Die EU, David Cameron und die Brexit-Drohung

von am 18. Februar 2016 in Allgemein

Auf dem heute beginnenden, zweitägigen EU-Gipfel soll über die Flüchtlingskrise und über die EU-Reformforderungen der britischen Regierung verhandelt werden, die nach Ansicht von David Cameron notwendig sind, damit sich die Briten beim voraussichtlich im Sommer abgehaltenen Referendum für den Verbleib in der Europäischen Union entscheiden.

Dass David Cameron die nationalistischen Tendenzen sowie die Diskussionen über die Flüchtlingskrise und den drohenden Brexit ausnutzt, um auf europäischer Ebene etwas für Großbritannien herauszuschlagen, ist verständlich. Die Selbstverständlichkeit mit der jedoch davon ausgegangen wird, die Erfüllung der britischen Reformforderungen könne den Verbleib Großbritanniens in der EU sicherstellen, ist indes schwer nachvollziehbar. Denn was der britische Premier fordert ist eine Sache. Wie die britische Bevölkerung zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union steht, ist eine ganz andere Sache.

Großbritannien hat immer schon mit Europa gefremdelt

Es ist beinahe schon eine historische Tatsache, dass sich die Briten und die britischen Regierungen nicht primär zum europäischen Kontinent hin orientierten, sondern sich stärker mit den US-Amerikanern verbunden fühlen. Als Winston Churchill 1946, also nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, zur Befriedung des Kontinents die Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ forderte, sah er Großbritannien ganz selbstverständlich nicht als Teil davon. Und Toni Blair zog deswegen mit George W. Bush beim Irak-Krieg ganz selbstverständlich an einem Strang.

Und auch wenn das Verhältnis zwischen Großbritannien und den USA auf der politischen Ebene seitdem durchaus etwas abgekühlt ist, nicht zuletzt aufgrund der Rivalitäten zwischen den Finanzplätzen New York und London sowie unter anderem auch aufgrund der Politik gegenüber China und der chinesischen Währung, so hat sich daran grundsätzlich nichts geändert. Großbritannien hat deswegen in der Geschichte der europäischen Integration immer schon ein zwiespältiges Verhältnis zu Kontinental-Europa gehabt.

Nicht das erste britische Referendum über den Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft

Der erste Beitrittsantrag erfolgte erst im Jahr 1961, zehn Jahre nach der Gründung der Europäischen Gemeinschaften für Kohle und Stahl (EGKS), aber die Verhandlungen wurden abgebrochen. Ein zweiter Beitrittsantrag wurde dann 1967 gestellt, der Beitritt zu den Europäischen Gemeinschaften (EG) aber erst 1973 vollzogen. Doch bereits im Sommer 1974 verkündete die britische Regierung, für den Verbleib in der EG die Beitrittsbedingungen neu verhandeln zu wollen. Auch damals ging es um eine Reform der EG bzw. um Sonderbedingungen für Großbritannien, unter anderem was den Finanzierungsbeitrag des Landes anbelangte. Es kam zu entsprechenden Vereinbarungen und ein Jahr später, im Sommer 1975, fand in Großbritannien dann ein erstes Referendum über den Verbleib in den EG statt. Die Briten stimmten seinerzeit mit 67,3 Prozent der Stimmen für den Verbleib in den EG.

David Cameron macht es heute genauso wie seine Vorgänger damals. Er fordert Reformen der Europäischen Union, hat dabei aber die eigenen Vorteile im Blick. Denn es geht ihm nicht nur um Begrenzung der Lasten für die eigenen Sozialsysteme durch Zuwanderer bzw. Flüchtlinge, um Begrenzung der Bürokratie in und des Einflusses von Brüssel sowie um mehr Transparenz. Es geht ihm ebenso darum, Ausnahmen von den europäischen Finanzmarktregeln für britische Banken und Finanzmarktakteure durchzusetzen sowie der britischen Regierung ein Veto-Recht zu sichern bei Fragen, die die Euro-Zone betreffen, der die Briten gar nicht angehören. (1) (2)

Cameron pokert mit einem schlechten Blatt in der Hand

Bedenkt man, wie stark Großbritanniens Wirtschaft in den vergangenen Dekaden deindustrialisierte und wie sehr sie deswegen heute vom Dienstleistungssektor sowie insbesondere von der Finanzindustrie abhängig ist, dann ist schwer vorstellbar, dass das Land ohne Einbindung in die Europäische Union wirtschaftlich besser dastehen könnte.

Nach den jüngsten Daten der britischen Statistikbehörde „Office for National Statistics“ (ONS) wuchs die britische Wirtschaft im vierten Quartal 2015 um 0,5 Prozent und zwar nur deswegen, weil der Dienstleistungssektor, der mit einem Anteil von gut 78 Prozent an der Wertschöpfung gewichtet wird, im Schlussquartal 0,52 Prozent gewachsen ist (siehe Abbildung 1).

