United States of Disaster: Mit Zwangssparen und Fracking-getriebenem Wirtschaftsboom aus der Krise?

von am 28. Februar 2013 in Allgemein

Monat für Monat und Jahr für Jahr werden von den ideologisch festgefahrenen und scheinbar hoffnungslos im Lobby-Netz der Wall Street und des Big Business gefangenen großen Parteien in den USA Schritte zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise vertagt.

Jetzt, zum 1. März 2013, treten die für den Fall, dass sich Demokraten und Republikaner auch nach weiteren zwei Monaten Aufschub nicht auf ein Konzept zur Konsolidierung des Haushalts einigen können, automatische Haushaltskürzungen in Kraft. Das heißt, die Obama-Administration muss im US-Haushalt pro Jahr 85 Milliarden Dollar einsparen – wie und wo, das wollen die Republikaner, der US-Regierung überlassen. Damit erreichen schieben sie Präsident Obama den schwarzen Peter damit verbundener, unpopulärer Entscheidungen zu. (1)

Doch was sind schon 85 Milliarden Dollar, wenn man sie einmal in Relation zu den Haushalts- und Schuldenproblemen der US-Regierung setzt?

US-Bundesregierung

Jahr für Jahr steigt die Staatsverschuldung in den USA. Noch im Jahr 2006 lag das US-Haushaltsdefizit laut Congressional Budget Office (CBO) (2) bei 160,7 Mrd. Dollar (USD) und selbst im Jahr 2008, dem Jahr der Lehman-Pleite, bei „nur“ 458,6 Mrd. USD. Doch seitdem übersteigt es Jahr für Jahr die 1-Billion-Dollar-Marke:

   -248,2 Mrd. USD (2006)

   -160,7 Mrd. USD (2007)

   -458,6 Mrd. USD (2008)

-1.412,7 Mrd. USD (2009)

-1.293,5 Mrd. USD (2010)

-1.295,6 Mrd. USD (2011) und

-1.089,4 Mrd. USD (2012).

Die Gesamtverschuldung der US-Bundesregierung in Washington hat sich laut Bureau of the Public Debt des US-Finanzministeriums von Januar 2006 bis Ende Februar 2013 nahezu verdoppelt (Angaben jeweils vom Jahresende): (3)

  -8.680 Mrd. USD (2006)

  -9.929 Mrd. USD (2007)

-10.700 Mrd. USD (2008)

-12.311 Mrd. USD (2009)

-14.025 Mrd. USD (2010)

-15.223 Mrd. USD (2011)

-16.433 Mrd. USD (2012)

und

-16.619 Mrd. USD (Stand: 26.02.2013).

Statt die Probleme anzupacken, wurde wieder und wieder einfach die Schuldenobergrenze erhöht.

Seit März 1962 geschah das 75 Mal. Von 5,95 Billionen Dollar im Haushaltsjahr 2001 wurde sie auf 14,29 Billionen Dollar im Jahr 2010 (4) und nach monatelangem Streit im August 2011 schließlich auf 16,39 Billionen Dollar angehoben. (5) Allerdings geschah das nur unter der Auflage noch vorzunehmender Haushaltskürzungen, die falls es keine Einigung geben sollte, zum 1. Januar 2013 automatisch greifen sollten.

Weil es zu diesem Termin wieder keine Einigung gab, aber die USA kurz davor standen, auch die neue Schuldengrenze zu reißen und damit – wie schon im Sommer 2011 – drohten, zahlungsunfähig zu werden, einigten sich die Politiker auf einen erneuten Aufschub und zwar erstens für die Lösung der Frage der Haushaltskürzungen und ‑konsolidierung bis zum 1. März 2013 und für die der Schuldenobergrenze bis zum 18. Mai 2013 (6).

Mit diesem Beschluss ist die Zahlungsfähigkeit auch über die Grenze von 16,39 Billionen Dollar hinaus vorerst gesichert. Grund zum Jubeln gibt es vor diesem Hintergrund jedoch gewiss nicht.

US-Bundesstaaten

Ähnlich prekär ist aber auch die Lage vieler Bundesstaaten und Städte, die zum Teil fortgesetzt am Rande einer Pleite entlangtaumeln.

So verzeichneten 31 Bundessaaten für das im Juni 2012 beginnende fiskalische Haushaltsjahr (Fiskal Year (FY)) Budgetdefizite, die sich auf insgesamt 55 Mrd. Dollar summieren, nach 107 Mrd. USD (FY 2012), 130 Mrd. USD (FY 2011), 191 Mrd. USD (FY 2010) und 110 Mrd. USD (FY 2009). (7) Sie mussten vielfach im Wege austeritätspolitischer Maßnahmen ausgeglichen werden, weil einmal die Wirtschaft nach wie vor schwach und die Arbeitslosigkeit anhaltend hoch ist, so dass die dadurch bedingt hohen Ausgaben angesichts der zugleich eingebrochenen Einnahmen nicht mehr gedeckt werden können. Ferner sind aber die Einnahmen der Bundesstaaten vor allem auch deswegen weggebrochen, weil das System der Staatseinnahmen laut einer Analyse des Center on Budget and Policy Priorities (CBPP) schlicht nicht auf die extrem ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung in den USA ausgelegt ist. (8)

Dieser Problemkomplex belastet den Bund ebenso wie die Bundesstaaten. Wie sehr er das tut, soll anhand einiger Abbildungen verdeutlicht werden.

Schwaches US-Wirtschaftswachstum

Abbildung 1 zeigt das US-Wirtschaftswachstum bzw. das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (GDP/BIP) nach Quartalen (9), wobei die Besonderheit zu berücksichtigen ist, dass in den USA die Werte jeweils aufs ganze Jahr hochgerechnet werden. Ein BIP-Wachstum von 2 Prozent in einem Quartal würde einem Wert von 0,5 Prozent in der deutschen Wirtschaftsstatistik entsprechen.

SLE_A1_CBPP US Chart Book_Change in Real GDPDas Wirtschaftswachstum ist in den USA nach dem Einbruch von 2008/Anfang 2009 schwach geblieben und die Abbildung zeigt, dass es sich 2011 und 2012 im Vergleich zu 2010 tendenziell sogar wieder abgeschwächt hat – trotzt fortgesetzter Maßnahmen der Fed zur Stimulierung der Wirtschaft. Für das letzte Quartal 2012 wurde sogar erstmals wieder ein negativer Wert gemeldet (Minus 0,1 Prozent).

Anhaltend hohe US-Arbeitslosigkeit

Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, warum auch die US-Arbeitslosigkeit weiterhin hoch geblieben ist. Abbildung 2 verdeutlicht (10), dass nach dem Einbruch in 2008/2009 zunächst wieder Beschäftigung aufgebaut wurde, es aber in 2010 erneut einen leichten Beschäftigungsabbau gab.

SLE_A2_CBPP US Chart Book_Monthly change in nonfarm employmentDanach wurden zwar wieder Jobs geschaffen, aber auf einem recht niedrigen Niveau – zu niedrig, um – auch angesichts der demographischen Entwicklung – das Heer an Arbeitslosen zu reduzieren.

