Unfassbare Desaster-Zone und Dokument des Versagens
Das griechische Statistikamt (ELSTAT) berichtete gestern die Daten zur breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energie- und Wasserversorgung und das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat Oktober 2011. Und diese Daten belegen zum wiederholten Male den desaströsen Weg der unter der Maßgabe der Troika (IWF, EU und EZB) mit den Austeritätsmaßnahmen in Griechenland eingeschlagen wurde. Im Oktober 2011 sank der Output der Industrieproduktion um weitere kräftige arbeitstäglich bereinigte -12,3% zum bereits schwachen Vorjahresmonat. Saisonbereinigt ging es um -4,34% zum Vormonat abwärts!
Der saisonbereinigte Output der breit gefassten griechischen Industrie von Januar 1995 bis Oktober 2011 im Chart, laut den Daten von Eurostat. ELSTAT berichtet nur die Daten als arbeitstäglich bereinigte Indizes. Der saisonbereinigte Industrieproduktionsindex fiel im Oktober 2011 um weitere -4,34% zum Vormonat auf 72,91 Indexpunkte und damit lag der Output der breit gefassten griechischen Industrie auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Januar 1995. Seit dem letzten Hoch im Januar 2007 brach der Industrieproduktionsindex um -30,8% ein. Noch gravierender, der Output im Oktober 2011 lag sogar um -11,33% unter dem Stand des Jahres 1995 (Durchschnitt Jan.-Dez. 1995: 82,23 Indexpunkte).
Das Verarbeitende Gewerbe brach um -11,9% zum Vorjahresmonat ein, der Output im Bergbau um -1,0% und der Output der Wasserversorger stieg um +0,7%. Den absoluten Hammer dokumentieren die Daten zum Output der Energieversorgung, es ging um -19,2% zum Vorjahresmonat abwärts! Gerade der Output der Energieversorger reflektiert den brachialen Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Aktivität:
Die Entwicklung des Outputs der Energieversorger seit Januar 2000 bis Oktober 2011 im Chart. Im Oktober 2011 sank der Output saisonbereinigt um -6,6% zum Vormonat auf 70,39 Indexpunkte. Zum Hoch im Juni 2008 sank der Output der Energieerzeugung um -33,49%! Wahrhaftig eine finstere Depression!
Mit einem Output der breit gefassten Industrieproduktion von vor 1995 die Schuldenpyramiden von 2011 abtragen oder selbst nur aus eigener Kraft tragen zu wollen ist ein absurdes Unterfangen und eine lächerliche Wirtschaftpolitik mit dem Fokus auf vermeintliche Krisenbewältigung!
Heute veröffentlichte ELSTAT die detaillierten Daten zur VGR (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) für das 3. Quartal 2011. Das reale BIP wurde leicht aufwärts revidiert auf -5,0% zum Vorjahresquartal. Auslöser ist der Außenbeitrag (Exporte-Importe), welcher in BIP einfließt (sinkendes Handelsbilanzdefizit bei Waren, Gütern und Dienstleistungen). Dies allein qualifiziert allerdings die griechischen BIP-Daten nicht wirklich als Verbesserung, mit den Dienstleistungen ging das Defizit zwar um beachtliche reale -71,4% zum Vorjahresquartal zurück, nur bei Waren und Gütern aber um wesentlich geringere reale -12,2%. Es macht aber eben einen Unterschied, ob das Defizit sinkt durch eine Ankurbelung der Wertschöpfung, insbesondere Industrieller, oder eben vor allem durch Importschrumpfung in Folge der ausgelösten Depression. Der positive Aspekt den der Außenbeitrag trotzdem im BIP auslöst, wird klar von den anderen Komponenten negativ überlagert. Der reale Binnenkonsum (Privat und Staat) sank um -5,1%, der reale private Konsum um -5,5%, die realen Arbeitnehmerentgelte sanken um -10,9%, die Bruttoanlageinvestitionen um -15,2% und die reale Bruttowertschöpfung der breit gefassten Industrie sank um -6,8%, jeweils zum Vorjahresquartal. Weiterhin ist ELSTAT nicht in der Lage saisonbereinigten Daten zu liefern, so dass man sich mit den unbereinigten Originaldaten begnügen muss.
Die Entwicklung der realen Summe aller Arbeitnehmerentgelte im Vergleich zum Vorjahresquartal seit Q1 2001 im Chart. In Q3 2011 geht es zum sechsten Mal in Folge zweistellig abwärts, diesmal um “nur” noch -10,9% zum Vorjahresquartal.
Noch schlimmer, in die völlig unterentwickelte Volkswirtschaft werden auch noch die Investitionen zweistellig zurückgefahren, eine weiter zum Scheitern verurteilte wirtschaftliche Entwicklung:
Die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen seit Q1 2001 bis Q3 2011. In Q3 2011 sanken die Bruttoanlageinvestitionen um weitere -15,2% zum Vorjahresquartal. Seit nun 16 Quartalen in Folge im Vergleich zum Vorjahresquartal sinken die Bruttoanlageinvestitionen in Griechenland! Seit dem Hoch im 2. Quartal 2007 sind die Bruttoanlageinvestitionen um unverantwortliche und beispiellose -50,38% gesunken!
Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Erwerb von dauerhaften und reproduzierbaren Produktionsmitteln sowie selbst erstellten Anlagen, ebenso von größeren Reparaturen, die zu einer wesentlichen Steigerung des Wertes einer Anlage führen. Die Bruttoanlageinvestitionen untergliedern sich in Ausrüstungen (Produktionsanlagen, Maschinen, Geräte, Fahrzeuge), Bauten (Wohnbauten, Nichtwohnbauten) und sonstige Anlagen (u.a. Nutzvieh und Nutzpflanzungen, Computersoftware).
Eigentlich ist es müßig erneut zu wiederholen, dass niemals eine unterentwickelte Volkswirtschaft leistungs- und wettbewerbsfähig gemacht werden kann, mit zweistellig sinkenden Bruttoanlageinvestitionen. Wenn man nun wie Querschuesse seit 2 Jahren detailliert die Entwicklung der griechischen Wirtschaftsdaten verfolgt und dokumentiert und genau diese eingetretene Entwicklung im Vorfeld skizziert hat, bleibt man mit Kopfschütteln abseits stehen. Rettungspakete, Schuldenbremse, Fiskalunion und all die anderen leeren Worthülsen beschreiben und bekämpfen nur die Symptome, aber eben nicht die klar zu Grunde liegende Ursache, die mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Südperipherie und die Schere bei der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, die unter dem Korsett des Euro immer größer wird. Die Bugwelle an uneinbringbaren Forderungen gegenüber der Südperipherie wird immer größer, deren realwirtschaftliches Desaster ebenso und die wirklichen Ursachen bleiben unbereinigt und unterbelichtet. Eine Kombination, bei der auch noch so viele vermeintliche Euro-Rettungsgipfel inkompetenter Protagonisten und deren avisierten Bekundungen zu Symptombehandlungen, in der Sache nicht weiter helfen.
Quelle Daten: Statistics.gr/PRODUCTION INDEX IN INDUSTRY: October 2011, Statistics.gr/QUARTERLY NATIONAL ACCOUNTS: 3rd Quarter 2011, Statistics.gr/Portal zu den Excel-Tabellen der VGR , Eurostat.ec.europa.eu/Datenbank
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
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M.E. - 9. Dezember 2011
Oje, die Charts sehen ja aus, wie die unsrigen in den bevorstehenden 20er und 30er Jahren. Und das auch noch im Zeitraffertempo.
Das heißt, wenn die globale Finanzmarkt-Kernschmelze richtig in Fahrt kommt, könnten unsere Charts schon irgendwann in den nächsten Jahren so aussehen, wie die in Griechenland jetzt.
derdestiller - 14. Februar 2012
Die griechische Industrie ist nicht komplett zerstört.
Schaut man sich einmal die Daten zum Aussenhandel an, so sieht man dass sich die Schere schon stark geschlossen hat, von Beträgen über 4-5 Milliarden Euro monatlich in 2009/2010 hin zu 1,800 Mrd im September 2011, Tendenz fallend. Im Handel mit Drittstaaten zeigt Griechenland bereits eine ausgeglichenen Handelsbilanz.
Dies übrigens bei einem deutlichen Anstieg des Exports seit 2009 von 14 auf 22 Milliarden Euro (2010:10% ggü Vj, 2011: 37%). Die Importe fielen von knapp 50 Milliarden auf 43 Milliarden Euro (2010: -3% ggü Vj., 2011: -10%). Derjenige der Trends nicht ignorieren möchte kann also ein klein wenig Hoffnung schöpfen.
Querschuss - 14. Februar 2012
Hallo derdestiller,
sehe ich nicht ganz so positiv, dass bei einer beispiellosen Kontraktion der Wirtschaft die Importe fallen ist klar, der Anstieg der Exporte ist richtig, nur von welchen Volumen/Niveau und bei nur ca. 1,7 Mrd. Euro Exportvolumen monatlich kann man höchstens 900 Mio. Euro dem verarbeitenden Gewerbe zurechnen, das ist nahezu nichts. Die relevante Leistungsbilanz generiert selbst nach der bisherigen Rosskur immer noch ein Defizit von kumulierten -18,889 Mrd. Euro von Januar 2011 bis November 2011 lauf den den letzten verfügbaren Daten der griechischen Notenbank, nach -21,157 Mrd. Euro im Vergleichzeitraum 2010 und nach -22,744 Mrd. Euro 2009. Gemessen am angerichteten Schaden, -6% beim realen BIP, 20,9% Arbeitslosenquote, 48% Jugendarbeitslosikeit und -32,01% beim industriellen Output zum Hoch ist das kein wirklicher Grund zu Optimismus.
siehe Daten: http://www.bankofgreece.gr/BogDocumentEn/Balance_of_Payments-Data.xls
Gruß Steffen
Querschuss - 9. Dezember 2011
Hallo M.E.,
was die Charts nicht zeigen bzw. nur Erahnen lassen ist der Absturz im Lebensstandard des durchschnittlichen Griechen um nicht das Wort neue Armut zu gebrauchen.
Die Steigerung des Wahnsinns wäre eigentlich nur noch die Produktion ganz einzustellen.
Gruß Steffen
Lazarus09 - 9. Dezember 2011
Nachdem nun der Exportweltmeister auch noch seine patentierte und Desaster geprüfte Schuldenbremse exportiert dürfte Griechenland das Anschauungsbeispiel für die mit Sicherheit folgen Staaten dienen … wohin die absolut kontraproduktiven Austeritätsmaßnahmen führen sieht man eindrucksvoll .
