Griechenland: hoffnungslose Bankenkrise in Folge exzessiver Finanzierung
Die griechische Staatsschuldenkrise ist nicht nur ein Problem der aufgebauten Schuldenpyramide, sondern vor allem eines der mangelnden realen Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, die eine Bedienung und Tilgung der Schulden nicht mehr ermöglicht. Das bei der Erreichung dieses Zustandes, die Einführung des Euro als Katalysator fungierte, bleibt eine nüchterne Feststellung, denn seit der Euromitgliedschaft hat Griechenland permanent an Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit verloren.
Die prozentuale Entwicklung der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren) Jahr 2000=100. Während Deutschland seinen Produktionsoutput um +22,99% von 2000 bis Juli 2011 steigern konnte, lag der Output in Frankreich um -4,73%, in Portugal um -18,65%, in Italien um -15,34%, in Griechenland um -23,89% und in Spanien um -15,37% unter dem Niveau des durchschnittlichen Produktionsoutputs aus dem Jahr 2000! Die Situation der industriellen Wertschöpfung in Griechenland, ist noch viel schlimmer als dieser Chart vermuten lässt, denn dieser zeigt nur die prozentuale Entwicklung seit dem Jahr 2000 an (2000=100), aber trifft keine Aussage über das niedrige absolute Niveau des Outputs der Industrie.
Dies ist alles bisher nichts Neues, sondern dutzende Male im Blog ausgeführt und dokumentiert, ebenso dass die geringe Marktkapitalisierung der griechischen Banken de facto eine Insolvenz des griechischen Bankensystems anzeigt. Wenige Banken in Griechenland vereinen über 95% der Bilanzsumme aller griechischen Finanzinstitute. Per Schlusskursen von heute betrug die Marktkapitalisierung der 9 größten griechischen Banken nur noch schlappe 5,707 Mrd. Euro und dies bei einer Bilanzsumme aller griechischen Finanzinstitute von 651,004 Mrd. Euro. Die hier immer aufgestellte Behauptung das nicht nur der Staat, sondern auch das gesamte griechische Bankensystem insolvent ist, lässt sich leicht anhand der Daten von der griechischen Zentralbank belegen:
Die Entwicklung der Total Assets (Vermögenswerte) der griechischen Monetary Financial Institutions (MFIs) seit März 1998 im Chart. Die Assets (Forderungen) der griechischen Finanzinstitute sind von 183,480 Mrd. Euro auf 651,004 Mrd. Euro im Juli 2011 gestiegen. Diese exzessive Ausweitung und mehr als Verdreifachung der Bilanzsumme der griechischen Banken seit März 1998, ging einher, ohne das die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft anstieg.
Das Eigenkapital aller griechischen Banken betrug im Juli 2011 nur 47,303 Mrd. Euro, um die potentiellen Verluste aus vergebenen Krediten, Derivaten, Staatsanleihen u.a. Finanzanlagen (alles Assets) abfedern zu können. Nicht nur bei einem Staatsbankrott sind die griechischen Banken platt, es reicht schon ein moderater Schuldenschnitt, denn griechische Banken, weisen trotz Auslagerungen von griechischen Staatsanleihen zur EZB, immer noch ein Volumen von 76,965 Mrd. Euro an griechischen Staatsanleihen aus! Darüber hinaus dürfte sich aus dem vergebenen Kreditvolumen auch an Private und Unternehmen, auf Grund der miesen wirtschaftlichen Lage, ein enormes Abschreibungspotential bei einer ehrlichen Bilanzierung ergeben.
Die Entwicklung des gesamten ausstehenden Volumen bei vergebenen Krediten und Darlehen seit Januar 2003, von 145,295 Mrd. Euro bis Juli 2011 mit 331,207 Mrd. Euro. Mehr als eine Verdoppelung seit Januar 2003!
Noch deutlicher macht die Fehlentwicklung der folgende Chart mit den Daten des Volumen der ausstehenden Kredite und Darlehen nur an private Haushalte, mit weit zurückgehenden Daten:
Die Entwicklung des Volumens der ausstehenden Kredite an private Haushalte in Mrd. Euro seit Januar 1980 bis Juli 2011 im Chart. Im Juli 2011 lag das vergebene Kreditvolumen bei 115,951 Mrd. Euro (davon 79,936 Mrd. Euro private Hypothekenkredite). Bei Einführung des Euro als Bargeld im Januar 2002 lag das Volumen aller Kredite an Private noch bei 24,143 Mrd. Euro. Damit ist eindeutig dokumentiert, das sich die Exzesse seit Euro-Einführung enorm beschleunigten bzw. überhaupt erst stattfanden.
Die Last aus 354 Mrd. Euro Staatsschulden und von 651 Mrd. an Forderungen der griechischen Banken gilt es von der Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft zu tragen, die dem eines etwas erweiterten Agrarstaates entspricht. Ein völlig aussichtsloses Unterfangen und die chronische Verlängerung dieser absurden Aufgabe ist sicher dem geschuldet, dass über die EZB, Target2, und über die Verbindlichkeiten aller griechischen Banken nur gegenüber den Banken der Eurozone (allein 126,146 Mrd. Euro im Juli 2011), alle relevanten Institutionen der Eurozone in diesem Ponzi Scheme involviert sind.
Die Troika will nun neben der Rettung des griechischen Staates durch Sparen auch die griechischen Banken retten. Mit Garantien in Milliardenhöhe aus den Strukturfonds der EU soll die Kreditlücke gemindert werden, die im Zuge der maroden Bilanzen entstanden ist und die Kreditvergabe an die Wirtschaft stagnieren lässt. Der deutsche Chefs der EU-Taskforce für Griechenland, Horst Reichenbach meinte laut Handelsblatt: “Es ist für Griechenlands Wirtschaft ein großes Problem, dass die Realwirtschaft keinen Zugang zu Darlehen bekommt.” Die Fage bleibt, ob sich dieses Problem wirklich so darstellt oder ob nicht eh durch die drastische Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität und der Binnennachfrage, die Unternehmen sich hüten werden zu investieren und somit auch nur bedingt ein Kreditbedarf besteht. Auch ein: “Der Bankensektor war sehr solide, hat aber unter der Krise der Staatsfinanzen schwer gelitten. Er ist nicht in der Lage, das so nötige Wachstum zu finanzieren und mitzutragen.“ ,…trifft es nicht wirklich, denn wie die obigen Charts zeigen, stand die Kreditvergabe überhaupt nicht in Realtion zur erzielten Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Die Kredite verschwanden unproduktiv größtenteils in Konsum, den spekulativen Aktivitäten der Banken und der Finanzierung des Staates. Eine wirkliche Rettung der griechischen Banken dürfte allerdings die Fähigkeiten der EU-Strukturfonds weit mehr als überfordern.
