Erneut schwache reale Einzelhandelsumsätze für Deutschland

von am 5. Januar 2012 in Allgemein

Laut den heute verspätet veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu den Einzelhandelsumsätzen für den Monat November 2011 in Deutschland, stiegen die nominalen Einzelhandelsumsätze um +2,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat und real stiegen sie um +0,8% zum Vorjahresmonat. Berücksichtigt man die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) ging es im Vergleich zum Vormonat nominal um -0,7% abwärts und real um -0,9% zum Vormonat. Damit geht es nun bereits den zweiten Monat in Folge zum Vormonat abwärts bei den realen Einzelhandelsumsätzen.

Weiterhin dokumentieren diese Daten für Deutschland eindeutig die langanhaltende Konsumschwäche der privaten Haushalte, auch wenn Destatis versucht dies zu kaschieren, indem man mit einem auf Basis der ersten 11 Monate errechneten voraussichtlichen Anstieg von +1,2% für das Gesamtjahr 2011, bei den realen Einzelhandelsumsätzen, die Pressemitteilung aufmacht. Man vergaß allerdings diesen “Konsumboom” 2011, den sagenhaften Anstieg von real +1,2%, in Relation zu setzen. Nach jahrelangen leicht abwärtsgerichteten Dümpeln werden auch 2011, trotz Anstieg, die realen Einzelhandelsumsätze um -2,0% unter dem Niveau von 2000 und um -2,2% unter dem Jahr 1994, dem Beginn der Datenreihe, liegen!

Die Entwicklung der Saison- und kalenderbereinigten realen Einzelhandelsumsätze (ohne KFZ-Handel) seit Januar 1994 bis November 2011 im Chart. Die bereinigten realen Einzelhandelsumsätze sanken im November 2011 um -0,9% zum Vormonat, auf 98,0 Indexpunkten, nach abwärtsrevidierten 98,9 Punkten im Oktober 2011. Der Langfristchart seit Datenerhebung im Januar 1994 zeigt, auch im November 2011, lange 18 Jahre nach dem Beginn der Datenreihe, liegen die realen saisonbereinigten Umsätze noch um -2,58% unter dem durchschnittlichen monatlichen Niveau von 1994 und auch unter dem langfristigen monatlichen Durchschnitt von Januar 1994 bis November 2011 mit 99,23 Indexpunkten! 

Gerade angesichts dessen, dass aktuell auch Kaufentscheidungen gefällt werden, deren Grundlage in dem schwindenden Vertrauen gegenüber dem Euro zu finden ist, handelt es sich um miese Einzelhandelsumsätze! Der deutsche Konsumboom ist einer der miesesten Propaganda-Fakes überhaupt. Beschämend das dieser bei jeder passenden Gelegenheit unreflektiert von so gut wie allen Mainstreammedien übernommen und postuliert wird. In diversen Mainstream-Artikeln wird anhand der heutigen Pressemitteilung von Destatis der voraussichtliche nominale Anstieg der Einzelhandelsumsätze in 2011 gefeiert, als höchster seit 17 Jahren, nur unterschlägt man bzw. schreibt klein, dass 2011 die Preissteigerungen die zweithöchsten seit 17 Jahren waren, was diesen Umsatzerfolg ordentlich relativiert. Es wird also nicht wirklich mehr gekauft, sondern vor allem muss auf Grund von Preissteigerungen mehr bezahlt werden.

Ein echter Malus besteht zusätzlich in der gelieferten Datenqualität der Statistiker aus Wiesbaden. Die Daten werden Monat für Monat designt. Der absolut nicht nachvollziehbare Sprung beim bereinigten realen Einzelhandelsumsatz im Juni 2011 von +6,3% auf 100,6 Indexpunkte, von 94,6 Indexpunkten im Mai 2011, dem damaligen Allzeittief seit Datenerhebung wurde Schritt um Schritt wegrevidiert. Mittlerweile wird der Juni 2011 mit 98,5 Indexpunkten ausgewiesen, designt by Destatis, oder eben das schleichende Eingeständnis völlig abwegiger Daten für Juni 2011.

Der dokumentierte Malus der Datenqualität zu den realen Einzelhandelsumsätzen. Die Spitze aus Juni 2011 wurde Monat für Monat immer weiter abwärtsrevidiert. Auch im Juni gab es bereits keine weiteren Hinweise, die diesen Anstieg erklärten bzw. unterstützten. Weder die Erlöse aus der Mehrwertsteuer des Staates stiegen erwähnenswert an, noch der private Konsum in Q2 2011 aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

Schon bei den Juni-Daten lag nahe, das dieser Anstieg bei den realen Einzelhandelsumsätzen in der Realität nicht stattfand, sondern einfach der Änderung des Berichtkreises durch Destatis geschuldet war. Grundlage des neuen Berichtkreises bildet eine jährliche Rotation der in die Stichprobe von Destatis einbezogenen Unternehmen. Ab Juni 2011 wurden dabei 33 % der Unternehmen in den Repräsentativschichten der Stichprobe (circa 8’100 Einheiten) gegen neue Unternehmen ausgetauscht.

Seit Jahren zu beobachtende kräftige Revisionen und natürlich die Bereinigung der realen Einzelhandelsumsätze, nur um die geschönte offiziellen Zahl des Verbraucherpreisanstieges gilt es zu berücksichtigen, wenn man die Daten zur Beurteilung der aktuellen Lage heranzieht. Umso schwerer wiegt, dass der reale Umsatz im Einzelhandel auch im November 2011 deutlich unter dem monatlichen Durchschnitt des Jahres 1994 liegt. Unterm Strich gibt es seit 18 Jahren kein Wachstum bei den realen Einzelhandelsumsätzen, so sieht er aus der Befund beim Exportvizeweltmeister Deutschland, bei dem Lohnverzicht, die Nichtteilhabe am Produktivitätsfortschritt der Arbeitnehmer, in Folge ein schwacher Binnenkonsum einen gewichtigen Teil der Grundlage für den Exporterfolg darstellen, welcher wiederum die Partner in der Eurozone im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand spielt und den Euro an den Abgrund!

Die Indizes zu den Einzelhandelsumsätzen zeichnen die Umsatzentwicklung nach. Da der Einzelhandelsumsatz starken saisonalen Schwankungen unterliegt, werden mit Hilfe des Census-X12-Arima Verfahrens Saison- und Kalendereffekte bereinigt, so dass man eine aussagefähige Datenreihe zur Trendbeurteilung erhält. Dies ist in Anbetracht der Schwankungsbreite bei den Originaldaten sicher auch grundsätzlich nützlich:

Die Indizes mit den unbereinigten Originalwerte bei den nominalen (blau) und realen (rot) Einzelhandelsumsätzen in Deutschland seit Januar 1994 im Chart. Grob lässt sich aber auch an den Originaldaten ableiten, dass es de facto unter starken monatlichen Schwankungen seit 1994 seitwärts bis leicht abwärts geht.

Die Einzelhandelsstatistik ist eine Stichprobenstatistik. 26’000 Unternehmen von rund 423’000 Einzelhandelsunternehmen in Deutschland berichten ihre monatlichen Umsätze an die Statistischen Ämter der Bundesländer und 700 Großunternehmen berichten direkt an das Statistische Bundesamt. Die berichteten Länderergebnisse und die der Großunternehmen werden zusammengefasst und von Destatis veröffentlicht.

