Schande pur!

von am 13. Februar 2012 in Allgemein

Mit Hilfe der vor allem den eigenen Pfründen verpflichteten griechischen Abgeordneten, die zwischendurch im Nebensaal einer Fußballübertragung frönten, passierte das neue Spardiktat der Troika als Voraussetzung für neue Finanzhilfen gestern das Parlament. Wie es sich für degenerierte Demokraten gehört, wurden die 45 Abgeordneten der Regierungsparteien, die ihrem Gewissen folgten und bei der Abstimmung eine abweichende Meinung dokumentierten, aus den Parteien der Regierungskoaliation ausgeschlossen. Damit ist die griechische Brüning-Version weiter auf der “Erfolgspur”, um -22% werden nun die Mindestlöhne gesenkt, auf 586 Euro Brutto, für Jungendliche unter 25 Jahre sogar um -32%, auf 525 Euro Brutto. Das Arbeitslosengeld für 12 Monate wird gekürzt auf 322 Euro im Monat, von 461 Euro. Das Lohnniveau im privaten Sektor soll um 20% reduziert werden, durch auslaufende Branchentarifverträge. Künftige Lohnerhöhungen müssen ausgesetzt werden, bis die landesweite Arbeitslosenquote unter 10% fällt, bei zuletzt 20,9% keine wirkliche Perspektive usw. Wie in der Weimarer Republik kassiert man für diese Wirtschafts- und Finanzpolitik die in einer gnadenlosen wirtschaftlichen Abwärtsspirale mündet Widerstand und einen der sich radikalisiert. Bürgerkriegsähnliche Zustände, Vandalismus, Plünderungen und Brandstiftungen kennzeichneten gestern Abend das Bild in der Athener Innenstadt:

Mindestens 45 niedergebrannte Geschäfte, Banken und Cafés, ganze Straßenzüge im Feuer, rund 160 verletzte Zivilisten und Polizisten, Straßenkämpfe, Steine, Tränengas und Plünderungen bestimmten die Szenerie. Quelle Foto: Twitter.com/hkoutso/status/photo/

Dabei war diese Entwicklung absehbar, schon die bisherigen Austeritätsmaßnahmen hatten katastrophale Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität in Griechenland, die sich immer stärker in miesen Wirtschaftsdaten dokumentierten. 2011 dürfte das reale BIP um -6% geschrumpft sein. Im Dezember 2011 sank der Output im Verarbeitenden Gewerbe um -15,5% zum Vorjahresmonat, der gesamte Output der griechischen Industrieproduktion sank bereist um -32,01% zum Hoch! Die Inlandsaufträge der griechischen Industrie brachen zuletzt im November um eine beispiellose Rekordrate von -34,7% zum Vorjahresmonat ein und um -55,71% zum Hoch! Die Arbeitslosigkeit stieg im November auf 20,9%, die Jugendarbeitslosigkeit sogar auf 48% und generiert damit jede Menge revolutionäres Potential. Die realen Einzelhandelsumsätze sanken zum Hoch um kräftige -30,9%. Im Januar 2012 kollabierten im Zuge der Schrumpfung des privaten Konsums und der vielen pleite gegangenen Einzelhändler die Mehrwertsteuereinnahmen des Staates um -18,7%. Die Summe aller realen Arbeitnehmerentgelte schrumpfte in Q3 2011 um -22,9% zum Hoch in Q3 2009. Die Bruttoanlageinvestitionen schrumpften um unverantwortliche -50,38% zum Hoch aus Q2 2007! Die Wirtschaftsdaten dokumentieren fast ausschließlich ein absolutes Desaster und eine zunehmende Beschleunigung der Abwärtsbewegung.

Nun auf diese fatal geschwächte Wirtschaft weitere Einkommensreduktionen und den Verlust von sozialer Sicherheit prallen zu lassen, ist weit von einer sozialen Marktwirtschaft entfernt, sondern Zeichen eines asozialen Finanzkapitalismus, wo die Interessen der Gläubiger und der Banken weit über das Gemeinwohl gestellt werden. Laut einer jüngsten Meinungsumfrage des griechischen Meinungsforschungsinstitute Public Issuer sind 91% der Griechen der Meinung  das sich Griechenland in die falsche Richtung entwickelt. Im jüngsten griechischen Politbarometer Februar 2012 erhält die abgewirtschaftete sozialdemokratische Pasok-Partei nur noch 8% der Wählerstimmen, stärkste Partei bleibt die mitregierende konservative ND (Nea Dimokratia) mit 31%. Allerdings zeigt sich auch bei der politischen Entwicklung ein Hauch von Weimar, das linke Lager holt immer mehr auf! Die Demokratische Linke kommt auf 18%, die Kommunisten auf 12,5% und die radikale Linke SYRIZA auf 12%. Die rechten Nationalisten der mitregierende LAOS Partei kommen auf noch 5% der Wählerstimmen und die neofaschistische Chrysi Avgi käme auf 3% und wäre mit Überschreiten der 3% Prozenthürde ebenfalls im künftigen Parlament vertreten. Quelle Daten: Publicissue.gr/PDF Politbarometer Februar 2012

Selbst aus Sicht der Troika (IWF, EU und EZB unter federführender Teilnahme Deutschlands), müsste bei ein wenig selbstkritischer Reflektion klar sein, dass die bisherige Strategie versagt hat, die Wirtschaft befindet sich in einer schweren Depression und es geht immer weiter abwärts, was den kommenden Zahlungsausfall Griechenlands sichert, die benötigten Summen für griechische “Rettungspakete” in die Höhe treibt, dass politische System in Griechenland delegitimiert und die Wahrscheinlichkeit einer linken Mehrheit in Griechenlands politischer Landschaft steigert, im Gleichklang zur wirtschaftlichen Talfahrt.

Die Finanzmarktakteure, gedopt mit billigem Notenbankgeld, feiern dagegen an den europäischen Aktienbörsen die griechischen Beschlüsse zum Spardiktat und den weiter prolongierten Bailout der Gläubiger insbesondere der Banken mit steigenden Aktienkursen und selbst der Euro verzeichnet angesichts der Beschlüsse, die die Abwärtsspirale weiter befeuern werden einen Anstieg – das Narrenschiff Finanzmärkte bleibt auf Kurs.

Alle letzten relevanten Wirtschaftsdaten zu Griechenland sind in die Artikeln ausführlich dokumentiert:
Griechische Industrieproduktion mit -11,3% im Dezember (09.02.2012)
Griechische Arbeitslosenquote schnellt im November auf 20,9% (09.02.2012)
Griechische Steuereinnahmen brechen weg! (09.02.2012)
Griechische reale Einzelhandelsumsätze mit -8,9% (01.02.2012)
Griechenland in der finalen Phase (29.01.2012)
Inlandsaufträge der griechischen Industrie mit -34,7% zum Vorjahresmonat (20.01.2012)
Daten zum griechischen Staatshaushalt 2011 (12.01.2012)

Dabei war schon vor 2 Jahren klar, was bei dem wirtschaftlich kontraproduktiven Agieren der Troika herauskommt:
Griechenland – irreparabel (30.04.2010)
Griechenland-Hilfen verpuffen (06.05.2010)
Griechenlands unlösbares Dilemma (09.05.2010)
Griechenland-Spirale dreht sich ….. (14.06.2010)
Griechenland wird in die Depression gespart (02.11.2010)
Griechenland – den Abgrund fest im Visier (10.12.2010)
Der totale Absturz (03.03.2011)
Depression pur! (09.06.2011)
Brüning 2.0 (30.06.2011)

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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100 KommentareKommentieren

  • Holly01 - 13. Februar 2012

    Die 2% aus Griechenlnd werden sich auf ihren Reihenhausinseln vor Dubai wohlfühlen …..

  • vlk - 13. Februar 2012

    Das ist gelebte Demokratie aus der Wiege der Demokratie !

    Genauso wie die Probeabstimmungen der Fraktionen im Deutschen Bundestag

    Alles nur noch zum Kotzen … Finanzschwachmaten —> mit weniger Geld in der Tasche Wachstum zu erreichen — in welcher Schule waren die ? Baumschule ?
    Man sieht doch in D was passiert wenn die bevölkerung trotz guter Wirtschaft nix abbekommt vom Kuchen…die Inlandsnachfrage sinkt und sinkt und sinkt..

    Aber wr sind ja Exportweltmeister

  • M.E. - 13. Februar 2012

    Ja, das ist eine tiefe gesellschaftliche und soziale Krise und eine Staatskrise, die aus der wirtschaftlichen Krise erwächst.
    Sehr interessant das griechische Politbarometer. Eine Pattsituation zwischen der Linken bis extremen Linken, der sogenannten Mitte und der Rechten.
    Eine selbstbewusste, handlungsfähige und handlungswillige Koalition, die der Troika auch mal ein wohldefiniertes griechisches Konzept entgegensetzen könnte, kann daraus nicht erwachsen.
    So wird in der Wahrnehmung der Bevölkerung die Regierung, welcher Couleur auch immer, als ohnmächtiger Erfüllungsgehilfe des Auslands erscheinen, was ja der Realität entspricht.
    Dann werden noch mehr auf die Straße gehen und rebellieren. Das könnte entweder in einem Chaos oder in einer Quasi-Militärdiktatur enden.
    Was unter solchen Umständen aus dem einzig noch funktionierendem Wirtschaftszweig Tourismus wird, kann sich wohl jeder vorstellen.

    Und währenddessen flieht auch noch das restliche Kapital aus dem Land und steht nicht mehr für Investitionen in Griechenland zur Verfügung. Und die Jugendlichen mit besserer Bildung werden es dem Kapital gleichtun und ebenfalls aus Griechenland fliehen.

    Ich sehe keine realistische Chance auf Lösung des Problems.

  • killingfields - 13. Februar 2012

    Hallo,
    und täglich grüßt das Murmeltier!
    http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2012/02/07/und-taeglich-gruesst-das-murmeltier/

    Der Euro einer der größten Fehlleistungen der jüngeren Geschichte. Respekt ZDF!!

  • alt-shift-x - 13. Februar 2012

    Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen, Danke für die großartige Zusammenfassung und die links auf die einzelnen Artikel.
    Ich hatte ja bis zuletzt gehofft, dass die Politik doch noch einlenken würde, bevor es wieder zu Blutvergiessen kommt. Griechenland ist spätestens ab heute zur Finanzdiktatur verkommen, ein ungewählter Präsident agiert schamlos im Namen der Banken gegen das Volk und Parlamentarier,die gewählt waren und es wagen zu wiedersprechen werden aus dem Parlament geworfen. Da kann mir doch keiner mehr ernsthaft erzählen, dass das noch was mit Demokratie zu tun hat. Alle westlichen Länder sollten sich das Szenario genau ansehen, denn es wird sich in anderen Ländern wiederholen. Man stelle sich so etwas in den USA vor, wo jeder 2te bewaffnet ist. Die Eliten haben nichts aus der Geschichte gelernt und der Krug geht eben doch so lange zum Brunnen bis er bricht. Das ist einfach nur traurig. Nächster Halt Diktatur, Bürgerkrieg und Terrorismus aber damit konnte natürlich keiner Rechnen, das war völlig alternativlos und nicht vorhersehbar M(
    Unfassbar, einfach nur unfassbar!

  • landbewohner - 13. Februar 2012

    bei all der begeisterung über den griechischen widerstand sollte man nie vergessen, daß uns hier in d in kürze das gleiche schicksal droht und der kampf des volkes gegen die ausbeuter- und abzockerbande erst begonnen hat. ausgang ungewiss.

  • Wanderer - 13. Februar 2012

    Wenn uns nicht das gleiche Sschicksal ereilen soll, rate ich zur Auflösung der Bundesregierung und zur Gründung einer einzigen Partei, so einer Art Volkspartei mit 2 oder 3 direkt gewählten Abgeordneten aus jedem Bundesland. Diese könnten strategisch/politische Maßnahmen ausarbeiten, die dann von Fachleuten geprüft werden. Ein Kontrollorgan müßte dann die Ergebnisse nach der Umsetzung prüfen und je nach Erfolg oder Mißerfolg die Beschlüsse bestätigen oder zurückziehen. Mehr braucht es eigentlich nicht, da wir in den einzelnen Ländern Landesregierungen haben. Nur sollten die dann nach dem gleichen Prinzip gewählt werden.

    Das wäre dann Demokratie. Kein Parteiensalat, keine Kanzlermehrheit, keine Wahlversprechen mehr.

  • Nepumuk - 13. Februar 2012

    @Querschuss

    Ist es nicht ein beklemmendes Gefühl ?

    Seit anfang 2010 Weisen sie schon darauf hin das genau so kommen würde wie es sich auch tatsächlich entwickelt.

    Was mir allerdings noch mehr den Angstschweiß auf die Stirn treibt… sind die Entwicklungen in den anderen Staaten.

    Portugal,Spanien,Italien und auch Frankreich sitzen ja alle auf der gleichen Straße nur ebend sind sie NOCH nicht so weit fortgeschritten wie die Griechen.

    Was muss noch passieren bis sie diese (nicht mal gewählten) Goldman Sachs Marionetten einlenken ??

    Müssen die ersten Abgeordneten die nun mit Ja gestimmt haben erst an einem Baum baumeln oder andere schlimme Ereignisse passieren ???

    Traurige Grüße

    Nepumuk

  • Roland - 13. Februar 2012

    @ querschuss

    Wunderbare Rede.

    Flammend wie diejenigen der mittelalterlichen Bußprediger, der Führer der Bauernaufstände, der französischen Revolutionäre, der proletarischen Führer — und jetzt ?

    Querschuss for President !

  • peterb - 13. Februar 2012

    Aber, aber…

    Die Regierung ist doch nicht für die Gesellschaft da!
    Die gibt es nämlich gar nicht, es gibt nur einzelne Männer und Frauen. Sagte einst eine Mrs. Thatcher, frei nach ihrem Mentor Hayek. Und weil es gar keine gibt, zerschlug sie auch weitgehend die existierenden gesellschaftlichen Organisationen wie Gewerkschaften etc.. Unter dem Gesichtspunkt einer nichtexistenten Gesellschaft ein wahrhaft alternativloses Vorgehen.

