Griechenland: Auftragseingang mit -13,8% zum Vorjahresmonat

von am 20. April 2012 in Allgemein

Das griechische Statistikamt ELSTAT berichtete gestern erneut schlechte Daten zum Auftragseingang der Industrie, insbesondere die Inlandsaufträge schrumpften kräftig, wie schon seit vielen Monaten. Beim gesamten Auftragseingang ging es im Februar 2012 um -13,8% zum Vorjahresmonat abwärts. Die Inlandsaufträge schrumpften mit einer Rate von -21,0% zum Vorjahresmonat und sogar die Auslandsaufträge schmierten beschleunigt ab, um -8,9% zum Vorjahresmonat. Bei den Auslandsaufträgen sanken die aus der Eurozone um kräftige -10,7%, während die Auslandsaufträge aus der Nicht-Eurozone um -2,9% sanken, ebenfalls jeweils zum Vorjahresmonat.

Die Entwicklung der Inlandsaufträge anhand der unbereinigten Originaldaten von ELSTAT, jeweils der Februar im Vergleich zum Vorjahr. Im Februar 2012 sanken die Inlandsaufträge um -21,0% zum Vorjahresmonat auf 45,10 Indexpunkte. Zum besten Februar im Jahr 2007 mit 109,0 Indexpunkte betrug der Einbruch -55,9%.

Im Chart die saisonbereinigten Inlandsaufträge der griechischen Industrie von Januar 2000 bis Februar 2012, laut den Daten von Eurostat. Im Februar 2012 sanken die saisonbereinigten Inlandsaufträge um -2,26% zum Vormonat, auf 52,56 Indexpunkte. Zum durchschnittlichen Niveau des Jahres 2000 betrug der Einbruch -42,05%. Vom Hoch im Juni 2008 betrug der Einbruch bis Februar 2012 unglaubliche -55,6%!

 Die Entwicklung der saisonbereinigten Auslandsaufträge der griechischen Industrie seit Januar 2000 bis Januar 2012, laut den Daten von Eurostat. Im Februar 2012 stiegen die saisonbereinigten Auslandsaufträge um +1,4% zum Vormonat, auf 124,63 Indexpunkte. Vom bisherigen Hoch im März 2007 mit 155,51 Indexpunkten betrug der Einbruch bis Februar 2012 -19,9%!

Die Entwicklung des griechischen saisonbereinigten Gesamtauftragseingang seit Januar 2000 bis Februar 2012 im Chart, laut den Daten von Eurostat. Im Februar 2012 sank der gesamte saisonbereinigte Auftragseingang um -0,93% zum Vormonat, auf 81,82 Indexpunkte. Zum Hoch im Juni 2008 mit 126,00 Indexpunkten brach der Auftragseingang um -35,06% ein.

Weiterhin zeigt auch der Auftragseingang keine Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur in Griechenland an und  keinerlei Fortschritte in Punkto Erlangung wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Im Gegenteil, nicht mal die wirtschaftliche Kontraktion konnte bisher gestoppt worden. Vor allem die Inlandsaufträge der griechischen Industrie stehen weiter für einen beispiellosen Niedergang Griechenlands, als direkte Folge des Spardiktats der Troika. Eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ist nicht in Sicht, die Abwertung nach innen, primär Lohnsenkungen führen auch nicht dazu, denn alle anderen Kosten und Preise die relevant sind, sinken unter dem Korsett der gemeinsamen Währung nicht:

Die Entwicklung des griechischen CPIs seit Januar 1995 bis März 2012 im Chart. Im März 2012 wurde mit 110,133 Indexpunkten ein neues Allzeithoch markiert. Selbst in der stärksten wirtschaftlichen Depression steigen die Preise um +1,7% zum Vorjahresmonat. Seit 2000 (2000=100) bis  März 2012 um kräftige +45,68%.

Niemals können sinkende Löhne alleine die Wettbewerbsfähigkeit herstellen, wenn dann nur sinkende Preise allgemein. Der massive Einkommens- und Konsumschwund gerade in Kombination mit weiter steigenden Preisen zerstört aber die Binnenwirtschaft Griechenlands, ohne das ein akzeptables Äquivalent an Auslandsaufträgen und Export entsteht. Zusammen mit drastisch sinkenden Investitionen schrumpft auch die Produktion und dies äußert sich in einer schweren wirtschaftlichen Depression. Eine Verbesserung der Schuldentragfähigkeit oder gar ein Abbau der Schulden aus eigener Leistungsfähigkeit ist somit unmöglich!

Reloaded: Griechenland: realwirtschaftliches Armageddon

Quelle Daten: Statistics.gr/Pressemitteilung Auftragseingang der griechischen Industrie Februar 2012, Eurostat.ec.europa.eu/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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38 KommentareKommentieren

  • MagnaBavaria - 20. April 2012

    Auch das Gesundheitssystem pfeift aus allen Löchern:
    http://www.griechenland-blog.gr/2012/gesundheitstraeger-eopyy-in-griechenland-versinkt-in-schulden/7601/

  • Duke van Hudde - 20. April 2012

    Manchmal weis man wirklich nicht was man sagen soll.Wenn diese ganze Politik dort überhaupt Sinn haben sollte müsten die Exporte steigen doch das passiert halt nicth wie die meisten eh shcon vermutet haben.Eine Firma die vielleicht 70 % für das Inland und 30 % für das Ausland herstgestellt hat und durch den Zusammenbruch im Inland Konkurs macht kann auch nicth mehr ins Ausland exportieren.

    Das ist der Punkt der haeufig in diesen Rechnungen wie man Griechenland flott bekommen will fehlt.Nur genau von solchen Firmen hat Griechenland sehr wenig.

    Und kleinere Firmen in kurzer Zeit zu Exportfirmen zu machen funktioniert nicht.