Die Einzelhandelsumsätze (ohne KFZ-Handel) inklusive dem Versand- und Internet-Einzelhandel machen knapp 30% der privaten Konsumausgaben aus und zeichnen am verlässlichsten das aktuelle Konsumverhalten der privaten Haushalte nach. Mit knapp über 20% der privaten Konsumausgaben folgen die Ausgaben für Mieten von Wohnungen und Häusern inkl. dem Miet-Äquivalent von Eigentümern, diese Ausgaben sind aber relativ unelastisch und nicht aussagefähig in Punkto Konsumverhalten. Der KFZ-Handel, Instandhaltung, Reparatur und die Ausgaben an den Tankstellen tragen zu knapp 10% der Konsumausgaben der privaten Haushalte bei.

Für die Schwäche des privaten Konsums in Deutschland kann man noch breiter gefasste Daten als die realen Einzelhandelsumsätze heranziehen, die Einnahmen des Staates aus der Mehrwertsteuer:

Die Entwicklung der Einnahmen aus der nominalen Umsatzsteuer gemäß den Quartalsdaten seit Q1 1999 bis Q3 2011. Im 3. Quartal 2011 stiegen die Umsatzsteuereinahmen auf 34,23 Mrd. Euro. Selbst die nominalen Daten zeigen aber seit 2009 eine Seitwärtsbewegung an. Von Boom keine Spur.

Bei der Entwicklung der Daten zum Umsatzsteueraufkommen über den längeren Zeitraum muss man die Erhöhung der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) zum 1. Januar 2007 von 16% auf 19% beachten. Deshalb nun im Chart die vergleichbaren nominalen Einnahmen aus der Mehrwertsteuer seit Januar 2007:

Die Entwicklung der Einnahmen aus der nominalen Umsatzsteuer gemäß den monatlichen Daten seit Januar 2007 bis Oktober 2011. Im Oktober 2011 stiegen zwar die nominalen Umsatzsteuereinahmen auf 11,57 Mrd. Euro, aber auch hier von einem Boom kann keine Rede sein.

Bereinigt man die nominalen monatlichen Umsatzsteuereinnahmen seit Januar 2007 noch um die Preissteigerungen und beim Chart mit den Quartaldaten seit 1999, zusätzlich um den Effekt aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer, ergibt sich ein genauso schwaches Bild wie bei den realen bereinigten Einzelhandelsumsätzen.

Auch die Daten aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von Destatis verdeutlichen immer wieder die Genese des deutschen “Erfolges” und die dabei deutlich erkennbare Fehlentwicklung:

Die Entwicklung der realen Arbeitnehmerentgelte (grün), des realen Exportvolumens (rot) und der realen privaten Konsumausgaben der privaten Haushalte (blau) von Q1 2000 bis Q3 2011. Während die realen Exporte seit 2000 bis Q4 2010 um +83,92% stiegen, gab es bei den realen privaten Konsumausgaben einen lauen Anstieg von +5,4% und die realen Arbeitnehmerentgelten lagen sogar um -1,03% unter dem Niveau von 2000! Festzuhalten bleibt, diese Daten bilden nur die offiziellen Preisbereinigungen ab.

Quelle Daten: Destatis.de/Pressemitteilung: Einzelhandelsumsatz 2011 real voraussichtlich um etwa 1,2 % höher (inkl. den Daten für November 2011), Bundesbank.de/aus den Monatsberichten der BUBA, die Umsatzsteuereinnahmen des Staates, Genesis.destatis.de/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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50 KommentareKommentieren

  • Nepumuk - 5. Januar 2012

    Und was das Handelsblatt daraus macht…

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/staerkstes-umsatzplus-seit-17-jahren/6022130.html

    Unfassbar diese propagandistische Verzerrung

  • Andreas Demuth - 5. Januar 2012

    Es ist immer erfreulich, die Nachrichten über solchen Unsinn zu verifizieren, in dem man die “Querschüsse” besucht. Ich kenne keine Seite im Web, die so gut, die Daten, aufbereitet. Danke!!!!!

  • der-oekonomiker - 5. Januar 2012

    Andreas Demuth hat recht… wieder eine erstklassige Arbeit. Fehlt jetzt nur noch etwas zu den “überragenden” Arbeitslosenzahlen im Lande. Das “Elend” versteckt sich hinter geschönten Zahlen, hat was von einer Bananenrepublik.

  • killing fields - 5. Januar 2012

    Hallo der oekonomiker,
    hier eine Seite die intensiv das Thema AL und H4 beleuchtet.
    http://www.theonussbaum.de/seiten/arbeitslos/arbeitslosenzahlen.htm

  • hunsrückbäuerlein - 5. Januar 2012

    hi Steffen,

    wenn der Verbreitungsgrad deiner querschüsse ein politisch gefährliches Niveau erreichen sollte, mach dich auf einen besuch des verfassungsschutzes gefaßt, laß vorkosten und vortrinken, bau dir einen atombunker, ich denke du wirst dann eine menge freunde haben, und noch mehr feinde, mächtige feinde, feinde denen mio. menschenleben nichts wert sind….deines dann auch nicht.

    deine infos sind einfach zu gut um sie zu ignorieren und es werden immer mehr, die sie lesen.

    gruß
    von dem bauern aus dem hunsrück

    • Querschuss - 5. Januar 2012

      Hallo hunsrückbäuerlein,
      jeder der im Internet publiziert muss damit rechnen das einschlägige Dienste mitlesen, darin sehe ich aber kein Problem, hier bekommen die eben Statistiken und Interpretationen zu sehen, die nicht das Ziel haben Entwicklungen zu schönen, sondern die Lage realistisch zu zeichnen, im Sinne einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung und zum Vorteil Aller. Genau davon kann man eben in der Eurozone nicht mehr reden, dass kapiert auch ein Schlapphut. Alles was hier geschrieben wird und dokumentiert wird, ist locker von der Pressefreiheit gedeckt, sind ja offizielle Daten, als Langzeitreihen grafisch dargestellt. Dafür brauche ich gewiss keinen Atombuncker. Zum Leidwesen des Touristen verteidige ich sogar die soziale Marktwirtschaft, mit Betonung auf sozial im Einklang zum Vater dieser.

      Auch generell sollte man solche Institutionen nicht überschätzen (sicher auch nicht unterschätzen), auch die Stasi konnte trotz Sammelwut und weitreichenden Repressionsapparat den Zusammenbruch des Staates nicht verhindern. Ab einen gewissen Punkt von Fehlentwicklungen werden die dadurch ausgelösten Prozesse also nicht mehr steuerbar. Insofern sollten die Schützer, sich lieber ihren Möglichkeiten entsprechend, unterstützend um die Abwendung des Eurozonendesasters und anderer Fehlentwicklungen kümmern und vor allem um demokratiegefährdende Entwicklungen, als die Zeit mit mir zuvertrödeln.

