Spanien: Industrieproduktion mit -8,2%

von am 6. Juni 2012 in Allgemein

Ein weiteres Mal bestätigt sich die Sicht, dass die gewählte Strategie der undifferenzierten Austerität zur Behebung der Krise in der Eurozone, die Krise maximal zuspitzt. Wie bei Querschuesse seit langem herausgearbeitet, die Austerität führt eben nicht dazu, dass die Schuldentragfähigkeit steigt, sondern sie sinkt weiter, denn Einkommen, Konsum, Investitionen und Wertschöpfung schrumpfen Hand in Hand und dies maximiert die volkswirtschaftlichen Schäden und dies generiert auch in den aufgeblasenen Bilanzen der spanischen Banken Kreditausfälle ohne Ende. Die heutigen Daten zur Industrieproduktion vom spanischen Statistikamt INE, verdeutlichen erneut wie mit einer organisierten Kontraktion der Einkommen im Zuge undifferenzierter Sparmaßnahmen (Abwertung nach innen) der Konsum schrumpft und zwangsläufig auch die Produktion und damit mündet die Austerität in der Sackgasse weiter sinkender Leistungskraft und treibt die vor allem binnenorientierte spanische Industrie, den Mittelstand und die Einzelhändler in einem Griechenland-Style in Richtung Ruin! Laut INE sank im April 2012 der Output der Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) -8,2% zum Vorjahresmonat bei den unbereinigten Daten und dies markiert den schwächsten Output in einem April, seit April 1993!

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