Reale Einzelhandelsumsätze in der Eurozone – ein Ausdruck der Krise

von am 4. Februar 2012 in Allgemein

Wie das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) gestern berichtete, sind im Dezember 2011 die saisonbereinigten realen Einzelhandelsumsätze in der Eurozone um -0,4% zum Vormonat gefallen, zum Vorjahresmonat ging es um -1,6% abwärts. Stärkste Verlierer zum Vorjahresmonat waren Portugal (-8,8%), Spanien (-5,3%) und die Slowakei (-3,3%). Die griechischen Daten zu den realen Einzelhandelsumsätzen hinken immer einen Monat hinterher, zuletzt im November 2011, ging es um -8,9% zum Vorjahresmonat abwärts.

Die Entwicklung der saisonbereinigten realen Einzelhandelsumsätze der Eurozone seit Januar 2000 bis Dezember 2011. Im Dezember 2011 sanken die realen Einzelhandelsumsätze um -0,4% zum Vormonat und notieren damit auf dem tiefsten Stand seit Mai 2005.

Die sinkenden realen Einzelhandelsumsätze in der Eurozone, auf den tiefsten Stand seit Mai 2005, reflektieren vor allem die Kontraktion des Konsums in den PIGS-Staaten. Der größte Anteilserbringer an den realen Einzelhandelsumsätze in der Eurozone, Deutschland, spielt in Punkto Entwicklung kaum eine Rolle, seit vielen Jahren dümpeln die Einzelhandelsumsätze mehr oder weniger auf der Stelle mit leicht abnehmender Tendenz.

Wie mies sich die realen Einzelhandelsumsätze in Deutschland entwickelten dokumentiert der direkte Vergleich zu Frankreich:

Die Entwicklung der saisonbereinigten realen Einzelhandelsumsätze (2000=100) seit Januar 2000 bis Dezember 2011 im Chart. Während in Frankreich seit 2000 bis Dezember 2011 die realen Einzelhandelsumsätze um +35,24% stiegen, sanken sie im selben Zeitraum in Deutschland um -3,66%. In Deutschland lagen im Dezember 2011 die saisonbereinigten Umsätze sogar um -3,9% unter dem Durchschnitt von 1994! Der Dezember 2011 in Deutschland war unbereinigt der zweitschwächste Dezember seit 1994, nur der Dezember 2007 war noch marginal schlechter!

Diese Daten zeigen auch die miese Partizipation der deutschen Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg Deutschland, denn der schwache Konsum ist Folge einer schwachen Realeinkommensentwicklung. Oder auch anders betrachtet, die miese Partizipation der deutschen Arbeitnehmer ist eine der Grundlagen des Exporterfolges! Ein Erfolgsmodell welches die Ungleichgewichte im Handel befeuert und die Partner in der Eurozone an die Wand spielt. In Hinblick auf Frankreich mit seinem Leistungsbilanz- und Staatshaushaltsdefizit müsste nach Merkelscher- und Troika-Agenda dringend “das über die Verhältnisse leben” eingedämmt werden. Dumm nur, dass damit der letzte Konsummotor in der Eurozone zum Erliegen käme, in den PIGS-Staaten war die Anpassung nach unten bereits “erfolgreich”! Spätestens Frankreichs Konsumkontraktion würde dann aber endgültig offenbaren, dass das deutsche Modell von Lohn- und Konsumzurückhaltung und Exporterfolg nicht auf die ganze Eurozone, ohne in einer Depression zu enden, übertragbar wäre und schon gar nicht auf die Welt. Denn die Waren- und Güterüberschüsse bedingen Abnehmer, die per Defizit konsumieren. Exportüberschüsse zu erzielen und gleichzeitig ausgeglichene Leistungsbilanz- und Staatshaushalte Anderer zu fordern ist ein Widerspruch in sich. Wenn muss also das Streben zum Gleichgewicht auf der Agenda stehen und dafür müssen Defizitländer und Überschussländer ihren Beitrag leisten.

Ein enger Zusammenhang des jeweiligen Konsum besteht zur Entwicklung der Arbeitnehmerentgelte:

Die Entwicklung der Summe der saisonbereinigten nominalen Arbeitnehmerentgelte seit Q1 2000 bis Q3 2011 aus der VGR (2000=100). Während in Deutschland (blau) die Summe der saisonbereinigten nominalen Arbeitnehmerentgelte von 2000 bis Q3 2011 um +18,09% stieg und damit knapp unterhalb des Anstieges der Verbraucherpreise lag, zogen in Frankreich die nominalen Arbeitnehmerentgelte um +42,72% an!

Real stellen sich die Daten so dar:

Die Entwicklung der Summe der saisonbereinigten realen (verbraucherpreisbereinigten) Arbeitnehmerentgelte seit Q1 2000 bis Q3 2011 (2000=100). Während in Deutschland (blau) die Summe der saisonbereinigten realen Arbeitnehmerentgelte von 2000 bis Q3 2011 um -1,41% sank, zogen in Frankreich die realen Arbeitnehmerentgelte um +17,93% an!

Noch ein Blick auf die “erfolgreiche” Anpassung der PIGS-Länder an die deutsche Wachstumsrate bei den realen Einzelhandelsumsätzen:

Die Entwicklung der saisonbereinigten realen Einzelhandelsumsätze (2000=100) von Deutschland (blau), Portugal (rot), Italien (grün), Griechenland (lila) und Spanien (hellblau). Dieser Chart dokumentiert eine festhaltenswerte Entwicklung, Portugal liegt aktuell bei den Einzelhandelsumsätzen wie Deutschland unter dem Niveau aus dem Jahr 2000, Spanien und Italien nicht nur unter dem Jahr 2000 sondern sogar unter dem Niveau Deutschlands und Griechenland steht kurz davor unter das Niveau von 2000 zu fallen. Seit 2000 bis Dezember 2011 sanken die realen Einzelhandelsumsätze in Deutschland um -3,66%, in Portugal um -1,75%, in Italien um -3,74% (bis November 2011) und Spanien um -5,39%! Nur in Griechenland lagen die realen Einzelhandelsumsätze noch um schwache +0,58% (bis November 2011) über dem Niveau von 2000. Nur Frankreich (orange) glänzt noch als Konsummotor mit einem Anstieg seit 2000 von +35,24%.

Die saisonbereinigten Indizes der realen Einzelhandelsumsätze (2000=100) zeigen die Entwicklung an, lassen aber keine Aussage zum absoluten Niveau der Einzelhandelsumsätze der einzelnen Länder zu, sondern die jeweiligen durchschnittlichen monatlichen realen Einzelhandelsumsätze des Jahres 2000 sind jeweils mit 100 Indexpunkte angesetzt.

