Globale Vermögenskonzentration in den Krisenjahren 2008-2015 (Teil 2): Die Notenbanken, das Finanzmarktcasino und die Reichsten

von am 2. Februar 2016 in Allgemein

George Soros macht mit einer neuen Währungswette von sich reden. (1) Dieses Mal setzt er auf eine Abwertung des chinesischen Yuan. Aber er ist nicht allein damit. Eine ganze Reihe von Hedgefonds soll den Yuan ebenfalls „geshortet“ haben. (2) Doch Soros wettet zugleich auch auf einen Einbruch des amerikanischen Aktienmarktes.

Für die Privatvermögen in den USA und China, die – wie in Teil 1 festgestellt – die großen Gewinner der Krisenjahre 2008-2015 waren, sind das potenziell äußerst schlechte Nachrichten. Denn gehen die Wetten auf, dann dürfte das gleichbedeutend mit einem schweren Schlag insbesondere für die Privatvermögen in China und in den USA sein. Wie gewonnen, so zerronnen – das wäre dann aber beinahe noch eine gute Nachricht. Denn ein großer Absturz der beiden größten Volkswirtschaften der Welt oder zumindest von deren Börsen könnte die Privatvermögen durchaus weit unter das Krisenniveau von 2008/2009 abschmelzen.

Es lohnt deswegen ein Blick darauf, wie sich in den Top-10-Ländern das finanzielle Privatvermögen, untergliedert nach Anlageklassen sowie das nicht-finanzielle Privatvermögen und die privaten Schulden im Zeitraum 2008-2015 entwickelt haben oder mit anderen Worten, wo eigentlich wie viel auf dem Spiel steht.

Internationale Standards für die Erstellung von Vermögensbilanzen

Die Berechnungen des Vermögens der privaten Haushalte im Global Wealth Databook 2015 der Credit Suisse (3) folgen internationalen Standards. Diese wurden im von den Vereinten Nationen (UN), dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank, der Europäischen Kommission und der OECD gemeinsam entwickelten „System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen“ („System of National Accounts“ (SNA2008) (4)) festgelegt.

Die Europäische Union hat wiederum ein eigenes „Europäisches System Volkswirtschaft-licher Gesamtrechnungen“, das zum Teil andere Definitionen verwendet als das SNA2008 und zusätzliche Differenzierungen vorsieht, um den Besonderheiten auf europäischer Ebene besser gerecht werden zu können. Gleichwohl stimmt es im Wesentlichen mit den Standards des SNA2008 überein und stellt so die internationale Vergleichbarkeit der Daten sicher. Ab September 2014 ist auf europäischer Ebene die überarbeitete Fassung der europäischen Standards („European System of Accounts“ (ESA 2010) (5)) maßgeblich.

Aus der Addition von finanziellem und nicht-finanziellem Privatvermögen (das insbesondere Immobilien und Land umfasst) abzüglich der privaten Schulden ergibt sich das Netto-Privatvermögen. Wenn also im Global Wealth Databook der Credit Suisse und hier im Aufsatz vom „Privatvermögen“ die Rede ist, dann ist damit immer das Netto-Privatvermögen gemeint.

Die größten Gewinne der Krisenjahre sind beim finanziellen Privatvermögen angefallen

Abbildung 8 zeigt, alle Komponenten der Privatvermögens-Entwicklung in den Top-9-Ländern, also finanzielles, nicht-finanzielles Vermögen und privaten Schulden und zwar um wie viel sie sich – in Billionen US-Dollar ausgedrückt – von 2008 bis 2015 jeweils verändert haben. Es ergibt sich ein beeindruckendes Bild.

SLE 08_CS_Veränd Finanz,nicht-finanz Vermög,priv Schulden Top-9-Länder 2008-2015Abbildung 8

Unschwer zu erkennen ist, dass sich in den reichsten neun Ländern beim finanziellen Privatvermögen am meisten bewegt hat. Zusammengerechnet hat es sich in den letzten sieben Jahren seit der Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise um 40,98 Billionen Dollar vergrößert. Verringert hat es sich insbesondere in Japan, aber auch in Italien und Deutschland. Den größten absoluten Zuwachs hat es mit großem Abstand in den USA gegeben, gefolgt von China und Großbritannien.

Das nicht-finanzielle Privatvermögen hat sich in diesen drei Ländern zwar ebenfalls deutlich vergrößert. Aber bei weitem nicht so stark wie das finanzielle Privatvermögen. Auf der anderen Seite sind, wie aus Abbildung 8 zu ersehen ist, die Verluste beim nicht-finanziellen Vermögen in den Verliererstaaten Japan, Italien, Deutschland und Frankreich stärker ausgeprägt als beim finanziellen Vermögen.

