Spanien: Immobilienpreise mit einer Rekordrate von -12,5% abwärts

von am 11. Mai 2012 in Allgemein

Laut der Immobilienbewertungsgesellschaft TINSA (Tasaciones Inmobiliarias) sanken die landesweiten Immobilienpreise in Spanien im April 2012 mit der Rekordrate von -12,5% zum Vorjahresmonat! Seit dem Hoch im Dezember 2007 ging es damit um insgesamt -29,81% bei den Preisen für spanische Immobilien abwärts. Der TINSA Immobilienmarktbericht erscheint monatlich und der Preisindex IMIE (Indice de Mercados Españoles Inmobiliarios) sank im April 2012 auf 1603 Indexpunkte.

 

Die Entwicklung des IMIE seit Januar 2001 im Chart. Seit Januar 2001 war die Immobilienpreise um +144% bis zum Hoch im Dezember 2007 angestiegen. Seit dem ging es nun “erst” um -29,81% abwärts auf 1603 Indexpunkte im April 2012. Geplatzte Spekulationsblasen kehren oft zu ihrem Ausgangspunkt zurück!

Diese aberwitzige Preisentwicklung bis 2007 war fast ausschließlich kreditgetrieben und war Folge der sinkenden Zinsen durch die Euro-Einführung und exzessiver Kreditvergabe des spanischen Bankensystems. Das ausstehende Hypothekendarlehenvolumen stieg von Januar 2001 mit 253,844 Mrd. Euro auf unglaubliche 1,018784 Billionen Euro im Dezember 2007, seitdem gibt es auch hier eine Kreditkontraktion, logischerweise deutlich weniger ausgeprägt als bei den Preisen. Zuletzt im Februar 2012 lag das ausstehende Hypothekenvolumen noch bei 981,932 Mrd. Euro.

Die Entwicklung des TINSA-Immobilienpreisindex (IMIE) in Prozent zum Vorjahresmonat seit Januar 2001 bis April 2012 im Chart. Im April 2012 ging es mit einer Rekordrate von -12,5% abwärts.

Selbst der IMIE-Index von TINSA könnte noch nicht das ganze Ausmaß der spanischen Immobilienkrise anhand der Preisentwicklung darstellen, denn TINSA ist eine 100% Tochter der CECA, dies ist der spanische Sparkassenverband (Conferación de Cajas de Ahorros Espanólas), eines Verbandes der durchaus an einer gewissen Unterzeichnung des Problems Interesse haben dürfte, denn aus einer vollumfänglich dargestellten Marktkorrektur, ergäben sich auch fatale Wertberichtigungen in den Bilanzen der Cajas. Aber immerhin liefert TINSA, im Gegensatz zum spanischen Statistikamt INE, eine lange Datenreihe seit Januar 2001, die den aberwitzigen Anstieg zeigt, damit auch zeitnahe monatliche Daten und nicht nur Quartalsdaten wie INE seit 2007.

Hinter diesen Immobiliendaten verbirgt sich mehr als deutlich Spaniens Bankenproblem, mit den immens aufgeblasenen Bilanzen und Assets, hinter den sich viele faule und fragwürdige Hypothekendarlehen verbergen. Diese spanischen Immobiliendaten, gepaart mit einer Arbeitslosigkeit von 24,1% im März 2012, schrumpfender wirtschaftlicher Aktivität, Kapitalflucht via Target2 und einer Nettoauslandsverschuldung aller Bereiche der Volkswirtschaft von nahezu 100% des nominalen BIPs sind weiter Zeichen eines  perfekten Sturmes der Kriseneskalation.

Quelle Daten: Tinsa.es/PDF IMIE ABRIL 2012

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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35 KommentareKommentieren

  • Roland - 11. Mai 2012

    Die spanische Regierung wird in Kürze eine Banken-”Reform” beschließen und die faulen Hypotheken in eine oder mehrere Bad Banks auslagern – also vermutlich den Steuerzahlern auflasten.
    Damit löst sie eine weiter Bremse für den Preisverfall. (Banken halten z.Zt. aus Sorge um Abschreibungen an aberwitzigen Preisvorstellungen fest)

    Abwärtspotential: Sicher noch weitere – 30 %.