Es stellt sich allerdings die Frage, wo waren die EU-Institutionen während des Aufbaus der griechischen Kreditpyramide, eine Aufsicht, Kontrolle und Regulierung? Die Eurozone und ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik ist in erster Linie eine Geschichte des Versagens!
Die Eurozone möchte den Staat sanieren und die Banken und zur gleichen Zeit ziehen Teile griechischen Privathaushalte und Unternehmen den Stecker und ziehen ihre Spareinlagen von den Banken ab und auch diese Kapitalflucht wird über diverse Mechanismen, die die griechischen Banken stützen, von der Eurozone erst ermöglicht.
Die Entwicklung der Einlagen der privaten Haushalte und Unternehmen seit Januar 2009 im Chart. Während in der Finanz- und Wirtschaftskrise die Einlagen bis Ende 2009 stiegen, dokumentiert sich in der Finanzkrise 2.0 eine Kapitalflucht. Seit dem Hoch im Dezember 2009 mit Einlagen von 237,531 Mrd. Euro wurden bis Juli 2011 -50,316 Mrd. Euro abgezogen! Immerhin -21,2% der Einlagen und im Juli 2011 betrug die Summe der Einlagen privaten Haushalte und Unternehmen noch 187,217 Mrd. Euro, es war der siebte Monat in Folge mit einem Rückgang bei den Einlagen.
Noch ein kurzer Blick auf die National Bank of Greece S.A., die größte griechische Geschäftsbank mit Total Assets von 119,205 Mrd. Euro in der Bilanz und damit von etwas mehr als einem Sechstel aller Assets der griechischen Finanzinstitute. Laut Geschäftsbericht zum 1. Halbjahr 2011 betrug das Eigenkapital noch 9,009 Mrd. Euro, aber unter den Forderungen (Aktiva) befinden sich alleine 14,203 Mrd. Euro an Staatsanleihen und 75,317 Mrd. Euro an Forderungen aus Konsumentenkrediten, Hypothekendarlehen und Unternehmensdarlehen. Festhaltenswert, bereits jetzt hat sich die National Bank of Greece S.A. nach eigenen Angaben Liquidität in Höhe von 25,1 Mrd. Euro bei der EZB gezogen, dies entspricht 21% der Bilanzsumme der größten griechischen Bank. Darüber wird unter anderem die Kapitalflucht von -6,256 Mrd. Euro bzw. von -12% in Q2 2011 zu Q1 2011 der Griechen bei der National Bank of Greece S.A. ermöglicht. Die Einlagen griechischer Kunden sanken auf 44,571 Mrd. Euro, nach 50,827 Mrd. Euro im Vorquartal.
Die Entwicklung des Aktienkurses der National Bank of Greece S.A., der größten griechischen Geschäftsbank, seit Januar 2003 im Dailychart. Per heutigem Schlusskurs sank die Aktie um weitere -6,52% zum Vortag, auf nur noch 2,58 Euro und damit auf ein neues Tief. Zum Vorjahr hat die Aktie bereits -74,58% verloren! Zum Hoch am 31.10.2007 mit einem Aktienkurs von 47,98 Euro betrug der Einbruch fulminante -94,62%! Selbst die Marktkapitalisierung der größten griechischen Bank ist auf nur noch 2,466 Mrd. Euro abgeschmolzen, beim Hoch waren es 45,860 Mrd. Euro!
Der Aktienkursentwicklung des TOP-Privatisierungskandidaten TT Hellenic Postbank:
Die Entwicklung des Aktienkurses der griechischen TT Hellenic Postbank seit Juni 2006 im Dailychart. Per heutigem Schlusskurs sank die Aktie um -14,13% zum Vortag, auf armselige 0,79 Euro. Allein seit Jahresanfang 2011 hat die Aktie -81,75% verloren. Zum Hoch am 06.02.2007 mit einem Aktienkurs von 21,38 Euro betrug der Verlust brachiale -96,3%!
Bei der aktuellen Marktkapitalisierung der TT Hellenic Postbank von nur noch schlappen 230,417 Millionen Euro würde die Privatisierung des 34% Staatsanteils 78,342 Millionen Euro einspielen, wahrlich “ein großer Schritt” hin zur Sanierung der Staatsfinanzen.
Die Entwicklung des FTSE ATHEX Banks, der die Aktienkurse der 9 größten griechischen Banken abbildet seit Januar 2006 im Chart. Der griechische Bankenindex brach auch heute per Schlusskurs ein, um -6,27% zum Vortag und notiert bei nur noch 443,48 Indexpunkten. Von der Erholung der Aktien in Deutschland und in anderen Teilen Europas, auch in Folge eines Ifo-Geschäftsklimaindex, der weniger als erwartet fiel, lässt sich bisher der Bankenindex Griechenlands nicht positiv inspirieren. Zum Vorjahr verlor der FTSE Athex Banks -71,88% und zum letzten Hoch am 06.11.2007 mit 7758,07 Indexpunkten satte -94,28%.
Alle hier präsentierten Daten zeigen eine große Portion an Hoffnungslosigkeit für eine Auflösung der Griechenlandkrise. Die Illusion von Rettung ist “TINA” (There Is No Alternative) nicht zu nehmen, in der Realität wird es aber sogar immer schwerer, wenigstens noch Zeit zu schinden für den Erhalt des Status Quo.
