US-Haushaltsdefizit mit -231,683 Mrd. Dollar im Februar

von am 13. März 2012 in Allgemein

Einen wahrhaftig imperialen Schuldenmoloch offenbart das Monthly Treasury Statement des US-Finanzministeriums von gestern, dies ist der monatliche Bericht zum US-Bundeshaushalt (Federal Budget). Für den Monat Februar 2012 wurde ein unfassbares Haushaltsdefizit von -231,683 Mrd. Dollar ausgewiesen, das höchste jemals in einem Monat gemessene Haushaltsdefizit! Zudem wird bereits den 41. Monat in Folge ein Defizit beim Federal Budget generiert! In den letzten fünf Monaten, seit Beginn des Fiskaljahres 2011/2012 haben sich bereits -580,830 Mrd. Dollar Haushaltsdefizit bei der Zentralregierung in Washington angesammelt, eine völlig aberwitzige Summe und zugleich Beleg für ein brachial mieses Verhältnis von neuen Schulden und damit erzielter wirtschaftlicher Aktivität!

Das monatliche Staatshaushaltsdefizit (Federal Budget), als Haushalt der Zentralregierung in Washington und Hauptbestandteil der öffentlichen gesamten Staatsverschuldung seit Januar 1985 bis Februar 2012 im Chart! Im Februar 2012 wurde ein Defizit von -231,683 Mrd. Dollar generiert, nach -27,412 Mrd. Dollar im Vormonat und nach -222,507 Mrd. Dollar im Vorjahresmonat.

Die Steuereinnahmen lagen im Februar 2012 bei 103,413 Mrd. Dollar und deckten im Februar nur 30,86% der Ausgaben ab, welche 335,096 Mrd. Dollar betrugen. Im vergangenen Fiskaljahr 2010/2011, seit Oktober 2010 bis September 2011, deckten die Steuereinnahmen mit 2,302495 Billionen Dollar 63,97% der Ausgaben in Höhe von 3,599296 Billionen Dollar der Regierung in Washington ab! Das Haushaltsdefizit betrug im letzten abgelaufenen Fiskaljahr 2010/2011 satte -1,296801 Billionen Dollar. Für das Fiskaljahr 2011/2012 erwartet das Congressional Budget Office ein Defizit von ca. -1,08 Billionen US-Dollar. In den ersten 5 Monaten des Fiskaljahres 2011/2012 kumulierten sich bereits -580,830 Mrd. Dollar Defizit, dies waren nur 60 Mrd. Dollar weniger als im Vergleichszeitraum des vorherigen Fiskaljahres!

Dies sind immer noch völlig inakzeptable Daten, das Total Federal Debt betrug per 09.03.2012 bereits 15,517 Billionen Dollar und damit beträgt nur die Verschuldung der Bundesregierung in Washington festhaltenswerte 102,8% des hedonisch aufgeblasenen nominalen US-BIPs in Höhe von 15,094 Billionen Dollar aus dem Jahr 2011.

Quellen Daten: Fms.treas.gov/Monthly Treasury Statement of Receipts and Outlays of the United States Government Februar 2012, Treasurydirect.gov/The Debt to the Penny and Who Holds It

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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73 KommentareKommentieren

  • gelegenheitsleser - 13. März 2012

    Wir können davon auxgehen, das diese “Summe” gewollt ist.
    “Wir haben uns geirrt”, greift hier schon lang nicht mehr.

    Zwei Fragen:
    1) Qui bono?
    2) Wohin führt es?

  • Buckiliger - 13. März 2012

    Hilft alles nichts, die USA muss wohl unter den Euro-Rettungsschirm.

    • Holly01 - 13. März 2012

      Aber da sind sie doch schon. Die zahlen bedeuten : In 2 Monaten, wenn die Amis ihren Teil der Griechenlandhilfe verfrühstückt haben, dann muss Spanien so akut sein, dass neues Geld kommt.
      Ich denke das bekommen wir hin.
      Das wurde hier als aktives management der aktiva und passiva im Ausland bezeichnet, ich bin …. beeindruckt.

  • Roland - 13. März 2012

    Die Schulden des Staates sind vor allem die Ausleihungen der reichen Gläubiger. Damit liegt die Lösung des Problems nahe: Statt sich das Geld bei den Reichen zu leihen, sollte er sie vernünftig besteuern.

    Schaun mer mal, was nach den Wahlen passiert zur Sanierung des Haushaltes:
    Vermutlich wird die herrschende Oberschicht und ihre Politiker der Mittelklasse neue Lasten aufbürden und die Unterschicht in die Verelendung schicken.

  • Systemfrager - 13. März 2012

    The game is over:

    Die neoliberale Strategie, das Volk auszuplündern und zu entrechten, die vor drei Jahrzehnten entworfen wurde, hat sich als sehr erfolgreich erwiesen:
    1) Man versprach für niedrigere Steuern mehr Arbeitsplätze
    (Man wusste von Anfang an, dass dies nichts als nur eine dreiste Lüge ist.)
    2) Man versprach für niedrigere Steuern (sogar) höhere Steuerneinkünfte (Laffer-Kurve)
    (Man wusste von Anfang an, dass dies nichts als nur eine dreiste Lüge ist.)
    3) Diese verdammten Lügner konnten sich ziemlich sicher sein, dass es dauern wird, bis man die Senkung der Staatsausgaben politisch durchsetzt, dass also nach der Steuersenkung dem Staat Geld fehlen wird und dass er sich schließlich nur bei ihnen das Geld leihen wird – mit Zinsen. Die Lügner mussten schließlich ihre Steuersenkungen nicht für reale Investitionen ausgeben, was Arbeitsplätze schaffen würde, die dann steigende Löhne nach sich ziehen würden.
    4) So hat jede Steuersenkung die Staatsschulden erhöht, die Beschäftigung ging tendenziell zurück, wes zur gigantischen Umverteilung von unten nach oben führte.

    Die weiteren 2 Schritte.
    5) Um das geraubte nicht durch Inflation zu verlieren, muss die Schuldenbremse her, die die Geldentwertung verhindern soll, möge die Bevölkerung an Hunger, Kälte und Krankheiten massenweise krepieren. (So sind nach dem Sieg des Kapitalismus in den Staaten der ehemaligen UdSSR 10-20 Milliion Menschen einfach verschwunden. Die Friedhöfe in den ex-kommunistischen Ländern explodierten – kann jeder sehen, der es will -, und überall junge Menschen.)
    6) Die Zeit der Revolutionen und Kriege

  • Holly01 - 13. März 2012

    Werter Systemfrager :
    Der Überwachungstaat ala DDR ist mit D heute nicht vergleichbar, davon konnte die DDR nicht einmal träumen, mangels Vorstellungskraft.
    Wenn Sie glauben, irgendein Politiker im Westen hätte Skrupel das eigene (hungernde) Volk zusammenschiessen zu lassen wie in Syrien, dann ist das weltfremd.
    Und bei uns kommt keine Hilfe von aussen, ausser amerikanische Munition.

