Deutschland: Erwerbstätigenrechnung (ETR) Q2 2014

von am 2. September 2014 in Allgemein

Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete für das 2. Quartal 2014 mit den detaillierten BIP-Daten im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auch die Daten zur Erwerbstätigenrechnung (ETR). Diese Daten haben es in sich, sie zeigen die hässliche Seite des deutschen Arbeitsmarktes, den Selbstbetrug in dieser Republik der “permanenten Erfolge”. Zwar stieg auch in Q2 2014 die unbereinigten Zahl der Erwerbstätigen um +0,8% zum Vorjahresquartal, auf 42,538 Millionen und das klingt erstmal super. Allerdings der Blick auf die Entwicklung der Summe aller geleisteten Arbeitsstunden und der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen zeigen eindeutig die Genese des deutschen “Jobwunders”, Unterbeschäftigung, Teilzeit und prekäre Beschäftigung, sie sind der primäre Ursprung des “Beschäftigungswunders”! Es zeichnen sich zwar weiter Rekorde bei der Zahl der Erwerbstätigen, aber die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen fällt und fällt im langfristigen Kontext der Datenreihe!

Zwar stieg auch die unbereinigte Summe aller geleisteten Arbeitsstunden, um +0,5% zum Vorjahresquartal, auf 13,759 Mrd. Arbeitsstunden, aber dies ist ein schwacher Wert in der historischen Betrachtung der Daten. Obwohl die Zahl der Erwerbstätigen unbereingt um +0,8% zum Vorjahresquartal stieg, sank dagegen die Zahl der unbereinigten geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen, um -0,24% zum Vorjahresquartal, auf nur 323,5 Arbeitsstunden.

Die Charts mit den saisonbereinigten Daten zeigen die doch dramatische Entwicklung, eine Entwicklung hinter der primär nur miese Beschäftigungsverhältnisse stehen können:

A44Die Entwicklung der saisonbereinigten Zahl der Erwerbstätigen (blau) und der von ihnen insgesamt geleisteten saisonbereinigten Arbeitsstunden (rot). Von 1991 (=100) = 38,790 Millionen Erwerbstätigen stieg bis Q2 2014 die Zahl der Erwerbstätigen um +9,8%, auf saisonbereinigte 42,576 Millionen Erwerbstätige. Trotz +3,786 Millionen mehr an Erwerbstätigen seit 1991, liegt die gesamte geleistete Zahl der Arbeitsstunden unter dem Niveau von 1991! Die gesamte Zahl der geleisteten saisonbereinigten Arbeitsstunden sank seit 1991 (15,092 Mrd. Stunden) um -3,4% bis Q2 2014, auf 14,576 Mrd. Arbeitsstunden.

Noch deutlich schlimmer sieht es weiter bei den geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen aus, vor allem wenn man diese Daten in der langen Reihe seit Q1 1970 betrachtet:

A45Die Entwicklung der saisonbereinigten, geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen und je Quartal im Chart. In Q2 2014 sanken die saisonbereinigten geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen um -0,4% zum Vorquartal auf 342,4 Stunden, zum Hoch seit der deutschen Einheit in Q1 1992 waren es aber noch 392,2 Stunden und zum Allzeithoch in der alten Bundesrepublik aus Q2 1970 sogar 494,1 Stunden, je Erwerbstätigen und je Quartal!

Was zeigen uns die Daten aus der ETR, mehr Erwerbstätigen stehen tendenziell immer weniger geleistete Arbeitsstunden je Erwerbstätigen gegenüber, was klar eine kritische Sicht auf die Qualität des deutschen Arbeitsmarktes bestätigt. Denn ganz klar geht der Zuwachs der Erwerbstätigen nicht mit einem adäquaten Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden einher. Primär zeichnet also das deutsche Arbeitsmarktwunder prekäre, atypische Beschäftigung aus, Millionen von Unterbeschäftigten, in Leiharbeit, Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung. Die ganze Fehlentwicklung in dieser Republik, mündet auch in Realnettolöhnen je Arbeitnehmer in Q2 2014, welche immer noch unter dem Niveau von 1992, ja sogar unterhalb vom Ende der 70er in der alten Bundesrepublik liegen:

A41Die realen (preis- ,saison- und kalenderbereinigten) durchschnittlichen Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer und je Monat seit Q1 1970 bis Q2 2014 (2010=100). In Q2 2014 stiegen die durchschnittlichen Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer und je Monat um +4,43 Euro, auf preisbereinigte durchschnittliche 1645 Euro (2010=100), TOLL!

A46Die Entwicklung der Zahl der Erwerbstätigen in Millionen und die Entwicklung der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen, jeweils Originaldaten auf Jahresbasis, seit 1970 bis 2013 und für 2014*, auf Basis des ersten Halbjahres hochgerechnet.