Je mehr Länder auf Konsumniveaus wie vor über einem Jahrzehnt abfallen, um so näher rückt auch das Ende des deutschen Exportbooms und damit rückt auch die Krise nach Deutschland näher, denn Produktivitätsfortschritte und Produktionsoutput von 2012 mit einem Konsum von vor 2000 beantworten zu wollen, wird in einer Rezession enden. Statt Schrumpfung von Arbeitnehmerentgelten, Konsum, in Folge bei Investitionen und Wertschöpfung der PIGS-Staaten zu organisieren, müsste das Grundproblem, die unterschiedliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in der Eurozone angegangen werden. Im Falle von Portugal, Griechenland und Spanien handelt es sich eindeutig um nichtleistungsfähige Volkswirtschaften und es gilt die Leistungsfähigkeit und die Wertschöpfung anzukurbeln, statt in der Brüningschen Abwärtsspirale von sinkenden Einkommen, sinkenden Konsum und sinkenden BIP zu landen.

Angesichts der desaströsen wirtschaftlichen Entwicklung in Portugal und Griechenland, hier im Blog umfangreich dokumentiert, bahnen sich simple Erkenntnisse, wenn auch Jahre zu spät ihren Weg: “Griechenlands einzige Chance, wieder auf die Beine zu kommen, ist eine Wachstumsstrategie. Insbesondere brauche das Land eine Stärkung seiner industriellen Basis. …. Eine Politik, die vor allem auf einen Abbau der Staatsschulden ausgerichtet ist, verkennt dagegen die eigentlichen Probleme und wird deshalb die gesteckten Ziele auch kaum erreichen können. … Griechenland hat lange und auch schon vor Eintritt in die Eurozone über seine Verhältnisse gelebt und sich im Ausland verschuldet. Da mit der Einführung des Euro die Zinssätze deutlich sanken, wurde die Verschuldung noch erleichtert. Die nun nicht mehr tragfähige Staatsschuld ist aber nur ein Ausdruck der Probleme, die eigentliche Ursache der Krise ist die völlig unzureichende Wirtschaftskraft des Landes. ….. Vor allem mangelt es an einer Exportbasis – also  an solchen wirtschaftlichen Aktivitäten, mit denen Griechenland Einkommen im Güteraustausch mit anderen Staaten erzielen kann. … Angesichts der eklatanten wirtschaftlichen Rückständigkeit helfe Griechenland nur eine Wachstumsstrategie weiter, insbesondere eine nachholende Industrialisierung.” Aus der Pressmitteilung zur aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Reloaded: Desasterzone 2: Portugal, Griechenland in der finalen Phase

Quelle Daten: Eurostat.ec.europa.euPressemitteilung reale Einzelhandelsumsätze Dezember 2011 EU17 und EU27

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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55 KommentareKommentieren

  • Werner - 5. Februar 2012

    “…ein Ausdruck der Krise…” ???
    Ausdruck einer Überschuldung !

    • stulle - 5. Februar 2012

      Wernerlein, gibt es auch einen “Überreichtum”?

  • C.A.Wittke - 5. Februar 2012

    Industrialisierung: die Nachholende!

    Das Wort Wachstumsstrategie mit all seinen naiven Umschreibungen wie Stärkung der industriellen Basis, mangelnde Exportbasis o.ä. kann ich wirklich nicht mehr hören. Wes Geistes Kinder sind die DIW-ler, solch’ Unsinn, hier im Zusammenhang mit Griechenland, auch nur in den Mund zu nehmen; erst gar meinen, der Presse mitteilen zu müssen. Das ist billigste Propaganda und gemainstreamter Schwachsinn, aber leider auch vorsätzliche Täuschung, Betrug, and what not!

    Klar, die Terminologie paßt ins Gewäsch der letzten Jahre; von Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums bis Wachstumsbeschleunigungsgesetz, hatten wir alles schon. Das macht nichts besser, erhöht nur den Dampf im Kessel.

    Liebe DIW-ler, liebe ifo-ler, liebe Herren Professoren, manch einer mit Sinn im Namen: was soll denn in Griechenland wachsen? Die Oliven und Schafe tun es ziemlich alleine aber anderswo auch; nur schon die Strände und Ruinen verweigern sich. Exportbasis, Industrie: welche denn? Wolle und Lammlachs, oder lieber Olivenholzmöbel und Ouzo. Gleichzeitig verbietet man Wettbewerb: alle Preise Eurofixiert und schwingt dazu noch die glorreiche Eurosanierungskeule, die den Griechen (und anderen) umgehend das zertrümmert, was mal Kaufkraft war; zugegeben, die war staatlich subventioniert und ziemlich windig, aber so einfach ohne Kaufkraft werden aus Keulen schnell sinnlose, scharfe Waffen! Kapiert das wirklich keiner? Ist da was Programm und ich fasse es nicht?

    Man kann da ja weiter machen: was passiert denn bei einem Schuldenschnitt, gleichgültig ob 50, 70 oder 90%? Also wäre ich Portugal, dann wollte ich auch mal; Spanien und Belgien und Italien und dann Frankreich auch! Halt, zu schnell, denn irgendwann, wahrscheinlich nach Portugal aber schon vor Spanien, wären Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Portugal und Griechenland, Deutschland schon lange, Pleite. Ich weiß, Ponzis EZB und IWF machten vorher noch jeder ein paar Büchsen auf. Aber, in irgendeiner Form griffen dann ja auch die Garantien, Herr Schäuble; unverhofft kommt dann doch, Herr Schäuble, und mal wieder überraschenderweise werden sich weder die griechische noch die Wirtschaft anderer PII(G)S nennenswert erholen, Herr Minister; wie auch, deren Schulden wären ja nicht geschnitten, Herr Finanz-minister!

    Lassen wir das; es ist wirklich sinnlos nachvoll- und voraus-ziehen zu wollen, welch‘ weitere Absurditäten da auf uns zukommen werden. Noch dazu, weil diese vergleichsweise regionalen Ereignisse schon längst von solchen überlagert werden, die eine vom DIW geforderte „nachholende Industrialisierung“, für wen auch immer, sehr schwierig machen wird; ein bisschen sehr spät, diese Forderung, wenn man vorher alles simple, zu teure, Dreck machende aber Massen beschäftigende Werken nach Fernost verlagert hat. Ich kann mich nicht erinnern, daß vor solchem Tun DIW oder ifo gewarnt hätten? War nicht das Gegenteil mainstream? Oder was ahnten die, was forschten die, was wußten die?

    Augenscheinlich nichts!

    Unnötig zu erwähnen, daß Fernost heute in seiner Masse mittig liegt und Rot gesteuert wird und nichts mehr (freiwillig) rausrücken wird; schon gar nicht, was Arbeit oder Ressourcen heißt.

    Man wollte global spielen, machte weder seine Hausaufgaben noch einigte man sich auf Spielregeln. Auf dem Tellerrand lockte das schnelle Geld, weswegen das mit dem darüber Hinausschauen bis heute und danach nicht funktioniert!

    caw

    • Lazarus09 - 5. Februar 2012

      Bravo ..aber was ist an der Erkenntnis neu ..?

      Fakt ist, wir leben in einer Finanz und Wirtschaftsjunta “wir” haben keine Möglichkeit Einfluss zu nehmen ..jeder der gegen die Regierungspläne bzw. gegen die Pläne deren Finanziers ist wird als Terrorist eingestuft .. siehe Occupy Räumung!

      Willkommen in der gefestigten Demokratie !!