Die privaten Schulden haben sich im betrachteten Zeitraum in jenen Ländern mit ausgeprägten Gewinnen beim finanziellen und nicht-finanziellen Vermögen vergrößert – besonders stark in China.

Was jedoch ergänzend berücksichtigt werden muss, ist, dass Währungseffekte im Falle Japans und der Euro-Länder natürlich eine Rolle spielen. Denn sowohl der Yen als auch der Euro haben im betrachteten Zeitraum gegenüber dem US-Dollar abgewertet und das Privatvermögen wird im Credit Suisse Databook für alle Länder in US-Dollar ermittelt.

Zeigt Abbildung 8 die in Geldbeträgen ausgedrückten Veränderungen, so sind in der nachfolgenden Abbildung 9 die absoluten Geldbeträge für alle neun Länder jeweils für die Jahre 2008 und 2009 ausgewiesen.

SLE 09_CS_Finanz,nicht-finanz Vermög,priv Schulden Top-9-Länder 2008+2015Abbildung 9

Damit wird das Niveau des privaten Vermögens und der privaten Schulden in den reichsten neun Ländern der Welt deutlich. Zwar hat es, wie zuvor gezeigt, bei der privaten Verschuldung in China betragsmäßig die größte Veränderung gegeben. Allerdings liegt es damit immer noch deutlich unter dem Verschuldungsniveau in Japan und Großbritannien und nur geringfügig über dem in Deutschland.

Die USA sind allerdings auch in dieser Kategorie Weltmeister. Am privaten Schuldenstand hat sich dort zwischen 2008 und 2015 nur wenig geändert. Wichtig zu bemerken ist jedoch ebenso das schon im Jahr 2008 extrem hohe Niveau des finanziellen Privatvermögens in den Vereinigten Staaten. In China wiederum hat sich das finanzielle Privatvermögen mehr als verdoppelt.

Dies zeigt, wie stark die Vermögen in diesen beiden Ländern negativ betroffen wären, wenn die Wetten von Soros und verschiedenen Hedgefonds aufgingen. Das untermauert speziell im Falle der USA auch die Entwicklung in den verschiedenen Anlageklassen. Für China werden dazu im Global Wealth Databook der Credit Suisse leider keine Daten ausgewiesen.

Steigerungen beim finanziellen Vermögen nach Anlageklassen

Was die Differenzierung des finanziellen Privatvermögens nach Anlageklassen anbelangt, so gibt es dazu in den oben angesprochenen internationalen und europäischen Standards ebenfalls entsprechende Festlegungen, an denen sich die Credit Suisse im Global Wealth Databook orientiert. Unterschieden werden dort bei der Analyse der Zusammensetzung der Portfolios der privaten Haushalte drei Kategorien:

  • liquides Vermögen (Bargeld und Einlagen),
  • Aktien und andere Beteiligungen bzw. Anteilsrechte (u.a. Genussscheine, Investmentzertifikate) und
  • sonstiges finanzielles Vermögen (alle übrigen Wertpapiere sowie das in privaten Versicherungen und Pensionsfonds gebundene Privatvermögen).

Abbildung 10 zeigt für die Top-9-Länder – mit Ausnahme von China – jeweils den Vermögensstand in den Anlageklassen im Jahr 2008 und 2014. Zur besseren Orientierung sind dazu zusätzlich auch das finanzielle sowie das nicht-finanzielle Privatvermögen in den beiden Jahren ausgewiesen. Die Summe aus liquiden Mitteln, Aktien und Beteiligungen sowie sonstigem finanziellen Vermögen ergibt jeweils das finanzielle Privatvermögen.

SLE 10_CS_Finanz Privatvermögen nach Anlageklassen Top-9-Länder 2008 und 2014Abbildung 10

Unschwer zu erkennen ist, dass es in keinem der betrachteten acht Länder eine so starke Vergrößerung des Vermögens in allen Anlageklassen gegeben hat wie in den USA. Vor allem aber sticht hervor, dass die starke Erhöhung des finanziellen Privatvermögens dort vor allem auf die Steigerungen bei Aktien und Beteiligungen sowie beim sonstigen finanziellen Vermögen zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise gleichmäßig stark gestiegen ist das Vermögen in diesen beiden Anlageklassen nur noch in Kanada – allerdings auf einem viel niedrigeren Niveau.

In Australien sowie insbesondere in Großbritannien wiederum basiert der Anstieg beim finanziellen Privatvermögen besonders auf der Vergrößerung des sonstigen finanziellen Vermögens und weit weniger auf Steigerungen beim Vermögen aus Aktien und Beteiligungen.