Quelle Daten: Bankofgreece.gr/Statistisches Portal, Nbg.gr/Geschäftsbericht 1. Halbjahr 2011 NBG-Group, Nbg.gr/Q2 2011 Presentation NBG-Group
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
3 Trackbacks
- Kleine Presseschau vom 26. September 2011 | Die Börsenblogger - [...] Querschüsse: Griechenland: hoffnungslose Bankenkrise in Folge exzessiver Finanzierung [...]
- Krisennews.com » Griechenland: hoffnungslose Bankenkrise in Folge exzessiver Finanzierung - [...] Das Eigenkapital aller griechischen Banken betrug im Juli 2011 nur 47,303 Mrd. Euro, um die potentiellen Verluste aus vergebenen ...
- 21. Jahrhundert » Blog Archiv » Griechenland: hoffnungslose Bankenkrise in Folge exzessiver Finanzierung » Querschuesse - [...] viaGriechenland: hoffnungslose Bankenkrise in Folge exzessiver Finanzierung » Querschuesse. Share| September 26, 2011 at 6:37 pm by ...

M.E. - 26. September 2011
Am ausstehenden Kreditvolumen der griechischen Banken kann man erkennen, was zusätzlich zu der Staatsverschuldung auf die Gläubiger Griechenlands (Staat und Banken) zukommt.
Beim griechischen Staat würde ich die Höhe eines befreienden Schuldenschnitts mittlerweile auf 70% taxieren – bei weiterer Konkursverschleppung weiter steigend – und bei den griechischen Banken wohl ein ähnlich hoher Schnitt.
Da dies bei der bestehenden Systemlogik des “too big to fail” auf eine Rettung der Gläubigerbanken und nicht zuletzt auch Versicherungen hinausläuft, ist also selbst beim “Zwerg” Griechenland schon eine gewaltige zusätzliche Staatsaufschuldung das Resultat.
Was passiert erst bei einem Realwirtschaftseinbruch und dem faktischen Ende einer Refinanzierungmöglichkeit (Staat und Großbanken) in Spanien UND Italien (UND wahrscheinlich Großbritannien), deren Eintritt innerhalb der nächsten 12 Monate ich als wahrscheinlich ansehe? Dann gibt es kein Zauberkaninchen, das groß genug wäre, um dann den Systemzusammenbruch aufzuhalten
MagnaBavaria - 26. September 2011
Ironie: Also M. E. du ließt wohl keine Zeitung, der Ifo-Index ist nicht so stark wie erwartet eingebrochen, es geht ganz klar aufwärts…
…dem Ende entgegen
SLGramann - 26. September 2011
Sehr schöner Artikel, der die Dimension des Wahnsinns nur in dem kleinen Griechenland ausleuchtet! Die Dimensionen sind in Spanien natürlich noch viel, viel größer.
Zu diesem Zitat:
“Es stellt sich allerdings die Frage, wo waren die EU-Institutionen während des Aufbaus der griechischen Kreditpyramide, eine Aufsicht, Kontrolle und Regulierung? Die Eurozone und ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik ist in erster Linie eine Geschichte des Versagens!”
eine kleine Anmerkung:
Ich halte dieses totale Politikversagen nicht für einen Zufall oder für reine Inkompetenz. Bei der Erschaffung der Kreditblase haben unsere Banker Milliarden verdient, die Boni rollten Jahr um Jahr und Macht und Einfluss der Bankenszene sind ständig gewachsen. Für die Politik war diese Scheinwelt aus Sumpfblüten natürlich auch bequem.
Jetzt, wo der faule Zauber gegen die Wand gefahren ist, versucht die Politik der Finanzszene den A.sch zu retten. Die Völker werden dafür in den kommenden Jahren zur Ader gelassen werden, dass es nur so quitscht. Aber die depperten Deutschen schauen dem FDJler Jauch dabei zu, wie er der Staatsratsvorsitzenden ein Forum bietet. Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen will.
windstill - 26. September 2011
SLGramm – JA, volle Zustimmung, aber das Ende des Kohlenstoffkapitalismus ist doch nah. Alles wird gut! – so habt Vertrauen…
in die Natur
Die macht das für uns. Ganz ohne Abstimmung, ganz ohne Wehklagen und ganz ohne Zins. Mit links
M.E. - 26. September 2011
Ja, SLGramann,
und welche zigfachen Applausstürme die Ausführungen der Staatsratvorsitzenden und die pseudo-ketzerischen Fragen des medialen everybody-Darlings begleiteten, war schon beeindruckend.
Die dort anwesenden Zuschauer haben die Fragen tatsächlich als herausfordernd und die Antworten als realitätbezogen betrachtet.
Die Menschen lassen sich gerne durch großes Theater verzaubern. Siehe die 360000 Zujubler des reaktionären Greises aus dem männerbündlerischen Vatikan, der die blasphemische These vertritt, er sei Stellvertreter Gottes auf Erden Und der für den moralischen GAU der Kirche gerade mal 20 Minuten mit 5 handverlesenen Opfern übrig hatte.
Gegen diese Mega-Theater war selbst die jauchsche Täuschungsshow noch eine Offenbarung.
bauagent - 26. September 2011
@ M.E.
“Was passiert erst bei einem Realwirtschaftseinbruch und dem faktischen Ende einer Refinanzierungmöglichkeit (Staat und Großbanken) in Spanien UND Italien (UND wahrscheinlich Großbritannien), deren Eintritt innerhalb der nächsten 12 Monate ich als wahrscheinlich ansehe? Dann gibt es kein Zauberkaninchen, das groß genug wäre, um dann den Systemzusammenbruch aufzuhalten”
Daraus ist zu folgern, dass man sich m.E. jetzt, orientiert an der individuellen Situation, vorbereiten sollte auf ein solches Szenario.
Was könnte über zumindest kurze Zeiträume passieren?
Versorgungsengpässe in den Großstädten, weil die globalen Lieferketten in´s Wanken geraten.