    • Systemfrager - 13. März 2012

      Die ewige Wiederkehr von Gut und Böse
      Was waren der Faschismus und der Kommunismus wirklich?
      weiter >>>

      PS
      Ich kann (und will) dir es nicht verbieten. Nur sagen darf (und will) ich es.
      “Werter …” von dir ist für mich eine Beleidigung. Wir zwei haben nichts gemeinsam.

      • Holly01 - 13. März 2012

        Dann unterlasse ich das “Werter” und Sie das Du.

        • Canpichurri - 13. März 2012

          Ich fordere nun ein anständiges Duell mit Pistolen!

  • magisches 4eck - 13. März 2012

    Hallo Steffen,

    kannst Du bitte noch etwas näher das “hedonisch aufgeblasene nominale US-BIP” erläutern?
    Danke vorab.
    MfG

    • Thorsten Eckau - 13. März 2012

      Hallo magisches 4eck,

      geht es um das allgemeine Verständnis von “hedonisch aufgeblasen” oder wie dies konkret in diesem BIP passiert ist? Letzteres ist kaum noch zu differenzieren, denke ich. Grundsätzlich schau mal bei Wikipedia rein:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonisch und auch
      http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonischer_Preis

      Da steht recht kompakt drin, was hedonisch aufgeblasen meint und welcher Unfug das ist.

    • Detlef - 13. März 2012

      Es gibt ein Video von Chris Martenson hierzu aus seiner “Crash Course” Reihe.
      Teil 16 “Fuzzy Numbers”. Über den Einsatz von “Substitution”, “Gewichtung” und “Hedonik” bei der amerikanischen Inflations- und BSP-Berechnung.
      Das Video ist in Englisch, auf der Website gibt es aber auch eine deutsche (schriftliche) Übersetzung.

  • Benedikt - 13. März 2012

    Vor der Wahl im November wird man auch nicht anfangen zu sparen. Und im Wahlkampf verspricht man seinen Wählern auch nur entlastungen. Da muss man auch eine Schamfrist einhalten, um die Grausamkeiten durchzusetzen. Die USA geben also noch mindestens ein Jahr volldampf in Sachen Neuverschuldung.

  • jo - 13. März 2012

    Geschichte wiederholt sich, irgendwann kommt die Leibeigenschaft und ein neues Feudalsystem, der neue Adel wird dann von der heutigen Finanzelite gestellt.
    Nach 250 Jahren haben sie’s also geschafft, über ‘Freiheit und Brüderlichkeit ‘ hin zu den sogenannten ‘Demokratien’ und jetzt stehen wir vor dem nächsten Absolutismus. Die dafür notwendigen Gesetze sind schon verabschiedet, alles natürlich nur zu unserem Schutz.
    Würde mich nicht wundern wenn in den nächsten 10-30 Jahren eine neue globale Religion (vielleicht die heilige TINA oder der unfehlbare und allmächtige MARKT) zur geistlichen Machtabsicherung aus der Schublade gezogen wird. Zuvor muessen aber die katholische Kirche,der Islam, Russland und China noch ausbluten bzw abgenutzt werden, das wird in der kurze Phase des westlichen Imperators geschehen.

    Sprengler lässt Gruessen, wenn vorher nicht ein Komet einschlägt.

    • Frank Bell - 13. März 2012

      Nun, eine neue Religion gibt es bereits: Die NWO hat ihre “Religion” auf den Georgia Guidestones eingemeisselt. Ebenso hat man mit dem “Zeitalter des Wassermanns”, also einer “New Age”-Religion, einen Schritt dahin getan.

  • Willie Esco - 13. März 2012

    Die USA haben eine eigene Währung mit einer eigenen Notenbank. Da ist der Schuldenstand so ziemlich egal, da eine Pleite praktisch ausgeschlossen ist. Man schaue sich nur mal Japan an.
    Ferner ist eine Ausweitung der SChulden in den USA gegenwärtig das einzig Richtige. Jobaufbau auf Pump ist in solchen Zeiten das beste, was man tun kann. Später muss man lediglich die Steuern für Reiche und Unternehmen erhöhen und schon kommen die USA da wieder raus.

    Die Probleme im Euroraum sind dagegen 100 mal schlimmer, da unsere Länder keine eigene Notenbank haben und sich alle samt totsparen werden. Die Depression lässt grüßen!

  • M.E. - 13. März 2012

    Nun kommen ja auch die Baby-Boomer zunehmend in das Pensionsalter. Etwa 18 Jahrgänge der Geburtsjahrgänge ab 1946 sind etwa 30…35% zahlenmäßig stärker als die Jahrgänge davor und danach. Eine gewaltige Kostenlawine, die da anrollt auf die Pensionskassen.
    Und die sind schon jetzt unterfinanziert, bevor diese Lawine so richtig reingebrochen ist.
    Um die in größeren Teilen marode Infrastruktur auf ein akzeptables Niveau zu bringen wären ca. 2 Billionen Dollar erforderlich.
    Es ist abzusehen, dass dafür zukünftig eher noch weniger Geld zur Verfügung stehen wird, und die Infrastruktur von Jahr zu Jahr desolater wird. Der investitionsrückstau vergrößert sich ständig. Zumal ja auch die Kosten der Instandhaltung ohnehin ansteigen durch den überproportionalen Anstieg der Eenrgie- und Rohstoffkosten.

    Einen überschuldeten Staat können sich nur Schwerreiche leisten. Denn die können sich staatliche Dienstleistungen privat organisieren (Sicherheit, überdurchschnittliche Bildung usw)

    Aber diesmal übertreibt es die reiche Klasse. Die Entwicklung gefährdet mittelfristig sogar deren Kapitalakkumulation bzw, wird deren Ergebnisse sogar zum großen Teil auslöschen.
    Natürlich bis auf den Besitz von Land und anderem realen Vermögen. Da haben diese Leute leider wieder ihr Startguthaben für die neue Epoche.
    Abgesichert durch private Armeen, allgemein Sicherheitsdienste genannt, die seit Jahren einen starken Boom erleben. Man kauft sich halt privat staatliche Dienstleistungen.

  • Systemfrager - 13. März 2012

    >>> des hedonisch aufgeblasenen nominalen US-BIPs
    Das ist gut!

