Portugal: negativer Target2 Saldo steigt um 10,561 Mrd. Euro

von am 24. April 2012 in Allgemein

Wie die portugiesische Zentralbank Banco de Portugal in ihrer monatlichen Bilanz mitteilte stieg die Target2 Verbindlichkeit im Monat März um 10,561 Mrd. Euro zum Vormonat, auf -74,539 Mrd. Euro und damit auf ein neues Allzeithoch. Damit steigt nach vielen Monaten einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau auch in Portugal in Folge der LTRO2-Injektion die Target2 Verbindlichkeit  erstmals wieder kräftig an. Die Kreditgewährung (Zentralbankgeld) aus LTRO2 wurde genutzt um via Target2 das Zentralbankgeld zu verbringen und damit wurde auch in Portugal mit LTRO2 primär die Kapitalflucht angefeuert.

Der Target2 Saldo der portugiesischen Zentralbank auf Monatsbasis in Mrd. Euro seit Januar 1999 im Chart. Im März 2012 stieg die Verbindlichkeit (negativer Target2 Saldo) um 10,561 Mrd. Euro zum Vormonat, auf -74,539 Mrd. Euro.

Die Entwicklung der Kreditgewährung (Forderung) der portugiesischen NZB an die heimischen Banken seit Januar 1999 bis März 2012. Im März 2012 stieg Forderung gegenüber den portugiesischen Banken um 8,845 Mrd. Euro zum Vormonat auf +57,397 Mrd. Euro.

Via Target2 floss im März 2012 die gesamte LTRO2-Injektion und noch ein wenig mehr wieder ab. Zur Erinnerung nochmals die stilisierten Bilanzen der NZBs:

Die stilisierten Bilanzen nationaler Zentralbanken mit negativen Target2 Salden, positiven Target2 Salden und neutralen Target2 Salden.

Die Verbindlichkeiten aus den negativen Target2-Salden der PIIGSBF-NZBs fallen zwar formal bei der EZB an, sind aber in der Realität das Gegenstück der positiven Target2-Salden der DNLF-NZBs. Die Kreditgewährung (Zentralbankgeld) der PIIGSBF-NZBs an die heimischen Banken feuert primär die Verbringung via Target2, dem grenzüberschreitenden Zahlungssystem an und führt zum negativen Target2 Saldo der PIIGSBF NZBs, während auf der Seite der DNLF-NZBs die Target2 Forderungen (positive Target2 Salden) ansteigen und auf der anderen Seite der Bilanz (Passiva) die Guthaben und Einlagen, darunter die Einlagefazilität durch die DNLF-Banken anschwellen. 

Die extrem divergierenden Target2 Salden aus dem grenzüberschreitenden Zahlungssystem (Target2), welches nur in Zentralbankgeld abgewickelt werden kann, dokumentieren die Zahlungsbilanzkrise in der Eurozone. Ein negativer Target2 Saldo auf der Passiva-Seite der nationalen PIIGSBF-Zentralbanken (PIIGSBF-Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien, Belgien und Frankreich) geht einher mit der Ausweitung der Kreditgewährung auf der Aktiva-Seite, denn es besteht ein enormer Zentralbankgeldbedarf der dortigen Banken um den grenzüberschreitenden Zahlungsaufträgen ihrer Kunden nachzukommen, was auf der Passiva-Seite der nationalen Zentralbanken einhergeht mit schwindenden Einlagen der Banken, die von Target2 Verbindlichkeiten ersetzt werden! Bei dem worum es bei den LTRO-Injektionen gehen müsste, versagen die LTRO-Injektionen komplett, weder die Kreditvergabe in der Südperipherie an die Realwirtschaft wird angekurbelt, noch die Kreditvergabe im Interbankenmarkt der Eurozone.

Auch der Anstieg des negativen portugiesischen Target2 Saldos im März 2012 steht für die sich weiter aufbauende Zahlungsbilanzkrise in der Eurozone. Zentralbankgeld muss Leistungsbilanz und Kapitalbilanz in Übereinkunft bringen, da private Nettokapitalzuflüsse nicht mehr die Leistungsbilanzdefizite der PIIGSBF finanzieren und Zentralbankgeld nun auch noch zusätzlich die ausufernde privaten Nettokapitalabflüsse (Kapitalflucht) aus diesen Staaten abpuffern muss.