    Herbert Giersch, Gründungsmitglied in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, seit den 60ern führender Angebotstheoretiker, Ordinarius an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft und Präsident der extrem neoliberalen Mont Pelerin Society, empfahl in Deutschland die Beschneidung des Staates – der Markt könne alles besser richtig. Dazu, so empfahl er, sei eine stärkere Verschuldung des Staates wünschenswert, diese würde automatisch die Handlungsfähigkeit des Staates einschränken und die Vorherrschaft des Marktes, der ja alles besser und effizienter regelt, fördern. Außerdem sei eine größtmögliche Privatisierung gesellschaftlicher Aufgaben (entsinnt sich noch jemand an GATS?) anzustreben.

    Fast wortgleich argumentierte David Rockefeller am 1.Feb.1999 unter dem Titel “Looking for New Leadership” in der Newsweek International. Es gehe darum, “den Einfluss der Regierung zurückzudrängen”. So etwas “liegt den Geschäftsleuten am Herzen”, bemerkte er, “andererseits jedoch muss irgend jemand die Rolle der Regierung übernehmen, und da scheint mir die Geschäftswelt der logische Nachfolger zu sein.”

    So wurden Giersch und andere gleichgesinnte “Experten” zu den wichtigsten Beratern der dt. Regierungen ab den 80er Jahren. Außerdem sorgten sie für eine Dominanz in der Besetzung der Lehrstühle an den ökonomischen Fakultäten, sodass heute die von ihnen ausgebildeten “Wissenschaftler” alle wichtigen Funktionen in Wirtschaft, Staat und Lehre besetzen.

    Ähnliche Vorgänge gab es in allen wichtigen Staaten des Westens.

    Das Ergebnis sehen wir heute. Und alle dt. Regierungen haben sich bemüht und tun es bis heute, die Vorgaben dieser Ökonomen zu erfüllen. Die Strategie bei der Behandlung des “griechischen Problems” ist also wohl überlegt, geplant und gewollt. Griechenland ist, wie damals Chile, ein Experimentierfeld, wie weit und erfolgreich ein Staatswesen zurückgedrängt und filetiert und dem Einfluss des Marktes unterworfen werden kann.

    Denn die Wirtschaft ist nicht für den Menschen da, sagte vor Jahren schon der damalige Wirtschaftsminister Müller: Die Wirtschaft ist für die Wirtschaft da. Wobei er unter Wirtschaft nicht die Klein- und Mittelbetriebe verstand.

    Wenn die Wirtschaft – und hier sind nur Großkonzerne und Finanz”industrie” gemeint – vom Niedergang eines Staates profitiert, dann haben wir es nicht mit “Schande pur” zu tun, sondern dem planmäßigen Erfüllen der Bedürfnisse “des Marktes” im Sinne neoliberaler Ideologie. Denn Moral, das sagen alle “Großen” wie Friedman, Hayek etc,, gibt es im Markt nicht. Was in ihren Augen auch völlig logisch ist, gibt es doch nur Markt mit vereinzelten, nur ihrem persönlichen Gewinn verpflichteten Männern und Frauen, aber eben keine Gesellschaft.

    Ach, da fällt mir noch ein Buch für Führungskräfte ein, das ich vor Jahren in einer Buchhandlung vorfand. Als “ansprechender” Einstieg fand ich dort den Satz: “Waten sie ruhig im Blut, solange es nicht ihr eigenes ist.”

    So wurden die Leute ausgebildet, die uns heute führen. Man erspare mir weitere Kommentare.

  • Russe - 13. Februar 2012

    Gibt es schon eine Flugverbotszone?

  • marc - 13. Februar 2012

    ….kann es sein, dass sich die “Verantwortlichen” der EU ihres Tuns sehr wohl bewusst sind aber das Leiden der griechichischen Bevölkerung ganz bewusst in Kauf nehmen, um Ihren bzw. Unseren “A*****” noch zu retten ?

    Ich meine, die hier im Blog dokumentieren Fakten kann man doch nicht einfach übersehen, ausblenden oder gar anders deuten ?

    Was ist dran an der Argumentation, eine Pleite Griechenlands mit Austritt aus dem Euro würde einen noch verschärften Bankenrun in anderen “Südstaaten” auslösen?
    + das Auslösen der CDS bei Pleite GR würde 5 große US Banken umreissen ?
    + die Target 2 Salden Griechenlands würden bei Austritt eine Kettenreaktion auslösen ?

    Wenn Frau Merkel sagt:
    http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE81509C20120206

    und die genannten 3 Punkte eine, wie auch immer gewichtete, Relevanz haben,
    geht es doch wirklich schon lange nicht mehr um Griechenland.

    Wahrscheinlich war man in den Sicherheitsstäben heute morgen froh, dass es in
    der Nacht in Athen keine Toten gegeben hat…
    (oder bin ich schon Weltuntergangsverblendet wenn ich so denke?)

    Gibt es in Griechenland selbst irgendeine Gruppierung, die analog der hier aufbereiteten Daten, für einen Austritt Girechlands + Einführung einer neuen Währung argumentiert?

    • alt-shift-x - 13. Februar 2012

      “+ das Auslösen der CDS bei Pleite GR würde 5 große US Banken umreissen?”

      na ja das ist gut vorstellbar, dass bei einem Zahlungsausfall, den die ISDA natürlich auch als solchen werten muss, Einiges in Bewegung kommt. Ich weiss nicht ob du das hier dazu schon gelesen hast aber das Interview mit Jim Sinclair war da, zumindest für mich, sehr erhellend.

      http://www.rottmeyer.de/jim-sinclair-die-drohende-nicht-erklarte-insolvenz-von-funf-systemrelevanten-us-banken/

      Die Frage treibt mich aber schon länger um. Wenn die ISDA ein Pleite event ausruft, dann wird es zweifellos Ketttenreaktionen geben, hat jemand da noch genauere Infos wer nun wieviel CDS von wem haben könnte?

      Wenn aber selbst ein relativ hoher haircut eben nicht zu einem Pleiteevent führt, dann machen CDS auch als Absicherung keinen Sinn mehr, das hätte meiner Meinung nach aber wohl langfristig auch drastische Auswirkungen auf den Markt. oder nicht?

      • Achim Hase - 13. Februar 2012

        Meine These ist eher, dass man die Hängepartie mit Griechenland dazu genutzt hat, damit sich jeder klarwerden kann, was das “exposure” ist und welche Wechselwirkungen sich ergeben. Jetzt hatten alle x Quartale Zeit um Wertberichtigungen vorzunehmen, jetzt kann man die Sache hochgehen lassen.

        • alt-shift-x - 13. Februar 2012

          Na ja davon ist eigentlich aus zu gehen, dass wer auch immer auf griechischen CDS saß, versucht hat die letzen Monate das “exposure” los zu werden oder eben mögliche Verluste ein zu preisen. Aber auf der anderen Seite lockten doch sehr hohe Renditen. Gibts da irgendwelche Zahlen oder Aufbereitungen dazu? Bisher ist alles was ich gelesen habe eher wage. Na ja spätestens wenn die Sache hochgeht (wie du das hier formuliert hast) werden wir danach sehen wer wo wie tief drin steckte. Aber es sieht gerade nicht danach aus, als ob sie schon bereit wären den Griechen ihr Kreditevent zu zugestehen. Ich weiss es nicht, da muss man vermutlich in exklusiveren Kreisen verkehren um hier entsprechende Einblicke zu bekommen. :)

  • Welehamm - 13. Februar 2012

    “Wenn es für alle nicht mehr reicht, dann springen die Armen ein” das hat mal Ernst Bloch geschrieben und es hat sich seit dieser zeit nichts geändert. Die 99% sollen sich mal bewegen. Wer meint, alles wird gut, der täuscht sich.

  • peterb - 13. Februar 2012

    Das ich sowas mal in der FAZ lesen kann:

    Der Krieg der Banken gegen das Volk
    Was wir heute sehen, ist eine Art Krieg. Es handelt sich im Grunde um einen Finanzkrieg, aber die Ziele sind die gleichen wie bei militärischen Eroberungen – zuerst Land und Bodenschätze, dann die öffentliche Infrastruktur, deren Nutzung kostenpflichtig gemacht wird, und schließlich andere staatliche Unternehmen oder Vermögenswerte.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-herrschaft-der-finanzoligarchie-der-krieg-der-banken-gegen-das-volk-11549829.html

    Das Volk, das sind wir alle. Rund um den Globus. Nicht nur die Griechen…

  • Blog - start-trading.de - 13. Februar 2012

    Die Griechen haben genug vom Spardiktat der EU. Sie werden immer weiter zu Einbußen genötigt, die nicht ihrem Land dient, sondern damit die Gläubiger ihr Geld nicht verlieren.

    Tatsächlich wusste jeder Gläubiger, welches Risiko er eingeht wenn er griechische Staatsanleihen kauft. Eigentlich muss er auch die Konsequenzen tragen. Doch dazu kommt es bisher nicht.

    Das griechische Volk versucht, wieder die Selbständigkeit zu erlangen, indem sie sich jeden die Diktate wehren.

  • der BAuer vom Hunsrück - 13. Februar 2012

    GR ist Programm, machen wir uns NIX vor!
    GR ist kein Zufall, kein Falschalarm, kein Handicap!
    GR ist Absicht, brutale Absicht!
    GR ist Teil der Strategie!
    GR ist ein taktische Manöver innerhalb der Strategie!

    Welche Strategie? Die Verarmung der Massen, wie weit kann das Kapital gehen, ohne dabei selbst gefährdet zu werden?

    Weit, weit, weit…….je mehr schon unterjocht wurden und je mehr sich noch unterjochen lassen, umso weniger werden noch Widerstand leisten können.

    Der Feind hat uns den Krieg erklärt. Kämpfen wir ihn oder kapitulieren wir gleich?

  • M.E. - 13. Februar 2012

    Hallo Bauer,
    große Worte!
    Die ersten Attacken unserer Anti-Großkapital-Flotille würde ich zunächst gegen die Caiman-Inseln richten. Zum Aufwärmen.
    Dann geht´s weiter nach Singapur, Jersey, Dubai, Hongkong usw.
    Und wenn wir dann richtig in Fahrt sind, nehmen wir uns die Schwergewichte vor: erst die Schweiz, dann aber gleich die Londoner City plus ganz UK, Manhattan mit den gesamten USA, Russland usw.

    Keine Frage, wir werden nicht zu bremsen sein.

    • KuGen - 14. Februar 2012

      Ihr Kommentar verdeutlicht, wie unter dem Deckmantel der Revolution miese kleine Neidgefühle explodieren können. Oder ?

      • Observer to Paul Panter (HGG) - 14. Februar 2012

        Nein (!) sicher nicht, wer soll auf so ein Leben neidisch sein. Aber der beschriebene Gutmensch ist ein wichtiger Rad im Hamsterradgetriebe, Ohne diese permanenten Neuverschulder, funktioniert das Schweinesystem nicht! Ergo Nicht die Banken sondern die Nachschuldner halten das menschenverachtende System am Leben.
        Gutsnächtle

  • der BAuer vom Hunsrück - 13. Februar 2012

    @ M. E.
    du hast die Kanalinseln vergessen, wir können also gleich vor Ort anfangen.

    • klaus - 13. Februar 2012

      @ Hunsrückbauer

      Warum setzt ihr die Ortsbereiche so groß und
      undefiniert?

      Warum die British Channel Islands?

      Den Puff dort mußt du zum richtigen
      Zeitpunkt wegsprengen !
      Wie das Barbarella in Brasilien oder
      den Rotkäppchenclub bei Bonn.

      Deshalb ist der Bali-Bomber auch gefährlich.

      Cherchez la femme !
      Die gehen nicht bei die eigene Frau.

      Das Puff ist die Anlaufstelle für
      die, die Ihr sucht. Die bekommen
      da zu Recht die Neunschwänzige.

      ;)

  • macsoja - 13. Februar 2012

    Schade, früher gab es in Griechenland sowas, wie Ostrakismus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ostrakismos

    Das wäre es doch, wenn die Bürger einmal im Jahr über die Politiker abstimmen dürfen, die die Demokratie und ihre Befugnisse ausgenutzt haben.
    Diese verlieren ihren Anspruch auf Diäten und Pensionsansprüche und dürfen sich einen neuen Job suchen.

    Leider ist das heutzutage aber schon darum nicht mehr möglich, weil die Medien jeden Politiker “abschießen” könnten, der ihre Macht beschränken wöllte.

    Insofern ist die heutige Demokratie schon lange keine mehr, da sich das der DEMOS sehr einfach kontrollieren läßt.
    Und eigentlich können die Politiker machen, was sie wollen, es muß nur langsam genug passieren, so dass es die breite Masse nicht merkt.

  • The EXE - 13. Februar 2012

    Wie immer ein sehr guter Artikel einfach Top.
    Man muss sich die frage stellen wem nützt das ganze?
    Das es so wie es läuft nicht lange gut geht ist wohl klar.
    Aber die Banken profitieren hier mit nicht Euro Länder wohl am meisten.
    Die USA und auch der IWF freuen sich doch wie Schnitzel das die Europäer es nicht schaffen ein “kleines” Land ordentlich/ vernünftig zu führen.
    Die Banken Lachen sich noch immer eins. Bekommen Geld für 1% können es gleich für 2%-50% Anlegen und wen es droht zu scheitern wird um Hilfe gerufen. Mit den Worten sonst fliegt alles zusammen. Warum haben Anleihen von Deutschland andere Renditen wie von einem anderem Land?
    Da vllt. das Risiko anders ist. Warum sind diese Sachen den dann Sicher wen man für Risiko Geld Verlangt versteht wohl nicht mal ein Banker oder die Jungs von Basel III.
    Was ich mir wünschen würde ist egal welche Partei einmal an die “Macht” kommt. Sagt Jungs und Mädels von der Torika wisst ihr was wir gehen aus dem Euro und machen wieder unser eigenes ding schaut was ihr mit euren Schuldscheinen macht wir ZAHLEN NIX ZURÜCK.
    Was wären die Folgen für Griechenland?
    Ich glaub nicht das das Land noch schlechter da steht wie es jetzt und in naher Zukunft dastehen wird.
    Der Großteil der Bevölkerung hat eh kein Geld was man ihnen noch weg nehmen kann angewiesen auf große Importe ist das Land auch nicht Exportiert wird jetzt nicht die Welt.

    Die Gläubiger wären von heute auf morgen alle samt Pleite welche Bank kann den schon von heute auf morgen Eigenkapital herzaubern. Die schaffen es ja nicht mal mit einem wahnwitzigen Hebel von 100 bis 50 zu 1 (Bilanzsumme zu Eigenkapital) Gewinne zu erwirtschaften.