  • Duke van Hudde - 11. Mai 2012

    habe mal etwas rumgespielt mit dne zahlen.Wenn man davon ausgeht das sich die PReise eigentlich nur so entwickeln können wie die Einkommen der Zielgruppe(KAeufer) und sich auch nicht ganz von dne Einkommen der Zielgruppe (Mieter)abkoppeln können dann müste es wenn diese in der Zeit pro Jahr unm 3 % gestiegen sind der Index noch auf 1300 runter.

    Wobei man dann immer noch die Probleme hat der zu grossen MEnge,der fallenden Einkommen und der überzeichunung nach unten angeht.

    Das heisst für mich es sollte noch mindestens 20 % runter müssen aber es kann auch deutlich mehr werden

    Was das für die Anzahl der unter Wasser stehenden Haeuser angeht sollte klar sein und auch für die Banken die das finanziert haben.

    • der Werwolf - 11. Mai 2012

      Der Zahlenspielerei fehlt die Annahme, dass das Einkommen während der Blasenbildung nur einen Teil der Vermögensbildung ausmacht. Das Einkommen steigt um den Wertzuwachs der Vermögenswerte während der Blasenbildung und damit die Kreditwürdigkeit. Nach dem Platzen der Blase stürzt das Einkommen entsprechend mit dem Wertverlust ab, was wiederum weiteren Preisverfall bedeutet, usw. Diese Abwärtsspirale endet idealisiert bei null Einkommen und null Vermögenswert.
      Die idealisierte Annahme ist keineswegs nur Theorie. In den USA sind ganze Städte verlassen und in Ballungszentren werden Stadtviertel mangels Nachfrage abgerissen.

    • Canpichurri - 11. Mai 2012

      Hallo Duke,
      Du scheinst nicht in spanien zu leben, denn sonst würdest Du wissen, dass:
      (a) Es nur wenige Mieter gibt und daher dieser Markt zu vernachlässigen ist
      (b) Die Einkommen derzeit massiv schrumpfen und daher die Korrektur noch viel stärker ausfallen wird
      (c) In Spanien insbesondere die Zweit- und Drittwohnungen unter die Räder geraten, also die Gegenden nahe den Stränden und den Skistationen. In den Ballungszentren halten sich die Preise recht gut, sind sogar lokal wieder um ca. 5-7% gestiegen (Innenstadt von Madrid z.B.)
      (d) Die Banken in einem echten Problemsumpf stecken, da lt. Hypothekenverträgen bei Wert < Hypothek, der Käufer sofort den Ausgleich eigentlich zuschiessen muss. Das ist in D so meistens nicht bekannt, da anders gehandhabt.
      (e) Die 99-jährige Pacht des Grundstücks nicht existiert, und daher auch noch grosse Korrekturen bei den Baugrundstücken anstehen, die von den Banken/Immofirmen gekauft, nun aber wegen fehlendem Bauinteresse nicht an den Mann gebracht werden können.

      Es wird immer noch von allen Seiten schöngerechnet – kurz überschlagen rechne ich mit einem Risiko i.H.v. ca. 150 Mrd Euro, die Spanien nicht übernehmen kann ohne daran selbst zu Grunde zu gehen. Wird also nur weitergehen, wenn D und seine Steuerbürger das Säckelchen weiter aufmachen und zahlen. Ich sehe den "Euro-Soli" kommen, und das schon bald.

      • K. B. - 14. Mai 2012

        Ich weiß nicht, wo in Madrid die Preise steigen, im Schnitt sind die angebotenen Preise seit Beginn der Krise in Madrid Capital um ca. 30 % gefallen (das entspricht in etwa dem Landesdurchschnitt) und zudem beahupte ich, dass bei den Offerten heute wesentlich mehr Verhandlungsspielraum ist als etwa vor 5 Jahren.

