Euro-Gipfel: Vom brennenden Euro-Haus und der Angst zu löschen

von am 23. Oktober 2011 in Allgemein

Auf dem Euro-Gipfel liegen die Nerven blank. Das haben die Euro-Retter sich selbst zuzuschreiben. Denn einmal ist inzwischen nicht mehr zu übersehen, dass der Sanierungskurs, der den Euro-Schuldenstaaten verordnet wurde, die finanzielle und wirtschaftliche Schieflage dort nicht entschärft, sondern erheblich verschärft hat und insofern ein Desaster darstellt. Zweitens zeigt sich nun, nach welcher Parole die Euro-Retter in der Schuldenkrise bisher vorgegangen sind: „Rettet das Euro-Haus, aber löscht um Gottes Willen das Feuer nicht, das die Finanzmärkte speist.“

Doch wer so an die Krisenbewältigung herangeht, der kann nicht erwarten eine befriedigende Lösung zu finden. Nach der Lehman-Pleite haben die Regierungen faktisch einen erheblichen Teil der finanziellen Risiken von den Banken in ihre Bücher übernommen und sie so weiter machen lassen wie bisher. Darüber kann jetzt kein Zweifel mehr bestehen. Das haben die Banken und alle anderen aus der Zockergemeinde auch getan, mit dem Resultat, dass in der Zwischenzeit erneut finanzielle Risiken aufgetürmt wurden, die wieder unbeherrschbar geworden sind.

Die Euro-Retter müssen sich entscheiden: Entweder sie wollen den Euro retten oder die Finanzmärkte oder besser gesagt das Zockerparadies. Beides zugleich geht nicht. Das große Risiko liegt nicht in den knapp 400 Milliarden Euro, die Griechenland an Schulden aufgehäuft hat und vermutlich bald nicht mehr bedienen kann, sondern im mehr als 600.000 Milliarden Dollar schweren Derivatemarkt, der das Finanzmarktcasino darstellt und der einem Kartenhaus gleicht, das beim geringsten Anlass im Wege einer Kettenreaktion zu kollabieren und über den Groß- und Investmentbanken zusammenzustürzen droht. Dass in den USA die Bank of America jetzt Derivate im Volumen von sage und schreibe 79.000 Milliarden Dollar hält und offenbar hektisch einen Teil davon in eine Gesellschaft ausgelagert, die vom amerikanischen Einlagensicherungsfonds (FDIC) abgedeckt ist (1), muss bei allen Verantwortlichen sämtliche roten Warnlampen aufleuchten lassen. Die Tatsache, dass diese Information in der europäischen Presse praktisch nicht auftauchte, ebenfalls.

Insofern kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allein an der Reaktion der Finanzmärkte und Börsen in der nächsten Woche schon ablesen, ob die Maßnahmen, die die Euro-Retter diesmal beschließen, ein ernst zu nehmender Schritt zur Bewältigung der Schuldenkrise sind. Sollten die Märkte jubeln und ein Kursfeuerwerk starten, ist das gewiss erneut nicht der Fall und ein Hinweis darauf, dass die Regierungen noch ein weiteres Päckchen der Finanzmarktrisiken auf die Schultern der Steuerzahler zu laden bereit sind. Freilich ist damit nichts gewonnen – außer ein wenig Zeit. Die Lösung der Krise ist weiter nicht in Sicht. Die Finanzmarktrisiken werden nicht reduziert, sondern immer noch höher aufgetürmt.

Ein schönes Beispiel dafür sind die beiden US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac, die nach dem Kollaps des US-Hypothekenmarktes – er hat sich bisher nicht stabilisiert – und der Lehman-Pleite Anfang 2009 unter staatliche Aufsicht gestellt wurden. Seitdem hat sich ihre Bilanzsumme bis Ende 2010 annähernd vervierfacht auf 3,222 Milliarden Dollar (Fannie Mae) (2) bzw. verdreifacht auf 2.262 Milliarden Dollar (Freddie Mac) (3), weil die US-Banken praktisch alle Hypothekenrisiken direkt an diese beiden Institute abgeben, an zwei gigantische Müllschlucker.

Mit anderen Worten: Die Finanzmärkte generieren weiter neue, hohe Risiken. Warum auch nicht, schließlich können sie darauf hoffen, sie letztlich immer wieder beim Staat abladen zu dürfen. So auch in der Euro-Zone.

Das ist es, was uns als Krisenbewältigung verkauft wird – vermutlich auch wieder nach Abschluss des Euro-Gipfels an diesem Wochenende. Denn die Sorge um die Finanzmärkte und deren Reaktion auf die politischen Entscheidungen überwiegt alles. Weil nichts zu tun keine Option ist und niemand mehr weiß, wie die Märkte auf beschlossene Maßnahmen reagieren, liegenden die Nerven blank. Doch wie gesagt, in diese Situation haben sich die Euro-Retter selbst manövriert.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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41 KommentareKommentieren

  • Kistrof - 23. Oktober 2011

    Ich kann jedem empfehlen sich nicht nur aufzuregen sondern sich auch persönlich auf einen Systemcrash vorzubereiten. Dazu gehört m.E. eine volle Vorratskammer, Reserven an wichtigen Medikamenten, Bargeld unter der Matrazte, ein ordentliches Schloss vor Tür etc. Vor allem braucht man einen Plan was zu tun ist wenn es wirklich zum Äußersten kommt. Panik ist völlig fehl am Platze aber ein paar simple Sicherheitsmaßnahmen sind angebracht.

