Griechenland unter hoffnungsloser Ägide

von am 20. November 2011 in Allgemein

Das griechische Statistikamt ELSTAT gab am Freitag die Daten zum Auftragseingang der Industrie für den Monat September 2011 bekannt. Diese Daten belegen u.a. wieder, unter was für einer hoffnungslosen Ägide sich Griechenland befindet! Im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahresmonat stieg der unbereinigte gesamte Auftragseingang zwar um +0,4%, aber vor allem die Inlandsaufträge dokumentieren weiter den desaströsen Zustand der griechischen Wirtschaft, denn die unbereinigten Inlandsaufträge brachen selbst auf dem sehr niedrigen Niveau um -10,2% zum Vorjahresmonat ein. Einzig die unbereinigten Auslandsaufträge, mit +11,0% zum Vorjahresmonat, konnten das realwirtschaftliche Desaster in Griechenland wieder etwas kaschieren. Saisonbereinigt ging es allerdings im Vergleich zum Vormonat beim Auftragseingang im Inland, im Ausland und damit bei den gesamten Aufträgen geschlossen abwärts.

Im Chart der saisonbereinigte gesamte Auftragseingang der griechischen Industrie von Januar 2000 bis September 2011, laut den Daten von Eurostat. Im September 2011 sank der saisonbereinigte Auftragseingang um -3,3% zum Vormonat auf 86,72 Indexpunkte. Vom Hoch im Juli 2008 mit 126,68 Indexpunkten sank der gesamte Auftragseingang bis September 2011 um -31,54%!

Brachial wirken sich die Austeritätsmaßnahmen, im Kern undifferenziertes und wirtschaftlich kontraproduktives Sparen, auf Investitionen und Konsum im Inland aus, wie auch die katastrophale Entwicklung der Inlandsaufträge der Industrie dokumentieren:

Im Chart die saisonbereinigten Inlandsaufträge der griechischen Industrie von Januar 2000 bis September 2011. Im September 2011 sanken die saisonbereinigten Inlandsaufträge um -1,8% zum Vormonat auf 67,85 Indexpunkte und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Januar 2000. Vom Hoch im Juni 2008 mit 119,59 Indexpunkten betrug der Einbruch bis September 2011 unfassbare -43,26%!

Diese Daten von -43,26% zum Hoch bei den Inlandsaufträgen sind ein Hammer und zugleich sind sie ein Skandal und Zeichen für die völlig verfehlte Strategie der Troika (IWF, EU und EZB)! Eine Strategie die in den totalen Niedergang führt, dringend korrigiert werden muss und deren unfähige Protagonisten für den bisherigen absehbaren Niedergang zur Verantwortung gezogen werden müssten. Denn die Troika bleibt mit ihrer verfehlten Strategie der Garant für den totalen Zahlungsausfall und Zusammenbruch Griechenlands.

Nur die Auslandsaufträge konnten bisher das komplette Desaster etwas überdecken, aber im September ging es auch hier sehr kräftig zum Vormonat abwärts:

Im Chart die saisonbereinigten Auslandsaufträge der griechischen Industrie von Januar 2000 bis September 2011. Im September 2011 sanken die saisonbereinigten Auslandsaufträge um knackige -12,97% zum Vormonat, auf 115,75 Indexpunkten. Vom Hoch im März 2007 mit 154,48 Indexpunkten betrug der Einbruch bis September 2011 nun wieder -25,71%! Sollte sich der frische Abwärtstrend der Auslandsaufträge verstetigen, ist endgültig Land unter bei der geschwächten und unterentwickelten Industrie Griechenlands.

Auch die Daten zur Industrieproduktion für September 2011 verdeutlichen klar, wie mies der Output der Industrie bereits ist:

Im Chart die saisonbereinigten Daten der breit gefassten griechischen Industrieproduktion (Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung) von Januar 1995 bis September 2011. Im September 2011 stieg der Output um schlappe +0,06% zum Vormonat. Vom Hoch, welches bezeichnender Weise bereits im August 2000 markiert wurde, mit 106,36 Indexpunkten, betrug der Einbruch bis August 2011 kräftige -26,48%! Der aktuelle Output der Industrie liegt sogar deutlich unter dem Niveau von 1995, dem Beginn der Datenreihe!

