Über die U.S. “Job Recovery”

von am 9. März 2012 in Allgemein

Gastbeitrag von Hajo

Heute hat das Bureau of Labor Statistics des U.S. Arbeitsministeriums (BLS) mal wieder “viel versprechende” Zahlen bzgl. des Aufbaus neuer Jobs gemeldet. Nachfolgend der Chart der Daten bzgl. neu geschaffener Jobs des “Bureau of Lies and Scams”, der “Lug- und Trugbehörde”, wie der US-Blogger Karl Denninger BLS sarkastisch definiert:
 
 
 Seit dem Tief Ende August 2009 wurden angeblich rund 8,3 Millionen Jobs neu geschaffen. Dieses Bild suggeriert eine V-förmige “Job Recovery”. LOL!!! Quelle Chart: Market-ticker.org/NFP: Is It As Good As The CNBSers Claim?
 
 Dieser Chart reflektiert die Entwicklung der Jobs in Relation zur Bevölkerungsentwicklung. Quelle Chart: Market-ticker.org/NFP: Is It As Good As The CNBSers Claim?
Hierzu merkt Denninger Folgendes an:
 
“We have not added a single job, adjusted for population, since 2006 — and even then going all the way back to 2000 the ´gains´ were tiny and fleeting.”
 
zu deutsch: Seit 2006 haben wir in Relation zur Bevölkerungsentwicklung keinen einzigen Job neu hinzu gewonnen – und selbst, wenn man bis 2000 zurückgeht, waren die (seitherigen saisonalen) “Gewinne” sehr gering und flüchtig.
 
Dies ist die Realität der “Job Recovery”, die die PR-Manager des Arbeitsministeriums der Öffentlichkeit wohlweislich vorenthalten!
 
Nachfolgend ein bemerkenswerter Kommentar zu dem Post von market-ticker:
 
“Purely anecdotal in my case, but me and all my coworkers were planning to retire this year (we are 58-63). With ZIRP our savings will not pay enough to maintain any desirable lifestyle.
Maybe many other Boomers are in the same boat and they are pushing out their retirement to better prepare for long term ZIRP.”
 
zu deutsch: Eine Randbemerkung von mir: Ich und alle meine Kollegen wollten eigentlich dieses Jahr in den Ruhestand gehen (wir sind im Alter zwischen 58 und 63). Auf Grund der “Zero Interest Rate Politics” (deutsch: Nullzins-Politik der Fed) bringen unsere Sparguthaben jedoch nicht genügend Erträge, um einen einigermaßen akzeptablen Lebensstil aufrecht erhalten zu können. Möglicherweise befinden sich viele andere “Baby Boomers” in der gleichen Lage und verschieben ihren Eintritt in den Ruhestand, um mit der langfristigen Nullzins-Politik besser zurecht zu kommen.
 
Dem möchte ich Folgendes hinzufügen: Laut einer Studie von David Rosenberg, Chefvolkswirt des kanadischen Vermögensanlageberaters Gluskin&Sheff in Toronto, aus 2011 verfügt über ein Drittel der über 55-jährigen U.S. Beschäftigten nicht über Rücklagen in Form von Anteilen an Pensionsfonds, Aktienfonds, Anleihefonds, Sparguthaben oder anderen Formen der Alterssicherung, die ihnen die Aufrechterhaltung ihres Lebensstandards im Ruhestand gewährleisten könnten.
 
 
Das renommierte unabhängige Marktforschungsinstitut GALLUP erhebt seine Daten saisonal unbereinigt, während die BLS-Daten saisonal bereinigt sind:
  
Aus diesem aktuellen Bericht ein m.E. prekärer Chart:
 

