Griechenland: eine befeuerte Abwärtsspirale
Die Troika aus IWF, EU und EZB setzt ihren zerstörerischen Kurs in Griechenlands fort. Obwohl alle Wirtschaftsdaten eindeutig belegen, dass die bisherige Strategie der Austeritätsmaßnahmen gescheitert ist, wird mitten in der wirtschaftlichen Depression mit weiteren Sparmaßnahmen draufgesattelt. Beschämend die Einschätzung deutscher Medien dazu, wie z.B. bei SPON, die diese Sparmaßnahmen und deren Vollstreckung mit Reformen gleichsetzen und die betroffene Bevölkerung mit Bewahrern.
Die Gruselliste der Sparmaßnahmen, gemessen an der schon bisher eingetretenen Kontraktion der gesamtwirtschaftlichen Aktivität ist heftig und radikal, der Einkommenssteuerfreibetrag sinkt für Alle auf 5’000 Euro jährlich, dies macht für jeden Steuerzahler eine Einbuße von weiteren -300 Euro im Jahr aus. Der Steuerfreibetrag war erst im Juli 2011 rückwirkend zu Anfang 2011 von 12’000 Euro auf 8’000 Euro gesenkt worden. Alle Renten oberhalb von 1’200 Euro im Monat sollen ab 01.11.2011 um -20% gekürzt werden, die Frührenten für unter 55-jährige von oberhalb von 1’000 Euro im Monat um rabiate -40%. 30’000 Beamte sollen nach offiziellen Angaben entlassen werden und für ein Jahr in einer Reserve, zu 60% ihrer Bruttobezügen landen, wobei die Vorbereitung der Entlassung von insgesamt 70’000 Staatsangestellten in Arbeit sein soll. Auch die Einführung einer Sondersteuer auf Heizöl, mit der der Preis von Heizöl an den Dieselkraftstoff gekoppelt wird, dürfte die Bürger weiter schröpfen, bei einem Liter Heizöl von mindestens ca. 1,40 Euro in der kommenden Heizsaison, nach 0,90 Cent in der letzten.
Die griechischen Bürger haben bereits eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19% auf 23% hinter sich, eine rabiate Kürzung der realen Arbeitnehmerentgelte und diverse Steuererhöhungen, inklusive einer Solidaritätssteuer von gestaffelt 1% bis 4% der Einkommen und einer gestaffelten Sonderabgabe “Lafka” von 3% bis zu 10% auf die Rentenbezüge. Die jetzt zusätzlich neu beschlossenen Sparmaßnahmen dürften den Kollaps der griechischen Ökonomie weiter beschleunigen. Die Strategie der Troika, federführend auch von Deutschland, ist eine absolute Katastrophe, der Euro bringt den Ländern Europas laut Postulat vielleicht Frieden, aber Griechenland früher oder später den Bürgerkrieg! Der Niedergang Griechenlands und die daraus resultierende Ansteckungsgefahr, werden den gesamten Euro-Raum in den Abgrund ziehen. Hier im Blog wurde schon x-mal darauf hingewiesen, dass die Leistungsfähigkeit der griechischen Wirtschaft, Zins und Tilgung der aufgebauten Schuldenpyramide nicht hergibt, das alle Rettungspakete den Griechen nicht helfen, sondern den Gläubigern! Niemals lässt sich das Problem der im Raum stehenden 354 Mrd. Euro Staatsschulden mit Sparen lösen! Im kommenden Winter dürfte die offizielle Arbeitslosenquote auf über 20% springen und die Jugendarbeitslosigkeit jenseits der 50% landen. Der soziale Absturz in Griechenland ist gewaltig. Die Arbeitslosen erhalten nur 12 Monate jeweils 465 Euro, danach geht der Gang ins Nichts, ohne Abfederungen!
Die Wirtschaft befindet sich in einem beispiellosen Abschwung, so sank zuletzt das unbereinigte reale BIP in Q2 2011 um -7,3% zum Vorjahresquartal, zum Hoch im Jahr 2008 beläuft sich die Kontraktion des realen BIP bereits um -16%!:
Das reale Bruttoinlandsprodukt Griechenlands in Prozent zum Vorjahresquartal seit Q1 2001. Mit -7,3% in Q2 2011 ging es weiter abwärts auf 40,736 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2011 sank das reale BIP um -7,72% zum Vorjahreszeitraum, ein Desaster pur!
Die Entwicklung der realen Summe aller Arbeitnehmerentgelte im Vergleich zum Vorjahresquartal seit Q1 2001 im Chart. In Q2 2011 geht es zum fünften Mal in Folge abwärts, diesmal um -13,4% zum Vorjahresquartal.
Die Situation Griechenlands ist weiter ausweglos unter den herrschenden Prämissen!
Eine umfangreiche Dokumentation der griechischen Wirtschaftsdaten findet ihr hier: Griechenland-Artikel
Quelle Daten: Protothema.gr/”Bomben auf Renten und Gehälter”, Statistics.gr/PressReleases/QUARTERLY NATIONAL ACCOUNTS: 2nd Quarter 2011 (Provisional), Statistics.gr/Portal lange Reihe unbereinigte Daten Q1 2000-Q2 2011
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
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larissa - 22. September 2011
Marc Faber Interview vom 22.September 2011
Marc Faber warnt vor erneutem Ausbruch der globalen Finanzkrise….
http://goo.gl/o486b
Lazarus09 - 22. September 2011
Die teuflische, gottgewollte, unabwendbare Krise™ wird sich wie von Geisterhand selbst beenden wenn sich niemand mehr berufen fühlt den Spieleinsatz der Finanzjongleure bei Verlust zu retten ,wenn Spekulanten mit ihren Kursmanipulationen auf ihrem Verlust sitzen bleiben, können dann die Aktionäre ihre Vorstände und Banken mit Schadensersatzklagen überziehen bis zum jüngsten Tag ….
