Griechenland: Kurz-Update zur Affäre um die Lagarde-Liste

von am 24. Januar 2013 in Allgemein

Heute soll in Griechenland der aus dreizehn Mitgliedern bestehende parlamentarische Untersuchungsausschuss entscheiden, wer als Zeuge in der Untersuchung der Frage aussagen muss, ob der ehemalige Finanzminister Giorgos Papaconstantinou (PASOK) die sogenannte Lagarde-Liste mit Namen potenzieller griechischer Steuersünder mit Konto bei der HSBC Bank in der Schweiz manipuliert hat.

Das oppositionelle Linksbündnis will den wegen der Lagarde-Liste heftig unter Druck geratenen PASOK-Chef und Ex-Finanzminister Evangelos Venizelos befragen lassen. Die griechische Zeitung Ekathimerini berichtet es heiße, auch die an der Regierung beteiligte Demokratische Linke (Dimar) unterstütze diese Forderung. (1)

Das könnte bedeuten, dass Venizelos doch noch vor dem Ausschuss aussagen muss – wenn auch nur als Zeuge, denn der Vorschlag, ihn neben Papaconstantinou in den Mittelpunkt der Untersuchung zu stellen, hatte im griechischen Parlament keine Mehrheit gefunden. (zum Hintergrund siehe hier (2))

Zwischenzeitlich hat die Überprüfung der Lagarde List dazu geführt, dass sich zwei ehemalige griechische Minister wegen falscher Vermögensangaben vor Gericht verantworten müssen.

Im Falle des früheren Verteidigungsministers Yiannos Papatoniou (PASOK) geht es um 1,3 Millionen Euro. Um 1 Million Euro geht es bei Petros Doukas, ehemals Wirtschafts- und Finanzminister sowie Abgeordneter der Nea Dimokratia (ND). (3)

von Stefan L. Eichner
kontakt: eichner@web.de

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34 KommentareKommentieren

  • Roland - 24. Januar 2013

    Das unterhaltsame “tam-tam”, das sicher noch zum gerechtfertigten “Rollen” einiger weiterer politischer Köpfe führen wird, überdeckt eine bedenkliche politische Entwicklung.
    SYRIZA scheint Gefallen an den vielen gut bezahlten Parlaments-Sitzen gefunden zu haben und geht jeden Tag ein Schrittchen weiter nach rechts. Bald ist Syriza die neue SPD Griechenlands.

    Folge davon ist, dass das Volk in seiner Verarmung nunmehr politisch immer schutzloser und kraftloser wird.
    Es lohnt sich jetzt für jeden politischen Beobachter, sich die Vorhaben und die Wirksamkeit der KKE näher anzusehen.

  • T.o.J. - 24. Januar 2013

    Dieses “Krebsgeschwuer” der Politdarsteller muss endlich ein Ende haben…und nicht nur in GR…wie sagte Shakespeare richtig : “Weil wir Schafe waren wurden sie zu Woelfen”… meiner Meinung nach sind alle Politiker welche ein hohes oder hoeheres Amt begleichen anfaellig fuer “Korruption” um es milde auszudruecken und das gilt weltweit!!!

    Die “Parteiendemokratie” hat vieles in dieser Richtung vereinfacht weil ja die Partei dann hinter einem steht wenn ja mal was rauskommt…. denn alle (ich hoffe es gibt sie noch…die Ausnahmen) sind ja in irgendeiner Form an der Korruption beteiligt….wenn ich an die Schwarzgeldaffaerre der CDU denke , um nur eins von zuvielen Beispielen zu nennen… der “dicke” konnte sich nicht erinnern und keiner wurde angeklagt oder bestraft…. uns muss immer Bewusst sein das DIE nur an SICH und ihren Geldbeutel denken!!! Ich wuerde in der heutigen Zeit keine Partei oder Politiker waehlen….also ueberhaupt nich zur Wahl gehen!!!

  • Chris - 24. Januar 2013

    @To.J.

    Nicht zur Wahl zu gehen ist ùberhaupt keine Option. Wenn wir schon die Mòglichkeit haben, wàhlen zu gehen, dann sollte man auch davon Gebrauch machen.