Im Februar d.J. lag die “Underemployment Rate” (= prozentualer Anteil geringfügig Beschäftigter, im Wesentlichen Saisonarbeiter und Teilzeit-Beschäftigte, an allen Erwerbstätigen) bei 19,1 %. Die Entwicklung seit dem Hoch von Anfang 2010 mit 20,3 % finde ich sehr interessant: Tief 2010 mit 17,2 % – Hoch Anfang 2011 mit 19,9 % – Tief 2011 mit 18,3 %. Saisonarbeiter werden hauptsächlich im Wirtschaftssektor “Leisure and Hospitability” (= Freizeit-, Hotel- und Gaststättengewerbe) eingestellt. Im Sommer 2010 “boomte” dieser Sektor noch recht ordentlich, doch in 2011 war der “Boom” schon deutlich schwächer. Diesbezüglich lässt sich ein deutlicher Zusammenhang mit der Entwicklung der Treibstoffkosten feststellen. Quelle Chart: Gallup.com/U.S. Unemployment Up in February

Gastbeitrag von Hajo

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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24 KommentareKommentieren

  • Andres Müller - 9. März 2012

    Hallo Hajo, besten dank für den Bericht. Die Augenwischerei deckt sich mit den schöngebleichten Arbeitslosenzahlen, über die hier auch schon berichtet wurde. Immerhin gibt es doch einige Profiteure dieser Entwicklung -die Superreichen US-Bürger scheinen sich noch nackt im Saft zu vermehren.

  • Georg Trappe: - 10. März 2012

    Als Dankeschoen fuer die unermuedliche aufklaererische Arbeit in Bezug auf das “grosse Vorbild” hier eine grafische Zusammenfssung des “amerikanischen Traums” und seiner Entwicklung ueber Zeit.

    http://www.nytimes.com/imagepages/2011/09/04/opinion/04reich-graphic.html

    Viele Gruesse
    Georg Trappe

    • Roland - 10. März 2012

      Danke an Hajo und Georg Trappe für die interessanten Charts.

      Offensichtlich sind auch im Januar die Produktions-Zuwächse vorwiegend in den Lageraufbau geflossen.
      Hajo, ist dazu eine Graphik möglich ?

    • MikeH - 10. März 2012

      Passend zum Link in der New York Times, hier noch ein Link zu einem Interview mit Richard Wolff, einem US-Ökonom: http://www.heise.de/tp/artikel/36/36539/1.html.

      In dem Interview stellt er genau die Zahlen aus der Grafik in einen Kontext und spricht von der systemischen Krise. Auch hebt er die Bedeutung der Occupy-Bewegung für Amerika hervor.

      • Georg Trappe: - 11. März 2012

        Vielen Dank fuer den Hinweis auf das Interview mit Richard Wolff. Schoen das ein Amerikaner diese Dinge so klar beim Namen nennt, die Zusammenhaenge skizziert und die Gelegenheit bekommt diese Sicht oeffentlich zu machen. Mir wird, wenn ich solche Sachen zur Sprache bringe gelegentlich dumpfer Antiamerikanismus vorgeworfen. Das es im Grunde die ernuechternden Fakten sind, die diese Botschaft uebermitteln, wollen die Fans der “Achse des Guten” nicht wahr haben. Das sie damit zunehmend in eine unhaltbare Position geraten, faellt ihnen anscheinend (noch) nicht auf. Zum Glueck gibt es Querschuesse!

      • Georg Trappe: - 11. März 2012

        Und hier ging 2009 einem ehemaligen amerikanischen Mitarbeiter des IWF ein Licht auf, wie es um wichtige Institutionen in seinem Land der “unbegrenzten Moeglichkeiten” bestellt ist.

        http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2009/05/the-quiet-coup/7364/

    • Frank Bell - 10. März 2012

      @Georg: Danke für diese Grafik. DAS zieht einem die Schuhe aus. Nicht zu fassen! Ich kriege mich nicht mehr ein.
      Wie kann es sein, dass weite Teile der Bevölkerung, auch in Europa, diese Entwicklung nicht bekämpfen, sondern im Gegenteil den Unsinn von “wir haben über _unsere_ Verhältnisse gelebt” nachplappern? Und zum Teil sogar einen enthemmten Kapitalismus fordern, denn der “freie” Markt würde alle Probleme lösen.