Alle „Rettungsschirme™“ und „Sparpakete™“ sind ein trotziges Abkassieren und Umverteilen zu Gunsten weniger ausgeführt von gekauften „Volksvertretern™“ die eigentlich jegliche Legitimation durch den Wählerauftrag verloren haben .. wie weit dieser Verfassungsfeindliche Zustand fortgeschritten ist sieht man daran das Schäuble sich wünscht die Diskussion zu den Rettungsaktionen nicht mehr öffentlich zu führen ..guckst du hier und hier wer da noch von Wählerauftrag und Demokratie™ sprechen will …y bueno
666
Russe - 22. September 2011
Lazarus09 – 22. September 2011
Die teuflische, gottgewollte, unabwendbare Krise™ wird sich wie von Geisterhand selbst beenden
__
Ah was? Niemand mehr kann die Krise™ aufhalten.
Tobias - 22. September 2011
und was wäre dein Vorschlag die Krise zu beenden ? Klar die Griechen haben das alles irgendwie selbst verbockt und lebten Jahre lang wohl etwas zu sehr im Schlaraffenland bspw was man aus der Presse mitbekommt (x Retenzahlungen an >120Jährige, Steuerbetrug, Jedes Kind ein neues Schulbuch etc pp) und die EU hat das wohl die ganze Jahre so hingenommen und haut den Politikern erst jetzt auf die Finger mit dem Sparen anzufangen, deine Worte nach wohl zig Jahre zu spät.
M.E. - 22. September 2011
Jetzt mal ernsthaft: ich rechne tatsächlich mit einem baldigen Ende der Krise.
Denn zwei Spitzenfinanzexperten, die die Finanzmärkte wie ihre Westentasche kennen, haben sich heute zu einem Gedankenaustausch über die Finanzkrise getroffen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,787815,00.html
Ich rechne stark mit ultimativen Lösungsvorschlägen für die Krise. Spätestens heute nach dem Gottesdienst im Olympiastadion.
Marktbeobachter rechnen heute noch mit eine Aktienrallye.
Catweazle - 22. September 2011
@M.E.
Selbst 7 Stunden Power-Pray haben bisher nichts genutzt:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778826,00.html
Aber ich werde trotzdem mal die spezielle Hotline anrufen:
http://www.youtube.com/watch?v=IhWT7-OIGM8
Das Video bitte bis zum bitteren Ende anschauen, es lohnt sich
Lazarus09 - 22. September 2011
Der Minister ( MERKEL ) nimmt flüsternd den Bischof ( PAPST ) beim Arm: Halt du sie dumm, ich halt sie arm *
Muhahahaa
*Reinhard Mey
Russe - 22. September 2011
@Catweazle
Selbst 7 Stunden Power-Pray haben bisher nichts genutzt
_
Zu falschen Gott gebettet, die sollen mal mit dem Goldenen Kalb versuchen.
Wolfgang - 22. September 2011
Nur der Konkurs auf Ebene des Staates und auf Ebene der Banken kann Griechenland helfen. Dann würden die Zinsen wegfallen und es gäbe Luft für einen Neuanfang. Wenn dann noch die Milliearden von der EU rollen, wäre Griechenland wirklich zu retten..
Grummel - 22. September 2011
Bei dem Theater wird sich eines entscheiden.
Werden die Völker dem Geld geopfert oder das Geld den Völkern.
Eines ist den Entscheidungsträgern wohl nicht klar, Menschen können ohne Geld existieren, Geld ohne den Menschen aber nicht.
Das TINA regiert und nicht mal Ansatzweise kognitive Dissonanz aufkommt …das nennt man wohl Selbstrefferenz, eine Krankheit der “Eliten”.
Ich bin gespannt wen die Völker opfern….
willi - 22. September 2011
@Der Vatikan hat da sehr spezielle Vorstellungen, wie man mit schlechten Bankbilanzen umgeht. Am Ende lauft es auf tote Banker, die unter Londoner Brücken hängen hinaus. Ob das wirklich hilft ist nicht bekannt. In jedem Fall dürfte diese Lösung zur Zeit sehr populär sein und wer weiß, was Merkel so alles zu tun bereit ist, um mit der CDU aus dem Umfragetief herauszukommen
.
Kann es sein, dass man an den Griechen gerade ein Exempel statuiert:
- auf Bailouts zu spekulieren ist sehr gefährlich und zieht Strafmaßnahmen nach sich, die im Bürgerkrieg enden könnten.
- Signal an die berühmten “Märkte”: Um eure Renditen zu sichern gehen wir wenn es sein muss auch über Leichen. Niemand muss sich also Sorgen machen, dass er sein Geld verliert. Wir sichern das Risiko notfalls mit Gewalt ab.
klaus - 22. September 2011
Hallo an Alle,
hab gerade wieder eine Hiobsbotschaft bei Yahoo gesehen.
Bankeneinlagensicherung wird verringert.
von 1,5 Mio gibt es nur noch garantiert irgendwas mit 437 000.
Dazu gestern die Feststellung das die Lebensversicherungen wohl kaum
die Zinsen bringen, die man erwartet. ( PlusMinus )
Irgendwie errinnert alles an Fukushima. Da war auch kein Grund zur Besorgnis.
Und jetzt fällt Gold und Öl genauso wie der DAX.
Heisst das, wir werfen jetzt auch noch die Gold-Barren auf den Markt?
*rumpelrumpel* Ich hab ihn. Ich hab meinen Helm gefunden.
Wenn jetzt schon die Goldbarren und Unzen fliegen.
Gut das der Heilige Vater da ist und dem labilen katolischen Charakter
Berlin noch etwas Stabilität verleiht.
Was geht erst ab, wenn die Griechenland-Gelder am Monatsende unterschrieben
sind?
Kontenräumung?
Na denn man Prost !
Und denn fahren wir mit nen Toyota uffn Acker.
Grüße
Klaus
klaus - 22. September 2011
http://www.n-tv.de/ticker/Geld/Senkung-der-Einlagensicherung-Wo-das-Geld-sicher-ist-article4367101.html
klaus - 22. September 2011
http://www.n-tv.de/ticker/Geld/Senkung-der-Einlagensicherung-Wo-das-Geld-sicher-ist-article4367101.html
Ooohhoh. Hier ne Korrektur.
Betrifft die zukünftige Einlagensicherung die von heute
1,5 Mio Euro bis 2025 auf 437 000 Euro zurückgeführt wird.
Nur von 2030 steht noch nix da. Ich denke dann sind es 0.