Bezogen auf die USA lässt sich zudem feststellen, dass es nirgendwo sonst eine derart signifikante Vergrößerung des Vermögens im Bereich Aktien und Beteiligungen gegeben hat. Das veranschaulicht auch die Abbildung 11, in der die betragsmäßigen Veränderungen im Zeitraum 2008-2014 abgetragen sind. Und auch wenn für China diesbezüglich keine Daten vorliegen, ist anzunehmen, dass der Anstieg beim finanziellen Privatvermögen dort ebenso vor allem auf Steigerungen entweder beim Vermögen aus Aktien und Beteiligungen oder beim sonstigen finanziellen Vermögen oder auf Steigerungen in beiden Klassen zurückzuführen ist.

SLE 11_CS_Veränd finanz Privatvermögen nach Anlageklassen Top-9-Länder 2008-2014Abbildung 11

Das verdeutlicht, wie exponiert das Privatvermögen speziell in den USA gegenüber Entwicklungen ist, die die Aktienmärkte und/oder die Anleihenmärkte schwer in Mitleidenschaft ziehen würden. Dass sich in beiden Bereichen Risiken aufgebaut haben, kann kaum noch ernsthaft bestritten werden. Das liegt vor allem auch an der extrem lockeren Geldpolitik der Notenbanken seit 2008. Aber ebenso an der teils stark gestiegenen Verschuldung bei zugleich – wie etwa im Falle Japans, aber jetzt verstärkt auch wieder in den USA – unsicheren oder, wie insbesondere im Falle Chinas, sogar abwärts gerichteten wirtschaftlichen Perspektiven.

Bedenkt man, dass die Stabilität der globalen Finanzmärkte seit der Krise von 2008/2009 letztlich auf der lockeren Geldpolitik der Notenbanken und die der globalen Wirtschaft auf der starken Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft beruhte, dann lässt sich die Doppel-Wette von George Soros auf einen Absturz des Yuan und der US-Aktienmärkte zumindest sehr gut nachvollziehen.

Denn einmal bestehen angesichts der immer wieder stark schwankenden Aktienmärkte Chinas, aber unter anderem auch wegen des überraschenden Schritts der Bank of Japan, Strafzinsen zu erheben, inzwischen zunehmend Sorgen hinsichtlich der Fähigkeit der Notenbanken, die Stabilität der Finanzmärkte zu bewahren. (6) Zweitens gehen die Turbulenzen in und wegen China im Kern auf die großen Unsicherheiten bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung dort zurück oder hängen genauer gesagt an der Frage, wie gut oder schlecht es um Chinas Wirtschaft wirklich bestellt ist. Denn nicht wenige haben Zweifel an der Verlässlichkeit der offiziellen Daten.

Ob und inwieweit diese Zweifel berechtigt sind, ist letztlich nicht entscheidend. Allein die Existenz und Eigendynamik dieser Zweifel kann ausreichen, um Börsen einbrechen zu lassen und reale wirtschaftliche sowie vor allem auch finanzielle Folgen zu verursachen.

Während George Soros sein Milliardenvermögen weiter vergrößern dürfte, wenn er seine Wetten gewinnt, könnte sich die Schere zwischen Arm und Reich in diesem Fall jedoch weltweit schlagartig wieder ein ganzes Stück weit schließen.

Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet

Einstweilen ist jedoch festzustellen, dass die Ungleichheit speziell in den letzten Jahren in Indien, China, im asiatisch-pazifischen Raum sowie geringfügig auch in Nordamerika gestiegen ist. Wie die Abbildung 12 weiter zeigt, ist der Anteil der unteren 60 Prozent der Vermögenspyramide in den differenzierten Weltregionen zwar nur teilweise weiter gefallen. Der Anteil der oberen zehn Prozent ist hingegen mit Ausnahme von Afrika überall gestiegen. Das deutet auf einen verstärkten Konzentrationsprozess an der Spitze zu Lasten der Gruppe der oberen 60-90 Prozent hin.

SLE 12_CS_Vermögensverteilung Weltregionen_Top10 Bottom60_2010-2015Abbildung 12

Wichtig zu bemerken ist in diesem Zusammenhang, dass die Weltregion „Europa“ hier nicht identisch mit der Europäischen Union ist, sondern mit der geografischen Definition Europas.

Differenzierter ist das Bild auf der Ebene der zehn reichsten Länder. Abbildung 13 zeigt die Entwicklung des Anteils der unteren 60 Prozent im Vergleich zu der des Anteils der oberen zehn Prozent im Zeitraum 2010-2015.

Stark vergrößert hat sich die Ungleichheit in Italien, Japan, China und Spanien. Vergrößert hat sie sich auch in Australien, allerdings nicht so stark. Kaum verändert hat sich die Ungleichheit lediglich in Kanada. Frankreich ist unter den Top-10-Ländern das einzige Land, in dem sie sich verringert hat. In den USA, Deutschland und Großbritannien hat sich zuletzt der Anteil der unteren 60 Prozent kaum verändert. Der Anteil der oberen zehn Prozent hat sich dort indes jeweils weiter vergrößert.