    • Holly01 - 13. Februar 2012

      Griechenland ist eine Waffe. Morgan soll die Bilanzen aufpoliert haben, damit das Land in den Euro konnte.
      Griechenland ist ein kleiner Schaden, aber eine riesen Wirkung. Man opfert einen kleinen Teil des BIP und erreicht einen radikalen Kahlschlag in allen anderen Ländern.
      Ausserdem denke ich, die Wahrheit ist simpler als wir alle wahr haben wollen.
      Das Geld ist weg. Die Kapitalstöcke sind aufgebraucht. Es ist kein Geld mehr da um Schuldverschreibungen neu aufzulegen. Alles ist verpfändet und wahrscheinlich mehr. Der Derivatemarkt ist vollkommen überdehnt. Man presst überall Geld heraus, welches ansich garnicht da ist.
      Wenn die Amis wirklich 1,3 Bill. neu aufnehmen wollen, dann muss Europa es einsparen.
      - Es ist nix mehr da …. -
      DAS ist nämlich die einzige logische Erklärung für all die Vorgänge.
      Griechenland ist der Prager Frühling des Westens. Da rollen aber auch echte Panzer über echte Menschen.
      Der Versuch alle Länder gegeneinander aufzubringen, kann ja nur für Panik stehen.

  • der BAuer vom Hunsrück - 13. Februar 2012

    der Ami freut sich nicht, er ist Initiator des Ganzen, u.a. dank der Willigen Merkel und Sarkozy.
    Europas Niedergang stärkt relativ den Ami – und er arbeitet daran.

  • HAJO - 13. Februar 2012

    Die griechische Regierung hat schon bereits seit Beginn der Finanzkrise des Landes verabsäumt, Kapitalverkehrskontrollen einzuführen, und seitens der EU/EMU wurde sie auch nicht dazu gedrängt. Dadurch wurde es reichen und wohlhabenden Griechen ermöglicht, ihre Geldvermögen sukzessiv von griechischen Banken abzuziehen und ins Ausland zu transferieren. Diese Gruppe von Bürgern sind die größten “Steuersünder” der Vergangenheit. Deren “Schwarzgeld” befindet sich mE mittlerweile wohl in Staaten, wo der bislang völlig ineffiziente griechische Fiskus kaum Zugriff hat. Dies ist quasi der “Gordische Knoten” der Griechen in neuer Fügung.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gordischer_Knoten

    Ob man wohl eine echte Chance für eine Lösung des aktuellen “Gordischen Knotens” hat? Sorry, ich schätze, wohl kaum. Dieser besteht quasi aus “völlig verkrusteten Eisendrahtseilen”.

  • M.U. - 13. Februar 2012

    Ja lasst uns alle auf die Strasse gehen! Und wenn wir dort stehen als Bauer, Handwerker, Mediziner, Friseur, Bänker, Manager, Finanzberater, Versicherungsvertreter, Politiker, Gewerkschaftler, Müllfahrer, Putzfrau, Altenpfleger oder Konzernchef können wir vielleicht endlich begreifen wer unserer wahrer Gegner ist. Die Gier der Banken wäre nichts ohne unsere Gier. Banken sind lediglich ein Spiegel der Gesellschaft.

    Gier ist übrigens eine Eigenschaft die immer nur bei den Anderen auftritt.

  • Frankenfurter - 13. Februar 2012

    @ an die Empoerten zur Kenntnisnahme: Rumänien und Bulgarien hatten ein Prokopfeinkommen von 11 900 USD im Jahr 2009. Das benachbarte EU-Mitglied Griechenland lag mit 29 900 USD Prokopfeinkommen deutlich darüber. Und das mit einem verarbeitenden Gewerbe, das nur 10 Prozent zum BIP beiträgt. Warum sollte also ein Griechischer Sargfabrikant seine Produktion nicht nach Bulgarien verlegen, wie in einem TV-Bericht zu sehen war?

  • Eurelios - 13. Februar 2012

    @ M.U.

    Du schreibst:

    Die Gier der Banken wäre nichts ohne unsere Gier. Banken sind lediglich ein Spiegel der Gesellschaft.

    Absolut richtig.

    Und was sagt uns das?

    Der Mensch ist aus seinen Urinstinkten auch bis Heute nicht herausgekommen.

    Die Ängste der Urmenschen waren doch die wer nicht Oben ist wird gefressen.

    Und das ist bis Heute so.

    Und seit Geld im Spiel ist wird dieses Oben und Unten eben mit dieser Waffe
    ausgetragen. Viel Geld zu haben bedeutet Macht über die die keins haben
    und somit ist man Oben und kann die da Unten fressen.

  • Olome - 13. Februar 2012

    @peterb: Hast du Hayek gelesen? Ich bin gerade dabei und würde ihn nicht mit Friedman und seinen diversen Schülern in einen Topf werfen. Ich habe eher den Eindruck, dass der Verlauf dieser Krise die Österreichische Schule der Nationalökonomie voll bestätigt. Es gibt da bspw. eine Theorie, die die Ursache von Wirtschaftskrisen in der auf politischen Druck übermäßig bereitgestellten Liquidität durch die Zentralbanken sieht. Scheint für mich im aktuellen Fall voll zuzutreffen.

    @marc: Als FDP-Mitglied und Schäffler-Unterstützer im Kreisverband eines Bundesministers ist mein Eindruck, dass zumindest unsere Politiker (außer vielleicht Schäuble) tatsächlich nicht verstanden haben, was die Ursache der Krise ist und tatsächlich davon ausgehen, es handele sich um eine Staatsschuldenkrise. Die ganzen hier sattsam breitgetretenen Argumente habe ich alle gebracht, die meisten Leute verstehen sie aber einfach nicht und kennen auch zu wenig Fakten. Daher auch die völlig falsche Reaktion aus eigentlich gut gemeinter Absicht heraus.

  • peter - 13. Februar 2012

    Das Streben nach Wohlstand und Besitz ist durchaus ein ethisch gerechtfertigter Motor der Volkswirtschaft – allerdings nur solange, wie es sich nicht gegen das Gemeinwohl richtet, oder durch arbeits- und müheloses Einkommen ermöglicht und gefördert werden soll!

    Umgekehrt übernimmt dafür der nationalsozialistische Volksstaat die Verpflichtung, alles arbeits- und mühelose Einkommen abzuschaffen – niemand kann und darf sich an der Arbeit anderer bereichern und irgendein Einkommen beziehen, das nicht die Frucht eigener Arbeit ist! Diese eher unscheinbare Forderung hat ungeheure Konsequenzen: Mieteinnahmen, Pacht, Erbschaften, die über persönliche Andenken hinausgehen und vieles mehr – für all das gibt es keinen Platz in einer sozialistischen Volksgemeinschaft! Nur die eigene Arbeit zählt, nur sie darf Quelle des persönlichen Einkommens sein – und dieses Einkommen wird keine Klassen entstehen oder bestehen lassen und keine Stufung nach “höherer” oder “niederer” Arbeit kennen, sondern seine Höhe hängt ausschließlich davon ab, wie nützlich sie für die Volksgemeinschaft ist und wie gut sie ausgeführt wird!

    Kühnen Michael

  • Olome - 13. Februar 2012

    @peter: Und diese unscheinbare Forderung führt notwendigerweise in den Totalitarismus, siehe Hayek: Der Weg zur Knechtschaft.

    • Michael S. - 14. Februar 2012

      Die Forderung von der peter ist wohl eher scheinbar… und setzt Totalitarismus voraus…

      Hust! Und wir hatten in Deutschland ja schonmal den Fall, wo der Anführer wohl eher der Genosse der Bosse war und sein Volk lieber in den Tod marschieren ließ!

      Gruß ein Michael

  • Derkan - 13. Februar 2012

    Hier ist schon alles geschrieben worden, was mir durch den Kopf ging.

    Ich habe richtig Bauchschmerzen, was die Finanzwelt mit uns Bürgern abzieht und das die Presse still und lautlos das so akzeptiert und von wichtigen Schritten und notwendigen Massnahmen schreibt. Das kann alles nicht mehr wahr sein. Ehrlich, zum @/*-)§$””.

    Nur, wenn eine radikale Partei an die Macht käme, was dann? Das mit dem Fußballspiel hat mich auch genervt. Scheinbar sind die Politker alle fein raus. Wie der Pferdeapfel ( Das Boot – M. Semmelrogge ).

  • T.o.J. - 13. Februar 2012

    Ob Troika , EZB oder EU nicht wissen was sie mit ihren Forderungen anstellen ??? Meine Meinung dazu ist das genau das eintrifft was geplant worden ist um bestimmten Interessen zu dienen.
    Ich weigere mich zu glauben das diese “schizofrenetische Querulanten” nicht wissen was hier anstellen….Ihre Forderungen aehneln den “Blasen” ihrer Religion und das Resultat wird die Ausbeutung des griechischen Staates mit all seinen Rohstoffen sein.

    Ich hoffe das ihr Plan nicht aufgehen wird!!!

  • R1B - 13. Februar 2012

    Ich weiß nicht, mir fallen Bilder aus Buenos Aires im Jahr 2001 ein, auf Töpfe schlagende Hausfrauen (cazerolazos), ein Präsident mit Namen De la Rua (auch Fernando la duda genannt), der mit einem Helikopter flieht und ein Lied, naja, eher ein Refrain “Ohhhhh que se vayan todos”! Allerdings immer noch angenehmer als an das Deutschland Anfang der 30er-Jahre zu denken…..

  • Tourist - 13. Februar 2012

    @ OLOME and friends

    OH HIMMEL! DIE ÖSTERREICHER: HAYEK JÜNGER AUF MISSIONARISCHER REISE!

    Da wird hier sowas geschrieben:
    “Es gibt da bspw. eine Theorie, die die Ursache von Wirtschaftskrisen in der auf politischen Druck übermäßig bereitgestellten Liquidität durch die Zentralbanken sieht. ”

    Die gibt es nicht nur, das ist die einzige Ursachenerklärung, womit die Österreicher hausieren gehen können!

    Kurzfassung für Leute, die keine Ahnung haben,was die Östereicher sagen:

    Geldmarkt kann das freie Spiele der Kräfte zwischen Geldangebot und Geldnachfrage nicht entfalten, folglich kann der Geldmarktmechanismus nicht funktionieren, folglich gibts kein gesamtökonomisches Gleichgewicht und das reisst die Welt in Chaos! So simpel und einfach ist die Botschaft dieser Schule!

    Die Östereicher fordern also MEHR MARKT durch Abschaffung der EZB!

    Das, was die immer noch nicht begriffen haben, ist, was immer vorausgesetzt wird, ohne jemals empirisch bestätigt zu sein!

    Und zwar die falsch beschriebende Funktionsweise des Preis Mengenverhältnisses im Marktmechanismus, um ein – aus den tiefen Abgründen der Fantasterei herbeigezaubertes – Gleichgewicht!

    Bspw sagt die Theorie: Steigen Preise muessten die Leute weniger kaufen.

    Jaja klar, sieht man bspw. an Aktienkursen oder Staatsanleihen, wie toll Angebot und Nachfrage die Bedürfnisse wiederspiegeln und eine nützliche Produktionsstruktur anregen.. Stimmt! total nützlich, wenn 20 Millionen Lebensmittel jährlich wegggeschmissen werden! Sehr sinnvolle Produktionstruktur, die sowas bedient!

    Weiterhin sagt die Markttheorie: Sinken Preise wird weniger produziert! Das sagt die Markttheorie!!!!
    Da habe ich mal eine Frage, lieber Österreicher?
    Ist euch das Phänomen der Massenproduktion eigentlich bekannt. Da wird bei fallenden Preisen mehr produziert, um durch geringere Preise mehr abzusetzen? Ist das bekannt hm??? Schon mal gehört diesen Effekt nach 20 Jahren Hajek lesen? Diesen Effekt zaubert ein Betrieb mit der KLR!

    Ums auf den Punkt zu bringen! Wenn fallende Preise zu mehr Produktion führen, dass zu gereingeren Stückkosten und dadurch der Absatz steigt, DANN STIMMT DIE VERDAMMTE THEORIE NICHT; DAS BEI FALLENDEN PREISEN DIE PRODUKTION ABNIMMT!

    HERR GOTT NOCHMAL!

    DAMIT IST DIE MARKTHEORIE FALSCH; WIEDERLEGT DUCH TÄGLICHE BETRIEBLICHE PRAXIS UND ERKLÄRT SOMIT NIX!

    Ihr Superökonomen aus Östereich!!

    Ihr habt immer noch nicht kapiert, wie der Kapitalismus funktioniert!

    Wie denn auch mit einer Theorie, die allein schon logisch falsch ist! Und genau diese Angebotstheorie soll dann als Erklärungsgrundlage und als politische Folie herhalten. NA tolllll!!

    Sehr schlau sowas!

    Warum wir in der Krise stecken?? Genau deswegen:

    “Als FDP-Mitglied und Schäffler-Unterstützer im Kreisverband eines Bundesministers ist mein Eindruck, dass zumindest unsere Politiker (außer vielleicht Schäuble) tatsächlich nicht verstanden haben, was die Ursache der Krise ist und tatsächlich davon ausgehen, es handele sich um eine Staatsschuldenkrise.”

    Denn

    “Ich habe eher den Eindruck, dass der Verlauf dieser Krise die Österreichische Schule der Nationalökonomie voll bestätigt.”

    Deswegen!!!!!

    Darf ich es wiederholen? Die Markttheorie ist logisch falsch, und empirisch nicht falsifizierbar und damit gehört sie, laut Popper, in die Metaphysik und nicht zu die Naturtatsachen und schon garnicht in die Erklärungswelt der Ökonomie! !!!!!

    Essen, schlucken, verwerfen, neuer Ansatz! Das nennt man Vernunft!!! Irrlehren verwerfen können, liebe Österreicher Hayeksjünger!

    Nur wenn man ständig an falschen Erklärungen hängt, dann gerät man in eine Krise, da die Realität wegzubrechen droht! UND DANN IST NICHT DIE REALITÄT SCHULD!

    Scheiss Markttheorie!

    HABE FERTIG
    Tourist

    • Michael S. - 14. Februar 2012

      @Tourist

      “Das, was die immer noch nicht begriffen haben, ist, was immer vorausgesetzt wird, ohne jemals empirisch bestätigt zu sein!”