    Die Statistiken der heutigen kapitalistischen Ländern sind – egal welche – bei weitem mehr verfälscht als die der damaligen exkommunistischen

  • ö.ä. - 13. März 2012

    “Nun kommen ja auch die Baby-Boomer zunehmend in das Pensionsalter. Etwa 18 Jahrgänge der Geburtsjahrgänge ab 1946 sind etwa 30…35% zahlenmäßig stärker als die Jahrgänge davor und danach. Eine gewaltige Kostenlawine, die da anrollt auf die Pensionskassen.
    Und die sind schon jetzt unterfinanziert, bevor diese Lawine so richtig reingebrochen ist.”

    Und die Regierungen befeuern diese Entwicklung noch durch ihre irrsinnige Zuwanderungssteuerung. Hohe Bildungsabschlüsse werden nicht oder nur durch das Nehmen hoher Hürden anerkannt. Was den Regierungen da an Sozialabgaben flöten geht.

  • SLE - 13. März 2012

    Seit der Lehman-Pleite zahlt also Washington fleißig jeden Preis, um den Eindruck zu erwecken, die US-Wirtschaft befinde sich auf einem guten Weg. Im Wahljahr wird Washington noch viel mehr zahlen und tricksen (müssen). Aber wie lange halten die das noch durch? Das ist immerhin ein Drahtseilakt mit vielen Unwägbarkeiten und auf den Finanzmärkten wird die Luft beständig dünner. Es geht ja eigentlich schon gar nicht mehr um die Gefahr, dass in den USA etwas außer Kontrolle geraten könnte, denn das ist schon längst der Fall. Jeder weiß es, aber alle Verantwortlichen im Rest der Welt – mal abgesehen von China vielleicht – gucken scheinbar ostentativ weg. Wann platzt die US-Blasenökonomie?

  • peterb - 13. März 2012

    Wenig bekannt sein dürfte, dass Carl Friedrich von Weizsäcker, der ältere Bruder des ehem. Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, 1983 sein letztes größeres Werk unter dem Titel „Der bedrohte Frieden“ (erschienen im Hanser-Verlag) veröffentlichte. Was er darin als Voraussage beschrieb, trifft auf die heutige Situation weitgehend zu. Leider ist dieses Buch, wenn überhaupt, nur noch im Antiquariat zu erhalten.
    .
    Weizsäcker sagte damals den Niedergang des Sowjet-Kommunismus innerhalb weniger Jahre voraus und wurde dafür ausgelacht. Er prognostizierte für Deutschland/Europa (und für das ganze westliche – kapitalistische – System) die zu erwartenden „unschönen“ Folgen dieses Zusammenbruchs:

    1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
    2. Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.
    3. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen.Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.
    4. Circa 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus werden in Deutschland wieder Menschen verhungern. Einfach so.
    5. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.
    6. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.
    7. Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, und eine weltweite Diktatur einführen.
    8. Die ergebenen Handlanger dieses “Geld-Adels” sind korrupte Politiker.
    9. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je einen noch nie dagewesen Nationalismus (Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden Kommunismus.
    10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, dass die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.
    11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.
    12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr „Armageddon“ (Endkampf). Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt „unkontrollierter Kapitalismus“.

    C. F. von Weizsäcker sagte 1983 (also vor 25 Jahren), dass sein Buch, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nehmen.

    Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:
    - absolut obrigkeitshörig,
    - des Denkens entwöhnt,
    - typischer Befehlsempfänger,
    - ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage.
    - Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein – auch das, was ihm noch helfen könnte.

    Die einzige Lösung die Weizsäcker anbieten konnte, iwar die Hoffnung, dass nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt. Denn Fakt sei, so meinte er, dass die kleine Clique, denen diese Welt schon jetzt gehöre, nach dem einfachen, aber klaren Motto herrsche: „Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft nicht mehr zu geben.“

    • Frank Bell - 13. März 2012

      Zu Carl Friedrich von Weizsäcker: Gehörte der eigentlich mit zu dem System? Also zu den Apologeten der NWO?

      Was ich nicht verstehe: Warum greift der “Mittelstand” wie verrückt die Unterschicht, die Armen und die Hartz IV-Empfänger an? Und warum werden Steuererleichterungen für Reiche als Schritt zu mehr Lohn und zu mehr Arbeitsplätzen gefeiert? Es sind doch nicht die Armen und die Unterschicht, die die Mittelschicht in ihrer Existenz bedrohen, sondern die reiche Oberschicht. Die hat so viel Macht, dass die Mittelschicht wie eine Marionette zappelt, nur um etwas zu erreichen. Seit Jahren gibt es weder satte Lohnzuwächse noch sonst irgend etwas. Und das “wir haben über unsere Verhältnisse gelebt” trifft sicher nur auf die wirklich Reichen zu. Wer kann sich sonst leisten, was er will, ohne dass er lange darüber nachdenken muss? Wer kann einen Privatjet und eine Jacht unterhalten?

      • Joe - 13. März 2012

        Bestimmt wegen der Inflation! ;)

      • ö.ä. - 13. März 2012

        “Forschungen zur gesellschaftlichen Einschätzung von Langzeitarbeitslosen [Bearbeiten]

        Das Forschungsprojekt Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hat erstmals 2007 das Phänomen der „Langzeitarbeitslosenabwertung“ untersucht. Der Aussage, dass die meisten Arbeitslosen kaum daran interessiert seien, einen Job zu finden, schlossen sich 49,3% der Befragten an. 60,8% fänden es empörend, wenn Langzeitarbeitslose sich auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machten. Auch im Jahr 2008 stieg der Studie gemäß die Abwertung.

        Wilhelm Heitmeyer sieht die Ursachen der Zunahme der Langzeitarbeitslosenabwertung in einer “Ökonomisierung des Sozialen“, die mit dem Übergang eines – nach seinem Verständnis – Übergangs der „Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft“ einhergehe, wobei Menschen zunehmend unter dem Kriterium ihrer ökonomischen „Nützlichkeit“ betrachtet würden. Diese Betrachtung von Menschen unter dem Kriterium würde vor allem zu einer Abwertung von Langzeitarbeitslosen führen. [2]

        In einem Artikel in der Zeitung Die Zeit, in der Wilhelm Heitmeyer jährlich den aktuellen Forschungsstand der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit darstellt, äußert er sich zu den Verantwortlichkeiten der “Langzeitlosenabwertung” folgendermaßen:

        Betrachtet man die Abwertung von Langzeitarbeitslosen, muss man auch über den Zusammenhang zwischen den von gesellschaftlichen Eliten über die Medien immer wieder reproduzierten Bildern von Hartz-IV-Empfängern sowie Langzeitarbeitslosen und den Einstellungen in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen diskutieren. Dabei ergeben sich – wie berichtet – Muster der Abwertung, die auch jene Gruppen von Menschen betreffen, die im Sinne der kalten Kalkulationen als »Nutzlose« oder »Überflüssige« gelten.[3]

        Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass eine erhöhte Abwertung von Arbeitslosen mit einem geringeren Bildungsgrad korreliert.

