Irrationale Volatilität
Die Volatilität an den Finanzmärkten ist brutaler denn je! Ohne wesentliche Änderungen der Nachrichtenlage, werden Finanzanlagen aller Art im Stundentakt durcheinandergewirbelt und auch dies belegt die völlig aus dem Ruder gelaufenen Märkte, dereguliert und Hort ausufernder spekulativer Aktivitäten, der um den Planeten vagabundierenden Überschussliquidität, befeuert aus der extrem ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung und historisch niedrigen Zinsen, den liquiditätstreibenden Maßnahmen der Notenbanken und der im wenigen Stundenrhythmus wechselnden Gier nach Rendite und der Angst vor einer deflationären Spirale, einer Kreditklemme und Liquiditätsengpässen im Bankensystem und den dort potentiell drohenden Pleiten, die dann kurzfristig die Sucht nach Cash befeuert!
Auch der bisherige Hort der Sicherheit und Gradmesser für den miesen Zustand des Geld- und Finanzsystems, die Edelmetalle, kamen unter die Räder mit kräftigen Abschlägen und unter völlig irrationalen Volatilitäten. Das Edelmetall Silber sank von Freitag auf Montag von 36,62 Dollar je Feinunze auf 26,07 Dollar um dann vom Tief am Montag, innerhalb von 28 Stunden wieder um +28,15% auf 33,41 Dollar (13:10 Uhr) zu steigen.
Die Entwicklung des Silberspotpreises einer Feinunze im 3-Tageschart. Quelle Chart: Stooq.pl
Solche aberwitzigen Kursschwankungen können niemals das Ergebnis von realer Nachfrage aus Industrieanwendungen, Schmucknachfrage und physischer Anlage sein und der entsprechenden Entwicklung des Outputs (Angebot) der Silberminen bzw. von Recycling, sondern sind Teil eines degenerierten Casinos, völlig entrückt von der Realwirtschaft und ihrer Nachfrage und des Angebots. Die Futuremärkte sind die Kandare an denen auch die Spotkurse gezerrt werden. Synchron vollzogen die Spotkurse die Bewegung der Futuremärkte. Die Volatilität bei Aktien, Rohstoffen und anderen Finanzanlagen zeigt auch, dass sich seit der Finanzkrise in Punkto Finanzmarktregulierung und Eindämmung der Spekulation nichts zum Besseren gewendet hat, im Gegenteil, die High Frequency Trading (HFT) - Rechner sind noch schneller und vor allem zahlreicher geworden.
Sicher ist nur, dass keine Anlage wirklich sicher ist und eigentlich zu jedem Zeitpunkt der Kauf jeder Anlage, ob Finanzprodukt oder physischer Wert, eine enorme Fehlentscheidung beinhalten kann. Nicht wirklich beruhigend in Zeiten, wo eine private Altersvorsorge sich als Notwendigkeit darstellt und ganz klar auch von der Politik postuliert wird. Die von der Politik nicht beantwortete Frage bleibt, ob ein globales Casino die Voraussetzungen für solche Ziele überhaupt tragen kann.
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
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- Links für 2011-09-27 | König von Haunstetten - [...] “Irrationale Volatilität” – Querschüsse belegt, dass derzeit die Finanzmärkte alles andere als rational reagieren [...]
- Feynsinn » Neues vom Alten - [...] beschrieben wird die Lage der “Märkte” heute bei den Querschüssen. Na dann beruhigt mal [...]

MagnaBavaria - 27. September 2011
“Solche aberwitzigen Kursschwankungen können niemals das Ergebnis von realer Nachfrage aus Industrieanwendungen, Schmucknachfrage und physischer Anlage sein und der entsprechenden Entwicklung des Outputs (Angebot) der Silberminen, sondern sind Teil eines degenerierten Casinos, völlig entrückt von der Realwirtschaft und ihrer Nachfrage und des Angebots”
Wie du schon im Artikel erwähnt hast, liegt es einfach daran, dass bereits zu viel Bimbes im System ist. Und die Niedrigzinspolitk der Notenbanken befeuert diese Spekulationen.
Ich meine es ist schon pervers, ich leihe mir einen Haufen Geld für 0,25 % Zinsen, setze diesen kurzfristig ein und mache im besten Fall 28 % Plus!