      Emperie ist ihr neues Lieblingswort. Empirie heißt Stichproben nehmen, diese Bestätigen eine Annahme (z.B. ein Modell) oder wiederlegen sie.

      “DAS BEI FALLENDEN PREISEN DIE PRODUKTION ABNIMMT!”

      Ist empirisch belegt. Genauso wie empirisch belegt ist:

      “Dass bei fallenden Preisen die Produktion zunimmt”

      Es beleibt halt nur These, Begründung, Besipiel.

      Und dies in einem vernünftigen Ton! Hier mal eine Sichprobe…

      “OH HIMMEL! DIE ÖSTERREICHER: HAYEK JÜNGER AUF MISSIONARISCHER REISE

      DANN STIMMT DIE VERDAMMTE THEORIE NICHT; DAS BEI FALLENDEN PREISEN DIE PRODUKTION ABNIMMT!

      HERR GOTT NOCHMAL!

      Scheiss Markttheorie!

      HABE FERTIG
      Tourist ”

      Hiermit ist empirisch belegt, dass sie die sachliche Diskussionsebene verlassen haben.

      Gruß Michael S.

      • Tourist - 14. Februar 2012

        ja sehr sachlich, Michael S. einfach das Gegenteil zu behaupten!

        Fallende Preise führen nicht zwangsläufig zu geringeren Produktion, wie es die Angebotsthoerie behauptet! Wenn dem so wäre könnte die industrielle Massenporduktion schon heute die Flinte ins Korn werfen!

        Sehr feinsinnig von dir!

        Netter Versuch

        • Tourist - 14. Februar 2012

          ….Sehr feinsinnig von Ihnen, Verzeihung! Wir wollen doch sachlich bleiben!

  • M.U. - 13. Februar 2012

    Da ist eine Herde von Antilopen. Ein Löwe rast auf die Herde zu und brüllt. Die Herde beginnt in Panik zu fliehen, so lange, bis der Löwe ein Tier gerissen hat. Danach endet die Flucht der Herde. Die Antilopen grasen friedlich weiter, während der Löwe etwas abseits das gerissene Tier verschlingt. Hätten die Antilopen eine Religion, hätten sie eine unter sich ausgewählt und sie dem Löwen zum Opfer gebracht.

    Quelle: Rezension 21 zu “Masse und Macht” von Elias Canetti auf Amazon.

  • Holly01 - 13. Februar 2012

    Darf ich in einem Wirtschaftsblog auf die Rechtslage hinweisen?
    Aufrufe zu gemeinsamem Handeln sind breit interpretierbar. Laut Patroit Act ( und alle Datenpakete des Internet werden über die USA geroutet und unterliegen damit US-Recht, ist das Terrorismus.
    Der Krieg gegen den Terror ist kein Jux. Wir haben bereits eine Rechtslage, die dazu zwingt zu relativieren.
    Man könnte z.B. mit “man sollte” oder man “könnte” bzw. “ich würde am liebsten” beginnen.
    Wir wollen ja nicht das Querschuesse zu macht, weil man mit Geldbewehrten Abmahungen überzogen wird.
    Der Blog ist sowieso nicht einer der bequemsten.

    • M.U. - 13. Februar 2012

      Orwells Alptraum wird von Tag zu Tag greifbarer. Die bösen Raucher, Bänker, Raubkopierer. Nicht mehr lange und es wird wieder der böse Nachbarn sein.

      • Holly01 - 13. Februar 2012

        @ MU : Waren die Nachbarn denn schon einmal vom Haken?

        • M.U. - 13. Februar 2012

          Ich fürchte NEIN!

  • marcito - 13. Februar 2012

    was zum wulff am arsch:

    http://www.youtube.com/watch?v=6mHNkagpcGM

    • M.U. - 13. Februar 2012

      I love cosmic panda. Wirklich rührend wie sich Youtube um unseren “gesunden” Filmgenuß sorgt.

  • Leser - 13. Februar 2012

    Hallo Querschuss!

    Ich habe nicht alles von Dir gelesen, aber vieles, und immer warst Du ein unparteiischer Aufrzeiger und Kommentator.
    Deine Selbstdisziplin hat mir Respekt abgenötigt, wer so tief hinter die Kulissen blickt, der weiß, was läuft und wie es läuft, und es ist schwer, sich heraus zu halten.

    Nun, diesmal hast Du Position bezogen und Meinung geäußert und Betroffenheit gezeigt. Herzlichen Dank und herzlichen Glückwunsch!

    Leser

  • Lazarus09 - 13. Februar 2012

    Schön zu sehen das teutsche Politiker im Ausland wieder so beliebt sind, das die teutsche Fahne verbrannt wird …..

    …. das Bild des hässlichen Deutsche lebt wieder auf .. ERIKA WIR DANKEN DIR !

  • Olome - 13. Februar 2012

    @Tourist: Ich habe dir nichts getan, daher sehe ich keinen Grund, weshalb du verbal so über mich herfällst. Wenn du an einer sachlichen Diskussion interessiert bist, kannst du deinen Tonfall mäßigen und deine Argumente sachlich und nachvollziehbar (obiges finde ich in Teilen unverständlich) darlegen. Wenn nicht, habe ich den Eindruck, dass eine Diskussion ohnehin ziemlich sinnlos wäre.

    • Tourist - 14. Februar 2012

      @ Hallo olome,

      sich taub stellen und eine falsche Empörung über Moral vom Zaum brechen, wenn einfache Logik im Spiele ist, ist meines Erachtens ne Form von …Ausweichen, Unvernunft und somit keine Grundlage für eine Diskussion, sondern ein Zeichen einer Diskussionsverweigerung.

      Und diese Verweigerungshaltung, sich seinen Kritikern eben nicht zu stellen (und da rede ich nicht mal von mir) , ja eben gar nicht in der Lage dazu zu sein, dann ist das ein Zeichen der geistigen Verfasssung dieses Teiles der hiesigen Eliten!

      Entwurf, Gegenwentwurf, Verwerfung, Neugestaltung und von vorne – dieser Kreislauf ist ein Zeichen freier Gesellschaften!

      Was ist daran frei, wenn Marktradikale fortwährend jegliche begründete Kritik – seit 150 Jahren incl. Keynes – an ihren theoretischen Grundfesten an sich abprallen lassen und weiterhin jede sinnvollle fortführende wirtschaftspolitische Debatte damit verhindern?

      Die gefangenden Marktradikalen geniessen ihre Kenchtschaft unte ihre einzige Ideologie und predigen anderen ebenflass die bedinglsose Unterwerfung unter diese Denkungsart!

      Du willst diskutieren? Den Eindruck habe ich nicht:

      Hier hast du nochmal ein Argument an dem du dich abarbeiten kannst:

      “Ums auf den Punkt zu bringen! Wenn fallende Preise zu mehr Produktion führen, dass zu geringeren Stückkosten und dadurch der Absatz steigt, DANN STIMMT DIE VERDAMMTE THEORIE NICHT; DAS BEI FALLENDEN PREISEN DIE PRODUKTION ABNIMMT!”

      Daraus schließen wir, lieber OLOME, dass die Angebotstheorie ÜBERHAUPT nicht in der Lage ist, das tatsächliche Verhalten von Wirtschaftssubjekten, in diesem Falle von Unternehmen, zu erklären.
      Und wenn die wichtigste Säule der angebotsorientierten Markttheorie der Klassik zusammenbricht, dann kann der Rest ebenso wenig erklären! Begründung: Da die restliche Erklärungsversuche vorausetzen, dass die oben wiederlegte richtig wäre!

      Was folgt daraus??

      Gruss Tourist

      • peterb - 14. Februar 2012

        Hallo Tourist,

        danke für deine Ausführungen. Sie entheben mich der Notwendigkeit zu antworten.
        Ja, die Angebotstheoretiker sind, wie alle Gleichgewichtstheoretiker, Märchenerzähler. Sie erzählen u. a. als Fundamentum das Märchen, die Summe aller Preise entspräche der Summe aller Löhne. Das ist zwar schon längst widerlegt – aber, was soll’s?

        Wo käme man denn hin, wenn man sich seinen von der Gesellschaft bezahlten Lehrstuhl nehmen ließe!

  • für meine kinder - 13. Februar 2012

    in der FTD heute eine umfrage.

    Verlangen die Geldgeber den Griechen zu viel ab?
    ja nein noch viel zu wenig Zum Ergebnis

    28%
    Antwort 1: ja

    28%
    Antwort 2: nein

    44%
    Antwort 3: noch viel zu wenig

    Auch im meinen Umfeld tendieren die allermeisten zu Antwort 2 oder 3.
    Das normale Volk kapiert absolut nicht, was da abgeht.

    Ich bin traurig, dass das Medium Geld ein so zerstörerisches Medium ist,und in den Händen einiger so zentralisiert ist, und die wenigen eine derartige Macht darüber innehaben, und dem einfachen Volk nur die Ohnmacht bleibt.

    Eigentlich gilt doch “Der G’scheiteste ist nur so g’scheit, wie ihn der Dümmste noch versteht.”
    Davon sind wir meilenweit entfernt.

    Ich bin entsetzt, wie wir alle durchdie Bank durch unser Handeln, egal ob Arbeit und Einkommen, Konsum, Investment, Sparen, Altersvorsorge etc. den Wert Ethik über Bord geworfen haben. Insbesondere diejenigen, die an den Schaltstellen wie Politik und Wirtschaft sitzen.

    Und wir geben, faul wie wir sind, die Verantwortung an diese Vollpfosten gerne an.

    Traurige Grüsse

    PS.:Steffen, super Beitrag!!!

    • Appaloosa - 14. Februar 2012

      Wundert mich nicht… Auf WO, Bild und Co. und deren Foren ist Griechen-Bashing angesagt.
      Da werden in den meisten Artikeln gr. Bürger herausgesucht, die 3000 EUR netto verdienen und mit 2800 in Rente gehen. Da werden also mächtig Klischees aufgebaut. Vergleichbar mit dem Thema Hartz4 und Arno Dübel der sein lebenlang AL ist und nicht arbeiten will.
      Woanders habe ich gelesen, dass 28% der Griechen an der Armutsschwelle leben.

  • Marcito - 13. Februar 2012

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Henry Ford

    Ich glaube die Griechen begreifen es so langsam…….

  • Martin - 14. Februar 2012

    Super Blog Jungs, Hut hab und weiter so! Alle Leser und Mit-Kommentatoren sollten ihr Möglichstes tun den Bekannten- und Verwandtenkreis nach und nach aufzuklären und über die finanzwirtschaftlichen Zusammenhänge unserer Volkswirtschaften die Augen zu öffnen, damit solche Umfrage-Ergebnisse wie von “für meine Kinder” präsentiert zukünftig anders ausfallen. Habe selbst vor kurzer Zeit eine Präsentation zur Geldschöpfung in der Uni gehalten und war erschrocken wie viele gut gebildete Menschen es als normal und fair betrachteten, dass Banken das Geld vom Staat (uns) für 1% leihen (es uns also aus der rechten Hosentasche ziehen) und uns dann wieder für 4-10% in die rechte Hosentasche stecken. Sie fanden es auch normal und fair, dass ein Mensch enteignet werden kann, wenn er jemandem dem das Geld fast geschenkt wurde (der Bank), die Hypothek nicht mehr bedienen kann. Ja, Grundbedürfnisse decken (Wohnung) ist ja schliesslich persönlicher Luxus. Verlorene Menschlichkeit!!!! Ein Vaterland sollte die Grundbedürfnisse seiner Kinder (Bewohner) decken und nicht diese entziehen! Ebenso auf europäischer Ebene, wenn man die Familie denn schon per Adoption erweitert hat.

    • peterb - 14. Februar 2012

      “Ein Vaterland sollte die Grundbedürfnisse seiner Kinder (Bewohner) decken und nicht diese entziehen!”

      Richtig.
      Denn ohne Bewohner existiert das Land gar nicht – andersherum: Es existiert erst durch sie.

      Deine Schilderung, wie gut ausgebildete Menschen unser Finanzsystem nicht mal ansatzweise begreifen, verwundert nicht. Es gibt keine Schule und kaum Vorlesungen/Seminare an den VWL-Fakultäten (an den BWL-Fakultäten gar nicht), die erklären, was Geld eigentlich ist, dass es nur durch Schulden entsteht (außer Münzgeld), dass es immer eine Forderung gegen Dritte ist, dass es keinen inneren Wert hat, etc. etc.

      Die meisten Menschen sind also, was das wichtigste Instrument anbelangt, welches sie in den Händen halten, völlig uninformiert, verfallen deswegen unrealistischen Vorstellungen anheim und sind diesbezüglich grenzenlos manipulierbar.

  • derdestiller - 14. Februar 2012

    Die griechische Industrie ist nicht komplett zerstört.
    Schaut man sich einmal die Daten zum Aussenhandel an, so sieht man dass sich die Schere schon stark geschlossen hat, von Beträgen über 4-5 Milliarden Euro monatlich in 2009/2010 hin zu 1,800 Mrd im September 2011, Tendenz fallend. Im Handel mit Drittstaaten zeigt Griechenland bereits eine ausgeglichenen Handelsbilanz.
    Dies übrigens bei einem deutlichen Anstieg des Exports seit 2009 von 14 auf 22 Milliarden Euro (2010:10% ggü Vj, 2011: 37%). Die Importe fielen von knapp 50 Milliarden auf 43 Milliarden Euro (2010: -3% ggü Vj., 2011: -10%). Derjenige der Trends nicht ignorieren möchte kann also ein klein wenig Hoffnung schöpfen.