Wie wenig effektiv die US-Regierung und die Fed bei der Bewältigung der Arbeitsmarktmisere bisher waren und wie ernst die Probleme nach wie vor sind, zeigt sich, wenn man die Entwicklung der Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit in den USA nach dem Ende der Rezession im Juni 2009 mit der nach früheren Rezessionsphasen vergleicht. Das ist in Abbildung 3 geschehen. (11)

SLE_A3_CBPP US Chart Book_Change in Nonf Employm since Start of RecessionDie Entwicklung im Anschluss an die betrachteten US-Rezessionsphasen ist anhand der entsprechend farblich hervorgehobenen Kurven abzulesen. Der Nullpunkt bezeichnet den Beginn der Rezession. Es fällt auf, dass der Beschäftigungsaufbau mit jeder Rezession langwieriger geworden und immer weniger positiv verlaufen ist. Doch nach der Rezession in 2009 ist der Beschäftigungsaufbau per Saldo prozentual betrachtet im negativen Bereich geblieben. Das hat sich denn auch in der Entwicklung der Arbeitslosigkeit entsprechend niedergeschlagen (siehe Abbildung 4). (12) Nach dem drastischen Anstieg in der letzten Rezession ist sie aktuell immer noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt.
SLE_A4_CBPP US Chart Book_Unemployment Rate 1950-2013

Die sich öffnende Einkommensschere

Abbildung 5 veranschaulicht, wie sich das Durchschnittseinkommen in den verschiedenen Top-Einkommensgruppen im Vergleich zur Einkommensgruppe der unteren 90 Prozent in den USA (indexiert (1917 = 100 %)) zwischen 1917 und 2011 entwickelt hat. (13) Während die Einkommen der unteren 90 Prozent seit Anfang der 70er Jahre stagnieren, sind die Einkommen der Top-1-Prozent seitdem förmlich explodiert. Unterbrochen wurde dieser Anstieg lediglich durch Rücksetzer nach markanten Finanzmarkt- bzw. Börsencrashs, nach denen sich die Top-Einkommensgruppen jedoch wieder rasch erholten – jedenfalls bis zuletzt.

SLE_A5_D_MatthewsWonkblog_US average income by group 1917-2011Wie sehr diese Spreizung auch mit der Entwicklung des US-Finanzsektors zusammenhängt, kann man zumindest ansatzweise erkennen, wenn man sich die Entwicklung der Einkommen im US-Finanzsektor im Vergleich zur übrigen US-Wirtschaft anschaut (siehe dazu Abbildung 6) (14, siehe dazu ausführlich hier) …

SLE_A6_Philippon_Actual&Benchmark Relative Wages Financial Ind 1906-2006… und wenn man weiß, dass die Ursprünge der modernen, besonders renditeträchtigen Geschäfte des US-Finanzsektors – insbesondere auch mit Derivaten (siehe Tabelle zum Welt-BIP und Welt-OTC-Derivatemarkt) – in den frühen 80er Jahren liegen und daraus eine neuer, aufstrebender Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Banken wurde, der auch Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften einen reiches Betätigungsfeld eröffnete.

SLE_Tab1_Vergleich Volumen Welt-BIP Welt-Derivatemarkt 1980-2011Entsprechend positiv entwickelten sich auch die Einkommen in diesem Segment des US-Finanzsektors – in Abbildung 7 zusammengefasst unter „Other Finances“. (15, siehe dazu ausführlich hier)

SLE_A7_Philippon_Relative Wages of Financial Subsectors 1929-2006Es ist vor diesem Hintergrund sehr gut nachvollziehbar, warum in einem Einnahmensystem, das auf eine relative gleichmäßige Einkommens- und Vermögensverteilung ausgelegt ist, die Steuereinnahmen der US-Regierung und der Bundesstaaten sukzessive wegbrechen, wie vom Center of Budget and Policy Priorities auch festgestellt wird. (16) Oder um es mit einer Metapher zu sagen: das Top-1-Prozent der Einkommenspyramide in den USA hat das Bisschen an wirtschaftlicher „Erholung“, aber vor allem auch die Profite aus den praktisch vollständig erholten Finanzmärkten geschluckt, während die übrigen 99 Prozent wieder zurück in die Rezession rutschten. (17)

Wie groß der Anteil Top-1-Prozent an den in den USA zu verzeichnenden Einkommenseinbußen in Rezessionsphasen und am Einkommenswachstum in den anschließenden Erholungsphasen war, hat Emmanuel Saez in einer Tabelle („Real Income Growth by Groups“) sehr schön veranschaulicht. (18) Zwar hatten die Top-Verdiener in Rezessionsphasen prozentual die stärksten Einbrüche. Allerdings profitierten sie in den Erholungsphasen mit immer größer werdendem Abstand zu den 99 Prozent. In der letzten Erholungsphase ging das angefallene reale Wachstum des Durchschnittseinkommens (1,7 Prozent) vollständig an die Top-1-Prozent, während die 99 Prozent gar keine Einkommenszuwächse hatten, sondern weitere Einbußen (Minus 0,4 Prozent) hinnehmen mussten.

SLE_Tab2_E_Saez 2013_US Real Income Growth by Groups_1993-2011Ob die USA in der Krise stecken, das ist so betrachtet vor allem eine Frage davon, wohin man schaut oder präziser gesagt schauen will. Das erklärt unter anderen die Misere und das Dilemma der US-Regierung. Denn die Frage, ob es sich die USA überhaupt noch länger leisten können, nicht zu sparen (Schuldenkollaps), lässt sich genauso gut begründen wie die Frage, ob sie es sich leisten können, zu sparen (Wirtschaftsinfarkt). So oder so, entscheidend wird sein, ob die US-Wirtschaft wieder in Schwung kommt.

Der Fracking-getriebene Boom der US-Wirtschaft

In den letzten Wochen hat es in dieser Hinsicht wiederholt positive Einschätzungen gegeben. Hintergrund sind gesunkene Energiekosten: Erdgas kostet in den USA drei- bis viermal weniger als in Europa und Asien, Erdöl ist um mehr als 15 Prozent preiswerter. (19)

Begründet wird das damit, dass mit Hilfe von Fracking, also dem Herauslösen von Gas und Öl aus Schiefergestein mit Hilfe von Chemikalien und hohem Druck, erhebliche Öl- und Gasvorkommen in den USA erschlossen werden können und darum, so wird agumentiert, die Preise fallen. Das erhöhe die internationale Wettbewerbsfähigkeit und werde eine Reindustrialisierungswelle in den USA bewirken. (20) Die USA, so prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) (21), könnten durch Fracking Saudi Arabien und Russland bis 2020 als größte Ölproduzenten einholen und bis 2035 sogar Nettoexporteur von Energie werden.