SLE 01_ONS_UK GDP contributions by sector, Q4 2015Abbildung 1

Industrie und Bauwirtschaft, die bei der Berechnung des Wirtschaftswachstums mit 14,9 Prozent bzw. 5,9 Prozent gewichtet werden, schrumpften hingegen leicht (-0,03 bzw. -0,01 Prozent), während der Agrarsektor (mit 0,7 Prozent gewichtet) unverändert geblieben ist. (3)

Das ist keine Ausnahme gewesen. Das britische Wirtschaftswachstum wird, wie Abbildung 2 veranschaulicht, seit der Finanzmarktkrise sogar zunehmend vom Dienstleistungssektor getragen. Dabei sind die Finanzdienstleistungen ein großer Posten. Im Jahr 2015 standen sie für 22,3 Prozent aller britischen Dienstleistungsexporte. (4)

SLE 02_ONS_UK GDP and main components, Q4 2002-Q4 2015Abbildung 2

Die Interessen der Londoner City, dem Finanzzentrum Großbritanniens innerhalb von London, müssen David Cameron bei den Verhandlungen mit der EU vor diesem Hintergrund selbstverständlich sehr wichtig sein. Doch die schwache industrielle und Agrar-Basis Großbritanniens zeigen eben auch an, dass das Land für seine Versorgung mit Gütern in hohem Maße von Importen abhängig ist. Das zeigt ein Blick auf die Handelsbilanz des Landes (Abbildung 3).

SLE 03_ONS_UK Balance of UK trades, Dec 2013-Dec 2015Abbildung 3

Während die britische Handelsbilanz bei Dienstleistungen seit Jahren klar positiv ist, ist sie für Güter umgekehrt seit Jahren negativ. Mehr noch kann der Export von Dienstleistungen die starke Importabhängigkeit bei Gütern nicht ausgleichen, so dass die britische Handelsbilanz insgesamt seit Jahren beständig negativ ist (blaue Linie in Abbildung 3).

Mehr noch ist die Abhängigkeit speziell von Güterimporten aus EU-Ländern besonders hoch und insgesamt sogar steigend, wie Abbildung 4 verdeutlicht, in der die britische Handelsbilanz für Güter differenziert nach dem Warenhandel mit EU-Staaten und Nicht-EU-Staaten dargestellt ist.

SLE 04_ONS_UK Balance of UK trade in goods, EU and non-EU, Dec 2013-Dec 2015Abbildung 4

Das ist von Bedeutung im Zusammenhang mit den Verhandlungen Großbritanniens über den Verbleib in der EU. Denn ein Brexit und damit ein Verlassen des gemeinsamen Binnenmarktes würden bedeuten, dass der Handel mit EU-Ländern erschwert würde, der Import von Gütern ebenso wie der Export von Dienstleistungen.

Der Brexit wäre für Großbritannien wirtschaftlich viel riskanter als für die EU

Auch wenn sich das nicht ohne weiteres exakt berechnen lässt, würde der Brexit einerseits zwar auch die EU treffen und zwar vor allem jene EU-Staaten, die besonders intensiven Handel mit Großbritannien betreiben, speziell Deutschland (siehe Abbildung 5). Doch vor dem Hintergrund der dargelegten schiefen Wirtschaftsstruktur Großbritanniens – starke Abhängigkeit von Güterimporten bei gleichzeitig starker Abhängigkeit der Wirtschaftsleistung von Dienstleistungsexporten, insbesondere auch Finanzdienstleistungen – wären die Briten ohne die EU wirtschaftlich voraussichtlich schlechter dran als die EU insgesamt ohne die Briten. Denn mehr als 46 Prozent der britischen Exporte, d.h. vor allem Dienstleistungen, gehen in die EU und mehr als 50 Prozent der Importe des Vereinigten Königreichs, d.h. vor allem Güter, kommen von dorther, wie die offiziellen Zahlen für 2015 (siehe Abbildung 5) verdeutlichen.

SLE 05_ONS_UK´s Top 50 Export Markets and Import Sources 2015Abbildung 5

So betrachtet kann man durchaus zu der Auffassung gelangen, dass der britische Premier bei den Verhandlungen in Brüssel mit einem schlechten Blatt in der Hand um eine Verbesserung der Position Großbritanniens innerhalb der EU und des Euro-Raumes pokert und zwar politisch wie wirtschaftlich. Das gilt umso mehr angesichts der verstärkten Turbulenzen und der Abwärtsbewegung an den Finanzmärkten seit Jahresbeginn. Denn sollte sich die Lage auf den Finanzmärkten verschlechtern oder es sogar zu einer neuen Finanzkrise kommen, wäre Großbritannien wirtschaftlich in großen Schwierigkeiten, erst recht wenn es sich zuvor von der EU gelöst hat.