        Anlass für die Untersuchung war die Zunahme von Abwertungen, die sich in den Medien fanden, so zum Beispiel die Bezeichnung von Bierdosen als „Hartz-IV-Stelzen“, mit der der ZDF-Entertainer Thomas Gottschalk in die öffentliche Kritik geriet[4]

        Auf 155 Seiten untersucht der Projekt „YUSEDER“ („Youth Unemployment and Social Exclusion: Dimensions, Subjective Experiences and Institutional Responses in Six Countries of the EU“), das von der Europäischen Union in Auftrag gegeben wurde,[5] die Gründe für die soziale Exklusion jugendlicher Langzeitarbeitsloser in sechs Ländern der EU (Schweden, Belgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien), die Bedeutung der Langzeitarbeitslosigkeit für die betroffenen Jugendlichen und die Möglichkeiten zu ihrer Inklusion.”

        Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskriminierung_von_Arbeitslosen

        Habe zwar ein Exemplar der Studie von Heitmeyer z.H. aber diese nicht im Internet gefunden.

      • alt-shift-x - 13. März 2012

        Ich würde dir empfehlen dir mal Alternativlos 22 an zu hören, Fefe und Frank liefern hier ein paar nette Denkansätze und Erklärungen dafür, wie es sein kann, dass die Masse so Gehirngewaschen genau das tut was du hier zu recht anprangerst.

        vielleicht findest du hier http://alternativlos.org/22/ ein paar Erklärungsansätze auf die Frage:

        “Warum greift der “Mittelstand” wie verrückt die Unterschicht, die Armen und die Hartz IV-Empfänger an? Und warum werden Steuererleichterungen für Reiche als Schritt zu mehr Lohn und zu mehr Arbeitsplätzen gefeiert? Es sind doch nicht die Armen und die Unterschicht, die die Mittelschicht in ihrer Existenz bedrohen, sondern die reiche Oberschicht.”

        darüber hinnaus sind die links die Fefe und Frank hier immer mit angeben meist ausnahmlos Empfehlenswert.

      • Joe - 13. März 2012

        Bestimmt wegen der Inflation!

    • MFK - 13. März 2012

      Bitte einmal richtig zitieren (Seite). Wo steht das in dem Buch? Ich habe dieses Buch, kann aber die genannten Textpassagen nicht finden.

      • Thorsten Eckau - 13. März 2012

        Das wäre auch meine Bitte. Seit 2008 gibt es diese nicht belegte Aussage und keiner hat je Seitenangaben oder Zitate geliefert. Dies zusammen mit dem Gebrauchtpreis von 390 (ebay) bis 550 (Amazon) erscheint mir dann doch eindeutig ein starker Indikator für Panik-Menschen-Abzocke zu sein.

        Aber auf der anderen Seite: Es könnte ja mal jemand bei Amazon kaufen, lesen und zurück schicken… ;)

        Nach meiner Recherche halte ich das für fieses Panikmarketing für ein sicherlich gutes, aber bei weitem nicht spektakuläres Buch, dessen Gebrauchtpreise wahnsinnig sind (wie die Klientel, die das kauft für den Preis).

      • Thomas L. - 13. März 2012

        Obige Aufzählungen sind keine Zitate von C.F. v. Weizsäcker, sondern selbstzusammengestellte Aussagen eines gewissen Rolf Ehlers vom 26.01.2010:
        “Ich erlaube mir, ein paar Gedanken von heute, vier Jahre vor dem prognostizierten Armaggedon, zwischen Weizsäckers Thesen von 1994 zu schreiben:

        1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
        2…..”
        http://www.readers-edition.de/2010/01/26/carl-friedrich-von-weizsaecker-heute-ein-realist/

        Das Buch ist zweilfelsohne ein wichtiges Werk, nur eben leider vergriffen und auch gebraucht zu teuer….

      • peterb - 13. März 2012

        “Ich habe dieses Buch, kann aber die genannten Textpassagen nicht finden.”

        Das ist ja interessant.
        Ich habe diese Stellen nach der “Wittlicher Stimme”, die seit einiger Zeit nicht mehr online erreichbar ist, zitiert. Wenn, wie du sagst, diese Stellen NICHT enthalten sind, haben wir es also mit einem fake zu tun. Und ich bin dem aufgesessen.

        Man (ich) sollte noch vorsichtiger sein.

        • NAvigatorC - 13. März 2012

          Du lässt Dich ja leicht ins Bockshorn Jagen peterb.
          Wo ist denn der Nachweis, dass es nicht drin steht ?
          Die entsprechenden Post von… sind doch auch nur Gequassel.
          Das Buch das Du meinst heist “Der bedrohte Friede – heute”
          Unter
          http://dasdenken.blog.de/2008/01/27/carl_friedrich_von_weizsacker~3640855/
          Gab es ein paar ma,l fast wortgleiche Diskussionen.
          Irgendwie “juckend”, oder ?
          Navigator.C

    • Andreas Demuth - 13. März 2012

      Interessant: Amazon 150-550€ und nur drei Stück!!!! Ungwöhnlich??

  • No Name - 13. März 2012

    Der Mittelsstand schaut nach oben zu reichen und würden sich gern mit zu den Oberen zählen wollen,hier kommt die menschliche Einbildung mit in das Spiel später der Realitätsverlust,etwas sein wollen, was man nicht ist, von einzelnen,es wird immer nach unten getreten auf die nächstschwächeren,teilweise aus Selbstschutz, Aggressionsabbau.

  • Karuna - 13. März 2012

    “DER BEDROHTE FRIEDE-HEUTE” aus dem Jahr 1994

    In dieser überarbeiteten Ausgabe sollen sich die fraglichen Textpassagen befinden!

    Auch im GELBEN FORUM wurde schon darüber diskutiert, ob es sich nicht um ein Hoax handeln könnte…..

    • Thorsten Eckau - 13. März 2012

      Richtig, und der Thread dort reißt auch plötzlich ab als einer sagt, man möge doch bitte mal Seitenzahlen nennen.

