Deutschland: Zahlungsbilanz Dezember und Jahr 2013

von am 18. Februar 2014 in Allgemein

Ein hochinteressanter Blick auf die detaillierten Daten der Deutsche Bundesbank zur Zahlungsbilanz und deren Teilbilanzen für den Monat Dezember 2013 und damit für das Gesamtjahr 2013.

Die Zahlungsbilanz ergibt sich aus der Leistungsbilanz, der Kapitalbilanz, den Währungsreserven und dem Restposten (statistische Diskrepanz/nicht zuordenbare Transaktionen). Im Dezember 2013 stieg der Saldo der Leistungsbilanz auf +23,506 Mrd. Euro (Leistungsbilanzüberschuss), der Saldo der Kapitalbilanz betrug -31,789 Mrd. Euro (Nettokapitalexport), die Änderung der Währungsreserven betrug -1,269 Mrd. Euro, wobei ein + für eine Abnahme der Währungsreserven steht und ein minus für eine Zunahme. Der Restposten betrug +8,062 Millionen Euro.

Zunächst zur Leistungsbilanz:

1aDie Entwicklung der monatlichen deutschen Leistungsbilanz seit Januar 1971 bis Dezember 2013 im Chart. Im Dezember 2013 lag der Leistungsbilanzüberschuss bei +23,506 Mrd. Euro.

Im Gesamtjahr 2013 wurde ein Leistungsbilanzüberschuss von +201,038 Mrd. Euro erzielt, der höchste deutsche Leistungsbilanzüberschuss aller Zeiten, nach +187,206 Mrd. Euro 2012 und nach +161,196 Mrd. Euro 2011.

1aDie Entwicklung der deutschen Leistungsbilanz seit 1950 bis 2013 im Jahreschart. Im Jahr 2013 schoss der Leistungsbilanzüberschuss auf +201,038 Mrd. Euro. 2013 betrug der Leistungsbilanzüberschuss +7,35% des nominalen BIPs.

Um sich immer wieder zu vergegenwärtigen, wie massiv sich das Ungleichgewicht Deutschlands mit der Welt aufgebaut hat, ein Blick auf die kumulierte Leistungsbilanz seit Januar 1971:

1aDie Entwicklung der kumulierten deutschen Leistungsbilanz seit Januar 1971 bis Dezember 2013 im Chart. Bis Dezember 2013 kumulierte sich ein Leistungsbilanzüberschuss von +1729,2 Mrd. Euro!

Das immense Ungleichgewicht hat sich erst nach 2002 dynamisch aufgebaut und dieses war nur möglich, weil u.a. Millionen deutscher Arbeitnehmer nicht adäquat an Produktivitätsfortschritten und Exporterfolgen partizipierten, was sich im Umkehrschluss auch in Unterkonsum und Unterinvestition in Deutschland manifestierte. Denn die gesamtwirtschaftliche Ersparnis (verfügbare Einkommen – Konsumausgaben) minus den getätigten Investitionen in Deutschland entsprechen dem Leistungsbilanzüberschuss der deutschen Volkswirtschaft. Zugleich sind die deutschen Überschüsse die Defizite der anderen und implizieren deren adäquaten Finanzierungsbedarf! Deutschland lebt klar unter seinen Verhältnissen, denn es konsumiert und investiert deutlich weniger als es die geleistete Bruttowertschöpfung hergibt und die ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung verstetigt die Schieflage des bestehenden einseitigen Wirtschaftsmodells. Der Übergang in eine exzessive Überschussorgie begann nicht von ungefähr mit dem Euro, denn gemessen an der Leistungsfähigkeit Deutschlands wird die Wirtschaft mit einem permanent unterbewerten Euro beglückt.