Zugeständnisse hin oder her – die Haltung Britanniens zum Kontinent wird sich nicht ändern

Wer jedoch ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Implikationen ernsthaft annimmt, dass sich die traditionell skeptische Haltung Großbritanniens zur EU verändert, wenn dem Land neue Zugeständnisse gemacht werden, der macht sich Illusionen. Den Briten geht es politisch nicht anders als den US-Amerikanern um politische und vor allem wirtschaftliche Vorteile. Was David Cameron jetzt in Brüssel versucht, lässt sich deswegen weniger mit echtem Reforminteresse erklären, sondern viel eher mit der Bezeichnung „Rosinenpicken“ beschreiben. Das ist nicht neu, sondern hat in Großbritannien im Verhältnis zur EU Tradition. Er nimmt sich das von der EU, was er gut gebrauchen kann und reduziert die Belastungen Großbritanniens durch Europa.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

 

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36 KommentareKommentieren

  • Fekub - 18. Februar 2016

    Wären die Briten vertrauensdusselig Mitglied der Euro-Währungszone geworden, was hätte die schwäbische Hausfrau durch Austerität auf der Insel angestellt?
    Bestimmt pokert Brüssel gegen das schlechte Blatt Camerons, nur ist britische Importabhängigkeit = europäischer (dt.) Exportabhängigkeit und Währungsqualität schert Autoexporteure keinen Deut.

    Diese EU ist eine politische Katastrophe, die der Bürger hoffentlich Politikern anlastet und nicht mangelnder gemeinsamer kultureller Identität.

    • Georg Trappe - 19. Februar 2016

      Wie waere es mit einer Anlastung der Katastrophe an sog. Wirtschaftswissenschaftler, die mit falschen Loanable Funds Theorien und absurden Gleichgewichtstheorien einer falschen Politik den theoretischen Ueberbau geliefert haben?

      • Fekub - 19. Februar 2016

        Einer falschen Politik samt ihren Beratern NICHT zu folgen ist Verantwortung eines jeden allein.

        Wer lebt wie ein Schaf wird auch so behandelt werden, geschoren und am Ende verspeist. Wie viele glauben jetzt noch, Demokratie = free lunch auf Kosten anonymer Leistungsträger?

        Sogenannte Wissenschaftler schufen nur die Legitimation unsere Pleite hinaus zu schieben, in allen Bereichen.

        • Holly01 - 19. Februar 2016

          Hallo Fekub,
          zu: “Wer lebt wie ein Schaf wird auch so behandelt werden, geschoren und am Ende verspeist. Wie viele glauben jetzt noch, Demokratie = free lunch auf Kosten anonymer Leistungsträger?”

          Das ist kein free lunch sondern gesellschaftlicher Ausgleich, um einen hohen sozialen Frieden zu erreichen.
          Diese anonymen Leistungsträger sollen nämlich ihren Erfolg im Leben geniessen können ohne Ängste.
          Diese anonymen Leistungsträger sollen auch einmal Misserfolge haben dürfen und die Chance auf eine Rückkehr zur Sonnenseite des Lebens. Dazu benötigt man eine gewisse Durchlässigkeit der sozialen Schichten und der Aufstiegshierachie.
          Es ist auch nötig einem Arbeiter zu erklären wie er im Alter leben soll, wenn die Arbeitskraft erschöpft ist, dazu gibt es Alterssicherung.

          Nein es ist kein free lunch, das ist gesellschaftliche Verantwortung, die allen zu Gute kommt, denn anonyme Leistungsträger, die an einem tag so viel bekommen, wie Arbeiter im gleichen Unternehmen in einem Jahr, können gar keine adäquate Leistung erbringen. Da ist es für die Unternehmen sehr positiv, wenn die Leute die sich ihr Salär selbst festlegen, gesellschaftlich geerdet werden und Übertreibungen stigmatisiert werden.
          Auch kein … “free lunch” für die anonymen Leistungsträger ….. denn auch diese Anonymen haben eine gesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung.

          • Fekub - 19. Februar 2016

            Wenn der gesellschaftliche Ausgleich von einem 21 jährigen Facharbeiter (LStkl.I) mit 1747€ brutto + 349€ Arbeitgeberanteil (= Lohnkosten) nur 1200€ netto bedeutet ist seine Leistungsbereitschaft gebrochen. Von 1200€ darf er dann die indirekten Steuern wie 19% MwSt. , Mieranlöl, Tabak-, Versicherungs-,… bezahlen…. und Vermögen aufbauen.

            Dabei lohnt sich dieser Ausgleich staatlich kaum, trotzdem werden diese Leute am Beginn ihres Lebens so frustriert, dass deren Engagement angesichts der Preise absurd ist.

            ..und jetzt komm mir bloß niemand mit Lohnerhöhung. BRD Cooperate debt 100% to GDP in 2011, bemäß bis.org. Auch dort haben die Leistungsträger längst abgeschlossen.

            So funktioniert sozialer Friede nicht….

            • Holly01 - 19. Februar 2016

              Da sind wir ganz nah beeinander, so wie die Umsetzung jetzt ist, kann man nicht von einem sozialen Frieden sprechen der auch tragfähig ist.
              lg Holly

            • Juespre - 19. Februar 2016

              @Fekub

              Mit 1747€ Brutto ist der 21 jährige Facharbeiter ein Niedriglöhner und gerade mal 17% über dem Mindestlohn.

              Warum soll da bei den enormen Handelsbilanzüberschüssen kein Platz für höhere Löhne sein? Irgendwo muß das Geld ja bleiben.

