Griechenland vor der Wahl: Mediales europäisches Powerplay gegen Syriza und den Kurswechsel

von am 15. Juni 2012 in Allgemein

Am Sonntag werden die Griechen ein neues Parlament wählen. In der letzten, am 1. Juni veröffentlichten Umfrage, führte das Linksbündnis Syriza mit 31,5 Prozent deutlich vor der konservativen Nea Dimokratia ND) mit 25,5 Prozent. Seitdem dürfen in Griechenland offiziell keine Umfragen mehr veröffentlicht werden. (1)

Trotzdem war gestern von mehreren Umfragen berichtet worden, die jetzt angeblich auf einen Wahlsieg der Nea Dimokratia hinweisen. Das wurde auch als möglicher Grund für den gestrigen fulminanten Kurssprung um über 10 Prozent an der Athener Börse und um teilweise mehr als 20 Prozent für griechische Bankhäuser angeführt. (2)

Was sich jetzt, so kurz vor der Wahl in Griechenland in Presse und Medien in ganz Europa abspielt, ist nichts anderes als ein mediales, dämonisierendes Powerplay gegen das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras. In einer solch massiven Form hat es das in Europa wohl noch nicht gegeben. Es wird im Prinzip Stimmung gemacht für die Fortsetzung des zwischen Griechenland und der sogenannten Troika (EZB, EU-Kommission und Internationaler Währungsfons (IWF)) vereinbarten drastischen Sparkonzepts, das das Land immer tiefer in die Krise hat sinken lassen. Und es wird Stimmung gemacht für die potenziell aussichtsreichste, das Sanierungskonzept befürwortende griechische Partei, nämlich für die Nea Dimokratia mit ihrem Spitzenkandidaten Antonis Samaras.

Das ist paradox. Denn es war gerade die Nea Dimokratia, die Griechenland in die aktuellen Schwierigkeiten regierte und die dann 2009 gerade auch deswegen von den Griechen abgewählt worden ist. Damals wählten die Griechen – nach langer Zeit einmal wieder – die PASOK und Giorgos Papandreou an die Regierung, die dann den hinterlassenen Scherbenhaufen aufzuräumen gezwungen war. Es gelang nicht. Griechenland musste finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen und am Ende wurde Papandreou gezwungen, die Verantwortung für die Misere zu übernehmen und als Ministerpräsident zurückzutreten. Er machte damit Platz für die von Loukas Papademos geführte Übergangsregierung, die auch nur wenige Monate im Amt war und letztlich nur den Notstand verwaltete. Denn vorangebracht hat sie in Griechenland nichts, wie die Zahlen und Fakten belegen.

Nun sollen also, wenn man der medialen Flut an Berichten und der Athener Börse Glauben schenkt, die Griechen ausgerechnet die Nea Dimokratia an die Regierung wählen wollen. Eine Partei, die ebenso wie die PASOK für Korruption, Vetternwirtschaft, gefälschte Statistiken und katastrophales Missmanagement steht und seit Monaten auch für einen drastischen Sparkurs, den laut Umfragen knapp 90 Prozent der Griechen ablehnen, weil dadurch nichts besser, sondern alles immer noch schlechter geworden ist?

Das ist starker Tobak.

Es ist gut möglich, dass das mediale Powerplay zugunsten der ND und des Sparkonzepts viele außerhalb Griechenlands glauben macht, das Pendel schwinge in Griechenland tatsächlich wieder zurück zur „Vernunft“. Dass es die Griechen in diesem Sinne bei der Stimmabgabe beeinflusst, ist wenig wahrscheinlich. Es könnte im Gegenteil allenfalls die Wut noch steigern und viele dazu bewegen, jetzt erst recht nicht die etablierten Altparteien zu wählen. Denn es ist eine „Vernunft“ aus der Perspektive der Befürworter der Austeritätspolitik in der Euro-Gruppe, nicht eine aus Sicht der Griechen.

Doch das mediale Powerplay ist dennoch verständlich. Die Befürworter der Austeritätspolitik in der Euro-Gruppe fürchten einerseits die Marktreaktionen, wenn Syriza am Sonntag das Rennen macht. Andererseits fürchten sie den Gesichtsverlust, den sie im Falle eines Wahlsieges von Syriza erleiden würden. Denn dann wären sie aller Voraussicht nach gezwungen, sich mit diesen „Linksradikalen“ und deren Beratern an einen Tisch zu setzen und sich von ihnen erklären zu lassen, wie miserabel ihr Krisenmanagement und Krisenkonzept gewesen ist.

Es bleibt dabei: Nicht die Euro-Gruppe und auch nicht Europas Presse und Medien entscheiden die Wahl in Griechenland und sie können ihr Wunschresultat auch nicht herbeireden. Der Versuch allein wird für viele Griechen als Provokation bewertet werden.

Das wissen auch alle. Deswegen bereiten sich auch alle – insbesondere die Notenbanken – auf einen möglichen Wahlsieg von Syriza vor.

Ob deswegen aber, wie zuvor immer wieder als Schreckgespenst an die Wand gemalt, gleich der Weltuntergang eintritt, ist mehr als fraglich.

Freilich werden die Märkte reagieren. Aber das liegt einerseits in der Natur der Sache.