Target2 zeigt die Zahlungsbilanzungleichgewichte aus Leistungsbilanz und Kapitalbilanz innerhalb der Eurozone an. Ein negativer Target2 Saldo kann im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr (Target2) entstehen als Differenz der Leistungsbilanzdefizite abzüglich der geringeren privaten Nettokapitalzuflüsse oder eben aus der Summe der Leistungsbilanzdefizite zuzüglich der privaten Nettokapitalabflüsse (Kapitalflucht). Der positive Target2 Saldo ist das Pendant dazu, die Differenz der Leistungsbilanzüberschüsse abzüglich der geringeren privaten Nettokapitalabflüsse oder eben als Summe der Leistungsbilanzüberschüsse zuzüglich der privaten Nettokapitalzuflüsse. Bei einem Leistungsbilanzdefizit das dem privaten Kapitalzufluss entspricht oder einem Leistungsbilanzüberschuss dem ein adäquater privater Nettokapitalabfluss entgegensteht, gibt es keine Target2 Salden.

Quelle Daten: Bportugal.pt/Statistical Bulletin April 2012

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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15 KommentareKommentieren

  • Bernd Rickert - 25. April 2012

    Inzwischen gehe ich dazu über die Eurokrise vom Themenfeld Strukturprobleme nach Verteilungsungerechtigkeit zu verschieben. Anders kann ich den Sinn der Austeritätspolitik nicht nachvollziehen.

    • HaPennyBacon - 25. April 2012

      Fragt sich eigentlich nur, was derzeit (Um)verteilt wird. Geld ist es nicht, denn davon ist in der Finanzwirtschaft schon viel zu viel im Umlauf, so das es sichtlich zu Problemen kommt. Der Wert von Geld ist auch ziemlich variabel, also im Ernstfall ist das Zeug sogar nutzloser als Zeitungspapier. Kommen wir zum Gold. Die Hochfinanz hat bereits das meiste Gold eingesammelt. Das was an den verschiedenen Handelsplätzen hin- und hergeschoben wird dient wohl nur noch der Bespaßung der Kleinanleger sowie für industrielle Zwecke und natürlich für die Schmuckindustrie. Auch Gold ist eigentlich nur gut für’s Ego aber einen direkten Wertzuwachs kann man dem Zeug nicht nachweisen. Kommen wir damit zu dem was übrig bleibt. Eigentum an Grund und Boden sowie Bodenschätzen, Immobilien sowie an Wissen in Form von Patenten z.B. und natürlich militärische und politische Macht und das Energiemonopol.
      Beim Wissen sehen wir derzeit einen gnadenlosen Patentkampf bei den Handyherstellern. Da hängt aber meines erachtens viel mehr dran. ACTA und Co. lassen grüßen, denn wer letztendlich die Standards setzt hat auch die Kontrolle über die weltweite Kommunikation. Das für die Weltbevölkerung viel schlimmere Schlachtfeld im Patentkrieg haben wir jedoch bei der Gentechnik. Hier kann man direkt die Population einzelner Kontinente beeinflussen. Ich nenne das schon biologische Kriegsführung.
      Um Bodenschätze werden immer mehr Kriege geführt, siehe Irak, Libyen, Sudan und die vielen hundert Nebenkriegsschauplätze. Ist das Heroin aus Afghanistan eigentlich auch ein Bodenschatz? Eigentum an Grund und Boden ist ein alter Hut aber auch nach tausenden von Jahren sieht man noch einen Konzentrationsprozess.
      Die Durchsetzung von politischen und wirtschaftlichen Machtinteressen durch das Militär bestimmert Länder dient derzeit ja meist der Kontrolle über fossile Energieträger. Da dies in keinster Weise “wirtschaftlich” ist, müssen dort die Kosten auf praktisch nicht beteiligte Länder abgewälzt werden. Hier zeigen die Amerikaner schon seit WW2 die größte Kreativität. Sei es durch Terrorlügen oder dem böser/guter Diktator Spiel. Man hat es bisher immer geschafft das andere mit auf den großen Zug aufgesprungen sind und sei es auch nur, durch den Kauf von Rüstungsgütern.
      Was hat das alles nun mit der Euro-Krise zu tun? Ich denke man muss hier von einer Weltfinanzkrise sprechen. Das Geld kann man heutzutage innerhalb von wenigen Millisekunden um den Erdball jagen. Wenn es an einer Ecke fehlt muss es eigentlich an anderen Stellen zu einer Konzentration gekommen sein. Sucht die Orte und identifiziert die Leute die es dort wirklich kontrollieren. Man wird vermutlich schnell erkennen das es die selben Leute sind die unsere Medien und die Politiker kontrollieren. Geld ist dabei lediglich ein Hilfsmittel, genau so wie die Medien und die Politik. Man spielt hier mit ziemlich großen Einsätzen wenn man bedenkt das so mancher Staat bereit ist Atomwaffen einzusetzen und es dann wohl nur noch Minuten bis zum finalen Rettungsschuss für den Planeten Erde sind. Dann kann es ohne die Aliens, die sich selber Menschen nennen, weiter gehen.