Die nominale Bruttowertschöpfung der griechischen Industrie (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) lag nach den letzten verfügbaren Daten aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung in Q2 2011 mit erbärmlichen 6,643 Mrd. Euro auf dem niedrigsten Stand seit zehn Quartalen und betrug noch 11,96% des nominalen BIPs. Zum Vergleich, in Deutschland betrug die nominale Bruttowertschöpfung der breit gefassten Industrie in Q2 2011 kräftige 145,490 Mrd. Euro bzw. 23,12% des nominalen BIPs. Damit betrug die nominale Bruttowertschöpfung der Industrie in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung das 3,04-fache der Griechen! Das nominale Exportvolumen Griechenlands bei Waren und Gütern in Q2 2011 betrug nur 6,085 Mrd. Euro, um damit mal die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft einzuordnen, in Deutschland lag das nominale Exportvolumen bei Waren und Gütern im gleichen Zeitraum bei 275,410 Mrd. Euro. Damit betrug das Exportvolumen bei Waren und Gütern in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung sogar das 6,24-fache der Griechen! Das Exportvolumen bei Waren und Gütern betrug in Griechenland in Q2 2011 nur 10,96% des nominalen BIPs und in Deutschland satte 43,76% des nominalen BIPs!

Noch brutaler sieht die Situation anhand des Produktionsindex im griechischen Baugewerbe aus:

Die Entwicklung des Produktionsindex des Baugewerbes seit Q1 2000 bis Q2 2011. Der Produktionsindex spiegelt den Output des Baugewerbes wider. In Q2 2011 sank der Output auf 46,20 Indexpunkte und brach damit zum Hoch in Q4 2002 um brachiale -78,17% ein.

Es dürfte weiter ein Rätsel bleiben, wie bei dieser niedrigen Wertschöpfung wichtigster Teilbereiche der Volkswirtschaft, die griechische Wirtschaft flott gemacht werden soll und auch nur ansatzweise eine Entspannung bei der Staatsschuldensituation erreicht werden kann?

Noch schlimmer, in die völlig unterentwickelte Volkswirtschaft werden auch noch die Investitionen zweistellig zurückgefahren, eine völlig absurde und zum Scheitern verurteilte wirtschaftliche Entwicklung:

Die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen seit Q1 2001 bis Q2 2011. In Q2 2011 sanken die Bruttoanlageinvestitionen um -17,9% zum Vorjahresquartal. Seit nun 15 Quartalen in Folge sinken die Bruttoanlageinvestitionen in Griechenland, im Vergleich zum Vorjahresquartal! Seit dem 4. Quartal 2008 sind die Bruttoanlageinvestitionen um unverantwortliche und beispiellose -43,48% gesunken!

Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Erwerb von dauerhaften und reproduzierbaren Produktionsmitteln sowie selbst erstellten Anlagen, ebenso von größeren Reparaturen, die zu einer wesentlichen Steigerung des Wertes einer Anlage führen. Die Bruttoanlageinvestitionen untergliedern sich in Ausrüstungen (Produktionsanlagen, Maschinen, Geräte, Fahrzeuge), Bauten (Wohnbauten, Nichtwohnbauten) und sonstige Anlagen (u.a. Nutzvieh und Nutzpflanzungen, Computersoftware).

Niemals wird man eine unterentwickelte Volkswirtschaft leistungs- und wettbewerbsfähig machen mit zweistellig sinkenden Bruttoanlageinvestitionen. Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzpolitik ist dilettantisch und die Dimension der Krise zum großen Teil selbst verschuldet. Die Wirtschaftsdaten der von Austeritätsmaßnahmen gebeutelten Staaten der Südperipherie der Eurozone zeigen die Hoffnungslosigkeit, die in dem Versuch liegt, die Krise aus aufgetürmten Schulden durch Sparen zu lösen, durch Austerität die auch in weniger Wertschöpfung und schrumpfenden Investitionen mündet. Der organisierte wirtschaftliche Niedergang in der gesamten Südperipherie, wird alle Mitglieder der Eurozone einholen, wie sich ja bereits immer deutlicher herauskristallisiert.

Eine umfangreiche Dokumentation griechischer Wirtschaftsdaten: Querschuesse.de/Griechenland-Artikel

Quelle Daten: Statistics.gr/NEW ORDERS INDEX IN INDUSTRY: September 2011, Eurostat.ec.europa.eu/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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39 KommentareKommentieren

  • M.E. - 20. November 2011

    Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen zeigen, wohin auch in Zukunft die Entwicklung gehen wird: ein Land mit immer weniger realwirtschaftlicher Wertschöpfung.
    Also genau in die entgegengesetzte Richtung als die, die irgendwann für eine Verbesserung der Situation die unbedingte Vorraussetzung wäre.
    Die Kapitalfluch tut ein Übriges.