        Und was den Mietmarkt angeht ist dieser in der Tat klein, was aber auch daran lag, dass früher praktisch kein Angebot da war, da die Leute Ihre Wohnungen im steigenden Markt eher leer gelassen haben um besser wieder verkaufen zu können. Fakt ist jedenfalls, dass die Angebotsseite seit Beginn der Krise exponentiell gestiegen ist, was zweifelsohne noch fehlt ist die Nachfrageseite, die schwächelt, weil die meisten Leute eh schon eine Immoblie haben und diese im Moment nicht loswerden und die Jungen es sich nicht leisten können.

        Teile aber die Auffassung, dass die Spirale nach unten noch ein paar Jährchen weitergehen wird und das es den 0815 Wohnungsbau an den Küsten besonders hart treffen wird.

  • M.E. - 11. Mai 2012

    Manchmal ist die Zukunft (in Teilen) verblüffend einfach vorherzusagen.
    Das einzige, was man dazu braucht, ist ein wenig gesunder Menschenverstand.

    Die beiden schiefen Gebäude der Bankia-Zentrale haben doch ein hohes Maß an Symbolik.

  • SLGramann - 11. Mai 2012

    Seit 2001 bis heute wurden also ca. 730 Milliarden Euro an Immobilienkredit neu vergeben.

    Ich gehe davon aus, dass Steffen mit folgender Anmerkung recht behalten wird:

    “Geplatzte Spekulationsblasen kehren oft zu ihrem Ausgangspunkt zurück!”

    Die Preise spanischer Immobilien werden sehr wahrscheinlich auf das Vor-Euro-Niveau zurückfallen. Damit dürften dann die gesamten 730 Milliarden als unbesicherte Kredite gelten, von denen ein großer Teil aufgrund der allgemein katastrophalen Wirtschaftslage auch tatsächlich ausfallen wird.

    Das spanische Immobilienproblem ist – beachtet man die Relationen – schwerwiegender als die US-Blase.

    Seit Jahren hat sich die deutsche Wirtschaftspresse dabei hervorgetan, mit Blick auf die (bisher) relativ niedrige spanische Staatsverschuldung Spanien als “Euromusterland” zu beschreiben, das völlig zu Unrecht von internationalen Wall-Street-Gangstern an die Wand spekuliert worden sei. Das war immer hanebüchener Unsinn. Anders als die eurobesoffenen Wirrköpfe in unseren Zeitungsredaktionen und politischen Parteien, hat das große Geld eben nur die Immobilienblase klar erkannt und messerscharf gefolgert, dass in den nächsten Jahren 100 von Milliarden an faulen Krediten beim spanischen Staat landen werden und gleichzeitig das Land in eine Rezession geraten wird.
    Berücksichtigt man, dass – wie immer – die privaten Gläubigerrisiken verstaatlicht werden (müssen), kann man schon heute die spanische Staatsverschuldung auf weit über 100% BIP (120 oder 180?) taxieren.

    Spanien – das ist die wahre Eiterbeule des Eurosystems. Dagegen ist das kleine Griechenland ein Kindergeburtstag.

    Und jetzt?

    Wollen wir jetzt lieber irgendwann die spanischen Banken mit neu gedrucktem EZB-Geld rekapitalisieren und mit ein bissel Inflation die Geldvermögen indirekt an den Verlusten beteiligen?
    Oder wollen wir lieber den totalen Zusammenbruch und eine deflationäre Höllenfahrt riskieren, weil “Geld drucken” irgendwie bäh ist!