      Ja es lesen mehr mit, im Schnitt 5000-6000, vereinzelt auch mal 8000, aber davon geht gewiß keine Gefahr aus, sondern Aufklärung, Versuch von Wahrhaftigkeit und Analyse. Ein Wirtschaftsblog wird aber immer eine Nische bleiben.

      Gruß Steffen

      • Tourist - 5. Januar 2012

        “Zum Leidwesen des Touristen verteidige ich sogar die soziale Marktwirtschaft, mit Betonung auf sozial im Einklang zum Vater dieser. ”

        Öiii ^^

        • Tourist - 5. Januar 2012

          Hi Steffen, wie gesagt, diskurvier Wettstreit, also nix persönlich nehmen bitte!

          Aber mal Hand aufs Herz! Wer bezieht sich heute denn nicht auf Erhard? In unserem 5 Parteiensystem bezieht sich jeder auf Erhard! Merkwürdig so finde ich, da eigentlich alle sich auf denselben beziehen und alle politischen “Licht”gestalten sich auf seine moralischen wirtschaftordentlichen Forderungen berufen – sozial hin, sozial her – kommen sie alle nicht an einen Tisch!

          Gruss Tourist

          PS. Ich halte Erhard für ne schlechten Analytiker! Er ist eher Moralist! Und seine Schriften dienten der damaligen Zeit eher der Lagerbeschwichtungen – nen bisschen Markt hier, ein bisschen sozial da (warum muss das Soziale eigentlich her? Ist der Markt selbst allein nicht ausreichend sozial? oder umgekehrt ist das Soziale nicht SOZIAL genug, also unser Zusammenleben und muss deswegen der Markt her?)- , analytisch war das alles eher flach!
          Den Begriff sozial schreiben sich sogar Hardliner auf die Fahne: Da heisst es dann: Sozial ist, was Arbeit schafft!
          Wer von der sozialen Markwirtschaft spricht, verweist daraus das beides unzureichend und schlecht ausgestaltet ist. Nur zwei schlechte Sachen zusammen gemixt, ergeben noch kein Positives! Das gibts nur in der Mathematik! Also die Methapher solte eigentlich sein, ein fauler Apfel und noch nen fauler Apfel ergeben noch lange kein leckers Apfelmuss!

          PPS: Hinfort mit kruden Zentralismus!!!!!

          • Querschuss - 5. Januar 2012

            Hallo Tourist,
            ich gebe dir ein wenig Recht, “zusammen gemixt, ergeben noch kein Positives”, aber etwas funktionsfähiges, was mit schrittweisen Korrekturen selbst in der heutigen Situation verbessert werden kann, also als Basis dienen könnte. Funktionsfähig ist wichtig, da nichts anderes und schon gar nicht Besseres vorhanden ist und der Weg alle Strukturen zu zerschlagen um neue zu schaffen, ein viel zu hohes Risiko birgt. Du wirst diese Meinung nicht teilen, aber es ist eben auch unerheblich was wir beide dazu meinen. Veränderungen können nur agierende Mehrheiten bewirken, die werden wir im Zwiegespräch und beiderseitigen Meinungsstreit nicht hervorbringen.

            Gruß Steffen

          • Systemfrager - 5. Januar 2012

            @ Querschuss
            Entschuldigung:
            >>> ich gebe dir ein wenig Recht, “zusammen gemixt, ergeben noch kein Positives”, aber etwas funktionsfähiges

            Ein Stückwerk kann nichts positives ergeben, und erst recht nicht etwas funktionsfähiges.

            Was war der deutsche Ordoliberalismus: Eucken, Erhard, Rüstow, Müller-Armack?
            - Man beschimpft Monopole
            - Gelaber über Ordnungsrahmen, was das ist, hat keiner eine Ahnung
            - Man beschimpft Adam Smith, den man nicht kennt (großer Gott, was für Idioten!)
            - Man verspricht allen alles (aj, das ist wundervoll, bin ich auch begeistert)
            Und das war’s. Ein akademisch-pfaffisches Geschwätz (Larifari, Wischiwaschi, Kokolores, Humbug, Firlefanz, Kladderadatsch, Mumpitz).
            Da gibts nichts – absolut nichts von Inhalt.
            Kein Wunder, dass kein Mensch in der Welt keinen von diesen was gehört hat.

            PS
            Du kennst meinen erkenntnistheretischen Standpunkt. Es gibt keine erfolgreiche Wissenschaft, die nicht ein schlüssiges Ganzes ist (Paradigma). (Und das ist natürlich nur die Voraussetzung.) Der Ordoliberalismus ist erst recht kein schlüsssiges Ganzes. Also …

            • Querschuss - 5. Januar 2012

              Hallo Systemfrager,
              was ist denn ein schlüssiges Ganzes? Die frühe soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik war etwas nichts funktionsfähiges? Ordoliberalismus hat wie andere Theorien durchaus auch inhaltlich richtiges bzw. bedenkenswertes zu bieten, dies pauschal als akademisch-pfaffisches Geschwätz, naja.

              Gruß Steffen

          • Systemfrager - 5. Januar 2012

            >>> Die frühe soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik war etwas nichts funktionsfähiges?
            ALSO:
            Die Marktwirtschaf nach der Depression (Krise) war schon immer funktionsfähig, also erfolgreich und sozial.
            Die Marktwirtschaft war schon immer nach dem Kreig funktionsfähig, also erfolgreich und sozial.
            Außerdem haben Amis damals gesorgt, dass alles was in DE produziert wurde, verkauft werden kann. (Schaufenster gen Osten.)
            Und außerdem das zweite Wirtschaftswunder (das mit Adolf) hat gewaltige wirtschaftliche Struktur hinterlassen, die ziemlich intakt blieb, man brauchte nur das fortzusetzen.

            PS
            NACH DEM KRIEG WAREN ALLE WESTLICHEN WIRTSCHFTEN ERFOLGREICH!

            • Querschuss - 5. Januar 2012

              Hallo Systemfrager,
              die Dominanz der Finanzmärkte, die virtuelle Geldvermehrung, die extrem ungleiche Verteilung bei Einkommen und Vermögen und andere Fehlentwicklungen haben sich erst in den 90er und später beschleunigt, sind auch Folge von Neoliberalismus und Derregulierung und Staaten die einen zwingenden Ordnungsrahmen vermissen lassen. All dieses Dinge können Schritt für Schritt korrigiert werden. Nun den Rückschluss zu schließen, eine soziale Marktwirtschaft funktioniert nur nach einem Krieg, ist etwas daneben.

              Noch mal meine ´Frage: was ist denn ein schlüssiges Ganzes, als Theorie.

              Gruß Steffen

          • Systemfrager - 5. Januar 2012

            >>> die Fehlentwicklungen sind … folge von Derregulierung und Staaten die einen zwingenden Ordnungsrahmen vermissen lassen

            Ich unterscheide die axiomatische Basis einer Wirtschaftstheorie (Paradigma) und die “normale Wissenschaft” (Kuhn), also die Lösungen, die auf dieser Basis logisch stehen. Was ich behaupte:
            Die Ordoliberalen haben keine axiomatische Basis, so dass – wie gesagt – ihre Ordnungsramen nichts mehr als akademischer Weihrauch sind. Naja, noch weniger: nru heiße Luft.