Allerdings können niedrige Energiekosten wirtschafts- und marktstrukturelle Probleme nicht beheben. Vielmehr führen sie sogar zum Erhalt der bestehenden problematischen Strukturen in der Wirtschaft. Diese sind gekennzeichnet durch vielfach ausgereifte, gesättigte und hoch konzentrierte Märkte, mit allen damit verbunden Schwierigkeiten (z.B. Überkapazitäten) und zeitigen eben gerade jene, sich weiter verstärkende Schiefe in der Einkommens- und Vermögensverteilung in den USA, die dieses Land, dessen Bruttoinlandsprodukt zu 70 Prozent vom Konsum abhängt, wirtschaftlich und beschäftigungsmäßig nicht aus dem Keller kommen lässt. Die Fed versucht seit Jahren vergeblich die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt wieder richtig in Schwung zu bringen, indem sie fortlaufend billiges Geld in die Märkte und das heißt in die bestehenden Strukturen spült.

Geändert hat sich praktisch nichts. Ob Fracking daran etwas ändern kann?

Gestern wurde in diesem Zusammenhang ein Bericht auf tagesschau.de gebracht, der geeignet ist, die Skepsis an den Chancen von Fracking für die US-Wirtschaft zu vergrößern. (22) Darin wird zwar konstatiert, dass in den letzten Jahren tatsächlich verstärkt nach Gas gebohrt wurde und dadurch der Gaspreis um 80 Prozent gesunken ist. Doch der Jubel von Politik und Wirtschaft angesichts der durch Fracking angeblich eröffneten wirtschaftlichen Perspektiven wird als unbegründet eingestuft, weil es sich bei der angeblichen Energierevolution, so lautet das Urteil, lediglich um ein Strohfeuer handele. Die Begründung: (23)

Fracking sei nicht neu, sondern werde schon seit Jahrzehnten praktiziert. Dass es in den USA seit 2006 verstärkt angewendet werde, habe nichts mit technischem Fortschritt zu tun, sondern andere Gründe:

  1. die hohen Gaspreise. Seit 2006 sind die Gaspreise weltweit stark gestiegen, was teure Fördermethoden wie das Fracking rentabel machte;
  2. eine fundamentale Änderung im US-Umweltrecht. Mit dem „Clean Energy Act“ wurde 2005 die Öl- und Gasförderung in großen Tiefen von den Auflagen des Grundwasserschutzes ausgenommen – beim Fracking kommen giftige Chemikalien zum Einsatz;
  3. die US-Börsenaufsicht änderte 2010 ihre Regeln zur Bewertung der Öl- und Gaskonzerne; als Reserven wurden seitdem auch unkonventionelle Lagerstätten wie Ölsand, Tiefseeöl und Schiefergas angerechnet.

Mittlerweile sei Gas in den USA jedoch so billig, dass sich die Produktion kaum noch rechne und alle Gasproduzenten in den USA beim Fracking Verluste schrieben.

Dass dennoch daran festgehalten werde, habe einen einfachen Grund:

„Ohne die gewaltigen Schiefergasvorkommen in ihren Büchern würden die Aktienkurse von Exxon, Shell und Co. abstürzen. Denn für den Wert eines Öl- und Gasunternehmens sind seine Öl- und Gas-Reserven besonders wichtig.“ (24)

Unter dem Strich, so lautet das Fazit, sei der Fracking-Boom in den USA nichts anderes als eine Überlebenshilfe für Mineralöl- und Gaskonzerne.

Natürlich ist das nur eine, wenn auch begründete, Einschätzung. Der vollständige Artikel findet sich hier.

Fazit

Von einer echten Lösung ihrer Probleme sind die USA sogar noch viel weiter entfernt als es aufgrund des Haushaltsstreits ohnehin schon den Anschein hat. Besorgniserregend ist jedoch insbesondere, dass es bei den Verhandlungen im praktisch seit Anfang 2011 anhaltenden Schuldenstreit zwischen Demokraten und Republikanern offenbar gar nicht darum zu gehen scheint, die Ursachen der Probleme, vor die die USA gestellt sind, zu beseitigen. Stattdessen wird mit unterschiedlichen, zum großen Teil ideologisch geprägten Vorschlägen versucht, ein konsensfähiges Rezept zu finden, mit dem es gelingen kann, das bereits gescheiterte „US-Geschäftsmodell“ zu reanimieren.

Barack Obamas´ Motto, mit dem er es seinerzeit schaffte, die Amerikaner im Wahlkampf zu überzeugen, hieß „Change“. Der Streit und die tatsächlich umgesetzte Politik aber zeigen, dass er und die Republikaner jetzt nichts weniger wollen als das.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

Print article

41 KommentareKommentieren

  • Uwe - 28. Februar 2013

    Mein Fazit: “Geld regiert die Welt” ist die Plattitüde, die mich immer wieder umtreibt.
    Die Frage, wie wir den gesellschaftlichen Frieden erhalten, ein immerwährender Alptraum.
    Was muss man anbieten, damit der unausweichliche Verzicht den persönlichen Einsatz lohnt?
    Aktuell könnte ein Erhabener glauben, es sei ein neues Pontifikat. Im Ansatz ist das wohl richtig, zu fragen, richtiger, als selbstbewusst Andere der Clownerie zu bezichtigen. Gebrochene Verträge, verschwendetes Vertrauen, falsifizierte Statements nach denen wir uns den Reichtum erdrucken könnten: Ich bin Atheist, glaube aber, dass Ratzigners Rücktritt in mehr als jetzt (heute)ersichtlichen Umständen visionär ist. Offen dagegen meine Frage an den Analysten: Wie hält man gesellschaftlichen Frieden in Zeiten des Umbruchs? In Zeiten in denen unser “Mittelstand”
    merkt, dass er seinen Lebensstandard nicht mehr halten können wird?
    Amen? Beten? Nein: Nachdenken!
    Antwortet mir Jemand?

    • Eurelios - 28. Februar 2013

      Amen? Beten? Nein: Nachdenken!

      Mein Fazit: “Geld regiert die Welt” ist die Plattitüde, die mich immer wieder umtreibt.

      Mich auch.

      Ich denke es ist so das dieses Geldsystem uns allen in eine Lage bringt in der wir
      in uns (global gesehen) gegenseitig,gelinde gesagt, an die Gurgel gehen werden.

      “Geld“ übt so eine Macht über den Menschen aus die man real eigentlich nicht
      mehr nachvollziehen kann.

      Alle menschlichen Werte werden durch das “Geld“ über Bord geworfen.

      • Uwe - 28. Februar 2013

        Na, gut: Trotz Atheismus ist mir Nächstenliebe sehr wichtig. Um sie mit Leben zu erfüllen, hilft Geld, das konvertiertes Gold ist. Geld ist nur Pflaster auf Elend. Gold hat Vergangenheit und Zukunft.