Zum anderen aber haben sich die Finanzmärkte schon lange weitgehend von den wirtschaftlichen Realitäten abgekoppelt. Zu erwarten ist gerade deswegen allerdings, dass die Realität nun die Finanzmärkte, Börsen und insbesondere ein Reihe von Finanzmarktakteuren infolge der Ereignisse in Griechenland wieder einholen könnte.

Das wird hart werden, keine Frage. Aber es hat dann nichts mit Griechenland und dessen weiterer Entwicklung zu tun. Der Auslöser dafür könnte genauso gut auch etwas ganz anderes sein.

Viel spannender ist die Frage, ob nach einem Wahlsieg von Syriza und einer erfolgreichen Regierungsbildung der Internationale Währungsfonds (IWF) im Zuge der dann erfolgenden Neuverhandlungen aus den Hilfen für Griechenland aussteigt. Ohnehin gerät der IWF aktuell wegen seines liberalen, austeritätspolitischen Sanierungskonzeptes auf einmal mehr auf breiter Front unter Druck. Bereits vor Beginn der Finanzmarktkrise hatten aus diesem Grund immer öfter Länder davon abgesehen, Hilfen beim IWF zu beantragen.

Dass ein Ausstieg des IWF nicht auszuschließen ist, ist gewiss auch ein wesentlicher Grund für die Regierungen der Euro-Gruppe, den European Stability Mechanism (ESM) beschleunigt durch die Parlamente zu bringen, so dass er möglichst rasch seine Arbeit aufnehmen kann. Der ESM ist schließlich – gemessen an den Funktionen, die er hat – eine mit dem IWF vergleichbare Institution, eine Art Europäischer Währungsfonds also. Er könnte bald seine Feuerprobe zu bestehen haben.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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57 KommentareKommentieren

  • lottchen - 15. Juni 2012

    Den Vogel abgeschossen hat die FTD. Die schreiben sogar einen Brief an die Griechen, mit Wahlempfehlung, auf deutsch und griechisch:
    http://www.ftd.de/politik/europa/:wahlempfehlung-antistatheite-sto-dimagogo-widersteht-den-demagogen/70050480.html

    Ich bin nicht so sicher, wer hier die Demagogen sind.

    • Klaus - 15. Juni 2012

      Typisch FTD. Die Empfehlung geht ja wohl voll nach hinten los. Sind die so dumm…?

      • Lothar - 15. Juni 2012

        Ja typisch FTD (oder generell typisch konservative Massenmedien).

        Man deckt erst alle Skandale auf und zeigt wie aussichtslos die Lage ist, aber dann empfehlt man am Ende trotzdem die gleiche Medizin, weil halt Konservative immer Angst vor jeder Art von Aenderung haben.

        • Martin N. - 16. Juni 2012

          FTD konservativ? Das ist ein sozialisitsches europhiles Schmierblatt!

  • MagnaBavaria - 15. Juni 2012

    Vielen Dank SLE für den Artikel!

    So ist es, Europa und die Welt versucht mittels (Meinungs)Manipulation den Wahlausgang in Griechenland zu bestimmen. Demokratie geht anders…

  • Roland - 15. Juni 2012

    Mediales powerplay kennen wir hierzulande doch schon auch zu Libyen, Syrien ….usw.

    Der mainstream ist nur noch Propaganda-Instrument der herrschenden Klasse.
    Gut, dass es blogs wie querschuesse gibt.

    p.s.
    Die angeblichen aktuellen “Wahlumfragen” sind keine Umfragen sondern lediglich Wettquoten von Buchmachern.

    • Bernd Rickert - 15. Juni 2012

      Mediale Gehirnwäsche kennen sie in Deutschland vor allem zwecks schleichendem Niedergang der Lebensqualität. Bestens Beispiel war die “Geiz ist geil” – Kampagne. Jetzt sind sie an Billigware gewöhnt und kriegen auch nichts anderes mehr.

  • MagnaBavaria - 15. Juni 2012

    Weidmann und Brüderle “äußern ihre Meinung” zu Griechenland “frei”

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/vor-der-wahl-weidmann-und-bruederle-warnen-griechenland/6755248.html

    • MagnaBavaria - 15. Juni 2012

      Disclaimer:

      Die Meinung der Herrschenden in Deutschland, Europa und der Welt spiegeln grundsätzlich nicht die des Kommentators wider.

      ;)

  • John - 15. Juni 2012

    Kannst du belegen, dass keine Umfragen veroeffentlicht werden duerfen? Die Quelle, die du selbst angibst gibt diese Aussage nicht her.

  • T.o.J. - 15. Juni 2012

    Es ist wohl absehbar was sich die “Europäischen Eliten” für ein Ergebniss in Griechenland wünschen….ob dies zutreffen wird ist eine andere Frage doch sie tun ihr bestes um die Wahlen mit den Mitteln (Massenmedien) die siehaben zu beeinflussen!!!

    Doch warum Griechenland ….ein Land mit ca 10 mio Einwohnern und ca 2% der BSP der europäischen Union…kann das jemnad verstehen??? I. KANT hat mal gesagt ” Nichts ist wie es scheint”.