            Noch konkreter gesagt: Sie hatten keine konkreten Ordnungsrahmen Im Angebot. Auch wenn sie unedlich das Wort Ordnungsrahmen wiederholt haben. Glaubst du mir nicht? Gut. Dann sag mir:

            - Welche Ordnungsrahmen hatten die Ordoliberalen im Sinne? KONKRET!
            - Welche dieser Ordnungsrahmen waren für das Wirtschaftswunder 3 verantwortlich?
            - Welche dieser Ordnungsrahmen hat die deutsche Wirtschaft über Bord geworfen, so dass man zu der deregulierten Wirtschat gelangt ist?

            PS
            Ich will aber nicht, dass du allgemein sprichst, und auch nicht, dass du mir etwas erzählst, was schon unzählige andere Ökonomen als Lösungen gemeint haben.Wenn es Ordnungsrahmen gibt, die den deutschen Ordoliberalismus charakterisieren, dann sind sie etwas neues, nicht etwas, worüber schon ein Jh zuvor debatiert wurde – unter anderem Namen (terminus technikus).

            • Querschuss - 6. Januar 2012

              Hallo Systemfrager,
              nur weil ich es nicht für richtig befand, das du Ordoliberalismus, Debitismus und vielleicht auch andere Theorien und Erklärungsversuche pauschal abqualifizierst, muss ich mich jetzt nicht zum Verteidiger eines Ordoliberalismus aufschwingen. Einen besseren Ordnungsrahmen braucht die globalisierte Wirtschaft, erst recht die Eurozone auf jeden Fall, dies war nicht in Bezug auf den Ordoliberalismus gemünzt.

              Gruß Steffen

          • Systemfrager - 6. Januar 2012

            @ Querschuss
            >>> muss ich mich jetzt nicht zum Verteidiger eines Ordoliberalismus aufschwingen
            Was sagt mir dieser Satz?

            Also:
            Ich provoziere immer mit meinen Kommentaren, weil ich eine kurze Klarheit haben will. Dann musss derjenige, der eine andere Meinung hat, sein Bestes liefern. Vielleicht leifert er etwas, was ich nicht wusste, dann habe ich auf einem kurzen Wege sehr profitiert. Oder es kommt nichts, dann weiß ich, da gibts nicht zu holen. Und jezt konkret:
            Ordoliberalismus? Auch Querschuss hat da nichts Kluges zu sagen. Also da gibts nichts zu holen.

            • Querschuss - 6. Januar 2012

              Hallo Systemfrager,
              “Auch Querschuss hat da nichts Kluges zu sagen. Also da gibts nichts zu holen.” Korrekt, so ist es, ich muss nicht zu Allem was sagen und ich muss auch nicht die richtige Meinung haben.

              Gruß Steffen

    • Systemfrager - 5. Januar 2012

      @ hunsrückbäuerlein
      Du hast bestimmt was davon gehört: Zivile Opfer.
      Weiß du eigentlich was es bedeutet: Zivile Opfer?

      Es sind die ganz schlauen. Man könnte auch sagen: bauernschlau. Diejenigen die meinen: Man kann davonlaufen, mann kann sich verstecken, bis die Idealisten, die Romantiker und die nicht so ganz Schlauen ausbluten, und wenn die Gefahr weg ist, dann würde man wieder auftauchen uns sich ins Fäustchen lachen.

      So. Jetzt weiß du, was damit immer gemeint ist, wenn du hörst: Zivile Opfer.

      (Und du kannst dir vorstellen, dass ich diesen nicht so sehr nachweine.)

  • M.E. - 5. Januar 2012

    Jede Menge Fleiß und analytische Begabung gehören schon zum Betreiben eines solchen Blogs.
    Aber mit Sicherheit kein Mut. Jedenfalls noch nicht. Und ich hoffe, dass es so bleibt, dass zu einer sachlichen freien Meinungsäußerung ohne total menschenverachtenden Inhalt auch weiterhin kein Mut gehören muss.

    Ich habe 38 Jahre lang in einem Land gelebt, da hätte man sich in der Tat besser einen Vorkoster engagiert, wenn man in dieser Art des Rechtes einer freien Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hätte.

    • Systemfrager - 5. Januar 2012

      Da ich mich mit dem Thema Frühliberalismus, mit den vor- und frühmodernen Denkern beschäftige, mit den größten Helden der Vernunft der ganzen menschlichen Geschichte, mit den Entdecker des ordnungspolitischen Prinzips Regelung, konkret bin ich bei Spinoza, in Bezug auf „Mut“ überlege ich gerade: Das war in der Tat eine richtige Mut, was zB Spinoza getan hat. Was da die Blogger veranstalten, sogar die frechsten (will ich sie jetzt nicht nennen) ist weniger als ein Klacks. Ja, Spinoza, der Gigant:

      Das begann schon mit dem Auswurf aus seiner jüdischen Gemeinde. Am 27. Juli 1656 wurde wegen »schrecklicher Irrlehren« feierlich der große Bann über den 23jährigen Jüngling ausgesprochen.

      Nach dem Urteile der Engel und dem Beschlusse der Heiligen bannen, verstoßen, verwünschen und verfluchen wir den BARUCH des ESPINOSA mit der Zustimmung Gottes und dieser heiligen Gemeinde im Angesichte der heiligen Bücher der Thora und der sechshundertdreizehn Vorschriften, die darin geschrieben sind; mit dem Banne, womit JOSUA Jericho gebannt, mit dem Fluche, womit ELISA die Knaben verflucht hat, mit allen Verwünschungen, die im Gesetz geschrieben stehen. Er sei verflucht bei Tag und sei verflucht bei Nacht! Er sei verflucht, wenn er schläft, und sei verflucht, wenn er aufsteht! Er sei verflucht bei seinem Ausgang und sei verflucht bei seinem Eingang! Der Herr wolle ihm nie verzeihen.

      • Tourist - 5. Januar 2012

        Hallo Systemfrager,

        häh, Spinoza ist toll, weil er nen Tritt in den Hintern gekriegt hat? Kapier ich nicht?

        Du meinst, er ist ein Verfechter der Regelung!

        UNd? Das etwas geregelt werden muss ist so banal wie sonst was? Ja, was denn sonst?

        Es ist doch die Frage, wie etwas geregelt wird!

        Dass man Produktionsmittel in die “Hände” nehmen muss , um ein Gebrauchgegenstand rauszumachen,,, ja ist doch klar! Die stellen sich nicht von selbst her! Dazu braucht man Verfahren!

        Nur das Kreuz mit diesen sogenannten Aufklärern ist, dass ihre ganzen Bemühungen immer darauf abzielen, die Verfahren zu regulieren! Also Verfahren werden durch Verfahren hergestellt!

        Wer was regeln will, braucht Regeln, um die Regeln zu regulieren! Dass ist – Verzeihung – der Kern dieser ganzen schrägen aufklärerischen Vernunftsdebatten und dem dazu gehörigen moralischen Vorschriften!!