    Wie sieht es eigentlich mit der Landwirtschaft und dem Eigenversorgungsgrad bei Lebensmittel aus? Das Land düfte ja auch nicht zu den zeitweiligen Gewinnern des Klimawandels gehören. Und die Böden sind in weiten Bereichen stark erodiert. Aber aktuelle Informationen zu diesem Wirtschaftsberfeich fehlen mir leider.

  • bauagent - 20. November 2011

    Was wir hier an Aufbereitung von Steffen sehen ist nichts anderes, als die gewollte Entwicklung, um einen Putsch einzuleiten zur Herstellung einer zentralistischen Union, die als Grundlage eine massive Euro-Krise benötigt.

    Hier will eine kleine Kaste von Übergeschnappten eine diktatorische zentralistische Union durchsetzen und die Krise, die, wie ja Steffen richtigerweise feststellt mit diesen Maßnahmen niemals lösbar sein wird, zum Anlaß nehmen, um in einer Panikphase alles durchwinken zu können. Hier geht es um eine diktatorische Zukunft Europas. Federführend durch Goldman Sachs
    und willfährigen Politikern lanciert.

    Schäuble ist sich selbst nicht zu schade völlig offen in der NYT v. 18.11.offen zu kommunizieren,
    dass bis längstens Mitte 2013 die Zentralisierung erledigt ist.

    Hinzu kommen seine eindeutigen Äußerungen beim European Banking Congress am 18. in Frankfurt, wo er eindeutig erklärt, dass er die alten Nationalstaaten für überholt hält und diese
    faktisch nicht mehr exisiteren, man müsse nur noch den Lisabon-Vertrag leicht anpassen.

    Dabei wurden die derzeit angeschlagenen Länder bereits ihrer parlamentarischen Demokratie faktisch beraubt. In Griechenland sehen wir Papademos als Goldman Sachs abgesandten, in Italien Monti, der jetzt noch auf der Gehaltsliste von Goldman Sachs steht. Draghi als Dritter in der wirklichen Troika, muss kaum näher beschrieben werden.

    Auf Zerohedge findet sich schließlich noch ein schlüssiger Artikel zur ” final Phase of Goldman´s World domination plan “.

    Das sind keine Verschwörungsspinner, das sind offene nachweisbare Rechtsbrüche gegen das jeweilige Volk und alle machen mit. Griechenland war der Versuchsballon, Italien passte wegen der schwachen Führung, kommt jetzt Belgien?

    http://www.zerohedge.com/news/complete-and-annotated-guide-european-bank-run

    http://www.youtube.com/watch?v=2IRnDOtu1z8 ( Schäuble beim Congress )

    http://www.nytimes.com/2011/11/19/world/europe/for-wolfgang-schauble-seeing-opportunity-in-europes-crisis.html?_r=2&pagewanted=2&ref=global (Schäuble im Interview NYT )

    • Canpichurri - 20. November 2011

      Das mit Goldman Sachs könnte stimmen …. wikipedia über Mario Monti in Italien:

      Organisationen Mario Monti

      Zwischen 2004 und 2008 war er Aufsichtsratsmitglied des Brüsseler Think Tanks BRUEGEL und zwischenzeitlich dessen Vorsitzender.[8] 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. Er ist zudem Mitglied des Vorstands der Bilderberg-Konferenz[9] und führendes Mitglied der Trilateralen Kommission.[10] Er ist internationaler Berater bei Goldman Sachs und Coca-Cola.[11]

      Bilderberger ist der auch noch … da braut sich ja was schönes zusammen. Wir werden es sehen wie das weitergeht. Wahrscheinlich wird das Volk kräftig bluten um die Gewinne der Goldman Sachsler zu gewährleisten.

      Der heutiger Gewinner der Wahl in Spanien, hat meiner schnellen Recherche nach, keine Verbindungen in die Banken- und Bilderbergerwelt, so dass anzunehmen ist, dass Spanien einen anderen, wenn auch insgesamt wahrscheinlich einen schmerzhafteeren Weg gehen wird.

    • M.U. - 21. November 2011

      Zu viel bei den Infokriegern gelesen?

      Was soll immer dieser Diktaturmüll? Ich stelle einfach mal die Behauptung auf, dass eine Diktatur etwas sehr Positives sein kann. Kommt halt auf den Diktator an. Wenn dieser sich in erster Linie dem Wohle seines Volkes verpflichtet fühlt und auch dementsprechend gute Entscheidungen trifft, sehe ich keinen großen Unterschied zur einer Demokratie.