    Vielleicht sollten wir viel weiter denken wie z.B.http://stopbilderberger.wordpress.com/2012/05/27/griechenland-drachmen-euros-ol-und-dollar/

  • Eric B. - 15. Juni 2012

    Dieser Artikel war überfällig. Noch nie wurden in Europa Notstandspläne für eine demokratische Wahl angestellt, doch genau dies passiert derzeit in Griechenland. Die Notenbanken planen eine koordinierte Aktion, um die Märkte zu stabiliieren, meldet SPON. Und die Finanzminister wollen noch am Sonntagabend eine Telefonkonferenz einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Neben einer gemeinsamen Reaktion rechtzeitig vor Öffnung der Märkte in Asien sind auch Notstandsmaßnahmen wie Grenz- und Kapitalverkehrskontrollen im Gespräch, wie bereits vor Tagen durchsickerte (siehe “Grexit = Notstand”).

    Offenbar soll der Notstand ausgerufen werden, wenn Linkenführer Tsipras die Wahl gewinnt. Und die Medien machen schon mal eine Art Kriegsberichterstattung – wie tief sind wir gesunken! Dabei ist der “Grexit”nicht einmalsicher, auch nicht wenn Tsipras gewinnt… http://lostineurope.posterous.com/zweifel-am-grexit

  • Heiner Hannappel - 15. Juni 2012

    Vielen Dank SLE für diesen sehr guten Artikel,welcher in Zeiten medialer Irritationen die Logik
    bevorzugt!!!
    Heiner Hannappel

  • Mike B. - 15. Juni 2012

    Meine Befürchtungen hinsichtlich der Stimmungsmache gegen Linksbündnis Syriza und für die konservativen Nea Dimokratia ND) gehen in Richtung “Notausganges” ala Carl Schmitt, oder vorbereitete Wahlfälschungen in Griechenland, um ein gewünschtes Wahlergebniss herbei zu führen….Man erinnere sich nur an die sehr guten Beziehungen, die die CIA traditionell zu den griechischen Eliten unterhält….Über Wahlbeobachter bei den Wahlen am Wochenende würde ich micht also sehr freuen!

  • ergo sum - 15. Juni 2012

    Griechenland ist der einzige Staat, der durch Betrug in die Eurozone gelangte. Man sollte es also jetzt nicht als Modell für die Entwicklung anderer Schuldenstaten betrachten. Wie Warren Buffett sagte, sieht man erst bei Ebbe, wer keine Badehose an hatte, und das sind allein die Griechen.

    • Bernd Rickert - 15. Juni 2012

      @ergo sum Die Berater der Citygroup hatten seinerzeit die Bilanzen des griechischen Staathaushaltes geschönt und den Politikern das Blaue vom Himmel versprochen. Politiker sind für solche relativ komplexen Operationen nicht qualifiziert.

      • ergo sum - 15. Juni 2012

        Betrug ist Betrug, egal wer ihn verübt.

        • Bernd Rickert - 15. Juni 2012

          Einverstanden, darum muss dem Betrug ein Riegel vorgeschoben werden. Jetzt wurde ein billionenschwerer, goldgedeckter Schulden-”tilgungs”-font vorgeschlagen. (irgendwo hatte ich 2.9 Billionen aufgeschnappt ) Euroscheine und Giralgeld sind nicht mehr gut genug. Die Eurozone verfügt über DEIN Gold im Wert von rund € 400 Milliarden.

  • Bernd Rickert - 15. Juni 2012

    Wahlergebnisse, die nicht gekauft werden können, wären aus Sicht der Staatenlenker ein Panikargument für die beschleunigte Einrichtung des europäischen Gouverneursrats. Die Ausgrenzung der Parlamente und die massiven Manipulationsveruche bei den griechischen Wahlen drängen die Vermutung geheimer Absprachen auf.
    Griechenland scheint als kleines, leicht zu kontrollierendes Land das ideale Experimentierfeld zum kognitiven Ausloten der absoluten Schmerzgrenzen. Ich möchte nicht wissen, was Merkel, Gauck und Co. noch alles aus dem Werkzeugkasten der ehemaligen DDR hervorzaubern.

  • bauagent - 15. Juni 2012

    Was dort im Moment läuft an Erpressung, Desinformation und Entdemokratisierung wird uns vielleicht in den nächsten Jahren noch häufiger beschäftigen.

    Angeblich gibt es, ungeachtet eines Wahlergebnisses, einen 100 Tage-Plan, den Deutschland umgesetzt wissen will, ansonsten wird man den Stecker ziehen:

    Der Banken-Putsch auf die europäischen parlamentarischen Demokratien läuft und beweist, dass sich diese parlamentarischen Demokratien in schwierigen Zeiten nicht bewährt haben, wie es Österreich mit der Nacht und Nebelaktion zum ESM gerade beweist:

    http://www.keeptalkinggreece.com/2012/06/14/german-source-clear-100-day-plan-for-new-greek-governement/

  • Nepumuk - 15. Juni 2012

    Es ist ebenso merkwürdig, das immer wieder zu lesen ist, welch fürchterlichen Folgen ein Euro Austritt für das griechische Volk hätte.

    Das ist an Scheinheiligkeit ebenso wie die Stimmungsmache kaum mehr zu überbieten.

    Bewust werden die stimulierenden Effekte einer sofort einsetzenden Aussenabwertung klein geredet.

    Und genau da ist der Grund für diese Propaganda Aktion.

    Sollten die Griechen austreten und es ihnen danach erkennbar besser gehen, werden andere Länder ebenfalls den Euro verlassen.

    Und das ist es was sie fürchten.

    Nepumuk

    • Bernd Rickert - 15. Juni 2012

      Die westdeutschen Eliten müssen damals genauso neidisch auf Machtkonzentration und Kontrollfuktionen in der ehemaligen DDR gewesen sein, wie das DDR-Volk auf den BRD-Privatkonsum. Das sich ideal ergänzende Paar hat sich mit der Vereinigung gefunden. Sonst hätte man die Methodik der Stasi wahrscheinlich nicht bis ins kleinste Detail studiert.

  • Hunsrückbauer - 15. Juni 2012

    die eiserne Kanzlerin wollte doch GR und damit die abwechselnd regierenden Clans Pasok und ND, mittels der Sparvorgaben zwingen endlich eine funktionierende Verwaltung aufzubauen um im 21 Jh. anzukommen. Nun besteht die Chance, diese Clans endlich auf demokratischem Wege los zu werden mit der Option, dass diesem “Ansinnen” endlich von einer dritten Kraft, entsprochen würde. Jetzt ist es auch nicht recht. Ja liegt´s nur an der roten Farbe oder ist der Wunsch gar Makulatur?
    Irgentwie ist das entlarvend, da bietet sich eine Option, die der Erfüllung des Wunsches einen Hauch von Realisierbarkeit gäbe und prompt wird diese bekämpft aus allen Rohren. Als Fazit kann ich daraus nur ableiten: Es geht nicht um GR es geht um den Erhalt eines kollabierenden Finanzsystems, das gar viel zu vielen Parasiten das Überleben sichert.

    Dafür dürfen ganze Völker bluten, dürfen sich tatsächlich keine Alternativen auftun, weil dann wäre das Parasitentum am Ende. Zu erkennen, dass das Parasitentum nur darauf aus ist das Sterben des Systems hinauszuzögern wird noch viel Sterben unter den Völkern erfordern.

    • ZwarAber - 15. Juni 2012

      Dem kann ich nur zustimmen! Keine Sorge, ihr Griechen, wenn ihr Tspiras und seine Partei in die Mehrheit wählt, wird “Europa” euch nicht den Rücken kehren. Schließlich geht es gar nicht mehr um Griechenland, sondern “um den Erhalt eines kollabierenden Finanzsystems”.

      Wenn Tspiras glaubhaft machen kann, dass sein Standpunkt (Euro ja, Schuldendienst vorerst nein) mit einem echten Neuanfang verbunden wäre, wird man mit ihm verhandeln. Ein Moratorium bei den Schulden bedeutete ja nicht, dass man diese Schulden komplett abschreibt. Es bedeutete lediglich, dass man Griechenland Luft verschafft, um die zweifellos notwendigen Reformen in Gang setzen zu können.

      Auch mit solchen Reformen würde sich Griechenland in absehbarer Zukunft nicht in ein “blühendes Land” verwandeln. Ein Schulden-Moratorium könnte aber die Basis dafür schaffen, die aktuelle Notsituation im Land einzudämmen und den Griechen wieder eine Zukunftsperspektive zu geben.

      • SLE - 15. Juni 2012

        Hallo ZwarAber & Hunsrückbauer,

        passend zum Thema Syriza und Schuldenmoratorium empfehle ich folgendes Interview mit einem Syriza-Berater:

        http://www.tagesschau.de/wirtschaft/interviewsyriza100.html

        Viele grüße
        SLE

      • ergo sum - 16. Juni 2012

        “Euro ja, Schuldendienst nein.” — Genau was würde Frau Merkel denn unternehmen, wenn Tsipras einfach aus der EU aussteigt, aber trotzdem lustig weiter Euros druckt und damit die Währung verwässert? Etwa mit deutschen Tanks einmarschieren?

    • Querschuss - 15. Juni 2012

      Hallo Hunsrückbauer,
      “Es geht nicht um GR es geht um den Erhalt eines kollabierenden Finanzsystems, das gar viel zu vielen Parasiten das Überleben sichert. Dafür dürfen ganze Völker bluten, dürfen sich tatsächlich keine Alternativen auftun, weil dann wäre das Parasitentum am Ende. Zu erkennen, dass das Parasitentum nur darauf aus ist das Sterben des Systems hinauszuzögern wird noch viel Sterben unter den Völkern erfordern.” ….

      Gestern klang das noch anders:

      ….. “das Korsett des € wurde von den Südländern fast 10 Jahre genutzt um darin fett zu werden ohne auf ihre Geldbörse und die Kalorienzahl zu achten, das Geld war ja plötzlich billiger als zuvor; jetzt nachdem das letzte Gals geleert wurde, und die Rechnung präsentiert wird kommen Kater und Schreck zusammen….Aber GR anzuhalten, sich in Zukunft nicht wieder “ohne Rücksciht auf Verluste volllaufen zu lassen” halte ich für durchaus angebracht. Immerhin wurde schon jede Menge Kopfschmerztabletten gegen den Kater verabreicht.” :)

      • Bernd Rickert - 16. Juni 2012

        Also ich will dieses Finanzsystem nicht unbedingt erhalten. Außerdem wollte die Merkel die D-Mark. 5.Feb.2011, München

  • klaus - 15. Juni 2012

    Das Spiel wird wohl vorbei sein !

    TSPIRAS sagt Angelas Merkels Europa gehört der Vergangenheit an.

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/greece/9333002/Alexis-Tsipras-Angela-Merkels-Europe-belongs-to-the-past.html

    Wie sagte Dobrindt zum Betreuungsgeld?
    “Kleines, dreckiges Foulspiel der Oppositionsparteien”.

    Und der Tspiras macht das jetzt wohl auch.

    Komisch, das klingt, als ob keiner mehr Merkel fürchtet.

    > Wenn der Euro fällt, dann gibt es auch kein Betreuungsgeld ! <

    Ein schöner Spruch, finde ich.

    ;)

  • bo.di.as - 15. Juni 2012

    Durch einen Link bin ich auf ihren Artikel gestossen. Als Grieche kann ich den Inhalt nur bestätigen. Treffender koennte die Thematik der Wahlen in GR und die Rolle der Massenmedien, nicht beschrieben werden.

  • Rüdiger Stamm - 15. Juni 2012

    @Hunsrückbauer, @SLE
    plausible Ableitungen, wie ich finde!
    Das Problem ist nicht der Euro, das Problem ist der Dollar. “Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem” (sagte das Greenspan)? Der Dollar kann seinen Leistungsbilanzdefiziten nur begrenzt mit Gelddrucken begegnen, weil ein schwächelnder Dollar unatraktiv für die Finanzmärkte wäre. Der Dollar ist aber fundamental auf Attraktiviät, auf Stärke angewiesen, um seine Funktion als WeltRESERVEwährung halten zu können. Ein echtes Dilemma. Ein starker Euro wäre da tödliches Gift für das Weltwährungssystem, wenn man sich die Argumentation anschaut. Fliehen die Liquiditätsüberhänge der Welt (FIAT-Money) in den Euro als zukünftige Reservewährung, würde das Dollarsystem implodieren und damit das jetztige Weltwährungssystem und damit die Hegemonie der USA als Supermacht in die Geschichtsbücher verweisen. Ziel ist es also den Euro zu schwächen, bzw. ihn nicht zu stark werden zu lassen. Die PIIGS-Staaten sind dazu ein fast unbegrenztes Variationsinstrumentarium oder warum sitzten überall die a.D.´s von Goldman Sachs? Die Verwerfungen im Eurosystem (Target 2) ist ein unvermeidlicher Kollateralschaden, aber kein amerikanisches Problem. Nur, der Euro darf nicht völlig auseinanderbrechen, sonst würde das Instrumentatium abhanden kommen, die Währungen um Deutschland würden sonst massiv aufwerten und die glaubwürdigere Reservewährung darstellen, vom Stand weg. Das erste Mittel zur Euro-Drückung sind Optionen (Wetten) auf fallende Eurokurse. Die Schuldenstände rechtfertigen es. Aber, würde der Dollar kollabieren, müssten die Spekualtionen auf fallende Euro´s zum Superverlust führen. Solange der Euro nur tendentiell schwächelt, also fallende Richtung signalisiert, hält der Liquiditätszufluß in Dollar unvermindert an. Dieser Dollarzufluß wird essentiell gebraucht um die Leistungsbilanzdefizite auszugleichen. Ein virtouser Zirkel. Eine verlorene Griechenlandwahl würde den short-squezze auslösen, weil die starken Euroländer aufwerten, man endlich den Dollar fliehen könnte. Ein undenkbarer Fall.
    Ob es jemals in der Vergangenheit demokratischere Verhältnisse gegeben hat, mag man bezweifeln. Der Unterschied zu früher ist allenfalls das Internet und die Aussicht, daß wir dank offener Kommunikation und offener Information tatsächlich etwas mündiger werden, wenn wir dran bleiben. Denn Verstehen ist die absolute Voraussetzung, daß der Schlamassel irgendwann mal zum Besseren gewendet werden könnte. Das Scharnier für “Besser” (d.h. betreffend allem in der Welt) ist Vertrauen.
    Viele Grüße
    Rüdiger

  • Brtz - 15. Juni 2012

    Lassen wir die Griechen mal “machen”. Ich lehne den ESM in dieser Form rundweg ab, sollte er kommen wird das Ende nur um so schlimmer. Griechenland wird ohne externe Geldmittel Ihren Kram nur auf eine Art abwickeln können einer Staatspleite. Aber ich glaube auch damit haben Sie schon Erfahrungen gesammelt.

  • titoslavija - 15. Juni 2012

    “Es bleibt dabei: Nicht die Euro-Gruppe und auch nicht Europas Presse und Medien entscheiden die Wahl in Griechenland und sie können ihr Wunschresultat auch nicht herbeireden. Der Versuch allein wird für viele Griechen als Provokation bewertet werden.”

    wieso liegt dann in den umfragen die nd vor der syriza, wenn sie es nicht herbeireden können. natürlich können medien einen wahlausgang entscheiden, wer das nicht glaubt, dem kann man nicht helfen. hätte hitler jemals an die macht kommen können ohne das medienimperium von alfred hugenberg? mit sicherheit nicht. medien entscheiden wahlen und noch mehr als das, sie entscheiden, worüber die menschen nachdenken sollen, und worüber sie nicht nachdenken sollen oder ob sie überhaupt nachdenken sollen. beispielsweise fehlt der npd heute außer vom verfassungsschutz jegliche unterstützung aus den federführenden medien, daher hat diese partei keinerlei chance. die medien entscheiden in welche richtung sich ein land entwickeln soll oder sollte man sagen, die inhaber der medien entscheiden, welche musik gespielt wird.

    • SLE - 16. Juni 2012

      Hallo titoslavija,

      stimmt. Doch das mediale Trommelfeuer, von dem ich spreche, findet in diesem Fall in der europäischen Presse statt. Wie viele Griechen informieren sich vor der Wahl in der ausländischen Presse? Und wenn sie es tun, werden sie das dann nicht viel eher als Provokation, als ungehörige Einmischung betrachten – so wie bisher? Und wie viele Griechen trauen ihre heimischen Presse noch über den Weg, wenn diese das hohe Lied des Sparen singt?

      Grüße
      SLE

      • lottchen - 16. Juni 2012

        Singt die griechische Presse denn das Hohelied des Sparens?

        Die Aktion der FTD führte jedenfalls schon zu den entsprechenden Reaktionen.
        http://www.thelocal.de/national/20120615-43181.html

        • titoslavija - 16. Juni 2012

          ich denke es wird abgelenkt auf das immigrantenproblem, das zweifellos besteht, dann werden die deutschen beschimpft, um einfach von den wirklich wichtigen dingen abzulenken. das findet glaub ich in der griechischen presse statt. ich glaube aber auch, dass die europäische presse schon die richtlinien der griechischen presse. oder der wichtigsten besitzer der europäischen pressen bestimmen die richtlinien der griechischen presse, von daher wird die nd schon zu unrecht bevorteilt, ansonsten hätten sie die letzen wahlen nicht gewonnen, obwohl sie ja die krise in griechenland mitherbeigeführt haben und das sogar gewollt.

  • chris - 15. Juni 2012

    Griechenland wird vorgeschrieben wen sie zu wählen haben! Warum schafft man die Wahlen denn nicht einfach ab? Geht es nur mehr darum den Schein zu wahren?
    Derzeit wird von ALLEN Ländern der Eurozone gefordert ihre Finanzhoheit auf ein anonymes und nicht zu wählendes Regime abzugeben. Alleine diese Tatsache muss uns doch zu denken geben! Aber nein, abgesehen von ein paar Postings in diversen Blogs kümmert es anscheinend Keinen was hier im Moment passiert.
    Der ESM scheint beschlossene Sache, obwohl es in Deutschland einen Richterspruch des obersten Gerichtes gibt, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Regierung vor einer weiteren Abtretung von Kompetenzen eine Volksbefragung durchführen muss! (Zumindest wurde dies so kommuniziert)
    Es scheint, als ob sich keiner der vom Volk gewählten Vertreter auch dem Volk verpflichtet fühlt. Vielmehr werden ausschliesslich die Interessen der Finanzindustrie vertreten, und dies nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt!
    Und nun wird die Gangart verschärft, die Griechen haben gefälligst die Politiker zu wählen, die der Troika genehm sind. Was kommt als nächste? Werden die wählbaren Alternativen in Zukunft einem Gremium der Finanzindustrie vorgelegt und dort offiziell genehmigt?

  • Mark - 15. Juni 2012

    Guter Artikel.

    Ich warte auch schon darauf, dass am Sonntag die Überschriften der “meinungsbildenden Massenmedien” wieder in die Richtung “Europa zittert vor dem Wahlergebnis” gehen. Der Grundtenor wird dabei immer gleich sein: “Mit ND und PASOK würden wenigstens als stabil geltende vertraute Kräfte an’s Ruder kommen, die die ehrgeizigen aber bitter nötigen Reformpläne anpacken und durchsetzen werden. Mit Syriza wird die Welt untergehen.” Das alles ist sehr durchsichtig und wird die Griechen eher noch darin bestärken, Syriza zu wählen. Kein Wunder übrigens, dass sich die Menschen angewidert von den Massenmedien abwenden. Und dann muss man solche Artikel lesen, und man fragt sich unweigerlich, ob das ein verspäteter Aprilscherz sein soll:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106605498/Ist-es-an-der-Zeit-weniger-Demokratie-zu-wagen.html

    “Ist es an der Zeit, weniger Demokratie zu wagen?” fragen allen Ernstes zwei Redakteure von WELT Online. Nein, meine Herren, mit solchen Artikeln werden sie die Auflage ihres Blattes nicht erhöhen!

    Drücken wir also den Griechen die Daumen, dass sie die richtige Wahl treffen – und es ihnen nicht so geht wie Homer, als er 2008 Obama wählen wollte:

    http://www.youtube.com/watch?v=IoWJkrlptNs

    ;-)

  • macsoja - 15. Juni 2012

    Ich hoffe nur, dass die Wahlen fair und rechtmäßig ablaufen. Gibt es eigentlich Beobachter? Nicht, dass das “knappe Ergebnis” und eine “sich hinziehende genauere Auszählung” bereits in irgendeiner Strategie-Schublade schlummert, damit das entsprechende Ergebnis und die “konzertierten Anstrengungen” nur langsam und gesteuert über die Medien in die Köpfe der restlichen EU-Bevölkerung einsickern können.