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo caw,
      sehe ich völlig anders, Mainstream war bisher nicht das Griechenland Wachstum und eine Industrie braucht, sondern Austerität und Sparen! Gerade weil Oliven und Schafe alleine wachsen braucht die unterentwickelte Volkswirtschaft andere Perspektiven um daraus Einkommen, Jobs und Staatseinahmen zu generieren. Ein Griechenland von Oliven und Schafskäse wird innerhalb der Eurozone nie funktionieren und eine deindustriealisierte Südperipherie wird den ganzen Euroraum destabilisieren. Du magst fehlende industriellen Basis und mangelnde Exportbasis vielleicht nicht hören, deshalb sind sie trotzdem das Problem. Dieses Problem muss man massiv angehen und zugleich braucht man höhere Löhe in Deutschland, welche die Binnennachfrage ankurbeln und schon sind zwei wichtige Elemente am Start, die die Ungleichgewichte in der Eurozone verringern.

      Gruß Steffen

      • C.A.Wittke - 5. Februar 2012

        Hi Steffen,

        Da habe ich es wohl nicht geschafft, Klartext zu reden: mit welcher Industrieleistung und welchen Exportgütern soll denn Griechenland die Kehrtwende hin zum Industriestaat Euro-päischer, damit ja im Grunde deutscher Wirtschaftsprägung werden? Da braucht keiner aufzuschreien, auch wenn die Wahrheit weh tut. So euro-päisch war Griechenland nie, nie mindestens seit der Antike!

        Zu Zeiten der Drachme und noch größerer Steuerklüngelei als heute konnten z.B. Schiffsreeder sich goldene Nasen verdienen… aber auch das hatte nichts mit dem zu tun, was heute von Griechenland verlangt wird. Es ist einfach Schwachsinn, solch ein Land und das meine ich gar nicht despektierlich unter den Euro zu zwingen und zu erwarten, daß das funktioniert. Das ist damit nicht Griechenlands Schuld sondern des Euros Untauglichkeit. Selbst Ausgleichsmechanismen werden daran mindestens zu unserer Zeit nichts ändern; dazu ist einerseits Europa bei weitem nicht reif genug und das, was man Euroraum nennt, ein künstliches, lebloses Gebilde indem der eine, da sind wir natürlich d’accord, seine Löhne unverschämt drückt, während die anderen zuschauen und Däumchen drehen sollen.

        So genesen keine Wesen!

        Die Perspektiven, Jobs und Steuereinnahmen, wären einfach zu erzielen, befreit vom Euro, der natürlich nie hätte über mehr als D, NL und meinethalben noch F (aber schon mit Vorsicht) drüber gestülpt werden dürfen; alles andere war und ist Ausdruck des Größenwahns sturer Politköpfe und wenn man ihn, den Euro, jetzt verteidigt, dann ist das gar nichts anderes .

        Im Übrigen, mainstream plapperte zunächst was über Austerität und Sparen und weil das nun nach hinten los geht bleibt man lieber trotzdem dabei aber treibt mal wieder Export und Wachstum durchs Dorf, irgendwas muß man ja von sich geben, auch per Sprache. Das ist jetzt bei Griechenland so und dann, Überraschung, kommt derselbe Text über Portugal, dann Spanien, Italien und so weiter. Das sind aber alles keine Rezepte solange man einerseits den eigenen Export (D) mächtig forciert und noch dazu den eines übermächtigen China ohne Rücksicht, im wahren Wortsinne, unterstützt.

        Simples Beispiel: Pirmasens und Umgebung waren mal die Hochburg der deutschen Schuhindustrie, dann war es Portugal, nun ist es China – und von da kommen jetzt alle Schuhe dieser Welt, mindestens bis alle Chinesen Arbeit haben werden, die Zeiger wieder auf Protektionismus stehen und/oder die fehlgeschlagene Globalisierung sich selbst frißt.

        Gruß

        Christian

        • Querschuss - 5. Februar 2012

          Hallo caw,
          Klartext, habe ich doch letztlich x-mal eingeräumt das sehr wahrscheinlich unter dem Korsett des Euro, Griechenland als auch Portugal vielleicht sogar Spanien und Italien unrettbar sind, und eine eigene nationale Währung mit dramatischer Abwertung zielführender wäre. Aber auch mit eigener Währung muss eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hergestellt werden, dürfte dann aber leichter sein. Im Falle von Griechenland ist nötiges Wachstum unbestreitbar, wie bei jeder unterentwickelten Volkswirtschaft.

          Gruß Steffen

          • C.A.Wittke - 5. Februar 2012

            D’accord.

          • dank - 5. Februar 2012

            try to fix html

    • SLE - 5. Februar 2012

      Hallo C. A. Wittke,

      ich kann Ihr Empörung gut verstehen. Ich bin ganz sicher nicht verdächtig, ein Mainstream-Ökonom zu sein und deswegen hoffe ich, dass Sie mir glauben, wenn ich sage, dass der Verfasser des DIW-Aufsatzes, Karl Brenke, nicht dafür bekannt ist, entlang des herrschenden Dogmas zu argumetieren. Er hat sich vor einigen Monaten sogar einen handfesten Streit mit dem damaligen DIW-Chef Klaus Zimmermann eigehandelt, weil er das in einem Bericht nicht getan hatte (es ging um den Fachkräftemangel in D). Sein Aufsatz wurde danach redigiert und in den relevanten Passagen “entschärft.

      Brenkes Aufsatz trägt den Titel “Griechenland: Endlich eine Industrie aufbauen” – er sagt das, so wie Sie es hier auch getan haben, weil es eine wirkliche industrielle Basis dort eben gar nicht gibt. Diesen Ansatzpunkt halte ich schon für richtig. Ob und wenn ja, wie man das erreichen kann, darüber kann man streiten. Ich weiß aus meiner Beschäftigung mit dem Thema “regionale Entwicklung”, dass das ausgesprochen schwierig zu bewerkstelligen ist, aber es wird ja in der Praxis bisher ja noch nicht einmal versucht.

      Die Mainstream-Ökonomen, die Sie zurecht angreifen, befassen sich überhaupt nicht mit dem Thema “regionale Entwicklung”. Das halten sie für überflüssig, weil es gemäß ihres theoretischen Ansatzes immer automatisch zu einer Angleichung des Entwicklungsstandes von Regionen kommt (Stichwort: Ausgleich der Gernzproduktivitäten des Kapitals – das heißt, das Kapital wandert immer dorthin, wo es die höchste Verzinsung bekommt – theoretisch also in Regionen mit Entwicklungsrückstand).

      Grüße
      SLE

      • C.A.Wittke - 5. Februar 2012

        Hallo Stefan,

        Nein, sind Sie nicht; verdächtig, meine ich.

        Ich werde mir den Aufsatz Herrn Brenkes anschauen. Ich frage dann auch erst danach, ob man nicht hätte zunächst eine Industrie aufbauen, die Konditionen angleichen und dann einen Euro feiern sollen. Es liegt mir aber fern, Einen oder Eine herauszupicken zumal ja die Geschehnisse weit zeitlich auseinander liegen.

