Einlagefazilität mit neuem Rekord: 820,819 Mrd. Euro

von am 5. März 2012 in Allgemein

Wie die EZB heute Morgen berichtete, stieg die Einlagefazilität (Übernachtanlage) zum 04.03.2012 auf ein neues Rekordhoch mit 820,819 Mrd. Euro. Dieser unglaubliche Stand von gebunkerter Liquidität der Gechäftsbanken der Eurozone bei den nationalen Zentralbanken im Eurosystem ist direkte Folge der zweiten Longer-Term Refinancing Operation (LTRO). Mit LTRO2 wurde in einem weiteren brachialen geldpolitischen Akt das marode Bankensystem der Eurozone mit Liquidität geflutet. Unfassbare 529,531 Mrd. Euro Kredit zu einem Zinssatz von 1%, mit einer Laufzeit von 3 Jahren wurden gezogen und nahezu die gesamte geschaffene Nettoliquidität, liegt vorerst in der kurzfristigen Übernachtanlage der EZB, zu einem Zinssatz von nur 0,25%. Hierbei handelt es sich zuvorderst um Überschussliquidität, denn bereits beim LTRO1 hatten Banken mit 489,191 Mrd. Euro ihren realen Finanzierungbedarf im Überfluss gestillt.

Den Wahnsinn pur, dokumentiert eindrucksvoll der Langfristchart mit den täglichen Daten zur Einlagefazilität, denn er zeigt, dass in normalen Zeiten die Einlagefazilität kaum eine Rolle spielte und das die Verantwortlichen in der EZB aktuell jeglichen Rest an Risikoaversion bei ihren geldpolitischen Maßnahmen fallen gelassen haben:

Die Entwicklung der Einlagefazilität der Geschäftsbanken bei den nationalen Notenbanken im Eurosystem seit Januar 1999 bis gestern im Dailychart. Die Übernachtanlage stieg zum 04.03.2012 auf 820,819 Mrd. Euro, nach 776,941 Mrd. Euro.

Bereits im Zuge des LTRO1 schoss die Einlagefazilität bei der EZB in noch nie gesehene Höhen, denn statt der Kreditvergabe wurde nur das Geldhorten der Banken angekurbelt. Nicht mal der Interbankenmarkt funktioniert bis jetzt wieder reibungslos, weiterhin misstrauen die Banken sich untereinander und der Refinanzierungsbedarf wird fast ausschließlich über Zentralbankgeld gedeckt. Mit LTRO2 explodierte nun die kurzfristige Einlagefazilität bei der EZB durch die europäischen Geschäftsbanken auf ein exorbitantes neues Hoch. Diese beispiellose Liquiditätsflutung kaschiert zwar ein bankrottes Bankensystem, führt sogar zu einer gewissen Entspannung am Primär- und Sekundärmarkt für Staatsanleihen zu mindestens im Falle von Italien und Spanien, versagt aber bisher völlig bei der eigentlichen Aufgabe eines Bankensystems, der Bereitstellung von Krediten für die Realwirtschaft.

Wenn eine Bank am Tagesende Habensalden auf den ESZB-Konten hat, werden diese automatisch zu Einlagefazilitäten. Die Einlagefazilität wird mit einem Zinssatz von aktuell 0,25% versehen. Die Einlagefazilität wird ständig und in einem unbegrenzten Volumen angeboten.

Die Explosion der Einlagefazilität zeigt weiter die Hilflosigkeit der Geldpolitik, trotz beispielloser Liquidität für die Banken driften die Volkswirtschaften der Eurozone in eine Rezession. Aber es kann noch schlimmer kommen, als das nur diese Liquiditätsflut nicht bei Unternehmen und Investitionen ankommt, wehe dem, die überbordende Liquidität aus der Übernachtanlage sucht sich “unerwartet” ihren Weg in Richtung Finanzmarkt und man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die Banken diese Unsummen nicht 3 Jahre lang in der Einlagefazilität schlummern lassen können!

Quelle Daten: Ecb.int/Daten Einlagefazilität, Ecb.int/Open market operations

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

Wenn ihr die zeitnahe, kritische Aufbereitung von Wirtschaftsdaten und die aufwendige visuelle Darstellung der Daten bei Querschuesse per PayPal mit einem beliebigen Betrag unterstützen möchtet bitte den Button anklicken:

Print article

52 KommentareKommentieren

  • Steffen B - 5. März 2012

    EZB – AIG reloaded?

    Im Prinzip kann man den Spread 1% für 3 Jahreskredite und 0.25 % für Einlagen ähnlich wie eine Kreditversicherung benutzen. Die dt. Banken ziehen ihre Auslandvermögen von den dortigen Banken ab und legen das Geld gesichert bei der EZB an. Diese gibt das ganze dann an die dortigen Banken weiter. Realwirtschaftlich ändert sich erstmal nichts, ausser das der Kapitalismus tot ist. Eventuell manisfestiert sich jetzt nur, und wird in einer einzigen Bilanz sichtbar (Target), was eh schon da war. Die letztendlich uneinbringlichen Auslandsforderungen. D.h. aber, irgendwann sollte der Anstieg bei den Targetsalden auch aufhören.