Die Steigerung des Wahnsinn wäre eigentlich nur noch die Produktion ganz einzustellen
Das dürfte den Exportweltmeister freuen .. und alle Verlustwetten zur Auszahlung bringen
666
M.E. - 9. Dezember 2011
Ja, Steffen,
die Entwicklung scheint mir noch deutlich dramatischer zu sein, als die Entwicklung in Argentinien vor 10 Jahren.
Denn einerseits war das griechische Ausgangsniveau vor dem Absturz höher, als das von Argentinien vor dem Jahr 2000, und außerdem waren die Reaktionsmöglichkeiten von Argenitien größer. Einerseits durch einen Schuldenschnitt von etwa 70% und nicht so einem “Schnittchen” wie bei Griechenland demnächst. Und was wichtiger ist: Argentinien konnte seine Währung schnell von der vorherigen Dollarbindung abkoppeln und extrem abwerten. Nach einigen Jahren des Ganges durchs Fegefeuer war somit ein Wiederaufstieg Argentiniens möglich.
All dies ist Griechenland verwehrt.
In Argentinien war trotzdem 2001 schon die Hölle los mit sozialen Explosionen. Ich möchte mir lieber nicht vorstellen, was in den nächsten Jahren in Griechenland abgeht.
Für das Stürmen der Yachten in den griechischen Marinas durch das Volk hätte ich eine gewisse Sympathie. Auch wenn Gewalt natürlich nicht die Probleme löst.
Übrigens, weil es hier vor kurzem in einem Kommentar diskutiert wurde: Kapitalflucht ist natürlich kein exklusives Phänomen der Euro-Zone. Kapital ist überall auf der Welt sehr mobil, im Gegensatz zu den Massen der wertschöpfenden Menschen (oder der aus dem Wertschöpfungsprozess ausgestoßenen Menschen).
Roland - 9. Dezember 2011
Der Abbau des Leistungsbilanzdefizits könnte mit der guten Tourismus-Saison zusammenhängen. Preissenkungen haben doch sehr viele Leute gelockt. Der Effekt wäre allerdings temporär unterbrochen bis zur kommenden Saison.
Im Export ergeben sich für Griechenland Richtung Mittlerer Osten wie Syrien, Irak, Iran gerade aktuelle Möglichkeiten insbesonders im Lebensmittel verarbeitenden Bereich.. GR nimmt an keinen Sanktionen teil und besetzt so Märkte.
So verheerend die Deflationspolitik für den Inlandskonsum ist, einige Puffer für die Gesamtwirtschaft sind also schon noch da.
Ob GR aber am Austritt aus dem EURO herumkommt – ??
Das gäbe sicher einen enormen Stress für das Griechische Bankensystem und für das europäische auch. Solange die Zentralbanken aber Liquidität ins System pumpen, ist nicht von einer so gerne beschworenen “Kernschmelze” auszugehen.
Dass man mittelfristig das ganze System sanieren und durch Umverteilung gerechter machen muß, wird mit obiger Aussage nicht implizit bestritten.
“Blasengeld” der Zentralbanken -jetzt ins System gepumpt- führt bei unterausgelasteten Kapazitäten nicht in die Inflation.
Japan mit ähnlicher Politik schlägt sich schon seit 15 Jahren mit einer Deflation herum.
Und die Inflation 1923 entstand aus dem Wegbrechen der Produktionskapazität des Ruhrgebietes durch die französische Besetzung und anschließendem Generalstreik. Die Reichsregierung hatte die streikenden Arbeiter aus politischen Gründen mit geschöpftem Geld weiterbezahlt. Schrumpfendes Warenangebot und gleichbleibende Kaufkraft, das konnte nicht gut gehen.
Wo aber soll eine Inflation heute herkommen ?
Unterausgelastete Unternehmen verspüren immer einen deflationären Druck. Siehe extrem in den Jahren 1929 ff , wo die Preise in der Depressionszeit um 30 % sanken.
Es ist also eher eine deflationäre Entwicklung ausgehend von den südlichen EU-Staaten anzunehmen, die bei Übergreifen der Rezession auf D auch bei uns spürbar werden wird.
Karl - 9. Dezember 2011
Hallo Roland,
die Inflation heute wird durch das Monetarisieren der Staatsschulden kommen. Oder glaubst Du, dass irgendein Euroland seine Schulden zurückzahlen könnte? Klar, können die meisten ihre Zinsen noch zahlen. Bei Fälligkeit alter Schulden, muss aber jemand gefunden werden, der dann die zur Ablösung der alten Schluden nötigen neuen Staatsanleihen kauft. Da kommt nächstes Jahr für die allermeisten EURO Länder wohl nur die EZB in Frage.
Lothar - 9. Dezember 2011
Hallo Karl,
Das ist noch keine Monetarisiserung, sondern nur das hin- und herschieben von virtuellen Nummern. Eine Monetarisierung wuerde nur stattfinden wenn irgendjemand anfaengt das Geld zu nutzen fuer Dinge in der Realwelt, dann gibts eine Asset Bubbeln die ein grossteil der Inflation auffangen, z.B. koennte Gold auf 10000/Unze steigen oder der qm in Muenchen dann 20000 Euro kosten. Das nennt man dann Stagflation, einige Dinge gehen in Asset Bubblen auf andere bleiben normal (all das was der Normalbuerger braucht und was sich nicht als Sicherheit eignet, z.B. wuerde sicher niemand 100 3-D Flachbildschirme ins Zimmer stellen).