    Ich behaupte nicht, dass es besonders schlimm kommen MUSS. Vielleicht findet man in ein paar Jahren seine angestaubten Nudelpackungen im Keller und muss über sich selber lachen. Das wäre mir die Sache wert.

    Wir in Deutschland können uns einfach gar nicht mehr vorstellen, was eine wirkliche Krise ist. Bis jetzt sind nur ein paar eher virtuelle Vorboten bei uns angekommen und selbst Langzeitarbeitslose haben in etwa den Lebenstandart von Industriearbeitern aus den 60ern. Das wird wahrscheinlich nicht so bleiben.

    Wenn alles optimal gut läuft haben wir eine längere Zeit des langsamen Rückschritt vor uns und das System pendelt sich auf einem nachhaltigen Niveau ein.
    Wenn es schlecht läuft droht ein Kollaps ähnlich wie in der Sowjetunion in den 90ern. In der Zeit ist z.B. die Lebenserwartung (insb. der Männer) erheblich geschrumpft. Ähnliches deutet sich zur Zeit in Griechenland an.
    Wenn es ganz schlecht läuft kommt der Kollaps sehr schnell und chaotisch und dann funktioniert eine längere Zeit weder Müllabfuhr noch Gesundheitssystem.

    Was genau passieren wird ist m.E. unkalkulierbar und entsperchend schwierig ist es sich darauf einzustellen. Dennoch kann jeder für sich und seine nährere Umgebung einen evt. Schock zumindest mildern und einigermaßen handlungsfähig bleiben.

    Ich möchte nochmal betonen, dass ich NICHT sicher bin, ob es wirklich schlimm wird. Mir persönlich genügt eine gewisse Wahrscheinlichkeit.

  • micdinger - 23. Oktober 2011

    Danke S.L.E für die prägnante Zusammenfassung.

  • John Fystikis - 23. Oktober 2011

    Guter Beitrag.

    Kleine Bitte um Interpretationshilfe: Hat die Bank of America wirklich 79.000 Milliarden Dollar an Derivaten in eine Gesellschaft verlegt, die von der Einlagensicherung abgedeckt wird? Oder ist diese Zahl nicht die Gesamtsumme der Derivate, die sie haben (gruselig genug). In Gaertner’s Blog liest sich das eher so.

    • SLE - 23. Oktober 2011

      Sie haben recht. Danke für den Hinweis. Ich hab den Fehler korrigiert.

      Gruß
      SLE

  • anonym - 23. Oktober 2011

    Und wieder mal peilt Querschüsse elegant am eigentlichen Problem vorbei : die totale Überschuldung der europäischen Staaten !
    Richtig, der Finanzsektor gehört aufgespalten in einen (sicheren) Gechäftsbank-Sektor (Sparkassen) und einen (zockenden) Investmentbank-Sektor der den Staat einen feuchten Kehricht kümmert wenn er pleite geht (siehe P.Volker). Wird (noch ?) nicht getan.
    Aber Tatsache ist auch dass GR schon seit ca. 2 Jahren seine Schulden nicht mehr bedienen kann. Daher das 1. Rettungspaket.
    Und die anderen europäische Länder sind ebenfalls derart hoch vrschuldet dass sie entweder bereits ebenfalls ihre Schulden nicht mehr selbst bedienen können und Subventionen (“Rettungspakete”) brauchen oder demnächst solche brauchen werden.
    Auch D steht mit 83% (und das ist nur sie offiziell ausgewiesene derzeitige Verschuldung des Staates, ohne Länder, Gemeinden, öffentl. Organisationen, Garantien, etc. ) am Rand des Abgrunds !
    Die Einseitigkeit diese eigene Überschuldung nicht genau so zu thematisieren wie die Zockerei der (auch öffentlichen) Banken ist eigentlich unehrlich und entwertet diesen Blog.
    Das Problem sind nicht nur die Banken !!!
    Die Öffentliche Hand ist auch bis “zum Stehkragen” verschuldet !

    mfg.

  • peterb - 23. Oktober 2011

    “Auf dem Euro-Gipfel liegen die Nerven blank.”

    Dazu passend:
    http://blog.markusgaertner.com/2011/10/22/der-farce-gipfel-wie-muppets-mit-mieser-stimmung/
    “… Wir lesen dort, wie Sarkozy über Angela Merkel Witze reißt, wie die beiden sich bei einem Treffen so anschreien, dass man es über den ganzen Gang hört, obwohl auf der anderen Seite ein Orchester die “Ode of Joy” anstimmt.