      Im Gegenteil. Eine Demokratie ist unglaublich Entscheidungsträge. Jeder Lackaffe will sein Senf dazu geben, da es ja sein verbrieftes Recht ist. Notwendige und zukunftorientierte Entscheidungen werden erst getroffen wenn die hälfte der Belegschaft schon bis zum Hals in der Sche.. stecken.

      Manchmal wäre ein vernüpftiger Diktator der sagt so wirds gemacht und Feierabend gar nicht so schlecht.

      • Michael - 21. November 2011

        Soso, ein freundlicher Diktator ist also gewünscht. Der gute Papa wirds schon richten oder wie ? Wen hätten wir den gerne ? Das Gruselkabinet der Weltgeschichte hat da ja so einiges anzubieten. Nur leider fehlt eben gerade der gute weise Onkel bei dem man sich wieder mit einem Bier vor die Glotze schwingen kann und alles ist gut. Bei so viel Naivität verschlägt es mir ehrlich die Sprache……

        • M.U. - 21. November 2011

          Das Gruselkabinet der Weltgeschichte hat da ja so einiges anzubieten.
          Die Geschichte hat garantiert ebenso viele gute Beispiele.

          Nur leider fehlt eben gerade der gute weise Onkel bei dem man sich wieder mit einem Bier vor die Glotze schwingen kann und alles ist gut.
          Und was ist derzeit anders? Aber schön für die die eine Glotze haben und solche Plörre trinken! :)

      • micdinger - 21. November 2011

        Sorry M.U.,

        da hast du die Entwicklung der letzten 200 Jahre verschlafen.

        Die Aussage, “dass eine Diktatur etwas sehr Positives sein kann” zeugt von einem Weltbild, das sogar die Kopernikanische Wende in den Naturwissenschaften ignoriert und nur noch mit dem Glaubensbild der Katholischen Kirche zu vergleichen ist.

      • Lazarus09 - 21. November 2011

        Irgendwas schlechtes gegessen getrunken oder geraucht ?

        Wer braucht einen Diktator oder diesen Mist den sie und gerade aus Demokratie verkaufen …?

        666

      • mutzel6 - 21. November 2011

        Mit “Diktatur” ist das vielleicht ein bissl krass ausgedrückt,
        aber Tatsache ist nun einmal, dass in unserem demokratischen System keine unpopulären Entscheidungen getroffen werden (können).

        Jeder Politiker klebt an seinem Stuhl. Die meisten Politiker verfolgen vorrangig das Ziel die nächste Wahl zu überstehen. Entscheidungen die dieses Ziel gefährden, werden deshalb nicht getroffen. Genau das ist ja TINA. Dem Volk glauben machen zu wollen, es gäbe keine Alternative und glauben machen zu wollen “dass ja alles im Sinne des Volkes” geschieht und zwangsläufig so laufen muss. Das ganze unterstützt von den Medien etc.

        Der Diktator oder auch (in meinen Augen besser) Monarch macht sich hierüber keine Gedanken.Es wird die Entscheidung getroffen, die am vorteilhaftesten ist. Nicht jeder Dikator/Monarch verfolgt zuerst egoistische Ziele. Die Geschichte lehrt, dass Könige durchaus im Interesse ihres Königreichs gehandelt haben. Ein König wird sich nicht dem finanzkräftigsten/stärksten/mächtigsten Unternehmen/Konzern anbiedern. Er hat selbst die meiste Macht. Er muss sich auch nicht gegen Konkurrenz verteidigen und dafür lügen und betrügen, er hat die Macht per Definition von Geburt an bis zum Tod. Und solange er sein Volk “anständig behandelt”, so lange wird sich nichts ändern.

        Überspritzt ausgedrückt ist
        “wir haben jahrhundertelang für eine gerechte Demokratie gekämpft und endlich die Monarchie und Diktatur abgeschafft”
        so ähnlich, wie
        “wir haben nach Jahrhunderten der Knechtschaft die soziale Marktwirtschaft erreicht. Nun geht es endlich allen gut”.
        Fakt ist doch aber (zumindest für mich) weder die heutige “Demokratie” noch die heutige “soziale” Marktwirtschaft sind das, für was irgendjemand mal gekämpft hat.

  • philipp johannes - 20. November 2011

    wenn ja griechenland noch eine halbwegs funktionierende landwirtschaft hätte könnte man ja sagen die leute können von ihrem ackerertrag leben.
    so aber ist dort nicht viel.
    jedenfalls zuwenig um die millionen ernähren zu können.

    ein sehr trauriges kapitel europäischer geschichte das da vor uns aller augen gnadenlos abläuft.
    ohne chance für die betroffenen die mehrheitlich am wenigsten hierzu können.