    Denn das Motto ist doch:
    Eigentlich ist egal, was passiert, es muss nur langsam genug passieren, um eine allgemeine Panik zu vermeiden.

  • ö.ä. - 15. Juni 2012

    Ich vermute, den Politikern ist es nur recht, wenn das Linksbündnis gewählt wird, dann hätte man endlich einen Grund, um Griechenland aus den Euro zu drängen. Ganz ohne Gesichtsverlust schließlich “musste” es ja unter einer “linksradikalen Regierung” so kommen. Hätten die Menschen “vernünftig” gewählt, wäre alles “prima” gelaufen (ungeachtet der Tatsache, dass schon vorher alles in Scherben lag und Griechenland bei den Problemen Spaniens usw. zusätzlich als Klotz am Bein betrachtet wird und selbst bei einer Lösung der Probleme kaum was zum BIP der Eurozone beitragen würde <- nicht meine Sicht).
    Außerdem hätte man ein abschreckendes Bsp. für die Wähler anderer Länder ja auch schön die "pro"-europäischen, etablierten Parteien zu wählen und Hollande hätte es wahrscheinlich etwas schwerer, seine Positionen durchzusetzen.
    Und weiterhin denke ich, sollte eine Koalition mit Syriza als stärkster Kraft zustande kommen und sich gegen den bisherigen Kurs der "Krisenbewältigung" wehren, dann wird die EU alles dransetzen die Lage in GR noch weiter eskalieren zu lassen (falls das möglich ist), damit niemand auf die Idee kommt, am System müsste was geändert werden, das ist schließlich TINA, ab einem gewissen Vermögen.
    Das Einzige wofür Griechenland noch gut wäre (nicht meine Meinung, sondern aus Sicht der EU), wäre doch den Gefängniswärter zur Sicherung der Festung Europa zu geben.

    Kann sich noch jemand daran erinnern, wie die Berichterstattung kurz vor Bekanntwerden, dass die CDS ausgelöst waren, war? Zusammengefasst in etwa: Drohender Kollaps des Weltfinanzsystems. Und was war dann? Es war schon alles im Vorfeld geregelt (evtl. nicht für ein paar unwichtige Kleinanleger).

    Aber das ist natürlich die Gelegenheit, um noch ein bisschen den pol. Gegener zu verunglimpfen vielleicht titelt morgen ja die BILD "Lieber tot als rot" (wen würde das wundern?). Nachtigall ick hör dir trapsen.

    (Alles natürlich nur mein persönlicher Blick in die Glaskugel).

  • Hunsrückbauer - 15. Juni 2012

    @ Querschuss:
    ich finde nicht, denn das eine widerspricht dem anderen nicht. GR hat eine Verwaltung, die keine ist und die Clans von PASOK und ND rauben das Land seit Jahren abwechselnd aus. Der “Rest” hat sich damit eingerichtet. Die FInanzkrise hat dazu geführt, dass die Daumenschrauben angezogen wurden, davon betroffen weder PASOK noch ND, sondern “die Masse Griechen”. Eine Änderung hin zu einem modernen GR scheint möglich.

    Dass diese Änderung möglicherweise doch nicht gewünscht ist und es tatsächlich “nur” darum geht, das m. E. sterbende System des aktuelle praktizierten Kapitalsmus zu erhalten, und dafür ganze Völker zu knechten, will ich nicht akzeptieren, es würde mein Bild von moderner Zivilisation zerstören.

    Andererseits ist es tatsächlich nicht neu sondern lediglich eine Weiterentwicklung von Strategien und Methoden aus der vieltausendjährigen Menschheitsgeschichte, es ist lediglich (noch) unblutiger.

    Was mich frustriert, ist dass ich keinen Weg erkennen kann, das System samt seiner Parasiten auf legalem Weg zu eliminieren. Zu gut haben sich die Parasiten an Stellen festgesetzt und mit Legalität zementiert, dass ihnen mit systemkonformen, demokratischen Methoden nicht beizukommen ist.

  • ergo sum - 15. Juni 2012

    Die deutsche Panikmache dient wohl vor allem der Einschüchterung der Griechen. Vermutlich werden sich die Griechen aber irgendwie arrangieren, und dann gibt’s ein Erleichterungsrally an den Börsen.

  • Michael - 15. Juni 2012

    Den Griechen sei selbst überlassen, wen sie wählen. Wenn wir bei uns immer und immer wieder zwischen Pest und Cholera “wählen” dürfen, will ich mal lieber nicht darüber sinnieren, was bei den Griechen im Angebot ist.

    Mit den Aktien ist es etwas anders. Die Freunde von der shorter Fraktion müssen ja damit rechnen, dass Syriza gewinnt. In dem Fall wären Bankfeiertage nicht unwahrscheinlich. Das könnte auch heißen, dass die Schalter wieder öffnen, aber dann würde in Drachme gerechnet und diese Drachme könnte das Bärenlager nicht haben. Die Kursexplosion, die gerade Bankaktien in zwei Tagen so um 50% und mehr hochtrieb, ist ein short squeeze, bei dem die Bären ohne Angebot eindecken müssen, weil die Aktienbesitzer ihre Schätzchen, um nicht auf der Stelle tot umzufallen, lieber nicht mehr ansehen. Das dürfte so manchem Aktionär, nicht nur in Griechenland, so gehen.
    http://www.onvista.de/index/einzelwerte.html?ID_NOTATION=8422827
    Das sieht endlich mal ganz nett aus, nur die Charts sieht man besser nicht an. Dann wird nämlich der Albtraum sichtbar, den die Aktionäre dort hinter sich haben.