M.E. - 22. September 2011
Wenn das gesamte Finanzsystem in die Grütze geht, wird niemand mehr irgendetwas absichern können.
Dann ist nur das Geld sicher, das physisch zu Hause im Sparstrumpf steckt.
Und da infolge des Zusammenbruchs des Finanzsystems ein starker deflationärer Schock zu erwarten ist, wird dieses Geld sogar wertvoller.
So eigenartig das auch klingt.
M.E. - 22. September 2011
Ergänzung: das würde allerdings nicht gelten, wenn auch ein Währungsschnitt durchgeführt werden würde, mit Umtausch in neues Geld mit entsprechender Abwertung auch der vorhandenen Banknoten.
Aber das halte ich selbst bei einer Maximalkrise für unwahrscheinlich, weil Währungsschnitte im Allgemeinen nur bei Hyperinflation durchgeführt werden.
Ausnahme: Deutschland nach dem Krieg. Aber das war eine Sondersituation.
Lothar - 22. September 2011
Na gut mehr als 500,000 Euro an geldwerten Sparvermögen braucht auch kein Mensch.
Das ist in etwa die Summe die ein Selbständiger für eine Rente aufbringen muss wenn er gut leben will und was auch etwa ein andere in die Rentenversicherung über die Jahre einzahlt. Mit dieser Bankensicherung könnte man gut leben.
Nur wundert es mich, ich dachte es waren lediglich 20000 oder so in Deutschland pro Konto und Bank.
windstill - 22. September 2011
Erweiterung zum Beitrag:
- Kontraktion der Kreditmärkte / Möglichkeiten.
- Liquiditätskrise, Privat, Unternehmen, zuletzt Staat(en) – Banken. Gesellchaft.
==> deflationärer Schock voraus. Viele mal beschrieben. Aller Trigger wirken dann gemeinsam, schneller und schneller. Ein wirklich sensationelles Modell der globalen Denke! (Ende Ironie)
Ein System, ein Risiko! Ist es nicht seltsam, seit Jahr um Jahr wird uns geraten, sein Risiko zu minimieren und zu streuen. Gilt gar übergreifend den Finanzen. Aber das Heil wird gesucht im ganz großen System.
Ein sehr wichtiger Text, perfekt zusammengefasst von frosch!
“froschgrafik: Staatsschulden der Euroländer – Bankrott des Sozialstaats”
…. Die Eurokrise ist keine Griechenlandkrise, sondern eine Krise des Sozialstaats. Der Sozialstaat ist bankrott.”
Ergänzend meinerseits: Nicht nur eine Krise des Sozialstaates, nein viel mehr! Eine systemische Krise, bewußt eingegagen , bewußt verdrängt. Deren Diskussion fortwährend (in der Masse) und den Entscheidern ausgewichen wird. Denn die Gedanken sind nicht unbedingt bequem. Und vergessen wir eine Neustart 2.0 unter gleichen Voraussetzungen – denn dann würde unweigerlich unsere größte Krise folgen – die Energiekrise – vielleicht nicht in 5 Jahren, denn das System müßte ja wieder eine Möglichkeit des Aufschhuldens erbringen – aber in sehr absehbarer Zeit. Somit keine Lösung. Auch eine dieser unbequemen Wahrheiten. Der Aktionismus geht in die nächste Runde.. Bald gibt es gar keine Tabus mehr seitens der Beschaffung von Zeit, Geld, seitens der Staaten. Schäuble spielt den “bad guy” im Possenspiel was hier seit 2008 nun läuft. Das Volk murrt, weit entfernt vom handeln, denn es schläft weiterhin den Traum vom Schlaffenland. Es wird unsanft aufwachen. Eine Schande.
==> http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=234069
Lazarus09 - 22. September 2011
Toni - 22. September 2011
Vielleicht für den einen oder anderen von Interesse. Griechenland und das Öl!
http://www.politaia.org/politik/europa/griechenlands-schulden-und-die-globale-olmafia-ein-mega-skandal/
Selbst wenn es sich um amerikanischen Billionen handeln sollte und um Barrel statt Tonnen, ist Griechenland damit nicht pleite. Irgendwas stimmt da nicht.
Grüße Toni
windstill - 22. September 2011
@Toni – exakt – durch solche Links – sehe ich den Terminus “VT” als so negativ besetzt an! Darum kann man mit diesem Totschlagargument die reale Konspiration = VT so lässig niederschreiben, jederzeit. Einfach mal das Hirn einschalten. Wenn dem so wäre, wie im Artikel beschrieben, warum hat dann ein egal wer, diesen sagenumwobenen Schatz seit Jahrzehnten unberührt belassen!? Ganz ehrlich. Gruß
Benedikt - 22. September 2011
Wer das als Gruselliste bezeichnet, wohnt wirklich in einen Schlaraffenland, aber bestimmt nicht in Deutschland. Das Griechische Lohnniveau dürfte die Hälfte unter der des Deutschen Lohnniveaus liegen. Wir haben ein Grundfreibetrag von nur 8.004 €, 5000 € x 2 gleich 10.000 €. Der eigentliche Skandal ist, dass es den Griechischen Arbeitnehmer immer noch besser geht, als den Deutschen. Obwohl man auf deren Kosten lebt. Das gleiche mit den Renten. Der Deutsche Eckrentner bekommt auch nur etwa 1.200 € Rente. Entweder betrifft die Kürzung nur die Oberschicht, oder es gab seit 20002 zweistellige Rentensteigerungen in Griechenland. Abschläge für Frührente wurden bei uns vor über 10 Jahren eingeführt. Warum sollen 70.000 Staatsdiene volles Gehalt kassieren, wenn der Staat für diese keine Arbeit hat. Eine ABM Kraft bei uns bekommt ja auch kein Facharbeitergehalt.
Anstatt dagegen zu Demonstrieren sollten die Griechen sich mal überlegen, wie man ganz ohne Neuverschuldung auskommen kann. Nach einer Umschuldung, ist Griechenland eine ganze Zeit vom Kapitalmarkt abgeschnitten. So als Notkredit gibt es höchsten einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag.
