Spaniens Target2 Saldo explodiert auf -137,178 Mrd. Euro

von am 4. Januar 2012 in Allgemein

Nicht ohne Grund wird hier im Blog auch immer ein Augenmerk auf die desaströse wirtschaftliche Entwicklung in Spanien gerichtet. Sinkende Arbeitnehmerentgelte, sinkende Einzelhandelsumsätze und schrumpfender privater und staatlicher Konsum, sinkender Output bei der Industrieproduktion, ein darniederliegendes Baugewerbe, eine enorme Arbeitslosenquote, Leistungsbilanzdefizite und nun auch noch Kapitalflucht beschreiben die Entwicklung und manifestieren sich in einem explodierenden negativen Target2 Saldo im November 2011. Zentralbankgeld muss die Löcher stopfen und in Folge wird über das Zahlungssystem Target2 kräftig Zentralbankkredit gezogen zum Hauptrefinanzierungssatz von nur 1,0%. Im November schwoll der Target2 Saldo auf -137,178 Mrd. Euro an, nach -108,487 Mrd. Euro im Oktober.

Die Entwicklung des Target2 Saldos der spanischen Zentralbank seit November 2007 im Chart. Der negative Saldo explodiert seit 5 Monaten regelrecht, nun im November 2011 auf -137,178 Mrd. Euro.

Der starke Anstieg ist etwas unerwartet, verdeutlicht aber die ungeheure Dynamik der Eurozonenkrise. Monat für Monat steigt die Gefahr von unkontrollierbaren Prozessen weiter. Die Mischung aus Austeritätsmaßnahmen und dem Euro-Korsett bringt die Südperipherie der Eurozone an den Rand des Zusammenbruches!

Negative Target2 Salden stellen im Kern eine Kreditfinanzierung dar und dieser Vorgang funktioniert im Prinzip wie ein unlimitierter Kontokorrentkredit den die spanische Zentralbank bei einer anderen nationalen Zentralbank im Euro-System zu einem marginalen Zinssatz von 1,0% in Anspruch nehmen kann. Das Volumen des negativen spanischen Saldos zeigt an, wieweit Zentralbankgeld von der deutschen, niederländischen, luxemburgischen oder finnischen Zentralbank die Finanzierung Spaniens aus privaten Kapitalzuflüssen ersetzt bzw. Kapitalabflüsse kompensiert. Der negative Target2 Saldo selbst ist eine Verbindlichkeit der spanischen Zentralbank, welche ihrerseits den gezogenen Target2 Anteil, durch Kreditvergabe an die heimischen Kreditinstitute als Forderungen (Aktiva) in der Bilanz hält.

Target2 Salden sind immer Ausdruck der Zahlungsbilanz und beinhalten Leistungsbilanz und Kapitalbilanz.

Vereinfacht, ein negativer Target2 Saldo kann entstehen als Differenz der Leistungsbilanzdefizite abzüglich der geringeren privaten Nettokapitalzuflüsse oder eben aus der Summe der Leistungsbilanzdefizite zuzüglich der privaten Nettokapitalabflüsse (Kapitalflucht). Der positive Target2 Saldo ist das Pendant dazu, die Differenz der Leistungsbilanzüberschüsse abzüglich der geringeren privaten Nettokapitalabflüsse oder eben als Summe der Leistungsbilanzüberschüsse zuzüglich der privaten Nettokapitalzuflüsse. Bei einem Leistungsbilanzdefizit das dem privaten Kapitalzufluss entspricht oder einem Leistungsbilanzüberschuss dem ein adäquater privater Nettokapitalabfluss entgegensteht, gibt es keine Target2 Salden.