Hervorzuheben ist, dass die USA und Deutschland jene Top-10-Länder mit dem geringsten Vermögensanteil der unteren 60 Prozent sind. Die USA sind darüber hinaus auch Spitzenreiter beim Vermögensanteil der oberen zehn Prozent – vor China und Deutschland.

SLE 13_CS_Vermögensverteilung Top-10-Länder_Top10 vs Bottom60_2011-2015Abbildung 13

Die hohe Vermögenskonzentration kommt noch stärker zum Ausdruck, wenn man die Vermögensanteile des obersten ein Prozent und der unteren 90 Prozent grafisch vergleichend abbildet, was für die Weltregionen in Abbildung 14 geschehen ist.

In Afrika, Indien und im asiatisch-pazifischen Raum ist die Vermögenskonzentration extrem hoch. Sehr hoch ist sie allerdings auch in Latein- und Nordamerika. Die geringste Konzentration ergibt sich auf dieser Betrachtungsebene für Europa. Allerdings spricht es auch in diesem Fall für sich, dass die oberen ein Prozent der Vermögenspyramide immer noch über knapp mehr verfügen als die 90 Prozent der unteren Hälfte – Tendenz klar steigend.

SLE 14_CS_Vermögensverteilung Weltregionen_Top1 Bottom90_2010-2015Abbildung 14

Festzustellen ist, dass sich der Vermögensanteil der oberen ein Prozent im Zeitraum 2010-2015 in ausnahmslos allen Weltregionen vergrößert hat.

Auf der Ebene der reichsten zehn Länder kommen bei dieser Betrachtung die unteren 90 Prozent besser weg, wie ein Blick auf Abbildung 15 klar macht. In Japan, Australien, Italien, Großbritannien und Frankreich ist der Anteil der unteren 90 Prozent von 2010 bis 2015 zwar überall gesunken, liegt aber in allen Fällen bei über 45 Prozent, in Japan sogar bei über 50 Prozent. In Spanien ist er hingegen auf unter 45 Prozent gefallen, in Deutschland nähert er sich der 35-Prozent-Marke und in den USA lag der Vermögensanteil der unteren 90 Prozent sogar nur noch bei knapp über 24 Prozent.

Spitzenreiter beim Anteil der oberen ein Prozent am gesamten Privatvermögen des jeweiligen Landes war 2015 interessanterweise China, dicht gefolgt von den USA, auch wenn er dort von 2014 auf 2015 um einen Prozentpunkt auf gut 37 Prozent gefallen ist.

Die Vermögenskonzentration an der Spitze setzt sich folglich fort. Diese Aussage lässt sich für alle Top-10-Länder halten. Denn mit Ausnahme von Frankreich war der Vermögensanteil der oberen ein Prozent 2015 in allen Ländern größer und jener der unteren 90 Prozent kleiner als im Jahr 2011.

SLE 15_CS_Vermögensverteilung Top-10-Länder_Top1 vs Bottom90_2011-2015Abbildung 15

Wie stark die Vermögenskonzentration gestiegen ist, verdeutlicht ferner eine zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum von Davos vorgestellte Analyse von Oxfam. (7) Die aus dem entsprechenden Oxfam-Report entnommene Abbildung (siehe Abbildung 16) zeigt dies.

SLE 16_Oxfam_Wealth of 62 richest individuals vs poorest half of the world 2000-2015Abbildung 16

Lediglich unterbrochen von der Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise ist das zusammengerechnete Privatvermögen der weltweit reichsten 62 Personen bis zuletzt so stark gestiegen, dass es nunmehr den Anteil der ärmsten 50 Prozent der Welt am globalen Privatvermögen übersteigt.

Die wachsende Ungleichheit ist ein Symptom und ein Alarmsignal für eine schwere systemische Krise

Damit kein Missverständnis aufkommt: Es geht hier nicht in erster Linie um eine moralisch begründete Gerechtigkeit in dem Sinne, dass man den Reichen wegnehmen und den Milliarden von Armen geben müsse, beispielsweise durch Vermögenssteuern. Vielmehr ist diese Entwicklung sowie das erreichte Ausmaß an Ungleichheit ein Ergebnis völlig aus dem Ruder gelaufener globaler Märkte.