Russe - 22. September 2011
@windstill
Ich habe jetzt keine Lust den VT-Artikel zu lesen, aber GR hat definitiv große Öl und Erdgasvorkommen.
mo - 22. September 2011
naja…
“…aber GR hat definitiv große Öl und Erdgasvorkommen.”
““Laut CIA Factbook verbrauchte Griechenland 2009 ca. 414.000 Barrel pro Tag und lag damit auf der weltweiten Rangliste auf Platz 34. Die Eigenproduktion betrug ganze 6.779 Barrel pro Tag (also nur 1,6% des Verbrauchs). Immerhin eine halbe Million Barrel Erdöl importiert Griechenland pro Tag, wovon ca. 153.000 Barrel wieder für den Export bestimmt sind (insbesondere für Macedonien). Die geschätzten Ölreserven sind mit 10 Millionen Faß im globalen Maßstab nahezu irrelevant, Griechenland könnte den aktuellen Eigenverbrauch damit nicht mal einen Monat decken.”
peak-oil.com
windstill - 22. September 2011
Russe – warum schreibst dann, wenn nicht gelesen!?
Lazarus09 - 22. September 2011
Benedikt
Anstatt dagegen zu Demonstrieren sollten die Griechen sich mal überlegen, wie man ganz ohne Neuverschuldung auskommen kann
Du glaubst “die Griechen” haben die Schulden aufgetürmt ? Und müssen nun auch dafür Federn lassen ?
Echt geBILDet …. Mann Mann Mann und die Deutschen haben über ihre Verhältnisse gelebt…. gell
martin - 22. September 2011
@lothar
Du verwechselst die gesetzl. Einlagensicherung mit der freiwilligen Einlagensicherung!
Zur Freiwilligen:
Es handelt sich um einen Verein, dem alle Privatbanken angehören! Dies gibt ein Versprechen ab, die Einlagen bis zu einer bestimmten Höhe des haftenden Eigenkapitals der Banken abzusichern. Dieses Versprechen ist keine Verpflichtung oder rechtswirksame Erklärung – d.h. man kann diesen Anspruch nicht Einklagen. Er ist bloß ein good-will des Bankenverbandes. Wenn sie nicht zahlen wollen, obwohl sie Geld haben, pech gehabt.
Zur gesetzl. Einlagensicherung. Diese ist für Privatbanken als GmbH gestaltet!!!! Diese GmbH gehört dem Bankenverband (ja genau dem Verein, der auch das obige Versprechen abgibt). Die GmbH ist als Beliehene mit staatl. Rechten ausgestattet. Sie erhebt Beiträge in Form von Bscheiden von den Banken. Jeder Anlager soll mit einer Höhe von 100.000 EUR entschädigt werden (über EU Richtlinie). Früher waren es 20.000.
Jetzt kommt es aber. Die Firma für die Privatbanken, welche die gesetzl. Absicherung vollzieht heißt Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH . Geh mal auf http://www.ebundesanzeiger.de und suche dort die Firma. Da siehst du die Bilanz und wieviel Rücklagen, bzw. Anlagen diese Firma hat!
Es ist im Falle einer großen Bankenpleite so wie mit der Einlagensicherung der Wertpapierhandelsunternehmen (die wird von der KfW geführt) – Nach nur einem Fall war diese Einlagensicherung zahlungsunfähig und musste durch den Staat gestützt werden!
Kannst dir ja bestimtm vorstellen, wenn Banken pleite gehen und der Staat keine Kredite merh bekommt wieviel die Einlagensicherung wert ist.
martin - 22. September 2011
Nachtrag und Korrektur
Dem Verein der freiwilligen Einlagensicherung gehören nicht alle Privatbanken an! Einige Privatbanken möchten dem gerne beitreten, werden aber nicht angenommen.
Der gesetzl. als Form der GmbH müssen die Beiträge gezahlt werden, da Beliehen und Vollzug von Hoheitsrechten des Staates.
Toni - 22. September 2011
@Windstill
Hast recht, ich werde mir in Zukunft mehr Gedanken darüber machen.
@Steffen
Lösch bitte den Quatsch.
Gruß Toni
Benedikt - 22. September 2011
@Lazarus09
Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt. Wer glaubt, dass die Milliarden noch Jahrelang nach Griechenland fließen werden, ist ein Realitätsverweigerer. Irgendwann wird das einfach zu teuer. Der heimische Wähler ist den Politiker wichtiger als
Die Griechen werden die meisten Schulden nie zurückzahlen. Die Eliten GR haben mit den Geld schöne Parties gefeiert, die Kosten dürfen jetzt die Bürger in andere Länder abzahlen. Das ist natürlich nach linker Meinung gerecht. Die Griechischen Bürger haben davon halt auch Profitiert.
M.E. - 22. September 2011
Kopf hoch, Toni.
Ich schreib manchmal auch ganz schönen Quatsch. Und bin danach auch immer ganz froh, wenn ich es nachträglich erkenne.
Denn nur durch Irrtum, den man selbst als Irrtum erkennt und somit überwindet (bevor man freilich den nächsten Irrtum begeht), bleibt man lernfähig und ideologiefrei.
windstill - 22. September 2011
Toni – lass stehen. Solche Einsichten sind die wahrlich nobelsten. Zeigt einen enormen Charakter. Sehr selten. Gruß
Lazarus09 - 22. September 2011
Benedikt
Wenn das dein Ernst ist wundert mich nichts mehr …. Warum hat Griechenland den Euro ..? Geschönte Bilanzen .wer daran wohl verdient hat .!! Egal…Übrigens war die Bank die durch Tricks den EU-Beitritt ermöglichte,auch diejenige die die Imobillienblase auslöste ,indem sie ihre Hypotheken auf den Markt warf und damit die Abwärstspirale los trat.Goldman Sucks…Anschließend verkündete man,die armen Leute hätten die Krise ausgelöst. Tja die Geschichten die man uns also dem Volk erzählt müssen eben stimmig sein das wir glauben das wir an unserer Misere selbst Schuld sind ,über unsere Verhältnisse gelebt ..klar .. schon mal was von Credit Default Swaps gehört..? Man muss nur aufhören, den Steuerzahler einzuspannen und zu belasten und schon sind die privaten Gläubiger die ja wegen des angeblich von ihnen getragenen auch so hohen Investitionsrisikos fett abkassieren ,von ganz alleine beteiligt, und zwar mit jedem einzelnen Euro, den sie im Spielcasino gesetzt haben.So als wenn der Ottonormalmichel sein ganzes Monatseinkommen an der Lottostelle verdattelt..nun aber statt Gewinn nur Nieten hat.