      • dank - 25. April 2012

        Umverteilung von Rechten, Macht und Souverän.

        Unten einschränken und streichen.
        Oben stärken.
        Alles andere geht danach von selbst.
        So sieht die Blaupause aus, die ich sehe.

        Wehe dem Volke, das aufsteht und sich seine Rechte nicht nehmen lässt.
        “Alle Macht geht von Volke aus.”
        Leider nur noch eine leere Satzhülse. Unsere Art der Demokratie war ein Versuch – sollte es denn nicht so gedacht sein, dass die schlausten Köpfe vorne anstehen und diese auch gewillt und befähigt sind, die Probleme zum Wohle aller (des Großteils) zu lösen? Nur ein Traum. Maulheldentum rules. Sie verkaufen uns nicht die besten Ideen – sondern nur sich selbst – Prestige. Sie beweisen keine Führungsstärke, sondern lassen sich vom Kapital gängeln. Sie beweisen nicht ihr Wissen, sondern nur ihre Unkenntnis.
        Selbst in der freien Wirtschaft werden unsere tollen Politiker nur als Berater zu Horrorhonoraren angestellt. Als menschliche Schutzschilde – mehr nicht. Was oder wen sollen sie denn beraten? Sie sind nur ein Bindeglied zu den alten Kontakten im Politbüro. Damit einfach alles beim alten bleibt. Der Inhalt des Satzes hat die 68er mit ausgelöst. Aber wie schon so oft geschrieben: Wir (in Gesamtheit) sitzen “fett und träge” vor dem Schwachsinnsgeflimmer (“elektrisch zum Narren gehalten” sagte mein Urgroßvater immer) aus der Glotze – lesen BLÖD und sind trotzdem nicht froh und fröhlich, ob des Eindrucks, dass es alles irgendwie doof ist.

        “Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.”
        Ha, im Augenblick können wir über jede politische und gesellschaftliche Vision froh sein, die überhaupt hochkommt. Statt dessen ergießen sich die “Profis” gleich über die Möglichkeit der Umsetzung und irgendjemand “zaubert” eine bereits vorbereitete Machbarkeitsstudie aus dem Hut – damit es ja nicht näher betrachtet wird.

        Nur Entwicklung, Änderung, Neuorientierung und Wille könnes doch bringen – auch haben verrückte Ideen und abgetane Spinnereien manches Mal doch den Ausweg geboten. Bezogen auf Politik, Wirtschaft, Technologie, Denken und vieles andere mehr.
        Freiheit im Denken wäre schon in dicker Anfang! :-)
        Statt dessen erfolgt Stagnation, Einschränkung und Zwang bezogen auf den Einzelnen – verordnet von Politik und Wirtschaft.

    • dank - 25. April 2012

      “Sinn der Austeritätspolitik” in Zusammenhang mit Verteilungsungerechtigkeit hört sich wie ein Gegenteil in sich an. Wie kann Austerität die Ungerechtigkeit berichtigen? Denke eher an eine Verschlimmerung durch Austerität – ungerecht ists für die “unteren” 80 %, doch die leiden am meisten unter dem kranken Sparzwang. Natürlich gehts bei den “Spargezwungenen am Boden” nach dem Ungesundschrumpfen irgendwie irgendwann wieder aufwärts – das sogar mit relativ hohen Prozentzahlen – aber das Desaster ist bis dahin schon perfekt. Und an einen Schuldenabbau im großen Stil ist mit dem kaputten BIP nicht mehr zu denken.
      Logisch unnachvollziehbar bleibts für mich, was es helfen soll – die Kaputtsparerei – ja, der Queen gefällts auch nicht: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Briten-sparen-sich-in-Rezession-article6113206.html

      “Eurokrise” –> “Wirtschaftskrise”–> “Systemkrise”