Und irgendwann explodieren die Asset Bubbeln und dann ist das Geld abgeschrieben.
Ob das allerdings in diesen Dimensionen auch so laufen kann weiss niemand, ich habe da zweifel das aufgrund der Quantitaet eine neue Qualitaet der Krise kommt.
Roland - 9. Dezember 2011
Solange das “Blasengeld” nur innerhalb des Finazsystems herumgeistert, quasi über den Wolken und Liquiditäst- und Bilanzprobleme bei Banken behebt, also nicht auf den Boden der Realwirtschaft kommt, besteht keine Inflationsgefahr.
Da wir vor einer rezessiven Entwicklung stehen, wird auch nicht mehr lange auf Asset-Bubble spekuliert werden können. Wer es in der Rezession probiert, begeht letztlich Selbstmord. Die ganz Schlauen shorten auch schon für D. Skeptiker sollten sich die drastisch fallenden Immobilienpreise in Spanien und Griechenland anschauen.
“Kernschmelze”, “Hyperinflation” und ähnliche Schlagzeilen sind meistens interessengeleitet. Mit solchen “Tatarenmeldungen” verdienen sich hierzulande Leute im Immobilien- und/oder Goldbusiness damit eine ebensolche Nase- noch.
micha - 9. Dezember 2011
Hallo Roland,
Es ist ja nicht so, dass die “assets” in der Finanzwelt völlig von der Realwirtschaft abgekoppelt in den Wolken schweben würden!! Ganz bevorzugte Inflations-anlagen sind schließlich auch Rohstoffe aller Art. Die Preise für Öl, Nahrungsmittel, Basismetalle, etc. werden von den Finanz-Billionen ordentlich aufgepumpt werden (war ja ’08 und ’11 bereits so). DAS kommt bei jedem Menschen (weltweit) an!
Ich gebe dir insofern aber recht, dass in nicht allzu ferner Zeit eher noch ein kräftiger Deflations-Schock kommen wird (Rezession, Blasen platzen, Staaten, Banken & Versicherungen am Abgrund, das übliche halt). DANN geht das Geld drucken wohl erst richtig los, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass unsere “Eliten” einen deflationären Kollaps zulassen werden. Das ist meine Einschätzung. Wohl nicht umsonst verkaufen einige der “großen Investoren” zur Zeit ihr Gold. Soros hat die “ultimative Blase” vorhergesagt, aber -wohl wissend- nicht gesagt, wann es soweit ist….
Lothar - 10. Dezember 2011
@Micha, aber das Aufpumpen der Rohstoffpreise koennte man ja sehr einfach politisch verhindern wenn der Wille da ist und der wird kommen.
Real horten lassen sich die Dinger verdammt schlecht (bis auf die teuren Edelmetalle).
Es bleibt spannend und Soros hat auch schon oefters verdammt viel Geld verloren.
Tourist - 10. Dezember 2011
Ja, da ist was dran, was du sagst bzgl. Inflatiosenntwicklung! Nur Krisenerscheinungen hängen ja nicht ausschlaggebend an der Geldmengeenentwicklung, sondern an der gelingenden Mehrwertbildung!
Du sagst:
“ich habe da zweifel das aufgrund der Quantitaet eine neue Qualitaet der Krise kommt.” Dass ist auch richtig!
Nun ja, die Krise verschärft sich unteranderem, wenn die Abschreibungswelle mal richtig losgetreten wird! Diese “Qualität” bekomen wir noch zu spüren! Zur Zeit wird das ja mit ach und krach verhindert! Allein dieser Jo jo effekt an den Aktienmärkten, um die 5-6ooo rum ist so ein Anzeichen!
UNd das dümmste an allem ist! Wir erleiden ja noch nicht mal materielle Armut, sondern werden bestimmt durch Recheneneinheiten!
Wozu sollen diese nochmal gut sein?? Ach ja, für “gerechte” Preisbildungen
, und einer daraus folgenden wohlstandsfördernden Marktwirtschaft! *würg* Weg mit dem Marktdreck und die Bedürfnisse der Menschen zum Mass und zur Ankurbelung der Produktion machen! UNd nicht irgendwelche bekloppten monetären Größen!
blackwind - 9. Dezember 2011
F**k,
füchterlich nur fürchterlich mit welcher Ignoranz hier die nichtmobile Bevölkerung ….ja geopfert wird.
Für Was? Für Wen?
Danke für Deine gute Recherche & Artikel!!!
Gruß
blackwind
funnythat - 9. Dezember 2011
Es ist eigentlich jedem denkenden Menschen klar, dass Griechenland sich nicht gesund-sparen kann. Dies trifft auch fuer Irland zu. Wenn der Markt die Kredite nicht mehr vergeben mag, dann hilft nur extremes Wirtschafts-Wachstum oder Inflation um die Schulden zu beseitigen. Fuer Griechenland kommt realistisch nur letzeres in Frage. Also Abschied vom Euro.