        • Prof. Dr. von und zu Reibekuchen - 19. Februar 2016

          Na anscheinend leben Sie auf einer einsamen Insel, völlig unabhängig von der restlichen Welt und sind kein Schaf, sondern ein ganz doller Wolf und ein dolles Raubtier und haben alles voll abgecheckt und durchschaut.
          Wie kann man in einem so fremdbestimmten System, das den Menschen (und noch viel weniger den “untergeordneten restlichen Lebewesen und auch Nicht-Lebewesen), keinerlei echte Entscheidungs- und sonstige Freiheit läßt, und in dem die “Schafe” (die sich selbst für Wölfe halten) meistens nicht einmal wissen, in was für einer fremdbestimmten und falschen Welt sie leben (auch weil ihnen immer vorgekaut wird, daß sie an allem selbst Schuld und für alles selbst verantwortlich sind) dem Material und Kanonenfutter dieser Verwertungsmaschine noch vorwerfen, daß sie selbst Schuld sind an ihrer Versklavung?
          Das ist also ob ich den Indianern selbst die Schuld an ihrer Ausrottung durch die Europäer geben würde, oder den Opfern der KZ’s und Einsatzgruppen die Verantwortung für ihre eigene Ermordung geben würde.
          Einem übermächtigen Unterdrücker gegenüber ohne jegliche Macht zu stehen, würde ich nicht unbedingt als “selbstverantwortlich” oder als “Schaf” bezeichnen, sondern als bemitleidenswertes Opfer.
          Obwohl es heute noch viel schlimmer ist, da die Menschen von ihren Aufsehern ja schon so weit gebracht worden sind, daß sie sich selbst verwerten und selbst zur Verwertung antreiben im fälschlichen Glauben, daß sie selbstbestimmt sind und eine Eigenverantwortung hätten und sich gar nicht mehr als Opfer sehen, die gar nichts bestimmen können.
          Dies ist natürlich nur eine unvollständige Darstellung der Realität aber läßt hoffetnlich durchblicken, daß ihre Welterklärung durch kurze Sätze und (indoktrinierte) Satzfloskeln nicht so leicht zu erklären ist, wie Sie es sich gerne vorstellen und ihre emotionale Verfasstheit und Persönlichkeitsstruktur es derzeit gerne hätte.

          • Fekub - 19. Februar 2016

            Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
            Immanuel Kant

            In meiner Heimatstadt gibt es am kommenden Montag die 21 Mahnwache, wo sind Sie am nächsten Montag Herr ‘Reibekuchen?

            • Basisdemokrat - 20. Februar 2016

              Hallo Fekup
              Es ist der in einer bestimmten historischen Situation sich heraus gebildete soziale Kontext, der uns über die sprachliche Vermittlung eine Welt hervorbringen lässt. Es ist die Erkenntnis der Erkenntnis die verpflichtet. Und zwar zur ständigen Wachsamkeit gegenüber der Versuchung der Gewissheit. Gewissheiten sind keine Beweise der Wahrheit. Daraus folgt, dass sich die Welt nur ändern wird wenn wir anders leben. Wenn wir einen anderen Kontext hervorbringen. Das impliziert eine Ethik der man nicht entkommen kann. Es ist die Bewusstheit der sozialen (und biologischen) Struktur des Menschen. Es ist eine Ethik die das Menschliche als ein konstitutives soziales Phänomen ausmacht.
              Das Beharren auf das, was für uns gewiss ist, im Sinne einer Wahrheit, negiert in letzter Konsequenz die Möglichkeit eines Zusammenlebens, welches die Gewissheiten Anderer ebenso legitim und gültig sein lässt.
              “Ursprünglich kritisierten die Aufklärer den Dogmatismus der Religion und der absolutistischen Herrscher. Die Bedeutung der Erkenntnis aus Sinneseindrücken (Empirismus) wuchs und Weisheit und Intellekt wurden zur Tugend eines jeden Bürgers. Der menschliche Verstand als Instrument der Wahrnehmung sollte nicht länger im Dienste von Klerus und Aristokratie stehen.” http://immanuel-kant.net/
              Eben dieser Verstand hat sich aber dann in den Dienst des aufkommenden Bürgertums gestellt und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eines sich aus dem Absolutismus heraus entwickelnden Liberalismus, der uns im “Neoliberalismus” grade auf einen Abgrund zu rasen lässt, befestigt.
              Wir sind nicht stehen geblieben. Kant’s Lebensleistung ist beachtlich – aber auch schon über 200 Jahre her. Für mein Geschmack steht sie aus heutiger Sicht zu dicht an dem was man eine Zwangsneurose nennen könnte.
              Die Maxime unseres Handelns dürfte eher lauten:
              Sei dir bewusst, dass alles was wir tun ein struktureller Tanz ist in der Choreographie unseres Zusammenlebens ist.
              Gruß BD

              • Basisdemokrat - 20. Februar 2016

                Sei dir bewusst, dass alles was wir tun ein struktureller Tanz in der Choreographie unseres Zusammenlebens ist.
                Gruß BD

                • Fekub - 20. Februar 2016

                  Absolute Freiheit gibt es nicht, nur die kleine persönliche aus der Reihe zu tanzen. Nach der Pleite geht es bestimmt weiter, nur die Melodie ändert sich. Solotänzer sollten es leichter haben als Uniformfetischisten.