    • Deutscher Michel - 28. Februar 2013

      Hallo Uwe,
      warum möchtest Du den gesellschaftlichen Frieden erhalten?
      Hättest Du das als bürgerlicher Franzose auch im Juni 1789 so gesagt?
      Was dann kam, war auch brutal und ungerecht, die Revolutionäre haben sich dann sogar gegenseitig umgebracht, der Weg (das Morden) wurde für manche zum Ziel.
      Aber im Ergebnis wurde das damalige Kastenwesen (Adel und „gewöhnliches“ Volk) in Frankreich und weiter darüber hinaus aufgelöst. Um allerdings einem neuen Kastenwesen Platz zu machen, dessen Bestandteil „Geld regiert die Welt“ ist, es gibt noch weitere, kastenträchtige Machtfaktoren (Politik, Gewerkschaften, Unternehmenshierarchien).
      In kleine Schritten lösen wir dieses neue Kastensystem nicht auf, es muß krachen, glaube ich, damit Platz für etwas Neues entsteht. Die entscheidende Frage ist nun: Was heißt „krachen“?
      Ich selbst hoffe auf friedliche Revolutionen. Wir haben das bereits erlebt, als die kommunistischen Systeme Osteuropas zusammenbrachen. Bei den Montagsdemos in der DDR haben die Rufe „Wir sind das Volk“ und „Keine Gewalt“ den seinerzeitigen „gesellschaftlichen Frieden“ erfolgreich zerstört und einer neuen Ordnung Platz geschaffen.
      Wäre das für Dich nicht auch ein denkbarer Weg?
      Es grüßt Dich
      Der Deutsche Michel (vielleicht eben, wie er so ist, etwas naiv und verträumt)

  • hko - 28. Februar 2013

    .. Für das letzte Quartal 2012 wurde sogar erstmals wieder ein negativer Wert gemeldet (Minus 0,1 Prozent).
    dies hat sich heute gerade korrigiert worden !
    http://www.guardian.co.uk/business/2013/feb/28/gdp-revised-upwards-us-economy
    Growth in the US economy inched up in the final months of 2012, wiping away an earlier estimate that the recovery had gone into reverse, the Commerce Department said on Thursday. … increased at a 0.1% annual rate …. :-)

    und das mit dem angeblich billigen Gas in den US ist auf alle Fälle nicht beim Verbraucher angekommen, in Chicago wird von den small businesses der gleiche Preis bezahlt wie in den Vorjahren!

    und um zu sparen lässt die USA jetzt wenigstens ein paar Häftlinge frei
    http://www.sueddeutsche.de/politik/haftentlassungen-wegen-us-schuldenstreit-frei-sind-sie-billiger-1.1611861-2

    Und die Freilassungen der illegalen Einwanderer zeigen, dass der Sparkurs auch gute Seiten hat. Die Abschiebehaft in privaten Gefängnissen wurde in den vergangenen Jahren nicht nur als eine einem Rechtstaat unwürdige Praxis kritisiert, sondern auch als heillose Verschwendung von Steuergeld. 70 Milliarden Dollar lassen sich die USA den Gefängnisbetrieb jährlich kosten.

  • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 28. Februar 2013

    Der Fracking Abschnitt ist das schlechteste was ich auf dieser sonst guten Seite je gelesen habe! Hier werden Gründe gesucht Amerika schlecht zu reden.

    Vereinfachen wir doch mal. Wie wird sich die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitslosigkeit zweier Standorte zueinenader entwicklen? In Standort (A) steigen Energiekosten dramatisch und im Standort (B) sinken sie drastisch.

    • SLE - 28. Februar 2013

      Hallo Euro? Nein Danke!

      Von Wettbewerbsfähigkeit verstehe ich ein bisschen was und deswegen kann ich sagen, dass es absoluter Unsinn ist, Wettbewerbsfähigkeit ausschließlich und prinzipiell an den Kosten bzw. der Effizienz festmachen zu wollen. In einem innovativen Umfeld auf jungen Märkten spielen die Kosten sogar nur eine untergeordnete Rolle.

      Gerade im Energiesektor spielt das eine Rolle (Stichworte: regenerative Energie, dezentrale Energieversorgung, Unabhängigkeit, Sicherheit). In der Zeit, als der Ölpreis auf 150 Dollar je Barrel gestiegen war, hat dies z.B. einige Industrieunternehmen dazu veranlasst ihre Energieversorgung umzustellen und dafür alternative, neuere Technologien zu nutzen, zumal allen klar ist, dass die fossilen Brennstoffe knapp und deswegen teurer werden.

      Außerdem ist Fracking auch unter Umweltgesichtspunkten kritisch und wenn die USA dies per Gesetzesänderung für irrelevant erklären, was in dem von mir zitierten Bericht dargelegt worden ist, dann kann ich insgesamt nicht erkennen, wo ich die USA schlecht zu machen versuche.

      Es wäre deswegen schön, wenn Sie sachlich blieben und nicht einfach etwas behaupten ohne dies mit entsprechenden Argumenten zu unterfüttern.

      Viele Grüße
      SLE

      • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 28. Februar 2013

        1. habe ich Wettbewerbsfähigkeit nicht “ausschließlich und prinzipiell an den Kosten bzw. der Effizienz” festgemacht.
        2. Bringt auch noch so viel Text und irrelevante Argumente wie “Umweltgesichtspunkte” keine andere Antwort auf meine sehr einfache Frage
        3. Verstehe ich auch ein etwas, und zwar wie sich Kosten auf Unternehmerische Entscheidungen auswirken. Ich kaufe u.a. für >EUR 100 Mio. p.a. Energie für ein Produktionsunternehmen ein.
        - Für jede 1 Mio. die wir mehr für Energie ausgeben müssen (egal warum) feuern wir 10 Leute
        - Unsere energieintensiven Lieferanten machen plötzlich Werke in den USA auf

        Was ist denn nun? “zumal allen klar ist, dass die fossilen Brennstoffe knapp und deswegen teurer werden.” oder “Mittlerweile sei Gas in den USA jedoch so billig, dass sich die Produktion kaum noch rechne und alle Gasproduzenten in den USA beim Fracking Verluste schrieben.”

        Zu viel Wein heute?

        • Jo - 1. März 2013

          http://www.nature.com/nature/journal/v494/n7437/full/494307a.html#/access

          Deutsche Zusammenfassung:
          http://www.heise.de/tp/blogs/2/153829

          Shale Gas und Tight Oil werden die USA nicht retten und vor allem nicht nachhaltig Reindustrialisieren.

          • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

            Das sind alles nur Umweltargumente. Deren Validität ich nicht beurteilen will. Vielleicht ist die Hysterie ähnlich übertrieben wie beim “man made climate change”. Eine Antwort auf meine sehr einfache Frage geben sie nicht:

            Vereinfachen wir doch mal. Wie wird sich die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitslosigkeit zweier Standorte zueinenader entwicklen? In Standort (A) steigen Energiekosten dramatisch und im Standort (B) sinken sie drastisch.

        • klaus - 1. März 2013

          @Euro? Nein danke!

          Fracking ist bei Ihnen sicherlich heilsam. Vielleicht
          für den Verdienst.