        Man braucht keine Vernunftsregeln (Konsitituion von Vernunft) zur Lösung eines Problems, sondern konkrete Vorschläge und DARAUS resultierende verfahren! Mehr is esnicht! Es gibt einen Grund warum bspw. Ingeniuere , wenn sie an einem Problem arbeiten und darum tüfteln zugleich sagen: “Danke lieber Spinoza, dass du uns gesagt hast, dass wir unseren Vernunft benutzen muessen und miteinader reden und uns regeln muessen!”

        JA WIE DENN SONST??

        Für praktische Probleme nützt ne aufklärerische Debatte um eine immerwährende unsterbiliche freie Vernunft nix! Diese Debatten sind der “theologische” Ersatzdiksurs für Aufklärer, die den Glauben über den Jordan werfen wollen!

        PS. Hab nix gegen Theologen!

        Wenn du deinen Gehirnschmalz verbraten willst, überlege dir mal als Beispiel, wie du 1000 Kinder vor dem Hungertod bewahren kannst! Das funktioniert nicht, indem du dich vor diese Kinder stellst und sagst: ” Na, ihr lieben Kinderlies? Habt ihm mal vom Onkel Spinoza und der Vernunft gehört??”

        Bitte auch nicht persönlich nehmen, wollte nur meine Einstellung bzgl. Aufklärung klar machen!

        @ Steffe: Leider sind es aber auch nicht Mehrheiten die uns regieren!!!!!! Also muss die Devise lauten weiterhin auf die tödlichen Krankheitssympome der Marktwirtschaft hinzuweisen!

        Gruss Tourist

        • Systemfrager - 5. Januar 2012

          Das war jetzt ziemlich schwach.
          So sieht die Welt ein Bauer, der nicht einmal weiß, wozu es gut war, dass er 2 Jahre in der Schule war, um lesen zu lernen.

          • Tourist - 6. Januar 2012

            Hast du mich gerade als Bauern bezeichnet? Ich nehm das mal als Kompliment! Der Bauer kann mich satt machen und viele andere auch, Spinoza nicht! Wenn du den tollen Wert von Spinoza siehst, dann erklär meiner minderbemittelten Vernunft (die ich übrigens aus dem unendlichen apriori naturbehafteten freiheitlichen Naturkosmos habe) , wie du mit Spinoza 1000 Kinder vor dem Hunger bewahrst!

          • Systemfrager - 6. Januar 2012

            @ Tourist
            Das mit den 1.000 Kindern ist gut
            ;-)
            Ist es nicht so, dass gerade dort, wo Spinoza und die größten Denker der Moderne ihre “nutzlose” Überlegungen getrieben haben, die Kinder nicht verhungern? Und gerade dort, wo es solche Denker nicht gab, wo man “etwas praktisches und konkretes” für die Kinder (nicht) getan hat, die Kinder immer noch hungern?
            Und das eine hat mit dem anderen schon was zu tun, Sehr sogar. Ein Bauer und ein Prolet wird das nie verstehen. Und gerade deshalb sind die Staaten wo die Bauer und Proleten demokratisch entschieden haben, auf den Hund gekommen.

            (Ich bin auf dem Dorf geboren, ich bin jedes Jahr mit ihnen, mir sind Bauer viel sympatischer als die anderen, ich weiß aber wie sie ticken. Sie sind natürlich, das tut gut, sie verachten aber alles, was mit dem Denken zu tun hat. Sie sind nicht die Menschen, die etwas für die Zukunft tun können. Sie haben keine Ahnung, wie man die Probleme der Menschheit lösen kann, sie wissen gar nicht, was die Probleme sind, wenn nix geht. Und sie sind auch keine bessere Menschen.)

            “Wir tun was” – sagt der Idiot und und alles bricht zusammen.

  • Stephano - 5. Januar 2012

    “Der deutsche Konsumboom ist einer der miesesten Propaganda-Fakes überhaupt. Beschämend das dieser bei jeder passenden Gelegenheit unreflektiert von so gut wie allen Mainstreammedien übernommen und postuliert wird. In diversen Mainstream-Artikeln wird anhand der heutigen Pressemitteilung von Destatis der voraussichtliche nominale Anstieg der Einzelhandelsumsätze in 2011 gefeiert, als höchster seit 17 Jahren, nur unterschlägt man bzw. schreibt klein, dass 2011 die Preissteigerungen die zweithöchsten seit 17 Jahren waren, was diesen Umsatzerfolg ordentlich relativiert. Es wird also nicht wirklich mehr gekauft, sondern vor allem muss auf Grund von Preissteigerungen mehr bezahlt werden.”

    Passend dazu die NDS vom 5. Januar 2012 http://www.nachdenkseiten.de/?p=11774#more-11774

    Zeit, das sich viele Bürger fragen, ob die Zahlen und Fakten noch stimmen.

  • wolfswurt - 5. Januar 2012

    @Systemfrager

    Nicht zu wissen warum man lesen gelernt hat bringt einen nicht um.

    Studiert zu haben, aber nicht zu wissen wie man eigene Lebensmittel anbaut, könnte eines Tages einen vor Hunger krepieren lassen.

    Spinoza war im übrigen geistig verwirrt.

    • Systemfrager - 6. Januar 2012

      @ Tourist, wolfswurt
      Das mit den 1.000 Kindern ist gut
      ;-)
      Ist es nicht so, dass gerade dort, wo Spinoza und die größten Denker der Moderne ihre “nutzlose” Überlegungen getrieben haben, die Kinder nicht verhungern? Und gerade dort, wo es solche Denker nicht gab, wo man “etwas praktisches und konkretes” für die Kinder (nicht) getan hat, die Kinder immer noch hungern?
      Und das eine hat mit dem anderen schon was zu tun, Sehr sogar. Ein Bauer und ein Prolet wird das nie verstehen. Und gerade deshalb sind die Staaten wo die Bauer und Proleten demokratisch entschieden haben, auf den Hund gekommen.

      (Ich bin auf dem Dorf geboren, ich bin jedes Jahr mit ihnen, mir sind Bauer viel sympatischer als die anderen, ich weiß aber wie sie ticken. Sie sind natürlich, das tut gut, sie verachten aber alles, was mit dem Denken zu tun hat. Sie sind nicht die Menschen, die etwas für die Zukunft tun können. Sie haben keine Ahnung, wie man die Probleme der Menschheit lösen kann, sie wissen gar nicht, was die Probleme sind, wenn nix geht. Und sie sind auch keine bessere Menschen.)

      “Wir tun was” – sagt der Idiot und und alles bricht zusammen.

      Wenn man den Spinoza einst aus seiner starren, altkartesianischen, mathematischen Form erlöst, und ihn dem großen Publikum zugänglicher macht, dann wird sich vielleicht zeigen, dass er mehr als jeder andere über Ideendiebstahl klagen dürfte. Alle unsere heutigen Philosophen, vielleicht oft ohne es zu wissen, sehen sie durch die Brillen die Baruch Spinoza geschliffen.

      Heinrich Heine

      Das ganze Spinozas System fußt auf deduktiver Logik und gründet sich auf Definitionen und Axiomen, alles mit verschwenderischer Erfindung ausgeführt. Es ist vielleicht das hervorragendste Beispiel eines systematischen Gedankengebäudes in der Geschichte der Philosophie … eine kaum je erreichte gedankliche Ballung und logische Strenge.