Aber die Euro-Krise sollte als Anstoss fuer die Entwicklung eines neuen Wirtschafts-Systems dienen. In einer Welt mit beschraenkten Resourcen ist unbegrenztes Wachstum nicht mehr moeglich. Dies erfordert dirgistische oder zumindest regulatorische Intervention der demokratisch gewaehlten Regierungen.
anonym - 9. Dezember 2011
Der “…desaströsen Weg der unter der Maßgabe der Troika…” heisst doch eigentlich nur dass sich Griechenland annähert von seinem EIGENEN GELD zu leben.
(Anstatt von anderer Leute Geld.)
Oder sehe ich da etwas falsch ?
mfg.
Querschuss - 9. Dezember 2011
Hallo anonym,
im Prinzip richtig, aber mit Sparen den Rest einer unterentwickelten Volkswirtschaft abzuwürgen nützt weder den Griechen noch den Gläübigern, bei hohen Schulden weniger Werte zu schöpfen, dürfte die Wahrscheinlichkeit die Schulden abtragen bzw. wenigstens tragen zu können gegen Null boosten. Sollte dies beabsichtigt sein, funktioniert es hervorragend. Sollte aber das Gegenteil beabsichtigt sein, läuft etwas komplett verkehrt.
Gruß Steffen
stulle - 9. Dezember 2011
Guck mal:
http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/11/1a244.jpg
Und ohne diese Maßnahme/Griff in die “Trickkiste” würde es auch anderen Beteiligten in der Weltwirtschaft schon heute ein wenig schlechter gehen. Von den Griechen ganz zu schweigen.
der-oekonomiker - 9. Dezember 2011
Das ist doch jetzt alles Vergangenheit. Haben wir nicht in den letzten Stunden die Rettungsmaßnahmen für die Euro-Krise gehört? Verkündet u. a. von Angie I., Kaiserin von Europa. Und überschwengliche Kommentare an jeder Ecke dazu. Oder sehen wir nur, wie aus viel heißer Luft tolle Nachrichten produziert werden? Schön, dass hier die Fakten dazu gibt …
Lazarus09 - 9. Dezember 2011
füchterlich nur fürchterlich mit welcher Ignoranz hier die nichtmobile Bevölkerung ….ja geopfert wird.
Für Was? Für Wen?
Im Bundeshaushalt 2012 wird mit Ausgaben von 306 Milliarden Euro geplant……
Das heutige Vermögen der Familie Quandt wird auf 20 Milliarden Euro geschätzt !*
Eine einzige Familie in Deutschland ….. 20 Milliarden Euro ..
Noch Fragen..?
*Quelle Wikipedia
Lothar - 9. Dezember 2011
Ja Rasenmaeher drueber und alle Probleme sind beseitigt. Einigen wir uns darauf das alles ueber 10 Millionen Vermoegen gekappt wird und fertig.
Aber dazu braucht es halt die Revolution und daher gibts schon so lange die Idee die Bundeswehr auch im Inland einzusetzen.
Eberhard Schneider - 9. Dezember 2011
Das erste Protektorat der EU und Goldmann-Sachs.Andere werden folgen
bis das ganz Europa zum Sklavenmarkt wird.Demokratie gute nacht
georg - 9. Dezember 2011
in deutschland verrechnet man sich bei einer einzigen bank um 50 Mia euro und so was will solide sein
gruss georg
Querschuss - 9. Dezember 2011
Hallo Georg,
man hat sich nicht verrechnet, sondern bewusst einfach anders bilanziert.
Gruß Steffen
Lazarus09 - 9. Dezember 2011
Dem kleinen Gewerbetriebenden fällt “kreative Bilanzierung” auf’s Bein ….
Roland - 10. Dezember 2011
Das schlagzeilenträchtige Thema war ein schlichtes:
Brüssel verlangt die Meldung der Bruttoverschuldung u.a. der HRE Bad Bank, die dann in die Statistik der Staatsschulden/Bruttosozialprodukt-Quote einfließt.
Es wurde aber lediglich die Netto-Verschuldung der HRE- Bad Bank gemeldet, vielleicht ein Versehen oder bewußt, um die Brüsseler Statistik etwas “aufzuhübschen”.
Für die HRE Bad Bank selbst ist das allerdings völlig wurscht.
Es sind hier keine 50 Mrd. EUR aufgetaucht.
Reines Medienspektakel.
Lazarus09 - 9. Dezember 2011
Deutschland hat ca.83 Millionen Einwohner ..
….die 10 reichsten Deutschen Familien besitzen an Privatvermögen ein Drittel des Staatshaushaltes des Landes..etwas über 106 Milliarden Euro
…. wenn vor diesem Hintergrund Politiker vom sparen sprechen und von über den Verhältnissen gelebt .. halten H4 für zu hoch,und labern von Mindestlöhnen.. fehlen einem die Worte,und man fragt sich : warum in des drei Teufels Namen können die solche Reden schwingen ohne mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt zu werden ..?
dank - 9. Dezember 2011
Zu wenige Jäger?