Die Leistungsbilanz ist neben der Kapitalbilanz Bestandteil der Zahlungsbilanz. Die Leistungsbilanz spiegelt die Handelsbilanz, die Dienstleistungsbilanz, die Erwerbs- und Vermögenseinkommen und die laufende Übertragungen mit dem Ausland wider. Primär getrieben wurde der erzielte Leistungsbilanzüberschuss auch im Dezember 2013 von der Teilbilanz Handel von Waren und Gütern, denn diese erzeugte einen Überschuss von +14,222 Mrd. Euro (+198,910 Mrd. Euro 2013). Dann folgte der Überschuss aus der Teilbilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen von +8,182 Mrd. Euro (+67,482 Mrd. Euro 2013). Die Dienstleistungsbilanz erzielte einen Überschuss von +4,084 Mrd. Euro (Defizit 2013: -206,570 Millionen Euro), die Übertragungsbilanz von +524,790 Millionen Euro (Defizit 2013 -39,054 Mrd. Euro) und der Saldo der Ergänzungen aus dem Warenhandel betrug -3,509 Mrd. Euro (-26,093 Mrd. Euro 2013). Als Gesamtsaldo aller Teilbilanzen kam im Dezember 2013 ein Leistungsbilanzüberschuss von +23,505 Mrd. Euro heraus und für das Gesamtjahr 2013 von +201,038 Mrd. Euro.

1aDie Entwicklung der Teilbilanzen der Leistungsbilanz kumuliert seit Januar 1971 bis Dezember 2013 im Chart.

Deutlich wird mit seit Januar 1971 kumulierten +3072,634 Mrd. Euro, was den Leistungsbilanzüberschuss primär antreibt, die Handelsbilanz, eine kleinere Rolle spielen die Überschüsse aus der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (kumulierte +519,166 Mrd. Euro), welche auch durch die Höhe des Nettoauslandsvermögens bestimmt wird, denn als wachsender Auslandsgläubiger nimmt man auch immer mehr Zinsen und Dividenden ein und partizipiert an Gewinnausschüttungen.

Drücken tun den gesamten kumulierten Saldo der Leistungsbilanz hingegen die Defizite aus der Dienstleistungsbilanz (kumulierte -674,087 Mrd. Euro), der Saldo der Übertragungsbilanz (kumulierte -928,394 Mrd. Euro/Überweisungen von Gastarbeitern in ihre Heimat, Renten und Pensionen aus dem oder ins Ausland, öffentliche Entwicklungshilfe (sofern nicht als Kredit usw.)). Der Saldo der Ergänzungen aus dem Warenhandel (Waren im Zolllager, darunter Rückgaben, Stornierungen, Reklamationen und Falschlieferungen von Waren) steuerte kumulierte -260,150 Mrd. Euro bei.

In der Kapitalbilanz dokumentiert sich im Dezember 2013 ein Nettokapitalexport von -31,789 Mrd. Euro und von aberwitzigen -245,332 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2013.

1aDie Entwicklung der monatlichen deutschen Kapitalbilanz seit Januar 1971 bis Dezember 2013 im Chart. Im Dezember 2013 lag der Nettokapitalexport bei -31,789 Mrd. Euro.

Die Teilbilanzen der Kapitalbilanz im Chart, wegen der visuellen Aussagefähigkeit, als kumulierte Größen:

1aDie Entwicklung der Teilbilanzen der Kapitalbilanz und der Transaktionswerte der Währungsreserven kumuliert seit Januar 1971 bis Dezember 2013 im Chart. Rot der kumulierte Saldo übrige Kapitalverkehr (Bank- und Handelskredite), blau der kumulierte Saldo der Direktinvestitionen, grün der kumulierte Saldo der Wertpapierinvestitionen und Finanzderivate und lila die kumulierte Änderung der Währungsreserven, wobei hier ein Minus für einen Anstieg/Zunahme der Währungsreserven steht.

Eindeutig sind die Masse des deutschen Nettokapitalexports simple Forderungen aus Krediten (rot im Chart), kumulierte -1200,197 Mrd. Euro und diese akkumulierten sich erst in relevanter Dimension seit dem Beginn der Währungsunion. Nur im Dezember 2013 wurde ein Nettokapitalexport in Form von Krediten in Höhe von -9,006 Mrd. Euro registriert. Im Gesamtjahr 2013 waren es -47,925 Mrd. Euro, nach -101,963 Mrd. Euro 2012.

Der Saldo der Direktinvestitionen (blau im Chart) betrug kumuliert -490,638 Mrd. Euro, im Dezember 2013 gab es ein Kapitalimport als Saldo bei den Direktinvestitionen von +2,777 Mrd. Euro und einen Kapitalexport von -16,814 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2013.

Die kumulierte Summe des Saldo Wertpapierinvestitionen und Finanzderivate (grün im Chart) betrug -309,157 Mrd. Euro, im Dezember 2013 gab es einen Kapitalexport beim Saldo der Wertpapierinvestitionen und Finanzderivate von relevanten -24,292 Mrd. Euro und im Gesamtjahr 20133 von -179,756 Mrd. Euro, nach -83,590 Mrd. Euro 2012.