Alle Waren, die in Dollar am Weltmarkt bezahlt werden könnten knapp werden ( Öl, Gas etc ).
Wenn der Verkauf ohnehin ansteht, sich schnellstmöglich von Luxusgütern trennen ( Große SUV,
große Immobilien mit schlechten Energiewerten etc. ), die man nicht unbedingt braucht, weil diese wohl ihren Preis-Zenit jetzt überschritten haben.
Die Wahrscheinlickeit ist sehr hoch, dass die Globalisierung und die damit verbundenen Lieferketten längere Zeit zurück gefahren werden. Im Umkehrschluss bedeutet das in einem hochverdichteten Land wie Deutschland, dass man über Ackerland nachdenken könnte, wenn gleich die Preise zwischenzeitlich bereits angezogen sind.
Ein wenig Edelmetall auf der Basis der aktuell günstigen Kurse als Rücklage und möglichst wenig Bares auf dem Konto, um wenigstens damit einem Haircut zu entgehen.
( ” Eingeweihte” wissen ja, dass die Kursstürze eine seltene Kombiantion aus Papiergewinne der Großinvestoren und Hedgefonds, zur Abfederung ihrer Derivate und Anleihenverluste einerseits und Manipulation durch die Zentralbanken andererseits sind. Dies zu einem Zeitpunkt, wo die Comex die Margins wieder mal erhöhte. Es hat mit dem physischen Metall nichts zu tun. )
Auch ist der Immobilienmarkt mittlerweile in einigen Regionen heiss gelaufen, es gibt kaum noch gutes Angebot. Wenn man ohnehin mittelfristig verkaufen wollte, so hat man jetzt einen Zeitpunkt, der noch recht attraktive VK-Preise ermöglicht.
Die Sicherheitslage ist schwer abschätzbar, jedoch würde ich auf dem Land keine größeren Verwerfungen annehmen, in der Stadt, insbesondere in Großstädten sollt man sich zumindest auf Großdemos und Krawalle einstellen ( PKW-Garage, Türschlösser etc. ).
Hört sich alles grausig an; ich bin aber fest davon überzeugt, dass der ” point of no return ” schon 2008 erreicht war, als sich die Strategie der Anglo-/ Amerikaner und der Europäer heraus kristallisierte: Die einen Drucken bis der Arzt kommt, die anderen sparen und umverteilen bis
der Arzt kommt. Die eigentliche Krankheit aber konnte oder durfte niemand angehen.
Jetzt ist es zu spät, egal welche Maßnahme man jetzt noch in Erwägung zieht, es geht nur noch um die Fallhöhe in 2 Tagen oder längstens 2 Jahren!
Duke vna Hudde - 26. September 2011
Schönr Artikel spannend finde ich die Ausweitung des Kreditvolumens an Privaten seit der einführung des Euro(1999 oder 2002 je wie man will.Das sind ca. grob überschlagende 15% im Jahr gewesen was selbst bei den Lohnerhöhungen(die deutlich höher waren als bei uns) und den Anstieg der Immopreisen ein reiner Wahnsinn ist.Es gibt nichts was diese 15 % irgendwie nur rechtfertigen kann und das muss oder hat schon zu einen riesne Problem bei dne Bürgenr führen.Eigentlich wundert es mich das man bei dne Zahlen nicht von mehr Zwangsversteigerungen hört in der Wirtschaftskriese.Normalerweise müste es dort eher noch schlimmer sein als dne USA.Entweder wird das in dne Medien nicht veröffentlicht oder die Banken machen das nicht weil sie dann ihre Abschreibungen bei den Krediten vornehmen müste.
Es würde mich echt interessieren wie es dort in Griechenland mit den Zwangsversteigerungen aussieht.Wie die Bürger die Zinsen für ihre Schulden bei fallenden Reallöhnen und stiegender Arbeitslosigkeit bezahlen sollen bleibt mir ein Rätsel und insgesamt sieht mir das nach einen weiteren KRiesneherd aus den ich bissher in den Ausmass nicht im Blick hatte.Dafür wiedermal ein dickes Lob für die Arbeit die du in dne Block steckst.
M.E. - 26. September 2011
S&P schießt sich schon mal ein:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rating-riese-warnt-bundestag-vor-ausweitung-des-rettungsschirms/4660136.html
hunsrückbäuerlein - 26. September 2011
laut ifo geht´s immer noch aufwärz, klar doch, je höher der gipfel, desto mehr speed beim runter, hoffendlich ohne allzu viele kurven!
Benedikt - 26. September 2011
Die Türkischen Banken gehören derzeit zu den Ertragsreichsten der Welt. Das kommt daher, dass die dort Kreditsteigerungen von mehr als 30% haben. Nur mit Steigerung des Neugeschäftes kann man im normalen Bankgeschäft noch Gewinne steigern. Jetzt sitzen die GR Banken sicher auf einen Berg fauler Konsumentenkredite.
BURNER - 26. September 2011
Was ich wirklich nicht verstehe, warum die Edelmetalle so an Wert fallen – ich glaube nämlich nicht an eine “Goldpreisdrückung”.
Kann es sein, dass die Banken so stark Liquidität brauchen, dass sie ihr Tafelsilber verkaufen müssen?
Ich meine letztendlich möchte jetzt keine Bank zuerst ankommen und eine Spritze von der EZB verpasst bekommen – da dann eben der Bankname in den Medien zuerst fällt und sozusagen einen Lehmann Effekt mit sich zieht -> Es redet heute keine davon dass alle Banken kaputt sind, sondern nur noch von Lehmann…
Der Markt ist jetzt wirklich unglaublich Volatil – also von stabiler Wertanlage kann man da nicht mehr reden… langfristig schon, aber in diesem Marktumfeld ist es einfach nur noch krass… Heute call morgen put… keine Ahnung mehr…
Schaut euch das an: BankofScotland 2,6% Zinsen aufs Tagesgeld
Interhyp-vergleich: 2,52 % Zinsen auf eine Hypothek…
Was denkt ihr kommt jetzt als nächstes: Übernimmt die EZB die Geschäftsbankentätigkeit? Weil ich meine mehr als unlimitierte Tender kann sie doch nicht mehr ausgeben… woher kommt dann das Liquiditätsproblem?