Lazarus09 - 9. Dezember 2011
…zum Beispiel,und zu viel Vollidioten siehe S21
dank - 10. Dezember 2011
Es gibt eben doch noch eine weitere Krise:
http://qpress.de/2011/12/05/schuldenkrise-eskaliert-jetzt-auch-noch-guthabenkrise/
Die armen Leute…
tarzun - 9. Dezember 2011
@All
Wenn der Energieverbrauch um 30 Prozent in den letzten Jahren gefallen ist, wie kommt das zustande? Schauen die Griechen weniger TV oder spielen Sie weniger Computerspiele oder Heizen bzw. Kühlen Sie einfach weniger?
Oder ist Schafkäse- und Olivenproduktion so Energieaufwendig?
Gehen die Griechen jetzt mehr zu Fuss?
Weiß wer etwas Konkretes, kann mir jemand ein Beispiel geben?
tarzun
omikron - 9. Dezember 2011
Die meiste Energie wird in den Unternehmen verbraucht und nicht in Privathaushalten.
Wenn zig Firmen und Läden durch die Kriese pleite sind, dann verbrauchen die auch nix mehr.
Bein Lohnkürzungen und Benzinpreiserhöhung wird nicht mehr soviel gefahren. Arbeitslose verbrauchen auch weniger Benzin usw.
dank - 9. Dezember 2011
Da eine Rückrufaktion dieser defekten Schuldenbremsen praktisch ausgeschlossen scheint, werden wir wohl ALLE schön die Garantien (die nicht nach zwei Jahren erlöschen) leisten dürfen…
Da hör ich ja so manchen Autohersteller in die Hände klatschen, dass sich noch ein größerer VollHonk gefunden hat, der richtig defekte Bremsen exportiert. GEWALTEXPORT scheint dafür ein gutes Wort.
Dazu noch für Fahrzeuge die mit Höchstgeschwindigkeit auf die Mauer zu rasen – was sicher den Einbau nicht leichter macht.
Aber dann drückt die Rettungstruppe um Merkozy eben die Bremse mit Gewalt rein. Ganz ehrlich, bei denen hat doch jemand verpasst, ihnen als Kind öfter mal einen Stock in die Speichen zu stecken, sonst wäre den Rettungscrew der Ausgang bewusst.
Und wie bitte sollen denn mit der neuesten Superschlau-Idee aka “Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin” die Defizitsünder bestraft werden?
Einem Schuldner eine Strafe aufdrücken – einem Ertrinkendem eine Flasche stilles Wasser zuwerfen?
Na, ist doch ganz ganz klar:
Die zu leistende Strafe wird zuerst dem Defizitsünder aufs Konto überwiesen, um sie danach von ihm fordern zu können.
Bad bad madness – mir schmerzt vom Kopfschütteln der Nacken…
georg - 9. Dezember 2011
an querschuss
war ironisch gemeint. kommt im endeffekt aber auf das gleiche hinaus.
gruss georg
Michael - 9. Dezember 2011
Die Fiskalunion ist die Vorstufe für die Eurobonds. Und wie gern die Deutschen Steuern für die sozialistischen Brudervölker zahlen, braucht kein Geheimnis sein.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/16-wege-aus-der-krise-sorge-um-deutschland-und-europa-11552994.html
dank - 9. Dezember 2011
Bin überrascht, dass die FAZ das gebracht hat.
Inhaltlich scheinen die von Steffen und SLE abgepinselt zu haben.
Die Thesen und Fakten sind für viele Leser von Querschuesse schon sehr gealtert, das es sich fast, wie auf VHS liest.
Nur die Banken kommen in den Brandbrief und den Lösungsideen “ein wenig” zu gut weg…
…und warum kam das nicht früher von den Unterzeichnern und wird nicht endlich medial ausgeschlachtet?
Merkel I. ins TV und live befragt – Punkt für Punkt!
Oder ein kleines Duell: 5 der Unterzeichner vs. 5 der Volksverdreher
Die Bogenberger Erklärung
Danke, das kann sich jeder jetzt übers Bett hängen, wenn es schief geht mit dem Euro-Desaster.
Sir Toby - 9. Dezember 2011
Das heutige Vermögen der Familie Quandt wird auf 20 Milliarden Euro geschätzt !*
Eine einzige Familie in Deutschland ….. 20 Milliarden Euro ..
Noch Fragen..?
Ja, Lazarus 09: Wie hoch wird das heutige Vermögen der Familie Rothschild geschätzt?
Lothar - 10. Dezember 2011
Die drei noch existierenden Banken sind doch Zwerge, mit ein paar Millarden Bilanzsumme. Und die Rotschild Families sind doch alle mittlerweile ziemlich bankrott gegangen, Ende 19/Anfang 20stes Jahrhundert.
Alles andere ist typischer rechtsaussen antijuedisches Verschwoerungsbullshit
bauagent - 10. Dezember 2011
Ich denke, dass man nochmal in Erinnerung rufen muss, dass es 2 gangbare Wege gab und man sich offenbar am Wochenende für den Inflationsweg entschieden hat. Also den Ankauf von Assets durch die EZB ab Februar 2012. Die Veröffentlichungen zur Spardisziplin sind ja
tote Kaninchen im Zylinder, wie wohl jeder weiß.
Dass das nicht zur mittelfristigen Inflation führt ist völliger Unsinn. Um es einfach deutlich zu machen.