          Blöderweise sind die Umweltprobleme beim Hydraulischen
          Fracking richtig heftig. Die Anreicherung von Radionukliden
          wurde von amerikanischen Ärzten so heftig attackiert,
          das Sie gegen das hydraulische Fracking per Moratorium /
          “2011 EPA study ” das Ganze Sturm liefen.
          http://en.wikipedia.org/wiki/Environmental_impact_of_hydraulic_fracturing_in_the_United_States

          Und hier die künstlichen Radionuklide die für die Injektion genutzt werden
          werden könnten.
          http://en.wikipedia.org/wiki/Radionuclides_associated_with_hydraulic_fracturing

          Und das ist alles nur durch die anfallenden Abwässer entstanden.
          Dazu kommt, das sogar durch Erdbeben die Abwasserdepots aufbrachen.

          Damit geht die ganze Kette von Unliebsamkeiten an.
          Das ganze Land ist dann unbrauchbar. Nicht nur das Trinkwasser.
          Selbst die Luft ist erfüllt von Naphtalin,Benzolen,….
          Jo, und die sind auch noch karzinogen.

          Zudem werden weitere, nicht gelistete radioaktive Stoffe injiziert;

          “radioactive isotopes of gold, xenon, rubidium, iridium, scandium, and krypton”

          Wer will dort bleiben? Die Folgen wären vergleichbar mit schwächerer
          Hiroshima-Verseuchung.
          Gen- und Chromatikaberrationen,Leukämie, Krebsbildungen,.. und
          selbst Benzol in der Luft, ist ein Blutgift, das evtl. ne dicke Hepatitis zur Folge hat.
          Gut,ok. Hiroshima hatte es schlimmer.
          Strahlensyndrom,Haarausfall, … da wusste man sofort worum es ging.

          Aber mal im Ernst.
          Bei dichter Bevölkerung, wie in der Bundesrepublik, ist sowas doch
          nicht zu verantworten, wenn man um die Sache nur ein bischen weiß.
          Und unten in Kalifornien im Umkreis von Orange/LA wird wohl
          keiner mit solchen Faxen anfangen. Die Vögel hatten bereits
          Gummistiefel am Golf von Mexico.

          Und gegen guten Wein hab ich nix.
          Solange wir ab ner 1976er Riesling-Auslese sprechen.
          Alles klar?

          Gruß klaus

          P.S. Und das hat nix mit Schlechtmachen zu tun.
          Arbeitslosenzahlen, Schulden,… sind auch in Deutschland mies.
          Alles hat auf die Italien-Wahl gewartet, muß auf Bonus verzichten
          und Schäuble wird wieder schlimmere Sachen dafür auf
          den Bürger abladen.
          Auch das wurde bereits durchgekaut. Hier zweifelt niemand
          an der Giftliste der Einsparungen.
          Und die mögliche Arbeitslosigkeit in den Staaten, wird auch nix
          Positives für uns mit sich bringen.
          Das sieht man bereits in den Nachrichten an den Gesichtern.

          Und ich bedanke mich für die bestens aufgearbeitete Info von SLE.

          • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

            @Klaus. Klar ist Fracking in dünn besiedelten Gebieten weniger problematisch als in dicht besiedelten.

            Die schlauste Lösung für dicht besiedelte Gebiete ist die fallenden Preise durch Fracking anderorts zu nutzen ohne selbst ins Risiko zu gehen :-)

        • Frankenfurter - 1. März 2013

          Gut, dass Sie sich auf dem Energiemarkt auskennen. Abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, wie man Hochrisiko-Technologien wie Fracking/Atomkraft gegenüber den Null-Risikovarianten wie (Wind-, Sonne) in diesem Maße überhaupt beachtet, hätte ich eine Frage an Sie: Wie teuer kommt die Megawattstunde Solarstrom aus Arizona ? Beziehen Sie etvl. auch Windstrom in den USA? Wie teuer ist der Strom aus Windkraftanlagen in den Staaten? Liegt der Preis dafür deutlich ÜBER dem aus konventioneller Produktion?

          • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

            Ich ziehe keine Produktionsmethode einer Anderen vor. Ich kaufe dort wo ich bei gleicher Versorgungsicherheit den besten Preis bekomme. Very simple.

            Mich interessiert ja auch nicht wie der Putzdienstleister der Facility Management-Firma die Büros putzt! Hauptsache sie sind sauber und der Preis stimmt. Ob der nun einen Besen oder Staubsauger nimmt ist doch völlig egal!

        • SLE - 1. März 2013

          Hallo Euro? Nein Dake!

          es ist ein erheblicher Unterschied, ob man “Wettbewerbsfähigkeit” aus Unternehmens- oder volkswirtschaftlicher Perspektive betrachtet.

          Aus volkswirtschaftlicher Perspektive muss es auf die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung ankommen und das kann angesichts vielfach ausgereifter, gesättigter Märkte nicht heißen, den Unternehmen beim fortgesetzten Kostensenkungswettlauf zu helfen. Vielmehr sind in einer solche Lage, in der sich gerade auch die USA befinden, aus staatlicher Perspektive günstige Rahmenbedingungen für einen innovativen, Beschäftigungsperspektiven schaffenden Wandel zu schaffen.

          Das geschieht aber in den USA nicht (und auch in Europa nur sehr bedingt). Stattdessen ist die Politik auf die Interessen der größten Unternehmen und Banken fokussiert, die, wie gesagt, auf ausgereiften Märkten natürlich einen intensiven Ksotenwettbewerb führen. Sie tun das vor allem aber auch, weil eine dezidierte und auf ökonomisch signifikante Innovation fokussierte Differenzierungsstrategie eine nur schwer zu kontrollierende Marktdynamik in Gang setzen würde, bei der das Risiko, die eigene Marktposition zu gefährden hoch und letztlich unkalkulierbar ist.

          Sie kennen die Unternehmensperspektive aus eigener Tätigkeit und Erfahrung. Allerdings dürfte klar geworden sein, dass aus einer politischen Sicht auf die Frage, wie man die Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung am besten fördert, die Antwort nicht in jedem Falle dieselbe sein kann.

          Was Ihre Frage “Wie wird sich die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitslosigkeit zweier Standorte zueinenader entwicklen?” anbelangt, so ist diese in Abhängigkeit davon zu beantworten, welches Marktregegime vorherrscht (Fokus von Nachfragern und Konkurrenten). Vor allem ist das aber auch eine strategische Frage. Immerhin gibt es ja auch Unternehmen, die sich auf Märkten nichtüber den günstigsten Preis behaupten, sondern über Qualität und Innovativität.

          Viele Grüße
          SLE

          • Frankenfurter - 1. März 2013

            Lieber SLE, glauben Sie mit derlei Argumentation können Sie jemanden kommen, der auf die “unsichtbare Hand” des Marktes eingeschworen ist? Wer nur die Realitäten dieses vermachten Energiemarktes als das Diktat des Faktischen anerkennt, der muss Ihre Argumentation für weltfremd halten. Für den ist zb. der ökologische Umbau der gesamten Volkswirtschaft nur kommunistisches Teufelzeugs. .

          • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

            Dass meiner Frage ceteris paribus impliziert war, sollte eigentlich klar gewesen sein.

        • Till - 1. März 2013

          Das Hauptargument dagegen ist:

          DIe Förderkosten liegen erheblich über den Verkaufserlösen.
          Das ist ein Strohfeuer – natürlich kann das Zeug unabhängig von Umweltproblemen weitergefördert werden, die USA können es sich auch wie Kanada leisten ganze Provinzen zu verwüsten, genug Fläche ist da.