    Man muss ja nicht unbedingt einer der sog. “Volksparteien” wàhlen, sondern man kann ja kleinere Parteien wàhlen. Ich denke, wenn die kleineren Parteien im Gesamten mehr Stimmen erhalten, ist dies ein gròsseres Zeichen an die Volksparteien, als wenn weniger Wàhler an die Wahlurnen treten.

    • Frank Bell - 24. Januar 2013

      “man kann ja kleinere Parteien wàhlen”

      Das ist nur ein kurzfristiges Ventil zum Frust-Abbau in der Bevölkerung.

      Siehe PDS/Die Linke, siehe Piraten, siehe insbesondere WASG (Protest gegen Agenda 2010, und jetzt finden sie alle gut, warum nur?) siehe NPD in den 60er Jahren, Republikaner in den 80er Jahren.

      Letztlich bleibt alles beim Alten. Siehe die Wahl in Niedersachsen!

      (Meiner Meinung nach sollten wir internationale Wahlbeobachter zulassen, aber das ist ein anderes Thema.)

      • Basisdemokrat - 25. Januar 2013

        Vorbedingungen für einen erfolgreichen Kampf zur Überwindung der Diktatur des Kapitals sind:
        1. Der ökonomische Kampf gegen Selbstausbeutung und Ausbeutung muss neu organisiert werden. Von den saturierten Gewerkschaftsfunktionären ist außer Irreführung und Betrug derer, die sie angeblich vertreten, nicht viel zu erwarten.

        2. Der Politische Kampf um Demokratie muss um Dimensionen an Schärfe zunehmen. Die Frontlinien müssen klar sein. Spontane Unmutsäußerungen müssen durch konsequente Strategien ersetz werden. (Spontanität bedeutet ja lediglich das Aufkeimen einer Bewusstwerdung)

        3. Die theoretische Auseinandersetzung d.h. – der Kampf um soziale Wahrheit muss ins Zentrum der bürgerlichen Intelligenz getragen werden. Den vor allem von dort kommen die Träger der Wissenschaft. Sie müssen sich ihrer historischen Verantwortung bewusst werden. Denn das scharfe Messer der Konkurrenz sitzt längst schon auch an ihrer Kehle.

        Was tun?
        ISBN 3-922431-78-X lesen!

  • Frank Bell - 24. Januar 2013

    Ach so: Der Athex 20 steigt seit 6 Monaten. Hoffentlich kommt diese positive Stimmung (steigende Zuversicht in Unternehmensgewinne) auch bald den Arbeitsplätzen zugute.

  • Frank Bell - 24. Januar 2013

    post scriptum

    Eurozone: Einkaufsmanagerindex steigt dritten Monat in Folge

    Und in den USA läuft jetzt die Re-Industrialisierung. Die Ölmenge, die dort gefördert wird, steigt kräftig, was jetzt Investitionen im verabeitenden Gewerbe (chemische Grundstoffe) nach sich zieht.

    Wegen des Fracking boomt dort auch das Transportgewerbe. Der Dow Jones Transportation Average hat ein Drei-Jahres-Hoch erreicht.

  • T.o.J. - 24. Januar 2013

    @Chris

    So dachte ich auch mal …aber das ist schon lange her…die Realitaet hat mich eines besseren belehrt….du hast die Wahl …ja das stimmt…aber nur zwischen PEST oder CHOLERA ….alles andere ist nur Hoffnungen schueren um das Volk hinzuhalten…bestes Beispiel die Gruenen…eine Wendung um 180 grad… in der Politik machen immer die Leute die Gesetze welche auch die Macht haben….und das sind bestimmt nicht die gewaehlten Politiker oder Parteien…den diese duerfen nur in einem eng abgestecktem Territorium ihre Politik gestalten….der weg ist den “wahren Regierenden” egal solange das Ergebniss stimmt…Beweise gibt es genug und bestaetigen das was ich und auch sehr viele andere denken und sagen!!! Das System ist krank und unsere Politiker “doctern” nur an den Symptomen und nicht an den Ursachen!!!

  • Eurelios - 24. Januar 2013

    @ T.o.J.

    in der Politik machen immer die Leute die Gesetze welche auch die Macht haben

    Wählen oder nicht Wählen oder am besten den Kopf in den Sand stecken?

    In meinem Bekanntenkreis gilt die Meinung : Man kann eh nichts machen.

    Jeder weiß das die Ungerechtigkeiten gegen dem normalem Volke nicht mehr im Einklang
    einer funktionierenden Demokratie sind.