      Davon ab: Wenn man die Aussagen jeweils als Google-Zitate googelt, so finden sich bis mindestens 2008 zurück identische Einträge, nur kein einziger davon steht in irgend einem Kontext zu einer Person, die a) von sich behauptet das Buch zu haben, b) Zitate liefern kann/Seiten zahlen und c) ist jede Diskussion zuende, wenn jemand mal danach fragt. Das ist üble Meinungsmache und Selbstdarstellertum, das ich wegen der “bad news are good news”-Mentalität der Menschen so hartnäckig hält.

      Sollte irgendwer das Buch von 1994 haben und bestätigen können, dass diese Aussagen – wenigstens ansatzweise – so da drin stehen, würde ich mich über ein Feedback freuen. Bis dahin halte ich das für Geschwätz und Internetblödsinn.

      • Thorsten Eckau - 13. März 2012

        Erst Kontroll-Lesen, dann abschicken…
        “das ich wegen” muss natürlich “was sich wegen” heissen.
        Sorry.

  • schnauzevoll - 13. März 2012

    Wie naiv seid Ihr eigentlich? Schon mal den ZEW-Index beobachtet? +22,x Punkte und Ihr faselt von wirtschaftlichen Zusammenbrüchen und Massenverelendung. Solange die USA ihre Schulden in eigener Währung haben, die sie drucken kann wie blöd, und solange der Geldmenge zahllose Überkapazitäten gegenüberstehen, wird GAR NICHTS passieren. So einfach ist das. Und es wird vergessen, dass Massenarbeitslosigkeit und Massenverelendung auch die Mittelschicht betrifft, wo die Wertschöpung erfolgt. Wenn diese wegbricht, dann gibt es auch keine Werte, die es zu schöpfen gilt. Was wollen die Reichen dann mit ihrem Geld? Massenversklavung? Zurück zu den Pharaonen? Nee, dafür sind wir, das Volk, einfach zu viele! Es wird eine gewisse Schockstarre geben, wenn die Folgen der Spardiktate auch den Blödesten erreicht haben. Aber dann werden die richtigen Maßnahmen schon getroffen. Für manchen wird es hart, aber nicht für den größten Teil. Im Jahr 2002 habe ich Gasgerd per Brief mitgeteilt, was passieren wird, wenn er die Faulenzerdebatte nicht beendet und seinen Großkonzernkurs nicht aufgibt. Genauso ist es auch gekommen. Und seit 2008 weiß ich im Prinzip, dass das System gescheitert ist und zusammenbricht, ja, zusammenbrechen muss. Jetzt haben wir 2012 (!!) und die Automobilmesse präsentiert 1300-PS Autos. Ständig werden neue Gewinnrekorde vermeldet und die Banken sind nach wie vor fettgefressen und rülpsen nur hin und wieder mal, wenn der Magen knurrt.

    Es wir nichts passieren! GAR NICHTS!!

  • Sochard - 13. März 2012

    @schnauzevoll

    Da niemand eine Finanzkriese im Außmaß GB oder Italien überleben würde und keine ein Interesse hat unser Finanzsystem neuerlich lahm zu legen oder gar zu zerstören, gebe ich ihnen mit ihrer Beurteilung in so fern recht, dass wir dieses System um jeden Preis am Leben erhalten werden. Leider wird der Preis katastrophal sein, denn es wird auf Kosten der Masse geschehen …

    • Systemfrager - 13. März 2012

      @schnauzevoll

      >>> Nee, dafür sind wir, das Volk, einfach zu viele! Es wird eine gewisse Schockstarre geben, … aber dann werden die richtigen Maßnahmen schon getroffen.

      Ach jetzt habe ich es kapiert. Na endlich! Wie konnte ich das nur übersehen und vergessen. Auch im Jahre 1929, nach einer “gewissen Schockstarre” wurden richtige Maßnahmen (1933) getroffen …. und alles war gut!

      • schnauzevoll - 13. März 2012

        Nun, seit 1933 hat sich einiges verändert. Ganz so einfach geht das mit der Machtübernahme heute nicht mehr. Und die Geschichte lehrt uns doch, wohin das führen würde. Der Deutsche scheint ein wenig blöde zu sein, aber nich völlig deppert….oder doch? :D

  • M.Erkwürdig - 13. März 2012

    Auch wenn ich die aktuelle Situation nicht gerade schön finde ist es doch schon lächerlich wie alle auf den Kapitalismus eindreschen.
    Was wollt ihr denn ? Kommunismus ? Diktatur ? Direkte Demokratie die eh nicht funktioniert weil alle meinen es sei mit einem Kreuz alle 4 Jahre getan ?
    Was wollt ihr denn ?

    • ClayMan - 13. März 2012

      Ja du hast vollkommen Recht!
      Der Kapitalismus ist alternativlos, wir dürfen den Glauben und die Hoffnung nur nicht aufgeben!

      Mal im Ernst, ich denke es könnte uns schlechter gehen und in Deutschland muss zumindest noch keiner Not leiden.
      Dies ändert aber nichts an dem Fakt, dass der “Wohlstand” dieses System mit zu viel Lug und Trug, einer zwangsläufigen und vorhersehbaren Verarmung des Mittelstandes sowie unter der allgegenwärtigen Bereicherung der Finanzeliten erbaut ist.
      Natürlich kann man abwarten bis alles den Bach runter geht – oder eben nicht. Wobei letzere Aussicht allein unter den in diesem Blog gesammelten Beweisen nicht haltbar ist.
      Was aber passiert wenn dem tatsächlich nicht so ist, dass sieht man bereits in Ansätzen in Griechenland, Spanien, USA usw..
      Wenn Sie das wollen, bitte, aber die Einsicht kommt meistens doch erst dann wenn es bereits zu spät ist.

