Italien: nominale Einzelhandelsumsätze im Dezember 2011

von am 24. Februar 2012 in Allgemein

Das italienische Statistikamt ISTAT berichtete heute die italienischen Einzelhandelsumsätze für den Monat Dezember 2011. Leider liefert ISTAT immer nur nominale Daten, aber auch nominal ging es abwärts, um -3,7% zum Vorjahresmonat bei den unbereinigten Daten und um -1,1% zum Vormonat bei den saisonbereinigten Daten. Selbst der nominale saisonbereinigte Chart liefert einen ersten Hauch vom bekannten Griechenland- bzw. Spanienstyle.

Die Entwicklung der saisonbereinigten nominalen Einzelhandelsumsätze in Italien von Januar 2000 bis Dezember 2011 im Chart. Im Dezember 2011 sanken die saisonbereinigten nominalen Einzelhandelsumsätze um -1,1% zum Vormonat auf 97,3 Indexpunkte. Zum Hoch  aus Februar 2008 mit 103,8 Indexpunkten brachen die nominalen Einzelhandelsumsätze aber noch moderat ein, mit -6,3%. Allerdings eine Schwäche im Einzelhandel ist bereits klar zu verifizieren, saisonbereinigt bewegen sich die nominalen Einzelhandelsumsätze bereits auf einem Niveau wie zuletzt gegen Ende 2001.

Unbereinigt ging es im Dezember 2011 nicht nur um -3,7% zum Vorjahresmonat abwärts, sondern der Dezember 2011 war nominal beim Umsatz, der schwächste Dezember, seit Dezember 2002!

Quelle: Istat.it/PDF: Retail Trade December 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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6 KommentareKommentieren

  • Roland - 24. Februar 2012 Antworten

    Vielleicht liegt es an der unvollendeten ästhetischen Schönheit dieser Kurven, dass die Herrschenden und ihre Politiker den Strich noch weiter nach unten ziehen wollen.

  • Michael - 24. Februar 2012 Antworten

    Kennt man aus der Börsentheologie als SKS, was fällt, wird weiter fallen. Die Rezession für IT ist doch längst eingelocht. Die jetzigen Spritpreise garantieren den Sieg der Chartisten. Deutschland seit 2000 in Dauerdeflation, das können die “restlichen” €uropäer ruhig auch mal probieren. Die Probleme sind bestens bekannt, die Lösungen auch. Somit Fröhliches Weiterwursteln!

  • Benedikt - 24. Februar 2012 Antworten

    Der Konsum ist in Euroland überall schon in der Rezession. Wenn jetzt die Industrieproduktion in den Industrie starken Euroländer auch wieder in die Rezession rutscht, dann wird es richtig lustig. Was jetzt auf uns zukommt wird um einiges härter, als die letzte Rezession.

    • Systemfrager - 25. Februar 2012 Antworten

      Ein gewiser Malthus hat sich schon darüber Gedanken gemacht und zu einer fast unglaublicher Schlussfolgerung gelangt, die so irrwitzig ist, dass sich bisher kein Ökonom finden lässt, der an solchen Blödsinn glauben kann
      Nämlich, er meinte, dass irgendwann, wenn man Konsumgüter nicht konsumieren wird, auch die Maschinen, mit denen Konsum hergestellt wird, ihren Käufen nicht finden werden
      Unglaublich
      Wie kann eine so dumme Idee jemandem überhautp einfallen
      ist echt traurig – nicht wahr?

      Die ersten Gedanken über das Nachfrageproblem und die ersten Theorien
      Thomas R. Malthus: Das Nachfrageproblem als Überakkumulationsproblem
      weiter >>>

  • Konsum Satt - 25. Februar 2012 Antworten

    Hat doch gestern jemand schön beschrieben, anhand von VW´s “Superautoboom”,wenn die Lagerkapazitäten verdoppelt werden sogenannte Tageszulassungen für die Statistik,
    am Ende ist man sich nicht wirklich bewusst in den Konzernspitzen, dass wir inzwischen eine Gesellschaft sind, die im materiellen Überfluss lebt und alles fertig entwickelt ist,die meisten Menschen die eine Gesellschaft tragen nun viel besitzen.

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