  • Querschuss - 5. März 2012

    Hallo Steffen B,
    ja, dies ist sicher zum Teil richtig, der totale Bailout des Bankensystems und alle Risiken, Forderungen gegenüber den PIIGSBF werden der öffentlichen Hand (noch EZB) übergeholfen.

    Nicht auszudenken wenn die Überschussliquidität nicht mehr die Preise in den Anlageklassen nach oben treibt, sondern in Punkto Absicherung gegen eine Rezession, krisenverstärkend Dax-Futures und Rohstofffutures mit Hilfe der Überschussliquidität gnadenlos abverkauft werden. Klingt momentan vielleicht etwas unwahrscheinlich, ist aber nicht unmöglich, niemand weiß wo Teile der Überschussliquidität lang walzen werden und deshalb ist die enorme geschaffene Liquidität ein zusätzliches Systemrisiko.

    Gruß Steffen

    • Roland - 5. März 2012

      Auch Taiwan in deflationärem Prozess:
      Heute veröffentlichte Zahlen zeigen das die Inflation im Februar gegen Vorjahresmonat nur noch um 0,25 % gestiegen ist. Im Vormonat waren es noch 2,37 % gegenüber Vorjahr.

      Es ist ein wirtschaftliches Naturgesetz:
      In einer Rezession gehen die Preise nach unten; Liquidität hin oder her.

      • Frank Bell - 5. März 2012

        “In einer Rezession gehen die Preise nach unten”
        — — — — —
        Wenn es nach den Preisen geht, ist eine Rezession in Deutschland WEIT, WEIT entfernt. (Energie, Lebensmittel, Wohneigentum, etc. geht alles hoch.)

        • Canpichurri - 5. März 2012

          “In einer Rezession gehen die Preise nach unten”
          ——
          Das muss nicht so sein ! Die Preise stehen am Ende der Inflation, nicht an deren Anfang. Was im Moment von der EZB durch ungezügeltes CTRL + P gemacht wird, ist “Geld” aus warmer Luft zu schaffen. Dieses macht sich zunächst einmal an den Bergen von Überschussliquidität bemerkbar. (s.o.)
          Die Preise steigen dann, wenn diese Liquidität nicht mehr auf Konten der EZB schlummert, sondern in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Über 1 Bill Euro sind in den letzten Wochen in das System gepumt worden – anscheinend ohne Wirkung. Diese wird sich aber noch entfalten. Und dann merken wir das auch an den Preisen – Rezession hin oder her. Es könnte also zu negativen BIP Entwicklungen bei gleichzeitig steigenden Preisen kommen. Das reinste Chaos herrscht danach!
          Man stelle sich nur mal vor, die Israelis greifen den Iran an, der eh schon nervöse Ölmarkt wird geschockt und die Liquidität fliesst in diesen Markt hinein (Rendite!). Dann sind selbst 250 US$/Barrel Geschichte und wir bezahlen 3,50 Euro/Liter Benzin an der Tankstelle. Dann wird man sagen, “ja guck mal, jetzt haben die Inflation auch noch gekriegt …”

          Gruss

  • schnauzevoll - 5. März 2012

    Das wissen die Verantwortlichen doch auch! Und trotzdem entwickelt sich eine Art Eigendynamik. Ist das überhaupt noch zu “retten”? Ich denke, wir nähern uns dem Punkt, wo eine Rückkehr zur Normalität schwieriger erscheint, als das System sich den Selbstreinigungskräften zu überlassen. Ich glaube, es fehlt nicht nur an Instrumenten, es fehlt vor allem an Intelligenz, dieser Krise noch Herr zu werden. Wenn ich den Blog hier verfolge, dann bekomme ich unweigerlich das Gefühl, mit der Sauerstofflasche in Tiefen getaucht zu sein, die es unmöglich macht, rechtzeitig nach oben zu schwimmen, weil der Sauerstoff nicht mehr reicht. Als Taucher hätte ich das vorher wissen müssen. Das stärkt meinen Eindruck von Dilettantismus der beauftragten “Kompetenzen”. Aber das ist nur ein Gefühl. ;)

  • Appaloosa - 5. März 2012

    Also laut den Nachdenkseiten müssen bis 2015 1 Bio Schulden gegenüber privater Geldgeber durch die Banken refinanziert werden. Deshalb wird das Geld erst einmal geparkt.