Also bitte nicht hier von Griechen salbatern die über ihre Verhältnisse gelebt haben .. Das ist unterstes BILD & SPON Niveau
Delta120 - 22. September 2011
Die steuerlichen Belastungserhöhungen der unteren und mitleren Steuerschicht, die eh ihr ganzes Geld im Monat ausgeben, bringt nichts. Die Staatsbediensteten müssen bluten. Es bringt auch keine zusätzliche Entlassungswelle was, da der Arbeitsmarkt ja schon voll ist. Einfach Löhne der Staatsbediensteten senken, bis die Bediensteten sich selber einen Job in der Wirtschaft suchen.
M.U. - 23. September 2011
“Jeremy Rifkin sieht Globalisierung an ihrem Höhepunkt”
http://www.peak-oil.com/2011/09/wiwo-interview-mit-jeremy-rifkin/
“Wir müssen akzeptieren, dass mit den knapper werdenden Ölreserven auch die Globalisierung ihren Höhepunkt erreicht hat. Mehr Menschen als heute können bei gleichbleibendem Wachstum von Wirtschaft und Wohlstand nicht mit Öl versorgt werden. Vor allem weil die Internationale Energie Agentur inzwischen festgestellt hat, dass das Maximum der Ölförderung schon 2006 erreicht wurde. Allein die heutige Fördermenge aufrechtzuerhalten wird unvorstellbare Summen kosten.”
“Heisser Herbst am Mittelmeer”
http://www.peak-oil.com/2011/09/heisser-herbst-am-mittelmeer/
“Rettungsschirm müsste 4.000 Milliarden umfassen”
http://derstandard.at/1316390170196/Experte-Rettungsschirm-muesste-4000-Milliarden-umfassen
Das beste am Artikel waren die Kommentare einiger Leser.
“4.000.000.000.000 EUR
- Wenn man diesen Betrag in 1-Euro-Münzen liefern würde, hätte das ein Gewicht von:
30.000.000.000 kg (30 Milliarden Kilo).
- Das könnte man in 109.889 Standardgüterwagen transportieren. Der Zug hätte eine Länge von 1089km, also von Wien nach Paris.
- Würde man einen Turm mit 1-Euro-Münzen bauen, wäre dieser: 9.320.000.000 m hoch, das wären rund 24 Säulen von der Erde zum Mond.
- 4.000.000.000.000 Euro nebeneinander aufgelegt würde eine Fläche von: 2.164.000.000 m² bedecken, also rund 2.164 km². Dies entspricht rund sechs Mal der Fläche Wiens.
- Nimmt man nun den Rasen des Happel-Stadions als Maßstab (105*68m) würde das also 303.081 mal das Fußbaldfeld bedecken.
- 30 Millionen Tonnen Euro-Münzen bestehen zu 75% aus Kupfer, ergibt also 22.500.000 Tonnen Kupfer, das entspricht der weltweiten Kupfergewinnung von rund eineinhalb Jahren
”
Querschuss - 23. September 2011
Hallo Benedikt,
es mag sein das die eine oder andere ungerechtfertigte Priviligierung objektiv vorhanden ist und abgebaut werden muss, dies ist nicht der entscheidende Punkt, sondern die Wirkung der Maßnahmen insgesamt auf eine Wirtschaft die sich bereits in einer Depression befindet. Niemals kann eine Wirtschaft gesunden und florieren wenn alle Markteilnehmer, private Haushalte, Unternehmen und der Staat sparen. Niemals wird ein Staat solventer wenn die Wirtschaft seines Landes schrumpft und niemals lassen sich die Verwerfungen und Fehlentwicklungen in Jahrzehnten aufgebaut und in den Leistungbilanzdefiziten und Staatshaushaltsdefiziten dokumentiert durch Sparen im Accord auflösen. Dies dürfte so schwer nicht zu verstehen sein. Was die Troika dort treibt ist unverantwortlich und unglaublich inkompetent, ich kann nicht nachvollziehen wie man auf Basis dieser Fehldenke eines Brüning argumentieren kann.
So saniert man nicht Griechenland sondern treibt es in den Untergang. Und da dieser volkswirtschaftliche Unsinn auch in Portugal, Spanien und im Ansatz nun auch in Italien getrieben wird, wird dies die gesamte Eurozone in den Abgrund treiben.
Gruß Steffen
WR - 23. September 2011
Was halt bevorsteht, bzw. bereits abläuft, ist eine Deflation. Schon richtig, dass Sparen die Abwärtsbewegung beschleunigt. Dennoch ist es das Gebot der Stunde. Denn was ist denn die Alternative??? Daß irgendwer anderes, wer?, dort soviel Geld reinpumpt bis ihm selbst die Luft ausgeht??? Und abgesehen davon, daß diese Strategie schnell am Limit wäre, sie funktioniert auch nicht wie man am Beispiel USA sieht. Geld kann man schon drucken, wenn’s aber niemand nimmt, gibt’s weder eine Inflation wie alle Schlaumeier glauben, noch eine Wirtschaftsbelebung. Ich muß Euch mal die Lektüre von Robert Prechter, Elliott-Wave, empfehlen. Was im Moment abläuft ist eine Neuauflage von 1930-33.
Also: es wird gespart werden, gespart und nochmal gespart (wie damals auch übrigens). So geht’s schneller bergab und die Bodenbildung nach Kreditkontraktion und vernünftiger Neu-Bewertung der im Moment immer noch überblähten Aktien und Immobilien (Preisverfall auf ganzer Linie) macht dann wieder einen Neuanfang möglich. Anders geht’s nicht. Das alles hat übrigens auch nichts mit Spekulanten und Bankern zu tun. Das sind lediglich Randfiguren, die dem Pöbel als Sündenböcke dienen. Es ist eine ganz natürliche und unvermeidbare Kontraktionsbewegung nach Jahren übertriebener Aufblähung aller möglichen Sektoren der Wirtschaft.