Die Genese des Aufschwunges am deutschen Arbeitsmarkt bestätigen auch Detaildaten der Bundesagentur für Arbeit, so zu den sozialversicherungspflichtigen Voll- und Teilzeitbeschäftigten:

A54Die Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeit in Deutschland seit 1992 bis 2013 und für Q2 2014 im Chart. Zuletzt in Q2 2014 waren 22,091100 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Vollzeit, siehe PDF Seite 14 Im Jahr 1992 waren es aber noch 25,807 Millionen, siehe PDF Seite 26.

Noch besser verdeutlicht dieser Chart die Entwicklung:

A55Die Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeit (blau) und in Teilzeit (rot) seit 1992 bis 2013 und für Q2 2014 im Chart. Seit 1992 bis Q2 2014 ging es bei der Vollzeit um -14,4% abwärts, auf 22,091100 Millionen und die Teilzeit bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg dagegen um +119,7%, auf 7,729600 Millionen.

Quellen Daten: Genesis.destatis.de/Datenbank VGR

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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12 KommentareKommentieren

  • Ulf - 2. September 2014

    Wenn die pro Arbeitnehmer und Jahr geleisteten Arbeitsstunden im Durchschnitt sinken ist dies nicht perse schlimm! Deutschland als Volkswirtschaft exportiert Unmengen mehr als es importiert und könnte damit auf viele Arbeitsstunden verzichten, ohne dass es hier zu Wohlstandseinbußen käme.

    Das Problem ist doch, dass der Durchschnitt der geleisteten Arbeitsstunden zu dem eigentlichen Problem nichts aussagt: Arbeit ist sehr ungleichmäßig verteilt und wird vor allem sehr ungleichmäßig entlohnt. Insofern haben Sie recht, dass das “Jobwunder” auf prekäre Beschäftigung usw. beruht (und damit auch kein Wunder ist) – aber es geht aus diesen Zahlen nicht direkt hervor.

    Ziel müsste in der gegenwärtigen Situation die (schrittweise) Einführung einer 30- oder 25- Std. Woche sein (bei mindestens gleichem realen Monatslohn, um den Exportüberschuss/Importmangel auszugleichen). Dann würden die Ungleichgewichte – zumindest bei den Arbeitszeiten – abgebaut.

    • Querschuss - 2. September 2014

      Hallo Ulf,
      “Wenn die pro Arbeitnehmer und Jahr geleisteten Arbeitsstunden im Durchschnitt sinken ist dies nicht perse schlimm!” …..Vordergründig betrachtet ist es wohl so, wenn dies jedoch einhergeht mit Netto-Reallöhnen je Beschäftigten wie vor über 20 Jahren und daraus folgend z.B. mit realen Einzelhandelsumsätzen noch unter dem Niveau von vor über 20 Jahren, mit viel zu schwachen Bruttoanlageinvestitionen, steht es bei einem potentiellen Rückgang der weltwirtschaftlichen Aktivität schlecht um Deutschland, da dann die Exportlastigkeit zum Bumerang wird.

      Daten zu den atypischen Arbeitsverhältnissen in Deutschland, zur Zahl der Leiharbeiter, zur Zahl von Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen werden immer mal wieder bei Querschuesse zu veröffentlichten Daten als Charts aktualisiert. Grundsätzlich kann eine steigende Beschäftigung, bei weniger geleisteter Arbeitszeit je Erwerbstätigen, dies bei deutschen Verhältnissen, nur für mehr prekäre Beschäftigung stehen, wofür sonst?

      “Ziel müsste in der gegenwärtigen Situation die (schrittweise) Einführung einer 30- oder 25- Std. Woche sein (bei mindestens gleichem realen Monatslohn, um den Exportüberschuss/Importmangel auszugleichen). Dann würden die Ungleichgewichte – zumindest bei den Arbeitszeiten – abgebaut.” …Schönes Ziel, nur wer verfolgt dies ernsthaft? Bei den meisten Beschäftigten geht eine zwangsweise Arbeitszeitverkürzung oder auch ein neuer befristeter Teilzeitvertrag immer mit geringeren Lohn bzw. entsprechend niedrigerem Lohn einher. Deutschland wäre wohl nicht Deutschland, so wie wir es kennen, wenn dies anders wäre :)

      Gruß Steffen

    • Holly01 - 2. September 2014

      Hallo Ulf,
      man kann beim Durchschnittseinkommen sagen:
      wenn die Zahl der Stunden sinkt und der Lohn statisch ist, dann entspricht das einer Lohnsteigerung.
      Das ignoriert aber die Verteilung:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Mittleres_Einkommen

      In der Tendenz kann man 3 Entwicklungenbeobachten:

      Alte Verträge (mit hoher Vergütung) werden in Teilzeit, zeitlich begrenzt, Niedriglohn und staatlich gefördert (Aufstocker, 1€, Lohnbeihilfen usw usv) umgewandelt. Die Zahl der registrierten Arbeistverträge steigt also.
      Die verbliebenen Altverträge sind der Stabilitästanker.