Goldman - 26. September 2011
am Ende erwartet uns die New World Order
Ede Wolf - 26. September 2011
@Goldman
Am Ende? New World Order?
Also ich seh eine World order, die es schon seit Jahrtausenden gibt und die wird es auch weiterhin geben.
Oben und Unten, Machtcliquen und die Sklaven die für sie arbeiten müssen, ne nicht müssen, sondern WOLLEN und sich gut dabei vorkommen, weil sie das Leben, so wie es ist, lieben.
Ist die New World Order dann das Gegenteil ?
Oder einfach nur ein Begriff, der unreflektiert von Ami Spinnern übernommen wurde und wiedermal hinausposaunt wird, weil er so cool und verschwörerisch rüberkommt?
Man weiß es nicht. Ich muß jedenfalls immer lachen, wenn ich NWO lese, nachdem ich mich aufgeregt habe, natürlich.
Und würden die Amispinner nicht wieder dasselbe machen wie die ach so gespenstische NWO und diejenigen unterdrücken die sie nicht mögen und sich bedienen lassen und irgendwelchen Schmonzenz in die Hirne ihrer Untergebenen hämmern?
So wie sie es schon auf recht intelligente Weise bei recht vielen aufnahmebereiten Hohlköpfen geschafft haben, die sich freiwillig einer blödsinnigen Ideologie bzw. Verschwörungstheorie unterwerfen, weil sie dann saucool sind und “eingeweiht”.
schnauzevoll - 26. September 2011
Das der IFO steigt, kann nur eine Ente sein. Denn jeder mir bekannte Unternehmer jammert. Gut, jammern ist bekantlich der Gruß des Kaufmanns. Aber trotzdem, so viele auf einmal haben noch nie gejammert. PON ist überschritten. Der Fehler war die letzte Bankenrettung ohne Regularien. Alles was jetzt gerettet wird, ist only for show. Die Goldblase, die jeder Hobbyökonom vorhergesagt hat, platzt gerade. Und wenn nicht jetzt, dann in Kürze.
Am 21.12.12 ist der Tag der Wahrheit!
windstill - 26. September 2011
schnauzevoll – 21.12.12 – pah. Täusch Dich da mal nicht;-) da wette ich zweimal gegen!
==> http://www.goldseitenblog.com/heiko_schrang/index.php/Bankenkrise-Schrang/boersencrash-28-10-2011
und der Haussender der City kündigt dies uns auch schon an:
==> http://www.bbc.co.uk/news/business-15059135
wie schnell was geht, kann man doch bestens an den Edellmetallen ablesen! Innerhalb weniger Tage geht´s in den Keller. Innerhalb weniger Tage – wohl sehr bald – stehen Menschen vor verschlossenen Türen und bekommen keine Ware mehr – einfach weil´s niemand hergibt!
Egal welch Preis der Spotmarkt auf den Tafeln zeigt. Die Goldblase – darauf wett ich einen ganzen Taler, werter schnauzevoll – bläht sich nun erst richtig auf – in der Welle 5. Ordo ab chao dann in Folge. Kommt, sei versichert.
Toni - 26. September 2011
@schnauzevoll
Am 21.12.12 ist der Tag der Wahrheit!
Bin eher auf das korrigierte Datum 28.10.2011 im Maya Kalender gespannt!
Gruß Toni
Toni - 26. September 2011
hier noch der Link
http://www.sein.de/spiritualitaet/ganzheitliches-wissen/2009/der-2012-irrtum-der-maya-kalender-und-die-evolution-des-bewusstseins.html
windstill - 26. September 2011
Toni – wieder mal ein wunderbares Beispiel wie Links (nicht) gelesen werden, Siehe ein Beitrag über Deinem ersten.
Benedikt - 26. September 2011
@BURNER
Das Tagesgeld wirdn nicht zur Finanzierung von Hypotheken genommen. Hypotheken kann man Notfalls bei der EZB als Sicherheit hinterlegen und bekommt dann dafür Cash. Der Zinssatz für Hypotheken dürfte sich weiterhin nahe des EZB Referenzzinsatzes bewegen. Das Tagesgeld benötigen die Banken um Kredite ohne Sicherheiten (Kontokorentkredit etc.) zu vergeben. Ohne Sicherheit gibts ja normal kein Cash von der EZB.
Ich denke die Zinsen für Hypotheken werden nicht mehr rauf gehen. Die Banken werden aber einen höheren Eigenanteil verlangen. Um bei einen Ausfall immer auf der sicheren Seite zu sein. So dass mit einer 90% Finanzierung dürfte eher schwer werden.
M.U. - 26. September 2011
Oje die Gold und Silberblase platz! Man kanns bald nicht mehr hören. Dazu kann ich nur sagen: Geduld Geduld! Mein Horizont sind 10 bis 15 Jahre.
wp - 27. September 2011
@ Querschuss
Ganz am Rande: Vielen Dank für Ihre ausführlichen, sachlichen Darstellungen.
gelegenheitsleser - 27. September 2011
Der Blog hat sich noch immer nicht folgender Frage gewidmet:
Wieso wurde Griechenland mit Billigkrediten in die EU gelockt? WIESO? Die Leistung des Staates (BIP oder welche Größen man heranziehen mag) war doch zu jener Zeit den Hintergrundmächten DEFINITIV bekannt.
Also, wieso holt man Greece in die EU? gebraucht hat man dieses Land nicht.
Oder doch?
Viel Spass beim Rätseln!
windstill - 27. September 2011
M.U – mein Horizont max. 1/5 von Deiner Jahreszahl. MAX.
windstill - 27. September 2011
gelgenheitsleser – Die Antwort ist doch vollkommen klar
M.U. - 27. September 2011
NWO = No way out!
M.E. - 27. September 2011
Die Chinesen, Inder, Russen, Saudis und etliche andere werden Euch was husten – von wegen NWO.