Mal ganz abgesehen davon, was Spekulanten auf dem Nahrungsmittelmarkt gegen jede Ethik anrichten…
M.E. - 27. September 2011
Die Volatilitäten werden auch weiter ansteigen. Die renditehungrigen, aber auch zunehmend ängstlichen Anlegermassen (insbesondere die mit den Billionen an frischer Liquidität, die in den letzten 3 Jahren geschaffen wurde) werden nervös von Assetklasse zu Assetklasse hüpfen, jedem Gerücht und jeder Sentimentsänderung folgend. Und der ultraschnelle Computerhandel mit seinen teils vollautomatischen Tradingssystemen tut ein Übriges, um die Volatilität zu steigern. Der prozentuale Anteil der Transaktionen, die über high-speed-Trading abgewickelt werden, wird immer höher.
Und nicht nur die Überschuldung mit ihren crashträchtigen Potenzial wird das Finanzsystem zum Einsturz bringen, sondern auch die ständig steigende Volatilität, die irgendwann völlig unbeherrschbar wird.
Tourist - 27. September 2011
@ M.E
bin voll und ganz bei Dir!
Gruss Tourist
Appaloosa - 27. September 2011
Sieht man auch am DAX vom Tiefstand 4960 um 600 Punkte nach oben in ein paar Tagen.
Und der DOW? Davon reden wir lieber nicht…
Benedikt - 27. September 2011
Die Rohstoffbörsen sind heute nur noch Rohstoffkasinos, kontrolliert von der Finanzmafia. Die Kontrollieren den Umschlag von den Rohstoffen. Wenn mehr Angebot als Nachfrage im Markt ist, nehmen die dieses Angebot vom Markt und lagern die Ware ein. So können die ungestört die Kurse an den Rohstoffmärkten gefahrlos in absurde Höhen steigen lassen. Oder besser gesagt zu manipulieren.
Das ganze funktioniert nur so lange, wie immer neues Geld in das Kasino strömt. Sobald Geld wieder abgezogen wird, brechen die Preise wieder ein. Ohne neues Geld, kann man die Überangebot nicht vom Markt nehmen, und eventuell muss man auch aus Geldnot Ware aus dem Lager verkaufen. Dann werden die Preise wieder in ungeahnte tiefen geprügelt.
Nach dem Motto aufblasen und platzen lassen.
Tourist - 27. September 2011
Man könnte auch sagen: Wenn die Preise nur sich selbst preisen, dann…(den Rest könnt Ihr/Sie ausfüllen^^)
Chris - 27. September 2011
Die Angst vor der Börsnumsatzsteuer ist natürlich auch in diesem Zusammenhang zu sehen. Lt. Max Keiser beträgt die durchschnittliche Behaltezeit von Wertpapieren mittlerweilen weniger als Sekunden. Die Masse an Käufen und Verkäufen pusht einen Markt der eigentlich tot ist. Die Idee der Aktien, Kapital für Ideen zur Verfügung zu stellen und an deren Gewinn zu partizipieren (über Dividende) wurde im Kern pervertiert. Eigentlich handelt es sich bei der Börse mittlerweilen um ein von der Realwirtschaft völlig abgekoppeltes System, das keinerlei Daseinsberechtigung mehr hat.
Auch die Banken, zu Beginn notwendig, um das Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen, haben ihre Daseinsberechtigung verloren, und das gesamte Geschäftsmodell ist zusammengebrochen.
Bereits in den frühen 70iger Jahren haben die USA begonnen über private “Rentensysteme” das Geld aus der Realwirtschaft zu entziehen und dieses unter wahnwitzigen Renditeversprechungen in die “Finanzindustrie zu pumpen. Dieser Kreislauf, bei dem es sich um einen riesigen Kettenbrief handelt, muss nun auf Null gesetzt werden. In diesem Zusammenhang sind auch die hektischen Diskussionen um den Euro zu sehen. Geschaffen für die Finanzindustrie, um deren Spekulationswahn zu vereinfachen, hat dieses Vehikel nun die Grenzen erreicht. Wirtschaftswissenschafter wie Herr Prof Hankel und Schachtsschneider wurden und werden nicht gehört, da deren Meinung nicht opportun ist. Vielmehr werden Leute wie Sinn usw. als die grossen Auguren gehandelt.
Wolfgang - 27. September 2011
Herr Sinn unterscheidet sich nicht von Hankel oder Schachtschneider.
Ich denke, die Fachleute sind sich einig: Die Rettungsorgie ist verkehrt.
Der Silber und der Goldmarkt haben jeweils einen Papier und einen
physischen Markt. Auf dem physischen Markt wird ohne Ende gekauft.