        Diesen erwähnten Ausgleichsmechanismus der Produktivitäten gab es ja solange man unterschiedliche Zinssätze hatte – mit Einführung des Euro wurden diese aus Versehen (!?) weggebügelt.

        Gruß

        Christian

  • Simone - 5. Februar 2012

    Konsum wovon? Ich kann mir nur noch gerade so meine Miete leisten, dieses jahr muss ich auch noch frieren, da kein Geld für Energie da ist. Mein gehalt hat sich in den letzten 10 Jahren um 38% verringert.
    Ich hoffe nur dass Gott mir gnädig ist und bald alles vorbei ist.

    • SLE - 5. Februar 2012

      Hallo Simone,

      danke für Ihren offenen Kommentar.

      Sie haben Recht. In Ihren und in vieler anderer Ohren muss das alles wie Hohn klingen – vor allem das, was die Verantwortlichen in der Politik von sich geben und als “notwendig” zur Krisenbewältigung bezeichnen. Man kann das als Realitätsverlust bezeichnen und das ist es meines Erachtens auch.

      In Presse und Medien wird unter den Teppich gekehrt, was nicht ins Bild der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands und zur “Erfolgsstory” des “deutschen Wachstumsmodells” passt. Steffen ist einer von denjenigen, die das Bild zu korrigieren versuchen. Das gilt auch für mich. An der Realität können wir nichts ändern, aber am Informationsstand. Was dadurch bewirkt wird, wie weit das allein trägt, hängt davon ab, wie viele sich – so wie sie – darum bemühen, gut informiert zu sein. Denn das ist es ja, was unser Handeln beeinflusst. Man muss ja erst einmal wissen, wo der Hase im Pfeffer begraben ist, um sagen zu können: Das ist falsch, das unterstütze ich nicht – im Rahmen meiner Möglichkeiten!

      Sie haben Unterstützer und Fürsprecher.

      Viele Grüße
      SLE

  • Tourist - 5. Februar 2012

    Der Wernaaaa^^

    mein Lieblingsmarktradikaler ^^ Guten Morgen, der Herr,

    Quizfrage: Wo liegt der Zusammenhang der Krise + Überschuldung zur Folge hat?

    Jetzt sag nicht das eine folgt aus dem anderen Aber doch, du wirst es tun! Woher weiss ich das ^^? Da ich weiss, wie deine geistige Zunft tickt mit ihren logisch falschen angebotsorientierten Marktmodellen und ihren absoluten mega super tollen marktwirtschaftlichen Gesamtgleichgewicht^^

    Gruss Tourist

    • Roland - 5. Februar 2012

      Das Problem liegt nur teilweise bei Werner – vielmehr aber auch bei der “Erkenntnis-suchenden Meute”, die sich von einem Werner in der target2 – Frage so auf den Holzweg hat führen lassen.

      • Querschuss - 5. Februar 2012

        Hallo Roland,
        warum so verbissen? Sehe doch Target2 Salden einfach als das was sie sind, wenn es dich glücklicher macht dies nicht so zu sehen, ist es auch ok. Nur warum sind die gleich auf dem Holzweg, die in explodierenden Target2 Salden eine Zahlungsbilanzkrise sehen und wieviel Zentralbankgeld eingesetzt werden muss um die Zahlungsbilanz zu kompensieren?

        Gruß Steffen

        • Roland - 5. Februar 2012

          Hallo Steffen,

          wie ich heute in meiner letzten Antwort an Dich in unserer Diskussion im Spanien target2-Artikel schrieb, tauchen die Zahlungsströme nur deshalb in den Zentralbank-Bilanzen auf, weil diese z.Zt. kaum über den Interbanken-Handel abgewickelt werden. Die Geschäftsbanken schalten aus Sicherheitsgründen eben die Zentralbanken dazwischen.
          Mit einem “Ausgleich von Zahlungsbilanzen” hat das nichts zu tun.

          Schade, dass das dort verlinkte “discussion paper” der beiden Berliner Wissenschaftler nur in englisch ist. Das macht den Sachverhalt, der auch in deutsch nicht einfach ist, noch schwieriger im Nachvollzug.

          • Querschuss - 5. Februar 2012

            Hallo Roland,
            Target2 hat sehr wohl etwas mit Zahlungsbilanzen zu tun und jeder grenzüberschreitende Zahlungsverkehr läuft über Zentralbanken. Wir kommen bei dem Thema nicht zusammen, ist auch kein Problem für mich.

            Gruß Steffen

          • Michael S. - 5. Februar 2012

            Hallo Roland,

            “Die Geschäftsbanken schalten aus Sicherheitsgründen eben die Zentralbanken dazwischen.”

            Sehen sie kein Problem darin, dass private Forderungen etwa aus Leistungsbilanzüberschüssen auf die Bundesbank umgewälzt werden? Hat die Allgemeinheit für die UNEINBRiNGLICHEN Targetforderungen gegenüber Griechenland zu Haften? Warum wird die Auslandsverschuldung von Griechenland über die von der EZB finanzierten Leistungsbilanzdefizite weiter in die Höhe getrieben?

            Gruß Michael S.

          • Roland - 6. Februar 2012

            @ Michael S.

            target2, direkte Markteingriffe und die völlig neue 500 Mrd. EUR- Kreditlinie an die Geschäftsbanken sind alles VÖLLIG verschiedene Paar Stiefel.

            Über target2 werden “Forderungen” an die Zentralbank generiert, die täglich ausgeglichen werden. Bei Target2 ist das Risiko praktisch null.
            Die Markteingriffe/Ankäufe und die gewaltige Kredit- Tranche sind was anderes.

            p.s.
            Ist noch keinem aufgefallen, dass Prof. Sinn nicht mehr für seine Thesen kämpft, sondern im öffentlichen Diskurs völlig untergetaucht ist ?
            Offenbar will er sich nicht weiter blamieren.

            • Querschuss - 6. Februar 2012

              Lieber Roland,
              “Über target2 werden “Forderungen” an die Zentralbank generiert, die täglich ausgeglichen werden.” Schön wärs, dann gäbe es nämlich wie vor 2007 de facto kaum nennenswerte positive und negative Target2 Salden. Selbstverständlich besteht aus den Target2 Forderungen der BUBA ein Risiko.

              Gruß Steffen

          • dank - 6. Februar 2012

            @Roland:
            streiche “die täglich ausgeglichen werden”
            setzte “die täglich ausgeglichen wurden”

            Es gab eine Zeit da war es Fakt – aber wie es schön an den Grafiken unter
            http://www.querschuesse.de/target2-salden/ zu sehen ist, wird der Ausgleich NICHT mehr täglich vorgenommen und das seit geraumer Zeit. Wäre es immer noch der Fall würden alle Salden weiterhin die Nulllinie tangieren.

          • Roland - 6. Februar 2012

            @ querschuss
            @ dank

            Die EZB charakterisiert target2-Ungleichgewichte völlig zurecht als ” …in Zentralbankgeld abgewickelte Nettokapitalabflüsse..”

            Das Zentralbankgeld über target2 ist nur Medium.

            Die Abflüsse selbst sind anderes Geld — siehe Geldschöpfung der Geschäftsbanken !