    Wir lesen auch, dass Didier Reynders, der belgische Finanzminister, sich vorzeitig für eine Filmpremiere verabschiedete, weil das Treffen so fruchtlos war. …”

  • flyer - 23. Oktober 2011

    Und noch ein Artikel, der aufzeigt wie chaotisch die politik derzeit agiert:
    http://www.welt.de/print/wams/politik/article13675847/Wie-Merkel-die-Kontrolle-verlor.html

  • Georg Lehle - 23. Oktober 2011

    Ich gebe der Kritik recht, die die oberflächliche Auffassung kritisieren, das Problem läge lediglich an der Zockerei der Banken. Das lenkt ab von der eigentlichen Ursache; von meiner Arbeit “Finanzkrise und 11. September” heraus-kopiert; …

    … “Der Börsenmakler und Bankkaufmann Dirk Müller, “Mister Dax”, beschrieb die Grundproblematik, die Ursache der Bankenkrise in einer Gesprächs-Runde in der ARD folgendermaßen:

    “(…) aber wir müssen das große Bild sehen, wir haben ein System, ein Zinses-Zins System, ein Schuldsystem geschaffen, das aus einer Anlage heraus langfristig so nicht funktionieren kann. (…) vom Beginn an hat unser System eine Haltwertzeit und eine begrenzte Lebensdauer. (…) Die Frage ist nur: “Wie lange geht das noch?” (…) Wir sind in einer sehr, sehr späten Phase dieses Systems (…) und die Verschuldung geht dramatisch nach oben, exponentiell und diese Verschuldung, diese Zinsen müssen ja von irgendwen aufgebracht werden, von den Bürgern, von den Menschen, die sie erarbeiten müssen und das wird immer mehr, immer steiler, müssen immer mehr Gas geben, immer mehr kriegen sie abgeschnitten für diese Zinsen (…) bis sie irgendwann das nicht mehr tragen können und sagen: “So jetzt gehen wir auf die Straße und dann wird das System resetted, d. h. die Schulden werden neu verhandelt, ob es über einen Hair-cut ist, Neuverhandlung der Schulden, das ist ein ganz anderes Thema.”(…).”

    Stell Dir vor – niemand hätte Schulden und das Geld ginge aus!

    • SLE - 23. Oktober 2011

      Was die Krise anbelangt, so haben wir es natürlich mit einem ganzen Problemkomplex zu tun. Was die richtigen Ansatzpunkte sind und wie eine Lösung am besten aussehen müsste, darüber gehen die Auffassungen auseinander. Das ist Stoff für viele Aufsätze.

      Ich habe jetzt nur einmal den aktuellen Euro-Gipfel in den Blick genommen und auf das Dilemma zugespitzt, in dem sich die Politik dort befindet und aus dem sie sich nicht befreien zu können scheint, so lange sie ihr Handeln in erster Linie an den Finanzmärkten ausrichtet. Es sollte ja gar kein Übersichtsaufsatz sein und auch kein Lösungsentwurf.

      Grüße
      SLE

    • Querschuss - 23. Oktober 2011

      Hallo Georg Lehle,
      auf die Sicht von vielen Jahrzehnten ist natürlich was dran, das ein Zinses-Zins System an seine natürliche Grenzen stößt. Unbestreitbar bewegen wir uns am Ende eines langfristigen Kreditzyklus, bereits seit über ein Jahrzehnt künstlich verlängert. Nur die aktuellen Probleme mit Zinses-Zins zuerklären entspricht wohl auch einer oberflächlichen Auffassung. Das Problem der Spekulationsblasen (Immobilienblase USA, Irland, Spanien) waren nicht die hohen Zinsen, sondern die niedrigen, die zu einer massiven Fehlallokation von Kapital führten, befeuert von der laxen Geldpolitik der Notenbanken. In Folge der Finanzkrise und der vielen faulen Kredite im Bankensystem schossen auch die Bruttoschuldenstände der Staaten in die Höhe, durch die getätigten Bailouts. Siehe Deutschland von über 300 Mrd. Euro mehr Bruttoschuldenstand 2010. Zusätzlich sind natürlich von Hause aus viele Staatshaushalte unsolide und langfristig nicht tragfähig, aber die immense Staatsverschuldung der PIIGS bekam auch einen Schub aus den niedrigen Zinssätzen für ihre Staatsschulden bis 2007 durch den Beitritt in den Euroraum.
      Ohne die laxe Geldpolitik und die niedrigen Zinsen wären auch die enorm aufgeblasenen Bankbilanzen (Leverage) nicht möglich gewesen.

      Auch unter einem Nullzinsregime müss die Kreditvergabe, deren Kriterien geregelt und die Fehlleitung von Kapital verhindert werden, gerade weil ein Kredit dann und damit das potenzielle Risiko keinen Preis (Zins) mehr hat.

      Gruß Steffen

  • klaus - 23. Oktober 2011

    Sieht wohl aus, als ob der deutsche Retter für die Euro-Zone wegfällt.
    TINA kriegt weder den Hebel durchs Grundgesetz noch gehen
    die EuroBonds ohne 2/3 Mehrheit durch.

    http://www.economywatch.com/economy-business-and-finance-news/eurozone-divorce-imminent-nouriel-roubini.20-06.html

    War auch in der FT.