          Aber dauerhaft alleine Bohrkosten von >5 Dollar / Einheit zu haben und dann für 3 zu verkaufen kann in einem kapitalistischen Land nicht ewig gutgehen. Unter 7-8 wird sich das langfristig nicht einregeln, und dann sind die Erdgaskosten nur noch minimal billiger als unsere.

          PS: Shale Gas muß permanent neu erbohrt werden, da die Bohrungen Förderabfälle von 40% / Jahr und mehr haben. Deswegen sind die Bohkosten hier relevant.

          • Bonsta - 3. März 2013

            “Shale Gas muß permanent neu erbohrt werden, da die Bohrungen Förderabfälle von 40% / Jahr und mehr haben. Deswegen sind die Bohkosten hier relevant.”

            Richtig. Fracking ist vor allem eine unglaubliche Materialschlacht. Wie das mit den Kosten aussieht, darüber wurde schon berichtet, wie es aber mit dem ROI aussieht, darüber gibt es nicht wirklich viel zu lesen. Ich vermute jedoch, angesichts der endlosen LKW-Schlangen, die das Material liefern, angesichts der gigantischen Mengen Wasser, die dazu benötigt werden und aus den umliegenden Flüssen gepumpt werden müssen, wird dieser Faktor erschreckend niedrig sein.

            Richtig ist allerdings auch, dass Fracking ein riesiges Umweltproblem darstellt. Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass im Zweifel die Umwelt immer egal sein wird, angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen klar wird, dass wir den Zenit des Ölzeitalters längst überschritten haben und uns unter der Bedingung unvorstellbarer Umweltverschmutzung “vielleicht” lediglich ein paar Jahrzehnte Zeit kaufen können. Aber das wird die Zukunft zeigen. Der Atomenergie hatte man vor wenigen Jahren auch ein zweites goldenes Zeitalter zugesagt; tatsächlich ist davon heute kaum mehr die Rede.

            Wenn Fracking diesbezüglich überhaupt halten kann, was es verspricht – wobei ich hier erhebliche Zweifel habe, da doch einiges dafür spricht, dass hier mehr PR als Wirklichkeit dahinter steckt – so sollte man diese Technologie nur unter der Bedingung anwenden, den radikalen Wandel weg von fossiler Energie hin zu “grüner” Energie anzugehen. Fracking hat vielleicht das Potenzial den Ölcrash, der wohl ohne diese Methode nicht mehr zu verhindern wäre, hinauszuzögern. Tut man aber wieder nichts, wird der Aufprall danach umso verheerender sein.

    • hko - 28. Februar 2013

      Jetzt möchte ich es dich endlich wissen, wo sinken die Energiekosten in den USA?
      ich lese immer nur sie sinken um 80% und so, doch von amerikanischen Unternemern höre ich, dass sich in ihren Betrieben sich das noch nicht auswirkt, bin ich bloss mit den falschen befreundet?
      Wo kann ich das effektiv nachlesen, in einer Preistabelle?

      • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

        Steht doch oben im Text: “Mittlerweile sei Gas in den USA jedoch so billig, dass sich die Produktion kaum noch rechne und alle Gasproduzenten in den USA beim Fracking Verluste schrieben.”

        • Daniel2012 - 1. März 2013

          das duerfte den rohstoffpreis betreffen, wenn also der gas-foerderer verkauft.
          dh ja nicht automatisch das die daraus gewonnene energie (waerme/ strom) billiger werden muss.

        • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

          Bei Großmengen merkt sowohl der direkte Abnehmer den Effekt deutlich und somit am Ende des Tages auch der Endkunde. Die Preissteigerungen für Produkte fallen aus oder sind geringer als sie sonst wären.

          • Frankenfurter - 1. März 2013

            Na gut, dann beantworte ich halt meine Frage wieder mal selber und zitiere eine Fraunhoferstudie aus 2012 über Stromgestehungskosten bei Wind und Solar: “Wir stehen damit an der Schwelle, an der es für deutsche Industrieunternehmen mit einem Verbrauch zwischen 500 MWh und 2000 MWh günstiger sein wird, selbst erzeugten PV-Strom zu verbrauchen, als Strom bei Kosten von 0,125 Euro/kWh aus
            dem Netz zu beziehen (BMWi)

            Achja was für die Industrie billig wäre, kann für den privaten Verbraucher eigentlich nicht teuer sein. Sonnenstrom aus heißen Gegenden wie Südspanien, Nordafrika oder Arizona kostet in der Produktion heute schon unter 10 Cent/Kwh. Verlustarme HGÜ-Netze (10% Energieverlust pro 1000 Kilometer) könnten die Ampere leicht überall von den Produktionsgebieten hin nach ganz Europa oder von Arizona aus überall hin in den Staaten transportieren. Die infrage kommenden Flächen für die Kraftwerke sind reichlich vorhanden.

            Aktuelle Gestehungskosten für Windstrom werden in der Studie ebenso präzise durchgerechnet. Alles sehr bezahlbar. Heute schon.

            http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.pdf

          • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

            Das gilt aber nur, wenn die Strompreise ein Niveau haben wie in Deutschland oder Brasilien!

            Wir kaufen Strom für ca. 5 cent (die Commodity) plus nochmal ungefähr so viel Abgaben für Öko-Schwachsinn.

            Ökologischer Umbau der Volkswirtschaft. Was für ein dämliches Ziel! Lebensqualität bedeutet nicht für alle das Gleiche! Der eine fährt gerne Maserati der andere isst gerne Biopferd!

    • Uwe - 28. Februar 2013

      Jo, auch ich bin Jemand, der gerne Lösungen findet, die meinen Allerwertesten samtweich betten könnten. Das mit dem Fracking sehe ich so, wie die ” Neuen Technologien” Ende der Neunziger gesehen wurden. Oder ein bisschen dramatischer. Während die Neunziger das Ende eines Ivestitionszyklus beschrieben, ist die lange bekannte, und in Deutschland auch schon “veruntreute” Technologie, ein Strohhalm, der den Untergang der golbalen Wettbewerbsfähigkeit beschönigen soll. Unbestreitbar stärken durch sinkende Kosten erhaltene Produktionsvorteile die Wettbewerbssituation. Aber genau da fängt das Probelm schon an.
      Wer, bitte kann den Produktionsvorteil einer alten Techologie für auf dem Weltmarkt für sich nutzen? Die USA zunächst schon: Sie muss die Umweltzerstörung (mein Trinkwasser brennt)
      aufgrund ihrer grossen, weiten Flächen nicht fürchten. Deshalb sind die Erdgaspreise auch implodiert. Nur, macht das einen Unterschied zu dem Land, indem die Konsumbasis wächst?
      Und da gibt es noch ein Problemchen: Kaum, dass ein Vorkommen angestochen wurde, ist es auch wieder leer: Die Investitionen lohnen sich bald nicht mehr. Ein Bonmont zu Deutschland:
      Vor der Niedersachsenwahl, das Land mit den grössten erschliessbaren Vorkommen, hatte Altmeier die Förderung noch ins Fabelland verwiesen. Aktuell, in seinem Diktus relativiert, darf in der nächsten Stufe auch unser Wirtschaftsminister Rösler was, unter Hinweis auf die USA, dazu sagen. Wenn man das Alles so mitkriegt, weiss man, wie weit wir schon in politischer Hoffnungslosigkeit versunken sind.