    • Holly01 - 14. Februar 2012

      Die Frage ist inzwischen ja weniger ob das ganze Erfolg haben wird. Die Kostenreduktion wird natürlich Erfolg haben.
      Die Frage lautet : Ist es moralisch vertretbar die Demokratie abzuschaffen und das gesamte Großkapital zu schonen, bei gleichzeitiger existenzieller Reduktion der Sozialtransfers?
      Korruption, Steuerschulden, Subventionsbetrug und Politikerversorgung wurde ja nie angetastet. Gleichzeitg haben Krankenhäuser keine Versorgung mit den notwendigen Mitteln, Schulen weder Bücher noch Heizungen Renten werden nicht gekürzt sondern auf Minima gekappt, die kaum zum Überleben reichen.
      Diese Politik wird von unserer Bundesregierung gefordert. Der Bundesfinanzminister hält eine Rede vor dem Bankerkongress in Frankfurt und spricht dort offen von Staatssturz und Staatsauflösung, ohne Reaktion.
      Der gleiche Herr wollte die Vorratsdatenspeicherung, den Einsatz der Bundeswehr im Innern und die Bündelung von Polizei der Länder und des Bundes mit den Geheimdiensten. Er konnte die Daten von Flugpassagieren garnicht schnell genug in die USA melden.
      Bei den Vorgängen in Griechenland erscheint die Politik des Herrn “weitsichtig” auf eine ganz andere Art.
      Es ist keine Wirtschaftsdebatte mehr, wir müssen uns mal ganz ehrlich der Frage stellen : Wer sitzt da in unseren Parlamenten und wen vertreten die?
      Sonst ist Griechenland nur der Anfang und Deutschland ist lange nicht das Ende. Die Amis werden nicht locker lassen. Die City kämpft um ihr Überleben und wird ebenfalls nicht locker lassen.
      Das ganze ist keine Frage von Butter oder Margariene, das ganze entwickelt sich zur Frage : frei oder abhängig.
      Wir verlieren unseren Zugriff auf unser Kulturerbe, denn die Rechte werden verschachert. Wir sind keine Informationsgesellschaft mehr, denn die Rechte werden verschachert. Unsere Soldaten folgen nicht unserem Willen, es sind Söldner die im Auftrag töten.
      Gesetze und Verträge werden von – unserer – Politik täglich gebrochen. No bail out ? 2 Billionen für die Bankenrettung, aber 2 Milliarden an Arbeitslosen und H4 sparen?
      Wo ist denn da die Verhältnissmässigkeit?
      Die Reichen bezahlen die Musik und bestimmen was gespielt wird, das war immer so, aber was gerade passiert, ist ein Abkoppeln von 3/4 der Bevölkerung. Schlechte Ernährung = weniger Lebenserwartung, schlechte Bildung = schlechte Jobs, Krise = Belastung der sowieso Armen.
      Ist das der europäische Gedanke? Dann habe ich da wohl etwas nicht mitbekommen, das klang bei Kohl/Schmidt immer ganz anders.
      Ich möchte das nicht. Ich denke die meisten anderen hier auch nicht.

      • alt-shift-x - 14. Februar 2012

        Du hast natürlich völlig recht aber das war eigentlich schon lange absehbar, dass es irgendwann so kommen würde. Spätestens als Schäuble sich 1994 für den Einsatz des Militärs im Inneren einsetzte mit der Begründung europaweit bei Brennpunkten eingreifen zu können bei denen soziale und wirtschaftliche Ungleichgewichte zu Aufständen in der Bevölkerung führen (ich habs nicht mehr 100% wörtlich im Kopf aber so in etwa war die Formulierung). Internierungslager für Gefährder, finaler Rettungsschuß etc etc. und solche Leute sitzen trotzdem immer noch in den Parlamenten, ich versteh das nicht.

  • FDominicus - 14. Februar 2012

    Absehbar, daß nach einem Boom 20 Jahre lang ein fürchterlicher Bust kommt. Nein die griechischen Politiker sind nicht Opfer sondern Täter. Was wir sehen ist der Zusammenbruch einer Kreditexpansion wie sie im Buche steht. Und nein es hilf ganz und gar nicht noch ein paar Milliarden mehr zu versenken. Jedes neue Paket versucht nur noch den Boom wieder herzustellen und wie von MIses richtig feststellte, kann das nicht funktiolnieren.

    Was funktionieren wird kann man sicherlich auch in Griechenland finden Markt, und sei es ein “Schwarz”markt. (den sich eigentlich nur Betrüger aller Parteien ausdenken können)

  • dank - 14. Februar 2012

    e, Steffen!

    Vielleicht waren die Bilder ja ein kleiner Blick in die Zukunft. Mich haben sie schwer geschockt – nicht der Gewalt wegen – sondern der Unterschiede die innerhalb und außerhalb des Gebäudes herrschten.

    Werden die Politiker in GR lebenslang geschützt? Nach den nächsten Wahlen wird es einige geben, die vielleicht keinen Posten mehr haben und dann wieder in Stadt oder Land mit ihren Nachbarn zusammenleben dürften, die vielleicht schon vieles (alles?) verloren haben…

    Griechenland hat 768.000 Beamte gesamt (davon 55.000 Polizisten)
    davon werden sollen 150.000 entlassen werden
    –> Nimmt man bei den Polizisten den Schnitt an, heißt das es sollen knapp 11.000 Polizisten entlassen werden. Der Rest der Polizei darf dann “nur” Lohnkürzungen hinnehmen.

    a) weniger Personal um das Parlament samt den anderen “wichtigen” Institutionen abzuschirmen
    b) die verbleibenden werden ebenfalls anders arbeiten
    c) die Kollegen und Ex-Kollegen (~ jeder fünfte!!!) werden sich nicht gegenseitig – von egal was – abhalten

    Wahrscheinlich haben viele der Griechen sich in den Demos noch zurückgehalten, zwar toleriert, was die Randalierer machten, wenn sie nicht persönlich betroffen waren – aber die Grenze als Bürger nicht überschreiten wollen, weil immer noch der Glaube da war, dass es “gut” ausgeht – was es so oder so mit diesen Vorgaben nicht kann.
    Wenn die Herren Polizisten beim nächsten Mal 1 und 1 zusammenzählen, dann werden sie den Mob am Parlament nicht stoppen, sondern unter sehr ominösen Umstanden werden da an die 500-1000 Leute durchbrechen – der Rest ist dann Geschichte. Sicher keine schönen Bilder und steckt auch kein Wunsch dahinter – aber was soll denn sonst geschehen?! Die Lunte glimmt munter vor sich hin… Politiker werden wieder politisch Verfolgte sein.

    Sodann wird unser Finanzminister dieses Vorgehen aufs Schärfste verurteilen… ..tja, und die Troika wird dann wohl eher rein im Exil arbeiten.

    Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
    Cato der Ältere

  • Gast - 14. Februar 2012

    Ungeachtet der Tatsache, dass die unheilvolle Entwicklung eines ungezügelten Kapitalismus dringend international umgekehrt werden muss, so sollte man dennoch unterschiedliche Bereiche in einem großen Problemkomplex von einander trennen.

    Es ist unsachlich und geschichtsvergessen, wenn man Griechenland mit der Weimarer Republik vergleicht!
    Griechenland scheitert an seiner ineffektiven Bürokratie, Klüngelwirtschaft, Steuerhinterziehung, Frühberentung und dem allgemeinen Leben über seinen Verhältnissen.
    Die Weimarer Republik, ein kriegsgebeutelter und von Reparationen belasteter Spielball der Siegermächte ist damit in keiner Weise zu vergleichen!

    Auch ist der wirtschaftliche Kollaps Griechenlands kein unvorhergesehener Schicksalsschlag, sondern, wie an den o.g. Punkten zu erkennen, Folge einer unwirtschaftlichen Lebensweise, die nur durch die aufschiebende Wirkung des Kredits bestand hatte. Ob es moralisch richtig war diese Kredite zu gewähren ist eine andere Frage. Jeder der einen Kredit aufnimmt sollte aber, wie für jede andere Handlung, auch hierfür Verantwortung übernehmen.

    In einer Demokratie haben alle Wahlberechtigten Verantwortung. Sie haben ihre Regierungen gewählt. Wenn jetzt in Griechenland „Die da drinnen“ verflucht werden, dann sollte man sich überlegen, warum man sie jahrelang gewählt hat?!

    Und auch wir sollten uns überlegen, warum in kaum einer der westlichen Demokratien aktuell eine Regierung an der Macht ist, die eine Finanztransaktionssteuer einführen will.

    • Querschuss - 14. Februar 2012

      Hallo Gast,
      die Sparmaßnahmen der Troika werden mit den Brüningschen Sparmaßnahmen verglichen, denn sie führen in die gleiche Abwärtsspirale. Der Vergleich bezieht sich nicht auf die von dir aufgeführte Ausgangssituation von Griechenland und der Weimarer Republik, steht so auch nirgendwo. Der wirtschaftliche Kollaps Griechenlands ist zwar Folge der bisherigen Fehlentwicklungen, wurde aber durch die Sparmaßnahmen der Troika etrem beschleunigt, alles hier dokumentiert, vor allem führen diese Sparmaßnahmen in die Sackgasse, von weniger wirtschaftlicher Aktivität, weniger Steuereinanhmen in Folge noch weitere Sparmaßnahmen, also in eine klasische Abwärtspirale.

      Gruß Steffen

    • Achim Hase - 14. Februar 2012

      Man sollte auch noch bedenken, dass die Summe der Hilfszahlungen bzw. Kredite bereits aktuell astronomisch hoch ist. 130 oder 145 Mrd Euro sind eine gewaltige Summe für ein kleines Land. Es ist selbstverständlich, dass der Hilfsbedürftige alles tun muss, um die Belastung für die Helfenden möglichst gering zu halten. Lassen wir einmal außer Acht, dass der Helfende sich zu einem guten Teil selbst hilft.

      Wenn 145 Mrd bereits als Brüning’sches Todsparen gelten, wie viel Geld braucht es dann für einen keynesianischen Stimulus?

      Es scheint nur wenige in Griechenland zu geben, die einen Bankrott Griechenlands dem Troika-Diktat vorziehen würden. Nur diese zwei Optionen gibt es, der Stimulus ist einfach zu teuer.

      Die Mehrheitsmeinung der europäischen Bürger hierzu kann man als keynesianischer Ökonom ablehnen, aber letztlich werden die Entscheidungen von Repräsentanten des Souveräns getroffen.

      • Querschuss - 14. Februar 2012

        Hallo Achim,
        keynesianischer Stimulus, nee Bailout der Gläubiger, 86% der “Hilfen” sind reine Refinanzierung der bestehenden Schulden, helfen primär den Gläubigern und leisten keinen Stimulus zum Ankurbeln der Wirtschaft, von Jobs und Einkommen und damit auch nicht von Staatseinnahmen. Wenn die bisherigen Hilfen Stimulus gewesen wären, wäre ich ja ein harmloser Kritiker, denn wie können bei soviel Stimuli -7% beim realen BIP in Q4 2011 herausspringen, denke deine Argumentation ist nicht ganz stimmig.

        Erste Schätzung zum realen BIP in Q4 2011 -7%, nominal -6%, jeweils zum Vorjahresquartal!!!
        http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/A0704/PressReleases/A0704_SEL84_DT_QQ_04_2011_01_E_EN.pdf

        Für das Gesamtjahr 2011 real -6,8%, noch schlimmer als selbst hier erwartet mit -6%, nominal nur 215,249 Mrd. Euro BIP, auch nochmals schlechter als meine Negativschätzung von 218 Mrd. Euro für 2011! Habe leider keine Zeit und kann frühestens am Abend etwas dazu schreiben.

        Angesichts der Wirtschaftsdaten und deren desatrösen Ausmaße bleibt es mir weiter ein Rätsel wie die Maßnahmen der Troika schöngeredet werden können, sie sind ursächlich für diesen Einbruch!

        Gruß Steffen

        • Achim Hase - 14. Februar 2012

          Da stimme ich Dir zu Steffen! Die Refinanzierungskosten müssen aber in jedem Fall getragen werden und jeder Stimulus käme noch oben drauf! Wenn Europa das Land Pleite gehen lässt und dann wieder aufbaut, dann landen die Ausfallkosten doch auch wieder beim Steuerzahler über Bankenrekapitalisierung, etc. Mit dieser Rechnung lassen sich die “Hilfen” rechtfertigen.

          Maßnahmen der Troika — die ergeben sich doch aus der notwendigen Schließung des strukturellen Defizits. Griechenland hat nur die Troika zur Finanzierung seines Defizits und dort ist man mit einer bestimmten Summe bereit einzugreifen. Der keynesianische Ansatz hofft nach Einsatz noch größerer Finanzmittel auf ein Wachstum in der Zukunft. Das Problem sind nur die Finanzmittel und der große Unsicherheitsfaktor über die Wirkung. Bleibt der “bewährte” neoliberale IWF-Ansatz.

          Wie soll man denn vermitteln, dass man anstatt 145 Mrd an Krediten sagen wir 300 Mrd braucht? Die Medien müssen doch nur regelmäßig wiederholen, dass die Griechen gegen die Abschaffung des 13. und 14. Monatsgehaltes protestieren und schon ist die Volksmeinung in Europa gefestigt. Das ist ein großes Dilemma.

          • Querschuss - 14. Februar 2012

            Hallo Achim,
            ca. 86% gehen in die Refinanzierung der Altschulden, der Rest in die Finanzierung der aktuellen Defizite aus Leistungsbilanz und Staatshaushalt, nur dieser Rest reflektiert ja schon das Defizit nach den Sparmaßnahmen, welches sich nicht schließen kann, da die Wirtschaft schneller schrumpft als die neue Maßnahmen es ausgleichen können. Ich bin mir sicher ein Defizit von 2011 aus Leistungsbilanz und Staatshaushalt von ca. 47 Mrd. Euro, könnte man auch hinbekommen ohne die brutale Schrumpfung der Wirtschaft in Folge der Sparmaßnahmen und die sozialen Verwerfungen die das auslöst.

            Gruß Steffen

  • gilga - 14. Februar 2012

    Als ich das letzte Mal einen relativ erschöpfenden Vortrag zur Österreichischen Schule gelesen habe, wurde dort das genaue Gegenteil Deines Pamphlets dargelegt.
    Sehr empfehlenswert dazu: Dr. Israel Kirzner “The History of Austrian Economics”
    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=uhdNmHONY-E
    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=tS49-RmZAxk

    Sprich: Es wird betont, dass genau der von Dir (in meinen Augen sehr aufgeregt und nicht unbedingt sehr verständlich/nachvollziehbar) kritisierte Punkt der “Preisfindung” eben NICHT so funktioniert wie man sich das in der klassischen Ökonomie so vorstellt. Es gibt eben ungleiche Informationsverteilung etc und den Gleichgewichtspreis gibt es auch nicht (oder endet der dann immer auf 99?). Das zentrale Problem ist, dass momentan keine Marktbereinigungen erlaubt werden und im Gegenteil Fehlentwicklungen durch die Politik “abgefangen” (Sozialisierung von Verlusten) werden. Dies führt nun dazu, dass kein gesundes Wachstum mehr möglich wird sondern stattdessen die Risiken und damit Fallhöhe im Gesamtsystem immer weiter erhöht wird. Genau das und mehr beschreibt die österr. Schule m.E. nach sehr gut.