    Falls eine Vertrauensfrage zur Bildung einer großen Koalition kommt,
    wissen wir warum .

    Und wenn der freundliche Onkel von CortalConsors auf NTV wieder vom
    Geld in die Hand nehmen redet, sag ich Opa, das die nur noch Kleinanleger
    um die Ersparnisse betrügen wollen.
    Damit die Banken weiter auf hohem Nivea zocken können.

    Offensichtlich vertickert es sich auch schlecht LVs, denn die Rückversicherungen
    haben auch keine Kohle mehr. Das ist alles so traurig.
    Hoffentlich gibt es nicht so bald Naturkatastrophen, sonst muß man
    noch den Leuten erklären, warum die High Yield Griechenland/Italien/Spanien-Anleihen
    nix abwerfen und dazu noch gebunden sind.

    Warum sehen wir es nicht einfach ein,die Wahrheit ist, das wir
    exakt so pleite sind wie Griechenland oder Italien.
    Wir warten doch nur auf die Ankündigung vom Dreamteam,
    wie heute Abend.

    Acki wird sich auf die Lippen beissen, wenn er bis Mittwoch
    sieht, das die Kleinanleger einfach nicht beissen.
    Trotz aller Beruhigung und Reklame.

    Und immer wieder wird ein Euro-Land austreten,
    wird dann für unseren Export unerreichbar und die
    Abwärtsspirale wird mit Austeritäten zu Ende gebracht.

    No way, der Euro ist schachmatt.

    Gut, das Mutti das am Mittwoch mit Bravour löst.

    Duckundlaufzickzack.

    Grüße Klaus

  • micha - 24. Oktober 2011

    Ich habe da mal eine Frage:
    Wenn Gr endlich auch offiziell pleite geht, d.h. der Schuldenschnitt kommt, werden ja eigentlich diese ganzen “CDS” fällig (Kreditausfall-Versicherungen).
    Wer bezahlt diese Versicherungen? Warum soll der Staat die Banken stützen, wenn diese sich (vermutlich?) eh schon mit CDS gegen den Zahlungsausfall abgesichert haben?
    Oder werden dann die Banken gerettet, die die CDS bedienen müssen? Über dieses Thema habe ich irgendwie noch nie was gelesen…

    weiß jmd mehr?

    Grüße,
    Micha

    • Stefan L. Eichner - 24. Oktober 2011

      Hallo micha,

      ich bin kein Kenner der Materie. Aber so weit ich es verstanden habe, sind u.a. Banken sowohl Versicherer als auch Versicherungsnehmer und es ist gerade die Crux, dass niemand genau sagen kann, wer wie tief drin steckt und welche Kettenreaktion ausgelöst würde, wenn etwa eine Bank ihre Verpflichtungen aus CDS nicht erfüllen kann. Mit anderen Worten ist es genauso wie vor der Lehman-Pleite. Da ahnte auch keiner, was infolge der Pleite einer Bank geschehen würde.

      Mit dem Thema CDS befasst sich eurogate101 (matt_us) sehr ausführlich in seinem Blog, z. B. hier: http://eurogate101.com/2011/10/17/so-verlieren-banken-geld-mit-cds/

      Viele Grüße
      SLE

  • Oliver - 24. Oktober 2011

    Hallo,
    das Thema mit den ausgelagerten Derivaten in dieser wahnwitzigen Höhe verstehe ich nicht.
    Irgendwann ist da ja etwas fällig und muß beglichen werden, aber bei diesen Beträgen ist das ja gar nicht mehr möglich! Kann da jemand mehr Licht reinbringen?
    Danke.

    • Lothar - 24. Oktober 2011

      Derivate sind Versicherungen. Du schliesst für 100 Euro eine Versicherung über 1 Million ab. Real fällig sind aber nur die 100 Euro. Da muss nichts fällig und beglichen werden solange halt das versicherte Ereigniss nicht eintritt.

      • Oliver - 24. Oktober 2011

        Danke für die Erklärung, aber bei Eintritt des Versicherungsfalls eben schon oder? und die Billionen kann keiner zahlen, dass halte ich für Betrug, Beträge abzusichern/ zu verkaufen die jenseits jeglicher Realität sind.

  • Peter Bach - 24. Oktober 2011

    “Entweder sie wollen den Euro retten oder die Finanzmärkte”

    klingt wie: ” sie sollen den Kopf retten oder die Zahl” – dabei sind beides nur zwei Seiten der selben Medaille. Wir haben private Giralgeldschöpfung und fractional reserve banking, privates FIAT Falschgeld. Wie soll man die “Finanzmärkte” (also die stinkreichen Familienclans, die über die Banken den Korporatismus beherrschen (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/10/der-korporatismus-ist-unser-feind.html;
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/10/das-netzwerk-der-globalen.html) abstürzen lassen und dabei deren Werkzeug (den Euro) unbehelligt lassen ?

    Nicht zu Ende gedacht ?!?