    Ich vermute halt das die Merkel halt einen Kurs den sie eingeschlagen hat nie wieder ändern kann.Mit einer solchen Einstellung würde die USA immer noch im Vietnam Krieg führen.

    Spannend würde ich findne wie die Leistungsbilanz in Griechenland zur Zeit gerade aussieht.
    Ob sich hier schon die Verbesserungen eingestellt haben wie man sie von dne Eurofashcisten erwartet. Oder ob sie nur im kleinen Umfang und zu einen grossen Teil durch die Zerstörung des normalen Bips gekommen sind.

    • alt-shift-x - 20. April 2012

      Na ja Nixon ist ja auch nicht ganz freiwillig aus Vietnam raus und ich glaube auch nicht, dass Merkel plötzlich aus heiterem Himmel ein sieht, dass sie hier Fehler gemacht hat. Da brauchts zumindest den Druck von der Straße, ich frage mich sowieso jeden Tag, wer die Leute sind die einer derart fehlgeleiteten Politik noch ihre Stimme geben. Griechenland ist völlig am Boden deutlicher gehts doch schon bald nicht mehr, oder? Und jetzt macht man in Spanien so weiter … M(

  • titoslavija - 20. April 2012

    http://www.dw.de/dw/article/0,,15891021,00.html

    hahaha… naja was soll man sagen, wenn die vernunft nicht mehr maßstab für das eigene handeln, dann kan man eben auch die dümmsten sachen von sich geben.

    • Bernd Rickert - 20. April 2012

      Die nächste Stufe ist dann Schizophrenie.

  • Tourist - 20. April 2012

    “Selbst in der stärksten wirtschaftlichen Depression steigen die Preise um +1,7% zum Vorjahresmonat…Der massive Einkommens- und Konsumschwund gerade in Kombination mit weiter steigenden Preisen zerstört aber die Binnenwirtschaft Griechenlands,”

    Wie sagt die Markttheorie so schön: Sinkende Nachfrage führt zu fallenden Preisen!

    Das lässt nur EINEN Schluss zu für den Marktgläubigen, samt seiner Segnungen!

    Griechenland funktioniert nicht richtig ;)

    Da gibts noch einen Schluss, der mir da einfällt. Der ist aber unpopulärer.
    Die Markttheorie, samt aller wirtschaftspolitischen Massnahmen, die auf ihr aufbauen, sind FALSCH!

  • Das Häschen - 20. April 2012

    Danke für das Interessante Material, so traurig der Inhalt auch ist.

    Ich denke nicht dass die Preise sinken, die Unternehmen werden versuchen die meisten Mitarbeiter bei gleichbleibendem Lohnniveau zu halten oder haben keine andere Alternative. Es sind ja noch genug in Arbeit, da wird keiner so leicht nachgeben.

  • klaus - 20. April 2012

    Lagard will von England Millarden für den IWF erzwingen.

    http://www.guardian.co.uk/business/2012/apr/20/george-osborne-pressure-imf-loans

    Geht der Euro bereits, genauso wie Frau Lagarde auf den letzten Krücken ?

    Werden jetzt Länder, welche keine Wahlen haben,
    zur Kasse gebeten?
    Was passiert bei uns nach den 2 Landtagswahlen?

    Zahlen?

    Ein wahrhaft schöner Ausblick.

    ;)

    • Bernd Rickert - 20. April 2012

      Den Engländer passt es nicht, dass Lagarde “als Kennerin der besonderen europäischen Verhältnisse” – so die Werbekampagne zu ihrer Berufung – nationale Interessen vertritt.

  • Sozialdemokraten gegen den Fiskalpakt - 20. April 2012

    Frei nach dem Genossen Thilo S.: Griechenland schafft sich ab. Besonders lustig ist das, weil mitlerweile fast 85% der griechischen Staatsschuld vom europaeischen Steuerzahler garantiert wird. Die Sparwahnpolitik treibt Griechenland in den oekonomischen Exitus, so dass ein zweiter Schuldenschnitt unumgaenglich wird. Dann darf der Steuerzahler bluten. Merkels katastrophale Politik wird so erst zeitversetzt richtig teuer. Ein armes Land, dass keine Opposition gegen diese Stuemperregierung hat.

  • Bernd Rickert - 20. April 2012

    @Bauagent

    Offtopic

    “Um das Abschätzen zu können sollte man wissen, dass die derzeit 7 Mrd. Menschen eng gedrängt auf die Insel Mallorca passen würden.”

    Die global, weitverbreitesten Pflanzen sind heute nicht zuletzt wegen des menschlichen Zutuns Süssgräser. “Noch vor etwa 10.000 Jahren war Mitteleuropa nahezu reines Waldland.” (wiki)
    Ca. 70% aller Pflanzen sind heute Süssgräser. (Konnte link nicht mehr finden.)

    Ich würde gerne einen link zu der vormals beschriebenen Studie haben:
    “Derweil dürfen sich unterbezahlte Mitarbeiter einer schweizer Universität über eine kleine Veröffentlichung ihrer Sisyphusarbeit in den Medien freuen,…”

  • Statistiker - 20. April 2012

    Ich denke, dass Merkel völlig unterschätzt wird. Sie weiß ziemlich genau, dass Griechenland so wie es aktuell aufgestellt ist ein Fass ohne Boden ist (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/untersuchung-aller-14-ministerien-oecd-haelt-griechenland-fuer-reformunfaehig-11554969.html)
    Wenn Reeder und viele Wohlhabende nahezu keine Steuern zahlen,
    - es viel zu viele Staatsbedienstete gibt, die zudem zum Teil überbezahlt sind, und
    - die Verwaltung so katastrophal organisiert ist, dass sie Investitionen in der Wirtschaft total ausbremst, ist erst eine Veränderung dieser Zustände nötig, um den Griechen Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können. Alles andere wird das kranke System nicht verbessern. Merke kann durch die Angst vor dem Bankrott Druck aufbauen, dass die Reformen angegangen werden.
    Ganz übel ist, dass in Griechenland in extremem Maß ein großer Teil der Reichen und Privilegierten unrechtmäßig erworbenes Geld beiseite geschafft hat was nun fehlt. Primär leidtragend sind dann wieder die Mittel- und Unterschicht und letztlich auch der deutsche (österreichische, niederländische, ….) Steuerzahler genommen werden wird.