                  • Klosettsurfer - 20. Februar 2016

                    Alleine würde man unter gehen, falls das eintreten würde, was Sie erwarten. Es gibt noch anderes als Solotänzer oder Uniformfetischisten. Wenn man sich als soziales Wesen verhält, wie es für Menschen eigentlich normal ist, dann muß man nicht zwangsweise Uniformen tragen oder “kollektivistisch” sein oder einer Art “Borg” Gruppe angehören, wie wir es tun.

                    • Fekub - 21. Februar 2016

                      Sozialverhalten und Individualismus schließen sich nicht aus. Dass es so “sei” ist Propaganda zur Legitimation von Zwangsumverteilung durch politische Parteilichkeit.

                      Erfolgreich kann nur eine Gemeinschaft von starken Individuen sein, wobei jeder -seine- Stärken einbringt. Eine Gemeinschaft von mehrheitlich Schwachen kann nur scheitern, deshalb ziehe ich es vor die Stärken eines jeden Individuums zu suchen, anstelle seine Schwächen zu fördern. (vgl. Sozialstaat & EU)

                      Vertrauen statt Misstrauen. Fördern von Stärke anstelle von Bedürftigkeit. Tja, nur wenn sich alle bedürftig verstehen, dann brauchen sie keine Verantwortung tragen….und da sind wir jetzt.

              • Stepe - 22. Februar 2016

                Hallo Basisdemokrat,
                finde ganz gut ihre Beleuchtung der Frage des Zusammenlebens. Wobei immer auch die Zeit zu betrachten ist. Ich habe bei Fromm eine nette Betrachtung zum Grundeinkommen gelesen. Kann ja sein das es von Interesse ist.

                Gruß Stepe
                http://www.linkes-oldenburg.de/wp-content/uploads/2016/02/Grundeinkommen-Fromm.pdf

            • Klosettsurfer - 20. Februar 2016

              Wenn Sie wirklich ihren EIGENEN Verstand benutzen würden, würden Sie sicherlich nicht Immanuel Kant zitieren oder zu einer “Mahnwache” gehen.
              Ich finde es sehr gut, wenn man versucht ein bißchen hinter den Vorhang zu sehen und der Wahrheit etwas näher zu kommen.
              Das setzt aber voraus, daß man unvoreingenommen und frei ist in seinen Gedanken aber auch seinen Emotionen, daß man versucht sich möglichst frei zu machen von mentalen und emotionalen Sperren und auch erkennt, woher die eigenen Gedanken, Weltanschauungen, Vorurteile, Gefühle und Mentalitäten, die immer ein Produkt der Erziehung und Indoktrination sind und die JEDER in sich hat, kommen.
              Daß man sich selbst gegenüber, aber auch seinen Eltern, auch seinen liebgewonnenen Ansichten über Nation, Heimat, Kultur, Arbeit, Lebensgewohnheiten, Überzeugungen zum angeblichen Naturzustand der Welt usw. ungeschönt und ohne emotionale Verhaftung und immer der ABSOLUTEN Wahrheit verpflichtet (keine geschönte, oder auf halbem Weg stecken gebliebene, weil doch zu stark mit sich selbst identifizierte Halbwahrheit) unerbittlich, auch wenn es sehr schmerzt und eine große Krise im Leben auslöst und für Niemanden, der dazu bereit ist der Realität ins Gesicht zu sehen angenehm oder ein einfacher Spaziergang ist oder auch nur jemals ganz abgeschlossen ist, solange dieses System und diese Mentalität und Persönlichkeitsstruktur besteht, versucht auf den Grund zu gelangen und möglichst tief zu erfassen, was Wahrheit ist.
              Dafür darf man sich mit NICHTS identifizieren, auch nicht mit Nation, Volk, Stamm, Gruppe, Familie usw. und gerade dadurch erkennt man die Wahrheit, daß es KEINE Unterschiede gibt, daß die Welt GUT ist, daß es keinen KRIEG ALLER GEGEN ALLE gibt, daß es KEINEN MANGEL gibt, daß wir FREI geboren sind, daß wir VERRÜCKT GEMACHT werden, daß wir KEINE RAUBTIERE sind, daß wir SELBST ETWAS WERT sind, daß wir UNS NICHT DEM WAHNSINN von NIEMANDEM UNTERORDNEN MÜSSEN, daß ARBEIT KEIN NATURZUSTAND ist, daß wir in einem WAHNSYSTEM GEFANGEN SIND und zwar ALLE, daß wir in ANGST versetzt werden sollen, usw.
              Das ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt was es heißt SELBST zu DENKEN…

              • Fekub - 20. Februar 2016

                Mahnen muss man Mitmenschen, nicht das Zwingsystem. Es ist nie zu spät selbst zu entscheiden, selbst wenn man die Relativitätstheorie nicht herleiten kann. Irgendwo muss man anfangen sein Leben in die eigene Hand zu nehmen. Beim Bauen von Eigenheimen ist kaum einer zimperlich und folgt doch fremden Einflüsterungen.