Hier werden Staatsanleihen gekauft, deren Halter Erlöse erzielen. Das sind natürlich nicht nur
irgendwelche virtuellen Versicherungen und Banken, die virtuell Geld hin und her klicken, es sind auch Beteiligte, die ihre Versicherungen und Festgelder auflösen und mit zunehmender Verunsicherung in sichere Anlagen umschichten wollen oder konsumieren.
So ergibt sich ein Cantillon-Effekt, der dazu führt, dass vom Segelschiff des Boni Beziehers bis zum Werkzeugmacher, der die Schrauben für´s Segelschiff herstellt, Nachfrage in Bereichen entsteht, die möglciherweise nicht im offiziellen Warenkorb ankommt, in der realen Wirtschaft aber sehr wohl.
Es ist etwas kompliziert den Gang von Liquidität in einem Kommentarforum deutlich zu machen, aber klar ist sicherlich, dass das Fluten von Geld immer von oben nach unten funktioniert.
So wird der Bau eines Segelschiffs für Herrn Ackermann sicher zunächst nirgendwo in Statistiken zu finden sein, weil er nicht im Warenkorb repräsentativ zu finden ist. Die verbauten Schrauben, der Kühlschrank und die anderen Accessoires aber sehr wohl. Es dauert nur.
Das dürfte auch die politische Agenda sein: Aussitzen und warten was unten ankommt.
Schon vergessen, dass allein die Banker-Bonis weltweit rund 2.2 Billionen Kaufkraft in 2010 ausgemacht haben?
Roland - 10. Dezember 2011
Japan versucht seit über 20 Jahren, mit dem “Fluten von Geld” , u.a. mit einem Zentralbankzinssatz, der seit 10 (!) Jahren in der Spanne von 0 oder wie z.Zt. 0,1 % “oszilliert” die Binnenkonjuktur anzukurbeln. Erfolglos.
Bei einer Staatsschuldenquote von astronomischen 200 % des BSP ist eine moderate Inflation gewünscht – aber es passiert nichts.
Im Gegenteil:
Zur “Verblüffung” der Ökonomenzunft ist Japan in den letzten Monaten wieder in eine leichte Deflation abgerutscht.
(Für Interessierte ein Literaturhinweis:
Prof. Richard A. Werner. ” Neue Wirtschaftspolitik. Was Europa aus den Fehlern Japans lernen kann”)
Tom - 10. Dezember 2011
Die Bankster-Boni stammen aber überwiegend (oder ganz?) aus virtuell erzeugtem Geld, das realwirtschaftlich nicht vorhanden ist.
Da man den Banken den Sonderstatus “too big to fail” einräumt, wird letzlich der Steuerzahler dafür einspringen.
wolfswurt - 10. Dezember 2011
Was steigt wird auch wieder fallen.
Steigt der Wohlstand oder der Vermögenswert nominal als Geldzahl verfällt der Mensch in eine Anspruchshaltung, daß dies bitte schön auch so zu bleiben hat oder weiter steigen muß.
In der bipolaren Welt gilt: auf-ab/ oben-unten/ heiß-kalt/ hell-dunkel/ arn-reich usw. usf.
Ein Blick in die Historie menschlichen Daseins hilft um die momentane Zeit gelassener zu überstehen.
Es gibt keinen Anspruch auf ein reiches, sattes wohlgefälliges Leben.
Die heute materiell reich sind werden morgen arm sein. Dies lehrt die Geschichte.
Und ob der heute Arme morgen reich sein wird hängt in erster Linie von seinen Fähigkeiten ab.
philipp johannes - 10. Dezember 2011
heute ist tag der menschenrechte.
die gelten doch auch in griechenland ?
oder hat man die dort bereits weggespart ?
menschenrechte beinhalten für mich menschenwürde.
das hat mal gar nichts mit ich zitiere meinen vorschreiber ” Es gibt keinen Anspruch auf ein reiches, sattes wohlgefälliges Leben.” zu tun, sondern mit einem menschenwürdigen leben.
gar OECD und IWF fordern reichen- und vermögensteuer!
mehr hierzu bitte nachlesen ( es sei gestattet bitte auf einen anderen blog zu linken ):
eurogate101.com
philipp johannes - 10. Dezember 2011
ups. der vollständige link:
http://eurogate101.com/2011/12/06/oecd-und-iwf-fordern-reichen-und-vermogensteuer/
mit querverweisen zu den themen selbst.
titoslavija - 10. Dezember 2011
griechenland wird von einer elite regiert, die überhaupt keine skrupel hat, den rest der bevölkerung in die totale armut zu schicken. die frage ist nicht ob griechenland aus der eurozone raus muss, sondern ob die elitären kreise es dem staat griechenland erlauben werden aus der eurozone auszutreten. meiner meinung nach wird das nicht passieren, die litargische europäische bevölkerung wird auch nicht rebellieren, wie sie es theoretisch müsste bei einem derartigen abturz des wohlstandes.
doch es wäre interessant zu sehen, wie weit ein land abstürzen muss in einem land vor den augen der EU die völlige anarchie ausbricht. und dann würde mich die reaktion der eu interessieren. Wird helmut schmidt weiterhin die eintracht der EU beschwören, gegen die ideale seiner eigenen partei (wäre nicht das erste mal, dass sich die spd als volkverräter herausstellen) vorgehen?
philipp johannes - 10. Dezember 2011
das video als kritik zum esm vertrag ist sehenswert.
