf Dich Steffen noch viele Jahre Arbeit.

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