Denn deren Strukturen sprich hohen Unternehmenskonzentrationsgrade zementieren Besitzstände und vergrößern Ungleichgewichte anstatt sie – wie von der herrschenden liberal-neoklassischen ökonomischen Lehre behauptet – immer wieder von selbst auszugleichen, in ein Gleichgewicht zu bringen, sofern man die Märkte frei lässt. Die oft für die heutige reale Form von Marktwirtschaft fälschlich immer noch vorgebrachte Postulat, Leistung müsse sich lohnen und die Märkte frei zu lassen, sei ein Garant dafür, ist angesichts dessen nichts anderes als blanker Zynismus. Denn derart hochkonzentrierte Märkte belohnen offensichtlich nicht die bessere Leistung, sondern schlicht die finanziell Stärksten. Sie sind der Motor, der diese Ungleichheit und Ungleichgewichte produziert und weiter steigert bis er an die Grenzen seiner Belastbarkeit stößt.

Die globale Wirtschaft ist heute und – nimmt man die Vermögensungleichheit einmal als lediglich einen Maßstab – schon seit vielen Jahren gleichbedeutend mit der Verschwendung und Unterdrückung von Fähigkeiten, die für die Entwicklung derselben von unschätzbarem Wert wären. Es ist ein Opfer, das Notenbanken und Regierungen offenbar bereitwillig erbringen, indem sie die wirtschaftlichen und marktlichen Gegebenheiten zu erhalten trachten anstatt sie zu verändern, um einen echten, fairen Leistungswettbewerb und eine neue, dynamische Stabilität der Märkte wiederherzustellen. Dann würde sich auch die Ungleichheit wieder reduzieren.

Die auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich ist so betrachtet nur eines von vielen Symptomen für die tiefschürfende Krise des über die Jahrzehnte mutierten Systems der westlichen Marktwirtschaft. Wird das bei den Entscheidern gesehen? Nein, offensichtlich nicht.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

 

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19 KommentareKommentieren

  • AF - 2. Februar 2016

    Sehr geehrter Herr Eichner,

    Sie gehen bei der zunehmenden Geldkonzentration nicht auf auf das Geldsystem ein, sondern schreiben … indem sie die wirtschaftlichen und marktlichen Gegebenheiten … Ich bin der Meinung, dass die Geldkonzentration die Ursache im verzinslichen Geldsystem hat (aufgrund der Expotentialfunktion). Wie sehen Sie das?

    Beste Grüße

    AF

    • SLE - 3. Februar 2016

      Hallo AF,

      ich sehe es nicht so. Bedenken Sie bitte, dass gerade der Finanzsektor von nur wenigen, sehr groen Spielern dominiert wird. Beispielsweise werden nach wie vor etwa 95 Prozent des amerikanischen Derivatehandels von nur 5 großen (US-)Bankenholdings beherrscht und der amerikanische Derivatehandel macht grob gerechnet etwa 35 Prozent des globalen Derivatehandels aus.

      Das heißt, die Gewinne aus Finanzmarktgeschäften fließen zu nur wenigen großen Spielern und es ist wohl auch durchaus so, dass die großen Spieler bei diesen Geschäften prinzipiell die besseren gewinnchancen haben. Denken Sie etwa an den Hochfrequenzhandel, in dem nur die Institution gewinnen kann, die sich ultrateure Rechner leisten kann. Und wenn es mit regulären Mitteln nicht funktioniert, dann wird manipuliert. Denken Sie an die vielen Manipulationsskandale, in die immer wieder nur dieselben Großbanken verwickelt gewesen sind. Denken Sie auch daran, wie einseitig genau diese Konzerne von der Politik geschützt und im Zweifel eben auch gerettet werden. Man erklärt si kurzer Hand für systemrelevant. Sie vergeben auf unverantwortliche Weise Großkredite und werden im Ernstfall von den Regierungen gerettet.

      Die Großbanken sind nicht systemrelevant, sondern die Ursache der anhaltenden Instabilität des Finanzsektors. Die Marktstruktur, das heißt der hohe Konzentrationsgrad speziell des Bankensektors und die oben skizzerten Verhältnisse sorgen dafür, dass im Wettbewerb auf diesen Märkten – wenn man es überhaupt noch Wettbewerb nennen kann – immer nur dieselben gewinnen können. Es kommt zu keinerlei Ausgleich, zu keinerlei Balance mehr. Das Ganze ist wie eine schiefe Ebene, in der sich die Ungleichgewichte und etwa auch die Verschuldung auf seiten der Verlierer immer nur weiter vergrößern kann.

      Bei einem kleinteiliger strukturierten globalen Bankensektor mit vielen kleineren Teilnehmern gäbe es die Probleme, die wir heute haben bei Beibehaltung des verzinslichen Geldsystems m.E. nicht.

      Grüße
      SLE

  • JL - 2. Februar 2016

    Soros ist ein Spekulant. Und wo fühlen sich Spekulanten am wohlsten- ja klar, in spekulativen Märkten.