      Die Einkommen entwickeln sich, wie der link zeigt, extrem unterschiedlich. Die Differenz zwischen arithmetischen Mittel (etwa 31000€) und Median (etwa 21000€) wird immer größer.

      Die staatliche Belastung wird permanent umverteilt. Die Mehrwertsteuer-/Umsatzsteuererhöhung trifft primär kleine Einkommen.
      Die Entlastungen (seit rot-grün etwa 100Mrd.€/a) bevorzugen aber primär die sowieso schneller steigenden Einkommen-/Vermögensgruppen

      Ergebniss:
      Die Massenkaufkraft wird systematisch zerstört.

  • Rolmag - 2. September 2014

    Aber laut Aussage der Bundesregierung und den größeren Medien geht es uns so gut wie nie zuvor!
    Aber wehe man fragt nach ein paar Beispielen. Der einzige Bereich, dem es so gut wie nie zuvor geht, ist das Soziale. Und das ist auch gut so! Aber wenn man eine gesamte Gesellschaft dem Sozialen unterordnet, wohin wird das wohl führen? Zu prekären Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen und einer zwangsweise sehr bescheidenen und anspruchslosen Bevölkerung, die mittlerweile so anspruchslos und leicht zu beeinflussen ist, dass sie der unsäglichen staatlichen Propaganda so gut wie nichts mehr entgegenzusetzen hat.

    So muss man das machen, die Leute dumm halten aber denen das Gefühl geben schlau zu sein, ideal umgesetzt im ÖR. Praktisch nur belanglose Dokus mit besorgniserregendem Hitlerwahn oder Trash aber gibt einem das Gefühl, Ahnung zu haben. Das “Lob der Torheit” von Erasmus holt einen davon schnell und zuverlässig herunter.

    Die sinkenden Einkommen hängen auch in starken Maße damit zusammen, dass hierzulande immer mehr von der Arbeit anderer leben und die Bundesregierung das Umverteilen übernimmt.

    Wenn das so weitergeht, dann macht Arbeit in Deutschland unfrei!
    Diejenigen, die das durchschaut haben und ohne Aussicht auf Erbe oder einen gut dotierten Job sind, bleiben am besten zuhause und gründen mit zwei bis vier arbeitslosen Kollegen eine WG. So macht das Leben viel mehr Spaß als beim zunehmend sinnfreien Malochen! Und den Sozialfanatikern muss endlich das Geld anderer Leute ausgehen, verhungern wird schon keiner aber dann zählt wieder echte Nächstenliebe ohne diesen abstoßend dummen, von Geilwuchs schwer entstellten Staatsleviathan.

  • Michael - 2. September 2014

    Ziemlich spät erkannt. Die “Lohnstückkosten” stiegen trotz oder wegen hoher Beschäftigung, die Unternehmensgewinne sänken, mit ihnen diverse andere “Werte”. Jetzt aber im internationalen Massstab. Man kann es drehen oder wenden, wie man es will, für Deutschland sieht es schlechter, aber immer noch gut, aus.

  • Vivat - 2. September 2014

    Manchmal habe ich das Gefühl, Ihr wollt etwas Negatives in die Zahlen hineininterpretieren. Die Charts zeigen doch, dass das preisbereinigte Einkommen seit Ende der 70er Jahre mit leichten Schwankungen etwa gleich geblieben ist, die Menschen dafür heute aber nur noch ca. 350 h im Quartal statt 450h arbeiten müssen. Ist das kein Erfolg? Noch dazu wird die Arbeit auf mehr Menschen verteilt.
    Ich glaube, die Mehrzahl der Menschen wollen mittlerweile lieber mehr Freizeit und Urlaub als mehr Geld. So geht es mir und auch vielen Menschen aus meinem Umfeld. Wer kannte vor einigen Jahren “Sabbaticals” – heute gang und gäbe. Natürlich gibt es auch Menschen, die gern mehr arbeiten wollen.

    • Querschuss - 2. September 2014

      Hallo Vivat,
      was heißt negatives, wenn du meinst das bei durchschnittlichen 1645 Euro netto im Monat für Arbeitnehmer, die Mehrzahl der Menschen lieber Urlaub und Freizeit machen, dann ist ja alles ok, aber die Arbeitswirklichkeit von Millionen Unterbeschäftigten und atypisch Beschäftigten und deren Nettolöhne, die sogar noch deutlich unter dem bescheidenen Durchschnitt liegen ist eine andere.