    • Georg Trappe: - 11. Mai 2012

      Was sich zunehemend offenbart ist die Tatsache, dass so ziemlich alles was als Asset durch ging im Zuge der “Great Moderation” der vergangenen 30 Jahre durch die exzessive Geldschoepfung der Geschaeftsbanken inflationiert wurde, um ein fundamentales Problemchen, was nicht ins neoliberale Weltbildhen passte, zu uebertuenchen.
      Die Tuenche platzt und broeckelt seit 5 Jahren. Siehe auch:
      http://deflationundkollaps.blogspot.com/

      Viele Gruesse
      Georg Trappe

    • Musenrössle - 11. Mai 2012

      Bin mal gespannt, wann unsere Bundesmutti sich hinstellt und ihre alternativlose Euro-Krisenrettungsrede hält.

      Wollt ihr den totalen Krie… äh die total Krise?
      Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können?

      Sie wird es natürlich ein bisschen anders formulieren, aber der ‘Erfolg’ dürfte ähnlich durchschlagend für Deutschland werden… bis alles in Trümmern liegt, ganz ohne Krieg.

      Ruinen schaffen ohne Waffen… das kennt sie ja noch von früher…

  • Roland - 11. Mai 2012

    Steffen ist sicherlich schon mit den heutigen Daten aus China beschäftigt.
    Nur soviel vorab:
    Der beschleunigte Rückgang der Erzeugerpreise deutet darauf hin, dass das Wachstum der Produktionskapaziäten zu groß ist und die relative Auslastung sinkt.
    Da der Konsum immer noch weniger als 30 % zum BIP beiträgt, ist Gefahr im Verzuge. Noch ein paar Monate in dieser Richtung und bei den Investitionen droht die Vollbremsung.

    • aquadraht - 11. Mai 2012

      Gähn. Wie oft haben wir das schon gehört? Nicht immer den BWLer Pettis lesen.

      a^2

      • SLGramann - 11. Mai 2012

        Pettis dürfte mit seiner Sichtweise durchaus recht behalten. Die Frage ist eben immer, WANN eine Entwicklung kippt, die strukturell nicht haltbar ist. Manchmal dauert es viele Jahre bis man nicht nur recht hat, sondern auch recht bekommt.

        Wenn Sie wirklich glauben, dass es nachhaltig sein kann, dass die chinesische Wirtschaft 50% ihres BIP investiert – und das in einer Welt, in der die Konsumenten doch arg Mühe haben dürften, ihren Konsum und ihre Leistungsbilanzdefizite noch weiter zu steigern – ja dann… bitte sehr. :-)

        • aquadraht - 11. Mai 2012

          Die betriebswirtschaftliche Sicht und das Unvermögen, die chinesische Wirtschaft und vor allem die chinesische Wirtschaftspolitkk zu verstehen, sind das, woran Crashpropheten wie Pettis und Chanos scheitern.

          Zu den “Investitionen” gehören auch die privaten Immobilienkäufe, die zählen nicht zum Konsum. Nicht ganz zu Unrecht natürlich, andererseits zählt Miete zum Konsum. Und auf Grund der in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegenen Wohnimmobilienpreise hat dieser Sektor einen erheblichen Teil der privaten Kaufkraft, bei steigenden Einkommen und steigendem Konsum, aufgefressen.

          Die chinesische Regierung steht bei den Immobilien immer noch auf der Bremse, obwohl der Rückgang der Neubautätigkeit für die Industrie eine Belastungsprobe darstellt. Von “harter Landung” ist dennoch nichts zu bemerken.

          China produziert zunehmend für sich selbst, die Konsumenten sind zunehmend im Inland und in den BRICS-Ländern. Und da gibt es durchaus noch Bedarf, den Konsum und den Lebensstandard zu steigern.

          Ich weiss, dass das eine Gratwanderung ist, angesichts des Energie- und Rohstoffverbrauchs und vieler anderer Parameter. Das Pettis- und Chanosgeschwätz hat das aber nicht einmal im Ansatz erfasst, und auch nicht die Hohlköpfe, die China eine totale Liberalisierung als Lösung aller Probleme aufreden wollen.

          a^2

          • Bernd Rickert - 11. Mai 2012

            China ist noch jung. Der Kapitalismus beginnt erst ins negative zu drehen. Prognosen gebe ich keine ab. Dazu sind die politischen Systeme und internationalen Beziehungenl viel zu instabil, zum Glück.

            Merkel ……………… versucht mit der Ausgrenzung der Ukraine beispielsweise Deutschland aus der europäischen Isolation zu holen.
            Diese Isolationsentwicklungen sind sehr interessant, da der Isolationsprozess anscheinend nicht einfach mit etwas Goodwill beendet werden kann. Vielmehr springt die Isolation von einem Land auf ein anderes, sowie das eine Land in die Gemeinschaft zurück gefunden hat.

  • Schlaui - 11. Mai 2012

    80 % vom jetzigen Niveau werden die Preise gewiss noch fallen. Schauen Sie sich mal die Immo Preise auf Mallorca an. Da versuchen alle Ihre Villen und ETW zu verkaufen. Es werden jeden Monat mehr. Wer soll denn ganzen Kram da kaufen ? Und wenn dann in Kürze die Immo Sondersteuern greifen und Enteignungen für Ausländer… Das wird noch ein richtiger Tanz !!!

    10.000 für eine schöne ETW auf Mallorca !

    100.000 für eine Super Luxus Villa. Und keinen Cent mehr.

    Das wird kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche.

  • vlk - 11. Mai 2012

    Die Preise werden definitiv auf vor EuroNiveau fallen…

    Damit wird die gnaze BilliGeldÜbertreibungsPhase korrigiert und da viele Arbeitslos sind und die Zinsen steigen noch stärker korrigiert..
    Damit kommen dann solvente Gläubiger auch unter Druck,,,

    Ein Indextand von 600-700 ist realistisch…

  • Alsterpirat - 11. Mai 2012

    Einmal mehr sollen gutgläubige bis naive Kleinanleger sowie ehrliche Steuerzahler für Größenwahn und Zockerei büßen, selbstverständlich auch für Spaniens Banken…

    http://boersen.manager-magazin.de/spo_mmo/news.htm?id=34025992&r=0&sektion=ticker&awert=&u=0&p=0&k=0

    Auch von daher sind jetzt sogar die europäischen Finanzminister aufgewacht und verlangen ‘ne sofortige unabhängige Bankbilanzenprüfung in Spanien – na, wenn das mal kein Blick in den Abgrund wird…

    http://boersen.manager-magazin.de/spo_mmo/news.htm?id=34034316&r=40&sektion=ticker&awert=&u=0&p=0&k=0

    “Sin alternativa” könnte schon bald auch auf der iberischen Halbinsel zum (ungeliebten) Wort des Jahres werden…;-)

  • Doc_x - 11. Mai 2012

    Spanische Immobilien sind, insbesondere gemessen an dem bei vielen Objekten eher bescheidenen Gegenwert (Lage, Bauqualität), immer noch (zu) teuer. Der Verkaufsdruck ist erstaunlicherweise noch nicht allzu hoch, die Preisvorstellungen überzogen. Da ist noch eine Menge Luft nach unten. Käufe drängen sich jedenfalls bislang nicht auf.
    Was bei der Entwicklung der südeuropäischen Immobilienblase (auch in Italien, Griechenland usw.) immer wieder übersehen wird, ist die Rolle des Schwarzgeldes, welchen seit den 1990er Jahren wirklich in Massen in diese Länder getragen wurde, aus Deutschland, Frankreich, Russland nach dem Fall des eisernen Vorhangs u.a.
    Über die Jahre hinweg dürften da sehr deutlich dreistellige Milliardenbeträge nach ganz Südeuropa geflossen sein, und es wäre interessant, den Spuren dieser Gelder einmal nachzugehen …

  • bauagent - 11. Mai 2012

    Rayou will ja heute bereits einen bail out Plan für die Banken vorstellen. Wenn das einigermaßen realistisch wird, dann sollte er es besser nachbörslich machen.