    Was kann man nun als Einzelner nur tun um dagegen anzukämpfen?

    Man sollte sich mit den Geleichdenken
    den solidarisieren.

    Habe das Hautnah im Kampf gegen S21 miterlebt.

    Wir konnten wenigsten einen Teilerfolg erzielen. Mappus ist weg und ob der Bahnhof
    wirklich noch gebaut wird steht in den Sternen.

    Also nichts tun ist sicherlich die schlechsteste Lösung.

  • s.kadenz - 24. Januar 2013

    … zur Affäre um die Lagarde-Liste

    mich würde viel mehr interessieren,
    was denn an den “Gerüchten” tatsächlich dran ist, die behaupten: “Franzosen(Brüssel,IWF) hätten mittels der Largarde-Liste(Steuerhinterziehung),
    die Griechischen Politiker auch vor den GR-Wahlen schon, erpresst?

    “Also diese demokratische EUR-EU, hätte wie anders wo(Irland, Holland, Tschechien) auch schon, ganze demokratisch, die GR-Politiker an ihre Pflichten dem Konstrukt gegenüber, erinnert”

  • sidney warburg - 24. Januar 2013

    man muss, wenn man zur Wahl geht ja keine Parteien, man kann kann einfach das Blatt durchstreichen, um so zu zeigen, dass man das System ablehnt. Ich denke, dass ist ja bei euch allen der Fall

  • T.o.J. - 25. Januar 2013

    @Eurelios

    MIr ist beigebracht worden nicht “gegen” etwas zu sein sondern “fuer etwas” meine Kraft einzusetzen…und ich glaube das ist das beste fuer mich und hab damit auch einiges (persoehnlich) erreicht!!!

    Das mit S21 weiss ich nicht ob es gut war oder nicht …ob die Demos etwas bewirkt haben oder nicht….das wird die Zeit zeigen… so einfach lassen sich die “Planer” nicht von ihrem Plan abbringen….vielleicht wird genau das gleiche in ein paar Jahren in einem “anderen Gewand” vorgestellt und den Leuten verkauft (mit den abgedroschenen Phrasen , Arbeitsplatzsicherung bzw-schaffung , Standortsicherung bzw Staerkung usw)…lassen wir uns mal ueberraschen!!!

  • T.o.J. - 25. Januar 2013

    “Kleinere Parteien” werden gegruendet oder zugelassen um den Zorn und die Wut der Bevoelkerung in die “richtigen” Bahnen zu lenken im Sinne der “wahren Regierenden”….die nennen sich immer wieder gerne “Protestparteien”….und dieser Protest laeuft sich mit der Zeit “TOT”….so einfach wird die Bevoelkerung eines LANdes im wahrsten SInne “verarscht”….es hat sich nichts veraendert und alles laeuft weiter wie bisher!!! Das ist selbstverstaendlich nur meine Meinung …ich kann auch falsch liegen!!

    @Frank Bell

    “Meiner Meinung nach sollten wir internationale Wahlbeobachter zulassen, aber das ist ein anderes Thema”

    Da stimme ich dir voll zu …. den der Schein druegt…und “Nichts ist wie es scheint” !!!

  • Erklärbär - 25. Januar 2013

    Wenn nur 3 Leute zur Wahl gehen und einer wählt die Linkspartei, die anderen beiden die CDU, dann regiert die CDU mit 66,6% der Stimmen mit der absoluten Mehrheit. Vielleicht sollte man siche diese Trivialität einmal vor Augen halten, bevor man sich hier zum Nichtwähler outet und damit indirekt zum Trottel macht. Je höher die Wahlbeteiligung und je gemischter die Parteienlandschaft, desto schwieriger die Regierungsbildung. Wenn man also schon keine Ahnung hat, sollte man es “denen” wenigstens nicht auch noch leicht machen!!