  • M.E. - 5. März 2012

    So ist das Appaloosa,
    die Banken haben sich vollgesaugt aus blanker Existenzangst auf mittlere Sicht. Da nehmen die lieber eine Minus-Nominalrendite (tolles Wort – man könnte auch jährlichen Verlust sagen) von 0,75% in Kauf.
    Und vertrauen wahrscheinlich darauf, dass nach Ablauf der Laufzeit der Tender diese wieder erneuert werden. Ohne diese ständigen Liquiditätsspritzen wäre bald der nächste Bankenkollaps fällig.

  • querschuss - 5. März 2012

    Hallo Appaloosa, hallo M.E.,
    kann sein das die Banken bis zu den anstehenden Refinanzierungen die Liquidität in der Einlagefazilität halten, dies allerdings als Entscheidungsgrundlage für die Flutung des Bankensystems zu nehmen wäre fatal und unverantwortlich. Denn letztlich kann niemand vorhersehen ob und wohin diese Liquidität bis 2015 strömt.

    Gruß Steffen

    • Andres Müller - 5. März 2012

      *Denn letztlich kann niemand vorhersehen ob und wohin diese Liquidität bis 2015 strömt.”

      Das müsste man analysieren, vielleicht Überlebensichtig es rechtzeitig zu tun.

      Bei der Austerizitätspolitik ohne Wachstum gehts sicher nicht in Europas Realwirtschaft. Ich tippe auf Staaten wie Vietnam und Indonesien -vielleicht Kanada, in Aktien und Rohstoffe und irgendwelche aussereuropäischen Fonds. Es fragt sich nur ob die Liquidität bis 2015 überhaupt noch als realer Wert existiert. Wenn der CDS-Markt zusammenbricht dann löst sich eine Menge Geld in Luft auf.

      Die Unsicherheit wird im Markt bleiben, wofür schon die zu erwartenden Gerichtsverfahren über den Schuldenschnitt in Griechenland sprechen. Also Volatilität an allen Fronten, vielleicht im Spätsommer noch ein Iran-Experiment.

      • Andres Müller - 5. März 2012

        Eben einen interessanten Artikel gefunden der meine Befürchtung “sicher nicht in Europas Realwirtschaft” bestätigt:

        “Brasilien droht in der Geldflut zu ertrinken”
        ” Nach der jüngsten Geldspritze der Europäischen Zentralbank in der vergangenen Woche warnte Präsidentin Dilma Rousseff nun vor einem “Tsunami” billigen Geldes, der ärmere Länder wie Brasilien zu verschlingen drohe.”

        http://www.cash.ch/news/alle/brasilien_droht_in_der_geldflut_zu_ertrinken-1142937-448

        Das Geld kommt schon in der Realwirtschaft an , z.B. im Brasilianischen Real ;)

  • M.E. - 5. März 2012

    Hallo Steffen,
    nach meiner Ansicht gab es für die EZB nur einen Hauptgrund für Auflage der beiden Tender: die Renditen für die Bonds Italiens und Spaniens deitlich zu senken. Was ja auch geklappt hat bis auf Weiteres. Denn diese beiden Länder wären sonst für die EZB inklusive schon großenteils verballerter EFSM/ESM-Mittel unrettbar gewesen.
    Und im Dezember sah es ja schon ganz danach aus, als stünden beide Länder kurz vor dem Verlust der Refinanzierungsmöglichkeit auf normalem Wege.

    • Querschuss - 5. März 2012

      Hallo M.E.,
      unbestritten, nur 820 Mrd. Euro Liquidität bergen auch Gefahren, die niemand abschätzen kann und bis 2015 ist eine lange Zeit. Die Frage bleibt ob die erzielten Effekte die Risiken rechtfertigen. Ich denke nicht, zumal wenn die Realwirtschaften der Südperipherie weiter abschmieren.

      Gruß Steffen

    • Andres Müller - 5. März 2012

      Ja, Monti und der Bruegel Denkfabrik haben Europa so fest in der Hand wie noch nie zuvor.

  • M.E. - 5. März 2012

    Wir sind völlig einer Meinung, Steffen.
    Man mag etwas Zeit gekauft haben, aber um den Preis immer weiterer Überdehnung des Schuldensystems.
    Keiner traut sich zu sagen: wir sind am Ende, wir brauchen den weltweiten oder zumindest OECD-weiten Schulden- und Vermögensschnitt.
    Jedenfalls will das keiner als erster eingestehen. Deshalb der Kamikazekurs in der Geldpolitik.

