Südkorea mit Exporteinbruch im Januar

von am 1. Februar 2012 in Allgemein

Wie das Ministry of Knowledge Economy Südkoreas heute berichtete brach das Exportvolumen im Januar 2012 um -6,6% zum Vorjahresmonat ein (Dezember 2011 +10,8%). Dies ist zwar auch saisonal bedingt, wegen dem Neujahrsfest, allerdings war es die erste Negativrate seit Oktober 2009 und vor allem das erste Handelsbilanzdefizit in Höhe von -1,960 Mrd. Dollar seit Januar 2010 mit -800,451 Millionen Dollar.

Die Entwicklung des unbereinigten nominalen Exportvolumens Südkoreas seit Januar 1991 bis Januar 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat im Chart. Im Januar 2012 sank das Exportvolumen um -6,6% zum Vorjahresmonat.

Die Entwicklung des Exportvolumens seit Januar 1990 mit 3,961 Mrd. Dollar auf 48,952 Mrd. Dollar im Juli 2011, dem Rekordvolumen und dem Abfall auf 41,530 Mrd. Dollar im Januar 2012.

 Die Entwicklung des Export- und Importvolumens bei Waren und Gütern seit Januar 1990 bis Januar 2012 im Chart. Die Importe erzielten im Januar 2012 ein Volumen von 43,490 Mrd. Dollar. Das Handelsbilanzdefizit betrug -1,960 Mrd. Dollar.

Die Entwicklung der südkoreanischen Handelsbilanz seit Januar 1990 bis Januar 2012 im Chart. Im Januar 2012 erzielte Südkorea das erst Handelsbilanzdefizit seit 24 Monaten mit -1,960 Mrd. Dollar.

Diese Daten sind ein beachtenswerter Vorgang, denn bei Südkorea handelt es sich um eine sehr leistungs- und wettbewerbsfähige Volkswirtschaft. Sollte der saisonale Effekt nicht dominierend sein und einiges weist darauf hin, weisen auch diese Daten auf eine weltwirtschaftlich sinkende Aktivität hin und liefern auch eine Erklärung für den Abtaucher beim Baltic Dry Index.

 Quelle Daten: Mke.go.kr/Ministry of Knowledge Economy-Portal

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9 KommentareKommentieren

  • ROLAND - 1. Februar 2012 Antworten

    Und im SPIEGEL heute wieder Boom-Propaganda.

    Das Blättchen ist nur noch für den Müll.

  • M.E. - 1. Februar 2012 Antworten

    Hallo Roland,
    vollkommen Unrecht hat ja der Spiegel mit der Beschreibung der deutschen SONDERkonjunktur nicht.
    Und genau das ist ja das Problem: das zunehemnde Auseinanderdriften der Volkswirtschaften, in erster Linie natürlich im Euro-Raum, aber auch darüber hinaus.
    Länder die abstürzen neben solchen, die relativ gesehen immer noch eine gute reale Wertschöpfung generieren – das muss zu zunehmenden Verwerfungen führen.
    Diesen Gesichtspunkt würdigt der Spiegel allerdings nicht. Und auch nicht den Gesichtspunkt, dass auch in Deutschland viele Menschen nicht von dem Relativ-Boom profitieren.
    Das allerdings ist dem Artikelschreiber tatsächlich vorzuwerfen.

  • Roland - 1. Februar 2012 Antworten

    Der Stahlpreis heute an der LME hat sich leider überaupt nicht von dem Boom-Gerede anstecken lassen und ist weiter im Sinkflug.

    Auch die heute bejubelten Stimmungs-Indikatoren werden wieder von den harten Daten eingeholt werden.

    • Roland - 1. Februar 2012 Antworten

      Und hier kommt auch schon der nächste Tiefschlag:
      Wie die EZB berichtet, plant jed 4. Bank Europas ihre Kredit-Richtlinien zu verschärfen.
      Schon im Dezember seien europaweit die Kredite um 37 Mrd. EUR zurückgegangen gegenüber dem Vormonat.
      http://www.ftd.de

      Besonders betroffen sind die Länder:
      Portugal, Griechenland, Spanien, Italien – aber jetzt auch Österreich.

      Die Einschläge kommen näher.

  • der Bauer vom Hunsrück - 1. Februar 2012 Antworten

    hallo M. E.

    Wertschöpfung generieren?
    Wie bitte?
    das Kredit-BIP-Wachstum in den USA belief sich im letzten Jahr auf 3:1.
    Wenn du mal die Kredit-Verbindlichkeiten, die die BRD in den letzten Jahren angehäuft hat oder sich hat aufbürden lassen inkl. Ausfallrisiko, addierst und das Wachstum gegenüberstellst, wirst du vermutlich auf eine ähnliche Konfiguration wie in den USA treffen. + delta BIP = + X+delta Schulden…..da wird denn aus dem aktuellen + delta BIP ganz schnell ein zukünftiges ganz furchtbares – delta BIP.

  • M.E. - 1. Februar 2012 Antworten

    Hallo Bauer,
    ich meinte doch Deutschland. Im Verhältnis zu anderen OECD-Ländern ist hier dei reale Wertschöpfung schon noch relativ hoch.
    Über die vielen Begleiterscheinungen – von Minijobausweitung bis Niederkonkurrieren anderer Euro-Staaten, besteht ja kein Dissenz zwischen uns.

  • der Bauer vom Hunsrück - 1. Februar 2012 Antworten

    hallo M.E.
    du kannst hier in D auch als Hartz4 Empfänger relativ gut leben und im Vergleich zu einem Arbeitslosen in Mdagaskar kannst du hier sogar relativer guter leben…also relativ ist so ein Ekzem zur Verniedlichung und Verdunklung von Zuständen. Der Begriff Vergleich oder vergelichen würde da nicht so viel verniedlichen oder verdunkeln, vermutlich wird er desshalb nicht so häufig verwendet. Ich habe das Wort relativ aus den o.g. Gründe weitgehend aus meinem Sprachschatz gestrichen. EInem Hartz4 Empfänger in D geht es nämlich mit knapp 10,–€ am Tag ganz schön beschissen.

  • der Bauer vom Hunsrück - 1. Februar 2012 Antworten

    ps. und es gibt ´ne Menge Leute, die von dem besseren Verhältnis D / OECD nix haben, weder relativ noch absolut.

  • Kartoffel - 2. Februar 2012 Antworten

    Da werden aber viele südkoreanische Ehefrauen aufathmen. Hahahaha.
    Das wird hoffentlich die Unterhaltsforderungen meiner Bettgenossinnen positiv beeinflussen. Außerdem treiben diese Koreaner mit ihrem vielen Geld die Immobilienpreise in den Himmel.
    Ich gehe am liebsten mit einer Koreanierin erstmal eine Hundewelpensuppe schlürfen. Schmeckt nicht nur super, ich habe dann auch in der Nacht Superkräfte. DIe jungen Koreanerinnen haben sich bisher nur dadrüber beschwer, daß sie warten mußten bis ich Zeit für sie hatte. hihihihi
    Ich würde mir im Sumpf steckend wie Europa nicht Sorgen um Ostasien machen. Aber wer sich gerne echte Sorgen machen will. In immer mehr Ländern ist das sehr leckere Hundefleisch verboten worden. 2005 oder so in der gesammten EU.
    Anders als Europa verhedert sich Südkorea nicht in Harz4-Diskussionen, sondern paßt sich schnell neuen Herausforderungen an.

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