  • Holly01 - 25. Januar 2013

    erstens : Ich bin überzeugter Nichtwähler, ich unterstütze diese Posse nicht durch Teilnahme.
    zweitens : Man muss das selten thematisierte Spannungsfeld sehen. Die Wirtschaft auf der einen Seite mit ihren Interessen und Bedürfnissen und die Finanz-/Geldwirtschaft auf der anderen Seite mit völlig anderen Bedürfnissen und Interessen.
    Die Banken brauchen das Geldwachstum, welches für die Wirtschaft nur schädlich ist.
    Die Banken brauchen ständige Wechsel zwischen Wachstum und Schwäche und die Wirtschaft braucht gleichmäßige Aussenverhältnisse.
    Die Banken brauchen Firmenzusammenschlüsse und Firmenverschuldung, die Firmen brauchen eine optimale Größe die zu Umsatz, Markt und Entwicklung paßt, wobei Zinslasten grundsätzlich schädlich sind.
    In unserer Wirtschaft (Kapitalismus = dem Kapital, den Banken, dem Zins dienend) ist das Machtverhälniss klar festgelegt.
    Die Schauspieler vor den Kameras beißen nicht die Hand die sie (Geldschöpfend) füttert.
    Die immer gleiche Riege alter Männer, die mit fetten Boni für ihr willfähriges Verhalten in Aufsichtsräten und Vorständen bezahlt werden spricht für sich.
    Unabhängige Politik gibt es nicht, es gibt nicht einmal selbst denkende Politiker. Die lassen denken uns plappern hinterher.
    Wenn die Handlanger der Banken also unter Druck geraten geschieht genau das, was mit der Liste in Griechenland passiert ist : nix.
    Ungewöhnlich ist das Wiederauftauchen der Liste und das dieser Vorgang es in die (natürlich auch von den Banken abhängigen) Medien geschafft hat.
    Egal wo man den schicken medialen Teppich anhebt, es starrt vor Dreck darunter.
    Immer wenn man denkt, das wäre ja “der schlimmste anzunehmende Fall”, dann zeigt sich, selbst das war nur die halbe Wahrheit.
    Es gibt keine Rechtssicherheit.
    Es gibt keine Demokratie, weil es keine Meinungsbildung gibt, die auch nur im entferntesten mehrere Perspektiven bildet.
    Es gibt keine Ökonomie als Wissenschaft, weil alles durchtränkt ist von Lüge, Täuschung und Bestechung.
    Ich denke, man kann darüber nicht diskutieren. Wir haben nicht einmal ein System, welches das Prädikat “Bananenrepublik” verdient.
    Also wer sich darüber auslassen mag, wie erstrebenswert dieses in den letzten 20 Jahren herbeigeführte Lug und Trug System ist, der kann ja gerne versuchen dafür einzutreten, aber ich denke nicht, dass man das als Klugheit oder Intelligenz bezeichnen kann, mir fällt da eher Naivität ein, um gröberes zu vermeiden.

  • Holly01 - 25. Januar 2013

    “Wenn Wahlen irgend etwas ändern könnten, dann währen sie verboten” !!
    Guter Satz …..

  • Holly01 - 25. Januar 2013

    @ Erklärbär : Sie können ja Dienstagsdemos einführen :
    Wir waren das Volk.
    Wir hatten Arbeit.
    Wir hatten Bildung.
    Wir hatten ein Gesundheitswesen.
    Wir mußten im Alter nicht hungern.
    Wir hatten Arbeit, welche uns ernährt hat und unsere Familie auch.
    Wir hatten keine Schulden.

  • Erklärbär - 25. Januar 2013

    @Holly01

    Oh Mann. Natürlich stimmt es, das man nur die wahl zwischen Pest und Colera hat. Daher sollte man ja auch Abstand davon nehmen, Grüne, SPD und CDU zu wählen. Denn dieser Einheitsbrei wird immer jeden Dreck mittragen und die Verantwortung dafür leugnen. Siehe Abstimmverhalten im Bundestag. Stärkt man also den linken Flügel (z.B. Linspartei), schwächt man den Einheitsbrei. Sie können Ihre Faulheit nicht mit Überzeugungsgeschwafel und dem Vorfurf der Naivität der anderen entschuldigen oder rechtfertigen. Solange Sie von diesem System profitieren, haben Sie verdammt nochmal auch Ihren Beitrag zu leisten. Und das Mindeste was man verlangen kann, ist der Gang zur Wahlurne, um dem Pöbel es nicht noch leichter zu machen, als es durch die Unterstützung der Presse bereits ist.

    Aber das ist wieder mal typisch Deutschland. Meckern, Jammern, aber stets den Kopf im Sand. Dann ist der Hintern in der richtigen Position zum reintreten. Und die derzeit herrschende Klasse, wird ihn treten, darauf ist IMMER Verlaß! Wenn Merkel im September die Wahlen gewinnt oder wenigstens in der Position ist, mit den Grünen oder der SPD zu koalieren, dann geht es uns wirklich an den Kragen!