  • M.E. - 5. März 2012

    Es beginnt sich Kritik an Draghi zu rühren:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,819313,00.html

  • ö.ä. - 5. März 2012

    Mal (wieder) eine laienhafte Frage:

    Als die Immobilienblase in den USA platzte, sah das für mich so aus, als wäre dies die Ursache der folgenden Krise. So ziemlich zur gleichen Zeit besuchte ich ein Ökonomieseminar, die Professorin sagte damals, nicht die einbrechenden Preise des Immobilienmarktes seien die Ursache, sondern ein weltweiter Kaufkraftverlust. Später las ich in diversen Foren, die Welt stecke in einer Überproduktionskrise. Für mich (als Laien) ist das kein Widerspruch, zuviele Güter finden keine Abnehmer, dadurch machen Firmen Verluste, dadurch und zunehmende Technologisierung (mir fehlt gerade glaube ich das richtige Wort) werden Arbeitskräfte freigesetzt, Sozialleistungen werden abgebaut, dadurch sinkt die Kaufkraft vieler Menschen (ich bitte um Berichtigung, falls dieser Zusammenhang zu sehr in schwarz und weiß gedacht ist).
    In der EU scheinen die nationalen Industrien zu stark in der Leistungsfähigkeit zu variieren, weshalb jetzt zunehmend mehr Staaten in Bedrängnis geraten.
    Wenn jetzt weltweit eine Überproduktionskrise herrscht, aber EU weit die Industrien gestärkt werden müssten, wie kann dann noch eine Lösung aussehen?
    Und betrachtet man das vor dem Hintergrund schwindender Ressourcen, die den kritischen Punkt vielleicht schon überschritten haben, kann dann überhaupt ein wachstumbasiertes System aufrecht erhalten werden?

    Entschuldigung für den Roman.

    • alt-shift-x - 5. März 2012

      “… kann dann überhaupt ein wachstumbasiertes System aufrecht erhalten werden?”

      Das ist so eine der wichtigsten Fragen, die sich die Menschheit die nächsten Jahre stellen muss und meiner Meinung nach ist die Antwort ganz klar … NEIN NEIN NEIN auf gar keinen Fall.

      wohin zum Geier sollen wir noch wachsen? Wollen wir die Weltbevölkerung nochmal verdoppeln die nächsten 20 Jahre? Nur damit genug konsumiert wird? Wir haben Peak Oil Peak Mensch peak Wasserverbrauch Peak weiss der Geier was, es kann nicht so weitergehen und das wird es mt Sicherheit auch nicht.

      An der Stelle empfehle ich immer sich mal z.B. die Alternativlosfolge 18 an zu hören und auch die dort erwähnten links sind allesamt lesenswert.

      http://alternativlos.org/18/

      Was zur nächsten Frage führt … was dann?

    • Dima - 5. März 2012

      Hallo ö.ä,
      ich versuche deine Frage mal zu beantworten:

      Wirtschaft ist der Tausch von Gütern oder Dienstleistungen gegen andere Güter oder Dienstleistungen. Der direkte Tausch ist aber schwierig. Wenn ich zum Beispiel Bäcker bin und meinen Friseur mit Brot bezahlen möchte, der Friseur aber schon genug Brot hat und lieber den Haarschnitt gegen Schuhe tauschen möchte, wird das Tauschgeschäft kompliziert.

      Um das Tauschgeschäft möglichst einfach abwickeln zu können, hat man Geld “erfunden”. Eine geniale Idee. Man tauscht Güter und Dienstleistungen gegen Geld und das Geld dann wieder gegen die Güter und Dienstleistungen, die man selbst gerade benötigt. Auch mit den zwischengeschaltetem Geld ist es immer noch ein direkter Tausch von Gütern oder Dienstleistungen gegen andere Güter oder Dienstleistungen und das System funktioniert prima.

      Jetzt kommen aber Marktteilnehmer ins Spiel, denen es zu mühseelig ist, selbst Güter und Dienstleistungen zu produzieren, die aber trotzdem gerne konsumieren möchten. Sie drucken sich einfach ihr Geld, statt Waren und Dienstleistungen für andere zu produzieren. Sie drucken nicht direkt, sondern das Bankensystem stellt das benötigte Geld als Kredit zur Verfügung. Jetzt gerät das Gleichgewicht, das wir vorher hatten, aus den Fugen. Die Produktionskapazität der vom Kreditnehmer nachgefragten Güter wird erhöht, der Markt ist ja da, glaubt der Fabrikant.

      Irgendwann ist unser Kreditnehmer hoffnungslos überschuldet, er produziert ja weiterhin keine (oder zu wenig) Güter und bietet weiterhin keine (oder zu wenig) Dienstleistungen an. Von der Bank bekommt er jetzt keinen Kredit mehr, da er schon die alten Kredite nicht mehr bedienen kann. Seine Nachfrage bricht weg – kein Geld mehr da. Was bleibt ist die zu große Produktionskapazität des Fabrikanten, deshalb die Überproduktion.

      Das Problem ist der unlimitierte Druck von Geld für Konsumzwecke, welches das ursprüngliche wirtschaftliche Gleichgewicht stört. Das wollen die Keynesianer nicht einsehen und palavern deshalb ständig von der fehlenden Nachfrage. Nur die Nachfrage wurde vorher durch Gelddrucken künstlich geschaffen.

