Griechenland: PPI mit +3,8% zum Vorjahresmonat

von am 29. August 2012 in Allgemein

Mitten in der griechischen Depression berichtet das Statistikamt ELSTAT von weiter steigenden Produzentenpreisen der gewerblichen Wirtschaft. Der Producer Price Index (PPI) in Industry for the Overall Market (Domestic and Non-Domestic) stieg im Juli 2012 gemäß den heutigen Daten um +3,8% zum Vorjahresmonat. Zum Juli 2010 stieg der PPI sogar um satte +9,1%. Auch hier zeigt sich die Versagerstrategie und das ökonomische Unverständnis der handelnden Akteure in der Eurozone. Denn mitten in der griechischen Depression steigen die Produzentenpreise und die Verbraucherpreise munter weiter, während gleichzeitig die Masseneinkommen (Arbeitnehmerentgelte) drastisch schrumpfen. Das postulierte Ziel der Wettbewerbsfähigkeit mittels interner Abwertung wird aber so niemals erreicht, denn schrumpfende Löhne und Sozialleistungen alleine, greifen erheblich zu kurz um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Denn sinken müsste auch das allgemeine Preisniveau, nur dies steigt munter weiter. Nur die Abwertung primär über Lohnsenkungen verschärft aber die Krise und mündet in einer brachialen BIP-Schrumpfung und einem Kollaps der Binnenwirtschaft.

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