Die machen ihr eigenes Ding. Nämlich genau das Gegenteil von NWO. Die haben ihre ganz eigenen Interessen, die mit denen des Westens absolut nicht kompatibel sind.
Deshalb wird es auch nichts mit NWO. Auch wenn es DER westliche Blog-Mainstream ist.
Jo - 27. September 2011
Es reicht ja aus wenn die NWO vorerst nur im Westen und den Sateliten ist (Nord-Südamerika, Europa, Teile Asiens, Teile Afrikas’s). Russland hat es vor knapp über 10 Jahren rausgeschafft, in Zentralasien läuft ein Theater zwischen ‘dem’ Westen, Russland, China.
Sobald in China Menschenrechte- Presse- und Wirtschafstfreiheit eingeführt werden dürfte das Spiel zu Gunsten des ‘Westens’ entschieden sein. Aber solange die KP China national führt werden wir ein Wettbewerb haben, das kann noch eine Weile so weitergehen. Die NWO hat ja gezeigt dass sie mit diesem Zustand (Globalisierung) auch sehr viel verdienen kann. Wenn sie noch nicht an die chinesischen Ressourcen rankommt dann werden eben die einheimischen Wahlschafe etwas mehr ausgenommen, Gelegenheiten gibts viele, wie z.B. diese inszenierte Bankenkrise, was da an Milliarden und Werten von der breiten Mittelschicht zu den 5% Oberschicht fliessen ist fasznierend und erschreckend.
windstill - 27. September 2011
Paule – gilt;-) inkl. der 0 – die gab es in 6.000 Jahren nicht.
M.E. – hoffen wir mal so;-) die Hofffnung stirbt…., na kennst Du ja.
Lothar - 27. September 2011
Schön jetzt machen auch die Gewerkschaften stimmung für den Euro und die Eurobonds.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,788516,00.html
Klar machen die sich für die Eurorettung stark, vertretten sie doch auch die Arbeiter in Banken und Versicherungen. Nicht vergessen HBV (Handel Banken Versicherungen) war die stärkste Einzelgewerkschaft bei der Zusammenlegung von Verdi.
windstill - 27. September 2011
Lothar – die machen das was alle machen – gar verständlich. Sie verteidigen den stauts quo in Zeiteinheiten solange es geht – was sonst sollte homo sapiens, der aufrechte Mensch
denn sonst noch tun…
windstill - 27. September 2011
Lothar – die machen das was alle machen – gar verständlich. Sie verteidigen den stauts quo in Zeiteinheiten solange es geht – was sonst sollte homo sapiens, der aufrechte Mensch
denn sonst noch tun…
M.U. - 27. September 2011
@M.E.
Die Chinesen, Inder, Russen, Saudis und etliche andere werden Euch was husten – von wegen NWO.
Würde ich auch so sehen, deshalb auch mein Kommentar. Das Kürzel NWO beschreibt für mich eher den Istzustand (NO WAY OUT). Vieleicht hätte ich ein paar “” setzen sollen.
M.M. - 27. September 2011
Die USA habsn Europa ein trojanische Währungspfertdchen gesendet.
Die cdo in aus GR liegenen alle brav in den Euro Banken und man nuss nur waretn, bis jemad
drauftritt. Des selbe Spiel lauft in Nordafrika
Wo wasr denn der Herr Geithner beim Griupppenbild am W0chenende.?
M.E. - 27. September 2011
Ja, M.U.,
in dieser Definition ist NWO schon weitaus realistischer.
Hallo Jo,
Südamerika ist ja ein schönes Beispiel kontra NWO. Die Ansetzbewegungen in fast allen südamerikanischen Ländern gegenüber den USA ist ja sehr offensichtlich.
Die NATO-Freundlichkeit der libyschen Opposition wird auch nicht von ewiger Dauer sein.
Ich sehe geopolitisch mehr Fliehkräfte am Werk, als Konvergenzen. Selbst innerhalb der EU und Euro-Zone kann man die zunehmenden Divergenzen beobachten.
Und wenn wichtige Rohstoffe erst mal richtig knapp werden, dann werden eher die Divergenzen das eigentliche Problem werden und nicht die NWO-Konvergenzen.
Heiner Brack - 27. September 2011
@gelegenheitsleser “Wieso wurde Griechenland mit Billigkrediten in die EU gelockt? Das Finanzkapital kann doch gute Geschäfte machen. Erst durch Kreditvregabe, den Ausfall zahlt der Steuerzahler, also der Arbeiter. Nun durch verscherbeln des griechischen Tafelsilbers, sprich die Staatsbetriebe. Die deutschen Konzerne aber auch franz. und brit. Konzerne gehen gerade auf Einkaufstour. Gestern las ich Allianz bietet mit London Heathrow um span. Flughäfen. Nun ja , und dann ist Griechenland als Kolonie ein Lieferer billliger Arbeitskräfte und Absatzmarkt für billige Massenprodukte. Wir erleben in der Periphierie der EU gerade eine Wiederholung des Ausverkaufs des ehemaligen soz. Lagers. Denn viele Errungeschaften der Arbeiterklasse und dazu gehören auch die Staatsbetriebe werden nun geschliffen…Irgendwann werden auch die letzten Bastionen der AK in den Kernländern fallen, spätestens wenn die Staatsverschuldung der BRD und Frankreich nicht mehr händelbar ist…. Auch deshalb müssen die deutschen Gwerkschaften sich daher an den letzten Strohhalm Euro halten, bis es sie wegspült…..
strolch - 27. September 2011
Giorgos Papandreou sagte, sein Land stehe zu seinen Zusagen. Er könne garantieren, dass Griechenland “all seinen Verpflichtungen” nachkommen werde, sagte Papandreou heute in Berlin. Na klar, wers glaubt wird seelig. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man einem Land, welches sich in den Euro gemogelt hat, überhaupt glauben kann. Die Zeche zahlen wieder wir.