    Die EU hat ihre Haushaltsschätzungen derweil nach oben korriegiert. Alles wie gehabt.

    Von Heute:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/11/eu-prognose-spaniens-defizit-laeuft-komplett-aus-dem-ruder/

  • Benedikt - 11. Mai 2012

    Wenn die Spanischen Banken massiv Häuser verkaufen, sinken allgemein die Preise. Wenn die Preise sinken, sinken nach meinen Verständnis auch die Sicherheiten. Dann müssten die Banken alle Kredite teilweise Abschreiben, und können diesen Teil ihrerseits auch nicht mehr als Sicherheit vorzeigen. Da würde sich eine ordentliche Spirale nach unten in Gang setzen.

  • Sven - 11. Mai 2012

    Also Spanien hat schon Vorteile gegenüber den US Geisterstädten. Spanien hat Sonne und Strand, Detroit und Flint haben nichts zu bieten. Wenn Rayoi nicht den Fehler macht gegen Ausländer zu schiessen (Spaniens bestes Kapitakl) indem er irgedwelche dummen Sondersteuern auf Immobilien etc erhebt wird sich Spanien schneller erholen als bestimmte Städte in Michigan und Indiana ind den USA. Sollte Rayou sich entschliessen Geld von den ausländischen Immobilienbesitzern holen zu wollen, kannst Du Spanien zuscheissen und für immer schliessen !

  • EB - 11. Mai 2012

    Wie ich bereits am 02. Mai 2012 geschrieben habe:
    Der Anstieg begann nicht, wie man vermuten könnte, im Jahre 2001, sondern im Jahre 1993!
    Würde TINSA dies in Ihrer Grafik darstellen, würde der Anstieg ca. 200% betragen und der Pullback seit 2007 würde entsprechend mickrig aussehen und offenbaren, dass wahrscheinlich noch viel “Luft ausgelassen” werden muss, bis eine Stabilisierung eintritt, welche ich ungefähr bei 1’200 Indexpunkten im Jahre 2014 erwarte.

  • EB - 11. Mai 2012

    Ganzer Artikel:

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Spanien-moechte-Banken-mit-politischem-Gewaltakt-retten/story/18228040

    “Die Institute müssen noch viel mehr Geld für faule Kredite zurücklegen und ihr Immobilienvermögen auslagern – insgesamt sollen die Rückstellungen auf 137 Milliarden Euro anschwellen.”

    Ob 137 Millionen reichen werden?
    ———————————————————————————————————-
    ” Zudem müssen die Geldhäuser ihr Immobilien-Portfolio von unabhängiger Stelle auf versteckte Risiken abklopfen lassen.”

    Das wird wahrscheinlich sehr interessante Informationen zu Tage führen…

  • Frank - 11. Mai 2012

    Ich habe mal eine Frage: die Marktkapitalisierung der großen spanischen Banken (Santander und Bilbao) ist zwar in den letzten fünf Jahren stark gefallen, liegt aber immer noch im Bereich der Deutschen Bank (im Falle der Santander sogar deutlich darüber) – von der Commerzbank und Unicredito will ich gar nicht reden.

    Warum werden die genannten Banken immer noch so gut bewertet? Haben die nur wenig Immobilienkredite vergeben? Oder haben die irgendwelche Geschäftsbereiche, die ungleich profitabler sind als die Pendants bei der Deutschen Bank.

    Danke für die Antworten und viele Grüße

    Frank

  • Martin - 11. Mai 2012

    aber bitte, bitte ….. so schwer ist der Name RAJOY dann doch wieder nicht !!!! bei soviel politischem Intellektuellengeprahle… kann mal doch auch einen Namen richtig schreiben auch wenn der etwas anders als Angela oder Helmut klingt !!!