      • Querschuss - 10. März 2012

        Hallo Frank Bell,
        so ist eben die Denke in den Köpfen, wegen solch dümmlichen Kommentaren unter den Griechenland-Artikeln, beschämend angesichts des rapide sinkenden Lebensstandards der Masse der Griechen, habe ich den Kommentar-Bereich dort gesperrt. Es findet eben nicht eine Anpassung der Verhältnisse an die Leistungsfähigkeit statt, sondern Einkommen, Konsum, Investition und Wertschöpfung sinken Hand in Hand. Real sinken die Arbeitnehmerentgelte mit fast der doppelten Rate wie das BIP und der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am BIP sinkt im Verhältnis immer stärker und dieses miese Verhältnis deutet eindeutig, im Vergleich zu anderen Ländern, auf eine sehr miese Partizipation hin bzw. darauf, dass die Masseneinkommen (Arbeitnehmer) einseitig die Lasten der vermeintlichen Krisenbewältigung, die in eine organisierte Abwärtsspirale münden, tragen müssen.

        In den USA ist die Schere bei Einkommens- und Vermögensverteilung eigentlich ein alter Hut und seit vielen Jahren zu konstatieren, bisher wurde diese unhaltbare Entwicklung kaschiert , Kredite ersetzten Einkommen, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis diese Ungleichgewichte aus der Einkommens- und Vermögensverteilung und aus dem Handel von Waren und Gütern mit der Welt, spiegelbildlich dazu die benötigte Kreditexpansion zusammenbricht.

        Gruß Steffen

        • Frank Bell - 10. März 2012

          @Steffen: Danke für die vielen guten Beiträge hier. Ich bin 45 und ärgere mich, dass ich von dem (angeblichen) Boom so rein gar nichts gehabt habe – und für die nächsten 20 Jahre auch nichts mehr erwarte.

      • Andres Müller - 10. März 2012

        Die Gehirnwäsche der Marktleader -Eliten ist eben recht umfassend. Niemand fragt sich warum der ungeheure Anstieg der Produktivität durch technologische Entwicklung und Frauenarbeit so wenig für die arbeitende Bevölkerung zurück liefert. Schon seit Jahren wurden wissenschaftlicher Arbeiten verfasst aus denen hervorgeht das heute kein einziger Mensch auf dieser Erde noch hungern müsste.

      • ö.ä. - 10. März 2012

        Wenn Ihnen “DAS schon die Schuhe auszieht”, dann empfehle ich Ihnen diesen Artikel: http://www.griechenland-blog.gr/2012/versorgungsluecken-bei-medikamenten-in-griechenland/7063/.
        Ich wundere mich, warum da nicht schon längst alles in Schutt und Asche liegt, wenn man bedenkt, was den Menschen alles zugemutet wird.

      • Georg Trappe: - 11. März 2012

        Nun, als junger Mensch habe ich mich und meine Eltern gefragt, wie es sein konnte, dass 6 Millionen Juden aus dem Herzen Europas “spurlos” verschwinden und keiner merkt etwas.
        Jetzt weiss ich es!
        Genauso.
        Wollt ihr den totalen Markt?
        Und aus welchen Ecken, aus denen man es sich nie haette vorstellen koennen, kam das groehlende Jaaaa! ?
        Und wenn man dann die aktuellen Vorgaenge in Europa betrachtet und bedenkt, wie schnell aus beliebten Urlaubslaendern, in denen man Gastfreundschaft genossen hat, in denen man Freundschaften geschlossen hat, Staedtepartnerschaften aufgebaut hat usw. usf. unwidersprochen PIGS = Schweine, Club Med Staaten, etc. werden, und das obwohl man genau weiss, dass dort auch nur Menschen wie du und ich leben, dann …….
        Und wenn man die Rolle, die die Mainstream Medien in diesen schaurigen Vorgaengen spielen, betrachtet, dann…….