    Steffen, danke für die superschnelle Aufbereitung der Daten.
    Es wäre allerdings echt hilfreich, wenn Du den Schnittpunkt der X-Achse auf den 0-Punkt der Y-Achse legen würdest, denn es ist ziemlich aufwändig immer wieder erst die Zahlen anschauen zu müssen um halbwegs einschätzen zu können in welchem Verhältnis die tatsächliche Veränderung stattgefunden hat.

    • Querschuss - 20. April 2012

      Hallo Statistiker,
      das sind Indizes, das Jahr 2005 ist gleich 100, insofern muss meiner Meinung nach der 0-Punkt nicht abgebildet sein, der Ausgangspunkt, der Basiswert sind die 100. Das Volumen der realen Auftragseingänge des Jahres 2005 entspricht als Ausgangsbasis 100 Indexpunkten.

      Gruß Steffen

  • Fritz - 20. April 2012

    Ich lese ihre Seite nun schon seit Monaten.Da Ich viele Feunde in Griechenland habe die mir immer wieder Mails aus ihrem Land schicken denke ich das sie diese kleinen aber in Deutschland von den System-Medien ignorierten (eigentlich sehr wichtigen) Nachrichten interessieren werden.

    http://www.capital.gr/news.asp?id=1333011

    Es geht um eine der grössten griechischen Banken-die Alpha Bank-die sich darüber beschwert das die ELSTAT die Arbeitslosenzahlen und auch sonst alle wirtschaftlichen Daten ins masslose negativ übertreibt.So kann es -laut Alpha Bank-nicht sein das die Arbeitslosenzahl im Sommer 2011 von 16,5% auf 18,4% steigt während alle Daten der Banken darauf hinwiesen das die Arbeitslosenzahlen allein aufgrund der Rekordbuchungen im Bereich des Tourismus um 3% hätten sinken müssen.

    Das gleiche trifft aich auf die Zahlen des BIP zu.So schreibt die Alpha Bank das:

    Trotz eines “noch nie in der Geschichte Griechenlands einmaligen Tourismuszuwachs und steigenden Exporten von 54,7% zum Vorjahr,plus 31,6% Steigerung im Dienstleistungssektors(Tourismus und Schifffahrt ausgenommen) von Juli bis August 2011 stieg und stieg die Arbeitslosigkeit auf nicht nachzuvollziehende Art und Weise”.

    Man muss noch anmerken das die ELSTAT von ehemaligen Mitarbeitern und der gesamten unabhängigen Presse Griechenlands seit Beginn des Jahres angeklagt wird die Defizitzahlen des Jahres 2009 negativ übertrieben zu haben.Und dies auf Geheiss der damaligen,neugewählten Pasok-Regierung un der EU-Kommission.Dies alles soll dem Zweck gedient haben Griechenland schnellstmöglich von den Märkten abzuschneiden und unter den EU-Rettungsschirm zu treiben.
    Mit dem letztendlichen Ziel die allseits bekannten Sparmassnahmen durchzuführen.
    Hier in den Medien wurde darüber natürlich nicht berichtet.Nur ein paar Blogs nahmen diese sehr merkwürdigen Nachrichten auf die in Griechenland bereits zu sehr heftigen Reaktionen (auch im Parlament mit einem Untersuchungsausschuss) geführt haben:

    http://bueso.de/node/4830

    Auch die Nachricht das erst vor wenigen Tagen der ehemalige Verteidigungsminister im Laufe des grössten griechischen (und auch leider deutschen) Tsoxatzopoulos verhaftet wurde weil Er von Thyssenkrupp und Siemens bestochen wurde lässt sich in unseren Medien nur sehr schwer mitverfolgen.

    Es ist offensichtlich das man sämtliche “Fakten und Daten” aus Griechenland mit sehr viel Vorsicht geniessen muss.

    • georg - 20. April 2012

      die banken müssen es ja wissen , lächerlich.
      gruss georg

    • Querschuss - 20. April 2012

      Hallo Fritz,
      man muss nicht jeder Nebelkerze folgen! Wenn im 3. Quartal 2011 die Exporte um 54,7% gestiegen sein sollten, dann sind sie als Außenbeitrag (Exporte-Importe) und preisbereinigt in das reale BIP mittels Verwendungsrechnung eingeflossen. Das Griechenlands Statistik mit Vorsicht zu genießen ist ok, geht den Statistiken aus anderen Ländern auch so, das Griechenland jedoch nun das einzigste Land der Welt sein soll, die ihre Statistiken systematisch negativ verzerren halte ich für ausgemachten Blödsinn, zumal es den Rettungsschirm nur im Gegenzug zur Austerität gab, kein wirklicher Magnet.

      Die Alpha Bank wäre ohne LTROs und ELAs schon lange übern Jordan, mit ihr das gesamte griechische Bankensystem. Dies relativiert die Aussagekraft der Nebelkerze ungemein, insofern für mich Zeitverschwendung sich mit solchen absurden Thesen zu beschäftigen.