      Viele Grüße
      Dieter

      • langlode44 - 5. März 2012

        “Um das Tauschgeschäft möglichst einfach abwickeln zu können, hat man Geld “erfunden”

        Nein Dima, das ist der ganz grosse Irrtum, Geld ist die logische Folge der mit dem Knüppel erzwungenen Urschuld. Die erste Bank hieß Tempel, der erste Bankster Priester.
        Markt und Tausch waren die Folgen, ebenfalls erzwungener Maßen, jeder der nicht “Priester” war
        hatte gefälligst seine Schuld (den Zins) abzutragen.

        Mal das ganze Dilemma ums Geld von da aufziehen, die Resultate sind verblüffend, das Ergebnis eindeutig: das Geld muss wieder weg, ebenso der Tausch, der Markt uswusf.

        • kurzdump - 5. März 2012

          Das Geld per se ist keine üble Erfindung, der von der realen Wertschöpfung losgekoppelte Zins ist der Krebs der weg muss.

    • Andres Müller - 5. März 2012

      “kann dann überhaupt ein wachstumbasiertes System aufrecht erhalten werden?”

      Mit politischen Massnahmen möglicherweise schon -zum Beispiel einen Flug zum Mars mit 200 Raumschiffen -Bauen sie die erst mal ;) Oder ersetzen sie sämtlichen Ölverbrennungsanlagen der Welt durch Erdwärmeanlagen. Der ägyptische Pharao 3000 v. Chr. hätte schon eine Lösung für das Problem *lach*.

      Ich vermute die neoliberale Privatisierung hat den Karren in den Dreck gefahren, denn ohne den Staat gibts letzlich keine Saat für Niemand (von 1% Superrich mal abgsehen). Für Wachstum benötigt es keine Austerizitätspolitik, sondern Bildung, Geld, neue Technologien und ein bestimmtes Mass an Aufbruchstimmung. Wir haben die Depression indoktiniert erhalten und hier bei Pharma Lösungen liegt das letzte Wachstumspotenital dieser verkommenen Gesellschaft.

  • M.E. - 5. März 2012

    “…kann dann überhaupt ein wachstumbasiertes System aufrecht erhalten werden?”

    Keinesfalls, ö.ä. !
    Und richtig: Überproduktionskrise und Kaufkraftverlust bedingen einander.

    • ö.ä. - 5. März 2012

      Danke für die Antwort M.E.
      Die Schlussfolgerung daraus heißt dann wohl, ein Zusammenbruch sollte besser früher als später erfolgen, denn so wie das Leben jetzt ist, ergibt es keinen Sinn und noch mehr knapper erdende Ressourcen werden verschwendet.

      • ö.ä. - 5. März 2012

        Es soll natürlich werdende und nicht erdende heißen.

    • Dima - 5. März 2012

      Hallo M.E.,
      klar, kann ein wachstumbasiertes System aufrechterhalten werden.

      Der willige Konsument muss für seinen Konsum selbst Güter oder Dienstleistungen anbieten, die andere Marktteilnehmer freiwillig nachfragen – anstatt nur mit neu gedrucktem Geld zu bezahlen.

      Das System wächst dadurch, dass der Konsument für seinen zusätzlichen Konsum selbst zusätzliche (neue) Güter oder Dienstleistungen auf den Markt bringt, die von anderen angenommen werden.

      Der Beschiss an unserm Wachstum ist der, dass das Wachstum oft nur durch Gelddrucken finanziert wird. Ist natürlich einfacher. Aber irgendwann stürzt das Kartenhaus dann halt zusammen.

  • M.E. - 5. März 2012

    Hallo ö.ä.,
    was meine ganz persönliche Interessenlage angeht, kann der Kollaps gerne noch etwas warten. Etwa bis Ende 2014..
    Dann werde ich nämlich völlig schuldenfrei sein und auch meine Investitionen zur energetischen Optimierung meines Hauses abgeschlossen haben.
    Da ich aber sowohl um die Unabwendbarkeit des Systemzusammenbruchs zu einem Zeitpunkt x weiß, als auch um das völlige Desinteresse der Realität an meiner presönlichen Interessenlage, nehme ich es ganz entspannt so, wie es kommt.

    • Roland - 5. März 2012

      Schuldenfreiheit nützt leider nicht viel.

      In den 30er Jahren gab es für die Hauseigentümer eine Zwangs-Hypothek und Abzug der Kohle durch den Staat.
      Nahles (SPD) hat vor einigen Wochen dieses Thema schon wieder angeschnitten.

      Soll zeigen:
      Wie üblich wird die SPD an die Kleineren rangehen, wenn es ernst wird. An die wirklich Großen traut sie sich wie üblich nicht heran.