    Man kann sich hier nun treffend und lange streiten, was diese Feststellungen/Aussagen (und mehr stellt die österr. Schule NICHT dar!) für eine Marktwirtschaft/Gesellschaft bedeuten, die sich selbst das Prädikat “sozial” verpassen möchte. Was heißt in diesem Fall sozial? Geht es darum, dass niemand verhungern muss und unterstützt wird, wenn er aufgrund solcher Fehlentwicklungen in Probleme kommt (z.B. Arbeitsplatzverlust), bedeutet dies z.B. Finanzierung unwirtschaftlicher Branchen aus übergeordnetem Interesse und wenn ja in welchen Fällen und wo nicht? Das sind die Diskussionen die geführt werden müssten und es sollte auch klar gemacht werden, wie ein solches System in einer globalisierten Welt funktionieren kann.

    Bis diese Diskussion in der Welt nicht geführt wird, wird sich auch nichts wirklich ändern. Aus meiner persönlichen Sicht schließt sich das Zeitfenster innerhalb dessen eine solche Diskussion möglich wäre jedoch momentan sehr schnell. In Ländern wie Dtl. kann man eine solche Diskussion mit einem Großteil der Bevölkerung nicht führen (aus verschiedensten Gründen) während man z.B. in Griechenland momentan mit einer solchen Diskussion m.E. schon wieder vorsichtig sein sollte… die Menschen können gar nicht die notwendige emotionale Distanz zu solchen Themen haben die m.E. nach für eine erfolgreiche Diskussion erforderlich ist.

    • gilga - 14. Februar 2012

      Dies war eine Antwort auf einen Kommentar von Tourist beginnend mit “@ OLOME and friends”

  • Tourist - 14. Februar 2012

    “Es gibt eben ungleiche Informationsverteilung etc und den Gleichgewichtspreis gibt es auch nicht”

    Gilga, wo habe ich denn von ungleicher Informationsverteilung gesprochen? Davon mal abgesehen haben ja die Insitutionenökonomik und neue politische Ökonomie diese Problematik aufgregriffen mit der Zielsetzung, dass trotz aller manglnden Fehlinformationen langfristig der Markt normativ bestand haben kann.

    Diese theoretische Ehrenrettung des Marktmechnamismus muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

    Es gibt in der Realität keine perfekte Informationslage, dass wird eingestanden, trotzdem folgt für Marktradikale die beste Allokation dann ….über wen… wer weiss es… über den Markt! Also trotz falscher Anreize führt der gesamtökomische 100% liberalisierte Markt zu …jetzt kommts insgesamt zu richtigen Anreizen und somit zu einer bestmöglichen Allokation!

    Also aus den Mängeln im Kleinen folgt das Richtige im großen Ganzen!

    Oder um diesen Unsinn weiter zu destilieren:

    Aus 5 faulen Kartoffeln ,folgt leckerer Kartoffelbrei!

    Die Aussage, dass bei fallende Preisen die Produktion abimmt IST TEIL DER MARKTbereiniung, nach klassischen Muster und Teil der östereichischen Denke! Werte Gilga! ^^

    Ich schrieb, um e sdir nochmla ins Gedächnis zu rufen:

    “Ums auf den Punkt zu bringen! Wenn fallende Preise zu mehr Produktion führen, dass zu geringeren Stückkosten und dadurch der Absatz steigt, DANN STIMMT DIE VERDAMMTE THEORIE NICHT; DAS BEI FALLENDEN PREISEN DIE PRODUKTION ABNIMMT!”

    Daraus schließen wir, lieber OLOME, dass die Angebotstheorie ÜBERHAUPT nicht in der Lage ist, das tatsächliche Verhalten von Wirtschaftssubjekten, in diesem Falle von Unternehmen, zu erklären.
    Und wenn die wichtigste Säule der angebotsorientierten Markttheorie der Klassik zusammenbricht, dann kann der Rest ebenso wenig erklären! Begründung: Da die restliche Erklärungsversuche vorausetzen, dass die oben wiederlegte richtig wäre!”

    Aber die Feststellung dieses Fehlers scheint dir ebenso unwichtig zu sein und muss wohl als Verdängungslseitung von Angebotstheoretikern verstanden werden.

    Weiterhin schreibst Du:
    “…wurde dort das genaue Gegenteil Deines Pamphlets dargelegt.”

    Mein Pamplhet:

    “Kurzfassung für Leute, die keine Ahnung haben,was die Östereicher sagen:

    Geldmarkt kann das freie Spiele der Kräfte zwischen Geldangebot und Geldnachfrage nicht entfalten, folglich kann der Geldmarktmechanismus nicht funktionieren, folglich gibts kein gesamtökonomisches Gleichgewicht und das reisst die Welt in Chaos! So simpel und einfach ist die Botschaft dieser Schule!

    Die Östereicher fordern also MEHR MARKT durch Abschaffung der EZB! ”

    Und das soll das Gegenteil sein von dem was die Österreicher fordern?

    Herzlichen Glückwunsch, Gilga dann hast du den Anspruch dieser marktradikalen Kaderschmiede leider nicht verstanden!

    Gruss Tourist

    PS: Zu einer Marktbereinigung theoreteischer Ansprache gehört nachwievor, laut der Angebotstheorie, dass bei fallenden Preisen die Produktion abnimmt! Aber, nachwievor, werte GILGA, verhalten sich Unternehmer in der Realität nunmal anders. Ist das realisiert?

    PPS: Nette Schleichwerbung der Österreicher betreibst du da^^ Das macht mir Sorgen, da du offensichtlich jemanden bewirbst dessen Ansprüche du nicht begriffen hast!

    PPPS: So kann man keine sachliche Diskussion führen, werte Gilga!

    • gilga - 14. Februar 2012

      Zunächst: DIE österreich. Schule gibt es so nicht (wie ja im Vortrag klar wird). Es hat eine Entwicklung stattgefunden! Ich gebe zu, ich befinde mich hier noch am Anfang des Prozesses des “verstehens” der verschiedenen Theorien. Aber soviel habe ich verstanden (genauso das man vorsichtig damit sein sollte ein Model/Theorie bzw. die eigene Interpretation derselben als die einzig wahre zu betrachten)!

      Nur mal einen der Punkte rausgegriffen, da er direkt im Vortrag von Herrn Kirzner kommt: Er beschreibt doch ziemlich genau, dass die österr. Schule den wichtigen Schritt vollzogen hat, dass der Preis eben KEINE reine Funktion aus Angebot und Nachfrage (genauer, das eben nicht gilt: aus Angebot wird Nachfrage und ein Preis setzt sich aus den zur Stillung der Nachfrage notwendigen Investitionen, z.B. Rohstoffe, zusammen) darstellt. Es gibt noch viele weitere (ungleiche Informationsverteilung ist eine davon) Punkte die es zu beachten gilt. Insofern sehe ich in der österr. Schule keinen Widerspruch sondern eher genau eine Bestätigung einiger der von dir genannten Punkte.

      Es wird zudem nirgendwo etwas “gefordert” sondern lediglich ein Zustand analysiert und ein Modell erarbeitet, welches Vorgänge in einem existierenden System beschreiben/erklären soll. Was man daraus macht, siehe Ende meines Einwurfs, ist NICHT Gegenstand der Diskussion/Theorie sondern eher eine gesellschaftspolitische Aufgabe (die physikalischen Gesetze/Kräfte beim Aufprall eines Autos auf eine Wand sind die Folgenden… => was der Autohersteller daraus beim Versuch das Auto in dieser Situation sicher zu machen folgert ist sein Bier).

      Irgendwo bin ich es satt das man Menschen als “Marktradikale” hinstellt, die einfach nur die Aussage treffen das ein Scheitern möglich sein muss. Die Frage die wir uns stellen sollten ist, wie wir damit in einer sozialen Gemeinschaft umgehen (wo helfen wir, wo ziehen wir Grenzen). Die österr. erklären für mich ziemlich schlüssig, wo welche Probleme entstehen, wenn der Staat eingreift. Das kann genau für diese Entscheidungen ein wichtiger Indikator sein, muss doch aber nicht zwingend nur eine Folgerung/Lösung (und zwar die von Dir dargestellte) zulassen.

      • Tourist - 14. Februar 2012

        @Olomo, GILGA and Marktfreinds
        Da steht:
        “Es wird zudem nirgendwo etwas “gefordert” sondern lediglich ein Zustand analysiert und ein Modell erarbeitet, welches Vorgänge in einem existierenden System beschreiben/erklären soll.”

        Eben und das tut es falsch, mehr sage ich gar nicht. Den Rest deines Vowurfes, was du satt hast und was nicht, ist mir eigentlich egal. Und der Markt- Sozialdiskursklimbim ebenso!

        Hier geht es mir nur um eins.

        Es wird hier ein Modell verteidigt, dass nichts erklärt in der Realität und zugleich soll bzw. wird dieses Modell als wirtschaftspolitische Grundordnung herangezogen. Mit diesem Modell wird sogar alles verteidigt, was an Politken durchgeboxt wird. Sogar Moral wird damit gepredigt! Sogar der ruinöse Untergang von Menschen wird gerechtfertigt und eingeklagt! Als Verlierer und Teil des ach so tollen Reinigungsprozess mit der vermeintlich besten Allokation sollen sie sich dem unmürrisch einfügen! Dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

        Das einzige, was ich an dieser Stelle dazu sage – liebe(r)?) Gilga – ist, dass so eine Vorgehenswiese unvernünftig und Irrsinnn ist!

        Und meine Empörung resultiert aus der schlichten Tatsache, das manche unbelehrbaren Menschen nach xter Widerlegung diese falschen Annahmen, die dieses irrsinnige Marktmodell hergibt nachwievor an diesen Annahmen festhalten.

        Und das nenne ich marktradikal. An etwas festhalten, was nicht existiert.
        Dass wäre mir ja im Prinzip egal, wenn nicht solche irrgelehrten Leute auch noch politische Massnahmen entscheiden und einfordern und damit die Welt gestalten. Ich hätte garnichts dagegen, wenn das Marktmodell auch das halten koennte, was es an Ansprüchen behauptet! Beste Alloaktion, Superanreizsystem, beste Abstimmung zischen Ressorcen und Befriedigung und bla bla bla!

        Dein netter Dozent, der da Entwicklungen für eine theoretische Anschauung formuliert – das gilt für jede theoretische Schule! Also ist der Hinweis total für die Wutz. Entscheidend ist, was die geschlossen fordern! Und das ist die totale MARKTliberalisierung und Abschaffnug der Zentralbanken!

        Und warum fordern sie das?? Weil sie glauben, dass der Makt Bereinigungen durchführt nach dem Muster: Wenn die Preise fallen, dann nimmt die Produktion ab! Oder auch mit Sätzen wie: Bei steigenden Preisen nimmt grundsätzlich die Menge der konsumierten Güter ab!

        Was ist das eigentlich für ein Quatsch?

        Wenn du bspw. ein Haus hast und du heizen musst, da kannst du bei steigenden Preise garnicht weniger Öl kaufen, sondern muss Öl im Tank haben! Sonst geht dein Haus in die Fritten! Wenn du dann auch noch längere Kälteperioden hast, dann bleibt dir garnichts übrig bei steigenden Ölpreisen mehr Liter Öl zu kaufen! Nur mal als ein Beispiel! Was hat das mit dem Irrlehre – Bei steigenden Preisen wird weniger konsumiert – zu tun! Nix!

        Der Aktienkurs steigt! Laut Markttheorie muessten dann weniger Aktien gekauft werden! Das Gegenteil ist der Fall.. Bei steigenden Kurse kaufen die Leute wie bekloppt nach! Wie bei Staatsanleihen!

        Du bietest Arbeitsksraft an. Der Preis für Arbeit sinkt. Laut Theorie muesste jetzt weniger Stunden gearbeitet werden! Das Gegenteil ist emprisch der Fall! Umso so ärmer die Leute sind, um so mehr Stunden muessen sie arbeiten gehen!

        Tolle Bereinigungen finden so statt.. hm ja ne is klar.. Tolle Allokation… ja ja !

        Findest du das nicht ZUMINDEST ein bisschen fragwürdig an so einem Modell festzuhalten und Wirtschaftspolitk danach einzufordern??

        Tourist

        • gilga - 14. Februar 2012

          Zum letzten Mal: Die von Dir dargestellten/kritisierten Sachverhalte sind mir(!) bisher(!) nirgendwo(!) bei der Auseinandersetzung mit der österr. Schule in der von dir dargstellten Form begegnet. Ganz im Gegenteil. Genau diese Sachverhalte wurden kritisiert und analysiert (z.B. gibt es genau 2 Punkte im Video die exakt diese Sachverhalte ansprechen… mal anschaun auch wenn einiges zugegebenermaßen relativ lahm gemacht ist). Das was Du(!) in Deinen Beiträgen als Marktheorie/Allokation mit der österr. Schule gleichsetzt ist in meiner Wahrnehmung in jedem Vortrag/Material zur österr. Schule bisher genau gegenteilig dargelegt. Auch im Video gibt es da zwei sehr schöne Beispiele. Der Preis für ein gut wird bezahlt wenn es benötigt wird und die Mittel dazu vorhanden sind (siehe Video). Wie sich der Komsum von Gütern ändert wenn der Preis sich ändert ist nicht vorhersagbar (ebenfalls siehe Video; er malt da eine schöne Grafik; eigentlich genau Dein Beispiel). Der Punkt um den es geht ist: Der Markt ist nicht perfekt, aber wenn sich staatliche Stellen bzw. die Politik einmischt um z.B. notwendige Marktbereinigungen zu verhindern wird das ohnehin fragile/chaotische System nicht etwa stabiler sondern noch risikoreicher.

          Das BWL etc. so wie es bei uns gelehrt weltfremder Müll (Markttheorie) ist… nun dem kann man in der Regel (jedoch nicht immer) zustimmen. Hier sind wir wrsl. der gleichen Meinung.

