Euroland: Investitionsquoten

von am 17. Mai 2014 in Allgemein

Gastbeitrag von Sebastian

Nachdem Griechenland, Portugal und Irland ja nun durch gelungene „Spar und Reformpolitik“ von Deutschland heldenhaft gerettet wurden, bietet sich doch mal wieder ein kleiner Überblick über die Investitionstätigkeit in den Ländern an, die in den Genuss deutscher Solidarität gekommen sind. :D

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In der Europäischen Union (EU27) und der Eurozone (EA17) insgesamt ist der Anteil der Bruttoinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt um etwa ein Fünftel zurückgegangen, von knapp 22% auf etwas unter 18%. Besonders krass ist der Einbruch in den Krisenländern Griechenland, Spanien, Portugal und Irland. In Spanien lag die Investitionsquote 2007 noch bei mächtigen 30%, 2013 waren es nur mehr 18%. Trotz des gigantischen Einbruchs liegt Spanien damit immer noch über dem Durchschnitt der Eurozone und der EU insgesamt. Noch krasser ist das Absacken der Investitionstätigkeit in Irland, dort ging es von über 27% in 2006 auf knapp 11% in 2013. Immerhin: dort stieg die Quote in den letzten Jahren wieder leicht. Natürlich darf nicht verschwiegen werden, dass beide Länder infolge ihrer Immobilienblasen massive Fehlinvestitionen erfahren haben, doch werden diese nicht dadurch korrigiert, indem man die Investitionstätigkeit einstellt, sondern indem man sie in sinnvolle – will heißen: produktive – Bereiche umlenkt, z.B. regenerative Energiequellen. Nur Frankreich hält sich noch halbwegs wacker, aber der Abwärtstrend kann auch hier nicht ignoriert werden. Auch in Deutschland ging es 2013 das zweite Jahr in Folge bergab, die Investitionsquote lag nur noch marginal über dem Tiefpunkt des Krisenjahres 2009. Toll!! :D

Noch toller wird es bei den Nettoinvestitionen:

1aDer Knaller hier klar erkennbar das „erfolgreich“ strukturreformierende Griechenland, wo sich das Vorzeichen der Nettoinvestitionsquote mal eben umgedreht hat: Von +14% in 2007 auf -14% in 2013. Toll! :D

Besonders schön ist der Blick in die staatlichen Nettoinvestitionen:

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Italien, Spanien, Portugal und Griechenland haben es 2013 erstmals geschafft das deutsche Niveau, das seit zehn Jahren unter null liegt, zu unterbieten. Na, wenn das keine Erfolgsmeldung für deutsche Wirtschaftspolitik ist. Besonders toll angestrengt hat sich auch hier Griechenland, wo die öffentlichen Nettoinvestitionen von +1,7% in 2008 auf -1,8% in 2013 zurückgingen. Zu dieser gelungenen, nachhaltigen Haushaltssanierung kann man nur gratulieren! Da wird eben auch „intelligent“ gespart, mit „Investitionen in die Zukunft“ – der Grieche hat’s kapiert! Toll! :D

Werfen wir noch einen Blick auf die Ausrüstungsinvestitionen, leider nur als Bruttodaten verfügbar:

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Auch hier Rekordtiefs, wohin das Auge blickt. Nur in Portugal ging es in 2013 minimal bergauf.

Angesichts dieser Fakten kann man nur den Rat des grünen Ober-Euroretters Sven Giegold weiterleiten: Bloß nicht drüber reden, weil das schreckt mögliche Investoren ab! Also dann: Mund halten und wohlfühlen.  :-)

Quellen: Ameco-Datenbank

Gastbeitrag von Sebastian

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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17 KommentareKommentieren

  • thewisemansfear - 17. Mai 2014

    Tjo, trauriges Bild.
    Sowohl von den Statistiken als auch von den verlinkten Politdarstellern.

    Danke für die unermüdliche Aufklärung, austerity rulez!!

  • Frankenfurter - 18. Mai 2014

    [@ Querschuss die letzten zwei Grafiken lassen sich nicht vergrößern.] Man hat die letzten fünf Jahre im Euroraum nicht nur die Löhne überall abgesenkt, sondern auch die Investitonen. Die Frage ist doch jetzt, welche Auswirkungen hatte das auf die Wettbewerbsfähigkeit der Länder?

    • Holly01 - 18. Mai 2014

      Hallo Frankfurter,
      Investititionen sind das Brot welches wir gerne morgen essen würden. Senken wir die Investitionen, dann bedeutet das, weinger Brot in der Zukunft für alle.
      Die Investitionen sinken aber weil die Löhne sinken. Löhne sind der Konsum von heute und morgen.
      Niemand investiert, wenn der Markt kein Wachstum hat und in der Tendenz rezessiv ist, bzw. wird.

      Wer die immer gleiche Einkommenmenge auf immer mehr Haushalte und Beschäftigungsverhältnisse verteilt, der maximiert die Einkünfte für Mieten und Pachten und die Ausgaben die die Haushalte tätigen müssen, um dem Erwerb nachgehen zu können.
      Kinderversorgung, PKW (kauf und Unterhalt) und mehrfache Haushaltsführung in immermehr Singelhaushalten, zehren aber von den Einnahmen des Handels.
      Rechnet man die “neuen” Kostenstellen Kommunikation und Entertainment noch hinzu, dann geht der Handel seit vielen Jahren am Stock.
      Kein Handel = keine Investitionen = weniger Arbeitsplätze = weitere Präkarisierung = (von vorne)

      Zum Glück hat der Staat seine Investitionsquote schon 1990 halbiert (von 3% BIP auf 1,5% BIP) und läßt alle öffentlichen Werte verfallen.
      Zum Glück hat auch der öffentliche Sektor die Halbzeitstellen, Praktika und outsourcing gesteigert, denn das ruiniert ja zum Glück alle Sozialsysteme. Ist ja schliesslich der gleiche Topf.

      Deutschland lebt von gestern, dämmert im heute und wird morgen ein recht böses erwachen haben.

    • RedMoe - 18. Mai 2014

      @Frankenfurter

      >> Die Frage ist doch jetzt, welche Auswirkungen hatte das auf die Wettbewerbsfähigkeit der Länder? <<

      Ein Artikel zu den Realen Wechselkursen von mir sollte demnächst online gehen. Vielleicht heute schon, je nachdem wie Steffen Zeit hat. ;)

    • Querschuss - 18. Mai 2014

      sind ausgetauscht und lassen sich nun vergrößern.

  • MFK - 18. Mai 2014

    Staatsquote 2013 Deutschland: 44,7% (BMF). Es bringt halt mehr Wählerstimmen wenn mehr Sozialausgaben getätigt werden, als wenn investiert würde.

    • RedMoe - 18. Mai 2014

      @MFK

      Ja, so sieht es leider aus. Für immer neue Gebärprämien z.B. ist locker Geld da, aber gleichzeitig hören wir von den Damen und Herren wie sehr sie sich doch quälen um eine einzige lausige Milliarde für Brückensanierungen zusammen zu schnorren.

      • Holly01 - 18. Mai 2014

        Zwei Marktradikale Neokons im Einklang, das muss ja sinnfrei sein xD.

    • Holly01 - 18. Mai 2014

      “Staatsquote”, das ist auch so ein völlig unsinniger Wert.
      Der Staat muss die Mittel haben, um seine Aufgaben ohne Schulden leisten zu können.
      Der Staat muss das Geld dort holen, wo es ist, also bei den Zinsgewinnern.