      • ö.ä. - 5. März 2012

        Aber CDU und FDP haben das Wohl des kleinen Mannes vor Augen, oder wie? :)

        • Frank Bell - 5. März 2012

          CDU und FDP heucheln in der Hinsicht weniger als die SPD und die Grünen.

          • ö.ä. - 5. März 2012

            Wenn ich das Herumgeeiere um die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, das Theater um Steuererleichterungen, die Einführung der Studiengebühren in den CDU-regierten Ländern und die Strukturreformen im Gesundheitswesen, die überwiegend beschlossen wurden, als die CDU mitregiert hat, bedenke, komme ich zu einem anderen Schluss.

          • Frank Bell - 5. März 2012

            Hallo ö.ä, ich meine damit, dass bei der CDU und FDP eh klar ist, dass die sich nicht für den “kleinen” Mann einsetzen, somit weniger heucheln.

            Die SPD tut stets so, also ob sie auf der Seite des kleinen Mannes stünde – um ihm dann in den Rücken zu fallen. Nicht nur Hartz IV kommt mir in den Sinn, sondern auch die Änderung von BAT in TvöD.

          • ö.ä. - 6. März 2012

            Ich glaube unsere Ansichten sind gar nicht so unterschiedlich, die Einführung der Agenda 2010 unter Schröder ist mir durchaus negativ in Erinnerung.

            Mir ist in letzter Zeit oft aufgefallen, dass die SPD verteufelt und im gleichen Atemzug die CDU und FDP verklärt werden. Dabei blenden viele wohl aus, dass der derzeitige politische Kurs, mit dem die Kommentatoren unzufrieden sind, von Merkel vorgegeben wird. Deshalb auch mein Kommentar.

      • Zinseszins - 5. März 2012

        Im letzten Jahrhundert gab es 2 Sachen in dieser Richtung :
        Die Hauszinssteuer und das Lastenausgleichsgesetz

        Die HAUSZINSSTEUER, auch als Gebäudeentschuldungssteuer bezeichnet, war eine von 1924 bis 1943 in Deutschland erhobene Ertragsteuer auf das vor Juli 1918 entstandene Wohneigentum.

        Das Gesetz über den LASTENAUSGLEICH (Lastenausgleichsgesetz – LAG) hat zum Ziel, Deutschen, die infolge des Zweiten Weltkrieges und seiner Nachwirkungen Vermögensschäden oder besondere andere Nachteile erlitten hatten, eine finanzielle Entschädigung zu gewähren.
        Diese Umverteilung erfolgte dadurch, dass diejenigen, denen erhebliches Vermögen verblieben war (insbesondere betraf das Immobilien), die Hälfte dieses Vermögens nach dem Stand vom 21. Juni 1948 in 120 vierteljährlichen Raten, also verteilt auf 30 Jahre, in den Ausgleichsfonds einzahlen mussten. Zu diesem Zweck wurden eine Vermögensabgabe, eine Hypothekengewinnabgabe und eine Kreditgewinnabgabe eingeführt, die an die Finanzämter zu zahlen waren.

        mfG
        Zinseszins

        Quelle : Wikipedia

    • ö.ä. - 5. März 2012

      Das wäre natürlich beruhigend, aber ein Blick in die Geschichte lässt mich da nichts gutes ahnen.

      • ö.ä. - 5. März 2012

        Dieser Kommentar war an M.E. gerichtet.

  • Frank Bell - 5. März 2012

    “… kann dann überhaupt ein wachstumbasiertes System aufrecht erhalten werden?”
    — — — — —
    Das hat man ca. 1850 wohl auch gedacht, als immer mehr Fabriken immer mehr Abgase in die Luft geblasen haben, die Eisenbahn zur “Eroberung” der USA innerhalb kürzester Zeit führte und man mit Dampfschiffen unabhängig vom Wind wurde.

    Meiner Meinung sieht man das zu schwarz. Es werden sich neue Hochtechnologien etablieren, von denen wir noch nicht einmal zu träumen wagen.

    Das grundlegende Problem wird vielmehr sein: Was machen wir mit den Menschen, die quasi als Abfall behandelt werden, nicht nur in der 3. Welt, sondern auch bei uns (z.B. die Hetz-Kampagne gegen Hartz IV-Empfänger)? Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird die Mittelschicht – und nicht die Oberschicht – aufs wildeste bekämpfen!

    • sunwalker - 5. März 2012

      Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird die Mittelschicht – und nicht die Oberschicht – aufs wildeste bekämpfen!