    Ich erwarte Sie im September im Wahllokal! :)

    • Frank Bell - 26. Januar 2013

      @Erklärbär

      Nach der Posse in Niedersachsen (FDP laut Umfragen bei 3 %, bei der Wahl auf einmal 10 %) sieht mich kein Wahllokal mehr – ausser bei der Kommunalwahl, und auch nur solange, wie die 5 %-Hürde nicht wieder eingeführt wird, denn ich wähle bei der Kommunalwahl so eine Klein-Partei.

  • Holly01 - 26. Januar 2013

    nc :
    http://www.linksnet.de/de/artikel/28361

  • Erklärbär - 26. Januar 2013

    Ich möchte weder von links, noch von rechts regiert werden. Beide Flanken haben ihre Nachteile. Aber es muß wieder mehr soziale Gerechtigkeit her, die es unter Willy Brandt zweifelsohne gegeben hat. Niemand will die Reichen arm machen und niemand will die Armen reich machen. Was ich mir wünsche, ist nur ein Stück mehr Gerechtigkeit, mehr Achtung vor dem Leben und keine Versklavung des Volkes.

    Wenn die Etablierten aufgrund verschobener machtverhältnisse gezwungen sind, sich Kompromissen zu stellen, wäre schon ein Teilsieg erungen. Damit eines klar wird: Ich halte die Linkspartei nicht für regierungsfähig! Aber sie sind der Stachel im Fleisch! Sie können, wenn sie starkt genug im Bundestag/Bundesrat vertreten sind, mitgestalten! Es muß ein Gegenpol her, sonst wird ein eisiger Wind wehen.

    Eine andere Möglichkeit wäre, das sich das Volk erhebt. Aber wir leben in Deutschland. Dem Paradies für Vertreter unreflektierter Abnickung. Wenn sich in der BRD jemand erhebt, dann nur um das Bett zu verlassen.

  • Holly01 - 26. Januar 2013

    Was beinhaltet für Sie denn “soziale Gerechtigkeit”?
    Einmal davon abgesehen, daß wir aus meiner Sicht einen Staatsputsch haben, der sowohl das Rechtssystem ausser Kraft gesetzt hat, also auch die Ermittlungsbehörden ins Abseits geschoben hat und zusätzlich die Parteien kontrolliert, was denken Sie denn wer Sie regiert?
    Die Merkel? Richtlinienkompetenz?
    Der Jain? Geldkontrolle?
    GS ? Marktkontrolle?
    Die EU? Rechtskontrolle?
    Welches “Gegengewicht” sehen Sie denn? Und noch wichtiger Gegengewicht zu wem oder was?
    Das “Volk”? Geeint von wem? Vorangetrieben wovon?
    Wenn Sie Ideale haben, dann ist das sehr gut. Ich will die auch weder schlecht machen, noch als falsch ansehen.
    Wir haben das Recht auf Besitz, leider ist das eingeschränkt durch die Vorbehalte der Siegermächte, aber diese Einschränkungen wurden nie offen wirksam gemacht.
    Wir haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Da gab es schon einige Verstöße, von denen kein einziger durch deutsche Justiz oder Politik verfolgt wurde.
    Sie halten die Deutschen für phlekmatisch, ich halte die Deutschen für realistisch.
    Versuchen Sie sich zu informieren.
    Sehr empfehlen kann ich Ihnen die Stellen unserer jüngeren Geschichte wo von politischen Exvertretern die Vermögensverhältnisse offen gelegt wurden.
    Alle sehr hoch verschuldet. Jeder hat Eigentum genutzt, welches er mit seinen Einkünften nicht erwerben konnte. Die erliegen, so scheint es, alle der Machtillusion.
    Deutschland ist eines von 20 Ländern und das einzige OECD Land in dem es nicht verboten ist, einem Abgeordeten -nach- der Abstimmung vor lauter Freude über dessen Weitsicht Geld zu geben. Das können Sie auch ruhig schon vorher ankündigen.
    Sie gehen wählen …. ja das ist ehrenswert. Entschuldigen Sie bitte wenn ich meine Energie auf andere Weise einsetze.