Alle verfügbaren aktuellen Target2 Salden mit Chart unter: Querschuesse.de/Target2-Salden

Reloaded: Spaniens reale Einzelhandelsumsätze auf dem tiefsten Stand seit September 1999, Sehr schwache PKW-Neuzulassungen aus Portugal und Spanien, Schwacher Auftragseingang in Griechenland und Spanien, Spanien: Zahl der registrierten Arbeitslosen zieht weiter an, Divergenz bei Industrieproduktion, Daten der europäischen Schande, Spaniens Doubtful Loans auf Rekord

Quelle Daten: Bde.es/Balance Sheet Banco de España

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28 KommentareKommentieren

  • dank - 4. Januar 2012

    Unstoppable – Außer Kontrolle

    Wie konnte Spanien von Juli 10 bis Oktober 10 (in nur 4 Monaten) über 50 Mrd. Verbindlichkeiten in Target 2 abbauen?

  • Wolfgang - 5. Januar 2012

    Eine Möglichkeit wäre, dass die spanische NCB an die EZB oder NCB Schuldeverschreibungen verkauft hat.

    • Bernd Klehn - 5. Januar 2012

      Lieber Wolfgang,

      dieses ist keine Erklärung. Target2 ist ein Teil der Zahlungsbilanz. Kauft die NCB Staatsanleihen, deckt sie damit nicht die die Zahlungsbilanz. Dieses müssen immer ausländische Investoren tun. Die EZB selber hält keine Staatsanleihen. Nur wenn die Bundesbank oder KfW spanische Staatsanleihen gekauft hätten, wäre dieses ein Zahlungsbilanzbeitrag. Ansonsten müssen sich, was wahrscheinlich auch der Fall war, genügend private ausländische Kapitalanleger zwischen Sept. 2010 und Juli 2011 gefunden haben, die in Spanien investiert haben. Dieses passt, die Kapitalflucht aus Italien bis Frankreich setzte erst im August 2011 ein.

      Mit freundlichen Grüßen

      Bernd

  • Nepumuk - 5. Januar 2012

    In dem die Spanier ihr Geld in die Nordländer in “Sicherheit” gebracht haben ??

  • Querschuss - 5. Januar 2012

    Hallo Nepumuk,
    es ist das Ergebnis eines Zahlungssystems bei dem alle Notenbanken der Eurozone und alle relevanten Banken angeschlossen sind. Fest steht Spanien hat sein unlimitierten Kontokorrent aus Target2, zu einem marginalen Zinssatz von 1,0%, jetzt mit -137,178 Mrd. Euro in Anspruch genommen. Der starke Anstieg spricht für Kapitalflucht, wenn die spanische Zentralbank der EZB oder einer anderen NZB über Target2 Schuldverschreibungen verkauft hat, wie Wolfgang vermutet, dann besteht zusätzlicher Zentralbankgeldbedarf in Spanien, der ins spanische Bankensystem über Kreditvergabe weitergeleitet wird, sehr wahrscheinlich um die Löcher der Deposits (Kapitalflucht) bei den spanischen Banken zu stopfen.

    Gruß Steffen

    • Nepumuk - 6. Januar 2012

      Dann würde mich interessieren wie Target2 bei Italien ausschaut^^

      Die haben doch sicher auch bereits begonnen ihr Geld in SIcherheit zu bringen…

      Danke für die super Seite

      Nepumuk

      • Querschuss - 6. Januar 2012

        Hallo Nepumuk,
        die Daten für Italien aus November kommen frühestens am 7/8. Januar und die Daten für November von Frankreich zum 14.01.

        Gruß Steffen

        • Nepumuk - 6. Januar 2012

          Na dann übe ich mich natürlich noch in Gedult ;-)

  • Joerg Buschbeck - 5. Januar 2012

    Hallo, beste Wünsche und Dank für die unermüdliche Dokumentation des Niedergangs.

    Unglaublich, wie Europa ruiniert wird – ein Verbrechen, wann ist endlich Schluss mit der Ablenkung des Wulff-Theaters?

    http://www.global-change-2009.com/blog/korruptionsverdacht-klagt-nicht-den-wulff-an-sondern-die-volkswirte/2012/01/

  • Querschuss - 5. Januar 2012

    Hallo Joerg,
    solange die Deutschen die Krise der Südperipherie nicht am eigenen Leibe spüren, muss man Verständnis haben, für die dekadente Hingabe vor allem der Medien zu Nebenkriegsschauplätzen. Deshalb ist gerade in Deutschland die Dokumentation des organisierten Niederganges der Südperipherie so wichtig.