    • SLE - 24. Oktober 2011

      Es ist doch keine Frage, dass die Verschuldung immer weiter nach oben zu treiben, um Banken am Leben zu halten und sie unverändert so weiter machen zu lassen wie bisher, keine Lösung darstellt, sondern das Gegenteil. Das heißt ja nicht, dass man die Banken abstürzen lässt. Es heißt zunächst einmal, dass man ihnen die Möglichkeit nimmt Geschäfte zu tätigen, die sie nicht beherrschen können und die ihre Haftungsmöglichkeiten bei weitem übersteigen. Es heißt möglicherweise auch, dass Institute abgewickelt oder aufgespalten werden müssen.

      Dass der Euro privates FIAT Falschgeld ist, sagen Sie, ein Werkzeug der Banken. Das ist Ihre Auffassung. Für mich ist er kein Falschgeld, sondern ein Zahlungsmittel. Und was die Banken oder der Korporatismus daraus machen, was immer das letztlich sein mag, ist kein Naturgesetz.

      Grüße
      SLE

  • Peter Bach - 24. Oktober 2011

    http://www.focus.de/finanzen/news/siemens/schuldenkrise-wie-banker-die-politik-an-der-nase-herumfuehren_aid_507435.html

    Nochmals ein Hinweis darauf: Der Euro ist mit dem Bankensystem identisch. Der Euro ist Ausdruck des Betrugs an der arbeitenden Bevölkerung !!!

  • Thomas - 24. Oktober 2011

    In einer “Randnotiz” aus dem Spiegel-Artikel von heute:
    “Das könnte an den Finanzmärkten Enttäuschung auslösen.(Anmerk: damit ist gemeint, dass die RE-Kapitalisierung von 100 Mrd. EUR NICHT vollständig aus frischem Geld besteht.) “Das Problem mit überwältigenden Summen ist, dass sie implizieren, dass das Geld auch vorhanden ist”, sagte ein Insider. “Aber die Regierungen haben das Geld nicht.”
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793526,00.html

    Ich weiß nicht, wie viele Generationen nach uns durch dieses z.Zt. verrückte Agieren der Regierenden ins “Sklaventum” geschickt werden, nur damit der derzeitige status quo erhalten bleibt. Das oberverückte daran ist aber, dass unsere Damen und Herren wissen!, dass sich die Abwärtsspierale nicht mehr aufhalten lässt.
    Es herrschen einfach mathematische Gesetze überall und zu jeder Zeit und diesen mathematischen Gesetzen / Algorithmen unterliegen die politische und sozialen Entscheidungen!
    Es sei denn, es gibt den Willen bei Entscheidungsträgern eine verbindliche Schulden- UND Vermögensobergrenze einzuführen. Bei der Schuldenobergrenze gibt es ja bekanntlich schon Konsens, nur bei der zweiten Seite der Bilanz eben nicht.
    Die ganze Diskussion dreht sich im Grunde um diesen Punkt.

    Thomas

  • WolfgangR - 24. Oktober 2011

    Ich hätte zu dem ganzen Themenkomplex als absoluter Laie der Geldpolitik eine Verständnisfrage:

    von der Politik hört man gerade immer, dass man die Beschlüsse so fassen müsse, dass sich “die Märkte” beruhigen und somit auch wieder die Zinssätze für Staatsanleihen sinken und die Finanzierung der Staaten durch “die Märkte” gesichert ist.
    Wenn ich das richtig verstehe, wird das Geld von der EZB herausgegeben, also letztendlich von den europäischen Staaten.
    Benötigen Staaten Geld, so geben sie Staatsanleihen heraus und müssen dafür einen Zinssatz bezhalen, den “die Märkte” fordern.
    Die Geschäftsbanken leihen sich zum Zinssatz der Notenbankzinsen Geld und können sich hiermit auch Staatsanleihen kaufen, wofür sie einen deutlich höheren Zins verlangen, nämlich den von “den Märkten” (sind ja wohl zu einem großen Teil die Banken selber (?!?!?)) geforderten.
    Warum müssen sich die Staaten, die ja die EZB geschaffen haben, das Geld zu überhöhten Preisen von “den Märkten” leihen und was wäre daran so verwerflich, wenn Staaten sich das Geld direkt bei der EZB besorgen würden? Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Frankreich genau dies in der aktuellen Diskussion über den neuen Rettungsschirm gefordert.
    Dass Staaten sich hier nicht hemmungslos bedienen, könnte man, wie alles was von Menschen erdacht ist, gesetzlich regulieren.
    Frage also: warum ist die Reaktion “der Märkte” für die Politik so wichtig?