        • ö.ä. - 11. März 2012

          Die Probleme haben nicht erst mit Griechenland begonnen. Die Ausbeutung in den “3. Welt Ländern” haben die Menschen bislang auch kaum hinterfragt, bzw. als naturgegeben hingenommen. Und es fallen Parallelen auf, die Armut der Menschen in den “Entwicklungsländern” wurde von großen Teilen der Bevölkerung in den Ländern, in denen der Wohlstand höher ist, deren “Mentalität” zugeschrieben. Passt ja in “unser” leistungszentriertes Weltbild: “die sind einfach nur faul”, übersetzt: “selbst Schuld, was kümmert es mich”? “Würden die nicht den ganzen Tag rumhängen, hätten die es genauso gut, wie wir”.
          Und jetzt geht die Mär vom “südländischen Schlendrian” um, der war ebenso “faul”, also auch “selbst schuld”.
          Jetzt, wo die Krise auch die Industrienationen erreicht, wäre eigentlich die Gelegenheit mal diese bisherige Sichtweise zu hinterfragen. Da es aber um “unseren” Wohlstand geht, verdrängen “wir” (zu großen Teilen) weiter und bevorzugen, die einfache Antwort: “Selbst schuld, Schlendrian”.

        • Lothar - 11. März 2012

          Siehe es positiv, jetzt pruegelt man auf die Griechen ein und laesst bei uns die Hartz 4′ler wenigstens mal eine Zeit in Ruhe. Das Volk, der Westerwelle und die Politik hatten schon immer gerne einen Blitzableiter fuer die Emotionen.

          • ö.ä. - 11. März 2012

            Kann leider nichts Lustiges daran finden, dass weltweit Krieg gegen die Armen geführt wird. Und je weiter sich die Krise in die Industrieländer frisst, desto mehr wird “uns” das lachen vergehen, denn “wir” sind die nächsten auf der Abschussliste.

  • Appaloosa - 10. März 2012

    @Mike: Sehr guter Artikel in der TP.

  • Gereon - 10. März 2012

    “verfügt über ein Drittel der über 55-jährigen U.S. Beschäftigten nicht über Rücklagen (…) anderen Formen der Alterssicherung, die ihnen die Aufrechterhaltung ihres Lebensstandards im Ruhestand gewährleisten könnten”
    – — –
    Auf Grund einer längeren Arbeitslosigkeit und einer fehlgeschlagenen Selbständigkeit habe auch ich keine Rücklagen (mehr).

  • micdinger - 10. März 2012

    U.S. “Job Recovery” anscheinend nicht in Harrisburg.
    “Mit Harrisburg, der Hauptstadt des Bundesstaates Pennsylvania, kündigt sich nun ein Kommunalbankrott an, wie man ihn laut Experten in seinen Ausmaßen bislang noch nicht gesehen hat. ”
    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=14966

  • HAJO - 10. März 2012

    @Roland

    Bzgl. Lagerbestände im produzierenden Gewerbe siehe hier:

    http://research.stlouisfed.org/fred2/series/UMTMTI?cid=32432

    mfg
    Hajo

  • HAJO - 10. März 2012

    @Roland

    Noch eine Ergänzung zum Vergleich:

    http://research.stlouisfed.org/fred2/series/UMTMVS?cid=32430

    Am Hoch von August 2011 bezifferten sich die Güterauslieferungen (Shipments) der Produzenten auf 472 Mrd. USD, im Januar 2012 lediglich noch auf 426 Mrd. USD. Die Lagerbestände der Produzenten lagen im Januar (610 Mrd. USD) um 184 Mrd. USD (rund 43 %) höher als die Auslieferungen. Güterauslieferungen der Produzenten bedeuten jedoch nicht “Verkäufe an Endverbraucher”, sondern primär Beschickung des Großhandels, wo diese Güter vielfach dessen Lagerbestände ausweiten. Der Großhandel hat diese Güter keineswegs geordert, weil seine Lager weitgehend geräumt wären, sondern weil zwischen den Produzenten und den Großhändlern Mindestabnahmeverträge bestehen.

    • Roland - 11. März 2012

      Danke.

      Das müsste in absehbarer Zeit in eine Rabatt-Schlacht münden.