Russe - 27. September 2011
windstill – 26. September 2011
in die Natur Die macht das für uns. Ganz ohne Abstimmung, ganz ohne Wehklagen und ganz ohne Zins. Mit links
__
Die letzten 4000 Jahren zeigen uns aber was anderes. In der Natur werden die degenerativen Tendenzen schell und effektiv eingedämpft. In der Eliten ist das schon lange kein Normalfall mehr angefangen von Inzest-Pharaonen über das Alte Rom bis heute. Diese degenerativen Sekten klammern klammern mit allen Mitteln an der Macht und versperren uns den Evolutioneren Weg. Als Alternative wird uns einen REvolutionären Weg von anderen Degeneraten vorgeschoben. Und so drehen wir uns in Kreise mind. 4000 Jahre.
windstill - 27. September 2011
Russe – naja, so richtig durchgestartet sind “wir” wohl erst im Kohlenstoffkapitalismus. Da gibt´s dann auch mächtig was zu verteilen. Macht natürlich Spaß hier Politik zu spielen, gell. Der Siegeszug der politischen Verwalterkaste wenn man so will
Ich erinnere um 1600-1670 waren wir so gegen 0,5 Milliarden Egomanen, recht gleichbleibend über mehrere hunderte von Jahren – dann ging´s los mit einem Wahn der seines gleichen sucht. Näher bezeichnet unter Holzkohlengewinnung, welchen ihren Höhepunkt schlussendlich im 19 ten Jahrhundert fand. Schau an, wir sind schon derer 1- 1,5 Milliarden 1800 ff bis knapp an 1900- derweil es hört nicht auf die Kohle kommt hinzu, zuerst im Tagebau, dann ging´s nach unten und zack da sind es derer 2,x Milliarden Egomanen in den wilden Zwanzigern, begleitet von einer exponentiellen Turbomaschine namens Erdöl. 1950 – 2,52 Milliarden Individualisten heute… so, was war den nun der Ursprung unseres Wohlstands aus, was ist es heute noch? Was meinst Du was die Natur nun machen wird – rein als Metapher. Gewährt sie uns denn ein perpetuum mobile auf ewig? Schon mal die Bänder der Welt von Hand in Bewegung gehalten? Nicht heute aber was ist in 20 Jahren?
Mythos Geld, die Geschichte der Macht und die Globalisierung. Das alles bekommt eine Wendung, wenn die geliebte Technik hier nicht bald ihre große Wundertüte auspackt und einen Ersatz dahingehend liefert den Sonderakku fossile Brennstoffe adäquat zu ersetzen. Bisher höre ich da nur heiße Luft in all der Wissen-schaft. Was glaubst Du was hier los ist wenn Peak Everything mal seine Zähne zeigt?! Mit der Druckerpresse und neuen Wunschvorstellungen bzw. reiner status quo Erhaltung auf Teufel komm raus, lässt sich hier nichts erhalten. Darum, die Natur wird das für uns mit angrenzender Wahrscheinlichkeit regeln. Wir scheinen dazu nicht in der Lage. Dies eben der kardinale Unterschied, Superraubtier Mensch versus Tierreich. Die sind uns da trotz vermutlich fehlendem Geist irgendwie doch voraus.
Russe - 27. September 2011
Was meinst Du was die Natur nun machen wird – rein als Metapher
_
Die Frage ist, ob wir die künstlich negativ selektierten Egomanen in der “Elite” und “Gottes Werk” AG Mitarbeiter irgendwie positiv beeinflussen können oder nicht. Wenn nicht, dann kommt ein globaler Krieg. Und wir finden so die “Lösung” ganz alleine ohne Hilfe der Natur. Wenn schon, dann finden wir schon eine Lösung keine Angst.
___
Ich weiß, dass die theoretische Physik im Endkampf ist. Bald wird dieser Kamp gegen die Realität verloren. Mal sehen was uns dann erwartet, vllt. auch “perpetuum mobile”. -:)
windstill - 27. September 2011
Russe – ja, da K… Wort ist noch lange nicht auf dem Abstellgleis. Diese Sicht kommt mir (leider) immer mehr ins Bewusstsein. Schau, wir diskutieren hier doch mehr oder weniger auf Kaminzimmerniveau – sprich viel zu wenige – so gesehen glaube ich in keinster Weise an eine Lösung durch den Intellekt “Bürgertum”. Nein, wir laufen rein ins fallende Messer, zu bequem ist das Fleisch, zu träge der Geist, zu manipuliert die Masse. Die Überwindung kognitiver Dissonanz ist hier und heute für die Masse nicht machbar. Das süsse Gift Materie sorgt dafür. Dies (leider) meine Einschätzung. Wäre ich nicht – selbstgewählt – in “Gefangenschaft” kraft selbst aufgelegter Verantwortung hier in der Arbeit – wäre ich längst auf Wanderschaft durch die Natur. Allemal sinnvoller als zu schreiben.
Im Grunde ist es egal, eine Lösung wird gefunden. Immer. Die Welt tickt weiter, schaun wir mal unter welchen Vorzeichen. Die bequeme Zeit liegt hinter uns.
Russe - 27. September 2011
Ja, das K-Wort. Bis jetzt haben die Amis, die von Trotzki propagierte Weltrevolution ( “permanente Revolution”) aka war on terror am laufen. Mal sehen, wann alle davon die Schnauze voll haben.
Russe - 27. September 2011
Zum Thema Realitätsverlust der Eliten.
>>Der FDP-Politiker Pfeil will die Erklärung für den Niedergang seiner Partei gefunden haben: Die Wähler sind schuld, genauer gesagt, deren Bildungsniveau.<<
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13627881/FDP-Politiker-haelt-die-Waehler-fuer-zu-ungebildet.html
M.E. - 27. September 2011
Hallo Russe,
die FDP sollte sich schnellstens ein neues Volk wählen. Nicht eines, dass zu dämlich zum FDP-wählen ist.
Russe - 27. September 2011
FPD ist leider kein Einzelbeispiel.