    übrigens.
    gestern war in einem sender der ard auch die info das die sos kinderdörfer nun steuern zahlen müssen für schule, bildung, essen, übernachtung etc.
    unglaublich !
    gar waisen müssen für den profit herhalten.

    goldman gewinnt.
    welchen job hat man schäuble versprochen ?
    lukrativ wird er sein.

  • bauagent - 20. November 2011

    Die EIB scheint auch gerade unterzugehen. Man oh Man, jetzt wird´s wirklich eng.

    http://www.zerohedge.com/news/european-black-swan-sighted

    In Griechenland hab´ich zu einem befreundeten Griechen Kontakt der einmal in Aachen lebte, der mir im letzten Telefonat sagte, “dass er einfach nicht bezahlt. Er mache es so, wie die meisten anderen mit der Idee, sie können nicht alle in den Knast stecken.

    Sie helfen sich wieder mehr untereinander. Tauschen schon mal Waren und Leistung direkt.

    Hungern müsse im Moment noch niemand, aber es habe sich eine abgrundtiefe Wut, auch auf die Deutschen, aufgebaut, weil man kein Ende des Falls erkennt und die, die ein wenig Vermögen haben, es bereits im Ausland gebunkert haben.”

    Ich habe ihm gesagt, er soll mit seinen perfekten Deutschkenntnissen als Physiotherapeut nach Deutschland kommen, da gibt´s möglicherweise auch nen Job. Er antwortete:

    ” In ein paar Monaten habt ihr das gleiche Problem “.

    Möglicherweise hat er sich nur bei der Zeitschätzung vertan.

  • Frank - 21. November 2011

    Jeder dt. Bürger sollte dieses Video von Schäuble (unzensiert!) auf dem europ.Bankenkongress 2011 gesehen haben !!! Postet es im Internet überall !!!
    Deutschland ist seit 8.5 1945 nicht mehr souverän !!!
    Die Fiskalunion kommt binnen 24 Monaten !!

    http://www.youtube.com/watch?v=S53sVBt1pq8&feature=player_embedded#!

    Jetzt ist mir auch klar, warum diese EUR Panik inszeniert worden ist !

  • Schlipsnerd - 21. November 2011

    kleines Fundstück: Griechenland hat Deutschland 50% der Schulden erlassen.

    Das war aber schon 1953. http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15412868,00.html

    • titoslavija - 21. November 2011

      was willst du damit sagen? das wir jetzt quit sind oder was?

  • Schlipsnerd - 21. November 2011

    Ich will sagen, das es schon mal andere Möglichkeiten gab, einem Staat zu helfen, wenn er den Schuldendienst nicht leisten konnte. Interessant ist dabei immer zu fragen, wem nützt es.

  • philipp johannes - 21. November 2011

    das deutschland nicht souverän war seit 1945 ist nichts neues.
    zum einen gibt es kanzlerakten die jeder kanzler unterschrieben an die siegermächte schicken muß.
    egon bahr hat es gerade bestätigt das es so ist.
    im gelben forum wird man schnell fündig falls es interessiert.

    was neu an der denke von schäuble ist entzieht sich mir weiterhin.

    übrigens.
    griechen die arbeitslos werden sind auch nach einer kurzen zeit ohne krankenversicherung.
    wundervolle aussichten ???

  • M.U. - 21. November 2011

    Überproduktion, Bevölkerung, Umwelt-, Flächenverschleiß, Verschmutzung, Verknappung der Ressourcen folglich unsere gesamte Einstellung zu uns selbst, unser gesamtes Leben, ist also völlig in Ordnung, wenn da nicht diese verdammte NWO, Finanzkrise, Politik, falsche Marktwirtschaft, das Überspringen auf die Realwirtschaft, die Ansteckung durch Griechenland usw. nicht wären und Probleme machen. Nicht wir sind das Problem, wir die Realwirtschaft, die Marktwirtschaft, die beherrschende Spezies auf der Erde, sondern nur diese verdammten falschen Weichenstellungen! Ich würde doch kein Auto fahren, keinen Strom verbrauchen, keine Lebensmittel aus China kaufen, kein Gift auf den Rasen, die Insekten, mich selbst spritzen, nicht zwanghaft versuchen den großen Max heraushängen zu lassen, da ist die Politik dran Schuld! Die zwingt mich! Ja die und die Bilderbergs und Eliten! DIe zwingen mich dazu, zu allem!