      • Thorsten Eckau - 13. März 2012

        Keiner sagt, dass der Kapitalismus schlecht ist. Höchstens war bisher die Rede davon, dass es das beste aller bisherigen Systeme ist. Da ist Raum für Weiterentwicklung in meinen Augen.
        Die Stärken des Kapitalismus hat dieser entfalten können, als echte Not herrschte und echte Nachfrage vorhanden war. Als diese (in Form von elementaren Grundbedürfnissen und danach dem allgemeinen Luxus/gehobenem Standard des Lebens) befriedigt war, kam der Kapitalismus in die Krise. Dies ist irgendwann in den 70ern passiert. Damals haben die Menschen die Schwelle vom reinen Bedürfnis, über die Selbstverwirklichung hin zu einer Gesellschaft überschritten, welche zu produktiv für die Bedürfnisse der Menschen ist: Es kann deutlich mehr und noch mal mehr hergestellt werden, ohne dass es dafür zwingend Abnehmer geben müsste. Dies hat zunächst die Werbeindustrie stark gepusht (wenn nicht im Grund erst so richtig entstehen lassen), dann Strukturvertriebe (entstehen lassen) und schließlich dafür gesorgt, dass wir mehr und mehr eine Teilung der Gesellschaft erleben: Hier diejenigen, welche wieder Bedürfnisse haben (Armut, aber genauso wenig Teilnehmer “der Märkte” wie Afrikaner mit elementaren Bedürfnissen), dort Menschen mit so viel Zugang zu den Ressourcen, dass jeder Stuss gekauft (“huch-hu, ich kaufe mit gleich morgen mein iPad 3, das 2er ist ja sooo doof geworden”) und anschließend weggeworfen wird (Lebensmittelüberproduktion etc pp)…

        Hier sehe ich REFORMBEDARF an unserem kapitalistischen System! Dringend! ABER: Wir diskutieren in der Gesellschaft doch noch nicht einmal ansatzweise in diese Richtung, im Moment geht es doch für die meisten (=oben, also NOCH die meisten in D) bisher einfach nur um den Erhalt des Status-Quo (daher die Aufregung der breiten Masse über Griechenland, man versteht nicht und hat einfach nur diffus Angst, dass sich das eigene Leben dadurch (über Steuern o. ä.) verschlechtern könnte. Diejenigen, die sich Veränderung wünschen, sind “unten” und nicht Teil irgend eines Diskussionsprozesses, selbst wenn er einsetzen würde.
        Daher befürchte ich auch, dass wir mit der weiter-so-bis-an-die-Wand-Strategie vorlieb nehmen müssen, denn nur der große Schmerz wird die Masse überhaupt wach rütteln. Es gibt genug Informationen, es liegt NICHT daran, dass kritische und intelligente Menschen sich nicht im Klaren sein könnten, es liegt an der Lethargie der (noch) viel zu zufriedenen Massen, dass sich nichts in Sachen Grundsatzdiskussion tut. Wie lange sind die Umweltprobleme schon bekannt/thematisiert? Wie lange gibt es schon kritische Berichte über die Lebensmittelindustrie? Etc etc… Komme mir keiner, dass das eine Frage von Zeit wäre, bis die Menschen darauf kommen: Das geht im Vergleich zu den negativen Auswirkungen so langsam, dass man es nicht ernsthaft betrachten braucht: Erst an der Wand werden die Leute verstehen dass Vollgas nur Spass macht, wenn man kontrolliert wieder bremsen kann.

  • M.E. - 13. März 2012

    M.E.
    nein, M.Erkwürdig.
    Wir wollen Einkommensspreizung zwischen 700 Euro und mehreren Millionen Euro pro Monat!
    Wir wollen Menschen, die am Tag kaum einen Dollar verdienen und solche, die am Tag 10 Millionen verdienen (=Spitzen”verdienst” bei den Hedgefondsmanagern 3 Milliarden im Jahr)
    Wir wollen nahe 50% Jugendarbeitslosigkeit in manchen Ländern.
    Wir wollen 24/7-Werbeberieselung, wenn es sich einrichten lässt auch gerne etwas mehr.
    Wir wollen die Ressourcen-Sau richtig rauslassen.
    Wir wollen Strukturvertriebe mit raffiniertesten Finanzmarktprodukten auf die Menschen loslassen.
    Wir wollen Tiere in völlig überfüllten Großställen halten, bis die sich gegenseitig die Augen aushacken.
    Wir wollen gerne die Ressourcensau richtig rauslassen, so lange es noch Ressourcen gibt.
    Wir wollen überschulden, bis die Schwarte kracht.
    Wir wollen eine Wohlfühl-Arbeitsmarktstatistik, bei der zig Prozent der Menschen ohne Arbeit nicht erfasst werden.
    Wir wollen Giftabfälle nach Schwarzafrika exportieren.
    Wir wollen den Westafrikanern die Küstengewässer leerfischen, und die anderen Fischgründe sowieso.
    Wir wollem mit unseren Subventionen afrikanische Bauern plattmachen.
    Wir wollen, dass die Lobbygruppen die Politik bestimmen.
    Wir wollen, dass das internationale Kapital die Länder in einen Steuerdumping-Wettbewerb für Spitzeneinkommen treibt.

    Wir lieben es!

  • M.E. - 13. März 2012

    Oh, da habe ich einen Punkt gleich doppelt aufgezählt (Resoourcen-Sau)
    Allerdings stellt die Aufzählung auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Wir lieben natürlich viel mehr an der heutigen Zeit.

  • Harald E - 13. März 2012

    @ ME

    Denk es einfach zu Ende.

    Was bleibt übrig ?

    Ne handvoll gewissenloser Leutchen, die dem Peak-Rendite entgegenstreben…koste es was es wolle.
    Gerne auch Menschenleben…..Pecunia non olet.

    95+x,x Prozent der Menschheit stirbt an Hunger, Seuchen und Kriegen.

    Übrig bleiben die, die sich noch nie um das Wohl Anderer gekümmert haben, wenn es um eigenen Vorteile ging.

    Die sterben dann an Konkurrenzangst und/oder Einsamkeit.

    Aus die Maus. ;-)

    • Querschuss - 13. März 2012

      Hallo Harald E,
      bei aller berechtigten kritischen Sicht, man muss nicht übertreiben, “95+x,x Prozent der Menschheit stirbt an Hunger, Seuchen und Kriegen”, dürfte eine extreme Überzeichnung der aktuellen Lage sein und auch der nahen Zukunft. Dies findet nicht mal ansatzweise, bei aller produzierten Armut in Griechenland statt und für Deutschland ist selbst der Weg Richtung Griechenland noch sehr weit.

      Gruß Steffen

  • Harald E - 13. März 2012

    Tausche Konkurrenkampf gegen Verfolgungswahn ;-D

  • Systemfrager - 13. März 2012

    @ M.Erkwürdig
    Wenn das der Kapitalismus ist, was wir haben
    Kannst du mir erklären, warum wir nicht beginnen sollen, den Sozialismus zu lieben?
    Danke für die Antwort.

    • M.Erkwürdig - 13. März 2012

      Die Mehrheit der Bevölkerung ist da ziemlich neutral eingestellt also weder extrem kapitalistisch noch sozialistisch, so wie ich.
      Habe ein wenig auf deiner Seite herumgestöbert und gelesen:

      “Fortschritt ist also möglich, aber er kommt nie von allein. Er wurde schon immer von entschlossenen und risikobereiten Menschen erzwungen, die sich Gedanken über eine bessere Welt gemacht, und für sie gekämpft haben.”… “NICHT DIE ARME HOCH – DEN KOPF HOCH. DENK MIT! ”

      Eine perfekte Gesellschaft in der jeder zufrieden wäre und die gebratenen Hähnchen in der Luft herumschwirren hätte ich auch gerne aber es ist utopisch !