    Unabhängig davon, im Wulff-Theater selber, ist der Amtsinhaber selbst derjenige, der das Amt am meisten beschädigt.

    Gruß Steffen

  • jo - 5. Januar 2012

    Wo fliesst denn das Geld aus Spanien hin? Irgendwo muessen die ja in Wertpapiere/Konten/Anlagen gegangen sein. Ich glaube nichts dass es die Vermögenden in den Safes horten.

  • Querschuss - 5. Januar 2012

    Hallo Jo,
    wie soll man dies seriös beantworten, bei diesen hochkomplexen Zahlungsströmen und immensen Möglichkeiten?

    Gruß Steffen

  • Joerg Buschbeck - 5. Januar 2012

    danke@Steffen,
    die Deutschen spüren es eigentlich schon, über die “Rettungspakete”, nur ordnen Sie es nicht richtig zu.

    @Jo
    zumindest kann man den deutschen makro-Bezug in der Summe der Sektoren in der Buba-Statistik nachhalten und zwar unter Finanzierungssalden:

    http://www.global-change-2009.com/blog/die-bundesbankzahlen-fur-2010-sind-da-die-privaten-deutschen-haben-noch-mehr-uber-ihre-verhaltnisse-gespart/2011/10/

  • Wolfgang - 5. Januar 2012

    Der Bestand an Wertpapieren im konsolidierten Ausweis des Eurosystems stieg vom 360,2 Mrd. Euro ( 7. Mai 2010) auf 437,3 Mrd. Euro (29.10.2010). Vgl. Anlage zum Monatsbericht Dezember 2010 der Bundesbank, S. 17*

  • Wolfgang - 5. Januar 2012

    Da der Anteil der Deutschen Bundesbank an diesem Bestand nur von 28,4 auf 34,9 Mrd. Euro stieg (Monatsbericht Dezember 2010, S. 17*), wird wohl die EZB zugeschlagen haben.

  • Systemfrager - 5. Januar 2012

    Ach Jörg
    SAG ES BLOß NICHT!
    Auch dich haben die Freiheitskämpfer exekutiert?

    PS
    Je älter ich bin, desto mehr wundere ich mich, wie damals die kommunistischen Revolutionen mit so wenig Opfern siegen konnten.

  • wonko - 5. Januar 2012

    der Schuldenabbau Juni 2010 bis April 2011 signalisiert, daß auch der Target2 “manipuliert” werden kann…

    I) Fakt ist: Spanien hat ein Handelsbilanzdefizit – dieser Betrag muss also aus dem Ausland kommen, auf welchen Wegen auch immer. Der Betrag fliesst rein – und über die Nachfrage nach ausländischen Gütern sogleich wieder ab.

    II) Müssen in genanntem Zeitraum trotzdem mehr Zuflüsse als Abflüsse realisiert worden sein – wer hat da wohl Geld nach Spanien transferiert?
    … ich tippe auf einen Verkauf der wohl uneinbringlichen Forderungen aus den Immobilienkrediten an die EZB.

    wie steht heute im Handelsblatt:
    “Die Regierung habe sich für diesen Puffer entschieden und damit gegen eine sogenannte „Bad Bank“ zur Isolierung von Verlusten durch das Platzen der Immobilienblase, hieß es in dem Bericht weiter.
    Die Banken müssten ihre Bilanzen ohne weiteres Geld aus der Staatskasse säubern, erklärte de Guindos dem Bericht zufolge weiter. ”

    “Bilanzen säubern” – in einer Volkswirtschaft, welche nur Überschuldung und Defizite kennt…

    im dazu verlinkten Artikel heißt es weiter:
    “Spanische Banken wollen nach Angaben von Branchenkreisen die Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) größtenteils für die Bedienung von 2012 fälligen Schuldtiteln nutzen. Fast alle Geldhäuser des südeuropäischen Landes nahmen an der Auktion der EZB teil und deckten sich mit zinsgünstigen Krediten mit drei Jahren Laufzeit in einem Volumen von zusammengenommen 50 bis 100 Milliarden Euro ein.”