    Und genau diese spekulativen Märkte haben wir heute und jetzt. Nichts mehr mit freier Marktwirtschaft eines Ludwig Erhards. Nichts mehr mit „Selbstregulierung“ und Risikohaftung.

    Die Politik schafft Marktungleichgewichte (einheitlicher Marktraum unterschiedlich entwickelter Wirtschaften), Wettbewerbsverzerrungen (Subventionierungen) und Bevorzugungen (EEG) oder auch Verbote (Glühbirnen) zum Vorteil Dritter.

    Dazu gesellen sich Notenbanken die sich irgendetwas einfallen lassen und nicht nur damit Geldmengen erhöhen, sondern Geldströme zu Lasten anderer umleiten.

    Diese enormen Marktverzerrungen sind das Ergebnis von zuvor extrem angehäufter Machtfülle unter dem Aspekt weiterer Gewinneintreibungen aber auch eines möglichen Machtverlustes. Und die FED betreibt letztlich keine Fiskalpolitik zugunsten der US- Wirtschaft, sondern einen monetären Krieg gegen die aufmüpfigen BRICS und Schwellenländer. Hier gibt es also ein Ringen um die zukünftige Finanzwelt.

    Bisher haben die bisher eher schwach realwirtschaftlich glänzenden Briten und Amerikaner die höchsten Zuwächse bei den Einkommen erzielt. Das wiederum kann nur über die Finanzmärkte erfolgt sein, nicht wie bei den Chinesen über die Realwirtschaft.

    Diese finanzielle Kolonialmacht gilt es aufzubrechen- und genau das versucht man gegenwärtig.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • paernu - 3. Februar 2016

      @JL

      ich kann hier vorhergehenden Ausführung weitesgehend zustimmen, allerdings wie kommen Sie zu

      “Diese finanzielle Kolonialmacht gilt es aufzubrechen- und genau das versucht man gegenwärtig.”

      ????

      Das würde mich mal interessieren, wie Sie dazu kommen, dass das derzeit versucht wird? Das Gegenteil ist meiner Meinung nach der Fall. Hedgefonds, Private Equity ist wie wahnsinnig derzeit mit viel Geld unterwegs und dabei in Sachwerte egal welcher Art zu tauschen.

      Am Ende ist es egal, ob ein Superreicher 50%, 30% oder 10% seines Vermögens erhält. Seine Ausgangsposition für den nächsten Zyklus ist erstklassig, gegenüber denjeningen die wenig haben und dann 50%, 30% oder 10% von ein bisschen behalten.

      Die finanzielle Kolonialmacht bringt sich nur in die entsprechende Ausgangsposition und ihre Lakaien in Politik und Institutionen unterstützen sie dabei.

      • JL - 3. Februar 2016

        Hallo paernu

        Wenn man sich die gegenwärtigen Entwicklungen auf den Finanzmärkten ansieht, liegt der Trend voll in der Abwendung vom Dollar. Immer mehr Länder favorisieren den zwischenstaatlichen Handel mit ihren Währungen, etwas was vor sagen wir mal zehn Jahren unmöglich schien.

        Der größte Rückschlag ist jedoch die Einführung von AIIB als Gegenstück zum IWF. Der IWF ist neben der FED die Finanzkeule der Amerikaner. Diese Truppe ist in der Lage ganze Länder in den Ausverkauf zu treiben- und das Seit Jahrzehnten.

        AIIB dagegen soll dagegen als eine echte Entwicklungsbank fungieren. Der Hintergrund ist zum einen die Entwicklung von Märkten unter dem Aspekt eines neu entstehenden Marktraumes. Andererseits soll dort der Dollar ausgeblendet bleiben um Marktschwankungen oder gar Turbolenzen durch die Entscheidungen der FED zu vermeiden.

        Damit dürfte sich der Dollar langfristig als Weltleitwährung erübrigen, die FED und der IWF ihre globale finanzielle Monopolstellung verlieren und der Einfluß der westlichen Welt auf den neu geformten Wirtschaftsraum gegen Null tendieren.

        Das hier gegenwärtig alles an Geschossen aufgefahren wird um den Yuan und den Rubel zu zerstören ist die logische Reaktion auf diese Entwicklung.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

      • Stepe - 3. Februar 2016

        Hier noch eine etwas ältere Dokumentation, die aufzeigt wie viel Kapital doch noch in die “Real-wirtschaft” fließt. Allerdings keine Attraktivität bei Europäischen “Anlegern” die alle drei Monate ihre Koupons wollen.

        https://www.youtube.com/watch?v=c1aDoGMMf-4

        • sadoma - 3. Februar 2016

          Hallo Stepe,

          das Team “Finanz-Spieler China” bereitet sich halt schon jetzt auf den Spielabbruch vor. Nur wer beim Neustart im Besitz der besten Küchen ist kann auch die gefragtesten Kuchen backen.

