EZB senkt Leitzins auf Null Prozent

von am 11. März 2016 in Allgemein

Die EZB senkte gestern erneut den Leitzins, nun auf Null Prozent, dies ist der Zins zu dem sich Banken beim Eurosystem Zentralbankgeld leihen können. Der Einlagezins beim Eurosystem wurde auf -0,4% gesenkt, die Banken müssen für ihre Zentralbankgeldeinlagen beim Eurosystem mittlerweile einen spürbaren Strafzins zahlen. Außerdem wurde eine Ausweitung der unkonventionellen lockeren Geldpolitik beschlossen, die NZBs im Euroraum werden jetzt bis zu 80 Mrd. Euro im Monat an Wertpapieren aufkaufen, primär Staatsanleihen, aber auch zusätzlich Unternehmensanleihen. Ab Juni 2016 soll es vier gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (GLRG II) geben, die jeweils eine Laufzeit von vier Jahren haben. Wahrscheinlich zu einem negativen Zins, die EZB kündigte für diese Refinanzierungsgeschäfte eine Untergrenze für die Konditionen der Mittelaufnahme von -0,4% an. Bisher hat die EZB die Ziele der Geldpolitik verfehlt, die eingesetzten geldpolitischen Mittel wirkten nicht bzw. nur bedingt, …aber wenn diese Medizin nicht hilft muss man einfach immer wieder die Dosis erhöhen, so simpel scheinen die hoffnungslos verlorenen Strategen in der Geldzentrale der Eurozone gestrickt zu sein. Klar ist, das diese Gelddoping-Dosen und das die Aufnahme von Kapital und das damit verbundene Risiko keinen Preis (Zins) mehr hat, zu Verzerrungen führt, auch auf der anderen Seite, die der Sparer, der Geldanlagen und der Altersvorsorge. Das was Schuldner potentiell an Vorteilen erfahren, verlieren die Sparer (finanzielle Repression).

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