      Neue Wege, neue Ideen müssen her – nicht hier – nicht in den Foren und Blogs – nein, OBEN in Politik und Wirtschaft.
      Aber das Einsehen erhoffe ich mir zu Unrecht, solange sich für die OBEN – und auch für uns UNTEN – das alles noch viel zu abstrakt ist. Es ist einfach wie immer: Über manche Dinge wissen wir Bescheid; aber aus eigenem Vorteil; aus Faulheit; aus Angst, wird anstatt sofort was zu tun, alles auf später verschoben. Derweilen ists zu den besseren Zeiten viel einfacher etwas zu ändern. Eine menschliche Schwäche, in dem Fall.

  • Erich - 25. April 2012

    Nun, der Sinn der Austeritätspolitik ist wohl im Weitesten der Schutz der deutschen Steuerzahler. Denn woher soll denn das Geld für eine erweiterte Staatstätigkeit sonst wohl herkommen? Die Defizitstaaten haben keine Kreditwürdigkeit mehr, und müssten bei weniger restriktiven Haushalten noch höhere Zinsen bezahlen, was die erweiterten Haushalte sofort wieder auffressen würde.

    Wenn die ECB das Geld einfach durch Aufkauf der Bonds dieser Länder drucken würde, dann bezahlen dafür letztlich die Bewohner der übrigen Länder mit der Inflationssteuer. (Das wäre etwa so, als wie wenn die Bundesbank zu DM Zeiten beispielsweise für jeden Bewohner Niedersachsens 1 Million DM gedruckt hätte, sonst aber niemandem anderen. Wäre natürlich schön gewesen für die Niedersachsen, aber der Rest der Republik wäre wohl nicht begeistert gewesen, weil deren real verdientes Geld damit verwässert worden wäre)

    Um eine Inflation zu vermeiden müssten wir am Ende sehr viel höhere Steuern entrichten, und bei den Summen, um die es da geht (mehr als 100 Mrd Euro jährlich sind es ja jetzt schon bei der kritisierten Austeritätspolitik), wären hier zu Lande auf jeden Fall alle betroffen. Das nur auf die Reichen zu schieben reicht dann nimmer.

    Wollen wir diese Solidarität?

    • Querschuss - 25. April 2012

      Hallo Erich,
      “Das nur auf die Reichen zu schieben reicht dann nimmer.” …Was wurde denn bisher auf die Reichen geschoben?

      Gruß Steffen

      • Erich - 25. April 2012

        Viel zu wenig natürlich. Bisher wurde das meiste monetarisiert, was vorübergehend durch die Deflationstendenzen neutralisiert wurde, aber auf Dauer zur Inflation führt. Man kann und soll die Reichen auf jeden Fall mehr an unserem Gemeinwesen beteiligen. Viel zu viel Geld wurde und wird auch den Gläubigern dieser Länder hingeschoben, was überwiegend den Wohlhabenden zu Gute kommt. (Aber da gibts natürlich auch Riester)

        Ob das nun über höhere Erbschaftssteuern, oder Einkommenssteuern gehen soll, oder beides, das ist mir egal. Aber das hat Grenzen, wenn es zu viel wird, verschwinden die Leute mit Geld einfach, und dann haben wir den Laffer-Effekt mit weniger Steuern. Ich bezweifle, dass da 100 Mrd Euro oder mehr jährlich herauszuholen sind.

        Mal ganz davon abgesehen, warum sollte wir unsere Steuern so wesentlich erhöhen, wenn diese Länder selber sich immer noch nicht in der Lage sehen, ihre eigenen Leute vernünftig zu besteuern. Etwa mit Zwangsanleihen, wie es sie selbst schon in den USA und GB gab. Aber auf deren Politiker haben wir (und wohl auch Merkel) nur begrenzt Einflussmöglichkeiten. Da geht es schliesslich um auch um deren eigenes Geld.

  • schnauzevoll - 25. April 2012

    “Was wurde denn bisher auf die Reichen geschoben?” … An was sind die denn NICHT schuld? Dem Mittelstand verdanken wir die Zustände nachweisbar nicht. ;) Die Frag muss daher lauten, warum wurde bislang nicht alles auf die Reichen geschoben!

    Übrigens feiern die “Reichen” gerade an der Börse den um 100% zu positiv (wenig negativ) vorausgesagten Auftragsrückgang langlebiger Güter in den USA. :)

    • Querschuss - 25. April 2012

      Hallo Schnauzevoll,
      “Was wurde denn bisher auf die Reichen geschoben?” …war im Kontext zu den bisherigen und potentiell kommenden zu tragenden Lasten der Krise gemeint.