          • Mark - 6. Februar 2012

            > Ist noch keinem aufgefallen, dass Prof. Sinn nicht mehr
            > für seine Thesen kämpft, sondern im öffentlichen Diskurs
            > völlig untergetaucht ist ?

            Wie definieren Sie denn “völlig untergetaucht”? Meinen Sie damit einen öffentlich zugänglichen Vortrag am 19.12.2011 (bei dem auch prominente Mitglieder der Bundesbank anwesend waren)? Oder den Artikel im Handelsblatt vom 10.11.2011? Oder den Auftritt bei “Unter den Linden” (Phoenix, 16.01.2012).

            Sieht mir nicht danach aus, dass Prof. Sinn “völlig untergetaucht ist”.

    • Lazarus09 - 5. Februar 2012

      Ignoriere den Laberhannes ….

  • Systemfrager - 5. Februar 2012

    für Werner und die neoliberalen Konsorten

    Die neoliberale Strategie, das Volk auszuplündern und zu entrechten, die vor drei Jahrzehnten entworfen wurde, hat sich als sehr erfolgreich erwiesen:
    1) Man versprach für niedrigere Steuern mehr Arbeitsplätze
    (Man wusste von Anfang an, dass dies nichts als nur eine dreiste Lüge ist.)
    2) Man versprach für niedrigere Steuern (sogar) höhere Steuerneinkünfte (Laffer-Kurve)
    (Man wusste von Anfang an, dass dies nichts als nur eine dreiste Lüge ist.)
    3) Diese verdammten Lügner konnten sich ziemlich sicher sein, dass es dauern wird, bis man die Senkung der Staatsausgaben politisch durchsetzt, dass also nach der Steuersenkung dem Staat Geld fehlen wird und dass er sich schließlich nur bei ihnen das Geld leihen wird – mit Zinsen. Die Lügner mussten schließlich ihre Steuersenkungen nicht für reale Investitionen ausgeben, was Arbeitsplätze schaffen würde, die dann steigende Löhne nach sich ziehen würden.
    4) So hat jede Steuersenkung die Staatsschulden erhöht, die Beschäftigung ging tendenziell zurück, wes zur gigantischen Umverteilung von unten nach oben führte.

    Querschuess – ich hoffe, du löschst dies nicht. Ich habe dies sogar in F.A.Z gepostet und hat man nicht gelöscht
    ;-)
    Bitte. Die Kirche im Dorf bleiben lassen.

    • SLE - 5. Februar 2012

      Hallo Systemfrager,

      wer erinnert sich noch an die vor ein paar Jahren vom damaligen Ministerpräsident NRWs, Jürgen Rüttgers, in der CD genau wegen der Dir genannten Lügen bzw. aufrecht erhaltenen dogmatischen Lehrsätze losgetretene “Lebenslügen”-Debatte? Man mag von dem Mann halten, was man will. Recht hatte er m.E. in jedem Fall.

      Die Lebeneslügen-Debatte wurde am Ende umgedeutet. Es hieß dann, es sei nie um den wirtschaftspolitischen Kurs gegangen, sondern nur um eine stärkere Betonung sozialer Elemente im Parteiprogramm. In der damals ein paar Monate später abgehlatenen Wahl des Parteivorstandes wurde Rüttgers bereits abgestraft, sogar sein eigener Landesverband fiel ihm in den Rücken. Danach war die Debatte tot und Rüttgers am Ende – politisch – ebenfalls.

      Das Resultat war damals aber nicht nur, dass ihm aus seiner Partei ein eisiger Wind entgegenwehte. Vielmehr empörten sich auch Wirtschaftsverbände und – nicht zuletzt – Ökonomen. Besonders unverblümt äußerte sich damals Clemens Fuest, der Rüttgers mit Blick auf dessen Argumente (z.B. Steuersenkungen führen nicht automatisch zu mehr Beschäftigung) vorwarf, er habe ja keine Ahnung. Wenige Monate später verließ Fuest die Uni Köln und ging nach Oxford. Jetzt wird er neuer Präsident des ZEW.

      Das zeigt m.E. sehr schön, wie es um die wirtschaftstheoretische Basis der Politik in Deutschland wirklich steht. Fuest gehört zu genau dem Zweig der mathematisch-empirisch ausgerichteten Ökonomen, die in den USA maßgeblich sind. Genau diese Ausrichtung wird in Deutschland offensichtlich massiv gestützt (man denke nur an den Dogmenstreit an der Uni Köln), ignorierend, dass das blinde Vertrauen auf mathematische Modelle in die Finanzmarktkrise geführt hat und dass dieser Zweig der Wirtschaftswissenschaften die Krise genauso wenig kommen sah und später erklären konnte, wie der – besonders in Deutschland gepflegte – Zweig des Ordoliberalismus (Ohr, Vaubel etc.)

      Einmal mehr scheint sich ein Klischee zu bewahrheiten. Die Deutschen eifern in vielerlei Hinsicht den USA nach – allerdings meist zu einem Zeitpunkt, da man sich dort schon wieder umzuorientieren begonnen hat.

      Freilich, für die wirtschaftstheoretische Sphäre kann man das für die USA gegenwärtig noch nicht sagen. Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich dort nicht ab – vielleicht dann nach dem nächsten Crash. Und so wird man mit diesen liberalen Glaubenssätzen wohl auch Europa zu kurieren trachten – ganz besonders deswegen, weil die Deutschen aufgrund der immer noch hohen wirtschaftlichen Stabilität in der Schuldenkrise ein sehr gewichtiges Wort mitzureden haben. Man braucht sich nur vor Augen führen, was Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede beim WEF in Davos sagte. Sie sprach sehr viel vom Sparen. Dass man Wachstum brauche, erwähnte sie (erstmals) praktisch nur, ohne auch nur ansatzweise konkreter zu werden. An dieser Rede konnte man deswegen m. E. sehr schön sehen, worüber die Staats- und Regierungschefs in Europa bisher debattiert haben. Wachstum war offensichtlich kein Thema, sonst hätte sie inhaltlich etwas dazu sagen können.

      Von Umdenken ist man also (zumindest) in Deutschland sowohl in den Wirtschaftswissenschaften als auch in der Politik weit entfernt.

      Gruß
      SLE

      • Systemfrager - 5. Februar 2012

        Tja, was soll man da noch sagen
        :(

  • Querschuss - 5. Februar 2012

    Hallo Werner,
    deutsche reale Einzelhandelsumsätze unter dem Niveau von 1994 sind nicht Ausdruck der deutschen Staatsschulden, sondern wie geschrieben, Ausdruck mieser Partizipation der Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg.

    Griechische reale Einzelhandelsumsätze nahe dem Niveau von 2000 mögen es vermeintlich sein, nur die Schrumpfung des privaten Konsums ist nicht Foge privater Verschuldung, sondern von Einkommensschrumpfungen in Folge der Austeritätspolitik mit der die Staatsverschuldung und die Staatshaushaltsdefizite eingedämmt werden sollen, funktionieren tut aber nur die Schrumpfung des Konsums und des BIPs. Die Defizite bleiben nahezu erhalten, was man durch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen scheinbar reinholt, geht durch konjunkturelle Einnahmeausfälle und höhere Kosten des Staates zur Finanzierung des Staates wieder verloren.

