Griechische Arbeitlosenquote schnellt auf 16,6%

von am 11. August 2011 in Allgemein

Heute berichtete das griechische Statistikamt (ELSTAT) für den Monat Mai eine offizielle Arbeitslosenquote von 16,6%, nach 15,8% im Vormonat und nach 12,0% im Vorjahresmonat. Zum Vormonat stiegen die Arbeitslosenzahlen um +36’260 bzw. um +4,6% und zum Vorjahresmonat ging es aufwärts um +220’534 Arbeitslose bzw. um +36,6%. Insgesamt waren im Mai 2011 offiziell 822’719 Griechen ohne Job.

Die Entwicklung der griechischen Arbeitslosenquote seit Januar 2000 im Chart. Im Mai 2011 (ELSTAT veröffentlicht monatliche Daten vergleichsweise spät) stieg die Arbeitslosenquote auf ein neues Hoch mit 16,6%.

Die Jugendarbeitslosigkeit sank im Mai 2011 angeblich auf 40,1%, nach 43,1% im Vormonat und nach 32,5% im Vorjahresmonat. Dies ist aber weiterhin eine völlig inakzeptable Rate von Jugendlichen ohne Job und damit von Jugendlichen ohne Perspektive:

Die Entwicklung der Jungendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) seit Januar 2005 bis Mai 2011 im Chart. Im Mai 2011 wurde eine Quote von 40,1% erzielt.

Bei den Arbeitslosenquoten von ELSTAT handelt es sich nur um die offiziellen Arbeitslosenraten, errechnet aus dem Verhältnis der Arbeitsfähigen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und der Zahl der Arbeitslosen.

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Mai 2011 4,131528 Millionen, ein Einbruch zum Vormonat von -51’804 und der Einbruch zum Vorjahresmonat betrug -299’798 Beschäftigte. Man erkennt hier deutlich die Differenz zu dem geringeren Anstieg der Arbeitslosenzahlen!

Immerhin 23’302 Arbeitsfähige im Vergleich zum Vormonat und relevante 120’380 Arbeitsfähige zum Vorjahresmonat wurden im Mai 2011 in der Rubrik Inactive verbucht! Insgesamt schmorrten 4,388374 Millionen Griechen unter Inactive, dies bedeutet sie standen dem Arbeitsmarkt angeblich nicht zur Verfügung und spielten damit bei der Ermittlung der Arbeitslosenzahl und Quote auch keine Rolle! Dies dürfte auf das große Schönungspotential das die griechischen Arbeitsmarktdaten beinhalten hindeuten.

Auch diese heutigen Daten, diesmal vom Arbeitsmarkt, dokumentieren einen weiteren Sargnagel für die griechische Wirtschaft.

Quelle Daten: Statistics.gr/LABOUR FORCE SURVEY: May 2011

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