  • Thomas - 24. Oktober 2011

    @Wolfgang R.
    Oh, das wäre was, wenn sich die Staaten und damit die öffentliche Hand direkt das Geld von der EZB leihen würden!!!
    Das komplette Geschäftsmodell der Geschäftsbanken würde wie der schiefe Turm von Pisa zusammen krachen, wobei: Warum ist dieser Turm noch nicht eingestürzt? Richtig; weil er gestützt wird…
    ALLES würde komplett durcheinander gewürfelt werden – käme ein RESET gleich…Aber möglich wäre das. Es müsste die Frage gestellt werden: Was hätten die Geschäftsbanken zu verlieren???
    Meine Antwort: Ihre Macht über das Geld! Und diese Macht gilt es vehement zu verteidigen, darum treiben die Banken solche “Späßchen” mit den Staaten….(ratings usw.)
    Thomas

  • Peter Bach - 24. Oktober 2011

    “Warum müssen sich die Staaten, die ja die EZB geschaffen haben, das Geld zu überhöhten Preisen von “den Märkten” leihen und was wäre daran so verwerflich, wenn Staaten sich das Geld direkt bei der EZB besorgen würden? Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Frankreich genau dies in der aktuellen Diskussion über den neuen Rettungsschirm gefordert.
    Dass Staaten sich hier nicht hemmungslos bedienen, könnte man, wie alles was von Menschen erdacht ist, gesetzlich regulieren.
    Frage also: warum ist die Reaktion “der Märkte” für die Politik so wichtig?”

    Antwort:

    die ZBS sind nicht staatlich, auch die Währung ist nicht staatich. Anders in China: Dort druckt sich der Staat sein eigenes Geld, verschuldet sich also nicht bei den privaten Geldfälschern.
    Die EZB ist rein formal “unabhängig”, doch ist sie eine “100% Hure” der privaten Geshäftsbanken und der Lobbyisten.

    Richtig: Staaten in der EU müssen sich Geld bei der “Hochfinanz” ausleihen. Das ist das Enteignungsmodell privaten FIAT Falschgeldes – nichts weiter !

    Noch auffälliger ist es bei der FED (Eigentümer haupsächlich JP Morgan): Hier ist der private Charakter nicht nur faktisch so, sondern auch eindeutig von den Eigentümerverhältnissen belegt.

  • HHerman - 24. Oktober 2011

    Vorweg danke S.L.E für deinen Beitrag zum Euro-Gipfel.

    Was in der ganzen Diskussion zur Politik und den getroffenen Entscheidungen jedoch unter den Tisch gekehrt wird, ist, dass es seit dem Crash von Lehman massive regulatorische Änderungen im Banksektor gegeben hat. Beispielhaft können hier diverse Kennzahlen zur Liquiditätsrisikomessung genannt werden bzw. auch die neuen Vorschriften für Wertpapiergeschäfte (Mifid2).

    @Basel III und Solvency II
    (http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000277345/Solvency+II+und+Basel+III%3A+Wechselwirkung+beachten.pdf)

    @Mifid2
    http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB?addmenu=false&document=PROD0000000000279713&rdShowArchivedDocus=true&rwnode=DBR_INTERNET_DE-PROD$NAVIGATION&rwobj=ReDisplay.Start.class&rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD

    Hinzu kommt, dass die komplette Finanzaufsicht in Europa auf neue Beine gestellt wird, um hier seitens der Politik neue Möglichkeiten zu schaffen, den Finanzsektor besser kontrollieren zu können. (ESA und ESRB). Dazu gehört auch die Vereinfachung Beschlüsse, die auf EU ebene getroffen werden, in nationales Recht umzusetzen.

    Klarerweise ist zu hinterfragen, inwieweit die Regulierungen sinnvoll sind und wie diese noch verbessert werden können, jedoch zeigen die neuen Vorschriften und Maßnahmen, dass hier seitens der Politik ein klarer Weg beschritten wird, um die Macht der Finanzindustrie einzuschränken.

    Auf Basis dieser Tatsachen lässt sich meiner Ansicht nach ableiten, dass der Schuldenschnitt für Banken/Versicherer die Griechische Papier halten kommen wird, was dazu führt, dass die Banken gestützt werden müssen. Dieser Schritt führt dazu, dass die Politik mehr Mitspracherecht im Finanzsektor bekommt, denn das benötigte Eigenkapital wird von den jeweiligen Staaten bereitgestellt. (In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass der Interbankenmarkt zur Liquiditätsbeschaffung derzeit nur viele Institute abgeschnitten/ begrenzt zugänglich ist, und somit eine Staatshilfe unumgänglich sein wird, denn die Refinanzierung über die EZB wird künftig nicht mehr toleriert werden – bzw. werden die Kriterien für Tenderpapiere massiv erhöht).

    Dies sollte die Frage von WolfgangR beantworten – der Finanzindustrie muss die Macht entzogen werden, die Entscheidungen der Politik zu beinflussen.

    • SLE - 25. Oktober 2011

      Hallo HHerman,

      Sie haben Recht. Natürlich ist einiges unternommen worden. Andererseits weiß ich erstens, wie solche Änderungen speziell auf europäischer Ebene zustande kommen, sprich die “Delinquenten” werden gefragt und es schlägt sich in den Regeln und Maßnahmen leider regelmäßig viel zu sehr nieder, was sie wollen bzw. nicht wollen. Ob Brüssel oder Berlin, der Lobbyismus ist intensiv und einflussreich und das ist ein grundlegendes Problem.

      Anders lässt sich auch nicht erklären, dass wir – trotz aller Maßnahmen – wieder beim Retten angelnagt sind, weil die Märkte abzustürzen drohen – das ist mein zweiter Einwand. Insofern ist es nicht angemessen, von “massiven” regulatorischen Änderungen zu sprechen, weil damit der Eindruck von hoher Wirksamkeit erweckt wird.