    So sieht es aus!

  • Querschuss - 21. November 2011

    Das Handelsdefizit bei Nahrungsmitteln betrug im September 2011 -140 Millionen Euro. Es dürfte nicht das Problem für Griechenland sein, die Bevölkerung selbst zu versorgen.

    Ob Kalkül, Ideologie oder einfach Unvermögen, …ich glaube, wenn man nicht in der Lage war den gemeinsamen Währungsraum so zu konstruieren, dass dieser funktioniert, nicht in der Lage war bei der absehbaren Abwärtsbewegung in der Südperipherie und dem daraus resultierenden Ansteckungspotential gegenzusteuern, dass man erst recht nicht in der Lage ist, bei einem potentiellen Zusammenbruch der Eurozone, die Prozesse zu steuern und die hier kolportierte “EU-Diktatur” zu errichten.

    Die Fähigkeiten und Absichten der handelnden Akteure werden meiner Meinung nach völlig überschätzt.

    Gruß Steffen

    • HW71 - 21. November 2011

      Hi zusammen,

      Steffen schreibt:
      “Ob Kalkül, Ideologie oder einfach Unvermögen”

      Was ist davon zu halten, was Herr Schäuble die letzten Tage von sich gegeben hat und was bisher nur in englischsprachigen Printmedien zu finden ist, z.B. New York Times:

      http://www.nytimes.com/2011/11/19/world/europe/for-wolfgang-schauble-seeing-opportunity-in-europes-crisis.html?_r=3&pagewanted=2&ref=global

      “Seeing in Crisis the Last Best Chance to Unite Europe

      He sees the turmoil as not an obstacle but a necessity. “We can only achieve a political union if we have a crisis,” Mr. Schäuble said.”

      Das kann man alles auch so verstehen, als ob das von Anfang an so geplant war. Insbesondere den letzten Satz kann man doch gar nicht anders verstehen, oder?

    • rockenergy - 21. November 2011

      Dem stimme ich zu.

      Um es noch drastischer zu formulieren:
      Wer zu dumm war, die Gefahren der Einfuehrung einer vorgeblich gemeinsamen aber per se unqualifizierten Waehrung entweder nicht zu verstehen oder gar vorsaetzlich zu negieren, von dem kann man die Reparatur des Schadens schon gar nicht erwarten; und das beinhaltet auch Versuche, ueber nicht Funktionierendes noch weniger Funktionierendes zu stuelpen.

      Insofern ist Hoffnung die letzte Tote.

      caw

    • M.U. - 21. November 2011

      Prozesse zu steuern und die hier kolportierte “EU-Diktatur” zu errichten.

      Die Fähigkeiten und Absichten der handelnden Akteure werden meiner Meinung nach völlig überschätzt.

      Dem kann ich nur zustimmen. Deshalb auch oben mein Kommentar zu diesen überzogenen Diktaturängsten.

  • hunsrückbäuerlein - 21. November 2011

    könnte es nicht sein, dass die zentraleuropäischen Regierungen die scheibchenweise und immer nur gerade von einem Termin bis zum nächsten ausreichende Finanzhilfe für die sog. PIIGS als Disziplinierungsmaßnahme anwenden um ähnlich straffe und durchsetzungswillige/-starke Verwaltungsstrukturen zu schaffen analog D, F, Benelux, mit dem Ziel die EU einem Bundesstaat Europa ein wenig näher zu bringen?

  • M.E. - 21. November 2011

    Hallo Steffen,
    das ist jedenfalls beruhigend, dass der griechische Nahrungsmittelsaldo nicht stärker negativ ist. Das immerhin unterscheidet Griechenland positiv von Japan, Südkorea, Großbritannien, Ägypten und anderen Ländern.
    Und Deinen Hinweis auf die begrenzten Fähigkeiten der handelnden Aktuere kann ich nur unterstreichen. Wobei natürlich die Ausweichmöglichkeiten der griechischen Oberschicht per Kapitalflucht außer Frage stehen. Aber eine Steuerung der Prozesse ist derzeit in Griechenland niemandem möglich. Die ganze Geschichte hat eine unbeherrschbare Eigendynamik, die auch nicht im Sinne der Kapitalmehrungsabsichten der nationalen und internationalen Kapitalbesitzer ist.