    Die praktizierte Strategie führt nur in die Rezession und löst keine Probleme.

    @Systemfrager,
    ich lösche nur wenn Art und Stil des Kommentars fragwürdig oder persönlich beleidigend wird, die Komentare zu sehr polarisieren und zu einer unsachlichen Diskussion führen bzw. wenn Kommentare bewusst und permanent provozierend in eine Richtung weisen, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, aber geeignet sind dem Blog zu schaden.

    Gruß Steffen

  • Roland - 5. Februar 2012

    Hallo Steffen,

    wieder mal hervorragende Arbeit.

    Verwendest Du das Wort PIGS- Staaten (aus dem englischen :”Schweine”-Staaten) deshalb, weil es mittlerweile “arme Schweine” sind ?

    Vorschlag: Sagen wir doch z.B. GIPS – Staaten oder SPIG- ….
    Anderes könnte uns als deutsche Überheblichkeit ausgelegt werden.

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo Roland,
      das Wort PIGS verwende ich schon seit über zwei Jahren, siehe hier Griechenland – ein PIGS Problem (vom 12.12.2009) http://www.querschuesse.de/griechenland-ein-pigs-problem/
      Ich erlaube mir den Luxus mich auf Fakten und Daten zu konzentrieren und nicht auf politische Korrektheit. Nach über zwei Jahren Verwendung von PIGS muss ich nicht wie Sinn auf GIPS umschwenken, jeder der hier mitliest weiß, daß PIGS von mir nicht negativ auf die von der Krise betroffenen Völker bezogen ist, wenn dann auf die Verursacher.

      Gruß Steffen

  • Vivlos - 5. Februar 2012

    „Marshallplan“, da werden sich die Griechen aber freuen.
    Endlich mal wieder Geld, dass nicht gleich an die Banken weitergereicht werden muss,
    sondern welches wieder in den eigenen Taschen hängenbleibt.
    Solange sich deren gesellschaftlichen Strukturen und ihre Einstellung zum Gemeinwesen nicht ändert,
    ist jeder Euro der dort hingeht ein verlorener Euro, egal wie man diese “Hilfen” bezeichnet.
    Ich lebe hier jetzt seit 6 Jahren, geändert hat sich nur, dass eine massive Umverteilung von unten nach oben in Gang gesetzt wurde.
    Dieses Land ist durch und durch korrupt, wird seit Jahrzehnten von Clans regiert, auch da hat sich nichts geändert.
    In GR kommt erst die Familie, die steht an absoluter erster Stelle, dann kommt ewig lange gar nichts,
    dann kommt erst das Gemeinwesen, dann kommt auch wieder ewig lange gar nichts,
    und dann kommt erst der Staat.
    Der Staat ist hier nur dafür da geplündert zu werden, und wenn der Staat über die EU Geld bekommt,
    wird die EU über den Staat geplündert.
    Je höher man in der Hierachie angesiedelt ist, desto besser funktioniert das.

    Eines von vielen, vielen Beispielen. Hier läuft alles Hand in Hand.

    [url]http://www.griechenland-blog.gr/2012/organisierter-mehrwertsteuer-betrug-in-griechenland/6640/[/url]

    • dank - 5. Februar 2012

      Gehen derartige Rechnungen nicht in die Leistungsbilanz vor GR ein?
      Wenn ja hängt hier auch noch ein großer Hammer, oder etwa nicht?
      Praktisch Geld (Rechnungsbeträge) das nie wirklich ins Land floss – ausser dann den MwSt.-Rückerstattungen (und das nur auf die Konten der Beamten und Blünderer)
      Gibts zu diesem Vorgehen schon eine Gesamtsumme?

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo Vivlos,
      habe erwartet das sich Leser am Marshallplan festbeißen. Investitionen in Wertschöpfung sind nötig und nicht zu verwechseln mit Krediten für Konsum. Du vermischt Dinge, Investitionen ersetzen nicht effiziente und funktionsfähige Verwaltungen und Institutionen und umgekehrt effiziente und funktionsfähige Verwaltungen und Institutionen keine fehlenden Investitionen. Griechenland braucht Beides! Wenn der Status der ist, dass keine effiziente und funktionsfähige Verwaltungen und Institutionen in absehbarer Zeit zu schaffen sind, müsste Griechenland raus aus dem Euro, so wie sie genaugenommen nie hätten aufgenommen werden dürfen. Nur an dem Fakt das Griechenland eine unterentwickelte Volkswirtschaft ist, die nicht einseitig mit Sparen wettbewerbs- und leistungsfähig zu machen ist, sondern nur auch mit Investitionen in eine aufzubauende industrielle Basis ändert dies alles nichts.

      Gruß Steffen

  • Benedikt - 5. Februar 2012

    Man sollte nicht so kräftig auf Deutschland rumhacken. Für Änderungen am Wirtschaftsmodell ist es jetzt zu spät. Man sollte sich lieber mit den Gefahren die von Deutschland ausgehen beschäftigen.
    Deutschland dient als Vertrauensanker für die Eurozone, wenn der ausfällt, wird sich die EZB nicht mehr sämtliche QE Maßnahmen erlauben können. Man sollte sich mal ernsthaft fragen, warum Pleiteländer wie Ungarn, Ukraine, Rumänien usw. hart sparen müssen. Sobald dort QE Maßnahmen angekündigt werden, würde eigene Währung stark abwerten, und die Länder würden von den Auslandsschulden erdrückt. Die EZB kann sich eine sehr starke Abwertung des Euros auch nicht erlauben.

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo Benedikt,
      für Änderungen am Wirtschaftsmodell ist es nie zu spät, das beibehalten desselbigen ist Garant das es keine Lösung gibt und auch der von dir beschriebenen Gefahren.

      Gruß Steffen

  • wolfswurt - 5. Februar 2012

    Nicht leistungsfähige Volkswirtschaften kann es nicht geben, denn sie wären ihrer inneren Logik nach nicht überlebensfähig.
    Weniger leistungsfähige Volkswirtschaften gegenüber X,Y oder Z Volkswirtschaften gibt es.

    Die Auffassung, alle Volkswirtschaften müßten annähernd gleich leistungsfähig sein mag zwar in der Therorie der Lehren angenehm erscheinen, wird sich aber aufgund der natürlichen Vielfalt im Menschengeschlecht nicht umsetzen lassen.

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo Wolfswurt,
      um weniger leistungsfähige Volkswirtschaften gegenüber anderen in der Eurozone geht es, dass ist das Grundproblem innerhalb einer Währungsgemeinschaft, wenn die Unterschiede zu groß ausgeprägt sind. Nun bitte keine Wortklauberei betreiben.