  • Holly01 - 26. Januar 2013

    Geniessen Sie das wenige an Freiheit an Gedankenaustausch, welches Blogs wie dieser ermöglichen und damit das so bleiben kann, war es das zu diesem offtopic Thema von mir.
    Ich wünsche ein tolles Wochenende.

  • Katja - 26. Januar 2013

    Bevor einer nicht wählen geht, sollte er/sie sich folgendes Scenario vorstellen:
    Bei der nächstenBundestagswahl werden CDU und SPD sowie Grüne keine Stimmenprobleme haben (alle wollen “Mitte” sein). Die FDP wird scheitern, weil kein CDU-Wähler mehr “Wahlhilfe” machen wird, wie in Niedersachsen. Die Linken schaffen es auch nicht. Es kommt zur großen Koalition, weil SPD und Grüne zusammen nicht die Mehrheit haben. Die Grünen gehen aber auf keinen Fall in die Opposition – dann wären sie ja “regierungsunfähig”! Also ganz große Koalition – und keine Opposition mehr! Die Demokratie hätte ausgedient.

    Wenn hier einige schon keine anderen Gründe zum Wählen finden, dann doch wenigsten den, dass es noch eine Opposition geben muss!

  • Erklärbär - 26. Januar 2013

    Ich verstehe die Resignation durchaus. Ich bin übrigens absolut kein Idealist. Die Zeiten sind seit 2008 vorbei. Ich will nur nicht, dass wir eine große Koalition bekommen, wo ein verfassungsfeindliches Gesetz nach dem anderen durchgepaukt werden wird. Überall liest man bereits die Vorboten des sozialen Kahlschlages, der ab 2014 kommen soll.

    Die Annahme, wir hätten einen Putsch, kann ich ebenfalls nachvollziehen. Das Verfassungsgericht ist mit ehemaligen Politikern bereits infiltriert und daher bin ich genauso skeptisch. Aber erst wenn ich mit eigenen Augen gesehen habe, das auch die Linkspartei zum “Klüngel” gehört, der uns allen das Leben schwer machen will, erst dann werde ich hingehen und die Sache selbst in die Hand nehmen. Dann marschiere ich auch nicht mehr zur Wahlurne. Aber marschieren werde ich, das ist sicher!

    Daher appeliere ich an alle, die hier mitlesen. Geht zur Wahl und bringt die Machtverhältnisse durcheinander!!! Jede Stimme, auch wenn sie der Tierschutzpartei zukommt, ist eine Stimme weniger für das etablierte Politgesocks. Eine fehlende Stimme ist jedoch IMMER ein Gewinn für die, die uns knechten wollen. Jeder Nichtwähler ist somit zwangsläufig Teil des Putsches! denkt mal darüber nach. :)

  • Holly01 - 26. Januar 2013

    https://www.youtube.com/watch?v=4cAEAtkuTF0

    Niemand hat aufgegeben. Die Zeit arbeitet für den Wechsel. Je mehr die da oben ihre Nummer durchziehen, desto besser ist das und je schneller das geht, desto eher kann man die Scherben zusammenfegen.

  • Holly01 - 26. Januar 2013

    Aber :
    Ich möchte schon anerkennen, wenn andere sich zur Wahl begeben. Es ist wichtig, daß Deutschland nicht wieder wie 1933 verladen wird, indem die CIA einen Spinner an die Macht bringt. Den Amis ist das egal, für die ist Krieg ein Wirtschaftsfaktor.
    Die würden kalt lächelnt alle mit Waffen beliefern.

  • graubär - 26. Januar 2013

    NICHT Wählen ist QUATSCH ! wähle eine kleine unbekannte Partei, deine Stimme ist gezählt und die Großen Lügeneinheitsparteien haben sie NICHT !

    So wählt man Protest !

    • klaus - 27. Januar 2013

      @graubär

      Wenn schon wie Sie sagen, dann gibt
      gibt es nur die Wahl zwischen Frei Wähler und dem
      Streichen aus dem Wählerverzeichnis.
      Damit die paar Euro pro Stimme nicht weggeworfen sind.

      ;)

      • Holly01 - 27. Januar 2013

        Wenn man zur Hure geht, kann man sich wenigstens als besserer Mensch fühlen, wenn man Trinkgeld gibt.
        Also bleiben Sie im Wählerverzeichniss.