    Das Spanische Target2 Saldo “müsste” demnach wieder einen ordentlichen Sprung weiter ins Minus machen…

    … es sei denn, die Spanier liefern infolge ihrer “Säuberungsaktion” (wieder) mehr “Leistungen”, als daß sie entgegennehmen ….

    Die Kernfrage, die sich allerdings stellt:
    Wie wird die Nachfrage der Handelsbilanzdefizitären zukünftig tatsächlich finanziert werden?
    - Immobilienkredite? wohl kaum.
    - steigende Einkommen in der Masse? eher nicht.
    was bleibt, ist “Papa Staat”.
    Öffentlich und medienwirksam werden entgegen jeglicher Vernunft zwar Einsparungen angekündigt – als könnte sich ein Staat in der Rezession gesundsparen – aber:
    ob diese Einsparungen mit den logischen, politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen dann tatsächlich realisiert werden, bleibt abzuwarten.

  • Bernd Klehn - 5. Januar 2012

    Lieber Steffen,

    nochmals recht vielen Dank. Es ist erschreckend, was sich abspielt und wie stark das Eurosystem einzelne Staaten finanzieren muss, damit diese nicht insolvent gehen und somit stattdessen die öffentlichen Hände der Kreditgeberländer belastet. Diese durch das Eurosystem erzeugte Finanzierung via der NZBs einzelner Länder sollte, wie bereits diskutiert , genauer abgrenzt werden, nämlich als Summe aus Banknotenallokation und Target2. Für ca. 495Mrd. (Target2)-170Mrd.(Banknotenallokation) = 325Mrd. erhält die Bundesbank im Augenblick nämlich Zinsen zu 1% über das Eurosystem zusätzlich zu ihrem 27% Anteil an der Gesamtsumme.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    Bernd

    • Querschuss - 5. Januar 2012

      Hallo Bernd,
      ich weiß nicht ob du die Diskussion unter: http://www.querschuesse.de/target2-der-niederlandischen-zentralbank-mit-32965-mrd-euro/
      zu Ende verfolgt hast? Jmg und ich sind wenn auch aus etwas unterschiedlichen Gründen zu dem Schluß gekommen, dass man die Euro-Banknoten, über den Zuteilungsschlüssel hinaus, den die BUBA emittiert nicht von der Target2 Forderung abziehen sollte. Sehe noch mal in die Diskussion, wie verlinkt und mache dir selbst ein Bild.

      Gruß Steffen

  • Bernd Klehn - 5. Januar 2012

    @Wolfgang, wonko

    dieses sind keine Erklärungen für den Zeitraum zwischen Sep 2010 und Juli2011. Target2 ist ein Teil der Zahlungsbilanz. Kauft die spanische NZB Staatsanleihen, deckt sie damit nicht die Zahlungsbilanz. Dieses müssen immer ausländische Investoren tun. Die EZB selber hält keine Staatsanleihen. Nur wenn die Bundesbank oder KfW spanische Staatsanleihen gekauft hätten, wäre dieses ein Zahlungsbilanzbeitrag. Bei Kauf durch die Bundesbank hätte sich allerdings gleichzeitig das Traget2-Defizit erhöht Es müssen sich also genügend private ausländische Kapitalanleger zwischen Sept. 2010 und Juli 2011 gefunden haben, die in Spanien investiert haben. Dieses passt, die Kapitalflucht aus Italien bis Frankreich setzte erst im August 2011 ein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bernd

  • hunsrückbäuerlein - 5. Januar 2012

    und Buba und EZB spielen Feuerwehr im Sandkasten.