Querschuss - 23. September 2011
Hallo WR,
“Es ist eine ganz natürliche und unvermeidbare Kontraktionsbewegung nach Jahren übertriebener Aufblähung aller möglichen Sektoren der Wirtschaft.”
Naja, gerade in Griechenland sind die wirklich relevanten Sektoren der Realwirtschaft alles andere als aufgeblasen. Sicher kann man ein Leistungsbilanzdefizit durch Sparen schließen, selbst dies ist bei beispielloser wirtschaftlicher Kontraktion der Nachfrage in Griechenland noch nicht erreicht. Gerade in Griechenland liegt es aber auf der Hand, dass die Ankurbelung der industriellen Wertschöpfung geboten wäre, wenigstens bis zu einer ausgeglichenen Handelsbilanz. Dies würde auch Jobs, Einkommen und Steuereinnahmen bringen.
In der alternativlosen TINA-Welt werden selbstverständlich die offensichtlichsten Lösungen und wirtschaftliche Notwendigkeiten, wie eine ausgeglichene Leistungsbilanz durch Wertschöpfung außer Acht gelassen, solche offensichtliche Maßnahmen könnte man dann auch mit dem Abbau von ungerechtfertigten Privilegien und dem Aufbau einer effektiven Finanzverwaltung notwendigerweise koppeln.
Nur die griechische Staatsschuldenkrise von 2011 mit einem industriellen Output, der geringer als 1995 ist und drastisch sinkenden Einkommen und Konsum begegnen zu wollen überfordert meine intellektuellen Fähigkeiten. Deshalb halte ich von den vorgebrachten Argumenten wenig bzw. gar nichts, ebenso von der These, dass der Finanzmarkt und seine Akteure lediglich Randfiguren sein sollen und Sündenböcke.
Gruß Steffen
Knut34 - 23. September 2011
>>>Der soziale Absturz in Griechenland ist gewaltig. Die Arbeitslosen erhalten nur 12 Monate jeweils
>>>465 Euro
Dafür muss ein slowakischer oder tschechischer Frabrikarbeiter einen halben Monat arbeiten.
Der Tscheche hat aber den Vorteil, dass er nicht im Euro Raum ist. Wie man das den Slowaken erklärt ist mir schleierhaft
Gloria - 23. September 2011
Mag die Troika aus IWF, EU und EZB auch noch so inkompetent sein – die Griechen haben es selbst in der Hand. Es steht keiner mit einer Waffe hinter ihnen – sie können jederzeit aussteigen.
Das allerdings wäre sicher kein Zuckerschlecken bzw. da würden ihnen Renten von 1000,- Euro wie im Honigland vorkommen.
Außerdem würde mich einmal genauer Interessieren wie die Rentenkürzung abläuft – ich gehe davon aus, dass nur der Teil über 1200,- mit 20% Abschlag belegt wird und nicht die ganze Summe bzw. für die unter 55-jährigen 40% nur auf den Teil über 1000,-
Und eins will ich auch noch loswerden auch wenn ich als egoistisch eingestuft werde:
Deutschland kann nicht den Wohlstand in allen Ländern retten und sollte auf das eigene Volk schauen – dass wäre auch die Aufgabe der Regierung. Ein Familienvater schaut auch auf das Wohl seiner Familie und nicht primär auf die des Nachbarn. Spaßig bringt es Volker Pispers in diesem Video auf den Punkt: Warum läßt DU Dich vom Kapitalismus belügen und betrügen?
http://www.youtube.com/watch?v=73WSD612B54
M.E. - 23. September 2011
Absolut richtig, Steffen.
Nur ist die Ankurbelung der Realwirtschaft schwieriger, als men denkt. Mit Tendenz zum Unmöglichen.
Weil das einheimische Kapital flieht und nicht als Investitionskapital im Land zur Verfügung steht. Und weil ausländisches Kapital sich nicht danach reißt, in Griechenland zu investieren. Und weil durch ein Katasterwesen auf Drittweltlandniveau oft die Sicherheit von Grundbesitzfragen für die Firmenansiedlung nicht gegeben ist. Die Implementierung eines modernen Katasterwesens alleine würde schon viele Jahre dauern. Und die Zeit hat Griechenland schlicht nicht.
Und natürlich ist durch den Niedergang der ohnhin nie starken gewerblichen und industriellen Basis auch nicht sehr viel Facharbeiterwissen und -Können vorhanden.
Und schließlich kommt ab den 20er Jahren ff ohnehin die Erosion der industriellen Wertschöpfung auf alle Länder zu.
Ich sag es ja: Tendenz zum Unmöglichen.
Benedikt - 23. September 2011
@Querschuss
Griechenland ist völlig überschuldet, da gibt es nichts zu retten.
Griechenland hat sein BIP pro Person per Verschuldung auf knapp 30.000 hoch gesteigert, während bei den Portugiesen der Wert bei 21.000 liegt. Die Griechische Volkswirtschaft ist wohl kaum Produktiver, als die Portugiesische. Um dieses BIP Level aus eigener Kraft zu halten, müsste sich in Griechenland massenweise Hochentwickelte Industriezweige mit entsprechend hohen Löhne ansiedeln. Dummerweise gibt es in Griechenland nicht einmal die entsprechend Qualifizierten Mitarbeiter dafür.
Die 2. Möglichkeit wäre natürlich, die anderen Euroländer transferieren dauerhaft jedes Jahr mehrere Milliarden nach Griechenland. Das Geld müssten die Euroländer dummerweise bei ihren Bürgern einsparen. Sparen für Griechenland ist nicht wirklich mehrheitsfähig.
Wer meint, Sparen ist Scheiße, der soll bitteschön sagen, woher das Geld für die Griechen herkommen soll. Mehrere Jahre wird dieses EFSF Schneeballsystem nicht aufrecht zu erhalten sein.
Duke van Hudde - 23. September 2011
Das Thema mit den Griechen geistert ja überall rum.Die Griechen haben über Jahre zu viel verdient im Vergleich zu ihren Konkurensländer um Arbeitsplätze.Das heisst wenn alles andere ok sein würde müsten sie mit dne Löhnen runter und oder die andere Länder (auch wir) mit dne Löhnen rauf.Die Entwicklungen der Reallöhne kann man hier im Blog gut sehen.