      Gruß Steffen

  • M.E. - 20. April 2012

    Oha,
    da haben also die griechischen Statistiker die Statistiken stark ins Negative verfälscht, um in den Genuss des Blut-Schweiß- und-Tränen-Programms der Troika zu kommen und nahezu jegliche nationale Souveränität in Wirtschaftsfragen einzubüßen…

    Das sind mir ja ein paar Masochisten, die Griechen!

    • Lothar - 20. April 2012

      Naja das sich sicher Beamte und die kriegen jetzt halt immer noch ihr Geld waehrend sie ohne ein Troika Programm schon lange im Staatsbankrott waeren und dann Job und Geld weg waehren.

      Und was meinst du warum die Entlassung von Beamten dort ueberhaupt nicht voran geht…

      Unwahrscheinlich ist es nicht.

      • Querschuss - 20. April 2012

        Hallo Lothar,
        man muss nicht auf jeden Zug beladen mit Nebelkerzen aufspringen.

        Gruß Steffen

  • klaus - 20. April 2012

    Am Sonntag ist ein trauriger Tag für TINA.

    http://nourielroubini.blogspot.de/2012/04/end-of-merkozy-axis-in-europe.html

    Vive la France ! Vive Francois Hollande !

    Da gibt es Quiche L’orraine und Bordeaux.

    Damit wird das Ende des Euro eingeleitet, der ja heute
    wieder heftig gestützt wurde, um die Wahl zu retten.

    Der Kleine hat angeblich nur eine 30:60 Chance gegen Hollande.

    Das ist das Ende der Fiskalpolitik !
    Dann kann auch Griechenland wieder atmen.

    ;)

  • hunsrückbauer - 20. April 2012

    TINA und ihren Vasallen immer wieder Unfähigkeit und Dummheit zu unterstellen, halte ich für blöd. Unterstellen wir ihr doch mal Absicht und evtl. Gefolgschaft (als Vasall), was wären dann die Ziele? Den € als Konkurenz zum $ abzuschießen? Europa als Konkurenz des Imperiums der Tyrannen, zu zerlegen? TINA als verlängerter Arm von US-Gov. und FED? Das Bild wäre kongruent! Schätze dass TINA mächtig ins Schwitzen gerät, wenn Hollande in F gewinnt.

    GR hat unzweifelhaft eine Menge Hausaufgaben zu machen um auf einen einigemaßen akzeptablen Stand einer modernen Staatsführung zu kommen (s. Steuer-/Finanzwesen, Grundbuch, etc.). Das geht nicht ohne Druck. Wo soll der herkommen, von innen, wo alle prima damit gelebt haben bisher? Wohl kaum! Ähnliche Hausaufgaben gelten für P, S, I! Werden die Hausaufgaben nicht erledigt, gibt´s die one-way-Transferunion D->€-Land bis D pleite und die EU Geschichte ist.

    Die europäischen Staaten-Politiker haben lange genug gewartet, gezögert und gezaudert, die bekannten Probleme anzugehen. Jetzt gilt es, muß es sein, will EU mit den Polit/Ökonomieblöcken USA/Lateinamerika/RU/ASEAN eine gemeinsame Zukunft auf Augehöhe haben. Das Finanzdebakel Lehmann hat in der Folge gezeigt, dass alle Staaten Hausaufgaben vor sich herschoben und schieben, €-Land ist sie schon mal angegangen, die USA schreiben Altes fort, die BRICS/ASEAN setzen Pflöcke. Über die Methoden läßt sich trefflich streiten und dass in GR Menschen verhungern, weil jetzt erstmal Hausaufgaben gemacht werden müssen ist sicher falsch und wird korrigiert werden um den Menschen EU endlich näher zu bringen.
    Ich bin Deutscher und damit Europäer. Ich möchte aktuell weder Ami, noch BRICS/ASEAN sein. EU wird erwachsen, die USA leiden an Athrose, Demenz, Diabetes und BRICS/ASEAN pubertieren. Schönen Abend noch.

  • Ergo Sum - 20. April 2012

    Hallo Steffen,
    Wie die “Zeit” behauptet, würde der Absturz der Auftragseingänge seitens der PIIGS bei deutschen Firmen jetzt vollauf wett gemacht durch “zusätzliche Auftragseingänge aus den Schwellenländern”. Mir kommt ein solcher Wandel ziemlich unwahrscheinlich vor. Gibt es dafür Belege? Für chinesische Aufträge trifft dies jedenfalls bestimmt nicht zu.
    Gruß, Ergo

  • Fritz - 20. April 2012

    Ist schon witzig.

    Fällt es eigentlich niemandem auf das man Statistiken im Süden Europas unendlich ins Negative fährt während man bei uns nur Jubelmeldungen verbreitet?

    So sagt man uns das die Arbeitslosigkeit besonders im Süden Europas “über 30-50% beträgt” und bei uns nur 6-7%.

    Was ist denn damit:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/niedriglohn-junge-arbeitnehmer

    30% unserer Jugendlichen verdienen also nicht mal Niedriglohn?

    Interessant,oder?Da hätten wir also 30% an jungen Menschen in Super-XXL-Deutschland die zwar arbeiten..aber nicht oder nur sehr schlecht davon leben können.Plus den offiziellen 6-7% die “ganz arbeitslos” sind?

    Entschuldigung.Aber wer schon mal im Süden Europas war weiss sehr genau das dort eben jeder schwarz arbeitet ohne grosse Probleme zu kriegen.In Spanien und ganz besonders Griechenland mit den offiziellen 50% Jugendarbeitslosigkeit leben die meisten Menschen unterm eigenen Dach.Über 90% der Gesamtbevölkerung.Die Griechen besitzen privat über 1 Billionen Euro an Immobilienbesitz.
    Es ist ein Fakt das ein Jugendlicher in Griechenland so gut wie nie Miete bezahlt weil nun mal die “Pleite-Griechen” so schlau waren in den letzten 40 Jahren all ihre Vermögen (über 80% des Selben) in Immobilien und Land anzulegen.Wenn also ein Jugendlicher in Griechenland 500 Euro verdient und keine Miete zalht..geht es Ihm/Ihr dann schlechter als einem deutschen Jugendlichen der 1000 Euro verdient und davon die Hälfte nur für seine Miet-Wohnung aufbringen muss?