      Sieh mal auf den Auftragseingang der Industrie, den Ifo-Index, die Einzelhandelsumsätze, die PKW-Neuzulassungen, die schlappen Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland, die nachlassende weltwirtschaftliche Aktivität und die geopolitischen Probleme und überlege ob dies mit Wohlstand, Teilhabe und immer mehr mit freiwilliger Freizeit und Urlaub konform gehen wird. Ich sehe da eher etwas anderes, aber vielleicht bin ich ja auch nur mit Blindheit geschlagen :)

      Gruß Steffen

      • Vivat - 3. September 2014

        Ja, nicht alle partizipieren. Aber die in diesem Artikel gezeigten Zahlen zeigen doch: Es werden immer mehr. Und man muss für dasselbe Einkommen immer weniger arbeiten, sowohl in einer kurzfristigen Betrachtung (1 Jahr) als auch über eine lange Periode gesehen. Mithin steigen die realen Stundenlöhne. Das ist zumindest kein Beweis für mehr “prekäre, atypische Beschäftigung”. Man kann sich bei den Zahlen für eine gesamte Volkswirtschaft doch nicht nur auf die zweifellos vorhandenen Millionen Geringverdiener fokussieren, sondern muss auch die zig Millionen Normal- und Gutverdiener im Blick behalten.
        Im übrigen glaube ich auch, dass der Höhepunkt dieses Konjunkturzyklusses überschritten ist und ich bin auch nicht sehr optimistisch für das nächste Jahrzehnt. Und der Bruch mit Russland (Deutschlands idealer Komplementärpartner) ist die größte (wirtschafts-)politische Fehlentscheidung seit dem Euro.

        • Querschuss - 3. September 2014

          “Es werden immer mehr” ….trotz brachialer Nettoexportüberschüsse, welche in dieser Dimension nicht ewig haltbar sind, liegt auch in Q2 2014 die Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden unter dem Niveau von 1991. Die durchschnittlichen preisbereinigten Nettolöhne liegen bei 1645 Euro im Monat und damit immer noch unter dem Niveau von vor der Wirtschafts- und Finanzkrise unter dem Niveau wie Anfang der 90er und sogar unter dem Niveau wie Ende der 70er in der alten Bundesrepublik. Die preisbereinigten Nettolöhne sind nur um den offiziellen Anstieg der Verbraucherpreise bereinigt, was latent Schönungspotential beinhaltet. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs in Vollzeit gehen seit Jahren nach unten. Offiziell gibt es knapp 8 Millionen atypisch Beschäftigte in Deutschland. Viele prekär Beschäftigte konsumieren kaum mehr, als wie sie noch in den Sozialsystemen hingen.

          Gemessen an Exporterfolgen und Produktivitätsfortschritten haben deutsche Arbeitnehmer kaum partizipiert, in Form von Qualität, Einkommenssteigerungen, in Form von Beschäftigung sicher, schließlich exportiert Deutschland mit seinen Waren und Gütern auch immer ein großes Stück Arbeitslosigkeit – nur wie lange noch?

          Ich meine, dieses Land bringt man mit Relativieren, Schönreden nicht mehr weiter, dieser Pfad ist längst ausgelutscht und mündete in Stagnation und manifestiert diese.

  • JL - 2. September 2014

    Hallo Vivat

    Natürlich gibt es Leute die gerne mehr Freizeit wollen. Es gibt aber auch genug Leute die gerne mehr Freizeit hätten- und nicht mehrere Teilzeitjobs, oder aber einen (z. B. Frisöre) wo man bis vor kurzem noch „Aufstocken“ mußte um bis zum Ende des Monats über die Runden zu kommen.
    Und während Unternehmen sich- zumindest bisher- in glänzenden Bilanzen sonnen konnten, hing man die Lohnkosten (preisbereinigt) ins Jahr 1995.

    Und was unterscheidet 1995 zu 2014? Die erhöhte indirekte Besteuerung, zum Beispiel EEG oder auch gestiegene Wasser- Abwassergebühren, bald auch Maut u. s. w. Letztlich haben die Leute heute weniger als damals, die Einzelhandelsdaten sind hierzu ein eindeutiger Indikator dessen. Wenn man diese verinnerlicht, stellt man fest, daß es seit geraumer Zeit nur seitwärts geht.

    Und weil alles hierzulande so toll ist legt man sich ohne Not und Notwendigkeit mit Russen und Chinesen an.

    Die extrem auf Export ausgerichtete deutsche Industrie wird’s freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Vivat - 3. September 2014

      Die indirekte Besteuerung und andere Abgaben sollten doch in der Preisbereinigung enthalten sein!?

      • JL - 3. September 2014

        Hallo Vivat

        Ihre persönlichen indirekten Mehrbelastungen sind da sicher nicht drin.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL