Spanien mit zweitschwächsten Januar seit 1995 bei den PKW-Neuzulassungen
Wie der spanische Automobilherstellerverband ANFAC gestern mitteilte stiegen in Spanien die PKW-Neuzulassungen um +2,5%, zum bereits sehr schwachen Vorjahresmonat, zum Vormonat ging es allerdings um kräftige -17,3% abwärts! Selbst dieser schwache Anstieg zum Vorjahresmonat beeinhaltet einen Kalendereffekt, denn in Spanien hatte der Januar 2012 einen Arbeitstag mehr als der Januar 2011. Schwächer als die Neuzulassungen im Januar 2012 waren seit Januar 1990 nur 13 Monate, darunter fünfmal ein August, der saisonal bedingt der schwächste Monat im Jahr ist.
Die Entwicklung der PKW-Neuzulassungen in Spanien seit Januar 1990 bis Januar 2012 im Chart. Im Januar 2012 ging es um +2,5% zum Vorjahresmonat aufwärts, auf nur 54’961 PKWs. Der langfristige Durchschnitt von Januar 1990 bis Dezember 2007 betrug 102’745 PKWs. Im Januar 2012 lagen die PKW-Neuzulassungen um -46,51% unter dem langfristigen Durchschnitt. Der Januar 2012 war nach dem Januar 2011 der zweitschwächste Januar seit 1995. Zum bisher stärksten Januar 2007 mit 116’423 neu zugelassenen PKWs betrug der Einbruch -52,8%.
Aber diese spanischen PKW-Neuzulassungen im Januar 2012 verbergen noch eine brisante Entwicklung, denn die privaten Neuzulassungen sanken bereits den 19. Monat in Folge im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Januar 2012 ging es um weitere -20,8% zum Vorjahresmonat auf 26’248 neu zugelassene PKWs abwärts. Nur noch 48 von 100 Neuzulassungen kamen von Privaten, im Januar 2007 waren es 60 von 100. Die gewerblichen Neuzulassungen hingegen stiegen im Januar 2012 um +40,3% zum Vorjahresmonat auf 28’713 PKWs. Besonders die Zulassungen durch Autovermietungen explodierten um +58% auf 9’718 neu zugelassenen PKWs. Ohne die Nachfrage aus der Tourismusbranche und den gesamten gewerblichen Neuzulassungen verbergen die Daten aus Spanien eine totale Depression.
Der Chef des spanisches Automobilhandels, Antonio Sánchez Torres, meinte zu den Daten: “Die schlechten wirtschaftlichen Aussichten, der Beginn einer neuen Rezession, steigende Arbeitslosigkeit gekoppelt mit einer Konsumschwäche, dürften 2012 für unter 800’000 PKW-Neuzulassungen sorgen. Wenn die Umsätze weiter fallen, werden im laufenden Jahr mehr als 3’000 Arbeitsplätze bei Autohändlern und Servicestationen verloren gehen.” Im Jahr 2011 waren bereits mehr als 5’000 Jobs verlorengegangen. Das abgelaufenen Gesamtjahr 2011 markierte mit insgesamt 808’059 neu zugelassenen PKWs das schwächste Jahr seit 1993! Das Rekordjahr war 2006 mit 1,634608 Millionen PKW-Neuzulassungen!
Quelle Daten: Anfac.com/Presseportal
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
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- Neues vom Aufschwung XXL in der EUdssr « antizensur - [...] Portugal: PKW-Neuzulassungen im Januar auf Allzeittief (- 47,4%) Frankreich: mieseste PKW-Neuzulassungen in einem Januar seit 1998 Spanien ...

Roland - 2. Februar 2012
Und nach den gestrigen Jubel-Märchen, gepusht vom Propaganda-Blättchen SPIEGEL, schon heute wieder der harte Aufschlag in der Realität.
Die Auftragseingänge im Maschinenbau sind im Dezember 2011 jetzt schon im dritten Monat in Folge rückläufig.
Und das ist leider erst der Anfang.
Roland - 2. Februar 2012
Merkel sagte soeben in Peking:
“Europa wächst in der Krise zusammen”
Sitzen in der Regierung jetzt nur noch Wahnsinnige oder grotten-schlechte Schauspieler ?
der-oekonomiker - 2. Februar 2012
Keine Sorge, sie meint das nicht so. War sicherlich ein Übersetzungsfehler … Alles steht in Europa doch auf eine Rückkehr in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. GB ist lt. Bank of England ja schon auf dem Weg in den Lebensstandard der 1920er Jahre. Da kann Kontinentaleuropa ruhig folgen. Die neue Kleinstaatlichkeit wird Deutschland bestimmt nutzen und eine deutsch-chinesische Achse bilden: Deutsche Güter gehen statt an die europ. Nachbarn ins ferne China, die Gewinne fallen in Steueroasen (denkbar: Singapur) an, die Verluste werden in Deutschland “versteuert”, Arbeitsplätze nur gegen harte Einschnitte bei Löhnen und Gehälter erhalten, neue Produktionen gleich ganz nach China verlagert (auf Wunsch der chin. Führung versteht sich, sonst keine Geschäfte). Die Deutschland-AG wird zur China-AG. Das sind doch allerbeste Aussichten für die Menschen in Deutschland, oder nicht?
dank - 2. Februar 2012
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,812780,00.html
vs.
http://www.vdma.org/wps/portal/Home/de/Verband/VDMA_Presse/Pressemitteilungen/komm_A_20120202_BD_PI_AE_Dez2011?WCM_GLOBAL_CONTEXT=/wps/wcm/connect/vdma/Home/de/Verband/VDMA_Presse/Pressemitteilungen/komm_A_20120202_BD_PI_AE_Dez2011
Der VDMA übt sich aber auch in Beschönigung:
In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2011 ergibt sich insgesamt ein Minus von sieben Prozent im Vorjahresvergleich. Die Inlandsaufträge lagen mit einem Prozent im Plus. Bei den Auslandsaufträgen gab es ein Minus von elf Prozent.
“Im Dezember 2011 verfehlte der Auftragseingang von deutschen Maschinen und Anlagen sein Vorjahresniveau um zehn Prozent. Für diesen Rückgang ist allein das Auslandsgeschäft verantwortlich. Dabei muss wieder einmal beachtet werden, dass das Auftragsniveau im Dezember des Vergleichsjahres 2010 ungewöhnlich hoch ausgefallen war. Für das gesamte Jahr blickt die Branche auf ein stolzes Orderwachstum in Höhe von zehn Prozent”, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.
der-oekonomiker - 2. Februar 2012
Alles nicht bedeutsam. Die deutschen/europ. Hersteller verk. doch längst mit satten Zuwächsen nach Amerika und, noch besser, China. Kürzlich war ja hier zu lesen, wie viel besser sich gerade in China alles entwickelt. Die brauchen da unbedingt unsere Autos. Europa spielt da keine Rolle mehr. VW hat schon in 2011 einen Strategiewechsel öffentlich verkündet. Von geplanten 40.000 neuen Jobs gehen nur zw. 3 – 5.000 nach Deutschland. Das sind doch Perspektiven. Und es wird noch besser, oder warum rutscht Angie I. – Kaiserin von Europa – sich gerade in Peking die Knie wund? Für ein bisschen Kohle aus dem Devisenschatz “Währungsreserve”. Dafür werden dann auch gerne gute Vorsätze über Bord geworfen. “Geld regiert die Welt” in der chin. Version wird uns einiges Neue lehren. Diese Suppe dürfen dann unsere Kinder und Enkel auslöffeln. Übrigens, eine leidlich brauchbare Analyse zu China gibt es hier: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,811491,00.html. Wenigstens ein kleiner Kontrast zu den gerade wieder üblichen Lobliedern zum chin. Kapitalismusweg.
georg - 2. Februar 2012
Sitzen in der Regierung jetzt nur noch Wahnsinnige oder grotten-schlechte Schauspieler ?
wahnsinn ist, dass die schafsmedien die von irgendwelchen ´spindoctoren ´ ausgedachten Wohlfühlsprüche
völlig unkritisch weitergeben und das die meisten das auch noch glauben , klingt doch auch so schön.
gruss georg
Lesefuchs - 2. Februar 2012
Vorsicht immer mit China! Ich schrieb’s schonmal vor ein paar Tagen. Ein Bekannter kam nach ca. 4 Jahren vor 2 Wochen aus China zurück. Walzwerk bauen. Walzwerk fertig – kurz angefahren (ein paar Platten zum testen) – und wieder ausgeschaltet. Keine Aufträge!!! Solch ein Werk hat bestimmt nicht nur 3,50€ gekostet. Wenn man das nagelneu ungenutzt rumstehen lässt, muss es schon arg sein. Soll übrigens nach seiner Aussage nicht das einzige sein.
Also Vorsicht mit der Himmelhebung Chinas!!! Dort gibst sicher nicht nur einen SPIEGEL
Historiker - 3. Februar 2012
Ich frage mich wie lange die anderen imperialistischen Mächte noch zuschauen wollen, wie sich der dt. Imperialismus Europa unter den Nagel reisst. Im Luftverkehr ging die Woche Spain Air und nun Malev Pleite. Beides Märkte die nun direkt von Lufthansa übernommen werden.