  • topperhopper - 21. November 2011

    Ich kann diese Aufregung um das Infokrieger-Video absolut nicht nachvollziehen. Welcher Staat ist den bitte schön absolut souverän??? Deutschland stand seit ´45 erst unter Besatzung, dann war D in Bündnissen aktiv, in denen man auch ein Stück weit Souveränität abgibt und dann gings in die EU…
    …Dier Hysterie-Journalismus ist echt peinlich.

  • schnauzevoll - 21. November 2011

    Was Schäuble von sich gibt, ist mir jedenfalls schon lange bekannt. Ich lese die http://www.Nachdenkseiten.de. Das Deutschland nicht souverän, sondern ein besetztes Land ist, hat mir schon meine Oma erzählt. Also auch nichts Neues. Das die Amerikaner die Strippenzieher sind und wir als 51. Bundestaat schon alleine deswegen nicht “souverän” sind, kann man jeder Nachrichtensendung entnehmen. Und das die Eurokrise eine Inszenierung ist…sorry, dafür sind unsere selbsternannten Eliten einfach zu dämlich.

    Und ganz ehrlich, MIR ist ein geeintes Europa lieber, als dioe Wahl zwischen den beiden schwachköpfigen Volksparteien, mit Spitzenpersonal, das man vor 200 Jahren noch auf dem Marktplatz öffentlich ausgestellt hätte. Ausserdem wären wir ein Stück weit unabhängiger von der Fahne mit den vielen Sternen. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Angelsachsen so nervös sind und ein vorzeitiges Scheitern der EU nicht ungerne sehen. Denn das Chaos können die für sich nutzen.

    Die ……. machen auf mich sowieso den Eindruck, als hätten sie eine ….. Sowas nehme ich erst gar nicht ernst. Alleine das Verteufeln der Zinsen zeugt von mangelndem Sachverstand.

    • Querschuss - 21. November 2011

      Hallo Schnauzevoll,
      wir wollen doch bitte keine anderen Webseiten und deren Betreiber mit ungeeigneten Attributen betiteln. Deshalb ein paar …..

      Gruß Steffen

    • Lazarus09 - 21. November 2011

      Alleine das Verteufeln der Zinsen zeugt von mangelndem Sachverstand.

      Du bist ein Freund und Kenner der Zins und Zinsesszinsmusik ..?
      Schon mal mit Rechnen probiert ..? Lese mal ein Gutes Buch zu dem Thema ..;-)

    • micdinger - 21. November 2011

      “als die Wahl zwischen den beiden schwachköpfigen Volksparteien, mit Spitzenpersonal, das man vor 200 Jahren noch auf dem Marktplatz öffentlich ausgestellt hätte.”

      Und was bitte würde sich in einem geeinten Europa daran ändern?

  • topperhopper - 21. November 2011

    Absolut korrekt.
    Es gibt hier auch einige, die beschimpfen ständig irgendwelche Politiker – es sei ihnen gegönnt – für deren Entscheidungen. Diese Leute vergessen aber, dass unsere Herren und Damen da oben nicht die Freiheit der Konsequenzenlosigkeit von kleinen Internet-Redakteuren genießen, die fordern können, was sie wollen.

    Damit wir uns nicht falschverstehen: Man muss nicht alles richtig finden, was derzeit so in Sachen Euro entschieden wird. Aber ein bißchen Selbstreflektion und die Einsicht, dass man selbst auch nicht DIE WAHRHEIT kennt, würde den Kommentaren manchmal gut tun.

  • Lazarus09 - 21. November 2011

    Die von den meisten befürchtete und von den Profiteuren herbeigesehnte Europäische Regierung soll wohl nun doch schneller kommen als geplant. In staatsstreichähnlichen Aktionen wird eine Regierung nach der anderen vor die Wahl gestellt zwischen der Zustimmung zur Ausplünderung per Euro- und Bankenrettung und der Zahlungsunfähigkeit wegen Kreditverweigerung .

    Nun sollte doch das Gelaber um die sogenannte “Demokratie” und freiheitlich unabhängige gewählte Regierungen die nur dem Wohl des Volkes und ihrem Gewissen verpflichtet ist aufhören..

    Wir leben in einer Art Feudal-Kapitaljunta .. aber was spielt die genaue Definition des Peiniger-Sklavensystems noch für eine Rolle ..

    666

  • philipp johannes - 21. November 2011

    http://www.welt.de/wirtschaft/article13726512/Schaeuble-verhindert-Strafe-fuer-deutschen-Ueberschuss.html
    Schäuble verhindert Strafe für deutschen Überschuss

    muß man nicht weiter kommentieren.