  • Wolfgang - 5. Januar 2012

    Im Jahr 2010 hat die EZB für 15 744 134 425 Euro Wertpapiere erworben. (Geschäftsbericht EZB 2010, S. 246

    • Bernd Klehn - 5. Januar 2012

      @Wolfgang

      Hier habe ich nicht zu Ende gedacht. Ein Kauf von spanischen Staatsanleihen durch die EZB oder ausländischen NZBs ist ein Kapitalimport, der nicht zu einer Erhöhung von Target2-Salden führt. Allerdings dürfte dieser Nettokapitalimportbetrag bedeutungslos sein und die meisten spanischen Staatsanleihen von der spanischen NZB gehalten werden. Somit bleibt die Kernaussage, dass sich zwischen Sep.2010 und Juli.2010 genügend ausländische Privatinvestoren für Italien, Spanien und Frankreich gefunden haben müssen und die Kapitalflucht aus diesen Ländern erst ab August 2011 einsetzte und weiter anhält.

      Gruß Bernd

  • Wolfgang - 5. Januar 2012

    Der Abschluß 2010 der spanischen Zentralbank: http://www.bde.es/webbde/SES/Secciones/Publicaciones/PublicacionesAnuales/InformesAnuales/10/Fich/balancee.pdf

  • Wolfgang - 6. Januar 2012

    Übrigens: Die Target2-Salden insgesamt gleichen sich zwischen den NZB nicht aus, da die EZB mit einzelnen Ländern Geschäfte schließt.

    • Bernd Klehn - 6. Januar 2012

      @Wolfgang

      Sowohl die Summe der inner!!! Eurosystem Target2-Salden als auch die Summe aller Banknotenclaims der Eurozonen-NZBs und EZB untereinander muss aber null sein, wobei die EZB zusätzlich als Clearingstelle innerhalb des Eurosystems auftritt und die gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten hält. Nur diese Intra-Claims werden auch in den jeweiligen NZB-Bilanzen dargestellt. Bei der EZB ist das Target2Saldo allerdings unsauber, da dieses sowohl innere als auch äußere Traget2-Claims hält. NZBs, die am Target2-System teilnehmen aber nicht der Eurozone angehören, wie z.B. Dänemark Polen usw. müssen nämlich ein permanentes positives Target2-Saldo ausweisen. Also muss die Target2-Summe aller Eurozonen-NZBs inkl. der EZB immer leicht negativ sein.

  • Bernd Klehn - 6. Januar 2012

    Nochmals generelle Überlegungen zu Intra-Eurosystem-Claims. Bei der Herausgabe von Banknoten durch die NZBs entsteht gleichzeitig ein Intra-Eurosystem-Claim. Wie dieser entsteht und zu vergüten ist, wird vom EZB-Rat festgelegt. Hier das entsprechende Papier
    BESCHLUSS DER EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK
    vom 13. Dezember 2010
    über die Ausgabe von Euro-Banknoten

    http://www.ecb.int/ecb/legal/pdf/l_03520110209de00260030.pdf

    Was würde nun passieren, wenn man bei Zentralbankgeld in der Form von erzeugten NZBs Sichteinlagen genau so verfahren würde? Nicht viel, nur die Buchführung wäre wesentlich einfacher, Target2-Intra-Euroclaims würden dann auch hier nur direkt bei Euroliquiditätserzeugung oder –vernichtung entstehen nicht aber bei Grenzüberschreitung. Kurzum das Euroland, welches seine Volkswirtschaft mit weniger NZB-Sichteinlagenliquidität betreiben kann als ihr zusteht, hätte einen kleinen Vorteil gegenüber dem heutigen Verfahren und die Buchführung wäre auf einer Line mit der der Banknoten.
    Eurozonenländerübergreifende Überweisen der Geschäftsbanken würden dann zu keiner Veränderung der Intra-Euroclaims führen.

  • Bernd Klehn - 6. Januar 2012

    Interessanter Target2 Beitrag eines Deutsches aus Spanien.

    http://www.andaluz.tv/nachrichten_costa_del_sol/det_nachrichten_costa_del_sol.php?idNot=7875

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