      “Sozialausgaben” sind direkter Konsum = Handel = Investitionspotential.
      Die Militärausgaben liegen mit 1,3% historisch und im Vergleich zu anderen aktuellen Werten (international) niedrig. Diese unsinnige Verbrennung von Zinsen ist (zum Glück) minimiert.
      Alles andere ist beim Staat doch nur Ergebniss der schwachsinnigen Steuergeschenke.
      Steuergeschenke die Geld in die Taschen von Leuten schaufeln, die weltweit 230 Billionen auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten kreisen lassen, weil keiner mehr weiss wohin mit dem scheiss Geld.
      Gleichzeitig zerstört man die lokalen Märkte und damit die Investitionsmöglichkeiten.
      Also wirklich mal, wenn ich “Staatsquote” nur höre, dann könnte ich mich schütteln vor lachen.
      Denken Sie bitte auch daran, daß wir 10% vom BIP als Bargeld exportieren und damit der Gesamtquote (innen) entziehen.
      Geldexport der zu äusserem Konsum führt, das Geld wird dort -ausgegeben- ist also unproduktiv und erzeugt Zinsen, statt seinerseits ein potential zur Zinsleistung durch Marktwachstum zu leisten.
      Quadratschwachsinn ist das alles.

  • Holly01 - 18. Mai 2014

    ZINSEN UND SOLCHES ZEUGS

    Das Geld im gesetzlichen Sinne besteht aus den Münzen und Scheinen, die die Notenbanken herausgeben.
    Alles andere sind Zahlungsmittel und werden geschöpft.
    Die Geldschöpfung ist grob ein Blatt Papier auf dem die Summe als Aktiva und als Passiva gedoppelt und
    Summenneutral (immer in der Summe “– NULL –”) aufgeführt werden.
    Dazu kommen noch Forderungen an den “Kreditnehmer” für Zinsen und Gebühren.
    Es gibt grob 2 Kunden bei den Banken:

    1.) Konsumenten:
    Der Konsument leiht sich Geld. Die Zinsen und Gebühren treten zwar summenneutral in der Geldbilanz auf,
    sie werden aber nicht geschöpft.
    Konsumenten können die Zinsen -niemals- begleichen.

    2.) Produzenten:
    Produzenten müssen von der Produktidee über Planung, Arbeit, Produktionsmittel bis zum Vertrieb alles vorfinanzieren.
    Ein Produzent wird alle anfallenden Kosten incl. Zinsen vorfinanzieren.
    Was der Pruduzent nicht vorfinanziert ist der — Gewinn –, den er zwingend voraussetzt, denn sonst wäre er ja nicht
    unternehmerisch tätig.

    Es gibt zwei Kundensorten und beide sind nicht fähig den Kapitalbedarf komplett zu generieren.
    Ein Schuldgeldsystem ist also -immer- ein Mangelsystem für seine Teilnehmer.

    Der Zins unterliegt immer einem Dopplereffekt. Es gibt ja immer die Zinslast, der die Zahlungserwartung gegenüber steht.
    Der Produzent als Gegenseite finanziert seinen Tinsanteil, aber sein Kunde generiert beim Kauf der Ware natürlich 4 Zins
    und der Kunde kann diesen natürlich nicht mitfinanzieren.

    Das Zinssystem läuft also immer gegen den Endverbraucher.

    Damit die Banken das Geldsystem überhaupt aufrecht erhalten können, zirkuliert das Geld nach seiner Schöpfung und wird
    mehrfach wirksam.
    Man nimmt einen Euro und reicht ihn über eine Anzahl Kunden weiter. So wird aus einem geschöpften Euro, eine größere
    Menge an Zahlungsmittel. Um einen geschöpften Euro aber nicht zur unendlichen Größe werden zu lassen, gibt es die
    Mindestreserve.
    Die Notenbank schöpft bei jedem Umlauf einen Teil des Euro ab.
    Bei 20% Mindestreserve wären das (vereinfacht):
    100Cent geschöpft + 80Cent + 72Cent + 58Cent + 46Cent + 37Cent + 29Cent + 24Cent …….. = (grob) 500Cent wirksam
    Zahlungsmittelmenge.

    Eine Mindestreserve von 20% bedeutet, man benötigt zum weiterreichen der Zinslast im System eine grob 5 fache Menge
    an Zahlungsmitteln.
    Die Mindestreserve beträgt aktuell 1%. Wieder grob vereinfacht :
    Der Zinseffekt benötigt im Geldsystem derzeit rund die 100fache Zahlungsmittelmenge um “fliessen” zu können.