      Das sehe ich ähnlich. Denn die Oberschicht inszeniert das ganze und die ach so arbeitsgeplagte Mittelschicht als steuertragende Gesellschaftsschicht
      (Warum läßt die das überhaupt mit sich machen??)
      wettert und wütet gegen die faulen H4 Empfänger. Weswegen sie natürlich so hohe Abgaben zahlen müssen. Mit dem Banken oder dem Geldsystem hat das nichts zu tun, der Euro ist doch eine tolle Währung und hat uns doch, dass in den Urlaub fahren, sowas von erleichtert…..
      Habe selber solche Diskussionen in der gehobenen Mittelschicht gehabt,
      (Was soll überhaupt so eine Einteilung?? Sind die etwa “besser” als der Arbeitslose um die Ecke, dem sie, die aus der Mittelschicht, durch ihren Wachstumsglauben und Automatisierungswahn den Arbeitsplatz mit wegrationalisiert haben und jetzt nichts mehr von dem Wachstumsgewinn zugestehen wollen??)
      und die sind voll und ganz der Meinung in H4 können die nie fallen, dazu sind sie zu clever und zu leistungsbereit. Die haben nicht gemerkt das arbeiten wollen und Arbeit bekommen im derzeitigen System nicht so recht zusammenpassen.
      Deshalb wird eine Änderung des Systems wahrscheinlich unter anderem davon anbhängen wie schnell und nachaltig die Mittelschicht dezimiert wird – anders ist so mancheiner nicht von seinem Überlegenheitsgefühl nicht zu befreien.

  • M.E. - 5. März 2012

    Und was sollen diese atemberaubenden Hochtechnologien bringen, Frank Bell?
    Die Hyperatomatisierung einer ohnehin schon weitgehend automatisierten Produktion?
    Hie Hypermechanisierung einer ohnehin schon total vom Öl abhängigen hochmechanisierten Landwirtschaft?
    Die Hypervernetzung einer ohnehin schon extrem vernetzten Welt?

    Was soll diese Hypertechnologie lösen?
    Das kommende Öl-, Gas-, Phosphat-, seltene Metalleproblem?
    Die immer extremere soziale Spaltung der Menschheit und der Gesellschaften in den einzelnen Ländern?
    Die Übernutzung und Erosion der Ackerböden, Übernutzung der Grundwasserressourcen in vielen Ländern, die Kontamination mit immer mehr chemischen Substanzen und Abfällen?
    Den Kollaps der Fischbestände in weiten Ozeangebieten?
    Die Überrüstung und Akkumulation von immer mehr Waffen auch in Händen von Privatpersonen und nichtstaatlichen Milizen?
    Die Ausbreitung multiresistenter Keime und Zivilisationskrankheiten infolge unnatürlicher Lebensweise?
    Die völlige Überdehnung des Schuldsystems?

    Kann Deine Hypertechnologie all diese Probleme lösen?

    • Lothar - 5. März 2012

      Biotech und Nanotech sind beides riesige Bereiche und haben beide noch die Chance die Welt so zu veraendern wie die IT Industrie es bisher getan hat.

      Aber es stimmt es wird schwer sein das ohne Politikwechsel hin zu mehr Sozialismus zu erreichen. Denn diese Techniken werden nur bestehende Ueberkapazitaeten fuer die wenigen die oekonomisch partizipieren koennen staerken.

    • alt-shift-x - 5. März 2012

      Ach M.E., lass doch den Wachstumsjüngern ihr einziges armseliges Argument, sie sehen, dass das Öl alle wird, die Welt völlig überbevölkert ist, einige wenige alles haben während die Masse nichts hat, das ökologische Gleichgewicht ist beim Teufel, aber hey wir können immer weiter wachsen weil eine ominöse Technologie (von der wir noch keine Ahnung haben, was genau sie Lösen wird) uns alle retten wird. Den Mist höre ich seit Jahren in jeder dieser Diskussionen, wirst schon sehen, die Wachstumsjünger werden irgendwann aus dem Nichts Nahrung herbei zaubern können und Öl drucken. Ich bin alledings der Meinung, dass wenn wir uns endlich dieses unseeligen Wirtschaftssystems entledigen würden, könnten wir viel mehr an menschlicher Produktivität für die Lösung all der Probleme verwenden die in den Milleniumszielen so großartig verpasst wurden.

  • Andreas Demuth - 5. März 2012

    Hallo M.E., danke für Deinen Einwand! Z.Bsp. gab es 1850, wenn ich recht weis, keine Milliarde Menschen auf der Erde und heute haben wir sieben Milliarden Menschen (Und alle wollen Auto fahren). Das sagt alles!!

    • Ert - 5. März 2012

      Das wichtige dabei ist: Der Sprung von 1 auf 7 Milliarden hatte massiv Nachfrager produziert. Am Anfang stand noch eine Weltkarte mit vielen weissen Flecken, zwischendurch gabs noch ein paar Kriege – und alles war paletti.

      Heute schrumpft die globale Bevölkerungswachstumsrate deutlichst und Krankheiten nehmen wieder dramatisch zu, oft sinkt sogar die durchschnittliche Lebenserwartung schon wieder.