Der Goldhandel in London ist deshalb inzwischen geschlossen.
Anders ist es auf dem Paiermarkt in New York, der den Preis bestimmt.
Dort wurde ein Preissturz initiiert.
M.E. - 27. September 2011
Hallo Chris,
a propos Banken. Hier ein sehr interssanter Artikel von Bankhaus Rott. Besonders Seite 2 beachten:
http://www.rottmeyer.de/us-banken-der-stand-der-dinge/
Die US-Banken haben ihre operativen Zahlen mit einem Trick verbessert: sie haben die Mittel der Risikovorsoge, die als Puffer für ausfallende Forderungen dienen, einfach runtergefahren. Damit lassen sich freilich “Gewinne” erwirtschaften. Leider nur Einmalgewinne auf Kosten der Zukunft.
Die Ratio zwischen in Verzug befindlichen Krediten und den Rückstellungen beträgt nur noch 0,65, und sollte doch normalerweise bei 1 oder darüber liegen, falls sich die Situation zukünfig noch verschlechtert.
Immer wieder die gleiche Tendenz: alles Tricksereien, um den Subprime-Status zu verdecken.
windstill - 27. September 2011
Wolfgang – und exakt darum rückt der Tag näher, wo der hoffnungsvolle Käufer (noch die absolute Masse) gerne Papier in Physiches tauschen möchte UND vor verschlossener Türe steht! Das vermeintlich “gute” Geld in den beweglichen Assets weltweit ist einfach viel zu viel, um in den ebenso vermeintlichen Rettungsanker Gold, Silber konvertiert zu werden! Ein Markt der physisch sehr überschaubar ist. Hier, gerade hier verzockt sich aktuell die Masse im Irrglauben, sie könnten einen noch optimaleren Zeitpunkt für den Einstieg finden. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
==> http://de.wikipedia.org/wiki/Reise_nach_Jerusalem
sind wir nicht wie kleine Kinder? Voller Spieledrang.
Rudi - 27. September 2011
Was Gold betrifft werden bei proaurum nur noch Orders bis 3.000 € angenommen.
Habe am Montag die Gunst der Stunde nochmals genutzt. Der Laden war rappelvoll.
Ich doch ein gutes Gefühl, wenn man für wertloses Papier einen Substanzwert wie Gold erwerben kann.
M.E. - 27. September 2011
Hallo Stefan Wehmeyer,
warum sollte eine Finanztransaktionssteuer Unsinn sein? Immerhin würde das high-speed-Trading und teilweise das daytrading obsolet (wäre schon mal positiv), un der Finanzsektor würde ganz elegant an den Kosten der Krise beteiligt werden (sehr anzustreben!)
Fondssparer oder realwirtschaftliche Transaktionen wären auf Grund der geringen Frequenz der Transaktionen kaum von der Steuer berührt.
(abgesehen davon, dass Fondssparer ohnehin durch den kommenden Crash weitgehend enteignet werden. Aber das liegt ja dann nicht an der Transaktionssteuer)
windstill - 27. September 2011
M.E. – (schön formuliert)
PeterF - 27. September 2011
M.E. und Winstill
eine Transaktionsteuer, ein Verbot von Leerverkäufen, ETFs, CFDs oder anderen Derivaten wird es niemals geben, denn die Banken schreiben der Politik schon lange vor, was geht und was nicht geht.
Für mich das Perverseste überhaupt. Nicht der Euro soll gerettet werden, sondern die Banken.
Dabei sind es die Banken, die unser Finanzsystem dahingebracht haben wo wir heute stehen, nämlich kurz vorm Abgrund.
Wieviel Geld will die Tina Merkel drucken lassen, wenn die Bank runs losgehen?
Rudi
Pessimist - 27. September 2011
@Wehmeier,
Sie schreiben mMn erheblichen Unfug, wenn man wollte, könnte man beispielsweise mit einer weltweiten Finanztransaktionssteuer den Hunger auf dieser Welt erfolgreich bekämpfen. Das wäre zivilisatorischer Normalzustand, sonst nix. Einfache Preisfrage für deren Beantwortung Sie keinen Preis bekommen: Wer oder was hindert die Mächtigen dieser Welt daran, dass noch vor Börseneröffnung morgen früh eine Finanztransaktionssteuer weltweit eingeführt wird?