      Bertrand Russell

      Spinoza ist einer der tiefsten und reinsten Menschen, welche unser jüdisches Volk hervorgebracht hat.

      Einstein

  • Roland - 6. Januar 2012

    Dass schwache Einzelhandelsumsätze auf diesem Wirtschaftsblog eine heftige Debatte über Spinoza und das Dorfleben an sich auslösen:

    Manche springen gerne vom Hölzchen aufs Stöckchen.

    • Systemfrager - 6. Januar 2012

      Naja …
      einerseits … andererseits …
      Alles hängt mit allem zusammen
      Du kennst das auch (bin ich mir sicher)
      Die schwachen Umsätze haben damit zu tun, dass die Marktwirtschaft nicht funktioniert
      Und warum funktioniert sie nicht?
      Das ist keine reine empirische Frage. Ein reiner Statistiker würde diese Frage nie beantworten.
      Und es ist auch keine pragmatische Frage. (Wir tun was!)
      Da muss man sich fragen, wie funktioniert die Marktwirtschaft wirklich, wenn sie nicht funktioniert, auf welchen Ideen beruht sie …
      … so bewegt man sich immer weiter rückwärts, sucht nach diesen Ideen in den Köpfen der frühmodernen Denkern und Philsophen …
      … und wenn man dort ist, stößt man auf Hobbes, Spinoza, Hume, Smith …

      • Querschuss - 6. Januar 2012

        Hallo Systemfrager,
        nur daraus das in Deutschland per Saldo seit 18 Jahren die realen Einzelhandelsumsätze nicht gestiegen sind, lässt sich doch pauschal nicht ableiten das die Marktwirtschaft nicht funktioniert. Eine unzulässige Verkürzung. In Frankreich stiegen die realen Einzelhandelsumsätze seit Jahren wie an der Perlenschnur gezogen nach oben, trotzdem ist dies allein aus einer isolierten Betrachtung heraus auch kein Beleg, dass die Marktwirtschaft funktioniert.

        Marktwirtschaft ist kein starres System, sondern wird von agierenden Marktteilnehmern beeinflusst. Insofern könnte man, wenn man wollte, auch innerhalb der Marktwirtschaft, durch starke Gewerkschaften und politischen Druck, beides leider nicht vorhanden, höhere Löhne durch eine Partizipation am Produktivitätsfortschritt für deutsche Arbeitnehmer erzwingen, damit würde der Binnenkonsum steigen, im Umkehrschluss die Ungleichgewicht im Aussenhandel sich abbauen und dies würde einen relevanten Beitrag zur Entlastung der Eurozonenkrise leisten, da die stärkste Volkswirtschaft endlich einen Beitrag zur Aufhebung der Ungleichgewichte leisten würde. Im Prinzip wäre dies kein Problem und jederzeit eine Möglichkeit im bestehenden marktwirtschaftlichen System. Das Problem ist also nicht die Marktwirtschaft und schon gar nicht die Soziale, wo eine Orientierung der Löhne am Produktivitätsfortschritt normal wäre, sondern die handelnden Akteure, Lobby- und Interessengruppen, Wirtschaftsverbände und Parteien, die in der Praxis die soziale Marktwirtschaft für ihre Profite und Pfründe untergraben und schwache Gewerkschaften die ihren Aufgaben nicht gerecht werden. Ließe sich noch wesentlich erweitern. Für eine Partizipation der Arbeitnehmer am Produktivitätsfortschritt braucht man kein Spinoza als Rüstzeug.

        Gruß Steffen

        • Systemfrager - 6. Januar 2012

          Absatz 1:
          Ich weiß nicht was ud mit dem Vergleich DE und Frankreich wolltest

          Absatz 2:
          Du meinst, die Marktwirtschaft würde gut funktionieren, würde man die Lohnquote konstant halten, also würden die Löhne immer produktivitätsbedingt steigen
          FALSCH!
          Dir ist die Phillips-Kurve bestimmt bekannt. Tut mir leid – das funktioniert nicht.
          Vielleicht ist es dir bekannt, dass Marx auch über die spottet, die meinen, die Lohnerhöhung hätte Krise verhindern können.
          Tut mir Leid. Diese Lohn-Kaufkraf-Theorie ist falsch.
          Sie ist empirisch falsch und ich bin mir sicher, eine theoretische Erklärung für sie hast du nicht.

          • Querschuss - 6. Januar 2012

            Hallo Systemfrager,
            den Zusammenhang von Exporterfolg und Lohnzurückhaltung wirst du doch nicht ignorieren, also der vergleichsweise sehr geringe Lohnstückkostenanstieg, aus schneller als die Lohnkosten ansteigender Produktivität in Deutschland. Die negative Folge dieser Entwicklung ist u.a. der schwache Binnenkonsum und die andere Seite der Exporterfolg, die enorme Wettbewerbsfähigkeit, der die Partner in der Eurozone an die Wand spielt.

            Du forderst hier immer theoretische Erklärung, Modelle und Empirie ein. Es ist nicht mein Anspruch eine schlüssige Theorie zu liefern, es wäre schon ein Riesenerfolg wenn nur die offensichtlichsten Fehlentwicklungen korrigiert würden und selbst dies liegt nicht in meiner Hand.

            Dein schlüssiges Ganzes, als Theorie, erkennt man aber bisher auch nicht, du hüpfst von einem Philosoph zum anderen mit ein paar Zitaten, allerdings fordere ich keines bei dir ein, warum, ich denke ein alles umfassendes schlüssiges Ganzes gibt es nicht. Auf jeden Fall solltest du so was von mir nicht erwarten.

            Das Beispiel mit Frankreich sollte nur zeigen, dass es kein marktwirtschaftliches Naturgesetz ist, der schwache Einzelhandelsumsatz, es gibt die Marktwirtschaft auch mit steigenden Einzelhandelsumsätzen.

            Gruß Steffen

  • wolfswurt - 6. Januar 2012

    @Systemfrager

    Der Bauer versteht nicht die Probleme der Menschheit?

    Du kennst keine Bauern. Du kennst Landwirte die in der Schule Wissen vermittelt bekommen haben. Seitdem der Bauer auf die Schule geht , geht es mit dem wirklichen Bauern bergab.

    Bauerntum und Bauernsein wird von Generation zu Generation weitergegebnen im Tun!

    Ein wirklicher Bauer weiß um die Ursache die für alle Probleme der Menschheit steht.

    • Systemfrager - 6. Januar 2012

      >>> Bauerntum und Bauernsein wird von Generation zu Generation weitergegebnen im Tun!

      Ja, das stimmt. Und deshalb konnten sich die Bauer bis vor gut zwei Jahrhunderten nicht einmal selbst ernähren. Es gibt zB Berichte, dass die chinesischen Bauer in den schlechten Zeiten sogar eigene Kinder geschlachtet und das Fleisch verkauft haben.

      Gott sei uns gnädig,
      wenn die EU diejenigen weiter retten werden, die meinen:
      Wir tun was!