                • Klosettsurfer - 20. Februar 2016

                  Es ist zwecklos mit Ihnen zu diskutieren, da Sie genau wie die, die Sie kritisieren nicht komplett aus dem Gefängnis heraustreten können, das ihnen gebaut wurde und das sich ihr aufgelegtes Selbst (eine Störung) nicht mehr erkennen läßt. (vielleicht irgendwann)
                  Das ist nicht ihre Schuld, aber wenn ich jetzt wie Sie wäre würde ich sagen, es ist nie zu spät sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
                  Aber da ich weiß, daß jeder nur das tun kann, was seine Persönlichkeitsstörung, sein Wahn (von außen aber auch eigenständig “selbst” erschaffend), seine ihm eigenen Erfahrungen und die Erfahrungen, die ihm geschaffen wurden, zulassen zu tun, daß er nur das tun kann, was er selbst gelernt hat zu denken und zu interpretieren auf vielfältigste Weise, daß er nur dazu in der Lage ist, das zu tun und zu denken das ihm eigen ist bzw. gemacht wurde und mit dem er gelernt hat sich zu identifizieren und es mit seinem Selbst gleichsetzt, usw. usw (würden Sie eh nicht verstehn und ich kann es nicht wirklich verständlich in kurzer schriftlicher Form darlegen), da ich das weiß (aber manchmal auch nicht weiß und mich über Menschen wie Sie und Sie sind sicherlich noch harmlos, genauso aufregen kann wie Sie über ihre “Schafe”) und auch weiß, daß es einen speziellen äußeren Anstoß braucht, um wirklich ansatzweise zu begreifen was los ist (falls nicht alles in einem verschüttet ist) wünsche ich Ihnen viel Glück.

                  P.S. Man muß nicht immer gewinnen und man muß nicht immer Recht behalten. Starrheit ist nicht lebendig

            • Klosettsurfer - 20. Februar 2016

              Wie soll man denn ohne genügend wahre und tiefgehende Informationen (wir sind immer von außen informiert, in unserem Fall von einem zentralistischen Informationsverteiler und Informationsfilter = Medien, Schule, Staat auch die Familie) die von einer unglaublich großen Zahl an Einzelinteressen verzerrt und mit Fehlerquoten behaftet isind (selbst unabsichtlich, denn der Mensch ist nich perfekt, d.h. kein Gott) und darüber hinaus noch in einer völlig simulierten “Hyperrealität” ohne Zugang zu einer natürlichen Realität lebend und nur noch vorgegebenen Regeln und Strukturen folgend ohne Hintergrundwissen über Abläufe, Entscheidungsvorgänge usw. und dazu noch im Glauben, daß wir in der “besten aller Welten (Systemen)” leben und dazu noch mit dem Glauben an Eigentum und Besitz indoktriniert und dazu noch VÖLLIG abhängig vom System und deren Output (auch geistig), WIE soll man dann noch selbstverschuldet sein oder sich seines “eigenen” Verstandes bedienen oder mündig sein? Usw. usw.
              Die Wirklichkeit ist soviel komplexer als Sie es sich vorstellen können (und noch viel auswegloser dazu, das ist die REALITÄT), es ist geradezu lächerlich, wie Sie mit ein paar Sätzen irgendetwas “beweisen” wollen. Sorry, wenn das hart klingt, aber es ist leider so.

  • Basisdemokrat - 19. Februar 2016

    Hallo SLE
    Ihre Erläuterungen klingen einleuchtend. Bei mir hat sich der Eindruck verfestigt, dass zuletzt die bei uns politisch Verantwortlichen, welche ja bekannt sind für ihre “Exportabhängigkeit “, die Briten gerne im Boot haben, um ihre neoliberale Agenda umzusetzen. Dies dürfte dort zur Zeit an Gewicht zunehmen.
    Um existenzielle Abhängigkeiten zu sehen, müsste man da nicht die im Land selbst produzierten und verbrauchten Waren in Relation dazu setzen – ergänzt noch durch eine Kategorie “geschätzte Subsistenzwirtschaft “? Also wie z.B. in dieser Tabelle:
    Exporte : Importe : Eigenproduktion und Verbrauch (BIP?) : geschätzte Subsistenzwirtschaft:
    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/Handelswaren/Tabellen/EinfuhrAusfuhrGueterabteilungen.html
    Gruß BD

    • SLE - 19. Februar 2016

      Hallo Basisdemokrat,

      klar, man kann natürlich noch mehr in die Tiefe gehen. Aber die Größenrelationen der Sektoren zueinander in Großbritannien allein sind ja schon sehr aussagekräftig. Dasselbe gilt auch für die Anteile der Sektoren an den Exporten. Der Dienstleistungssektor und insbesondere eben all das, was London an Dienstleistungen typischerweise bietet, macht einen Großteil der britischen Wirtschaft aus.

      In diesem Post ging es mir eigentlich nur darum, diese Größenrelationen sowie die Anhängigkeiten einmal aufzuzeigen, um den Zauber, den Cameron mit seinen Forderungen veranstaltet, zu entschleiern. Steffen analysiert die britische Wirtschaft hier ja im Übrigen regelmäßig sehr detailliert. Meine Aufsätze sind generell immer eher grundsätzlicher und breiter angelegt. Aber das wissen Sie ja.