    Ausserdem,knapp 2 Millionen Menschen aus der dritten Welt,darunter allein über 500.000 Albaner die von Griechenland aus ihre Familien in Albanien versorgen.Nur sehr wenige dieser Albaner haben Griechenland verlassen.Wie ist das möglich?Die Griechen “hungern” und lassen alle die Immigranten in Ruhe “arbeiten”?Junge,Junge sind die Griechen aber tolerant!!

    Man kann so sehr viele Statistiken zugunsten oder zu un-gunsten einer Nation auslegen.Das aber England,Frankreich und vor allem Deutschland bei der Eurostat darauf gedrängt haben z.B. den Immobilienbesitz der einzelnen Länder NICHT in das “Volksvermögen” einzubeziehen zeigt das wer wie das Sagen hat.Leider sind es die Falschen.Nämlich genau diejenigen die es für ganz,ganz böse und schlecht halten wenn ein Volk all sein Geld in Sachwerte und weniger in Geld au dem Sparkonto hält.Nicht aus purem Zufall sind genau die beiden Länder (Italien und Griechenland) am allermeisten unter Beschuss.Eben mit diesen Banker-Technokraten Monti und Papadimos.Denn die beiden Länder haben die niedrigsten GESAMTSCHULDEN (also Privat,öffentlich,Unternehmen,Banken) in ganz Europa.Richtig gehört.Zudem haben sie aber de höchsten Anteil an “wirklichem Besitz”.Sie sind so mit keine Sklaven.Und so mit der Alptraum der neuen Neoliberalen Elite die aus schwarz weiss macht und umgekehrt..Denken sie mal alle darüber nach meine Damen und Herren.

    Das man jetzt in Deutschland vor einer “kommenden Immobilienblase” warnt weil jetzt alle merken das man wenigstens ein Teil seines Geldes in Sachwerte anlegen sollte zeigt eigentlich ganz deutlich wie richtig das ist was Ich hier sage.Nun erst wachen wir auf und werden gewahr das wir super-fleissigen,so toll mit Geld umgehenden Nordeuropäer es versäumt haben wirklich ein wenig was für Krisenzeiten zu tun.Denn während die Griechen bereits zu Hunderttausenden Athen verlassen und nicht etwa nach Deutschland kommen um hier für einen Hungerlohn zu arbeiten sondern aufs Land ziehen um sich zu einem grossen Teil selbst zu versorgen und um ihre Freiheit zu bewahren sind wir bei einer Verschlechterung der Lage aufgeschmissen.

    Statistiken hin oder her.

    • Querschuss - 20. April 2012

      Hallo Fritz,
      gähn….., soweit waren wir hier schon lange, z.B. hier: http://www.querschuesse.de/prekares-wirtschaftswunder/
      und dies mit Statistiken.

      Gruß Steffen

    • titoslavija - 21. April 2012

      Leuchtet win das mit den gesamtschulden, als der ostblock zerbrach hatte er nicht mal im ansatz so viele schulden Wie beispielsweise die USA. Jugoslawien hatte damals 20 milliarden dollar schulden gritty hat allein kroatien 40 milliarden euro schulden also 50 milliarden dollar dennoch benötigte jugoslawien damals kredite vom IWF und das resultat war ein bürgerkrieg.

  • klaus - 21. April 2012

    Die Wahlen sind gerettet. Der Euro ist gerettet.
    430 Mrd werden für den IWF klargemacht.
    200 Mrd kommen aus der Eurozone.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9217875/IMF-firewall-Who-gave-and-how-much.html

    Dann darf man durchklicken, wer wieviel gegeben hat.

    Deutschland und Frankreich sind vorsichtshalber nicht aufgeschlüsselt.
    Es sind ja Wahlen. ;)

    Das Risiko böse Maßnahmen gegen die kleinen Leute
    noch vor den Wahlen einzuleiten und die Plakate voll Sparen
    und Austerität und bescheidene Currywurst zu schreiben ist
    jetzt bis Juni nicht mehr nötig.

    Danach ist das Geld wohl verbrannt und Wahlen
    gibt auf absehbare Zeit nicht mehr.

    Dann kommt der Aderlaß für den kleinen Mann.

    Komisch, das das Geld mal wieder pünktlich zum
    Pay-Day geliehen wird.

    Ob das noch lange gut geht?

    Grüße

    klaus

    • dank - 21. April 2012

      Danke an Klaus – für Meldungen im Telegrammstil – fast schon ein täglicher Wegbegleiter! ;-)

      Dem Pürger, was des Pürgers ist – den pösen Pupen in den Panken und der Politik stets nichts zu pefürchten steht. Derweil – Momentaufnahme.

      Zum Topic seh ich schon die Schlagzeile:

      15. Feb 2017:
      Griechenland. Athen.
      Heute wurde eine Zuwachs von 7.9 % in den griechischen Auftragseingängen bekanntgegeben – die griechische Volkswirtschaft ist gefragt, wie nie und konkurriert mit China in den frühen 20er Jahren des 21. Jahrhunderts. Endlich ist der Aufschwung nun auch im Club Med angekommen.
      Ja, ne – alle Zahlen sind schönbar. Dazu noch: Von wo die 7,9% hochgehen sieht (bzw. hinterfragt) bei ner Prozentzahl eh noch kaum einer…

  • Vivlos - 21. April 2012

    @Fritz

    Ich weiss wirklich nicht, wie die Alpha-Bank zu solchen Zahlen kommt.
    Natürlich hat der Pleiteladen ein Interesse daran, alles besser aussehen zu lassen als es ist.
    2011 war hier auf den Inseln schon schlechter als 2010.
    2012 wird vermutlich eine völlige Katastrophe. Tui hat eine Buchungsrückgang für GR von 40%
    aus dem deutschsprachigen Raum.
    Zum diesjährigen gr. Osterfest haben gerade mal die Hälfte der Hotels überhaupt aufgemacht,
    und davon waren zum Teil nur die Hälfte ausgebucht. So leer habe ich zB. Naxos zur Osterzeit
    noch nie erlebt. Das ist Tradition, normalerweise ist hier zu Ostern das erste Mal die Hölle los.