      Gruß Steffen

  • Catweazle - 5. Februar 2012

    Spätestens wenn bei dem in den letzten Jahren stattgefundenen Verdrängungswettbewerb die Verdrängten den Verdrängern nichts mehr abkaufen können, wird das Pendel in die andere Richtung ausschlagen. Die Verdränger haben bisher durch ungezügelte Kreditvergabe an die Verdrängten ihren eigenen Untergang angefeuert. Bin echt mal gespannt wie sich z.B. Deutschland da rausmogeln will wenn ein großer Teil Europas als Kunde ausfällt und zusätzlich die bereits vergebenen Kredite platzen. Aber vielleicht kommt alles ja ganz anders. Die Ferengi landen in Berlin und geben uns zinslose Darlehen und kaufen noch dazu die halbe Autoproduktion der nächsten 1000 Jahre auf.

  • Holly01 - 5. Februar 2012

    Warum frage ich mich, findet der letzte chart so wenig Beachtung?
    Bei der Euroeinführung waren die Länder nah beeinander. Die Länder, die mit schuldengetriebenem Binnenmarkt am stärksten aufgetreten sind, haben heute die größten Probleme.
    Ich lese hier für Griechenland immer nur Schafe und Oliven und frage mich, ob dieses plumpe Bild ähnliche Niveau alles ist.
    Wenn eine Firma auf Kreditbasis investiert, muss sie zu erwartende Gewinne nachweisen. Ländern wird das erspart. Warum?
    Griechenland hat ein Rüstungsproblem und es gibt enorme Summen für unnötige Infrsatrukturprojekte aus. Das zu stopen sollte leicht sein.
    Griechenland könnte sowohl mit Landwirtschaft, wie mit Energie punkten. Die Solarenergie würde eine Import unabhängige Versorgung ermöglichen. Ein Standortvorteil, den Deutschland nicht hat..
    Die Troikapolitik zu Lasten der Armen und Abhängigen ist unmoralisch und falsch.
    Die Probleme wurden bisher garnicht angegangen.
    Griechenland hat eine gute Zukunft, es wäre leichter diese zu erarbeiten, wenn man dort bessere Politiker hätte.

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo Holly,
      “Bei der Euroeinführung waren die Länder nah beeinander”, …..nein waren sie nicht, Index 2000=100 heißt nur, das bei jedem Land der durchschnittliche monatliche reale Einzehandelsumsatz des Jahres 2000 mit 100 angesetzt wurde. Der Chart zeigt oder vergleicht nur die prozentuale Entwicklung seit 2000, sagt aber nichts über das absolute Umsatzniveau aus.

      Gruß Steffen

      • Holly01 - 6. Februar 2012

        In absoluten Werten waren Sie nicht nah beinander. Aber der Chart zeigt die “Entwicklung” an. Es ist also ein Abbild der divergenten Entwicklung.
        In diesem Sinne ist meine Antwort zu verstehen.

  • Vivlos - 5. Februar 2012

    Hallo Steffen

    “Wenn der Status der ist, dass keine effiziente und funktionsfähige Verwaltungen und Institutionen in absehbarer Zeit zu schaffen sind…”

    Gibt es nicht, und wird es in absehbarer Zeit auch nicht geben. Die Griechen müssten dafür ja
    jegliche über Jahrhunderte gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen aufgeben.
    Wenn zumindestens der Wille vorhanden wäre, hätte auch ich nichts gegen einen “Marshallplan”.

    Sind doch auch deine Zahlen, die das verdeutlichen.

    Die nominalen Arbeitgeberentgelte sanken zu Q3 2009 um [b]16,4%[/b],
    der Anteil der nominalen Arbeitnehmerentgelte am nominalen BIP auf [b]31,7%[/b] (D 49,3%).
    Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen sanken zu Q3 2009 um [b]1,24%[/b],
    der Anteil der nominalen Unternehmens- und Vermögenseinkommen beträgt [b]56,73%[/b] (D27,74).

    Sowas ist doch sinnlos. Anstatt eines “Marshallplans” müsste man Entwickelungshilfe leisten,
    und zuerst die ganzen Bedürftigen unterstützen, die jetzt im Winter überlegen müssen, ob sie eher heizen, oder lieber etwas essen, weil für Beides das Geld nicht mehr reicht.
    Jeder Selbstständige, also diese 2-Mann-Betriebe aus dieser DIW-Studie sitzt auf dem Trockenen.

    Rechtssicherheit wir zunehmend geringer, was heute gilt, gilt morgen nicht mehr.
    Beispiele, weil es auch Ausländer betrifft:

    Bis letzte Woche konnte man hier bauen, auch in der Pampa, wenn man 4000qm² Grund hatte.
    Jetzt geht das nicht mehr. Ich begrüsse das grundsätzlich, stoppt die Zersiedelung.
    Aber Ausländer, die bis zu dem Zeitpunkt keine Baugenehmigung hatten, haben jetzt einen wertlosen Acker. Denke nicht, dass es Entschädigung geben wird
    Ich bin mir ausserdem absolut sicher, dass weiterhin Ausländern solche Grundstücke verkauft werden. Man hat hier schon immer Hand in Hand mit Notar, Baubehörde und Architekt gearbeitet,
    wenn es darum ging Ausländer zu betrügen. Das wird jetzt nur ein wenig erschwert.

    Viele Ausländer konnten jetzt hier ihre Schwarzanbauten, also Garage war genehmigt im Haus, wurde aber den Ausländern als Wohnzimmer eingerichtet und als solches verkauft vom Architekten!!!
    legalisieren für 30 Jahre mit saftigen, einmaligen Strafzahlungen. Haben die natürlich sofort gemacht, weil sonst in Zukunft unverkäuflich. Jetzt wurde die Frist verlängert, gleichzeitig die Höhe der
    Strafzahlung reduziert. Die teuer Bezahlenden bekommen natürlich keine Rückerstattung.

    Hier gibt es ja ausser der neuen Immobilienzwangsabgabe, die über die Stromrechnung eingezogen wird, weil man ja sonst nicht wissen kann, wer eine Immobilie besitzt, also bis zum letzten
    Ziegenstall, der eine Melkmaschien betreibt, auch seit 2010 die Annahme des fiktiven Einkommens.
    Dazu wird herangezogen, was der Einzelne besitzt, also Haus, Auto, Jacht, etc.
    Damit kann man natürlich Steuerhinterzieheung verhindern. Wer soetwas besitzt muss das natürlich unterhalten, etc., und muss natürlich auch selbst von irgendetwas leben.
    Auf diese fiktive Einkommen wird dann die zu entrichtende Steuer berechnet.

    Ausländer werden dabei genauso behandelt wie Inländer. Für Ausländer die hier leben und arbeiten ist das dann ja auch soweit in Ordnung. Die müssen dann nachweisen, wo die Kohle
    herkommt, die diesem fiktiven Einkommen entspricht. Kommt es aus dem Inland muss man
    es dann korrekter Weise versteuern. Ber selbst eine korrekte Steuererklärung ist nutzlos, wenn man dabei unter dem fiktiven Einkommen bleibt.
    Wenn man hier dauerhaft wohnt wie ich und sein Einkommen aus D bezieht, reicht ein Banknachweis über überwiesene Euros aus D in Höhe mindestens diese fiktiven Einkommens um steuerfrei zu bleiben.
    Diese Regeln gelten aber auch für ausländische Immo-Besitzer, die hier nur 4 Wochen Urlaub machen.
    Die wussten das aber nicht, meistens, weil sie einen schlechten Steuerberater hatten, die mussten Zahlen, nachträgliche Rückerstattung nicht möglich.