Nur ist halt nicht alles andere in Ordnung.Die Schulden sind so gross das wenn man die Löhne senkt und damit das Bip auch stark den Bach runter geht die Schulden im Verhältniss zum Bip stark steigen und dann noch untragbar werden.Genau das sehen wir gerade ich würde gerne mal wieder einen Chart der Schulden zur Bip Quote sehen.
Das ganze was die TINA Fraktion macht ist total umsonst da sie nicht genug sparen können das es bei ihren Schuldenstand noch Sinn macht.Im Moment steigen die Schulden sogar stärker wie vorher und im Vergleich zum Bip oder zu den Ausgaben ist das alles ein Wahnsinn.
Das was die TINA Fraktion macht ist nur ein Punkt von dreien die man machen müste und dieser eine Punkt wird schon übertrieben ,da man die beiden anderen nicht angehen will.
1. Austritt aus den Euro und dann Abwertung
2.Schuldenschnitt am besten die Glatze
3.Dann der Abbau von Sozialleistungen und reduktion der Anzahl von Staatsdienern
Nur mit allen drei Punkten hätte das ganze sinn gemacht ,aber nur auf einen rum zuhauen macht sicher kein Sinn und man hat den dritten Punkt eh schon überreitzt.
titoslavija - 23. September 2011
wenn man sich anschaut wie die argentinier gelitten haben 2002 bis eigentlich heute noch, dann sind die griechen noch weit von dieser schmerzgrenze entfernt, obwohl die argentinier in einer lang nicht so tiefen wirtschaftskrise steckten wie die griechen heute(argentinien hatte eine verschuldung von 60% vom BIP). das weiß der iwf und die eu natürlich, deswegen werden die noch lange so weiter machen, bis es ganz einfach zu einem umsturz in griechenland kommt, damit haben die griechen ja ihre erfahrung.
Neunmalklug - 23. September 2011
Querschuss schreibt
…Renten von über 1’200 Euro im Monat sollen ab 01.11.2011 um -20% gekürzt werden, die Frührenten für unter 55-jährige ab 1’000 Euro im Monat um rabiate -40%….
ich weiß leider nicht mehr wo ich’s gelesen habe, aber kann es sein, daß die Kürzungen nur die Beträge betreffen, die OBERHALB der 1200 bzw. 1000 € liegen? Z.B. bei 1500 € werden nur die 300 bzw. 500 € entsprechend eingekürzt??
mfG
Querschuss - 23. September 2011
Hallo Neunmalklug,
so war es gemeint aber nicht präzise formuliert, ist ausgebessert, leider fallen mir hin und wieder Dinge nicht auf, die mir klar sind bzw. die ich meine, aber von mir missverständlich beschrieben sind.
Hallo Benedikt,
inhaltlich gehst Du nicht auf meine Kommentare ein. Es nützt wenig wenn alle Bereiche private Haushalte, Unternehmen und Staat sparen, kumulierend und sichtbar in einem schrumpfenden BIP, wenn gleichzeitig die Steuereinnahmen fallen und Teile der gesetzlich verpflichtenden Ausgaben steigen und das Staatsdefizit sich dadurch nicht abbaut. Den Januar bis August 2011 auf das ganze Jahr hochgerechnet würde das Defizit 15% des nominalen BIPs betragen. Beleg für das ungeheure Versagen der bisherigen Maßnahmen.
Selbst wenn die neuen Sparmaßnahmen nicht zu Steuerausfällen führen, eine zu optimistische Sichtweise, schrumpft das Staatsdefizit im allerbesten Fall auf 7-8%, dafür eine solche Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivität hinzunehmen steht in keinen Verhältnis. Selbst wenn das Defizit auf null fallen würde, leider ist man weit davon entfernt, stürmen die Staatsschulden im Verhältnis zum BIP weiter in die Höhe, da das BIP um mehr als -5,5% 2011 fallen wird.
Es ist mir unverständlich wie man dies nicht erkennen kann, ohne Schuldencut und Euro-Austritt geht dort nichts mehr. Und weil das die Verantwortlichen nicht begreifen, greift der Virus, schwaches Wachstum u.a. verstärkt durch die Austeritätsmaßnahmen, auch in den anderen Südperipherieländern um sich, ruft die Ratingagenturen auf den Plan, die berechtigter Weise die Kreditwürdigkeit senken und man antwortet mit weiteren Sparmaßnahmen. Dies wird die ganze Eurozone in den Abwärtsstrudel reißen und im schlimmsten Fall zu einer deflationären Spirale führen, Ansätze davon entwickeln sich gerade. Also bitte Aufwachen und die Realität anerkennen, mit einer schwäbischen Hausfrauenmentalität lässt sich die Staatsschuldenkrise auf solch einem Gipfel, in der Erweiterung die europäische Bankenkrise nicht lösen.
Niemals lässt sich die über Jahrzehnte aufgebaute Kreditpyramide durch Sparen im Accord auflösen.
Hallo M.E.,
sehe ich nicht so pessimistisch, kann man organisieren, haben Schwellenländer mit überzeugender Leistung gezeigt. Angenommen, die Tendenz des Unmöglichen überwiegt, von Dir präferiert, dann ist dies ein umso gewichtigerer Grund das Griechenland aus dem Euro muss, denn ein Agrarstaat hat in einer Währungsunion mit Deutschland nichts zu suchen.
Gruß Steffen
klaus - 23. September 2011
Warum der DAX wieder über 5000 ist ? Die EZB hat Befugnis bei schlechten
Werten sofort zu kaufen. Hier ne Meldung aus der Bloomberg – Ecke.
http://finance.yahoo.com/news/ECB-Ready-to-Act-if-Outlook-bloomberg-2456505642.html?x=0
Weiter geht es im TINA – Mode.
Erst werden die Kontengarantien als realitätsfremd bezeichnet,
dann werden die Lebensversicherung verpulvert und sämtliche
ruhenden Gelder mit fälligkeiten über 5 Jahren
( Riester,LV,Bausspar,Staatsgold,..) in den Kassen
zur Bankenstütze verkümmelt und dann lässt man endlich den
geplagten Euro sterben.