Eine letzte Frage: warum missbrauchen Sie Steffens Seite für Ihre Zwecke? Finden Sie keine andere Werbeplattform?
micdinger - 27. September 2011
@Rudi Mindestordergröße bei “pro aurum”3000 €, mit Kleinkram geben die sich im Augenblick nicht ab.
Allgemein:
Nicht vergessen, Quartalsende naht. Es dürfte bei den aktuellen Kurssteigerungen auch ein wenig Window Dressing institutioneller Anleger im Spiel sein.
snozin - 27. September 2011
Den Gedanken von der Wirkung / Nichtwirkung einer Transaktionssteuer hätte ich gern einmal weiter verfolgt. Das heißt konkreter, ich würde mich gern an einen Verfolger dranhängen, der näher an der Materie ist.
Wenn ein Kasino”investor” in Bruchteilen von Sekunden jeweils Anteile seines Einsatzes abgeben muss, geht das in der Zeitaddition schließlich an seine Substanz. Irgendein Restverstand sollte ihm doch nun darauf kommen lassen, mit diesem Spiel aufzuhören, da seine Gier nicht mehr zur Genüge befriedigt wird. Frage nun: Wohin wird er seine Geldsäcke schleppen?
bauagent - 27. September 2011
Der Typ auf dem nachfolgenden Video ( eine BBC Nachrichten Aufzeichnung 3 1/2 Minuten ) ist freiberuflicher Trader.
So offen habe ich in einem Interview weder die Beschreibung unseres derzeitigen Fiannzsystems, noch die erwarteten Verwerfungen gehört.
Am besten: Nicht die Politiker regieren die Welt, sondern Goldman Sachs und die interessieren sich
nicht für den Euro und nicht für Wirtschaftabschwünge. Das beste ist ein Crash, daran verdiene man am meisten und daher werden wir in 12 Monaten viele Millionen verarmter Menschen sehen.
Einfach ´mal reinsehen, ist wirklich einerseits schockierend, andererseits erhellend.
http://www.youtube.com/watch?v=aC19fEqR5bA
Russe - 27. September 2011
Wer oder was hindert die Mächtigen dieser Welt daran
_
Negative Selektion.
klaus - 27. September 2011
Hallo an Alle.
Der Euro-Rettungsschirm soll auf 3 Billionen
laut Ausland erweitert werden.
Belügen Schäuble und Merkel uns Alle?
http://www.ibtimes.com/articles/220605/20110927/london-session-efsf-runs-into-roadblocks.htm
http://theconversation.edu.au/defend-or-default-its-the-three-trillion-euro-question-3541
http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/8788223/Christine-Lagarde-IMF-may-need-billions-in-extra-funding.html
Und hier, -> Es wird Zeit, den Retter zu retten.
http://theextinctionprotocol.wordpress.com/2011/09/26/time-to-bailout-the-bailouter-imf-funds-deemed-inadequate-to-prevent-financial-collapse-in-europe/
http://www.westfieldtrading.com/currency_news.php
Von wegen DAX, Edelmetall, Dollar und Euro verhalten
sich völlig irrational !
Vielleicht machen Schäuble und Merkel mit 3 Billionen Party ?
So kommt mir das vor.
Tippt mal bei Google ein >> efsf 3 trillion <<
Dann hagelt das nur so Hinweise in Englisch.
Und am nächsten Dienstag wird Deutschland zurückgestuft?
S&P wartet auf den Beschluß?
Und Merkel und Schäuble sind in Urlaub?
Wie sollte ich die Links anders interpretieren?
Das sieht aus wie Schlachtfest.
Die Begrüßung von Papi ist wohl nur Ablenkung?
Wäre mal schön wenn ich in meiner Vermutung falsch
wäre.
Schon bei solchen Gedanken wird einem mulmig.
Wenn das passiert, dann braucht keiner mehr das
Licht auszumachen.
Mulmige Grüße
Klaus
Russe - 27. September 2011
Mit glücklichen Sklaven ist das allerdings nicht zu machen.
_
Mit unglücklichen auch nicht, die drehen einfach durch.
kranich05 - 27. September 2011
Gibt es die Tendenz, daß sich die physischen Märkte von den spekulativ-manipulativen Papiermärkten abkoppeln? Woran wäre das zu erkennen?
windstill - 27. September 2011
kranich05 – daran dass kranich05 über den Spotpreis nichts mehr bekommt.
windstill - 27. September 2011
kranich05 – folgender Link, Video geht in die Richtung. Beispiel Silber. Bei Interesse anschauen:
http://der-klare-blick.com/2011/09/silberupdate-26-09-2011/
die Margins sind sehr hoch. Sehr interessante Ausführung von John im Video. Müsste Dir eine Erklärung geben. Gruß
kranich05 - 27. September 2011
@ Windstill
Danke für den Tip.