2013 verschob sich also der Fokus beim Nettokapitalexport weg von den Krediten hin zu Wertpapierinvestitionen, wobei kumuliert über die Jahre der Nettokapitalexport weiter primär auf Kredite basiert.

Die Währungsreserven (lila im Chart) legten kumuliert um (- steht für Zunahme) (-)42,228 Mrd. Euro zu, im Dezember 2013 lag die Änderung bei -1,269 Mrd. Euro und im Gesamtjahr 2013 bei -837,52 Millionen Euro.

1aDie Entwicklung der kumulierten deutschen Leistungsbilanz (blau) und der kumulierten Kapitalbilanz (rot) seit Januar 1971 bis Dezember 2013 im Chart. Bis Dezember 2013 kumulierte sich ein Leistungsbilanzüberschuss von +1729,192 Mrd. Euro! Dieser Überschuss ging einher mit einem kumulierten Nettokapitalexport (Kapitalabfluss) von -2042,220 Mrd. Euro!

Letztlich sprechen die Charts und die Daten Bände, sie manifestieren eine starke Anomalie, ein enormes Ungleichgewicht mit der Welt! Auf Grund der Dimension der akkumulierten Leistungsbilanzüberschüsse und den noch höheren akkumulierten Nettokapitalexporten liegt nahe, dass den Nettokapitalexporten, die als Stromgröße Nettoauslandsvermögen aufbauen keine adäquate Werthaltigkeit der erworbenen Kredite (Forderungen) und der erworbenen Assets entgegenstehen. Es liegt in der Natur der Sache, das Länder mit chronischen Defiziten weder in solchen Dimensionen werthaltige Assets zur Verfügung stellen können, noch die aufgebauten Kredite (Forderungen) auf Dauer bei chronischen Defiziten bedienen werden können. Es kann also aktuell, wie auch auf lange Sicht beim Nettoauslandsvermögen Deutschlands nur zu Verlusten im Bestand kommen. Den Wahnsinn an Leistungsbilanzüberschuss und Nettokapitalexport noch im Jahreschart seit 1950:

1aDie Entwicklung auf Jahresbasis der deutschen Leistungsbilanz (blau) und der kumulierten Kapitalbilanz (rot) seit 1950 bis 2013 im Chart. Ein Leistungsbilanzüberschuss von +201,038 Mrd. Euro 2013 trifft auf einen Nettokapitalexport von -245,332 Mrd. Euro!

1aDie Entwicklung von Nettokapitalexporten (blau/ kumulierte Stromgröße) und des Nettoauslandsvermögen (Bestand) seit 1971 bis 2012 und für Q3 2013 im Chart. Während sich die Nettokapitalexporte in Q3 2013 auf 1969,556 Mrd. Euro akkumulierten, betrug der bewertete Bestand an Nettoauslandsvermögen aller Sektoren der deutschen Volkswirtschaft 1262,514 Mrd. Euro. Es manifestiert sich ein Gap von bereits -707,042 Mrd. Euro. Daten zum Nettoauslandsvermögen Deutschlands für Q4 2013 liegen noch nicht vor.

Besser kann man visuell den Wahnwitz des deutschen Geschäftsmodells auf lange Sicht nicht darstellen. Ganz klar werden per Saldo die Leistungsbilanzüberschüsse, primär der Export von Waren und Güter von der deutschen Volkswirtschaft als Ganzes finanziert und letztlich im weitesten Sinne in Teilen verschenkt, denn die bereits akkumulierte Leistungsbilanzüberschüsse und damit die Nettokapitalabflüsse lassen sich in dieser Höhe nicht mehr umkehren bzw. es ist enorm unwahrscheinlich, dass die USA, Frankreich, UK, die Südperipherie der Eurozone, Deutschland mit Waren (realwirtschaftlicher Gegenleistung) in dieser Dimension überschwemmen werden.

Warum diese simplen volkswirtschaftlichen Zusammenhänge ignoriert werden, kann nur im Zusammenhang mit den Profiteuren dieses einseitigen Exportmodells und deren Einfluss auf Wirtschaftswissenschaften, Medien und Politik erschlossen werden.