    • Holly01 - 1. März 2013

      Gerade erst gelesen :
      http://www.heise.de/tp/blogs/2/153829
      .
      Fracking ist, wie hier von einigen Leuten schon mehrfach mit guten Links belegt wurde eine Propagandashow.

  • klaus - 1. März 2013

    Noch zum Thema Fracking.

    Blackpool – Ein Shale – Lobbyist fordert die injezierten Chemikalien offenzulegen.

    http://www.guardian.co.uk/environment/2013/feb/28/shale-gas-lobbyist-urges-disclose-chemicals

    Na, dann bekommen wir ja endlich “Hands on practice” vor der Tür.

    Mal sehen, ob die das preisgeben.

    ;)

  • klaus - 1. März 2013

    Der Tag.

    RBS will Selbständigkeit 2015.
    Regierung macht nicht mit.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/epic/rbs/9899997/RBS-boss-Stephen-Hester-slapped-down-by-Downing-Street-for-suggesting-2015-sell-off.html

    Deckeln der Bonus-Zahlungen. England wird kämpfen.

    http://www.guardian.co.uk/business/2013/feb/28/uk-fight-eu-cap-bankers-bonuses

    Rehn meint England sei besser in der EU aufgehoben.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9900364/Britain-must-not-undo-EU-by-leaving-says-Olli-Rehn.html

    Zypern hat nur noch da Pulver bis Mai.

    http://www.guardian.co.uk/world/2013/feb/28/cyprus-finance-minister-run-out-of-money-by-may

    Spaniens Bruttosozialprodukt hat auch den Husten
    und das Defizit ( 6.7 pc ) wird um 0.4 % verfehlt.

    http://www.guardian.co.uk/business/2013/feb/28/spain-falls-further-recession-gdp-plunges

    Dazu die Wahlen im Hintergrund und die Zuwanderungsdebatte.

    Sieht aus, als ob nicht nur die Italien-Wahl enttäuscht hat.

    Nach diesen Meldungen sieht es eher nach einer Erholung
    in 30 Jahren aus.

    Wenn der Euro bis dorthin nicht von den Aussteigern
    hingerafft wird.
    Italien und England sind wohl mittlerweile heftige
    Verhandlungspartner.

    Und Einschnitte in unserem Sozialsystem werden
    wohl auch mit steigender Kriminalität enden.
    Dann zahlen wir halt mehr Polizisten.
    Überwachung hält sowas nicht ewig auf.

    2014 kommen die Rumänen und Bulgaren.
    Die Bayern nennen es jetzt schon Sozialzuwanderung.

    Hmmmm.

  • Robert - 1. März 2013

    Mal was grundsätzliches. Mit der Verwendung des Begriffes Staatsschuldenkrise und der Angabe ausschließlich absoluter Zahlen der Staatsverschuldung tun Sie sich in Ihrem aufklärerischen Streben keinen Gefallen. Damit festigen sie nur ein von anderen aufgebautes Denkmuster, dass das Grundübel in den Staatsschulden sieht. Diese sind aber nur die Folge und nicht die Ursache der Krise. Dazu drei Punkte:

    1. absolute Zahlen in Bezug auf Staatsschulden:
    Darunter kann sich niemand etwas vorstellen. Als drastisches Beispiel könnte ich jetzt sagen, dass Griechenland mit seinen 300 bis 400 Millarden ja noch sehr viel Platz hat bis zu den 16 000 Milliarden der USA.

    2. zu grundsätzlichen Logik des Begriffes S.:
    Die Staatsschulden sind alle erst im Gefolge der Finanzkrise durch die Übernahme privater Schulden so massiv gestiegen. Spanien z. B. lag lange Zeit unter der Schuldenquote Deutschlands und galt sogar als Musterknabe, so wie auch Irland. Spanien gilt als Krisenland und Deutschland nicht, warum? Das lässt sich mit dieser Kriseninterpretation nicht erklären.

    3. Verwendung des falschen Begriffes S.:
    Ich kann da nur das Buch von George Lakoff und Elisabeth Wehling “Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht” empfehlen. Darin wird grundsätzlich dargelegt, wie Denken funktioniert, nämlich in Deutungsrahmen, sogenannten Frames. Als Beispiel wird ein Quader betrachtet. Je nachdem welche Fläche man als vorn betrachtet, erscheint der Quader in einer anderen Position. Man kann zu einem Zeitpunkt immer nur eine Position sehen, niemals beide.

    Genau so funktioniert es beim Denken auch. Schon die bloße Erwähnung des Wortes S. baut das Denkmuster mit all seinen einseitigen gedanklichen Verknüpfungen (“über die Verhältnisse leben”, …) auf und lässt Fakten, die nicht dazu passen, einfach abprallen. Durch die Wiederholung des Begriffes wird zudem das falsche Denkmuster gefestigt, obwohl man vielleicht etwas anderes bezweckt.

    Dazu ein Zitat von Horkheimer und Adorno:
    “Es gehört zum heillosen Zustand, dass auch der ehrlichste Reformer, der in abgegriffener Sprache die Neuerung empfiehlt, durch Übernahme des eingeschliffenen Kategorienapparats und der dahinterstehenden schlechten Philosophie, die Macht des bestehenden verstärkt, die er brechen möchte.”

    • Frankenfurter - 2. März 2013

      Hi Robert, Sie nähern sich ökonomischen Wahrheiten auf interessante Weise. Natürlich sind Staatsschulden nur eine Seite der Medaille. Die Rückseite heißt privates Vermögen in Form von festverzinslichen Staatsanleihen. Schuldenabbau bedeutet demnach nichts anderes, als Vermögenssabbau an dieser Stelle. Bei einem Artikel über die Saldenmechanik des dt. Ökonomieprofessors Stützel fand ich diesen Kommentar eines Lesers:

      Bei Stützel flog man hochkant durch die mündliche Prüfung, wenn man auf die Frage: “Wie groß ist das Geldvermögen in der Welt” nicht wie aus der Pistole geschossen antwortete: Null!
      Wer da zuckte, hat bewiesen, dass er unser Geldsystem nicht verstanden hat.

  • Rolmag - 1. März 2013

    “Ich kann da nur das Buch von George Lakoff und Elisabeth Wehling “Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht” empfehlen. Darin wird grundsätzlich dargelegt, wie Denken funktioniert, nämlich in Deutungsrahmen, sogenannten Frames. Als Beispiel wird ein Quader betrachtet. Je nachdem welche Fläche man als vorn betrachtet, erscheint der Quader in einer anderen Position. Man kann zu einem Zeitpunkt immer nur eine Position sehen, niemals beide.”

