Erhellende Charts

von am 3. Juni 2012 in Allgemein

Zur Lösung der Probleme der Südperipherie der Eurozone und zur Wiederherstellung von wirtschaftlicher Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit wurde durch die Troika (IWF, EU und EZB) die Abwertung nach innen präferiert und umgesetzt. Nur die Sicht der Abwertung nach innen, primär über Lohnsenkungen, um den Volkswirtschaften der Südperipherie wieder Wettbewerbsfähigkeit einzuhauchen greift nicht nur erheblich zu kurz, sondern sie verschärfte sogar die Krise. Was meistens ausgeblendet wird, die Wettbewerbsfähigkeit wird nicht nur durch die Höhe der Löhne definiert, sondern vor allem durch die Produktivitätsentwicklung und des Weiteren als signifikanten Faktor über das Niveau der Preise ganz allgemein. Selbst die oft verwendete Aussage, sie haben über ihre Verhältnisse gelebt, trifft es nur verkürzt. Zwar sind die Löhne im Verhältnis zur Produktivitätsentwicklung sicher zu schnell gestiegen, nur war dies auch Folge explodierender Preise. Dies wirft den Blick darauf, dass eine Währungsunion bzw. eine einheitlicher Währungsraum auch dazu neigt, zu einer Angleichung des Preisniveaus zu führen, dem die Produktivitätsentwicklung der Südperipherie nicht stand hielt und somit die Wettbewerbsposition der betroffenen Länder zusätzlich unterminierte.

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