      Die zusätzlichen Nachfrager fallen aus, weisse Flecken gibts nicht mehr, das einfach zu fördernde Erz und Öl ist weg. Jobs aus Europa und den USA wurden exportiert und wir befinden uns hier in einer fortwährenden Kontraktion – natürlich startend von einem sehr hohen Stand.

      Spannende Zeiten. Aber genau deswegen kann die Politik dieses nicht thematisieren – mit “negativen Zukunftsaussichten”, Einschränken, Abstieg und Zurückhaltung kann man keine Wahlen gewinnen.

      Die Wahrheit will keiner hören – und wer Sie ausspricht wird ignoriert oder grenzt sich letztendlich sozial aus – weil auch das eigene Umfeld die Wahrheit nicht hören – und vor allem nicht damit konfrontiert werden will.

  • Appaloosa - 5. März 2012

    @Frank Bell: Ich sage nur Neuer Markt, Internet & Co. Noch nicht lange her!

    • Lothar - 5. März 2012

      Der fehler am Neuen Markt war das er 12 Jahre zu frueh war, heute ist doch mit Internet genau das erreicht worden 2000 prognostiziert wurde.

    • Frank Bell - 5. März 2012

      Was möchtest du mit dem Argument sagen? Es gab eine Blase, aber heute ist das Internet doch DIE Technologie. Wenn das Internet gekappt wird, hat morgen die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung arbeitsfrei. Und die Banken gehen womöglich doch noch bankrott, da der Millisekundenhandel nicht mehr möglich ist.

      • ö.ä. - 6. März 2012

        Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
        Weil es, wie ich finde, gut zum Gegenstand der Diskussion passt, ein Link, den ich gerade gefunden hab: http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/todmorden-die-essbare-stadt.html , und der mir entgegen der häufig geäußerten Meinung, der Mensch sei grundsätzlich egoistisch, Mut macht.

        Es handelt sich um einen kurzen Artikel über ein englisches Dorf, dass brachliegende Flächen und private Gärten zur teilweisen Selbstversorgung nutzt.

  • Wolf Larsen - 5. März 2012

    http://www.arbeitsagentur.de/nn_166486/zentraler-Content/HEGA-Internet/A07-Geldleistung/Dokument/GA-SGB-2-NR-08-2012-02-23.html

    Anstatt in der Weltgeschichte rumzufahren, sollte man einmal die Auswirkungen des oben verlinkten Tatbestandes näher erläutern.
    Ich verstehe den Text nicht ganz; aber bedeutet das, dass vor allem Menschen aus der Türkei, die hilfeempfangend sind, nun rausgeekelt werden sollen oder begreife ich den Sachverhalt nicht?

    Wäre schön, mal darüber eingängige Erläuterungen zu schreiben.

    • Lothar - 5. März 2012

      Richtig, wohl eine Vorsichtsmassnahme fuer die erwarteten Voelkerwanderungen der suedeuropaeischen Jugendlichen. Es ist von einer Muss auf eine Kann Regelung zurueckgestuft worden die jetzt per interner Verwaltungsanordnung schnell und ohne Parlamentsbeschluss von Ursula geaendert werden kann. Ob das rechtlich moeglich ist ist aber nicht geklaert insbesondere fuer die Altfaelle – bei denen vermutlich der bisherige Stand beibehalten werden muss.

  • Ert - 5. März 2012

    Was ich nicht verstehe….

    wenn ich die Tagesgeldcharts anschaue, z.B. hier: http://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeld/tagesgeldkonto-zinsen.html, dann wundere ich mich, das es überhaupt noch mehr als 1% aufs Tagesgeld gibt – angesichts der Einlagen bei der EZB und der LTRO Geldschwemme.

    Sind diese Banken blöde? Oder sind die, die deutlich mehr als 1% anbieten so unter Wasser, das es noch nicht mal für halbgare Scheinsicherheiten reicht?

    • Mokanter Beobachter - 5. März 2012

      @Ert – 5. März 2012:
      Wenn ich das richtig verstehe, ist Tagesgeld für die Institute “mehr wert” als umherschwirrendes (Zentralbank-) oder Interbanken-Geld, “härter”.
      Daher auch die hohen Zinsen um die Kunden zu animieren es auf die Bankkonten zu legen.

      • Ert - 6. März 2012

        Hallo M.K.,

        wie bemisst sich der Wert deiner Ansicht nach?

        Das EZB Geld ist doch Zentralbank Geld – fest für 3 Jahre. Die Kundentagesgelder können jeden Tag verschwinden und Sie sind zu dem noch höheren Verwaltungskosten unterworfen.

        Mit erschließt sich die Attraktivität der Kundengelder nur, wen die Bank keine Sicherheiten mehr hat, die sie als Sicherheit bei der EZB hinterlegen könnte….. und das würde nichts gutes über die jeweilige Bank aussagen ;)