    Das reale Wirtschaftswachstum ist eine lineare Funktion.
    Der Zinseszineffekt ist eine quadratische Funktion.

    Startet ein Wirtschaftssystem so ist die Fläche zwischen Zinseszins (am Anfang uhnten und flach) und Wirtschaftsvolumen
    die Verteilungsmenge.
    Wir haben etwa ende der 1960er diesen Zustand verlassen.
    Sollte ich es richtig verstanden haben, dann nennt ,man das den Wechsel von produktbetriebenem Wachstum zu kapitalgetriebenem
    Wachtum.

    Das hat dann auch gesellschaftliche Folgen:

    Massenarbeitslosigkeit, weil es natürlich nicht in allen Bereichen möglich ist schneller zu wachsen, als die Zinslast vorgibt.
    Eine quadratische Zunahme der Kreditnehmer. Den das Volumen muss propotional zum Zinseszinsystem wachsen.
    Damit hat die sogenannte “Automatisierung” eingesetzt. Maschinen generieren Kreditvolumen für Beschaffung und Betrieb.
    Menschliche Arbeit ist dagegen ein Kostenfaktor der mit Zinsen konkuriert, muss also tendenziell immer weiter entwertet werden.
    Die Gesellschaft muss auch die Tätigkeiten monetarisieren, das heisst die Gesellschsft muss alle Tätigkeiten gegen Rechnung
    und Finanzierung ausführen.
    Es war also nur logisch, das die Altenpflege, die familiäre Ernährung, die familiäre Versorgung immer weiter aus der
    Familie herausgelöst und zum “Zinsgeschäft” gemacht wurde.

    Der konsequente Ruin des Staates ist ebenfalls zwingend. Da die Arbeit entwertet wird und Massenarbeitslosigkeit unausweichlich
    ist, bleibt nur der Staat als Kreditnehmer.
    Logischer Weise hat man die Einnahmen des Staates am Zinssystem (Besteuerung hoher Einkommen, also Zinsgewinner) zurück genommen
    und läßt den Staat statt dessen Schulden machen.
    Der Zins muss ja schliesslich angelegt werden, man braucht einen Schuldner.

    Und nun kommen die Neokons und nennen die Arbeiter faul und den Staat doof.
    Ja Entschuldigung, die doofen sind die Kapitalinhaber. Die erkennen nicht, das nur der Massenmarkt die Investitionen ermöglicht, die
    Firmen dann als Schuldner vorfinanzieren können.
    Und die Berater der Zinsgewinner sind die Neokons, und die haben das ganze System überhaupt nicht verstanden.

    Just my 5 Cent

  • Holly01 - 18. Mai 2014

    Der Gipfel der geistigen Umnachtung ist ja für mich der:
    wir halten Arbeitsplätze in Deutschland indem wir Zinslasten exportieren, das wäre ja noch ok.
    Aber den Kapitalimporteuren nun vorzuwerfen, daß die nicht fähig sind dem systemischen Zerstörungspotential zu wiederstehen und das die nun schneller zusammen brechen als Deutschland, das ist eine Unverschämtheit.
    Da würde ich den Rolli Fahrer gerne einmal vor auf einer Autobahn aussetzen und ihm sagen :
    Hau rein Alter, ist ein langer Weg ……. das wäre hämlich sinnbildlich genauso fair.

  • Holly01 - 18. Mai 2014

    Bevor ich für heute Ruhe gebe ;-) ein Film der verdeutlicht, was die Neokons in der Ökonmie sind und wie man das im Verhältniss zur Marktwirkung sehen kann.
    Das ist im Vergleich wie Jonny gegenüber seinem Endkunden:

    http://www.cartoonland.de/archiv/johnny-express/

  • Rolmag - 19. Mai 2014

    Na also es geht doch vorrückwärts. Militärisch gesehen ist das die Taktik Wellingtons, der scheinbare Rückzug, der aber nur dazu dient, dass die Gegner ihre Kräfte verbrauchen.

    Das sind schon echt schlaue Köpfe in der EU-Führung aber dennoch hätte Wellington seine Gegner nicht zuvor mit den nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet, ihn zu bekämpfen und propagandistisch waren die auch einiges fitter.