  • Vivlos - 21. April 2012

    Und zu dem Link über die Defizitzahlen.

    Bis zur Schaffung eines unabhängigen statistischen Dienstes war der
    gr. statistische Dienst dem gr.Finanzamt beigeordnet.
    Statistische Zahlen mussten vor Veröffentlichung der Politik zur Genehmigung
    vorgelegt werden. Bei Nichtgefallen durften die dann noch mal zur Wiedervorlage
    nachbearbeitet werden.
    Mit Einführung eines unabhängigen statistischen Dienstes unter Andreas Georgiou
    war die politische Einflussnahme gekappt und die Erhebung der Daten erfolgte
    erstmals ausschliesslich nach den in der EU gültigen Vorgaben.
    Deswegen kam es zur Klage, weil das politisch interessierten Kreisen natürlich ein Dorn im Auge war.
    Georgiou: „Das was angegriffen wird, sind die Menschen, die ihre Arbeit nach den Regeln
    machen, also die europäischen Normen.“
    Also der Versuch, politische Einflussnahme zurückzugewinnen.
    Der Rest ist (linke) Verschwörungstheorie.

  • thomas - 21. April 2012

    also ich denke mal,was der gute fritz uns sagen will ist gar nicht mal so von der hand zu weisen.
    man darf die psychologie hinter diesen zahlen nicht vergessen.
    dummes beispiel nr 1:
    montag morgen will ich nicht zur arbeit,gehe also zum hausarzt und jammer,als ob ich im sterben liege,und das bei ein klein wenig schnupfen.natürlich könnte ich arbeiten.will ich aber nicht.also sterbender schwan spielen und den gelben zettel vom doc für eine woche raus schinden.oder anderes bsp.
    irgendwo an der küste eines x beliebigen armen landes tötet ein tsunami einige hundert menschen.sofort wird daraus ein jahrhundertsturm mit 10 tausenden toten(kann eh keiner kontrolieren)
    dadurch steigt doch die hilfsbereitschaft in form von spenden und ähnliches,was zwar nicht den opfern zu gute kommt,aber den gutbezahlten wasserkopf der “hilfsorganisationen” ganz gelegen kommt.
    ich frage mich auch schon seit längeren,wo denn die ganzen verhungerten griechen verschart
    wurden,und auch die vielen toten vor den krankenhäusern sehe ich nicht,obwohl dort doch kaum noch medikamente bezahlbar sind und operationen wegen geldmangel kaum noch durchgeführt werden.
    und nun stelle man sich den bildzeitungsleser in deutschland vor,der diese ganzen horrormeldungen glaubt.der ist doch dann froh,wenn er hier für 4,65 die stunde weiter malochen darf,weil er angst hat,wir bekommen griechische verhältnisse.
    auch wenn man zahlen liest,zb spanien,wo sagen wir mal zb.8% aller kredite(privat) nicht mehr bedient werden,heißt das für mich im umkehrschluss das 92% bedient werden.und das bei angeblich fast 25%arbeitslosigkleit.ist doch auch komisch,oder?
    das wir vor gigantischen problemen stehen,will sicher keiner abstreiten,aber langsam halte ich die horrormeldungen aus den südländern für etwas merkwürdig.

  • Nepumuk - 21. April 2012

    Moin moin,

    offensichtlich ist Querschüsse nun so weitreichend bekannt, daß einige abgestellt wurden um hier Zweifel zu sähen.

    Es passt einfach nicht in das System der gekauften und gleichgeschalteten Jubelchöre wenn es eine Stelle gibt an der man nachlesen kann welche Lügen aufgetischt werden.

    Währe ja noch schöner… wenn auch Bildzeitungsleser verstehen würden welche Sauereien durch die Troika in Griechenland angerichtet werden oder was mit dem ESM auf uns zu kommt.

    Oder doch bitte niemand mehr die Targetsalden veranschaulichen würde… dann könnte man die Bürger ja noch besser einlullen.

    Drum bitte ich sie. Bleiben sie standhaft.

    Sie bilden eine der wenigen Inseln des Lichts in einem verdammt großen Meer leerer dunkler Sprechblasen welches uns ersticken will.

    Schönes Wochenende

    Nepumuk

  • micdinger - 21. April 2012

    Ich schließe mich dem Kommentar von Nepumuk an, und hoffe auf weitere Fakten basierte Berichterstattung seitens der Querschüsse. Wenn sich die Zahlen ändern, wird sich auch deren Einschätzung hier ändern.

  • Tourist - 21. April 2012

    Hallo Steffen und Troll Leidgeplagte,

    wie wärs wenn du Trollen einfach mel ebenso den Hahn zu drehst, wie denen der “harten” Sprache!

    Fritz und Schwarrte sind Leute, die sich jeglicher rabulistischer Tricks bedienen, um nur Zerstreuungun und Iirritation hervorzurufen. Ziel ist: Die Aufmerksamkeit wegzuführen vom eigentlichen Gegenstand!