Leistungsbilanzüberschüsse wird es niemals ohne entsprechende Leistungsbilanzdefizite anderer Volkswirtschaften geben und Wettbewerbsfähigkeit ist immer ein relatives Konzept. Niemals können alle wettbewerbsfähig sein, gar gleichzeitig Überschüsse erzielen. Chronische Defizite werden aber immer zu Überschuldungen von Volkswirtschaften führen, die zwangsläufig in Finanzkrisen münden, so wie chronische Überschüsse in der Endkonsequenz zur Akkumulation von fragwürdigen Nettoauslandsvermögen führen werden. Die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse entsprechen der inländischen gesamtwirtschaftlichen Ersparnis (verfügbares Einkommen – Konsumausgaben) minus den Investitionen, also adäquat dem Finanzierungssaldo der privaten Haushalte, der finanziellen- und nichtfinanziellen Unternehmen und des Staates. Im Inland wird nicht adäquat konsumiert und auch nicht investiert, sondern die inländische Ersparnis fließt als Nettokapitalexport ins Ausland ab, in Direktinvestitionen, Unternehmensbeteiligungen, Finanz/Kapitalanlagen und vor allem als Kredite.

Nochmal 10 Jahre exzessive deutsche Exportüberschüsse werden überschuldete Volkswirtschaften und die finanzierenden, intermediären Bankensysteme nicht überleben. Bei 201,038 Mrd. Euro Leistungsbilanzüberschuss und 245,332 Mrd. Euro Nettokapitalexport nur im Jahr 2013 braucht man nicht lange über einen Investitionstau in die deutsche marode Infrastruktur zu schwadronieren, dieser ist Folge der Ausrichtung des Geschäftsmodells, wie eben auch seit über 20 Jahre darbende Reallöhne für Arbeitnehmer dazugehören. Die rund 120 Mrd. Euro an Investitionen in die Infrastruktur welche das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) anmahnt, müssten nicht mal auf 10 Jahre verteilt werden, denn unter andere wirtschaftlichen Prämissen und Anreizen, einem veränderten Geschäftsmodell der deutschen Volkswirtschaft, gibt dies die Portokasse aller inländischen Sektoren nur eines Jahres her. Es ist zwar schon sehr spät, aber vielleicht noch nicht zu spät, immer noch besteht der Weg zum Abbau außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte darin, die deutsche Binnennachfrage anzukurbeln, Konsum und Investitionen, die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen (Schulen, Straßen, Brücken, Schienen usw.) und die Arbeitnehmer an dem Erfolg der deutschen Volkswirtschaft partizipieren zu lassen (Lohnerhöhungen) statt weiter sinnfrei auf diesem abenteuerlichen Niveau noch weitere Forderungen gegen die übrige Welt zu akkumulieren.

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8 KommentareKommentieren

  • Roland - 18. Februar 2014

    Bevor wieder mal auf Panik gemacht wird, sollte in einer Untersuchung dargestellt werden, wie und mit was die Handeslkredite besichert sind.

  • Querschuss - 18. Februar 2014

    Hallo Roland,
    witzig, wie sollte ich das leisten? Es wird auch keine Panik gemacht, sondern es werden immense Ungleichgewichte Deutschlands mit der Welt dargestellt, woraus sich diese aus den Teilbilanzen speisen und das die erzielten Überschüsse mit der Welt dem Unterkonsum, Unterinvestition in Deutschland entsprechen. Die Charts zeigen eine Anomalie und keine Normalität mit der Welt.

    Gruß Steffen

  • thewisemansfear - 18. Februar 2014

    Im Beitrag zur Eurozone kann man ja schön erkennen, dass mit der “deutschen Lokomotive” jetzt auch gesamteuropäisch der Leistungsbilanzüberschuss durch die Decke geht, was ein Wahnsinn… D.h. der Euro gerät unter Aufwertungsdruck, genau das Gegenteil von dem, was für Italien und Frankreich aktuell vorteilhaft wäre.
    Die Leute an den Schaltstellen können nicht so blöd sein, und diese Entwicklung nicht vorhergesehen haben. So ist das letztlich ein Kampf der Nationen, aber im Dumping-Wettlauf gewinnen kann immer nur der Erste (zulasten des Rests).
    Jagt die Leute von ihren Posten, die meinen, man könne mit BWL-Konzepten die Makroökonomie steuern. BWLer unterstellen in ihren Annahmen offene Systeme, und genau dieser Ansatz ist auf der Makroebene nicht nur untauglich sondern grundfalsch. Die Welt ist ein geschlossenes System und die einzelnen Länder darin sind groß genug, dass keine Handelsbeziehung rückwirkungsfrei zwischen den jeweiligen Handelspartnern vonstatten gehen kann. Anders ausgedrückt: auf globaler Ebene ist das Konzept “Wettbewerbsfähigkeit” ein Nullsummenspiel. Wo Gewinner sind, muss es zwangsweise auch Verlierer geben, das müsste irgendwie mal in den Köpfen der Politstatisten ankommen…