  • Georg Trappe: - 11. März 2012

    Zu der Grafik aus der NYT gaebe es noch einiges zu sagen. Nur soviel. Man sieht den Produktivitaetsfortschritt. Man sieht ebenfalls die stagnierenden Loehne. Was fehlt ist die Entwicklung des Handelsbilanzdefizits. Wenn man das noch hinzu nimmt, dann stellt sich die Frage, wie sich das entwickelt haette, wenn die Loehne in den USA nicht stagniert haetten?
    Denn dann waeren US Produkte auf dem Weltmarkt deutlich teurer gewesen.
    Worauf ich hinaus will ist, dass das was Richard Wolff im Interview anspricht, die Tatsache, dass der technische Fortschritt es erlaubt immer mehr Produkte mit immer weniger Einsatz von gut bezahlter menschlicher Arbeit herzustellen eine enorme Wirkung entfaltet, die keiner wahrhaben will. Der deflationaere Druck, der dadurch entsteht kann offenbar eine zeitlang mit extrem expansiver Kreditvergabe kompensiert werden. Wenn aber der Kapitalfaktor (Summe aller Schulden im Verhaeltnis zum BIP) den Stand von etwa 3 bis 4 erreicht, dann geraet auch diese “Loesung” in Schwierigkeiten. Und deswegen ist das, was seit fast 5 Jahren ablaeuft keine “Euro- oder Staatsschuldenkrise” sondern Ausdruck eines ganz fundamentalen Problems, das sowohl die hochentwickelten Volkswirtschaften betrifft, da sie das Ende der Fahnestange erreichen als auch die sog. Schwellenlaender, weil sie entweder in die gleiche Sackgasse laufen oder chancenlos untergehen. Grob verkuerzt kan man sagen es entstehen eine handvoll von Exportweltmeistern denen es eine gewisse Zeit gut geht, um dann dort zu Enden, wo Japan seit 20 Jahren ist und eine grosse Zahl von Schuldenweltmeistern, die wenn sie nicht Weltleitwaehrung drucken, Schiksale wie Griechenland, Argentinen etc. erleiden.

  • der Bauer vom HUnsrück - 11. März 2012

    @ G. Trappe
    nein, ich habe mich oder meine Großeltern nie gefragt, aber ich kann es mir heute vorstellen, wie es gewesen sein könnte, schließlich kriegen wir die aktuelle Machtelite ja auch nicht los und das Geschrei “die faulen Griechen” wird heute vermutlich genauso beklatscht, wie damals “der faule Jude”.

    Dass die 1. Welt auf Kosten der 1+Xn lebt ist mir spätestens bewußt, seitdem ich mich mit ökologischen Systemen, Kybernetik u.ä. Themen beschäftige.

    Ich leide unter der Dumpfheit meiner Mitmenschen und stehe kurz vor der definitiven Entscheidung: “was soll´s, partizipiere so gut von dem System wie es geht und dann schaun mer mal, dann seh´n wir schon…” Ja es ist ein gewisses Maß an Fatalismus, aber ohne ist es nicht mehr zu erleben, ohne irre zu werden.

    Gruß
    vom Bauern aus dem Hunsrück

  • ergo sum - 22. März 2012

    Es war klar, dass man sich bei uns sofort kritisch äußern würde, sobald man merkt, dass sich die USA schneller von der Krise erholen als Europa. Doch lässt es sich nun mal nicht bestreiten, dass die US-Autoindusrie wieder auf vollen Touren brummt, und dass US-Exporte sogar während der Krise laufend angestegen sind. Gegen harte Fakten lässt sich mit antiamerikanischer Propaganda, Tabellen und ideologischen Argumenten eben schwer ankommen.

    Dazu kam natürlich gerade zur Krisenzeit der enorme Glücksfall der Entdeckung riesiger Ölvorkommen in vielen Staaten des “Mittelwestens”, die auf lange Sicht die USA von Energieimporten unabhängig machen werden.. Peakoil ist definitiv im Eimer. Im Jahr 2011 haben die USA seit 50 Jahren erstmals wieder Erdölprodukte EXportiert.