          “China bietet 43 Milliarden Dollar für Schweizer Konzern Syngenta”
          http://www.spiegel.de/wirtschaft/

        • JL - 4. Februar 2016

          Hallo Stepe

          Sie haben eigentlich diese grundlegende Frage nochmals dargestellt.

          Und die lautet: Wer investiert warum in was?

          Man kann in Aktien investieren, man kann auch in das Militär investieren, man kann auch in Kanäle, also Wirtschafts- und damit Lebensadern investieren.

          Man kann überall einen Sack Reis in Afrika aus einen Transporter fallen lassen oder das Geld für zukünftige regionale Selbstversorgungen investieren. Für Investoren hierzulande stellt sich aber nicht die Frage nach der Zukunft- alles entscheidend ist Rendite. Zukunft und Boni schließen sich gegenseitig aus- ist leider so.

          Solang der abgeworfene Sack Reis (alias Investments, Aktien, Anleihen) mehr Gewinn verspricht als eine mögliche Selbstversorgung (Entwicklung), solang gibt es eben jede Woche einen Sack Reis.

          In der westlichen Welt ist Zukunft mittlerweile zu einem erfolgsorientierten Tagesgeschäft verkommen.

          Mit freundlichen Grüßen

          JL

  • sadoma - 3. Februar 2016

    Die Finanzwelt führt im immerwährenden System (ich nenne es lieber Spiel) 5:1 und steht kurz davor die Realwelt durch selbstzerstörischen Spielabruch zur Spielaufgabe zu zwingen. Der Schiedsrichter ist übrigens gekauft und hofft nach dem Spielende bei dem Sieger als Berater angestellt zu werden.

  • paernu - 3. Februar 2016

    @sadoma,
    das hat sich jetzt überschnitten. :)

    Im Prinzip die gleiche Aussage zu JL

  • Georg Trappe - 4. Februar 2016

    Nun melden sich die, die Gottes Werk verrichten mal wieder zu Wort:

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-02-03/goldman-sachs-says-it-may-be-forced-to-fundamentally-question-how-capitalism-is-working

    “Goldman wrote: “We are always wary of guiding for mean reversion. But, if we are wrong and high margins manage to endure for the next few years (particularly when global demand growth is below trend), there are broader questions to be asked about the efficacy of capitalism.””

  • Georg Trappe - 5. Februar 2016

    WSJ: The Hottest Idea in Finance: Capital Controls Are Good
    Long shunned by economists, controls gain support as a way to cope with destabilizing investment flows
    http://www.wsj.com/articles/the-hottest-idea-in-finance-capital-controls-are-good-1454581800

    Geht da solangsam einigen ein Licht an?

  • Basisdemokrat - 7. Februar 2016

    “China macht den Aristoteles ”
    Eine Podiumsdiskussion am 2. Februar 2016 mit
    Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank und
    Prof. Dr. Rudolf Hickel, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bremen.
    Moderation: Prof. Dr. Sönke Hundt, Hochschule Bremen.
    https://www.youtube.com/watch?v=k90lOkmqwGA

  • JL - 10. Februar 2016

    Hallo Basisdemokrat

    Haben Sie sich schon mal Gedanken über die Rolle von Aktiengesellschaften (AGs) gemacht?

    Sprich, was war/ ist eine AG in Vergangenheit und Gegenwart und was hat es mit Verschuldung zu tun.

    Vielleicht werden Sie eine treffendere Antwort parat haben als ich. :-)

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Basisdemokrat - 10. Februar 2016

      Hallo JL
      Die Menschen selbst sind zu einer Art Aktie verkommen – wenigstens der Teil, der seine Haut zu Markte tragen muss. Ihr Wert steigt oder fällt mit Angebot und Nachfrage.

      Ich bin ein Gründer froh und frisch,
      schon heute setz ich mich zu Tisch
      als dürft´ ich weiter mich nicht quälen
      als meine Zinsen nur zu zählen.

      Gottlob, ich weiß mir selber Rat,
      nichts soll mich kümmern Stadt noch Staat:
      Dem Gründerleben treu ergeben
      Verschaff´ ich mir ein würdig Leben.

      Was gehet DAS Verdienst mich an ?
      Nur DER Verdienst ist noch mein Mann:
      Ich will mir flechten selbst zum Lohne
      aus Aktien eine Bürgerkrone.