    • Georg Trappe - 19. Februar 2014

      Vorsicht mit dem Umgang der Begriffe “Offenes System” und “geschlossenes System”. Auch bei einem offenen System ist der Materie- und oder Energieinhalt zu jedem Zeitpunkt endlich. D.h. auch wenn ich immer neue Suppe nachgiesse, kann durchaus soetwas wie das fettaugensyndrom entstehen. Es ist sogar so, das offene Systeme eher dazu neigen lokale Entropiesenkungen, also die Entwicklung von Strukturen, Hierachien, Ordnungen zu zeigen, als geschlossene Systeme, die mangels Energieaustausch immer tot sind. Es ist eine der grossen Irrtuemer der sog. Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaft als ein geschlossenes System zu betrachten. Das ist falsch! Der Planet, auf dem wir leben ist zwar materiell isoliert (von einem Vakuum umgeben und bis auf ein paar Sateliten und Sternschnuppen ohne nennenswerten Materieaustausch mit der Ugebung) aber energetisch offen. Dieser Offenheit fuer Energieeinstrahlung und -abstrahlung verdanken wir einiges. U.a. unsere Existenz und damit auch die Moeglichkeit zu wirtschaften. Die Betrachtung von Wirtschaft als geschlossenes System geht auf einen Moechtegerningenieur namens Walrass zurueck und ist meiner bescheidenen Meinung nach der groesstmoegliche Bloedsinn, der in Bezug auf Wirtschaft je produziert wurde und wahrscheinlich der Grund, warum der ueberwiegende Teil des Wirtschaftswissenschaftlervereins in der Sackgasse steckt.

  • RedMoe - 18. Februar 2014

    Hallo,

    das Dienstleistungsbilanzdefizit von 206 Mrd. Euro kann aber nur ein Tppfehler sein, oder? Wenn man die Jahresangaben in dem Absatz aufsummiert ergibt das -5,325 Mrd. Irgendwo steckt da der Hund drin. :)

    • RedMoe - 18. Februar 2014

      Kommando zurück. Da steht ja Millionen. Lesen müsste man können. :D

  • Georg Trappe - 19. Februar 2014

    Und was macht man mit den Ueberschuessen? Genau, ab damit ins internationale Finanzcasino, wo durch “innovative” Finanzprodkte die Spreizung der erzielbaren Renditen maximal ist. Und was ist die Folge? Dank Fargione Integral schreitet der Konznetrationsprozess bei den Vermoegen mit schnellstmoeglicher Geschwindigkeit voran. Denn die Rate mit der der Theil- bzw. Giniindex ansteigt ist eine direkte Funktion der Streuung der Renditen. Ein Casino oder eine Lotterie, die in Nullsummenspielen Gewinn- und Verlustchancen von -100% bis +x000% bietet, ist also der sichere Garant dafuer, dass sich in moeglichst kurzer Zeit das eingesetzte und zuvor aus der Realwirtschaft extrahierte Vermoegen maximal konzentriert.

    http://georgtsapereaude.blogspot.com/2012/12/das-fargione-integral-warum.html

    So sieht Gotteswerk, organisiert durch Banker wie Blankfein, Ackermann und Co, also aus. Die Namen der “Top Spieler” in diesem Casino finden sich in den einschlaegigen Forbes etc. Listen und die anonymisierten Spielstaende finden sich in den einschlaegigen Reports der Grossbanken, die sich mit UHNWs beschaeftigen.

    • Georg Trappe - 19. Februar 2014

      Und nicht vergessen! Die Pappnasen, bekannt als sog. Wirtschaftswissenschaftler und Experten, nennen das ein System, das aus sich heraus auf Gleichgewichte zustrebt und so die beste aller moeglichen Welten kreiert. Und wers glaubt ist selber schuld.

      Hellau und Alaf, auf die Torheit!