    • ergo sum - 16. Juni 2012

      Offenbar nicht unbedingt Drachmen. Wie ich gerade lese, können die Griechen einfach auf eigene Faust Euros drucken. Wer wollte sie denn daran hindern? Das könnte aber die ganze Währung aufweichen.

  • Eric B. - 15. Juni 2012

    Um der Meinungsmache etwas entgegenzusetzen, sammele und kommentiere ich Links vorwiegend aus ausländischen Medien. Sachdienliche hinweise jederzeit willkommen! http://lostineurope.posterous.com/linksammlung-zum-grexit

  • klaus - 15. Juni 2012

    Offensichtlich sich die Bank-Chefs der Welt mitten in der Vorbereitung
    auf den GAU.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9335072/Debt-crisis-Banks-prepare-for-worldwide-chaos-after-weekend-election.html

    Endlich kann Brüderle mal wieder richtig toben !
    Nach dem heutigen Betreuungsgeld-Abschuß, an dem sogar
    die kleine Schröder als Ministerin fehlte (!), wäre Brüderle
    wohl ebenso bei den Griechen am Schimpfen.

    Tja, Schimpfen und Austerität schaffen wenig Wahlvertrauen.

    ;)

  • peter - 16. Juni 2012

    08:13Griechische Neuwahl
    Radikalität in Athen mit dem Messias der Verlierer
    Mit deftigen Parolen versuchen radikale Parteien in Griechenland Wähler zu ködern. Die Rechnung könnte aufgehen. Nach einer inoffiziellen Umfrage wollen 40 Prozent die linksextreme Syriza wählen.

    welt online

    • lottchen - 16. Juni 2012

      Jetzt kommt Juncker auch noch an und macht den Griechen Wahlvorschriften. Da man kaum annehmen kann, dass sie von Natur aus so dumm sind, nicht zu wissen, dass sie damit das Gegenteil bewirken, deutet das auf das Ausmaß der Panik hin. All das wegen einer 0,5 Prozent-der-Weltwirtschaft-Ökonomie.

      Hoffentlich läuft alles korrekt ab; Wahlbeobachter wären wünschenswert.

      Ein Teil von mir hat so die Schnauze voll, dass er sich sehnlich wünscht, dass der böse Herr Tsipras diesem ganzen in seinen letzten Zügen liegenden Idiotensystem den verdienten Garaus versetzt.

    • ergo sum - 16. Juni 2012

      Frage: Wäre ein rechter Umsturz mit Militärdiktatur zu befürchten? Das hatten sie ja schon mal.

  • klaus - 16. Juni 2012

    Also so schlimm sind die Szenarien bezüglich Griechenland nicht

    Griechenland bleibt:
    Aktienanstieg 5-10 Prozent
    Bankkonten stabilisieren sich, Abhebungen bleiben aus.
    Kosten für 10 jährige Staatsanleihen sinken
    Euro steigt auf 1.32
    Kosten der Rettung 134 Mrd.

    Griechenland geht kontrolliert
    Aktien fallen bis 15 Prozent, Gelddruckerei fängt an.
    Fortress liefert Papier. ;)
    Man sollte sein Geld sicherer verwahren.
    Staatsanleihenkosten steigen.
    Euro sinkt auf 1.20. Griechen werten auf 50% ab
    Kosten um die 332 Mrd. / 3,5 Prozent der Eurozone

    Griechenland geht unkontrolliert / Rausschmiß

    Aktien fallen auf Niveau 2009 / minus 30 Prozent.

    Piigs haben das Problem der Kapitalflucht.
    Kosten für Staatsanleihen in Deutschland steigen um 1 Prozent.
    Euro geht auf 1,10.
    Kosten etwa 3,5 Billionen. 135 Prozent vom Deutschen Bruttosozialprodukt.

    http://www.guardian.co.uk/business/2012/jun/15/greek-euro-exit-scenarios
    Quelle: Source: Aviva Investors

    Liederlich übersetzt von mir.

    Aber mal ehrlich, die 3,5 Billionen Euro sind doch eh weg.
    Es würde doch sicherlich nur der Grund wegfallen,
    das Geld dem Steuerzahler in Rechnung zu stellen.

    Also was solls?

    ;)

    *****duckundlaufzickzack*******

  • klaus - 17. Juni 2012

    Ach so,
    meine schwache Übersetzung.
    http://www.guardian.co.uk/business/2012/jun/15/greek-euro-exit-scenarios
    Quelle: Source: Aviva Investors

    Schaut mal beim Focus sieht das anders aus.

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-26176/griechen-entscheiden-mit-parlamentswahl-ueber-europas-schicksal-euro-drachme-oder-chaos-die-drei-szenarien-der-wahl-in-griechenland_aid_768350.html

    Und ich nehm kein Geld dafür !
    Sieht aus, als ob unsere Vorzeige-Zeitschriften auch nur mit Wasser kochen.
    Bei mir waren es keine 5 Minuten.

    ;)

  • lottchen - 17. Juni 2012

    Ja, wenn Aviva Investors das sagen, dann muss es ja stimmen

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