      Oktober 1873
      http://www.von-fallersleben.de/fallerslebentexte-cat-21-3.html

      Von der Tulpenspekulation über den Eisenbahnboom bis zur Ich-AG repräsentieren diese Funktionseinheiten den inneren Grundwiderspruch des Kapitalismus.
      Der Wert einer Ware kann sich (vorübergehend) dem realen Wert gegenüber verselbstständigen – bis zum “Krach”.
      Wären die Dividende den Unternehmenserfolg repräsentiert, ist der Kurswert die Spekulation auf die Zukunft und wird bei Erfolg noch einmal mit der dann fälligen Dividende “belohnt”.
      (frei nach Marx).
      Die Aufspaltung in Realwirtschaft (Warenproduktion) und Zinserträge bringendes Geld (Kapital) spaltet sich wiederum auf in eine neue Form der Betriebswirtschaft: Funktionslose Eigentümer und Management. Die Frage die sich mir stellt ist. Wie kann die Gesellschaft demokratisch darauf Einfluss nehmen ihre eigene Strangulation zu verhindern.

      Während früher der Unternehmer im Fordergrund stand, übernimmt heute immer mehr das Management das Ruder. in wessen Diensten kann sich jeder selbst ausmalen. Und hier schließt sich der Kreis zu Thema Vermögenskonzentration.

      Gruß BD
      …im Moment interessiert mich gerade mehr was die Friedensbewegung so umtreibt – mal reinhören: https://youtu.be/PA3N0gZDp0M

      • JL - 10. Februar 2016

        Hallo Basisdemokrat

        Was Sie geschrieben haben könnte ich jederzeit unterschreiben.
        Ergänzend möchte ich auf fehlende Entwicklungs- und Innovationsausrichtungen hinweisen, zusätzlich zu den fehlenden Ausbildungsfähigkeiten. Entwicklungen werden- mittlerweile üblich- über Startups angestoßen und anschließend „Eingekauft“- das ist billiger.

        Da zudem immer mehr Produktionslinien ausgelagert werden, sind Großunternehmen zunehmend nur noch Namenshülsen die ihren Kreditverpflichtungen nachkommen müssen. Man schätzt- laut Professor Bernd Senf- den Anteil der (Fremd)Finanzierungskosten auf den Preis eines Endproduktes mittlerweile auf durchschnittlich 30% bis 40%.
        Das Ergebnis dessen bekommt jetzt Sharp präsentiert:

        http://finanzmarktwelt.de/der-grosse-wandel-auftragsfertiger-kauft-wohl-ehemaligen-elektronikriesen-26929/

        Dies bedeutet, daß große Unternehmen je nach Kapitalverhältnissen. unabhängig vom Sitz der Firma- ausgerichtet werden und somit auch entgegen nationaler Interessen agieren können und dies auch tun.

        Das wiederum bedeutet, daß bei zunehmenden Kostendruck in Zukunft bisher gewachsene Industriestandorte ohne Skrupel eigestampft werden- Siehe England, Dortmund, Detroit…

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

        PS: Friedensbewegungen sind ausgezeichnet, sofern sie frei von Ideologien sind- alles andere ist Politik.

  • Basisdemokrat - 11. Februar 2016

    Hallo JL
    Ein sehr interessanter Vorgang über den es sich sicher lohnt nachzudenken, ob es hier um etwas Grundsätzlicheres als um das sich behaupten am Markt sprich Marktanteile geht, um Zugang zu den Abnehmern, Rechten und Standards. Foxonn hat ja zusammen mit Media/Saturn versucht sich den Chinesischen Markt zu erschließen. Was aber vor ein paar Jahren wieder eingestampft wurde.
    http://www.firmenpresse.de/pressinfo298396.html
    http://german.china.org.cn/business/txt/2013-03/01/content_28096829.htm

    Hat Sharp sich durch die diversen Auslagerungen seiner Subsistenz beraubt?
    In Wechselwirkung mit seinem Umfeld scheint ja der Kapitalismus mit jeder “Industriellen Revolution” durch seine siegreichen Akteure seinem Umfeld in großem, ja brutalem Umfang die Subsistenz zu entziehen. Die Folgen sind Massenarbeitslosigkeit und Massenelend. Hohe Vermögenskonzentrationen und mangelnde Massenkaufkraft entziehen an einem vermuteten Zeitpunkt die notwendige (positive) flexible Anpassung. Evolutionär gesehen haben die Systeme überlebt die in ihrer “ko-ontogenetischen Koppelung” erfolgreich agierten.
    Übergeordnete Strukturen (Globalisierung) schränken normalerweise die individuelle Kreativität der sie bildenden Einheiten ein. Das menschliche soziale System aber erweitert die individuelle Kreativität seiner Mitglieder solange es für seine Mitglieder kommuniziert wird und nicht zum Selbstzweck geworden ist oder wird.

    Wir leben nur in einer von vielen möglichen Welten.
    Gruß BD

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