      Das alles habe ich im Aufsatz zwar nicht angesprochen, aber in die Rechnung miteinbezogen habe ich es schon. Aber natürlich habe ich auch zugespitzt, das stimmt.

      Viele Grüße
      SLE

  • Peter Bach - 24. Oktober 2011

    SLE -

    Ich rate Ihnen dringend, sich erst einmal damit zu beschäftigen, was Geld eigentlich ist, bevor Sie hier sinnfrei posten. Das Problem ist ja gerade, dass nur die wenigsten über das Geldsystem und die Strippenzieher Bescheid wissen.

  • Peter Bach - 24. Oktober 2011

    @HHerman

    jedoch zeigen die neuen Vorschriften und Maßnahmen, dass hier seitens der Politik ein klarer “Weg beschritten wird, um die Macht der Finanzindustrie einzuschränken. ”

    pure Eyewash !!!

    “denn das benötigte Eigenkapital wird von den jeweiligen Staaten bereitgestellt.”

    na da bin ich aber mal gespannt ! Welches “Eigenkapital denn ” ???
    Die Staaten sind bankrott und “leihen” sich das Geld, das sie in die Banken stecken wiederum nur von den Banken selbst. Der Pfand/ Bürge: Der Steuerzahler. Übrigens: Eine Bank verleiht kein Geld, sie vergibt Kredit (Giralgeldschöpfung).

  • Peter Bach - 24. Oktober 2011

    @HHermann

    Nachtrag:

    “denn die Refinanzierung über die EZB wird künftig nicht mehr toleriert werden”

    ach, iss wahr ?!? Wer soll dass denn nicht tolerieren ? Und wer gibt einen Furz darauf ?

    Die EZB kann schliesslich tun und lassen, was sie will !

    Wie man es dreht und wendet: die Schulden sind weltweit nicht rückzahlbar. Man hat nur die Möglichkeit, diese zu inflationieren (was ja von den Eliten eindeutig bevorzugt wird: Aneignung der Insolvenzmassen, Infrastrukturen, Zwangsversteigerungen, Austerity- Maßnahmen) oder aber Währungsreformen und Haircuts durchzuführen.

    Pest oder Cholera. Tot ist der EURO allemal !

  • Guenni7 - 24. Oktober 2011

    @Peter Bach

    Sie sollten nicht ganz so rumpolltern, vor allem nicht mit Wörtern, deren historische Bedeutung sie nicht zu kennen scheinen. Googeln Sie doch einfach mal, wer “Hochfinanz” im Sprachgebrauch hatte…..
    Auch Kraftwörter wie “100%-Hure” lassen eher nicht auf eine ausgefeilte Argumentationstechnik schliessen… ;-)
    Das der Euro tot ist höre ich übrigens schon so lange, wie er besteht… Wann passiert es denn nun endlich?

  • SLE - 25. Oktober 2011

    Hallo Herr Bach,

    Sie gehören offensichtlich nicht zu den Menschen, die realisieren können, dass Probleme auf unterschiedlichen Betrachtungsebenen und aus verschiedener Perspektive erörtert werden können. Mein Aufsatz ist weder eine geldtheoretische Abhandlung noch eine neue Verschwörungstheorie, da können Sie so viel herum poltern wie Sie wollen. Es wäre freundlich, wenn Sie das mal zur Kenntnis nehmen würden.

    Grüße
    SLE

    • Peter Bach - 25. Oktober 2011

      Uhh, ………….,

      diese Art der Argumentation trifft man leider immer, wenn einem die echten Argumente ausgehen und man in der Ecke steht.

      Es gibt hier keine andere Perspektive: Nur die Wahl zwischen MSM Brainwash und investigativem Journalismus mit knallharten Fakten und der Wahrheit.

      …………….. entsprungen und posten hier in Blogs ?!?

      Was die Wortwahl betrifft: So bevorzuge ich eine Sprache, die den Kern der Sache trifft
      Ihre ……………..Ausdrcuksweise, könnens sie sich meinetwegen dort ……………….

      Mir geht es um Fakten und hier nimmt die Geldtheorie Platz 1 ein. Wenn sie die Tragweite des ganzen ……. können, sollten sie besser als …….. anheuern.

      ……………. ?

      • Querschuss - 25. Oktober 2011

        Hallo Peter Bach,
        versuche es Mal mit sachlicher Argumentation! Einige Stellen in deinem Kommentar habe ich durch ….ersetzt. Man findet sicher neutralere Formulierungen mit denen man den eigenen Standpunkt klarmacht.
        Gruß Steffen

  • Querschuss - 25. Oktober 2011

    Hallo Peter Bach,
    Du bist hier Gast! Ich dachte mir schon, dass Du erneut auf dem selben unsachlichen Niveau weitermachst. Solange dieser sich nicht ändert, werden deine Kommentare ab sofort gelöscht.