    “Thesen”, die solche Leute benutzen, die kann man an 4 Merkmalen festhalten:

    1. Sie belegen ihre eigenen Zahlen und Quellen NIE.

    2. Sie eröffnen immer mit wilden abstrusen Überlegungen und Fragestellungen einen neuen Diskussionspunkt, der mit deinen wesentlichen Gegenstandsaussagen nichts zu tun hat und von diesem wegführt!

    3. Sie widersprechen sich fortlaufend bzgl. ihrer eigenen Ansprüche! Auch ne beliebte Methode, den anderen unnützes Denkfutter hinzuschmeissen!

    4. Die Fehlschlussfolgerungen werden gleich mitgeliefert!

    5. Unbewiesene Annahmen und Spekulationen werden werden als Tatsachen verkauft.

    Beispiel: Fritz: “Statistik hin oder her. (Punkt 3)”, denn

    Zugleich schreibt er:

    “Es ist ein Fakt (5) das ein Jugendlicher in Griechenland so gut wie nie Miete bezahlt weil nun mal die “Pleite-Griechen” so schlau waren in den letzten 40 Jahren (1) all ihre Vermögen (über 80% (1) des Selben) in Immobilien und Land anzulegen.Wenn also ein Jugendlicher in Griechenland 500 Euro verdient und keine Miete zalht..geht es Ihm/Ihr dann schlechter als einem deutschen Jugendlichen der 1000 Euro verdient und davon die Hälfte nur für seine Miet-Wohnung aufbringen muss? (2)

    Ausserdem,knapp 2 Millionen (1) Menschen aus der dritten Welt,darunter allein über 500.000 Albaner (1) die von Griechenland aus ihre Familien in Albanien versorgen.(1) Nur sehr wenige (1) dieser Albaner haben Griechenland verlassen.(1) Wie ist das möglich? (2) Die Griechen “hungern” und lassen alle die Immigranten in Ruhe “arbeiten”? (2) Junge,Junge sind die Griechen aber tolerant!!” (4)

    Also Fritz hin oder her…er ist in Troll und gehört gelöscht!

    So einfach ist das!

    Gruss Tourist

  • Querschuss - 21. April 2012

    Hallo Thomas,
    “leben immer noch normal weiter”, meinst vielleicht du, die Betroffenen werden das sicher anders sehen.

    Noch zur Qualität der Alpha Bank, als angebliche Quelle für den Blödsinn von Fritz:
    Abschreibungen nach Schuldenschnitt griechischer Staatsanleihen 9,7 Mrd. Euro. Aktuelle Kernkapitalquote Tier1 lächerliche 3,0%! Total Kapital Tier1, 2 und 3 nur 5,5%, gemessen an den risikogewichteten Aktiva.

    Non Performing Loans (NPLs), Kredite mit mehr als 90 Tagen im Zahlungsverzug 12,9%! Mit den säumigen Krediten die über eine Staatsgarantie verfügen beträgt der Anteil der NPLs sogar 13,5%!

    In Anspruch genommene Kreditgewährung bei der griechischen Zentralbank 21,9 Mrd. Euro.

    Kundeneinlagen in Q4 2011 mit -23,2% zum Vorjahresquartal.

    Total Assets 59,148 Mrd. Euro, davon 49,747 Mrd. Euro an vergebenen Krediten, Eigenkapital 1,417 Mrd. Euro, ein abenteuerliches Leverage Ratio (Aktiva zu Eigenkapital) von 41,7!

    Quelle: http://www.alpha.gr/files/deltia_typou/Deltio_Typou_20120420EN.pdf

    Diese Finanzbude ist völlig fertig und Fritz nimmt diese als Anlass, um eine systematische negative Verzerrung der statistischen Daten in Griechenland zu suggerieren, um in den “Genuß” der Rettungspakete zu kommen. Warum geht es dann dieser Bank, die eigentlich aus marktwirtschaftlicher Sicht schon lange Pleite ist, dann so schlecht, wenn es eigentlich in Griechenland doch gar nicht so schlimm ist?

    Die aktuellen Bankbilanzen der griechischen Banken wären eigentlich einen Querschuss wert, aber für mich brauche ich den nicht schreiben.

    Gruß Steffen

  • Fritz - 21. April 2012

    Hallo erst noch mal.

    Mir fällt auf das hier auf Statistiken gepocht wird aber nur diejenigen Statistiken als “Wahr” akzeptiert werden die ins eigene Schema passen.Da wird dann aus der serh seriösen griechischen Alpha Bank eine “Pleite Bank” die nur Lügen verbreitet?Komischerweise gehören die griechischen Banken zu denen die in der Vergangenheit NICHT mit Gift-Müll-Papieren gehandelt haben.Im Gegenteil.Bevor die griechischen Banken “Übernahmereif” geschossen wurden waren sie gut azfgestellt und auf dem gesamten Balkan vertreten.Und sind es übrigens immer noch.Weswegen sie auch im Visier vieler grosser Banlen aus dem Ausland sind.Für mich sind solche Banken sehr viel vertrauenswürdiger als alle die internationalen Gross-Banken deren Statistiken im Ländle rauf und runter als Fakt in die Wirtschaftsdaten einbezogen werden.Dies obwohl da Billionen Euros an Gift-Müll-Papieren überhaupt nicht in den Bilanzen auftauchen.Deutsche Bank und die Commerzbank sind da in meinen Augen sehr viel fragwürdiger.

    Desweiteren wollte Ich auch nicht sagen das alles super ist.Wo raus ziehen solche Schlüsse?Ich wollte im Gegenteil sagen das die Lage sehr schlimm ist.Und zwar nicht nur im Süden sondern leider nun einmal überall.Man sollte allerdings auch auf andere Sachverhalte achten die eine Volkswirtschaft ausmachen.Ich finde es überhaupt befremdlich so Länder wie Frankreich oder Deutschland mit kleinen Ländern wie Griechenland oder Portugal zu vergleichen.Eine ganz andere Geschichte,eine ganz andere Struktur,eine ganz andere Mentalität.