  • Dirk - 11. Mai 2012

    Meiner Meinung nach wird sich das Immobilioenangebot in Spanien wie in Ungarn entwickeln. Auf dem Land steht in Ungarn gefühlt jedes zweite Haus zum Verkauf, da eine extreme Landflucht statt findet…
    Die Preise sind im Keller ein schönes EFH gibt es ab 30.000 €

  • Dieter - 11. Mai 2012

    Nicht ganz passend zum Thema aber bezeichnend für die Verzweiflung der Spanischen Regierung , ich habe in Spanien einen kleinen Baubetrieb und für diese Saison 20 jüngere Mitarbeiter gesucht , also ab zum Arbeitsamt und nachgefragt , und dann diese Auskunft , man höre und staune , der spanische Staat gibt mir pro Arbeiter den ich 6 Monate Versicherungspflichtig beschäftige 12000 Euro dazu ………….. ! Ich hätte diese Leute auch so genommen , ohne Zuschuss , klar habe ich nicht nein gesagt , ich habe aber auch keinen einzigen Mann zusätzlich eingestellt , das Geld betrachte ich als Geschenk .

    • dank - 11. Mai 2012

      Insgesamt deckt sich das mit:
      http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/aggressive-reform-spanien-reformiert-den-arbeitsmarkt-11644953.html

      Allerdings sind 2000 € pro Mann und Monat schon heftig?! Aber, – Moment – Spanien muss ja auch zusehen bei der Staatsverschuldung aufzuholen, nicht dass die anderen Länder zu sehr davonziehen?!

    • Jochen - 5. Juni 2012

      Hallo Dieter,
      Dein Kommentar interessiert mich. Hast Du mir nähere Informationen zu den von Dir beschriebenen Zuschüssen? Wir planen ein Schulungszentrum auf Mallorca zu errichten. Fortbildung spanischer Ingenieure um sie für den deutschen Arbeitsmarkt attraktiv zu machen.
      Danke Jochen

  • djmaki - 11. Mai 2012

    @ Dieter:

    kostet dich denn ein Arbeiter viel mehr als 2.000€ im Monat in Spanien?

    Gibt es dafür auch eine Bedingung, wie lange ein Mitarbeiter beschäftigt sein muss?

    Ansonsten könnte man die Belegschaft ja alle 6 Monate auswechseln, so lange das Spiel läuft.

  • Dieter - 11. Mai 2012

    2000 € kommt gut hin für einen Monat , dann kommen die Jungs auf ca. 1600 € Netto , Bedingung ist nur das ich sie 6 Monate beschäftige , hätte ich auch alles ohne diese Hilfe getan , danach gehts dann wieder in die Arbeitslosigkeit , hab leider im Moment nur diesen einen grösseren Auftrag über 6 Monate sonst würde ich klar auch für länger Einstellen. Die Lage verschärft sich hier klar auch für mich , ich denke mal das ich danach ganz schliessen werde. Die Nebenkosten steigen , jeder hält nach wie vor die Hand auf, das ist alles nicht so mein Ding .
    Ganz ehrlich ? Ich hab die Schnauze voll von all diesem Filz und der Korruption .

    • djmaki - 13. Mai 2012

      Purer Wahnsinn.
      Du kriegst deren Brutto Lohn vom Staat, und zwar für 6 Monate mit der Bedingung, dass du sie 6 Monate beschäftigst haha das ist wohl für die Statistiker gedacht.
      Und so lange der Staat sich verschulden kann, wird das spiel so gespielt.

      Sieh das bitte nicht als Vowurf Dieter. Mir geht es gar nicht darum, ob du diese Möglichkeit nutzt sondern, dass der Staat einem diese gibt und vor allem zu diesen “Konditionen”.

  • Ausser Rand und Band - 11. Mai 2012

    Hammer .-(

  • Frank - 12. Mai 2012

    BANKEN betreiben ein SCHNEEBALLSYSTEM !!!!

    Jetzt steht es sogar öffentlich im deutschen Handelsblatt.
    Hat noch jemand Fragen?

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/stimmt-es-dass-betreiben-banken-staatlich-gestuetzte-schneeballsysteme/6617870.html