      Sag mir mal wie du dir die Gesellschaft vorstellst, mit konkreten Standpunkten

      • Systemfrager - 13. März 2012

        Das war nicht die Antwort auf meine Frage

        • M.Erkwürdig - 13. März 2012

          Warum keiner damit anfängt den Sozialismus zu lieben ?
          Weil diese linke Umverteilung a la’ Robin Hood die Führungsköpfe des Landes ( Akademiker, Unternehmer, …) vertreibt, bis irgendwann nur noch der Bodensatz übrig ist.
          Schon heute verlassen jedes Jahr über 100.000 gut ausgebildete Leute das Land, wegen zu hoher Abgabenbelastung, Bürokratie etc.
          Die Hotelfachfrau zieht in die Schweiz und verdient das doppelte, der Architekt zieht Wolkenkratzer in Asien hoch und verdient sich ne goldene Nase dabei, der Wissenschaftler haut ab in die USA weil er dort nicht mit so viel Bürokratie kämpfen muss usw.
          Zeitgleich bekommen wir noch das integrationsunwillige 3. Welt Prekariat aus muslimischen Ländern, wundervoll.
          Das so eine ‘Gesellschaft’ scheitert liegt auf der Hand

          • Systemfrager - 13. März 2012

            Was du da verzapfst, ist ein Unsinn
            Warum die Mittelschichten nicht mehr verdienen, hat nur eine Ursache: Die Reichen und Superreichen sind krimineller wie man es sich nicht einmal im Traum vorstellen kann. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
            Schweiz hat Probleme mit der Flucht aus dem Euro (überbewerter Franken)
            Die “Führungsköpfe”, stand neulich in SPON, kehren aus den USA zurück, weil die freie Marktwirtschaft kollabiert ist, 50 Mill beziehen food stamps
            usw

            Slowakei hat gerade gewält, der “Populist” Fico hat absolut gesiegt, die “Reformer”, mit ihrer 19% Steuer, privatisierten Renten usw haben das Land ruiniert

  • M.E. - 13. März 2012

    Ein Überbietungswettbewerb in Sachen Endzeitszenarien ist tatsächlich nicht sinnvoll. Es wird schon holprig genug in diesem Jahrhundert. Das muss man nicht noch dramaturgisch aufpeppen.

  • M.E. - 13. März 2012

    Ich liebe Menschen, aber mit Sicherheit keine Gesellschaftssysteme.
    Wenn eine System halbwegs gerecht wäre, halbwegs frei von Willkür (egal ob durch Politbonzen oder Kapitalbonzen), halbwegs frei von Gewalt und halbwegs zukunftsfähig beim Umgang mit irdischen Gütern, dann wäre ich schon sehr zufrieden.
    Aber selbst dieses halbwegs menschen- und zukunftsgerechte System scheint ja eine Utopie zu sein.

  • 0177translator - 13. März 2012

    Systemfrager, kannst Du Dir vorstellen, daß die Chinesen lieber den Mao wiederhätten anstelle des jetzigen Systems? Mittlerweile hat sogar die KP zugegeben, daß Maos wahnwitzige Spielchen und Experimente (zu Friedenszeiten) 70-110 Mio. Menschen in China das Leben gekostet haben. Genauso wenig wird Rußland wieder zurückkehren zu Lenin und Stalin. Sozialismus funktioniert nur über Diktatur, und die funktionierte am Ende auch nicht.

  • Harald E - 13. März 2012

    Sorry Steffen

    hab im Eifer des Gefechtes, die Kausalkette überzeichnet.

    Der Planet wird nunmal von “Renditejägern” verwaltet und da sehe ich wenig, was an genügend soziale Kompetenz denken läßt.

    (Kommt nicht wieder vor)

  • M.Erkwürdig - 13. März 2012

    @M.E
    Sehen wir es mal so, die Weltwirtschaft kann man mit einer Wasserwaage vergleichen – da alle voneinander abhängig sind-
    Die letzten Jahrzente war auf der westlichen Seite mehr Wasser gewesen als auf der östlichen, nun aber gleicht es sich aus d.h. wir werden Wohlstand einbüßen müssen und die Asiaten gewinnen mehr hinzu und irgendwo in der Mitte treffen wir uns dann.
    Ich glaube nicht dass man die Entwicklung aufhalten kann.

    • Systemfrager - 13. März 2012

      @ M.Erkwürdig
      Ach so, wir müssen nur noch ein bisschen die Gürtel enger schnallen …
      Die Zeit der Lügen ist vorbei …
      Die Menschen wissen schon, dass sie mit einem ungerechten, kriminellen System zu tun haben …

      Der Neoliberalismus hat eben nicht hier und da ein paar Flunkereien oder Lügen verwandt: Er ist eine einzige Lüge über die Welt, die Lüge, wir alle müssten „unser Leben als Unternehmen begreifen“, die Lüge vom vollständig rationalen Markt, die Lüge vom „Kostenfaktor Mensch“, die Lüge von der Rendite, die „immer gut für alle“ sei. Und er ist der Versuch, die reale, diffuse, widersprüchliche, aber auch bunte Welt dieser Abstraktion mit aller Gewalt anzupassen.

      der berühmte amerikansiche Ökonom Lester C. Thurow

  • M.E. - 13. März 2012

    Hallo M.Erkwürdig,
    Wenn es mal so wäre, dass wir uns auf der Hälfte entgegenkämen. Wäre ja nur gerecht.
    Nur 2 Dinge sprechen dagegen:
    1. Peak anything wird wohl dafür sorgen, dass dieses mittlere Niveau (im Sinne von materiell-energetischem Verbrauchsniveau – nicht zwingend als Zufriedenheitsniveau) unerreichbar hoch sein wird.
    2. die Völker werden sich vom Lebensstandard wohl nicht sehr nahe kommen, auch wenn es gegenwärtig Entwicklungen gibt, die das vermuten lassen. Die Unterschiede zwischen Kanada, Norwegen, Neuseeland und Katar (um mal 3 aus unterschiedlichen Gründen Begünstigte aufzuzählen) und Bangladesch, Pakistan, Mali und Ägypten werden unvorstellbar sein. Einige auch sehr bevölkerungsreiche Länder werden vermutlich das Schicksal des heutigen Somalia teilen, nur mit einer Bevölkerungszahl, die mindestens eine Zehnerpotenz höher liegt..