          Und ja: Ich fordere das ein Markt das sein darf was er sein muss. Ein freier offener Markt. Das Gegenteil hab ich auch schon gesehen und funktionierte im Vergleich extremst schlecht (ist ja noch nicht wirklich lange her, oder?). Ich sage nur das der entscheidende Punkt ist, wo wir hier eine Grenze ziehen. Wo darf der Markt im obigen Sinne (mit gutem Grund) freier Markt sein und wo (mit ebenfalls gutem Grund) nicht oder nur eingeschränkt. Das ist der Fehler den die meisten Menschen machen die mit Worten wie “Marktradikal” um sich werfen. Man erkennt nicht das man selbst hier der Radikale ist, indem man nicht anerkennt das nicht nur schwarz und weiß sondern auch grau gibt. Das was Du als Markt- Sozialdiskursklimbim abtust ist für mich der entscheidende Punkt auf den es ankommt. Und ich denke daher haben wir hier ein Problem… ;-) Wir müssen darüber diskutieren welches grau wir warum wollen.

          • Tourist - 14. Februar 2012

            “Die von Dir dargestellten/kritisierten Sachverhalte sind mir(!) bisher(!) nirgendwo(!) bei der Auseinandersetzung mit der österr. Schule in der von dir dargstellten Form begegnet. Ganz im Gegenteil.”
            Offensichtlich kennst du diese Schule nicht!

            Uns das die meine Darstellungsform nicht übnernehmen, kann ich mir guuut vorstellen! Dir ist schon klar, das die Östereicher bei den Klassikern ansetzen, also vor Keynes Erkenntnisstand zurückfallen und die Lehrmeinungen, die ich dir dargelegt habe, dort gelten? Das ist der Grund, warum sie auf Milton Friedman rumhacken und seine Forderung der Geldstereung als Sozialismus bezeichnen! Warum? Weil sie denken, dass die Geldnachfrage und das Geldangebot sich nicht einpendeln kann über den Makrtmechanismus! Geldnachfrag und Geldabngeobt setzen aber MEnge voraus UND …gaaanz entscheidend…einen Preis! Und wie beschreiben sie die Funktionsweise dieses Mechanismus? Hm???…

            Hast du vorhin nicht gesagt es gäbe gar keine österr. Schule?

            gilga:
            “DIE österreich. Schule gibt es so nicht”

            Okay, du hast dich gerade selbst disqualifiziert! Fast erscheint es, du trollst dich hier nur rum!

            Und machst hier unbegründete Werbung!

            bye bye

            Hast ja jetzt Werbung gemacht und ich habe dargelegt, das das Produkt nicht bekömmlich ist!

            Lassen wir als mal die Diskussion abklingen mit deinen Worten:

            “Der Punkt um den es geht ist: Der Markt ist nicht perfekt, (!) aber wenn sich staatliche Stellen bzw. die Politik einmischt um z.B. notwendige (!) Marktbereinigungen(!) zu verhindern (!) wird das ohnehin (!) fragile/chaotische System (!) nicht etwa stabiler sondern noch risikoreicher.”

            Hallejulia: Ich frag mich immer noch, wie die Funktionsweise der BEREINIGUNG vorsich geht, wenn nicht die Angebotsmenge und die Nachfragemenge mithilfe eines Preises sich in den Zustand der Reinheit versetzen!^^ Wo ist denn dieser Reinheitszustand hm…?

            Manche nennen es ..aber…pssst nicht weitersagen, die Kollegen von heute nennen es…MARKTGLEICHGEWICHT!

            PS: Die Marktbereinigung funktioniert nur, laut Klassik über Preismengenverhältnisse und die Axiomatik des (irrsinnigen) Grenutzens brauchst du noch nicht mal zu analysieren bzw. aufzuführen, um zu wissen, dass aus fallenden Preisen keine geringere Produktion folgt und somit REAL nie eine Marktbereinigung stattfinden kann!

            Und dazu braucht du noch nicht mal den ollen Staat.

            Der Markt schaffts von ganz allein sich nicht zu bereinigen! Und das haben nicht mal die Klassiker gerafft! Aber psssssst…

          • gilga - 14. Februar 2012

            Nun ich habe gesagt das es DIE (eine) österr. Schule nicht gibt, sondern das es zahlreiche Vertreter dieser Schule gibt, eine Entwicklung stattgefunden hat und es hier sicher auch keine einzige Wahrheit gibt.

            Das ich nicht alle Aspekte der österr. Schule kenne habe ich gleich eingangs klargemacht oder etwa nicht? Es wäre aber schön, wenn Du Deine Behauptungen auch mal mit Zitaten etc. unterlegen könntest. Ich habe ja aufgezeigt woher ich u.A. meine aktuellen Kenntnisstand/Aussagen dazu ziehe. Wo sind Deine Belege? Ich bin ja bereit und willig (und wie gleich eingangs auch erwähnt) mich fortzubilden.

            Ein Marktgleichgewicht kann es m.E. nach nicht geben denn nichts ist statisch und außerdem müsste dazu z.B. bei allen Beteiligten der gleiche Informationsstand etc. vorherrschen und keinerlei Entwicklung stattfinden. Das geht logischerweise nicht (und genau das hat Herr Kirzner im Video doch klar gemacht, oder nicht?).

            Mit Marktbereinigung ist nicht der Preis irgendeines Produktes oder die Bereinigung eines Warenangebotes gemeint, sondern das z.B. Anbieter (oder auch die Anleihen von Staaten etc.) vom Markt verschwinden und entsprechende Verluste (z.B. der Anleger) dann auch tatsächlich realisiert werden. Ob da wirklich eine Änderung einer Angebotsmenge stattfindet oder sich Preisgefüge verschieben steht dabei doch auf einem anderen Blatt.

            Um ehrlich zu sein verstehe ich viele Deiner Ausführungen nicht wirklich bzw. empfinde sie als extrem emotional statt faktengetrieben. Die gegebenen Beispiele stehen nicht zu dem im Widerspruch was ich bisher gelesen und für mich auf meinem aktuellen Kenntnisstand akzeptiert habe:

            z.B.
            “Das ist der Grund, warum sie auf Milton Friedman rumhacken und seine Forderung der Geldstereung als Sozialismus bezeichnen! Warum? Weil sie denken, dass die Geldnachfrage und das Geldangebot sich nicht einpendeln kann über den Makrtmechanismus!”
            Ja, ich bezweifle das irgendein Zentralorgan die macht zur Schaffung von Geld aus dem Nichts (sei es eine Zentralbank oder über das fraktionale System) besitzen sollte um manipulativ in natürliche Prozesse einzugreifen. Und vor allem befürchte ich die Konsequenzen dessen was Du hier als “Einpendelprozess” (und ich dich hier richtig verstehe) bezeichnest. Schießlich geht es hier um die Einheit in der die Speicherung meiner(und aller anderen “Sparer”) in der Vergangenheit geleisteten Arbeit stattfindet. Ich kann mir schon vorstellen wohin dieses Pendel in der Regel ausschlagen wird und welche Interessen es dabei vertritt.

            oder

            “PS: Die Marktbereinigung funktioniert nur, laut Klassik über Preismengenverhältnisse und die Axiomatik des (irrsinnigen) Grenutzens brauchst du noch nicht mal zu analysieren bzw. aufzuführen, um zu wissen, dass aus fallenden Preisen keine geringere Produktion folgt und somit REAL nie eine Marktbereinigung stattfinden kann!”
            Abgesehen davon das es sich für mich schwierig ist diesen nicht wohlgeformten dt. Satz nachzuvollziehen (irgendwo was vergessen?) Wo willst Du damit hin? Wer behauptet wo das aus fallenden Preisen eine geringere Produktion folgt? Und was hat dies zwingen mit einer Marktbereinigung zu tun? Ggf. besteht ein Zusammenhang, aber zwingend als Gesetzmäßigkteit? Wenn ja wo wurde dies formuliert und wie begründet?

  • T.o.J. - 14. Februar 2012

    Wenn in GR ca. 30 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben wie wird es bei uns hier in 2-3 Jahren aussehen???

    Durch einen griechischen Freund habe ich ein paar Auszüge aus einem Buch bekommen das von einem griechischen Ökonomen 1952 geschrieben worden ist und dort wird genau unsere heutige Situation (Finanzkrise) mit Namen der betroffenen Länder beschrieben sein name ist Isidoros Bosdgolis oder so ähnlich…..wie konnte jemand überhaupt vor 60 Jaheren ahnen das wir in diese Situation kommen werden….oder ist alles schon damals geplant gewesen????

  • schneider - 14. Februar 2012

    “Angesichts der Wirtschaftsdaten und deren desatrösen Ausmaße bleibt es mir weiter ein Rätsel wie die Maßnahmen der Troika schöngeredet werden können, sie sind ursächlich für diesen Einbruch!”

    -mir ist ein rätsel wie sie darauf kommen. hier wird ursache und wirkung vertauscht.
    -gleichen lebensstandard wie in d fordern aber nicht mal 30% leistung bringen nennen sie kaputtsparen
    -ihnen steht es frei gutes eigenes geld schlechten hinterher zu werfen.
    -schon 2007 standen die haushalte in gr. bei -370 mrd €

    • Querschuss - 14. Februar 2012

      Hallo Schneider,
      wo fordere ich gleichen Lebenstsandard wie in Deutschland? Ich stelle nur fest, anhand von Wirtschaftsdaten, dass unzweifelhaft die Sparmaßnahmen die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht förden, sondern zu einem weiteren Absinken der wirtschaftlichen Aktivität führen. Nur Ignoranten würden dies bestreiten. Wenn in einer unterentwickelten Volkswirtschaft in Folge der Austeritätsmaßnahmen der Output der Industrie um -32,01% einbricht, läuft was falsch, gerade wenn die Erkenntnis ist, dass die mangelnde Leistungsfähigkeit der Wirtschaft Griechenlands das Hauptproblem ist. Je geringer die Wertschöpfung umso wahrscheinlicher der Zahlungsausfall Griechenlands.

      Gruß Steffen

  • ö.ä. - 14. Februar 2012

    “Habe selbst vor kurzer Zeit eine Präsentation zur Geldschöpfung in der Uni gehalten und war erschrocken wie viele gut gebildete Menschen es als normal und fair betrachteten, dass Banken das Geld vom Staat (uns) für 1% leihen (es uns also aus der rechten Hosentasche ziehen) und uns dann wieder für 4-10% in die rechte Hosentasche stecken. Sie fanden es auch normal und fair, dass ein Mensch enteignet werden kann, wenn er jemandem dem das Geld fast geschenkt wurde (der Bank), die Hypothek nicht mehr bedienen kann. Ja, Grundbedürfnisse decken (Wohnung) ist ja schliesslich persönlicher Luxus. Verlorene Menschlichkeit!!!! Ein Vaterland sollte die Grundbedürfnisse seiner Kinder (Bewohner) decken und nicht diese entziehen! Ebenso auf europäischer Ebene, wenn man die Familie denn schon per Adoption erweitert hat.”

    Ich glaub Du kannst Dir den Mund fusselig reden, es wird kaum was ändern, was wirkt ist vorzuleben, dass es auch anders geht. Die Menschen sind unter diesen Rahmenbedingungen sozialisiert, sie haben diese “Werte” verinnerlicht.
    Das Bildungssystem funktioniert nach den gleichen Regeln: nicht jeder, der dafür geeignet ist, darf den Beruf ergreifen, den er möchte, sondern der, der den Zettel hat, wo drauf steht, dass er das darf. Es wird suggeriert, dass das ein fairer Wettbewerb sei, was nicht stimmt. Nicht jeder hat die gleichen Startbedingungen im Leben und die Schule, die Ausbildungsstätte, die Uni, all diese Ort, dienen nur einem Zweck, nämlich den “Überschuss” auszusortieren (nicht falsch verstehen, ich bin schon froh, dass z.B. nicht jeder Arzt werden kann, der sich dafür berufen fühlt, sondern, aber nicht geeignet ist). Die Gesellschaft ist in all ihren Teilbereichen einfach zu tief durchdrungen vom Wettbewerbs- und Leistungsgedanken, als dass “abstrakte” Worte genügend Überzeugungskraft besäßen, die internalisierten “Werte” und “Normen” und somit das eigene Handeln infrage zu stellen.

    Und zu dem Punkt mit der “Adoption”, wer sagt denn, dass Rohstoffe einem Land gehören? Es gab mal einen Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte, da hat jedem alles gehört, Ländergrenzen sind eine Erfindung des Menschen, um bestimmten Gruppen Vorteile zu verschaffen, indem andere Gruppen ausgeschlossen werden.

    • ö.ä. - 14. Februar 2012

      edit: Und gerade die Gebildeten partizipieren ja an den jetzigen Verhältnissen, man sägt sich doch nicht den Ast ab, auf dem man sitzt.

      • Holly01 - 14. Februar 2012

        ” edit: Und gerade die Gebildeten partizipieren ja an den jetzigen Verhältnissen, man sägt sich doch nicht den Ast ab, auf dem man sitzt. ”
        edit, edit : Ich denke wer eine ehrliche Rechnung macht, bei der ein Handwerker mit 17 eine Ausbildung anfängt und bis 67 arbeitet, kommt zu dem Schluß, das ein Studium nonsens ist.
        Eine Anwältin erhält in Deutschland im 2. Jahr in einer Kanzlei im Durchschnitt 45.000 brutto. Die hat der Handwerker auch. Der Handwerker mag einem höherem körperlichen Verschleiss unterliegen, aber die Anwältin reibt sich an ihren Kunden auf und investiert pro Woche lockere 10h mehr ihrer Zeit, dafür benötigt sie auch noch Kleidung und Fahrzeug (angemessen)
        Studium ist kein Heilsbringer, Studium ist das Mittelmaß von Heute und Handwerker ( zumal gute) sind Mangelware.
        Die Arbeitslosigkeit droht mE beiden, aber der Handwerker hat -50- Berufsjahre und viel weniger wirtschaftliche Riskiken unterwegs zu tragen.

        • ö.ä. - 14. Februar 2012

          Ich fänd es nicht schlimm, wenn jeder Beruf gleich vergütet werden würde. Aber hier ist der Beruf gleichzeitig maßgebend für den Status.

  • leslie - 14. Februar 2012

    Oha,ich vergaß…

    http://www.yoice.net/blog/wp-content/gallery/kapitalismus/bankenrettung.jpg

    Sind ja die umliegenden Gebäude die in Flammen stehen.

    Dann vertreibt endlich die Geldwechsler aus den Tempeln.

    Mfg

  • Gast - 14. Februar 2012

    Zunächst vielen Dank für deine Antwort!