    Aha und wenn ich so frech bin und den ollen Würfel isometrisch vor mich halte, dann kann ich maximal drei Flächen gleichzeitig sehen. Ich sehe also dreimal soviele Positionen gleichzeitig wie Lakoff und Wehling zusammen.
    Die Aussage ist in etwa so klug, wie die vorgestrige eines französischen Philosophen der meinte, dass er es zutiefst bedauere, dass heutzutage diejenigen als fortschrittlich gelten, die sich dem Zeitgeist unterwerfen. Im ersten Moment denkste: “Boah” aber ein paar Sekunden später dafür: “So ein Schwachsinn”. Nicht zuletzt, weil das schon immer so war und die Menschheit sich dennoch weiterentwickelt hat.

    Bei den Amerikanern mache ich mir kaum Sorgen, deren Land ist so groß und dünn besiedelt, dass sie autark überleben können und zwar auf einem erträglichen Niveau. Staatsschulden haben noch kein Land umgebracht, erst recht keines von der Größe Amerikas, welches man kaum unter Druck setzen kann. Die Ausgaben sind der kritische Punkt. Schulden kann man als Staat per Inflation bekämpfen, mit den Ausgaben ist das und erst recht in der Demokratie nicht ganz so einfach.

    • Robert - 1. März 2013

      Naja, wenn man nicht mal versuchen will es nachzuvollziehen, nützt es halt nichts. Insgesamt sind es natürlich 6 mögliche Perspektiven, aber es kann trotzdem immer nur eine wahrgenommen werden. Damit verändert sich nicht die Grundaussage.

    • Robert - 1. März 2013

      Außerdem habe ich Quader geschrieben, da sind die Seiten unterschiedlich lang, im Gegensatz zum Würfel

  • Delta120 - 1. März 2013

    Die USA sind ein großer Tanker und wenn der Kapitän Obama einen Kurswechsel vorgibt, dann dauert dieses.

    Wirtschaftlich brachte Obama praktisch jeden eine bezahlbare Krankenversicherung. Der nächste Schritt ist die Erhöhung der Einkommenssteuer für die oberen Einkommensschichten und damit rückt für die oberen 50% das Problem der unteren 50% auch wieder mehr in den Focus, denn “Warum soll ich mich kaputt arbeiten wenn die andere Hälfte nichts zu tun hat und nur von meinem Geld lebt”.

    Aber warum sollten die Amerikaner sich mehr beeilen. Sie haben eine eigene Währung die weiterhin jeder nimmt. Sie drücken auf den Knopf, Geld kommt aus dem Drucker und gehen einkaufen. Ein Traum von vielen Menschen ist dort wahr geworden.

    • Frankenfurter - 1. März 2013

      “Ein Traum von vielen Menschen ist dort wahr geworden.” Die wöchentliche Arbeitszeit in den USA, die offiziell mit den Payrolls bekannt gegeben wird, beträgt: “The average workweek for production and nonsupervisory employees on private nonfarm payrolls edged down by 0.1 hour to 33.6 hours. ”

      Klingt gut, oder? Dass eine US-Familie von einem Einkommen bei einer 34 Stundenwoche leben kann, für wieviele Familien trifft das eigentlich noch zu ?

      • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 1. März 2013

        Die Lebenshaltungskosten am unteren Ende sind in den USA geringer als in DE.

        Die Steuern auch. Zumindest können all meine “sub prime” Mieter noch ihre (=meine) Miete zahlen.

        TAXABLE INCOME, US$ TAX RATE
        Up to US$17,000 10%
        US$17,000 – US$69,000 15% on band over US$17,000
        US$69,000 – US$139,350 25% on band over US$69,000
        US$139,350 – US$212,300 28% on band over US$139,350
        US$212,300 – US$379,150 33% on band over US$212,300
        Over US$379,150 35% on all income over US$379,150

  • Michael - 1. März 2013

    Die Folgen des fiscal cliffs werden negativ auffallen, aber eine Alternative dazu war und ist nicht in Sicht. Diese Verschuldungsorgie seit Bush hat den Dollar und damit das Weltwährungssystem extrem gefährdet. Die Ursachen für die Verschuldungsorgie heißen Rüstungsausgaben, Staatsausgaben und Sozialkosten. Die werden jetzt mittels Rasenmäher geschoren. Das erscheint nicht unangebracht. Vor allem, wenn man an die inzwischen erreichten Dimensionen denkt, Verschuldung über 100% BIP, italienische Verhältnisse. Das ist grenzwertig. Spätestens dort muss Gutmenschlichkeit aufhören. Ich möchte mal hoffen, dass die Amis im Gegensatz zu den €uropäern, in der Lage sind Nägel mit Köpfen zu machen.

    Nichts ist so sicher, wie die Tatsache, dass Sozialismus Siechtum für alle bedeutet. Am schlimmsten am Sozialismus jeder Prägung ist die fehlende Perspektive für die jungen Generationen. Und das “Ankaufen” von Staatsanleihen durch Zentralbanken ist purster Niedergang. An dem Rasenmäher und an den daraus folgenden wirtschaftlichen Problemen führt kein Weg vorbei. Egal, was das kostet. Der Preis ist klar, es sind höchstens -1% BIP. Damit sind die Folgen kalkulierbar.

  • greeny - 2. März 2013

    Ich schreibe gerade eine Arbeit über dieses Thema und stoße erstaunlicher Weise zum ersten Mal auf so kritische Einschätzungen. Ich spreche mich persönlich gegen das Fracking aus, hätte jedoch die Frage an den Author, ob nicht durch diese niedrigen Öl- und Gaspreise in den USA die energieaufwendige Industrie, wie Chemiekonzerne nicht davon profitieren. Sowie der einzelne US-Verbraucher, da durch gesängte Produktionskosten (durch gesängte Energiepreise), die Preise niedriger gemacht werden können?
    Außerdem glaube ich, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, die wenigstens einen kleinen positiven Input für die US-Wirtschaft darstellen.

    Freu mich auf Kontroverse ;)

    • Euro? Nein danke! - Aufkleber - 2. März 2013

      Sehen Sie sich die Investitionsplanung von BASF und deren Wettbewerber an und Sie bekommen die Antwort.

  • bolle - 3. März 2013

    Warum sollte der Verbraucher profitieren?
    Nur weil die Energiekosten fallen, ist kein Produzent gehalten auch die Preise zu senken. Effektiv dürfte es eher so sein, daß die fallenden Energiekosten für die Unternehmen eine willkommene Gelegenheit sind ihre Gewinnspanne zu vergrößern.

    Warum sollten mehr Arbeitsplätze aufgrund fallender Energiepreise geschaffen werden?
    Energiekosten sind nur eine Komponente unter vielen. Die Basis für Neueinstellungen sind aber auch nachhaltig steigende Absatzchancen für die Produkte. Und genau diese wachsenden Absatzmöglichkeiten sehe ich derzeit fast nirgends – ergo: Kein Wachstum, keine neuen Arbeitsplätze.

    P.S.: Was ist mit Rechtschreibung? Author -> Autor / gesängt -> gesenkt