      Viele Grüße
      SLE

  • Marco - 19. Februar 2016

    Außerdem wird die britische Finanzwirtschaft ganz massiv von den Kapitalexporten aus Deutschland gemästet. Ein großer Teil der Exporterlöse fließen ja in die “City” und von da aus in die Blasen Welt.
    Ob die City wohl einfach so auf die zig Milliarden verzichten möchte? Ich glaube kaum, dass dad Kapital dann noch immer einfach so frei nach London fließt…?
    Man wird sehen.

  • Stepe - 19. Februar 2016

    Hallo SLE,
    “Der Brexit wäre für Großbritannien wirtschaftlich viel riskanter als für die EU” Das glaube ich nicht, zumindest zur Zeit nicht. So wie ich die Tendenz der Europäischen (im Grunde der Welt) sehe, werden die Messer gewetzt. Soll sagen das es ein gewaltiges hin und her bei den Börsen gibt, was heißt nichts ist fix.
    Wenn ich sehe was die Verordnungen und Gesetze bedeuten die innerhalb der EU gemacht worden so werden die wie ein Wischlappen gewrungen, bis ganz vernachlässigt. Es interessiert auch keinen. Wenn die Widersprüche schärfer werden,Ich denke sie werden es, dann wird England, zumindest von den Starken ökonomischem Mächten in der EU ausnahmen bekommen, die werden so weit gehen als seien sie in der EU. Von daher sehe ich es nicht so “dramatisch” wie die Überschrift es suggeriert. Zumindest mir.

    Viele Grüße
    Stepe

  • Matthias - 19. Februar 2016

    Das Brexit-Theater ist doch stets eine willkommene Gelegenheit, die EU noch ein weiteres Stück “neoliberal” zu reformieren. Hat eigentlich Corbyn eine ökonomische Entwicklungsstrategie für GB parat? Wäre mal interessant, weil allüberall in Europa sich Leute Gedanken machen über einen “Plan B”.

  • Holly01 - 20. Februar 2016

    Da hat der Berg aber mächtig gebebt … und eine ziemlich klägliche Maus hervorgebracht.
    Naja, zumindest brauchte man sich mit keinen ernsten Themen auseinander zu setzen …… und das Essen war hoffentlich lecker ….

  • JL - 20. Februar 2016

    Die Brüsseler Gipfelshow ist vorbei, alle sind Sieger und was ist nun neu?

    Nichts!

    Cameron und Britannien bleibt vorerst in der EU und manifestiert erneut seine staatliche Unabhängigkeit. Mitglied ja, Aufgabe staatlicher Souveränität nein- das war so und bleibt das Ergebnis. Verübeln kann man dies den Britten nicht. Sie selbst waren es, die mit dieser Masche einst das größte Kolonialreich schufen und beherrschten.

    Dieser Gipfel offenbart aber auch deutlich den Umgang zueinander. Während man einerseits verschiedenen EU- Staaten diktiert was diese zu tun und zu lassen haben verhandelt man andererseits über die weitere Vorgehensweise auf Augenhöhe. Dies wiederum wird sicher die zukünftigen Beziehungen mit Osteuropa entscheidend prägen, andererseits die innenpolitische Richtung von bisherigen EU- Vollmitgliedsstaaten- vor allem die zunehmend notleidente „Südachse“- prägen.

    Die EU ist nunmal eine „Gemeinde“ unterschiedlichster Interessen und der erhoffte Mehrwert dieser Gemeinschaft tendiert für die meisten Mitgliedsstaaten gegen Null oder verkehrt sich sogar ins Gegenteil.

    Unter diesen Voraussetzungen zukünftige „Partner“ ins europäische „Boot“ holen zu wollen ist fast schon naiv.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Georg Trappe - 20. Februar 2016

      Warum nur fast und naiv? Um das Ponzispiel in Gang zu halten braucht man eine Ausweitung derer die sich verschulden wollen, um so eine “Chance” zu erhalten es den bereits Ueberschuldeten gleich zu tun. By the way, Goldman Sucks hat das laengst erkannt:
      http://www.breitbart.com/london/2016/01/20/goldman-sachs-funding-eu-in-campaign-with-six-figure-sum-to-britain-stronger-in-europe/
      Bin gespannt welche Bubble Story als naechstes, nach Rostoffsuperzyklus und BRICS aus der CoL und der Wall Street auf uns zu kommt.
      Koennte diesmal eine War Bubble sein. Wie waere es damit die Halter von grossen Bestaenden an triple A rated Schuldpapieren made in USA gegeneinander aufzuhetzen?

      • JL - 21. Februar 2016

        Hallo Georg

        „…Warum nur fast und naiv?…“

        Überrascht Sie das? Glauben Sie wirklich, daß diese Politprofis wissen um was es überhaupt geht? Alle diese superschlauen „Experten“ verstehen vermutlich noch nicht einmal das Geldsystem an sich.

