Italien: Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe sinkt auf ein 32-Monatstief

von am 28. Mai 2012 in Allgemein

Heute berichtete das italienische Statistikamt ISTAT die Daten zum Geschäftsklimaindex für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat Mai 2012. Der Index (Confidence Climate), der die Stimmung der Unternehmen im Manufacturing widerspiegelt, sank auf dem tiefsten Stand seit September 2009. Die italienischen Unternehmen geraten stimmungstechnisch immer deutlicher in den Rezessionsmodus. Indexstände über 100 stehen für überwiegend optimistische Antworten, Indexstände von unter 100 für pessimistische Antworten der befragten Unternehmen.

 

Die Entwicklung des italienischen Geschäftsklimaindex für das Verarbeitenden Gewerbe seit Januar 2000 bis Mai 2012 im Chart. Im Mai sank die Stimmung der befragten Unternehmen auf ein 32 Monatstief mit 86,2 Indexpunkten, nach 89,1 Indexpunkten im Vormonat und nach 100,8 Indexpunkten im Vorjahresmonat.

Noch schlimmer sah das Verbrauchervertrauen der italienischen Konsumenten im Mai 2012 aus, es notierte auf dem tiefsten Stand seit Datenerhebung im Januar 1982. Reloaded: Italien: neues Allzeittief beim Verbrauchervertrauen

Quelle Daten: Istat.it/Pressemitteilung Geschäftsklimaindex Mai 2012

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7 KommentareKommentieren

  • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

    Technokrat Monti plant einen öffentlich nicht gewollten Tunnel und arrangiert sich mit der Mafia über den ewigen Autobahnbau im Süden. Ansonsten würgt er die Wirtschaft ab. Mit Technokraten, die nicht mehr drauf haben als Unternehmen durch Konzentration auf das Kerngeschäft bzw. Personalabbau gesund zu schrumpfen, kann man keinen Staat machen.

  • Roland - 28. Mai 2012

    Passend hierzu sind heute die Zinsen für italienische Staatspapiere angestiegen.

    Und selbst Schweden ist jetzt im Rückwärtsgang:
    Im April gingen die Exporte um 2 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Da die Importe sogar um 4% zurück gingen, gab diese traurige Entwicklung die Nachricht für eine positive Medien-Headline her:
    “Schwedens Handelsbilanzüberschuss angestiegen”.

    • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

      Seit ein paar Jahren wird der Öffentlichkeit Luft als Geld und Scheiße als Gold verkauft. So schafft man die breite Basis, die zum Verlust der Kreditwürdigkeit beiträgt.

  • klaus - 28. Mai 2012

    Brüderle sieht in Euro-Bombs
    den Zins-Sozialismus.

    Und fordert Zuwanderung von Arbeitskräften als Hoffnungsausgleich
    für die verarmten Länder.
    Die könnten ja hier arbeiten.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article106383864/Fuer-Bruederle-sind-Eurobonds-Zinssozialismus.html

    Natürlich, für die nächsten Lohnverhandlungen ein Argument.
    Das ist nicht schlecht.

    Was die wohl in den ärmernen Ländern davon halten?
    Ob Brüderle das wohl selbst glaubt, was er da sagt?
    Ob man so eine FDP wirklich noch braucht?

    ;)

    • The EXE - 28. Mai 2012

      Er glaubt es mit Sicherheit.
      Die FDP sorgt halt für etwas Unterhaltung im TV kommt ja sonst nix besseres.
      Es ist schön das wir sagen die können doch bei “UNS” Arbeiten.
      Die frage ist wer soll es dann “DORT” kaufen.
      Am besten schreiben wir statt Europa Deutschland auf die Karten.

  • bauagent - 28. Mai 2012

    “Neben der Kritik an der effizienten Steuereintreibung wird auch die weiter blühende Schattenwirtschaft erwähnt. Vor allem aber die unvermindert anhaltende Steuerhinterziehung ist eine Blamage für Monti. Diese hatte der Premier als Herzstück seiner Reform benannt.”

    Monti hat eben sein Italien noch nie in der Realität, sondern nur als Technokrat erlebt.

    Die Maßnahmen führen mittlerweile zu Prügeleien mit Steuereintreibern und zu besonders effizienter Steuerhinterziehung in allen Gesellschaftsschichten. Das treibt die Spirale weiter.

    Im übrigen sind alle Zahlen alles andere als qualifiziert, das Desaster richtig zu beschreiben.
    Die Italiener wussten schon immer, wie man sich die ” Krake ” vom Leib hält

    1 Woche Rimini in einer Pension für 450,– € gefällig? Oder vielleicht doch vor Antritt an der Rezeption mit 280,– € ausgleichen?

    • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

      Die Offerte ist zu billig. .Für den Preis kommen für mich nur Ferien auf den Philippinen in Frage.