    Gruß Steffen

  • Grauber - 25. Oktober 2011

    Dieses Forum hatte bisher wirklich gute Beiträge und ich bin froh, hier auch gelegentlich meine Ansichten äussern zu dürfen – das Web.de Niveau hält sich in “Peter Bachs” Grenzen.

    Mir machen die diktatorischen Bestrebungen der Kommission Sorge – und selbst Professor Sinn, ein ehemals glühender Verfechter des Euro, mahnt nun die Politik an.

    TARGET heisst das Ding, das den Selbstläufer ” Verschuldung Deutschlands” über die Gelddruckerei der Mittelmeerarainer bedeutet.

    Der geläuterte Prof Sinn erklärt
    http://www.youtube.com/watch?v=899fnlnRbow

  • matt_us - 25. Oktober 2011

    Richtig, SLE, die Politk ist nicht daran interessiert hier mal was gegen die Finanzbranche zu unternehmen. Und wenn, dann zu wenig und zu spaet (Naked CDS Verbot, Finanztransaktionssteuer). Es ist genauso eine Finanzmarktkrise – mehr noch als eine Staatsschuldenkrise.

    Heute hab ich mal bei mir im Blog darauf hingewiesen warum den Derivate so attraktiv sind, weil man sich selber seine Bewertung von Risiken stricken kann, damit kann man dann seine Bilanz besser aussehen lassen, als sie wirklich ist. Da sollten Politiker mal sofort ansetzen.

    Das kann man regulieren – sofort aber die erkennen die Gefahren nicht – verstehn nicht wie die Risiken liegen.Obwohl, man bracuht nur mal die Blogs zu lesen.

    http://eurogate101.com/2011/10/25/warum-banken-cds-lieben/

    • HHerman - 27. Oktober 2011

      Hallo matt_us,

      es ist richtig, dass die Politik zu spät und zurückhaltend agiert hat. Mein Kommentar hat darauf abgeziehlt, dass seitens der Politik was unternommen wurde. Ein Problem dabei ist, dass der Finanzmarkt Ende der 90iger durch Bill Clinton (http://de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act) dereguliert wurde, die Folgewirkungen sehen wir seit Lehmann täglich aufs neue.

      Beim Derivategeschäft sprichts du genau das Thema an, das sofort reguliert gehört. Der Artikel von Steffen bezüglich DB Bilanz liefert ein perfektes Beispiel. Hier ist aber auch zwischen “einfachen” Derivaten (Plain Vanilla) und “komplexen” Derivaten (strukturierte Produkte) zu differenzieren, denn nicht alle Derivate sind hochspekulativ, sondern dienen teils auch einer reinen Absicherung bzw. Portfoliodiversifikation.

      Ein weitere Punkt, der hoffentlich durch mifid2 rasch umgesetzt wird, ist eine Regelung des OTC Geschäfts. Diese derzeitige Blackbox ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Risiken des Finanzsystems nur durch die Blume abgeschätzt werden können.

      @Peter Bach
      Sofern Sie Argumente für den “pure Eyewash !!!” haben, können wir diese gerne diskutieren. Wenn Sie ein Speziallist zum Thema Geldtheorie sind, dann kennen sie sicherlich eine Lösung für die Schuldenproblematik und den Zinessins ;)

  • Querschuss - 25. Oktober 2011

    Hallo Peter Bach,
    ich habe schon einiges erlebt, aber das Du hier den ganzen Tag versuchst unter diversen Namen und gefakten E-Mailadressen weiter Kommentare zu posten in Deiner lieben Art ist echt ein Ding.

    Du wirst jetzt erst recht konsequent weiter gelöscht!

    Gruß Steffen

  • Grauber - 28. Oktober 2011

    Erklärungen für den ganz normalen Wahnsinn finden sich zwangsläufig irgendwann .

    Unsere Kanzlerin spricht von möglichem Krieg, wenn der Euro scheitert und innerlich winkt der halbwegs gesunde Menschenverstand in diesem Moment ab, aber:

    -was passiert, wenn China 25% seiner Euro-Geldreserven verliert ?
    -was passiert, wenn Russland mehr als 25% seiner Euro-Reserven verliert ?
    an die Dollar-Reserven dieser Länder darf man erst gar nicht denken .

    Derzeit boomt der Aktienmarkt wieder, gerade Banktitel sind momentan gefragt – wird der Haircut-Verlust der Banken durch die Hintertür an den Bürger weitergegeben ?
    Die Verschuldungsuhr tickt kräftig weiter und Gaddafis Öl fließt nun bald nach USA, Frankreich und England. Obama verkündet strahlend, dass die NATO-Aktion ein Beispiel für die Zukunft sein wird und er denkt dabei wohl an die armen Menschen in Syrien.

    Jaja die Zukunft -
    Pakistan wird vom CIA mit Drohnenangriffen provoziert -
    massive US-Streitkräfte dümpeln trotz und wegen desaströser US-Wirtschaft vor Bahrain –
    Israel scharrt mit den Hufen und blickt Richtung Iran -

    Und ich habe 5 Euro im Lotto gewonnen und frage mich, ob ich dafür ein Derivat kaufen soll -

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