    Allein durch so eine Herangehensweise erkennt man schon, was das hier für eine Bananenrepublik ist.

    • Querschuss - 5. Februar 2012

      Hallo Vivlos,
      wenn jeder Selbstständige auf dem Trockenen sitzt wie du schreibst, ist dies die Folge der Kontraktion der Einkommen und des Konsums und dies ist auch Folge der Austerität.
      “Anstatt eines “Marshallplans” müsste man Entwicklungshilfe leisten”, nenne es wie du willst, auf jeden Fall muss in wirtschaftliche Aktivität investiert werden und damit Jobs und Einkommen geschaffen werden.
      “….und zuerst die ganzen Bedürftigen unterstützen, die jetzt im Winter überlegen müssen, ob sie eher heizen, oder lieber etwas essen.” Bin der letzte der anderer Meinung dazu ist, mich brauchst du nicht überzeugen.

      Der geringe Anteil der Arbeitnehmerentgelte am BIP in Griechenland zeigt ja, dass vor allem der kleine Mann den Anteil der Lasten tragen muss.

      Gruß Steffen

  • Holly01 - 5. Februar 2012

    Ich möchte noch einmal diesen Artikel verlinken, denn es gibt immer Alternativen :
    http://www.heise.de/tp/artikel/36/36329/1.html

    • Catweazle - 5. Februar 2012

      Na, na, na, früher wurden solche Leute als Ketzer verbrannt, heute lässt man es wie einen Unfall aussehen wenn sie zu viel Aufmerksamkeit mit ihren Lehren erregen.

      • Holly01 - 5. Februar 2012

        Nur ein weiterer Beweis, wie verkommen die Politik ist und wie abhängig politische Entscheidungen sind.
        Das System wird auf dem Buckel der Wehrlosen durchgezogen. “One man one vote”, das ich nicht kichere.
        Deutschland ist etwa so demokratisch wie Nordkorea, nur den Eliten hier geht es besser.

  • Kalmar - 5. Februar 2012

    mich würde interessieren wie lange das System sich noch so am Leben erhalten kann. (Weiß das ist pure Spekulation) Die zahlen sind ja offensichtlich. Konsum geht nicht aufwärts, gespart wird bis selbst die Ratten verhungern und das Geld der Vermögenden aus dem Süden fließt in den vermeintlich sicheren Norden und die Politiker machen immer weiter so, bei den anstehenden Wahlen wird der Kurs vermutlich nur schwerlich plötzlich zu ändern sein.

    langsam glaub ich das dieser Artikel vom 04.09.11 Wirklichkeit werden kann
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/das-titanic-szenario-der-euro-steuert-auf-den-eisberg-zu/4569202.html?p4569202=all

    also wielange ungefähr wird es noch funktionieren können?

  • Michael S. - 5. Februar 2012

    Hallo Steffen,

    in der aktuellem Wirtschaftswoche(06) ist Ausnahmsweise eine interessante grafische Darstellung der Leistungsbilanzsalden kumuliert im Zeitraum Dezember 2009 bis November 2011 und den Target-2-Salden in selbigen Zeitraum.

    Trotz googlen ist es mir aber nicht gelungen die Quelle (WiWo: Commerzbank, Nationale Notenbanken) oder einen relevanten Link zu finden.

    Der Vergeich ist deshalb so interessant weil man damit den Faktor “Kapitalflucht” abschätzen kann.

    Ich poste hier mal die Werte ( geschätzt da ichs nur als reine Grafik habe…)

    Kumuliert Dezember 2009 bis November 2011 in Milliarden:

    Leistungsbilanz Target 2
    D: +275 +310
    Lux: +10 +30
    N: +90 +115
    FIN: +5 +40
    IT: -100 -200
    P: -30 -40
    F: -95 -20
    S: -95 -100
    GR: -50 -60
    IRL: 0 -70

    Gruß Michael S.

  • Eurelios - 5. Februar 2012

    @ Kalmar

    Du fragst: also wielange ungefähr wird es noch funktionieren können?

    Lies folgender Link:

    http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/banken-anleihe-kauf-im-schneeballsystem/6117846.html

    Darauf habe ich dem Autor folgende Mail geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Doll,

    Ihr Bericht ;; Anleihe-Kauf im Schneeballsystem ;; bringt es auf dem Punkt wie es gerade in unseren Finanzsystem steht.

    Nämlich grottenschlecht.

    Danke dafür.

    Wie bei jedem Schneeballsystem geht irgendwann der Schnee aus. Sie sind Fachmann wann ist Ihre Meinung nach der

    Schnee alle? In 1, 2,3,4 Jahre oder kann man dies unendlich weiterlaufen lassen in dem man immer größere Schneemengen zuführt?

    Meiner Meinung geht dies nicht weil es irgendwann zu einem Zusammenbruch kommen muß.

    Wäre sehr dankbar für eine Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Günter Schmidt

    Und habe folgende Antwort von Frank Doll bekommen:

    Sehr geehrter Herr Schmidt

    herzlichen Dank für Ihre Nachricht.

    Ja, das ist die Frage! Unendlich geht es gewiss nicht, irgendwann kommt der ganze Schnee zurück, alles auf einmal mit einer großen Lawine. Aber wann das genau passiert, kann ihnen weder ich, noch ein anderer „Fachmann“ beantworten, fürchte ich. Ich würde es ja auch sehr gerne wissen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Frank Doll

    Also das es kommt ist so sicher wie das Amen in der Kirche aber wann das ist die
    spannende Frage.

    • Kalmar - 6. Februar 2012

      Vielen Dank. Nun ja hab ich mir schon fast gedacht. Hängt wahrscheinlich auch sehr davon ab wie viel Geld noch rein gepumpt wird.

  • Lekas - 5. Februar 2012

    Neben Querschuesse kann man auch Joachim Jahnke empfehlen. Der spart ebenfalls nicht mit Kritik und ist eine passende Ergänzung zu dieser Webseite.

    Lekas

  • wolfswurt - 6. Februar 2012

    @Steffen

    Das Grundproblem in unterschiedlichen Volkswirtschaften mit einer Währung ist das Ventil, welches den unterschiedlichen Druck ausgleicht.

    Entweder über unterschiedliche Löhne, was zur Zeit versucht wird, oder zurück zu unterschiedlichen Währungen was am Ende das gleiche bedeutet.

    Aufjedenfall wird der Markt die naturgegebenen Unterschiedlichkeiten in den Volkswirtschaften einfordern.

    Momentan passiert dies planwirtschaftlich über die Ausgleichszahlung von Stärkeren an die Schwächeren.

    Unterschiede zu akzeptieren und zuzulassen wäre m. E. das Gebot der Stunde.

  • dicke Bertha - 6. Februar 2012

    Inwieweit erfassen die Einzeilhandelsumsätze, Dienstleistungen, die immer wichtiger für unsere Volkswirtschaft werden?

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