      Gruß Steffen

  • Bernd Rickert - 25. April 2012

    Die private Verteilungskampf in Deutschland ist meines Erachtens weitestgehend abgeschlossen, trotzdem die Diskussion um Haushaltskürzungen zulasten sozial schacher Schichten angeblich wegen des Haushaltsdefizits wieder in die Tagespolitk gerückt wird. Wahrscheinlich will die politische Elite nur das Hierarchiemodell zwischen sozial schwachen und sozial schwächsten Schichten aufrecht erhalten, denn viel gibt’s dort nicht mehr zu holen. Ziel dürften wieder Hartz IV Empfänger und seit 2 Jahren neu Muslime sein. Sollen Mindestlebensstandarts erhalten bleiben, um Unruhen zu vermeiden, ist das Legitmationspotenzial durch Hetze auf Hartz IV Empfänger meines Erachtens erschöpft, jedoch bin ich kein Politiker und gehe auch nicht über Leichen.

    Wegen des Mangels an Ressourcen hat der Umverteilungsprozess ein neues Niveau erreicht. Nun werden kurzfristig ganze Länder geschlachtet. Was in Deutschland 40 Jahre dauerte – verstärkt in den letzten beiden Dekaden – wird in den Schuldenstaaten nachgeholt. Damit will ich nicht ausschliessen, dass es dort keine Verteilungsungerechtigkeit gegeben hätte. Gerade Griechenland ist das beste Gegenbeispiel. Dennoch sind die Vorraussetzungen für eine hohe Ausbeute durch die mit den Schulden legltimierte, strapazierte Leidensfähikeit des Volkes denkbar günstig.

  • klaus - 25. April 2012

    Wie Pleite ist Deutschland?

    Ganz einfach.

    Geht mal zum Zahnarzt !
    Vielleicht hat der Zahnarzt eurer Wahl bereits zeitweilig
    die Woche über zu !

    Vielen fällt das gar nicht auf,
    weil Sie nur einen Termin machen.
    So einfach zeigt sich die Wirkung von einigen Meldungen.

    1. Krankenkassen haben Milliardenüberschuß
    2. Zahnmediziner bedienen sich aus den Kassen.
    3. Deutsche gehen zuviel zum Arzt.
    4. Unser Gesundheitsminister von der FDP begrüßt die Erfolge.

    Danach hört man Schäuble braucht Geld.
    Es hat ein Treffen stattgefunden.
    Sarkozy ist zum Treffen hinzugestossen.

    Fakt ist,

    die Kohle fehlt und Schäuble schüttelt
    Deutschlands Sparschweine.

    Ganz einfach 2/3 tel vom Geld ist im Ausland investiert/exportiert
    und zur Fertigstellung benötigt es noch ein 3tel könnte man meinen.

    Hier mal die Antwort von Gert Wilders.

    Wir werden unsere Rentner nicht für die Brüsseler Diktatoren leiden lassen !

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9223509/From-Holland-to-Hollande-the-answer-is-No-to-Brussels.html

    Eine solche Antwort auf den allseits kritisierten Fiskalpakt/Austeritätsplan
    von Merkozy hätte
    es in Deutschland nie gegeben.

    Schon deshalb sollte der deutsche Wähler sehr sorgsam
    mit seiner Stimme umgehen.

    Grüsse klaus

  • Christian Kurzer - 26. April 2012

    Der spanische Target2 Saldo ist auch von -211426 (Ende Feb.) auf -276033 (Ende Mrz.) gestiegen. Das sieht weiterhin alles schwer nach Zahlungsbilanzkrise aus…

    • Querschuss - 26. April 2012

      Hallo Christian,
      wo hast du die Daten her, auf der Webseite der Banco de Espana sind sie noch nicht.

      Gruß Steffen

      • Christian Kurzer - 26. April 2012

        Wieder von der Uni Osnabrück: http://www.eurocrisismonitor.uos.de
        Man kann sie unter der Grafik im Excel File finden. Schrift ist aber auf weiß gestellt, so dass sich die Zahlen etwas verstecken.

        VG, Christian

        • Querschuss - 26. April 2012

          Hallo Christian,
          habe ich gefunden Danke!

          Gruß Steffen