Bis dahin hat der Arme wohl dann 10 – 15 Jahre schlimme Hetze hinter sich.
Dann trägt man den Euro in seinen jungen Jahren zu Grabe.
Er war dem kleinen Mann so wichtig, wie die Harald Schmitt Show
und die ganzen meinungsverteilenden Moderatorsendungen
von Jauch, Will und anderen gesellschaftlichen Wichtigtuern.
Danach besinnt man sich auf das Wesentliche.
Mann lernt lesen, schreiben und rechnen, anstatt pfeifen, singen,
tanzen und Fußball spielen.
Dazu werden gesellschaftlich nachhaltige Tätigkeiten monetär
besser bewertet und die ganzen Leader aus dem nixnutzigen
geisteswissenschaftlichen Bereich und den Rechtswissenschaften
werden mit ihren falschen Doktortiteln aus der Politik ver-
schwinden und entsprechend ihrer Arbeit entlohnt werden.
Der Banker wird auch mal praktischer Arbeit nachgehen und
sie schätzen lernen.
Und alles wird gut.
Es wird Zeit für eine gesunde Brise Realismus.
Duck und renn.
Motcha - 23. September 2011
Moin,,
hier kam die Frage auf, wie die Krise zu beenden sei^^
Diese Frage ist utopisch, deshalb schmeiß ich mal einen utopischen Vorschlag auf den Tisch, den einige Profs in den 70ern in den USA befürwortet haben – naja, es waren nicht einige, sondern 20 000 aus ein paar hundert Unis. Leider war Nixon ein Vollpfosten:
BIP Griechenland liegt bei 230 Mrd Euro, Staatsquote bei 46 Prozent. Die Zahlen zu den tatsächlichen Ausgaben schwanken (ebenso die zur Schwarzarbeit), man kann aber von runden 110 Mrd Euro ausgehen, die von staatlicher Hand gesteuert werden – ineffizient, teuer, durchlässig. Geld dürfte eigentlich genug da sein, schließlich stirbt keiner in Griechenland vor Hunger, nur die Wirtschaftskreisläufe sind kaputt.
Jetzt der einfache Vorschlag. Das ganze sollte so gehen, inklusive einige Anpassungen an die griechische Klemme: derzeit gibt der Staat pro Person offiziell runde 1000 Euro pro Monat aus, für dessen Verwaltung, Verteidigung, Bildung, sozialer Sicherung etc. Statt des ganzen Kuddelmuddels bekommt jeder 500 Euro (Mindestrente liegt derzeit bei 400 Euro) ohne Prüfung, Einkommenssteuern werden dank hoher Steuerfreibeträge (15000 Euro und mehr) größtenteils abgeschafft, die Bürokratie kümmert sich nur noch um die harten Fälle mit der entsprechenden öffentlichen Unterstützung. Vermögenssteuern, Finanzertragssteuern (vor allem auf Zinsen und Spekulationsgewinne) und Mehrwertsteuern treten an die Stelle eines Einkommenssteuerstaates, der die Politik in Abhängigkeit von Unternehmen und Spekulanten führt.
Alles in allem nicht nachvollziehbar, wenn man nicht drei Jahre dran rumgrübelt, denn allein hinter der Mehwertsteuer steckt eine komplette Hirnzermartern. Würde im anderen Rahmen übrigens auch für Deutschland funktionieren^^ nur eben mit einem Einkommen ab 1000 Euro, inklusive 200 Euro Gesundheitskostenpauschale.
So, das waren meine fünf Minuten für heute. Schönen Tag noch.
Mondant - 24. September 2011
“Was die Troika dort treibt ist unverantwortlich und unglaublich inkompetent”
…nein, die machen das mit System. Speziell der IMF. Vergleiche Asienkrise Anfang der 90er etc.
V.L - 24. September 2011
Den Griechen hilft nur ein Austritt aus dem Euro inkl. Schuldenschnitt von 70 bis 80%.
Der Euro ist eine Fehlkonstruktion.
Für eine gemeinsame Währung wird zuerst eine gemeinsame Regierung benötigt.
Zusätzlich sollten die Ländern ein vergleichbares wirtschaftliches Leistungsniveau besitzen.
Auf diesen Geburtsfehler wies u.a. Kostolany bereits vor der Einführung des Euro hin.
Griechenland sollte auch nach dem Austritt aus dem Euro Mitglied der EU bleiben.
Wir sollten lieber den Euro opfern als den europäischen Staatenverbund.
Nachdem die Hausaufgaben erledigt sind (siehe oben) kann auch eine gemeinsame Währung eingeführt werden.
Zur Verschuldungssituation:
In den USA (wegen der Verfügbarkeit von Zahlen) betrug 1929 das Verschuldungsniveau 150% zum BIP. Darin enthalten Staatsverschuldung, Schulden von Industrie und Privatpersonen.
Aktuell sind wir bei > 360% zum BIP.
1932 hatte sich das BIP der USA um 40% reduziert (von 100 MRD $ auf 60 MRD $).
Massenarbeitslosigkeit und Serienweise Konkurse waren die Folge.
Die Aktienkurse (Dow Jones) hatten sich von 1923 (60 Punkte) bis 1929 (381) Punkte mehr als versechsfacht. Danach kam der Absturz auf 41 Punkte (1932).
Unter anderem spielte Goldman Sachs eine große Rolle.
Die geometrischen Reihen von Goldman Sachs (Der große Crash 1929: Ursachen, Verlauf, Folgen ) von John Kenneth Galbraith.
Anschließend kamen Rattenfänger und haben die Bürger für Ihre Machtpläne missbraucht.
Der 2 Weltkrieg war die Folge von der großen Depression.
Lazarus09 - 25. September 2011
V.L
Der Euro ist eine Fehlkonstruktion.
Wirklich ..? Meiner Meinung nach funktioniert er prima ,wie gewünscht…der jetzige Zustand ist gewollt und bei regiert möglich durch die Lockerung der Finanzmärkte, Deregulierung etc.
Für die Kapitalwirtschaft ein voller Erfolg der die totale Zerstörung billigend in Kauf nimmt .. that’s it