    Du hast recht, wenn du Aufzeigst, dass die Sparmaßnahmen in beiden Fällen (Griechenland/Weimarer Republik) in eine Abwärtsspirale führen.
    Worauf ich hinaus wollte ist der unterschiedliche Ursprung und das unterschiedliche Ziel der beiden Ereignisse.

    In der Weimarer Republik wurde einem Besiegten kontinuierlich die Lebensgrundlage entzogen, um ihn „klein“ zu halten.

    Bei Griechenland fordern Gläubiger von einem Schuldner maximale Sparanstrengungen um seine Schulden zu tilgen. Im normalen Leben würde dies auch in gewisser Weise funktionieren. Denn entweder schafft der Schuldner es, seine Kredite zu bezahlen, so kommt er mit einem blauen Auge davon, oder er schafft es nicht und es erfolgt die Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen!!!

    Hier ist die Krux, denn im Falle Griechenlands würde das eine Vollstreckung in den Staatsbesitz eines souveränen Staates bedeuten. Dies ist nicht möglich.
    Würde man nun Griechenland einfach schnell bankrott gehen lassen, dann wären die Griechen ganz einfach und schmerzlos ihre Schulden los. Der Erziehungseffekt wäre gleich null.

    Ich denke dies ist das Ziel der Troika: Einen Staatsbankrott nicht als probates Mittel für Länder erscheinen zu lassen die auf Kosten der anderen Länder auf großem Fuß leben und dann die Rechnung nicht bezahlen wollen.

  • der Bauer vom Hunsrück - 14. Februar 2012

    @ Steffen, Dein blog wird innerhalb kurzer Zeit immer besser. Deine Mitkomentatoren und Du, ihr lauft zur Hochform auf. Ob das die Wut auf die Aktualität ist?

    Dein Beitrag Schande pur verlockt ja viele zu Komentaren, sehr kontrovers, ausgezeichnet, macht Freude zu lesen, weiter so!

    Gestern hatte ich wieder mal ein Erlebnis der besonderen Art, ich war auf einer Infoveranstaltung des Landes RLP, bei der es um die EInrichtung eines Nationalparks geht. Veranstaltungsort und Publikum stark “Sägewerklastig”. Es war sehr interessant für mich, zu erleben, wie Unternehmer ihre Lobbyarbeit gestalten und wie die Mitarbeiter sich einspannen lassen. Faktisch geht es um einen Holzverlust von 5 % der Sägekapazität in der Größenordnung von 5 M€/a EK-Volumen. Die 3 mittelständischen Unternehmen haben wahrhaft alles aufgefahren – analog einer Demo – was ging. Trucks mit Bannern wie “Brennholz statt Totholz”, die Belegschaften in Shirts mit entsprechenden Aufdrucken, freigestellt und bezahlt, mit Fackeln ein Spalier bildend. Imposant bar jeder Verhältnismäßigkeit. Bereits der Beginn einer Idee wird mit monströser Gegenkampagne versucht zu ertränken mit/durch Lobbyismus – wow!
    In einigen Gesprächen mit “abkommandierten” Mitarbeitern gewann ich den Eindruck, dass diese vollständig von ihren Arbeitgebern indoktriniert zu sein schienen. Die Antworten waren stets, es geht um meinen Arbeitsplatz, mein Unternehmen, meine Zukunft…..ohne jeden Bezug zu Realität, eben die o. g. 5 % der Sägekapazität, die durch den NP ausfallen würde. Hysterie wegen einer “Standardabweichung von 1s”.
    Solchen Menschen kann man m. E. nicht mit Blogs und Inhalten wie hier kommen, wie einige Komentatoren meinen mit “informiert euer Umfeld”. Das Umfeld ist so in seiner Welt gefangen und dermaßen kurzsichtig, dass die nur mit der kaputten Feder im Bett oder der Couch von dem/derselben auf die Strasse zu bringen sind. Selbst eine explodierende Atombombe im Nachbarort, würde sie nicht dazu bewegen, ihre Sachen zu packen und zu flüchten – wohin auch. Sie würden ihrer Arbeit nachgehen, egal was passiert.

    Leider mache ich diese Erfahrung meistens seitdem ich mit wachen Augen durch die Lande gehe. Die Welt des kleinen Mannes besteht aus von außen gestifteter Egozentrik. Drumherum ist ein Gazevorhang, der die feindliche Welt zwar sichtbar aber draußen hält. Wie soll man das aufklären und Empörung oder gar Zorn gegen die Zerstörung menschlicher Grundwerte erzeugen? Das geht nicht.

  • Hayek2 - 14. Februar 2012

    Kann/koennte man das den Deutschen zutrauen. Einem Westerwelle, Wulff oder einer Merkel?

    Wegaetzen und drucken….die Deutschen am Druecker? Oder nur eine Falle fuer die Deutschen?

    ‘While Greece burnt, and the Parliament of the Hellenic Republic was insincerely accepting impossible conditions for implementing yet another unworkable fiscal adjustment plan, the buzz in Frankfurt’s financial district was an exciting, fresh German Plan A.[1]

    For the first time in two years, since the euro Crisis began, Germany’s captains of finance could be seen to have re-discovered a spring in their step. The new optimism stems from a new Plan which is predicated upon a long delayed recognition and two strategic choices:

    Weiterlesen….

    http://yanisvaroufakis.eu/2012/02/14/cauterise-and-print-germanys-newest-plan-a-cauterise-and-print-germanys-newest-plan-a/

  • jharren - 14. Februar 2012

    “Ist inzwischen leider nicht nur mehr eine Frage des Wollens.

    Die Griechen allgemein können wohl nicht sparen, konnten es vermutlich noch nie, wenn man die Historie betrachtet. Staatsbankrott gehört fast schon zur Normalität. Man lebt eben gerne und unter gut leben versteht man heutzutage konsumieren.

    Die Griechen, die mittlerweile aus Erfahrung zur Einsicht gekommen sind, dass es gut gewesen wäre in der Vergangenheit etwas zu sparen, gehören mittlerweile zu den Verlierern der Gesellschaft. Für sie kommt die Einsicht zu spät.

    Die Griechen, die dennoch etwas auf der hohen Kante haben, haben es vorausschauend vor dem staatlichen Zugriff in Sicherheit gebracht. Solidarität fordert man lieber vom großen, bösen Zahlmeister.

    Die Griechen als Wirtschaftsbosse haben fleißig ihre Unternehmen ins Ausland verlagert oder den Strukturwandel verschlafen. Vielleicht haben ihnen aber auch Bürokratie und Korruption das Genick gebrochen.

    Die Griechen in der Politik fühlten sich eingeladen ihre eigenen Pfründe überdimensional auszuweiten, denn man hatte ja eine unglaublich blauäugige Melkkuh EU. Siehe griechische Politikergehälter oder – unglaublich aber wahr – siehe Finanzwetten auf den eigenen Staatsbankrott durch die Familie des ehemaligen Premiers.

    Man labte sich gerne am süßen Gift Subvention. Von 1981 bis 1990 erhielt Griechenland netto 13,3 Mrd € und von 1991 bis 2008 netto 75,4 Mrd €, nur das weitaus größere Spanien erhielt mehr.

    Die einmalige und unwiederbringliche Chance (seit dem EU-Beitritt im Jahre 1981 und seit dem durch Täuschung erschlichenen Euro-Beitritt in 2001), die ganzen geschenkten und anderswo hart erarbeiteten EU-Milliarden zu verwenden um sich strukturell für schlechtere Zeiten besser aufzustellen, wurde schlichtweg verjuxt. ”

    james griechen bond

    • Querschuss - 14. Februar 2012

      Hallo jharren,
      “Die Griechen allgemein können wohl nicht sparen, konnten es vermutlich noch nie……” Was für eine ätzende selbstgerechte Sichtweise, sinkender Konsum und sinkende Arbeitnehmerentgelte in Griechenland sind was, Zeichen davon das sie nicht sparen? Was würde in Deutschland eine sinkende nominale Summe von -20% bei den Arbeitnehmerentgelten auslösen, übrigens ein Äquivalent von 300 Mrd. Euro – eine Depression!

      Gruß Steffen

  • jharren - 14. Februar 2012

    ja aber doch nur weil es schon ausgegeben wurde…verstehen sie? es ist weg, verschleudert.
    die zahlen jetzt ab was schon ausgegeben. sparen war also gestern, wurde aber nicht gemacht. was ist daran selbstgerecht?

  • jharren - 14. Februar 2012

    hast bestimmt auch schon gelesen:

    Lagebeurteilung des griechischen Wirtschaftsminsters Michalis Chrysochoidis:

    Über zwei Jahrzehnte hinweg haben wir unsere Produktionsbasis, unsere Industrie und damit unsere Exportmöglichkeiten zerstört. Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts, nach dem Beitritt zur Eurozone, kam hinzu, dass wir uns zu geringen Zinsen Geld leihen konnten und das auch im Übermaß getan haben. So wurden wir ein Land des Imports. Die Grundrichtung war falsch, weil die politische Führung des Landes nicht verstand, wohin sie führen muss.(…)

    Während wir mit der einen Hand das Geld der EU nahmen, haben wir es nicht mit der anderen Hand in neue und wettbewerbsfähige Technologien investiert. Alles ging in den Konsum. Das Ergebnis war, dass jene, die etwas produzierten, ihre Betriebe schlossen und Importfirmen gründeten, weil sich damit mehr verdienen ließ. Das ist das eigentliche Desaster dieses Landes

    faz am 8.2.12

    • Querschuss - 14. Februar 2012

      Hallo jharren,
      meine Rede! Es wurde konsumiert statt investiert und das Hauptproblem ist die unterentwickelte Industrie. Nur nicht nur die politische Führung Griechenlands hat es nicht verstanden auch die Kreditgeber nicht und bis heute die Troika nicht, sonst würde die Art der gewählten Sparmaßnahmen nicht immer weiter in einem Absturz der industriellen Wertschöpfung münden.

      Gruß Steffen

  • Tourist - 14. Februar 2012

    @gilga

    “Wer behauptet wo das aus fallenden Preisen eine geringere Produktion folgt?”

    Michael S.

    Der nette Sidekick von deiner geistigen Zunft, weiter oben!

    Der, der mir sagt, ich habe die sachliche Ebene verlassen! Der sagt witzigerweise sogar, das wäre empirisch belegt :)

    Der ist bestimmt kein Anhänger von Hayek oder der österreichischen Schule ;)

    Aber ich lass jetzt mal ab von dir, weil das zu nichts führt! Mit Ideologen kann nicht argumentieren und Troller verfolgen ja bekanntlich ganz andere Zwecke!

    Du kannst dir ja mal die Mühe machen uns zu zeigen,wie nach deiner Interpretationsweise der Markt funktiniert! ^^ Das zu lesen, da freue ich mich drauf! Das wird ein Fest mit all deinen sprachlichen Relativierungen der Merkmale der klassischen Funktionsweise des Marktes!

    Ein Markt der bereinigt, aber keine Mitte hat, und kein … gaanz wichtig …Gleichgewicht! Die Bereinigung schwimmt ja nur irgendwo drumherum! Ja nur was ist das denn? Ein Markt, der vermeintlich ohne Mengenveränderungen, Knappheiten und Preisen daherkommt, aber irgenwie sich trotzdem bereinigt!

    Der Markt leistet garnichts richtig, aber wir brauchen den Markt! ^^ Oh man…hups, das war unsachlich! Ja war es!

    Viel Spass bei der Beschreibung!

    Tschö gilga

    • gilga - 14. Februar 2012

      Schade das wir es dabei belassen müssen. Aber schaun wir was die Zukunft bringt. Es bleibt weiter spannend! ;-)

  • Art Vanderley - 14. Februar 2012

    Möglicherweise gab es technische Probleme , wahrscheinlicher ist , daß mein Kommentar der Moderation mißfiel , wobei es dann souveräner wäre , dies auch zu begründen , ansonsten muß wohl davon ausgegangen werden , daß an dieser Stelle eine gewisse Selbstverliebtheit vorherrscht.
    Daher nochmal:

    Angesichts der Tatsache , daß die aktuelle Politik in letzter Konsequenz zum Zusamenbruch führt und es dann auch für die Finanzmärkte nichts mehr zu erben gibt, habe ich die These in den Raum gestellt, daß vielleicht auch psychologische Motivationen eine Rolle spielen könnten , konkret ein gewisser Spaß daran , Menschen immer weiter nach unten zu drücken.

    Linksdenkende Menschen halten sich manchmal für besonders intellektuell , wenn sie ihrerseits Gedankengänge ausschließen , die nicht in ihr Weltbild passen und merken dann gar nicht , daß sie sich nicht anders verhalten als die Vertreter der von ihnen selber so heftig kritisierten Vertreter der berühmten “Alternativlosigkeiten”.

    Was im Übrigen einer der Gründe ist , warum man die politische Linke so leicht an die Wand drücken kann, seitens der etablierten Politik.

    • Querschuss - 14. Februar 2012

      Hallo Art Vanderley,
      nein mißfiel mir nicht, ich habe keinen gesehen. Jeder der hier als Neuer einen Kommentar absendet muss einmal freigeschaltet werden. Dies geht auch nicht anders, da täglich 100 bis 200 lästige Spamkommentare mit Werbung von Amis, Polen, Russen eingehen und die sonst den Kommentarbereich zumüllen würden. Ist eine lästige Arbeit, neue Kommentatoren freizuschalten und den “Rest” in den Spamordner zu schicken. Wenn dabei ausversehen mal von mir ein Kommentar mit in die Spamkiste geschickt worden sein sollte, so ist dies bestimmt keine Absicht.

      Kommentare mit vielen Links, auch von Kommentatoren die bereits freigeschaltet wurden, müssen ebenfalls separat freigeschaltet werden.

      Gruß Steffen

  • Adept - 14. Februar 2012

    Es war ein Basketballspiel und kein Fußball – warum ich das einwerfe:
    Es geht um Unterhaltung pur für die Politfreaks.
    Die gleiche Mischpoke konnte leicht bestochen werden, um die Staatsschulden für Griechenland zu erhöhen.
    Einer der Retter, der Finanzminister Griechenlands, ist derselbe, der vor Jahren die
    unbezahlba(h)ren Gelder gebilligt hat.
    Griechenland ist mausetod als Finanzplatz – zu bestechlich.

    Auf dem Platz stehen zwei Mannschaften – und zum Schluß bezahlt….Deutschland.
    And the Winner is — the finance mafia, the bank cartell.

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