    Es ist allerdings wahr das Ich mit meinen Posts sagen wollte das es im Süden schlimmer ,reisserischer dargestellt wird als es sein mag.Und bei uns im Norden sehr viel besser als es tatsächlich ist.Das Beispiel mit der Jugendarbeitslosigkeit ist nur eines von vielen.Mir hat denn jetzt auch noch niemand die Frage beantwortet worin der Unterschied besteht zwischen zwei jungen Menschen die beide nicht anständig leben können obwohl der eine offiziell einen Job hat und der offiziell nicht.Eine einfache Frage die eine einfache Antwort gestattet.Statt dessen werden hier “linke Verschwörungstheorien” aus dem Nichts fabriziert.Und noch was zu den Statistiken.Seit Jahrzehnten nimmt die Zahl der in Deutschland in der Industrie arbeitenden Menschen stetig ab.Noch in den SiebzigerJahren waren es knapp 50% aller Beschäftigten,20 Jahre später knapp 40% :

    http://192.68.214.70/blz/eup/03_08/1.asp

    Heute wird gejubelt.Die “deutsche Industrie schafft weiter Jobs”.
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/mehr-beschaeftigte-deutsche-industrie-schafft-weiter-neue-jobs/6513882.html
    http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/deutschland-industrie-baut-beschaeftigung-weiter-aus_aid_738115.html

    Und wenn man dann genauer nach liest erfährt man das es heuer 5,2 Millionen Menschen sind die im Industrieland Deutschland in der Industrie werktätig sind.Wieviel Prozent aller Beschägftigten sind dies?Wir haben doch knapp 41 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter?Sind das jetzt also 12 Prozent?Oder 13?Wie wäre es denn mal mit so einer Statistik?
    Natürlich wird man mir jetzt sagen das ein grosser Teil der Dienstleistungsbranche der Industrie zuarbeitet oder von Ihr profitiert,Das soll dann logisch sein.

    Für mich stellt sich die Frage:Und wie kann das gut gehen?70-80% Beschäftigte im Dienstleistungs-Sektor hatten auch Griechenland und Portugal vor der Krise.Und wir sind kein Land in dem die meisten Menschen vom Tourismus leben.

    @Vivlos
    Leben sie in Griechenland?Sind sie Grieche?Dann müssten sie wissen das es im Parlament bereits einen Untersuchungsausschuss bezüglich der ELSTAT gibt und die meisten Parteien diesen Untersuchungsausschuss als “Show” bezeichnen weil dort keine Zeugen befragt werden die relevant sind.Und noch was für sie als Information..Ihr ach so toller Andreas Georgiou ist ein ex-IMF-Angestellter der Vorher schon in Ländern Südamerikas für “Recht und Ordnung” im Sinne des internationalen Finanzgangstertums “gearbeitet” hat:
    http://www.huffingtonpost.com/2011/11/28/andreas-georgiou-greek-statistics-chief_n_1116732.html

    Noch was zum Tourismus.

    Da alle meine Bekannten in Griechenland vom Tourismus leben kann Ich Ihnen sagen das die Buchungen nicht nur aus Deutschland zurück gegangen sind sondern auch aus dem Rest Westeuropas.Dafür gab es allerdings 20-30% Steigerungen aus Ländern wie Russland und China.2011 war ein Rekordjahr in der Geschichte des griechischen Tourismus:
    http://www.isotimia.gr/default.asp?pid=24&ct=3&artid=98544
    Mit knapp 17 Millionen Touristen.Warum sollten die griechischen Banken die Statistiken so der art fälschen?

    Das sie auf den Inseln jetzt zu Ostern wenig zu tun hatten liegt natürlich an der Krise und es wird sicherlich noch schlimmer.Die Krise betrifft immer mehr Menschen in Europa und die Kykladen sind nicht gerade billig.Allerdings haben sie auch nicht erwähnt das es
    erstens:
    Wegen dem Streik kaum Schifffahrtsverkehr gab.
    Zweitens:
    Das das Wetter recht stürmisch und regnerisch war.Stimmt es nicht das es teilweise nicht möglich wahr überhaupt mit dem Schiff zu reisen?Das sie diese Ostern auf den Inseln wenig arbeit haben würden sollte doch recht klar sein.

    @Tourist

    Was werfen sie mir genau vor?Das Ich keine Zahlen liefere?

    Von mir aus:
    http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,792382,00.html

    Und siehe da.Italien und Griechenland haben fast genau so viel(wenig?) Gesamtschulden wie Deutschland.Auch dies taucht hier in keiner “Statistik” auf.Aber eigentlich eine ganz interessante “Statistik”,nicht wahr?

    Das etwa die Griechen und die Italiener ihr Vermögen zum allergrössten Teil bereits in Immobilien angelegt haben?Komisch das dieser Fakt hier im Norden Europas so schwer zu finden ist,nicht wahr?Ich könnte Ihnen die Links wie diese hier geben:

    http://www.bankofgreece.gr/BoGDocuments/ΑΓΟΡΑ_ΑΚΙΝΗΤΩΝ1.pdf

    Aber selbst wen sie griechisch lesen könnten..sie trauen ja nicht den griechischen “Pleite Banken” nicht.

    Und wenn sie nicht glauben das es in Griechenland ein riesiges Problem gibt mit einer gigantischen und sehr schnellen Zuwanderung+Flüchtlingsproblem kann Ich ihnen nur empfehlen mal selber zu suchen.Das es allein knapp eine halbe Millionen Albaner in Griechenland gibt steht sogar (inklusive Quellen) in Wikipedia.