Meine Frage kommt daher, weil doch auf etwas längere Sicht, immer noch die physischen Märkte dem Papiermarkt ziemlich genau folgen.
Ich bin mit allem was ich flüssig machen konnte Ende 2008 in Silber eingestiegen und habe mich nur immer gewundert, welche enorme Subvention mir, dem stoischen physischen Käufer, damit faktisch gewährt wurde.
Daß es bei den Händlern jetzt gewaltig knirschte, hat man ja z. B. bei Emporium gesehen. Aber sich radikal und konsequent abzukoppeln, scheint dem physischen Bereich nicht so leicht möglich zu sein. Auch er ist im Griff der Superfinanz.
Tourist - 28. September 2011
Transakstionsteuer??! Joa…bin dabei!
Vermögenssteuer, ebenso, die gabs schon mal und allen gings wesentlich besser! Buffett forderts ja, der olle Sozi^^. Also erfolgreicher Sozi^^.
Querschuss - 28. September 2011
Hallo Kranich05,
Rohstoffhandel ist für die Finanzindustrie ein einträgliches Geschätft, über die Terminmärkte werden meiner Meinung nach die Preise gemacht, “Papier”-Wetten haben ein extrem höheres Volumen als die real gehandelte Ware. Dieses Geschäft werden die nie freiwillig aufgeben bzw. reduzieren, insofern dürfte Windstill recht haben, erst wenn die Ware die Nachfrage nicht mehr bedienen kann wird sich der reale Márkt abkoppeln.
Gruß Steffen
windstill - 28. September 2011
Steffen – alle Trigger werden nun bis zur Überlast angezogen. Mal vollkommen egal aus welchen Gründen. Zum Schluss kommt es zum finalen Chaos. Eines welches bis dato geschichtlich so nicht zu verzeichnen war. Rohstoffe werden es schwer haben sich der Rezession / Depression welche sich wie erwartet abzeichnet etc. zu entziehen. Schau wo Kupfer herkommt. Für mich der Klassiker, weil er in die Grundgüterindustrie mit einfliest, weltweit, überall wird Kupfer gebraucht und ist Maßstab für den Turbokapitalismus und für den Höhepunkt des Kohlenstoffkapitalismus!
Kupfer hat sehr gute Chancen dahingehend zurück zu fallen wo es herkommt. Gold und Silber als Geldäquivalent werden sich hier komplett abkoppeln. Egal ob man nun der Ansicht sei, man könne es nicht essen, oder es hat nur einen inneren Wert von X etc. Die Vita und der Glaube von 6.000 Jahren sind der Garant, dass die Gold- und vermutlich eben die Silberblase die letzte sein wird die platzt. Glaube ist eine, wenn nicht die größte Triebkraft. Wehe wenn die Herde losstürmt um den letzten Stuhl zu ergattern…
So eine Vermögensabsicherung ist Timing. Wann Cash, wann Gold, wann Aktie. Vor allem welche Aktie mit einem Geschäftsmodell, welches NACH einer Neuordnung auch wieder funktioniert! Daher erwarte ich den noch größeren Schub in den Minenaktien. Dann, wenn der physische Markt einfach komplett entkoppelt wird – was kommt. Das Kartell benötigt immer wieder physische Lieferungen und wie John im Video gut bei Silber aufzeigt: Der Spotpreis ist nicht der Preis für den man es erhält
Die Spanne wird nun immer schneller größer. Wenn dieser Prozess langsam vonstatten geht ist es gut für Absicherung. Wenn nicht – wer weiß das schon
– dann zählt nur noch das eigene Gemüsebeet.
Sicherheit bilden ausschließlich die physische Bestände. Verlieren, im Sinne Kaufkraft und Materie werden wir trotzdem alle. Schade nur, dass es wie üblich diejenigen mit aller Härte trifft, welche eh schon magerst ausgestattet sind! Dies die eigentlich Schande, welche man Politik und den Entscheidungsträgern gar nicht laut genug um die Ohren schlagen kann!
Nur, leider, wo bleiben die Traktoren, die Züge voller Demonstranten vorm Bundestag, in Frankreich, in Italien?! Die Menschen sind im Tiefschlaf, bis die bald platzenden Trigger allesamt sie daraus brutal erwecken. Schade
Russe - 28. September 2011
Nur, leider, wo bleiben die Traktoren, die Züge voller Demonstranten vorm Bundestag, in Frankreich, in Italien?!