    Also wenn das leicht un- bis schwachsinnig klingt, das ist die volle Absicht und hochgradig zeitgeistkompatibel.

    Diese Zonenmischung aus Hypersozialismus, Kapitalismus, Größenwahn und Irrsinn ist eine Totgeburt.

  • Asetzer - 19. Mai 2014

    Nichts für ungut, aber regenerative Energien zum Paradebeispiel für neue Investitionsmöglichkeiten zu erklären, finde ich schon etwas befremdlich. Diese Länder können sich die deutsche Subventioniererei dieser Branche wohl am wenigsten leisten, und was ohne Subventionen aus den Solarherstellern wird, sehen wir gerade, mal abgesehen davon, dass wir Deutschen mittelfristig auch noch Stabilitätsprobleme im Netz bekommen werden, wenn die Stromkonzerne die nicht rentierlichen Kraftwerke vom Netznehmen, die aber als Reservekapazitäten gebraucht werden. Dennoch eine m.M. entscheidende Fragee: In welchen Bereichen können die Krisenländer sich neue Nischen erschliessen ? Immobilien fallen für die nächsten 10 Jahre flach. Gut, es gibt den Tourismus, aber auch hier steht die Billigkonkurenz wie Türkei schon im wilden Verdrängungswettbewerb, auch die Nordafrikaner werden sich darauf stürzen, sobalddie Lage dort wieder stabiler wird. Genauso im Bereich Industrie: es gibt in Osteuropa einfach genügend billiges Arbeitskräftereservoir in einer Gegend, die für den Hauptnutzniesser dieser verlängerten Werkbank logistisch und teilweise kutlurell einfach näher liegt. Ich sehe immer noch nur eine realistische Entwicklung für diese Länder, nämlich die der DDR: Entvölkerung, dauerndes Am-Tropf-Hängen an der EU und Deutschland, starker Lohndruck nach unten dank Billigkonkurrenz.

  • Bernd Klehn - 19. Mai 2014

    Nur, was waren das für Investionen zwischen 1995 und 2007 in den Krisenländern? Jedenfalls keine, die in der Produktivität , den Kapitalstock, das Exportvolumen und die Verbesserung der Leistungsbilanz gelandet sind. Im Gegenteil zwischen 1995 und 2007 ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Krisenländer erheblich abgesackt und nur deren Verbesserung ist der Zweck. von Investionen in die Zukunft. Die BIP-Steigerungen, das Investionsvolumen und die geringen Staatsschulden, z.B. in Spanien und Irland haben bei den Volkswirten vor der Krise zu völlig falschen Schlussfolgerungern über den Zustand dieser Volkswirtschaften geführt. Der richtige Maßstab für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschafts sind halt Nettoauslandsschulden und Leistungsbilanzen, die sich merkwüridigerweise vom Investionsvolumen entkoppelt haben, kurzum es ist zwar investiert worden, aber halt fehlinvestiert und dieses gilt es zukünftig vordringlich zu verhindern. Deswegen muss jede Investion in diesen Ländern nachweisen , dass sie Wettbeberbsfähigkeit, die Leistungsbilanz und die Nettoauslandsschulden verbessern.

    • Querschuss - 19. Mai 2014

      Hallo Bernd,
      das steht außer Frage, nur es wird eben auch nicht besser mit aktuell negativen Nettoinvestitionen :) sondern wenn nur mit Ausrüstungsinvestitionen, in neue, bessere Produktionsanlagen, Maschinen usw., die in einer Produktion von handelbaren Waren und Güter münden, um eben die Nettoauslandsschulden überhaupt abbauen zu können. Dies ist hier im Blog schon seit Jahren erarbeiteter Status Quo, ohne das alles jedes mal detailliert neu aufgearbeitet wird, auch nicht in diesem Gastbeitrag.
      Ändern an der Realität tut es eh alles nichts, denn die Wirtschafts- und Finanzpolitik richtet sich nun mal nicht an Querschuesse aus :)

      Gruß Steffen