http://guentherlachmann.wordpress.com/2011/09/06/ein-video-enthullt-die-verborgene-seite-der-euro-rettung/
hunsrückbäuerlein - 10. Dezember 2011
war heute mal wieder in SZ, viel Leeerstand inmitten der Ek-Meile. Der Staat schützt Eigentum, aber leider nimmt er Eigentümer nur sehr wenig in die Pflicht. Immerhin wurde die Infrstrukturfür die den Leerstand von uns allen bezahlt in der Hoffnung dass ein Payback erfolgt, bei Leerstand ist das wohl erledigt und leerstand ist immer häufiger. den immobilienbesitzern, Fonds, Versicherungen, Banken, tut das nicht weh, die verluste werden halt mit gewinnen anderswo verrechnet oder der anleger kriegt halt weniger rendite. ich halte mich für einen liberalen menschen, aber langsam kotzt mich die situation in D an. verantwortung nur bei denen, die nicht aus können, aber ab 1. führungseben trifft man schon auf luschen ohne ende, die nicht mal mehr konfliktfähig sind um ihren dienstwagennutzer regelmäßig nach dem gültugen führerschein zu fragen. dafür gibt´s dann lap id – eine schande, diese sog. elite und ein offenbarungseid für unsere gesellschaft.
tarzun - 10. Dezember 2011
Um meinen obigen etwas zu zynisch gearteten Kommentar zu entschärfen,
empfehle ich folgenden Link:
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/12/12802/
Das ist vielleicht anschaulicher als so nackte Zahlen.
tarzun
georg - 11. Dezember 2011
hy ich les hier immer was von der unterentwickelten griechischen volkswirtschaft, wie gut das deutschland da doch ungemein leistungsfähig ist
http://www.heckler-koch.com/de/produkte.html
gruss georg
Gottfried - 13. Dezember 2011
Griechenland steht offenbar vor dem Zusammenbruch, was ein politisches Erbeben in dieser Region, direkt vor der Türkei und Israel bedeuten würde . Als einen der Gründe sehe ich den hier genannten ‘desaströsen Weg der unter der Maßgabe der Troika (IWF, EU und EZB) mit den Austeritätsmaßnahmen in Griechenland eingeschlagen wurde’. Sehr gut beschrieben. Und das ist ja der problematische Weg, der auch für andere Schuldenstaaten vorgesehen ist. Während die viel stärker verschuldeten USA aufgrund ihrer Agenturen Niedrigzinsen zahlen, trudelt die Euro-Zone. Volker Hellmeyer von der Bremer Landesbank sprach bei WDR 5 von einem ‘Wirtschaftskrieg per Rating’ http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/12.12.2011-19.05/b/wirtschaftskrieg-per-rating.html Alle Theorien, man könne den Euro ohne massive Auswirkungen wieder in Landeswährungen separieren, entsprechen der Aufgabe an einen unserer Sterneköche, Rührei wieder sauber zurück in die Schalen zu bekommen. Die USA geben eine unbegrenzte Garantie für ihre Staatsanleihen durch die FED. Die Euro-Anleihen stehen unter dem Schock, dass 50%ige Abwertungen möglich sind, falls man überhaupt noch etwas für griechische Anleihen bekommt. Und welches Land käme dann? Die EZB muss also ebenfalls eine unbegrenzte Garantie für Euro-Staatsanleihen leisten, sonst fliegt der Euro auseinander! Warum ist das innere Ungleichgewicht der Euro-Länder untereinander ein Problem, während es solche Ungleichgewichte zb. auch zwischen den Bundesländern gibt? Weil Regelungen der Kompensation fehlen, also ein Länderfinanzausgleich. Man hat also zwar eine Währungsunion und einen Binnenmarkt, spricht aber immer noch von Export und Import wie gegenüber dem Ausland. Daraus ergeben sich dramatische interne Salden von Guthaben von Ländern wie Deutschland und Schulden von Ländern wie Griechenland. So verstehe ich jedenfalls die hier genannten ‘Target2′ Zahlen. Ich bin Laie, aber das sind ja wohl die Zahlen, die sich aus den Differenzen im Handel ergeben. Wenn das eine Land mehr exportiert, das andere mehr importiert, muss es in einem Binnenmarkt inen Mechanismus geben, der das regelt, entweder durch Transfers, wie wir sie für die neuen Bundesländer kennen, oder durch Vermögensübertragungen der Schuldner auf die Gläubiger, um den Saldo auszugleichen. Ich bitte um Entschuldigung, falls ich hier Unsinn schreiben sollte. Ich weiß nur eines: Argentinien hatte die Staatspleite. Die Währung wurde vom Dollar getrennt und abgewertet. Staatsanleihen wurden dann auf wesentlich längere Laufzeiten umgestellt. Das Handelssystem wurde so umgestellt, dass Import und Export in ein Gleichgewicht kamen. Dieses Regime von Kirchner und jetzt seiner Frau bewirkte, dass zb. Porsche für alle nach Argentinien exportierten Autos dann dieselbe Summe an argentinischen Waren kaufen mußte und immer noch muss, was dem Unternehmen zwar nicht paßt, was es aber dennoch tut. Ein solches System der EU, dass Exportländer wie Deutschland usw. nur so viel exportieren dürfen, wie sie importieren, fehlt!