      • mutzel6 - 6. Januar 2012

        Insgesamt kann ich dem Großteil Deiner abstrakten Erläuterungen und Erklärungen wenig abgewin-nen. Und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass ein Philosoph der im 17. Jahrhundert lebte, uns bei der Lösung der heutigen Finanz- und Wirtschaftsprobleme helfen kann. Nach meiner Meinung hilft da auch die Auffassung “Alles hängt mit Allem zusammen” (s.o.) nicht weiter – unter dieser Prä-misse kann man auch alles mit allem erklären/beweisen. Die aktuellen Probleme lassen sich – nach meiner Meinung – aber nicht mit Philosophie sondern nur praktisch lösen.

        Das Ganze lässt mich allerdings auch recht unberührt.

        Aber dass sich Bauern vor 200 Jahren nicht selbst ernähren konnten … na ja, das kommt mir dann doch zu komisch vor. Wer hat denn dann die Bauern ernährt? Vor 200 Jahren war die erste In-dustrielle Revolution im Gange. Wurde den Bauern da von den Maschinensklaven geholfen? Oder wie ist das zu verstehen? Und vor 300 Jahren? Da wurden die Bauern vom Bürgertum durchgefüttert, die das Getreide in ihren Stadthäusern geerntet haben?

        Und was ich auch (wirklich) nicht verstehe: “Gott sei uns gnädig wenn die EU weiter diejenigen retten werde die meinen: Wir tun was!” Also ich versteh den Zusammenhang jetzt nicht. Was soll das (“Wir tun was”) bedeuten? Sind damit Menschen/Organisation/Unternehmen/Staaten gemeint?

        Tut mir leid, aber [Zitat]Und das war’s. Ein akademisch-pfaffisches Geschwätz (Larifari, Wischiwaschi, Kokolores, Humbug, Firlefanz, Kladderadatsch, Mumpitz).
        Da gibts nichts – absolut nichts von Inhalt.[/Zitat] … na ja, das ist ja genau das… mit dem Inhalt.

        • Systemfrager - 6. Januar 2012

          >>> Insgesamt kann ich dem Großteil Deiner abstrakten Erläuterungen und Erklärungen wenig abgewinnen.
          >>>> Und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass ein Philosoph der im 17. Jahrhundert lebte, uns bei der Lösung der heutigen Finanz- und Wirtschaftsprobleme helfen kann.

          Beides bezweifle ich nicht – du kannst es am besten wissen. Habe ich doch keinen Grund, dir nicht zu glauben.
          ;-)

          • peterb - 6. Januar 2012

            Fällt dir nicht auf, dass du viel schreibst und absolut wenig Inhalt bringst?
            Und dann dummes Zeug in die Welt setzt? (Das mit den Bauern … Au weia, das tut weh..)

          • Lazarus09 - 6. Januar 2012

            Irgendwer in einem kleinbäuerlichen Betrieb der 60′ aufgewachsen …? Keine Ahnung von Landwirtschaft und dem Geschacher …Genossenschaft , Garantiepreis “Segen” etc.. Anbauempfelungen mit garantierten Preisverfall vor der Ernte ? ….

  • Lazarus09 - 6. Januar 2012

    Inzwischen glaube ich rundum das “pfeifen im Walde” zu hören mit dem Grundtenor ” alles wird ist gut,bleibt alle schön ruhig ”

    Die Wirtschaftsdaten geschönt
    Die Arbeitslosen bzw. Beschäftigtenzahlen massiv passend retuschiert
    * nach Gusto verlängern

    Überall massig Probleme Spiegelbild der deregulierten Märkte und asozialen Einkommensverteilung,weit entfernt von Erhard’s Konzept der Sozialen Marktwirtschaft und Ordoliberalismus.

    …und was beschäftigt die Gemüter… unser Grüßaugust !!

    Nicht das der nicht sofort unehrenhaft entlassen gehört,das bisher bekannte reicht vom Moralischen Standpunkt … ein TÜV Prüfer der von einem Autohändler einen 5000 € Kredit annähme und im Ferienhaus eines anderen Urlaub machen würde wäre …..weg .Ich will jetzt nicht von den ” Maßnahmen ” sprechen die der …aber lassen wir das
    Die devoten Untertanen sind eben gönnerhaft großzügig bei Bereicherung und Vorteilnahmen ihrer Herren ..

    Es ist 10 nach 12 und die notwendigen Schritte zurück zur Wertschöpfung aus Arbeit und Einkommen daraus werden nicht getan … Ah und täglich grüßt das Murmeltier …

  • Begeisterter Besucher - 6. Januar 2012

    Bin grad zum ersten Mal auf deine Homepage gestoßen und bin begeistert.

    • Querschuss - 6. Januar 2012

      Hallo Begeisterter Besucher,
      herzlich Willkommen und ich freue mich das du begeistert bist.

      Gruß Steffen

  • Werner Schütz - 6. Januar 2012

    Ihr lieben Blogger: Ihr habt wohl alle nicht die Bücher von Müller-Armack nicht gelesen.
    Dieser Mann, geprägt von der Katholischen Soziallehre, hat den Begriff “Soziale Markwirtschaft” geprägt für einen sozial abgefederten Ordo-Liberalismus in starker Anlehnung an die “Freiburger Schule”. Er bestand darauf, daß bei dieser Wirtschaftsform “Soziale Marktwirtschaft” sozial groß geschrieben wird. Natürlich haben Sie nicht unrecht, sozial mittlerweile klein zu schreiben.
    Lobbyorganisationen wie die INSM und sogar das Institut unseres ehemaligen Ruck-Bundespräsidenten Roman Herzog sind schon längst in die Medien durch die Hintertür eingedrungen. Tipp: Mal Rüstow, Röpke, Eucken mal selber lesen. Natürlich auch Ludwig Erhards “Wohlstand für alle”.

  • Tourist - 6. Januar 2012

    @ Systemfrager

    “@ Tourist, wolfswurt
    Das mit den 1.000 Kindern ist gut
    ;-)”

    Ach so, du hieltest das fürn Witz!!!

    Ich nicht! Es bot dir die Gelegenheit den immer noch nicht genannte geistige Überlegenheit auf ein konkretes Problem runterzubrechen!

    Wenn ich könnte würde ich hier ein Grafik reinprogrammieren, die ein Kopfschütteln wiederspiegelt!

    Aber das kann ich nicht! Dazu brauche ich ein gripsbegönnten Verfahrensmeister, einen Experten!

    Und weiss du nach welchen Kriterien ich den ausssuchen werde!

    Ich werde ihn fragen:

    “Kennen sie Spinoza?” “JA”
    Dann frage ich:
    “Haben Sie Bücher von Ihm im Regal stehen?” “JA”
    UNd dann frage ich:
    “Haben sie ihn auch verstanden?” JA

    “Na dann, bekommen sie den Auftrag!”
    Und wenn nicht, ja dann halt nicht! Ich lass doch kein spinozaungebildetes Pack an meinen PC.

    Weiterhin schreibst du allen Ernstes sowas:
    “Ist es nicht so, dass gerade dort, wo Spinoza und die größten Denker der Moderne ihre “nutzlose” Überlegungen getrieben haben, die Kinder nicht verhungern? Und gerade dort, wo es solche Denker nicht gab, wo man “etwas praktisches und konkretes” für die Kinder (nicht) getan hat, die Kinder immer noch hungern?”

