Kreditvergabe der chinesischen Geschäftsbanken sinkt

von am 13. August 2011 in Allgemein

Die Kreditvergabe chinesischer Geschäftsbanken ist als Folge der strafferen Geldpolitik der Peoples Bank of Chinas (PBoC – chinesische Notenbank), im Juli 2011 deutlich auf 492,60 Mrd. Yuan (76,9 Mrd. Dollar), nach 663,92 Mrd. Yuan im Vormonat geschrumpft. Dies war die niedrigste Kreditvergabe seit 6 Monaten.

Die Entwicklung der Kreditvergabe in China seit Januar 1992. Im Juli 2011 sank sie auf 492,6 Mrd. Yuan. Zum Hoch im März 2009 lag sie bei 1,89196 Billionen Yuan! In den ersten 7 Monaten 2011 sank die Kreditvergabe um -8,7% zum Vorjahreszeitraum, auf 4,70509 Billionen Yuan und um -39,07% zum Vergleichszeitraum 2009.

Etwas pikant an diesen Daten zur sinkenden Kreditvergabe ist, die ja auch die Inflationsrate von aktuell offiziellen +6,5% mit eindämmen soll, dass die nachlassende Kreditvergabe vom Zeitpunkt her, zusammenfällt mit schwächelnden BIP-Raten in vielen wichtigen Volkswirtschaften der Welt.

Das reale BIP war im 1 Halbjahr 2011 um +9,6% zum Vorjahreszeitraum auf 20,4459 Billionen Yuan gestiegen und die Bruttowertschöpfung der sekundären Industrie, zusammengefasst aus der breit gefassten Industrie (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) und dem Baugewerbe betrug nominale 10’2178 Billionen Yuan und damit satte 49,97% des nominalen BIP. Im 1. Halbjahr 2011 stieg die Bruttowertschöpfung um +11% an, im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Bei Querschuesse bleibt es vorerst dabei, solange die Wirtschaft in diesem Tempo wächst und aus dem Wachstum potentielle Kreditausfälle und die Schuldentilgung getragen werden können, ist die Bedrohung aus der Chinablase geringer als vermeintlich angenommen. 

Quelle Daten: Pbc.gov.cn/Pressemitteilung Fiananzstatistik Juli 2011 mit den Daten zur Kreditvergabe, Stats.gov.cn/Pressemitteilung BIP 1. Hj. 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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