    ____________

    wäre wirklich schön wenn griechenland im stande ist seine bevölkerung weitestgehend autark zu versorgen mit allem lebensnotwendigen.
    hoffen wir mal das es tatsächlich so ist.

    • Querschuss - 21. November 2011

      Hallo philipp johannes,
      klarer Beleg dafür das die Protagonisten nicht in der Lage sind die Probleme zu erfassen und adäquate Antworten zu finden. Die deutschen Exportüberschüsse sind nicht nur das dazugehörige Gegenstück der Defizite der Anderen, sondern auch als Forderungen Kernbestandteil der Billionen an faulen Kredite im System. Nie wird eine Eurozone funktionieren, wenn selbst in einer akuten Krisensituation die Beteiligten in erster Linie Lobbyisten der Interessengruppen ihrer eigenen Volkswirtschaft sind.

      Gruß Steffen

  • M.U. - 21. November 2011

    Unglaublich die EU war geplannt! :O Überraschung! Überraschung!

  • titoslavija - 21. November 2011

    ist doch völlig klar, dass der euro ein werkzeug ist, um die zentralisierung der eu zu beschleunigen. einigen ging die entwicklung die entwicklung der eu zu einem bundesstaat offenbar zu langsam, deswegen der euro. ist euch schon mal aufgefallen, dass politiker liber sagen: alles für die eu, aber nie alles für deutschland. es ist doch völlig klar, dass alle politiker total eingeschworen sind auf die eu, die interessen der einzelnen nationalstaaten werden immer unwichtiger für die politiker, ob die eurokrise so geplant war, weiß ich nicht. ich denke einige, die an der konstruktion euro beteiligt waren, wussten schon, was dabei rauskommen würde, allerdings natürlich nur die finanzoligarchen.
    sie haben auf so eine entwicklung hingearbeitet (das kommando kam von der anderen seite des atlantiks?). hunderprozent sicher bin ich mir da natürlich nicht, es deutet allerdings vieles daraufhin.
    die politischen parteien, insebesondere die soziademokraten europas fungierten stärker als die konservativen, als die instrumente der finanzoligarchen. die erklärung dafür wäre , dass die sozialdemokraten stärker von der eu-ideee indoktriniert sind als ihre kollegen in der politik. allerdings ist das auch nur relativ, auch cdu und andere konservative parteien in europa haben bisher steif den eu-weg der finanzoligarchen umgesetzt.

    “seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche!” che guevarra

    und zerbrechen wir die derzeitigen machtstrukturen in der eu! es ist der einzige ausweg.

  • philipp johannes - 21. November 2011

    dito steffen !

    das nenne ich rassismus übelster natur.
    da brauch ich mich auch nicht weiter über rechte parteien aufzuregen wenn es so abläuft wie es gerade abläuft.
    das ist kontraproduktiv und zutiefst schädlich.

    ________________________

    paßt gerade zu wie die faust aufs auge:
    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Bundesbank-senkt-Wachstumsprognose-fuer-2012-drastisch-1484192
    Bundesbank senkt Wachstumsprognose für 2012 drastisch

  • mutzel6 - 21. November 2011

    aus dem oben verlinkten Beitrag:
    “wobei eine Zunahme der Wirtschaftsleistung zwischen 0,5% und 1,0% im Basisszenario realistisch erscheint … Dabei dürfte sich eine Verlagerung von außenwirtschaftlichen zu binnenwirtschaftlichen Wachstumskräften ergeben…”.

    [ironie]
    Aha, also keine Sorge. Es kommt keine Rezession, weil – wie schon seit langem prognostiziert – die Binnennachfrage anzieht. Man muss es nur häufig genug aufschreiben, irgendwann merkt das dusselige Volk mal, dass es selbst damit gemeint ist… man man man, so schwer kann das doch nicht sein
    nun aber los, Leute
    [/ironie]

  • hunsrückbäuerlein - 21. November 2011

    mann o mann, was eine aufregung!!

    haben wir nicht gut gelebt die letzten 50, 60 jahre?
    das system muß nur noch gut 20 jahre halten und dann nach mir sie sintflut!

    und unter der berücksichtigung, dass wir auf eine welt mit mehreren großen wirtschaftsblöcken zusteuern, die alle um die selben rohstoffe buhlen, ist ein europa der bundesstaaten nicht so falsch! allerdings gefällt es mir nicht, wie der weg zu diesem ziel derzeit beschritten wird, nämlich mit der knute und ohne informationen und demokratische prozesse, eben alternativlos……ob das deutsche menetekel und sein weiser tatsächlich so weitblickend sein sollten?

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