        Das gegenwärtige System bietet für die meiste Politiker eine auskömmliche Tränke am finanziellen Trog staatlicher oder Brüsseler Instanzen. Wer davon leben muß wird also Teil des Systems, daß demnach unbedingt zu erhalten ist.

        Wirtschaftlich- und da haben Sie vollkommen Recht- versucht man sich zunehmend auf neue Einnahmen von Regionen und Staaten zwecks Wachstum auf Kosten anderer. Der neueste „Zugewinn“ ist die Ukraine- ein Pleitestaat. Letztlich ist die EU ein Korpus ähnlich dem Römischen Reich oder der USA.

        Man expandiert auf Kosten anderer- und wenn man nicht mehr expandieren kann endet üblicherweise ein Zeitalter.

        Dieses Mal das der Neocons und der amerikanischen Allmacht.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • klaus - 21. Februar 2016

    Hallo an Alle.

    Die Engländer sind halt nicht blöd.
    Wenn die Engländer austreten behalten Sie Ihre RENTEN.
    Und haben kein Hartz4.

    Bei uns sind die Renten schon sicher.

    Und die Schotten machen das Spiel eh nicht mit.
    Ohne Schotten haben die Engländer aber kein Geld für
    die EU.

    Ich finde es jedenfalls gut, das der Londoner Bürgermeister
    gegen Cameron antritt.

    Gruß klaus

    P.S. Demnächst zahlen wir noch Negativzinsen und Transaktionsgebühren
    für Vereinsspenden bie 5 Euro Sportverein.
    Das wird die Spendenbereitschaft auch in den Kirchen heben.
    ;)
    Aber Hauptsache unsere Banken werden weiter vom Bürger gestützt.
    Nur die anonymen Transaktionen der Western Union dürfen
    nicht gestoppt werden.
    Und hier läuft das meiste kriminelle Geld drüber.
    Toll.

    • Holly01 - 22. Februar 2016

      “Die Briten sind halt nicht blöd” …..

      Das kann man durchaus auch anders sehen. Die Extrawürste führen zu einem “Mitglied” das inhaltlich immer was zu mäggern hat, aber tatsächlich nicht mitmacht.
      Eine Aussenseiter in einer Gruppe ist eine mobbing Rolle.
      Sollten die Briten auch nur eine Zehe aus der EU raussetzen und den Schutz der Staatengemeinschaft verlassen so lautet meine Prognose:
      GB wird zerfetzt.
      Für 50% der Briten herrschen dort jetzt schon griechische Verhältnisse.
      Der Rest würde innert 5 Jahre enteignet, GB würde einen Ausverkauf erleben, das Pfund würde ausradiert.
      Austerität wäre das falsche Wort, denn GB müsste seine Bilanzen in einer Radikalkur ausgleichen.
      Ich würde auch annehmen das ohne die CoL in der EU ein Land per Übernahmen im Großbankenbereich “seine” CoL bauen würde.
      Nicht realistisch aber als Beispiel: Santander, BNP und DB zusammen gefaßt koordiniert und an einem Standort.
      Treten die Briten aus, schießen die Fonds die in die Steinzeit zurück …..
      …. there is no free lunch (das gilt auch für die Briten)

  • klaus - 23. Februar 2016

    Hallo Holly.

    Zerfetzt ?
    Mal sehen.

    Die britische Sonderrolle ist unumgänglich.
    Und alle wissen es.
    Es sei denn, die Briten schicken einen Tsipras mit allen Befugnissen.

    Gruß klaus

    • Holly01 - 24. Februar 2016

      Hallo Klaus,
      ob Sie nun die CIA-Feuerring VT als stratfor bevorzugen oder die Suppen-EU VT :
      http://www.imi-online.de/2016/02/23/europas-militaerapparat/
      https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Nachbarschaftspolitik
      und
      https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftspartnerschaftsabkommen

      Im Endeffekt läuft das Alles auf das Gleiche hinaus. Die Welt wird von zunehmend größeren Blöcken bestimmt.
      Sonderwege aka Extrawürste wie GB das gerne betreiben würde, werden in der Tendenz schwieriger. Die Briten werden nicht ganze Machtblöcke gegeneinander ausspielen können ohne massive selbst Schaden zu nehmen.
      Der Charm der CoL überall dabei aber nirgends wirklich eingebudnen zu sein verblasst.
      Der “Sicherheitsaspekt” ist mit den Atombomben überholt.
      Steuerbetrug kann jeder.
      Sondergebiete wie die Legate der Queen sind nice, aber das kann man nun auch überall auf der Welt.
      Die Karten werden nicht mehr in London gemischt. Die Meere gehören nicht mehr den Briten. Das All gehört den Amis und die Daten lauscht man nur mit ohne aus dem Wissen effektive macht und finanzielle Vorteile ableiten zu können.

      Aber Sie haben natürlich Recht, die Zeit wird es zeigen.
      Auch wer diesen Ring um die EU gelegt hat und mit welchem Ziel.
      Die USA zur Destabilisierung oder die EU selbst zur Durchsetzung der gemeinsamen Sicherheitspolitik und Grenzsicherung.