Die Rohstahlproduktion in der Eurozone sinkt kräftig

von am 24. Juni 2012 in Allgemein

Wie die World Steel Accociation mitteilte, stieg im Mai 2012 die weltweite Stahlproduktion noch um +0,7% zum Vorjahresmonat auf 130,566 Millionen Tonnen. Interessant an den Daten ist die massive Schwäche der europäischen Rohstahl-Produzenten, insbesondere derer aus der Eurozone. Während beim größten Produzenten der Welt in China die Rohstahlproduktion noch um +2,5% zum Vorjahresmonat anzog, in Indien um +4,4%, in Japan und Südkorea jeweils um +2,0%, in den USA um +7,4% und in der Türkei um +6,6%, kam es in der Eurozone zu deutlichen Einbrüchen. In Deutschland sank der Ausstoß der Rohstahlproduktion um -9,7%, in Italien um -3,3%, in Spanien um kräftigere -13,9%, in den Niederlanden um bedenkliche -15,3%, selbst in Finnland um -10,1% und den absoluten Hammer lieferte Griechenland mit -60,2%, nachdem dort bereits im April der Output um -45,4% zum Vorjahresmonat einbrach. Die Eurozone ist bei der Kontraktion des Rohstahloutputs weit vorn und mittlerweile ist die Schrumpfung auf die soliden Länder der Eurozone übergegriffen und dies dürfte einer von vielen Indikatoren dafür sein, dass die Eurozone über die Ansteckungs- und Rückkopplungseffekte die ganze Weltwirtschaft mit hinunterziehen wird.

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