_
In GR stehen schon die Galgen vor dem Parlament.
http://oe1.orf.at/artikel/280393
Pessimist - 28. September 2011
Hallo Rolf,
Nur, leider, wo bleiben die Traktoren, die Züge voller Demonstranten vorm Bundestag, in Frankreich, in Italien?
Deine Frage bzw. Dein Statement an sich ist widersprüchlich, denn eigentlich beantwortest Du Dir Deine gestellte Frage ganz alleine, ohne dass Du es merkst. Grübel, Grübel, kommst Du drauf, was ich meine? Falls nicht, helfe ich gerne nach.
Die Systemprofiteure, wozu ich Dich zähle, machen sich diese Gedanken Seine Vermögensabsicherung ist Timing. Wann Cash, wann Gold, wann Aktie. Vor allem welche Aktie… und stellen dann solche Fragen, was mich etwas verwundert. Die Profiteure des Systems werden wohl kaum kaputtmachen, was sie antreibt. Warum sollte beispielsweise der Bauer mit dem Traktor nach Berlin fahren, wenn er doch noch vor Kurzem seine fetten EU-Subventionen kassieren konnte. Erst muss es vielen bedeutend schlechter als heute gehen, bevor sich in diesem unseren Lande irgendetwas bewegt. Nee Rolf, so wird das momentan nichts mit der großen Revolution.
Meine Zeilen sind nicht so böse gemeint, wie sie vielleicht klingen. Ich denke, dass Du verstehst, wie ich es meine.
Gruß Pessimist
Russe - 28. September 2011
Pessimist
so wird das momentan nichts mit der großen Revolution
__
Niemand will eine Revolution nur eine Evolution.
MagnaBavaria - 28. September 2011
@ Klaus:
Mal sehen, was die nächsten Wochen so kommt:
http://www.ftd.de/politik/europa/:zeitplan-fuer-schuldenschnitt-heimliches-hoffen-auf-griechischen-plan-b/60109618.html
Schlipsnerd - 28. September 2011
@bauagent
Möglicherweise ist das Video ein netter, subversiver Hack.
siehe auch hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,788954,00.html
VG,
Schlipsnerd
klaus - 28. September 2011
Hallo an Alle.
@ MagnaBavaria
Hier mal ein Link auf eine deftige Zusammenfassung
um was es morgen wohl geht.
An solche Konsequenzen dachte ich bei meinem
Mulmig fühlen.
Ein Downgrade Deutschlands würde 20 Milliarden Euro/pa kosten.
Natürlich neben den 88 Mrd Euro.
http://birdflu666.wordpress.com/2011/08/09/ecb-morphs-into-federal-reserve-could-germany-soon-lose-aaa-credit-rating-due-to-stealth-fiscal-union/
Jetzt werden wer sehen, wer an seinen Wähler denkt!
Grüße
Klaus
dicke Bertha - 29. September 2011
“Wie du schon im Artikel erwähnt hast, liegt es einfach daran, dass bereits zu viel Bimbes im System ist. Und die Niedrigzinspolitk der Notenbanken befeuert diese Spekulationen.”
Interessant so hat Hayek die Weltwirtschaftskrise 1929 erklärt.
Der Rettungsfond ist notwendig um den innereuropäischen Handel weiter zu finanzieren.
Oder soll man ihn zusammenbrechen lassen, wie den Welthandel 1929?
Und dann nach 4 Jahren, ohne Verbesserung und sinkenden Löhnen und stetigen Produktionsrückgängen, was machen wir dann?
Die Krise hat vor allen Dingen realwirtschaftliche Gründe, die durch POLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN herbeigeführt wurden.
Die Bundesbank, die EZB war einer der Träger der Ideologie , die diese politischen Entscheidungen befördert haben.
DER EUROSCHIRM SOLL JETZT ERST MAL DIE DEUTSCHEN ARBEITSPLÄTZE RETTEN.
Weil sonst die Systemfrage unvermeidlich gestellt würde.
windstill - 29. September 2011
“Weil sonst die Systemfrage unvermeidlich gestellt würde.”
== > welche dann später unvermeidlich gestellt werden muss. Mit einer nochmalig wesentlich erhöhten Fallhöhe. Dank für diese Zeit. Schöne neue Welt.