>>Die Welt in Angst versetzt
Obama tadelt Europas Versäumnisse in der Krise
Schelte aus den USA: Präsident Obama wirft den Europäern vor, sich nicht ausreichend um die Probleme ihres Bankensystems gekümmert zu haben.<<
http://www.welt.de/politik/ausland/article13627509/Obama-tadelt-Europas-Versaeumnisse-in-der-Krise.html
Soll man das Weiße Hause nicht gelb streichen? Ich glaub, es ist soweit.
Goldman - 27. September 2011
Es wird eine NWO geben, nur diese wird nicht so ausfallen, wie Sie in diversen Kreisen erwartet wird/wurde..
windstill - 29. September 2011
Goldman – wie wird sie denn nun Deiner Auffassung nach?
Andreas Heil - 3. Oktober 2011
Erstmal Danke für die sehr umfangreiche Griechenlandberichterstattung, die Querschusse zur vielleicht wichtigsten alternativen Informationsquelle in dieser Causa macht. Einen Punkt würde ich aber …
> Während in der Finanz- und Wirtschaftskrise die Einlagen
> bis Ende 2009 stiegen, dokumentiert sich in der
> Finanzkrise 2.0 eine Kapitalflucht. Seit dem Hoch im
> Dezember 2009 mit Einlagen von 237,531 Mrd. Euro
> wurden bis Juli 2011 -50,316 Mrd.
… doch deutlich hinterfragen. Einen Rückgang der Einlagen um im Schnitt 3 Mrd. Euro pro Monat (Größenordnung etwa 15 bis 20 Prozent der Wirtschaftsleistung) als “Kapitalflucht” zu interpretieren, kommt mir gelinde gesagt doch reichlich gewagt vor. Ist dies nicht vielmehr und wahrscheinlicher der anhaltenden Misere zuzurechnen, bei der weite Teile der juristischen und natürlichen Personen des Landes gar nichts anderes mehr übrigbleibt, als zunehmend aus ihrer privatwirtschaftlichen Substanz, mithin also aus ihren Rücklagen zu leben und dass sich dies eben massiv in einem Fleddern der Einlagen statistisch auswirken muss ?
Hinzu kommt noch, dass es im Innenraum der Volkswirtschaft derzeit vermutlich nahezu unmöglich ist, irgendetwas auf Kredit zu finanzieren, was über knirschende und krachende Prolongation von alten Verpflichtungen hinausgeht. Auch dies kann nur, zumindest hinsichtlich des unbedingt notwendigen Teils, durch einen Rückgriff auf bei einigen noch aktivierbare Reserven wenigstens zum Teil kompensiert werden.
Oder habe ich etwas übersehen ?
Sonnige Grüße
Andreas Heil
Querschuss - 3. Oktober 2011
Hallo Andreas,
wahrscheinlich hast Du nichts übersehen, sondern richtige Möglichkeiten beschrieben, mir geht es aber nicht um Details, da muss ich auch nicht Recht haben, bzw. will nicht andere Möglichkeiten ausschliessen, sondern um die Wirkung, es fließen Einlagen ab, zusätzlich steigt Monat für Monat die Zahl der Kredite die nicht bedient werden können und die griechischen Banken sind vollgesaugt mit griechischen Staatsanleihen, sprich das Bankensystem ist objektiv betrachtet hoffnungslos verloren und dies muss man zusätzlich zu einem hoffnungslosen Staatshaushalt mit beachten. Gemessen an diesem Szenario ist es fast nebensächlich ob Geld abgezogen wird und in der Schweiz, Deutschland usw. geparkt wird oder ob es abgezogen wird um die Einkommenseinbußen zu puffern. Die Wirkung dieses Vorganges kombiniert mit den anderen zählt.
Gruß Steffen
Andreas Heil - 3. Oktober 2011
Hi, Danke für die schnelle Antwort. Bei der weiteren Interpretation gehe ich ja hinsichtlich der Datenlage mit vielem konform, was hier im Blog schon seit Monaten berichtet wird. Nur haben die Mechanismen, die hinter dem Rückgang der Einlagen stehen, eben auch eine andere Dimension, die letztlich ins moralische geht und darüber in die durchsetzbaren politischen Handlungsoptionen diffundieren. Motto halt, wenn schon “der Grieche” seine Kohle “in Sicherheit bringt”, warum soll dann “der Deutsche” dafür blechen.
Was die Lösungen angeht, ist glaube ich den meisten seriösen Wirtschaftsbeobachtern klar, dass Griechenland ohne eine dauerhafte Reduktion der Schuldenlast der Vergangenheit immer tiefer ins Schlamassel geraten muss. Finanzmathematisch lässt sich das natürlich verschieben abbilden und dabei tlws. auch unterschiedliche korrespondierende Guthaben damit treffen, aber tendenziell würde ich einen baldigen Schuldenschnitt auch präferieren. Allerdings wird dann nichts anderes übrig bleiben, als Portugal und ggfs z.T. auch Irland, Spanien und evt. Italien möglichst gleichzeitig einer ähnlichen, wenn auch abgeschwächten Prozedur zu unterziehen, um aus dem realwirtschaftlichen Siechtum der Eurozone herauszukommen.
Sonnige Grüße
Andreas Heil
Querschuss - 3. Oktober 2011
Hallo Andreas,
Dein Einwand ist richtig, nur der Einlagenschwund bei den griechischen Banken, wird so oder so mit Notenbankgeld gepuffert, insofern hängt auch der deutsche Steuerzahler im Risiko, völlig unabhängig davon, ob das abgezogene Geld den schwerlichen Lebensunterhalt ergänzen muss oder in der Schweiz oder sonstwo landet bzw. beides reale Möglichkeiten des Einlagenschwunds darstellen.
Es besteht meinerseits kein Anspruch alle Dinge richtig einzuordnen und richtig zu bewerten und an alle Details zu denken und diese objektiv zu betrachten. Dies gibt weder mein Zeitbudget noch meine sonstigen Ressourcen her. Alle Querschuss-Artikel sind eine 1 Mann-Verantstaltung und in meiner begrenzten Freizeit erstellt.
Gruß Steffen