    Ne, so is es nicht! GAnz einfach! Noch Fragen? Aber Beweise das mal, was du da so behauptest! Auf diese Beweisführung bin ich gespannt^^!

    Was willste anstellen?
    Ne Koeffizienten zwischen Land und inhaltlich entsprechenden Seminaren!
    Gemessen am Bekanntheotsgrad in der Bevölkerung pro Land?
    An der Auflage der Bücher?

    Na ja lassen wir den Quatsch!

    Ich erinner mich gerade zum Beispiel an die aufgeklärten Griechen, die sich vor Verzweiflung schon selbst anzünden! An 20 Millionnen Tonnen Lebensmittel, die die aufgeklärte Welt in der BRD z.B. wegschmeisst! Ja, sehr vernünfitg! An die Zeltstätte in den USA! Auch sehr vernünftig von den Amis, neben leeren Häusern zu kampieren! Ach ja stimmt Amis sind ja in deinen europäischen Aufkläreraugen keine Aufklärer, sondern NUR Pragmatisten!

    Es ist schon vernünfitg , dass die vernüfntigen kein beschissenens Problem bis heute gelöst haben! Da sind die Umweltkatastrophen, da sind die Kriege, da sind,… die Milleniumsziele, die sich die Aufklärer SELBST gesetzt haben! Die sind ja alle so “vernünfitg” gelöst worden! Hallejulia!

    Es ist gerade diese arrogante herablassende pseudointerlektuelle Hochnäsigkeit, sogenannter westlicher Aufklärer, die erst so manche Probleme verursachen, die nicht hätten sein muessen, werter Systemfrager!

    Gruss

  • Thomas - 7. Januar 2012

    @ Querschuss
    Wundervoller Blog den du hier hast vorab ;-)
    Schaue hier ab und zu vorbei um Realitätsnahe wirtschaftsdaaten zusehen.

    Aber ich muss deinen Kritikern zustimmen, der Kapitalismus so oder so ähnlich wie wir ihn heute haben kann unmöglich über einen langen Zeitraum funktionieren. Ich dachte anfangs auch mal mit regulieren und lohnzuwächsen und kompetenten Regierenden währe es möglich, aber iss es nicht. Zins und Expotentialfunktion verhindern dies. Ausserdem wächst zwangsläufig der Verwaltungsapparat.

    Nein ich glaube Mann muss stärker umdenken, eine mittelmäsige aber gerechte lösung sind Edelmetalle als “Währung”, die bisher besste mit der ich mich befasst habe ist eine mit “Demurrage” belegtes Währung.

    Denn man darf die schlechten Menschlichen instinkte wie Gier nicht noch fördern ;-)

    Wass Meinst du?
    Ich denke Systemfrager und Tourist haben schon recht mit dem was sie dir sagen wollen.

    Gruß
    Thomas

    • Querschuss - 7. Januar 2012

      Hallo Thomas,
      “..der Kapitalismus so oder so ähnlich wie wir ihn heute haben kann unmöglich über einen langen Zeitraum funktionieren” Keinen Widerspruch von mir, im Gegenteil, er ist dringend reformbedürftig. Nur was bieten Systemfrager und Tourist als Alternative an? Wer und wie organisiert eine Alternative, wo sind die vielen hochmotivierten Hundertatusenden die diese Ideen tragen und umsetzen? Ohne diese, die bestehende Strukturen zu zerschlagen macht wenig Sinn, dann eher der Versuch die Bestehenden zuverbessern. Auch außerhalb eines marktwirtschaftlichen System gilt es für Ungleichgewichte im Handel, Umgang mit Vorfinanzierung, Bankensystem-Zentralbank, nachhaltigeres Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel usw. tragfähige Lösungen zu entwickeln. Es besteht kein Nachteil darin heute im bestehenden System damit zu beginnen, ist ja auch kein Hindernis dafür, dies irgendwann in der Zukunft in anderen Strukturen und gar Wirtschaftsformen zu überführen.

      Gruß Steffen

  • Thomas - 7. Januar 2012

    Dass simmt, die Alternativen nennen sie nicht, ich habe aber zwei angedeutet, zum thema Zentralbank–> diese gehört in der Freien markwirtschaft abgeschafft, Kartelle wie sie selbst und diese die sie mit den angeschlossenen Banken fördert sind nicht erwünscht!

    Ich denke mit Demurrage löst sich auch dass vorfinanzierungsproblem.
    Als weraufbewahrungsmittel sind Gold und Silber zu nennen ;-)

    Also lösungen gibt es bereits reichlich. Vieles gut durchdacht. Nur sehr wenige Tausend in De und dem Rest der Welt die bereit sind etwas zu Ändern uns selbst anzupacken!

    • Tourist - 7. Januar 2012

      KLar nenne ich die!

      http://stattkapitalismus.blogsport.de/

      Als Konzept (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) ist das ein Anfang! Alle alternativen Konzepte muessen die Fehler des Kapitals vermeiden! So einfahc ist das!

      Thomas, ich bin nicht gegen den Kapitalismus aus Gründen von Zins und Zinseszinseffekten! Das ist meines Erachtens nur nen Nebenkriegsschaubplatz, der den Kern der Fehlentwicklungen nicht berührt!

      Die primären Fragen sind die Entwicklungen der Arbeit und des Lohns/Gehalts, Produktivitäts usw..! Und welche Auswirkungen diese haben, UNd in der Konsequenz unterscheide ich mich von Reformern

      Den Beitrag habe ich mal zusammen klamueselt, um meinen Standpunkt zu den Miseren des Kapitalismus zu äußern!

      http://www.querschuesse.de/kleiner-empirischer-versuch/

      Die INhalte habe ich natürlich auch von Anderen und hoffe die Quellen ausreichend genannt zu haben im Kommentarbereich! Auch unter Vorbehalt, das ich Lücken bzgl. der Darstellung habe,
      stelle ich dieen Link nochmals rein! Das sei hier ausdrücklich gesagt!

      Aber mal unabhänigig davon finde ich es spannend, dass alle was zu meckern haben am Kapitalismus und das das System immer noch da ist!

      gruss Tourist

  • Thomas - 8. Januar 2012

    Natürlich, aber dabei liegen schon viele Ursachen. Ich würde sogar behaupten dass 90% aller Fehlentwicklungen, sowie der langsam einsetzende Technische und Gesellschaftliche Rückschritt sind dass ergibniss eines Schlechten Geldsystems und eines falschen Geldverständnisses.
    Wenn mann dort ranngeht, kann mann ein Paradies schaffen ;-)
    Oder aber nix ändern und abwarten biss der Peak Oil eintritt und die Bevölkerung wieder zusammenschrumpft :-(

    • Tourist - 8. Januar 2012

      “90% aller Fehlentwicklungen, sowie der langsam einsetzende Technische und Gesellschaftliche Rückschritt sind dass ergibniss eines Schlechten Geldsystems und eines falschen Geldverständnisses.”

      Häh? Ne genau das wollte ich eigentlich nicht behaupten^^ und somit widersprichst du ja meinen Ausführungen und bist leider anderer Meinung! Widerlegt bin ich dadurch nicht! ^^

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