  • Harald E - 13. März 2012

    @ M.E. auch an dich ein sorry. Hab’s etwas übertrieben.

    Rein hypothetisch nach dem Motto:
    Wohin führt diese Entwicklung in letzter Konsequenz, wenn nicht eingegriffen wird.

    Ein halbwegs menschen- und zukunftsgerechte System scheint wirklich eine Utopie zu sein.

    Um so ärgerlicher, dass das Potential dazu durchaus vorhanden ist.
    Ich vermute auch, in dem weitaus größten Bevölkerungsanteil.

  • M.E. - 13. März 2012

    Hallo Harald,
    es ist ja nicht so, dass ich nicht auch ein mulmiges Gefühl in der Magengrube bekomme, wenn ich mir die potenziellen zukünftigen Möglichkeiten in negativer Hinsicht vor Augen führe.
    Die Zukunft ist immer völlig offen: zwischen einer gereiften Menschheit auf höherem Zufriedenheits- und geringerem Gierniveau auf der einen Seite und Barbarei pur auf der anderen Seite. Beide Ansätze gibt es ja heute schon parallel, wenn ich mit z.B. Bhutan oder den Ostkongo ansehe.
    Fragt sich halt, welches Szenario in globalen Umbruchzeiten die Oberhand gewinnt – zumindest in größeren Regionen.
    An dieser Stelle geht dann der Optimist in mir durch. Sonst würde ich ja depressiv werden. Und wer will das schon?

  • ö.ä. - 13. März 2012

    “Ein halbwegs menschen- und zukunftsgerechte System scheint wirklich eine Utopie zu sein.”

    Vor 200 Jahren war es auch utopisch zu fliegen oder gar auf dem Mond zu landen.

    Es braucht nur genug Utopisten.

    • Systemfrager - 13. März 2012

      Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, daß ihre Verwirklichung von vorneherein ausgeschlossen erscheint.

      Albert Einstein

      • ö.ä. - 13. März 2012

        Ganz so phlosophisch muss man es gar nicht betrachten, im kleineren Maßstab ist sowas bereits Wirklichkeit.

  • No Name - 13. März 2012

    Es wird doch schon im kleinen gezeigt, wie nachhaltig mit Ressourcen gewirtschaftet werden kann,ohne eine überschwängliche Gier zu erzeugen,Profitgier.
    Der Mensch sollte erst sich selbst hinterfragen sich selbst ändern, bevor größere Dinge geändert werden ,unterschiedliche Gesellschaftsschichten wird es immer geben,Wettbewerb hat noch niemanden geschadet nur nicht ohne Regeln..
    Heute ist der Egoismus der einzelnen (Kapitalismus) schon fast krankhaft im persönlichen Charakter ausgeprägt ,anstatt sich wieder mit dem Wir zu beschäftigen.
    Es nützt wenig einer Gesellschaft, wenn ich nur mich selbst auf die Kosten andere auf Dauer bevorteile, am Ende steh ich allein da mit dem vielen und die andern haben nichts.. ein Ungleichgewicht.
    Wir sind nicht allein auf der Welt.
    Und Lügen haben kurze Beine.

  • M.E. - 13. März 2012

    Naja, der Vergleich der Verwirklichung einer technischen Utopie, gestürtzt auf exponentiell ansteigendes technisches und naturwissenschaftliches Wissen und auf reichliche und billigste Energie, mit der Organisation einer Gesellschaft mit ihren Partikularinteressen, Gruppendynamiken, Netzwerken, geopolitischen Zusammenhängen und vielem anderen ist schon sehr weit hergeholt.
    Technische Utopie kann, wenn sie auf naturwissenschaftlicher Basis beruht und kein realitätsfernes Hirngespinst ist, freilich Realität werden.
    Die menschliche Gesellschaft auf freiwilliger Grundlage in eine langfristig tragfähige Richtung zu transformieren ist dagegen wesentlich komplizierter.
    Das fängt ja schon damit an, dass jeder eine andere Vorstellung davon hat, was eine langfristig tragfähige Richtung ist. Und welchen Beitrag er selbst dazu leisten sollte, welchen Gewohnheitsänderungen er sich aussetzen bereit ist.

    • ö.ä. - 14. März 2012

      Ja der Vergleich hinkt vielleicht, was die Methoden/ Arten der Umsetzung betrifft, darauf wollte ich auch nicht hinaus. Ich wollte damit lediglich sagen, dass schon vieles als unvorstellbar galt.

      “Das fängt ja schon damit an, dass jeder eine andere Vorstellung davon hat, was eine langfristig tragfähige Richtung ist. Und welchen Beitrag er selbst dazu leisten sollte, welchen Gewohnheitsänderungen er sich aussetzen bereit ist”

      Demnach wären ja jetzige Gesellschaften auch extrem instabil (klar viele sind das aufgrund struktureller Faktoren, einige sind es aber auch nicht, solange sich gewisse Rahmenbedingungen auf einem geringen Niveau erhalten lassen, was freilich gegenwärtig schwer ist und missachtet man die Ressourcenknappheit scheitern muss).

      Deshalb denke ich, auch andere Gesellschaftsformen könnten funktionieren, Werte und Normen pendeln sich irgendwann ein bis ein breiter Konsens unter der Mehrheit entsteht, wie die Gesellschaft aussehen sollte.

      • ö.ä. - 14. März 2012

        edit:
        Da sich die Rahmenbedingungen aber mit der Zeit verändern, denke ich, müssen sich Gesellschaften zwangsweise transformieren.
        Und ich denke quantitativ kleinere Gesellschaften, sind stabiler, wenn sich Menschen zusammenfinden, die a) ähnliche Wertvorstellungen haben und b) Wert auf Nachhaltigkeit legen und c) sich freiwillig zusammenfinden, wenn sie d) ein Umfeld finden/ schaffen, in welchem die angestrebten Lebensbedingungen umsetzbar sind.

  • M.E. - 13. März 2012

    Korrektur: “…auszusetzen bereit ist”.

  • Bernd Klehn - 14. März 2012

    Heute sind die Zahlen der Zahlungsbilanz für das 4. Quartal veröffentlicht worden.

    http://www.bea.gov/newsreleases/international/transactions/2012/trans411.htm

    Ich verfolge hier immer insbesondere die Zinseinnahmen, denn nicht ganz unberechtigt behaupten viele, solange die USA Zinsen erhielten und keine bezahlen würden, wäre die Welt für sie doch in Ordnung. Die USA erzielte Zinseinnahmen in 2011 von 211Mrd.!!! und im letzten Quartal von 50Mrd.